Testbericht – Deuter Trail Pro 36

Testbericht – Deuter Trail Pro 36

Als ich den Trail Pro 36 aus dem Hause Deuter zum Testen in meine Hände bekommen habe, stach mir sofort seine Farbkombination ( blau-rot ) ins Auge. Optisch sprach mich der Trail Pro 36 sofort an.

Ich habe den Trail Pro 36 gleich für eine Tagestour gepackt und mich auf zum Testen gemacht. Währenddessen und unterwegs wurde der Deuter Trail Pro 36 auf Herz und Nieren getetstet.

Die Ausstattung

Der Rucksack besteht aus einem Polyestermischgewebe, Deuter beschreibt dies mit 210D PA / 600D PES.

Der Trail Pro 36 besitz ein großes Hauptfach, welches nicht nur über den Deckel, sondern auch über einen RV-Frontzugang zu erreichen bzw. beladen ist. In dem Hauptfach gibt es die Möglichkeit ein Trinksystem zu integrieren.

Im Deckel sind zwei RV-Fächer, eins außen für z.B. Proviant und ein Wertsacheninnenfach.

Ein Rundprofilrahmen überträgt die Last auf den gepolsterten Hüftgurt und sorgt somit für Bewegungsfreiheit aber auch für den sehr guten Sitz.

Des Weiteren besitzt der Trail Pro drei Aussentaschen. Eine etwas länger gezogene auf der linken Seite und zwei an den Hüftflossen für Gegenstände die man schnell zur Hand haben möchte, wie z.B. sein Handy oder sein Taschenmesser.

An der Front lassen sich durch diverse Halterungen, Helm, Pickel und Wanderstöcke befestigen.

In einem extra Staufach befindet sich die integrierte und abnehmbare Regenhülle.

Der Deuter Trail Pro 36 kommt zu dem mit dem Aircontact System für eine bessere Belüftung und dem Activ Comfort Fit für eine individuelle Anpassung der Schulterträger um die Ecke.

Auf Tour

Die Tour fand an einem sonnigen leicht bewölkten Tag statt. Ich bepackte den Rucksack mit Wetterschutzkleidung einer 2L Trinkblase, Proviant, kleineren Gegenständen ( Wertsachen/Messer/Handy ) und befestigte Wanderstöcke.

Durch den verstellbaren Hüftgurt, Brustgurt und den Lageverstellriemen konnte ich den Trail Pro optimal an meine Körperverhältnisse anpassen ( Körpergröße: 1,84 m ). Der Rucksack gehört mit seinen 1490 Gramm zwar nicht zu den Leichtgewichtlern doch merkte ich schon nach dem ersten Kilometer wie angenehm die Hüftflossen und der Rucksack an sich saßen.

Nach einigen Kilometern mehr merkte ich zwar, dass ich schwitzte, aber das Tragegefühl war dank des Aircontact System noch angenehm. Das Handy war für Schnappschüsse in den Aussentaschen der Hüftflossen immer schnell Griffbereit.

Auch begeisterte mich die Halterung für die Wanderstöcke. Dies hat Deuter durchdacht, da sie sehr einfach und zügig zu bedienen sind.

Jedoch gibt es eine Kleinigkeit die mich am Ende der Tour gestört hat. Der Schlauch der Trinkblase kommt mittig zwischen den Schultergurten raus, diesen spürte ich ständig im Nacken. Eine seitliche Öffnung wäre hier besser.

Weitere Details

  • Farbe: midnight-lava (blau-rot)
  • Gewicht: 1490 Gramm
  • Volumen: 36 Liter
  • Material: 210D PA / 600D PES
  • Maße: 66 / 32 / 22 (H x B x T) cm
  • Flaschenhalterung rechte Seite Außen
  • Stretch-Innenfach
  • Schlüsselclip im Wertinnfach
  • Karabiner-Fixierung an Schulterträger
  • PFC Frei
  • Geeignet für: Wandern, Hochtouren und Klettersteige
  • UVP: 169,95 €

Fazit

Durch die große Ausstattung ist der Deuter Trail Pro 36 vielseitig einsetzbar und somit für viele Aktivitäten einsetzbar, wie z.B. Wandern, Hochtouren und Klettersteige. Dank der großen Hüftflossen und der optimalen Lastverteilung, sitzt der Rucksack von Deuter perfekt am Körper und wird nicht zur Last. Durch seinen Aufbau lässt der Trail Pro 36 eine große Bewegungsfreiheit zu, was bei den Klettersteigen zugutekommt.

Durch die vielen positiven Punkte kann man über das kleine Problem mit der Trinksystemöffnung hinwegsehen.

Mit dem Deuter Trail Pro 36 bekommt man einen soliden und durchdachten Rucksack für Tages- sowie leichte Mehrtagestouren geboten. Hier erweist sich der Preis des Rucksacks als nur Fair.

Martin Hacia

Martin Hacia

Geprägt durch Wanderungen in der Kindheit, was bis zum heutigen Tag anhält. Hinzukommen neuerdings Klettersteige oder Sportklettern.

Ob zu Hause oder auf Reisen, wichtig ist es für mich die Natur haut nah zu erleben.

Testbericht – Berghaus W Changtse Jacket

Testbericht – Berghaus W Changtse Jacket

Mittlerweile ist ein Angebot wasserdichten Jacken in verschiedensten Farben, Qualitäten und Preiskategorien recht groß. Die neue Gore-Tex Hardshell Changtse Jacket für Damen vom englischen Spezialist für Outdoor Bekleidung könnte für alle Outdoorlerinnen(natürlich gibt es die Jacke auch für Herren) durch ihre Ausstattung, Passform und Gewicht sehr interessant sein.

Eine gute Wetterschutzjacke ist bei jeder Outdooraktivität unabdingbar. Unabhängig davon, ob man sie als Regenschutz bei einer mehrtägigen Wanderung, während eines kurzen Spaziergang vor der Haustür oder als Windschutz am Gipfel nach einer langen Klettertour benötigt. Sie muss außer eines Regen- und Windschutzes noch einiges können: gute Reißverschlüsse, coole Optik, langlebig, bequem und zuverlässig sein, für Rucksack geeignet, leichtes Gewicht, umweltfreundlich, mind. eine Tasche, gut geschnittene Kapuze usw. Um den Anspruch einer perfekten Wetterschutzjacke gerecht zu werden, muss ein Hersteller einiges leisten.

Vor allem bei Damen ist es eine Wissenschaft an sich, da alle Eigenschaften – Optik nicht ausgenommen! – passen müssen und dann ist meiner Erfahrung nach die Auswahl oft begrenzt. Da ich oft nach einer für mich perfekten Wetterschutzjacke gesucht habe, muss ich zugeben, dass  bereits die erste optischen Begegnung  mit der neue Damen Wetterschutzjacke vom englischen Hersteller Berghaus starkes Interesse in mir ausgelöst hat.

Welche Materialien/Stoffe wurden benutzt?

Das Berghaus-Team hat mittlerweile einen großes Erfahrungsschatz und mit der Changtse Jacke ist eine sehr leichte 3-lagen Jacke mit innovativen  und bewährten GORE-TEX Materialien für jeden Einsatz draußen eine wasserdichte und hoch atmungsaktive Jacke entstanden.

Das atmungsaktive GORE-TEX Active Shell Gewebe befindet sich am Körperkern, um auch bei hochintensiven Aktivitäten Dampfdurchlässigkeit zu gewährleisten.  Die GORE-TEX Paclite Plus ist in Abriebs gefährdeten Bereichen (wie z. B. Schulter-, Brust- und Hüftbereich eingearbeitet. Sie ist dauerhaft wasserdicht, extrem atmungsaktiv, leicht und winddicht. Damit ist die Jacke genauso langlebig sowohl beim Rucksack tragen als auch beim Tragen eines Klettergurtes.

Auch die innovative Lösung mit einem elastischem Jackensaum und Bündchen steht für intensiveres  Hinsehen. Berghaus nutzt ein GORE-TEX Topo Stretch Gewebe, um mehr Komfort und bessere Bewegungsfreiheit zu erreichen. Durch den Einsatz eines Stretch-Gewebes wird Bewegungsfreiheit und mehr Komfort bei allen Sportaktivitäten gewährleistet. Und noch mehr: Gewicht sparend ohne ein Verzicht an Funktionalität. Beim Anprobieren in zwei verschiedenen Größen haben bei beiden die Säume und Bündchen sehr gut funktioniert.

Reißverschlüße

Der japanische Reißverschluss-Hersteller YKK verbindet eine langjährige Tradition und gute Qualität. Auch bei der hier getesteten Jacke bieten die 2-Wege AquaGuard® Reißverschlüße einen optimalen Wasserschutz durch eine Polyurethan-Beschichtung. Alle an der Jacke angebrachten Reißverschlüsse sind mit einem Bändchen ausgestattet und so kann man auch in dünnen Handschuhen die Jacke und die Belüftungsöffnungen unter den Armen gut öffnen. Aller angebrachten Reißverschlüsse kann man reibungslos auch mit Handschuhen bedienen. Durch den beschichteten Reißverschluss muss man ein  bisschen fester ziehen.

Belüftung

Auch  die durch Berghaus patentierte Vapour Storm Belüftung am oberen Rückenteil kam hier zum Einsatz und dadurch wird die Atmungsaktivität durch Feuchtigkeitstransport noch gesteigert. Bei dieser Art der Belüftung geht es um eine doppelt überlappende Öffnung, die kein Wasser durchlässt und für eine gute Luftzirkulation sorgt.

Wenn es mal sehr anstrengend wird und eine schnelle Belüftung erwünscht ist, sind zwei lange Reißverschlüsse unter den Armen eingearbeitet. Sie lassen sich in beide Richtungen öffnen.

Ausstattung

Die Jacke ist mit einer recht großen wasserdichten Tasche auf der linken Brustseite ausgestattet. Das Öffnen und Verstauen der Kleinigkeiten  funktioniert tadellos. Da ich selber Rechtshänderin bin, gab es keine Probleme beim Bedienen des wasserdichten Reißverschlusses. Die Tasche ist überraschend groß und alle wichtigen Kleinigkeiten passen gut hinein, wie z. B. Handy, Schlüssel, Müsliriegel, Taschentuch. Mir gefällt sehr gut, dass die Tasche beim Rucksack bzw. Klettergurt tragen nicht stört und geräumig ist. Durch den wasserdichten Reißverschluss blieben bei meinem Test alle Sachen in der Tasche trocken.

Die Kapuze hat einen Gummizug im hinteren Bereich und die Konstruktion ist sehr durchdacht. Sie lässt sich gut und schnell verstellen. Auch über einen Helm sitzt sie gut und folgt der Kopfbewegung. Die Sicht wird durch die Rechts- und Linksbewegung nicht eingeschränkt. Die Kapuze sitzt sehr gut am Kopf und bietet einen guten Schutz, auch bei stärkerem Wind. Ein kleiner Nachteil ist, dass man beim Anziehen und Absetzen der Kapuze zuerst den Reißverschluss öffnen muss. Dafür schließt der besonders hohe Kragen besonders gut ab.

Besonders gut gefällt mir die asymmetrische Lösung für die Ärmelabschlüsse. So ist die obere Seite der Hand vor Regen gut geschützt und nicht komplett dicht geschlossen. Das führt zu einer besseren Belüftung.

Trage- und Bedienkomfort

Die Jacke ist gerade geschnitten und im hinteren Teil etwas länger. Der Kragen bietet durch den hohen Schnitt einen besseren Kinnschutz. Sie sitzt sehr gut am Körper und bietet trotzdem vollständige Bewegungsfreiheit. Auch im Schulterbereich habe ich beim Bewegen keinerlei Einschränkung gespürt und die Ärmel haben eine gute Länge.

Umweltbelastung

Auch die umweltverträgliche Produktion wird durch den Hersteller in Acht genommen. Die Changtse Jacke ist Bluedesign-zertifiziert. Dies ist ein Textillabel für Produkte, die während der Produktion die Umweltbelastung versuchen zu minimieren. Bei bluedesign zertifizierten Produkten kommen kaum umweltschädigende Substanzen zur Einsatz. 

Für mehr Infos: https://www.bluesign.com/

Preis-Leistung-Verhältnis

Nichtsdestotrotz mit 349€ für genau 284 g (Damenmodell in Größe M) ist die neue Changtse nicht günstig. Zum Erwägen sind alle kleine Details, Ausarbeitung, Qualität der Nähte, Optik (vor allem für Damen ein wichtiges Argument), Funktionalität, Passform, Gewicht und Langlebigkeit. Allerdings alle anderen Merkmale haben mich persönlich überzeugt und bereits beim ersten „Reinschlüpfen“ war ich ein großer Fan dieser Hardshell Jacke.

Fazit

Die Changtse Jacke ist ein verlässlicher und gut aussehender Begleiter für alle Outdoorabenteuer. Sie ist sehr leicht, robust und hat kleines Packmaß. Optisch sieht sie schön aus – man will schließlich ein tolles Gipfelbild machen.  Durch die durchdachten Belüftungssysteme hat man ein angenehmes Körperklima.

Obwohl ich so begeistert von der Jacke bin, einige kleine Kritikpunkt möchte ich trotzdem erwähnen:

Durch die elastischen Einsätze am Bündchen ist die Öffnung gerade für die Handgelenke weit genug. Beim Anziehen der Handschuhe, die ich unter die Bündchen stecken wollte, hatte ich recht große Schwierigkeiten.

Was ich persönlich noch vermisse ist ein kleines Täschchen zum Verpacken und eine kleine Schlaufe zum Befestigen, z. B. am Klettergurt beim Klettern.

Die Jacke wurde in einem längeren Zeitraum – von März bis Mai – getestet. Anfang Mai gab es genügend Regen nicht nur in Italien aber auch im Schwarzwald. Auch bei langem Dauerregen hat sich die Jacke super gut angefühlt und ich kann sie mit gutem Gewissen, jedem der gerne draußen unterwegs ist, empfehlen!

Testbericht – F10 Helium UL 2 Trekkingzelt

Testbericht – F10 Helium UL 2 Trekkingzelt

Das Helium UL 2 Trekkingzelt aus dem Hause Force Ten ist ein 1-Bogen-Zelt und gehört daher zu den Zelten der Kategorie Tunnelzelt. Das für bis zu 2 Personen geeignete Zelt ist ein absolutes Leichtgewicht zu einem fairen Preis.

Force Ten ( F10 ) ist die Trekking Range von Vango und gehört zur AMG Group Ltd. mit Sitz in Glasgow.
Die AMG Group vereint eine Familie bekannter Outdoor Marken, die sich darauf konzentrieren, die Natur zu genießen.

Der Slogan „Made for the Mountains“ trifft bei F10 definitiv zu und man erkennt die Leidenschaft, eine Ausrüstung zu entwickeln, die die Erwartungen übertrifft.

Kurzbeschreibung

Das nur 1,4 Kilogramm leichte Trekkingzelt F10 Helium UL 2 ist auf Grund seines Gewichts der ideale Begleiter für Kletter-, Trekking- oder Fahrradtouren.

F10 garantiert einen schnellen und einfachen Auf- und Abbau dank All-in-One Pitching. All-in-One bedeutet dabei, dass das Zelt komplett mit Außen- und Innenzelt gemeinsam aufgebaut werden kann. Bei dieser Aufstellmethode ist das Innenzelt/Schlafkabine bereits an das Außenzelt angehängt und man spart Zeit beim Aufbau.

Das vorgeformte Yunan SD70 7001 Aluminium Gestänge, mit zwei kurzen Gestängeelementen an den Stirnseiten, verleiht dem Zelt zusammen mit dem sogenannten TBS®Pro-System ( Tension Band System ) eine hohe Stabilität selbst bei starkem und wechselhaften Windverhältnissen. Diese Sturmabspannleinen sind aus sehr leichtem und extrem reißfesten Dyneema® um sehr großen Belastungen Stand zu halten.

Das Silikonbeschichtete 15D Nylon Außengewebe aus ProTex® mit einer Wassersäule von 3000 mm ist dank der getapten Nähte absolut wasserdicht. Die seitlich 10 cm hochgezogenen Bodenplane aus 70D Nylon ist sehr leicht und bietet trotzdem eine Wassersäule von 6000 mm und ist wie das Außenzelt ebenfalls absolut wasserdicht.

Beim Innenzelt handelt es sich um ein leichtes und atmungsaktives Ripstop-Nylongewebe welches das Kondenswasser schnell entweichen lässt.

Technische Details

  • Material Außenzelt: Nylon, ProTex® 15.SRN
  • Material Boden: 70D Nylon
  • Material Gestänge: Yunan Eco Alloy
  • Material Innenzelt: 150D 340T atmungsaktives Nylon
  • Material- Zusammensetzung: 100% Polyamid ( Nylon )
  • Beschichtung: Polyurethan ( PU ), Silikon
  • Wassersäule Außenzelt: 3.000 mm
  • Wassersäule Bodenplane: 6.000 mm
  • Gewicht: 1,42 kg
  • Personen: bis zu 2 Personen
  • Packmaß: 40 x 14 cm
  • Aufbau-/ Wohnfläche: 175 x 245 cm
  • Lieferumfang: Abspannleinen, Heringe, Repair Kit

Auf- und Abbau

Das F10 Helium UL 2 kommt in einem Fast-Pack Packsack mit großer Öffnung. Die Zurrgurte am Packsack erlauben ein schnelles Einpacken und nachträgliches Komprimieren des Packsacks. Aber vor dem Einpacken kommt erst mal der Aufbau.

Der erste Eindruck fällt definitiv überraschend aus wenn man das Trekkingzelt in Händen hält, da sofort das wirklich extrem leichte Gewicht auffällt.

Auf der Innenseite des Packsacks befindet sich die eingenähte Aufbauanleitung. Neben dem eigentlichen Zelt finden sich noch in weiteren kleinen Packsäcken das Gestänge, die Heringe und ein Repair Kit.

Hat man das Zelt auf dem Boden ausgebreitet nimmt man sich als erstes das Gestänge zur Hand. Dank des Gummibands ist das vorgeformte Gestänge schnell zusammengesteckt und lässt sich direkt in den abgenähten Gestängekanal einführen.

An den beiden Enden, wo auch das Tension Band System angebracht ist, steckt man das Gestänge in die eingearbeiteten Metallösen.

Als nächstes nimmt man sich eine der beiden kurzen Gestängeelemente ( End Pole ) und bringt diese an einer Stirnseite an. Beim ersten Versuch ist dies etwas knifflig, aber spätestens bei der zweiten Seite hat man den Dreh raus.  Dazu einfach die Stirnseite des Außenzelts umklappen, Gestänge einsetzten, wieder umklappen und mit einem Heringen abspannen. Zwei weitere Heringe bringen das Außenzelt in Position.

Nun folgt die zweite Stirnseite mit denselben Arbeitsschritten. Beim Anbringen des Herings zieht man hier zugleich das Zelt auf sich zu und schon steht das Zelt wie gewünscht. Jetzt nur noch die beiden Ecken mit den Heringen fixieren.

Mit zwei weiteren Heringen bringt man nun die seitlichen Schlaufen mit dem Hauptgestänge in Position und spannt bei Bedarf das Tension Band System noch um die Stabilität zu erhöhen.

Dank des All-in-One Pitching steht das Außenzelt mit eingehängtem Innenzelt in null-komma-nix. Laut Hersteller soll es in 7 Minuten klappen. Beim ersten Aufbau dauert es sicher 1 bis 2 Minuten länger, aber mit etwas Übung geht es sicher auch noch schneller.

Abbauen und Einpacken geht fast genauso schnell. Nach dem das Zelt leer geräumt wurde entfernt man die Heringe und das gesamte Gestänge und packt diese in die vorgesehen Packsäcke. Danach legt man das Zelt zusammen und rollt diese zusammen mit den Heringen und dem Gestänge zusammen.

Das ganze Päckchen wird dann in den in den Fast-Pack Packsack gesteckt und mit den Zurrgurten zusammen gezogen. Einfach und schnell!

Innenraum & Extras

Das F10 Helium UL 2 bietet insgesamt zwei Eingänge die sich zum Lüften oder Einsteigen weit öffnen und aufrollen lassen. Auf der einen Seite bietet das Zelt noch einen kleinen Stauraum zur Unterbringung von Schuhen und Rucksäcken. Ist man mit dem Zelt jedoch zu zweit unterwegs sollten die Rucksäcke nicht zu groß sein, um noch unter das Außenzelt zu passen.

Die beiden großen Innentüren sind mit zusätzlichem Mesh für eine bessere Belüftung versehen und sind so groß, dass man bequem ins Innere gelangt. Eine Innenzelttasche bietet Stauraum für Zubehör und Kleinteile.

Zwei Personen finden im Innenraum genügend Platz. Jedoch sollte man darauf achten, dass man sehr schmale Schlafmatten benutzt, sollte man zu zweit im Zelt schlafen. Zwei normal große Matten passen nicht nebeneinander. Oder man benutzt z.B. eine EXPED SynMat HL MW die dank Ihrer speziellen Konturform auch in kleinste Zelte passt.  Zwei dieser Matten nebeneinander ( Kopf zu Fuß / Fuß zu Kopf ) passen perfekt in das Trekkingzelt.

Die hochgezogene Bodenplane bietet zusätzlichen Wetterschutz und macht einen guten Eindruck. Wer sein Zelt zusätzlich von unten schützen möchte, der kann optional noch die passende Unterlage „F10 Trekking Footprint UL“ erwerben. Diese Zeltunterlage aus 210T Polyester mit PU-Beschichtung und einer 5000 mm Wassersäule wurde exklusiv für die Force Ten Trekkingzelte entwickelt. Sie wiegt 185 Gramm.

Fazit

Das F10 Helium UL 2 ist, wie zu Beginn schon mal erwähnt, der perfekte Begleiter auf Touren bei denen man mit möglichst wenig Gewicht unterwegs sein möchte.

1,4 Kilogramm, ein geringes Packmaß und ein vergleichsweise niedriger Preis sprechen für sich.

Absolut überzeugt hat der schnelle Aufbau dank All-in-One Pitching, wie es Force Ten nennt. Auch alleine ist das Trekkingzelt in wenigen Minuten aufgebaut.

Ideal geeignet ist das Zelt für Solotouren. Aber auch für zwei Personen bietet das Helium UL 2 genügend Platz. Allerdings muss man sich hierbei schon mit den passenden Schlafmatte ausrüsten und mit dem Gepäck im schmalen Stauraum arrangieren.

Ein tolles und durchdachtes Trekkingzelt was auf ganzer Linie überzeugt. Thumbs up!

Stefan Feldpusch

Stefan Feldpusch

Freelancer by doorout.com

Outdoorler durch und durch! Egal ob Klettern, Bergsteigen, Wandern, Mountainbiken oder im Winter mit den Langlaufskiern, die Devise lautet: Hauptsache draußen. Im Sommer gerne mit dem Zelt oder dem Caddy-Camper unterwegs und noch dazu seit einigen Jahren Outdoor-Blogger mit Herz auf dem eigenen Blog www.my-outdoor-stories.de, sowie als Klettertrainer beim DAV aktiv. Als Freelancer im Doorout-Team seit 2017.
Testbericht – EXPED SIM Comfort DUO 7.5

Testbericht – EXPED SIM Comfort DUO 7.5

„Ist es noch eine Outdoor-Isomatte?“ haben wir uns nach der ersten Nacht im Zelt auf der EXPED SIM Comfort DUO 7,5 Schlafmatte gefragt. Und es wird auf der Homepage von Exped zu Recht als ein „Isolier-Teppich“ im Zelt bezeichnet.

Wir haben die doppelbreite Paarmatte sowohl im Campingzelt als auch in unserem umgebauten Caddy getestet und sind auch nach einem Jahr der Nutzung sehr zufrieden.  Die SIM Comfort Matten sind mittlerweile keine Neuigkeit auf dem Markt. Sie sind seit mehreren Jahren im Einzelhandel in verschiedenen Ausführungen und Stärken (von 5cm bis zu 10 cm) zu kaufen und überaus bewährt. Neben Thermarest ist Exped nach unserer Meinung der beste Schlafmatten Hersteller am Markt.

Ursprünglich haben wir nach einer Schlafmatte für unseren VW Caddy gesucht und wurden auf die Doppelmatten von EXPED aufmerksam. Im Internet findet man unzählige manchmal sogar sehr kreative Lösungen für das Übernachten im Auto und normalerweise wird eine zusammenklappbare Schaummatratze für diesen Zweck genutzt. Bei unserer Entscheidung spielten mehrere Faktoren mit ein (z. B. Packmaß, Liegegefühl, Lagerung, andere Nutzmöglichkeiten). Nach Abwägen aller Vor- und Nachteile der Schaummatratzen entschieden wir uns für eine Isomatte: EXPED SIM Comfort DUO 7,5, die eine vielseitige Nutzung hat.

Mittlerweile nutzen wir die EXPED SIM Comfort DUO nicht nur für das Übernachten im Auto, sondern auch bei beim Zelten, oder als Gästebettersatz.

Material

Der Oberstoff ist aus einem aufgerauten, rutschsicheren und hautfreundlichen Polyestergewebe ( laut Hersteller 50 D Tricot Nylon ) hergestellt. Sie ist mit einer Wabenstruktur geprägt, die sich angenehm und ein bisschen rau anfühlt. Dank der speziellen Wabenstruktur rutscht der Schlafsack nicht auf der Matte, was sich im Praxistest tatsächlich bewährt hat.

Das Obermaterial fühlt sich nicht schwitzig an an und die Matte macht keinerlei Geräusche beim darauf liegen.

Die Unterseite der Matte ist auch einem festerem Material (75 D Polyester) hergestellt.  Für die Isolation ist ein hochwertiger und sehr langlebiger offenporiger PU-Schaum genutzt. Damit muss man sich auch um tiefsten Winter keine Sorgen über Bodenkälte machen und ist immer gut gerüstet.

Alle Materialien sind mit Oeko-Tex 100 zertifiziert.

Die EXPED SIM Comfort DUO Matte ist sehr hochwertig verarbeitet,  die Nähte sind hochfrenquenzverschweißt, d. h. das Material ist unter Druck und mit Hitze fest verbunden und die Verbindungen sind  mindestens so stark wie das umgebende Material und sehr langlebig.

Handhabung

An der Kopfseite verfügt die EXPED SIM Comfort DUO über zwei in die Matte eingelassene Flachventile. Davon eins zum Aufblasen und eins zum ablassen der Luft. Beide Ventile funktionieren dank der Größe sehr gut, auch das Luftablassen geht sehr schnell. Da die Matte grundsätzlich selbstaufblasend ist, dient die kleine, beiligende Luftpumpe zum härteren Aufblasen. Mit dem Ventil besteht auch die Möglichkeit des Regelns der Mattenhärte. Die Dauer des Selbstaufblasens hängt von der Häufigkeit der Nutzung. Beim regelmäßigen Nutzen kann man mit ca. 15 Minuten rechnen. Wenn die Matte längere Zeit (ca. 2 – 3 Monate) im Packsack war, verlängert sich die Dauer des Selbstaufblasens auf ca. Stunde. Wenn man nicht so viel Zeit zur Verfügung hat, kann man mit der Luftpumpe die Matte schneller aufblasen.

Bei mehrtägigem Zelten ist uns positiv aufgefallen, dass auch nach 8 Übernachtungen ein Nachpumpen nicht notwendig ist. Nach dem die Matte  einen längeren Zeitraum in der Packtasche zusammengerollt war, hat das Selbstaufblasen länger gedauert und wir mussten mehr Nachpumpen. Beim regelmäßigen Nutzen der Matte ist das Selbstaufblasen recht schnell.

An den Seiten der EXPED SIM Comfort DUO befindet sich ein Klettband mit dem die Möglichkeit besteht entweder mehrere Matten fest miteinander zu verbinden oder sie gefaltet als eine Super-Bequeme-Einzelmatte zu nutzen. Diese Funktion haben wir in unserem Test uns nicht näher angeschaut.

Die EXPED SIM Comfort DUO wird in einer gut überlegten Packtasche mit einem Rollverschluss und Tragegurt geliefert. Dies ermöglicht auch das Tragen an der Schulter. An der Seite der Packtasche ist noch Platz für kleine Luftpumpe und das Reparierset.

Fazit

Der relativ hohen Anschaffungspreis mag auf den ersten Blick abschrecken, doch sollte man sich bewusst machen, hier eine Matte zu kaufen die mit Sicherheit mehr als 10 Jahren halten wird, in der Praxis einfach und unkompliziert funktioniert und einen perfekten Schlafkomfort bietet.

Wenn man nicht gerade eine Trekkingtour plant und die Matte im Rucksack oder auf dem Fahrrad unterbringen muss,  bekommt man gemessen am Komfort und Qualität des Materials eine gut zu verstauende Schlafmatte, auf der wir uns unterwegs genauso wohl fühlen wie zuhause im Bett.

Nach einem Jahr Nutzung können wir Ihnen die die Exped SIM Comfort DUO sehr empfehlen.

 

Technischen Daten auf einen Blick

  • Größe: 197 x 125 cm
  • Packmaß: 67 x 25
  • Gewicht: 3320 g
  • Füllmaterial: PU-Schaum
  • R-Wert*: 6,4 ( d. h. gute Isolierfähigkeit bis -22 Grad )
    *( R-Wert ist ein Maßstab für den Wärmedurchgangswiederstand, R aus dem Englischen RESISTANCE )
Michael Nitsch

Michael Nitsch

doorout.com

Schon viel unterwegs gewesen. Immer aus eigener Kraft, zu Fuß oder auf dem Fahrrad und dann unter freiem Himmel draußen. Skandinavien, Russland, Mongolei, Australien und in der europäischen Heimat. Arbeitet im Ladengeschäft von Doorout und steht unseren Kunden mit Rat und Tat bei der Suche nach der passenden Ausrüstung für kleine Ausflüge oder große Abenteuer zu Seite. Die Reisen sind kürzer geworden, aber nicht weniger interessant….
Testbericht – Vango Utopia Air TC 500

Testbericht – Vango Utopia Air TC 500

Vango bringt dieses Jahr das Utopia Air TC 500 auf den Markt. Ein kompaktes und elegantes Zelt für bis zu fünf Personen. Wir haben das Zelt aufgebaut, für euch begutachtet und berichten.

Ein ziemlich langer Name „Utopia Air TC 500“. Was dahinter steckt verraten wir euch hier:

  • Air steht für die jetzt bekannte Luftkanaltechnologie. Bei Vango ist es folgendermaßen bezeichnet: Vango AirBeam® ® Luftgestänge mit AirSpeed Ventilen für hohe Stabilität und schnellen Auf- und Abbau
  • TC steht für „Technical Cotton“. Es handelt sich hier um das Zeltgewebe aus 65% Baumwolle und 35% Polyester. Also die Atmungsaktivität eines Baumwollzelts und die Stabilität und Wasserdichtigkeit eines Polyesterzelts. Diese Gewebe wurde beim  Utopia in einem elegante Muskatnusston hergestellt.
  • 500 steht für die fünf Schlafplätze. Wir finden, das Utopia könnte für 5 Erwachsene ganz schön knapp werden, von daher empfehlen wir es für Paare oder kleine Familien.

Exclusive Collection

Die Exclusive Collection ist ein Konzentrat an Ausstattung. Diese Zeltserie bietet so gut wie alles was man benötigt, um einen bequemen Campingurlaub zu verbringen. Gewebe und Luftkanäle haben wir schon erwähnt. Auf technischer Seite haben wir noch stabile Spanngurte statt dünnen Spannleinen, damit ist das Zelt windbeständiger.

Das Utopia ist mit kristallklaren Fenstern und Zipvorhängen ausgestattet. Damit kann man viel Licht ins Innenzelt lassen und ist dennoch vor den lästigen Nachbarblicken geschützt. Das SkyTrack™ System erlaubt die Aufhängung und einfache Platzierung von Lampen, zusätzlichen Taschen und weiterem Zubehör.

Die Eingangstür ist komplett mit einem Moskitonetz ausgestattet, sodass optimale Belüftung und Insektenschutz sich nicht ausschließen. Ein Vordach über dem Eingangsbereich schützt vor Wetter und Sonne. Die extra große abdunkelbare (Lights-Out-Gewebe) “Kingsize” Schlafkabine verspricht maximale Erholung. Bei kleinen Familien können die Schlafkabinen dank flexiblen Trennvorhängen individuell aufgeteilt werden.

Gewicht

Mit 31,40 kg ist das Zelt nicht gerade leicht, aber das liegt hauptsächlich an der hochwertigen Ausstattung: Das robust und atmungsaktive Gewebe ist nun einmal schwerer als reines Polyester. Auch die Luftkanäle sind deutlich schwerer als Alustangen. Dafür bietet das Zelt ein um einiges besseres Klima als Polyesterzelte und ist in 8 Minuten aufgebaut und genau so schnell abgebaut und wieder eingepackt. Für den Transport hat Vango eine Tasche mit stabiler Wanne und Rollen ausgewählt, was den Weg vom Auto zum Aufbauplatz um einiges vereinfacht.

Materialien

  • Sentinel Signature aus 200g/m² (65%Cotton / 35%Polyester) Gewebe
  • Bodenplane aus PE-Gewebe 6000mm – wasserdichte, robuste und reißfeste Zeltunterlage
  • Vango AirBeam® ® Luftgestänge mit AirSpeed Ventilen für hohe Stabilität und schnellen Auf- und Abbau
  • Schlafkabine aus atmungsaktivem Polyester, lässt das Kondenswasser entweichen und gewährt einen angenehmen Schlaf

Daten

  • Gewicht: 31,40 kg
  • Packmaß: 83 x 55 x 45 cm
  • Aufbauzeit: 8 min

Fazit:

Uns gefällt das Zelt sehr. Eine prima Verarbeitung und all die zusätzliche Ausstattung machen aus diesem Zelt ein super Basislager für euren Sommer Camping Urlaub. Aber wie schon erwähnt: wirklich bequem ist das Utopia für ein Paar oder maximal eine kleinen Familie.

Trek‘n Eat – Outdoorgerichte für unterwegs

Trek‘n Eat – Outdoorgerichte für unterwegs

Trek’n Eat ist eine Schweizer Marke der Katadyn Group deren gefriergetrocknete Mahlzeiten alle in Deutschland produziert werden. Auf der Unternehmenswebseite erklärt Trek’n Eat, das egal welches Outdoorerlebnis geplant ist, es erst mit der richtigen Verpflegung zu einem gelungenen Gesamterlebnis wird.

Für jeden Outdoorler, der auf einer Mehrtagstour unterwegs ist, stellt sich irgendwann während der Planungsphase die Frage der Nahrungsaufnahme. Denn ohne „Mampf kein Kampf

Die unterschiedlichen Mahlzeiten von Trek’n Eat, welche sich mehrfach bewährt haben, reichen von Fertiggerichten mit Fleisch und Fisch, vegetarischen Gerichten und Quellgemüse über diverse Grundnahrungsmittel bis hin zu Frühstück und Dessert.

Gefriergetrocknet

Trek’n Eat Mahlzeiten bestehen aus hochwertigen gefriergetrockneten Bestandteilen. Durch die Gefriertrocknung bleiben wichtige Vitamine und Mineralien erhalten. Laut dem Hersteller enthalten die Produkte darüber hinaus weder Farb- noch Konservierungsstoffe. Geschmacksverstärker werden auch keine hinzugefügt.

Die Lebensmittel werden bei der Produktion schockgefroren und dann im Vakuum unter Zufuhr von Wärme getrocknet. Im Vakuum geht gefrorenes Wasser unmittelbar vom festen in den gasförmigen Zustand über.

Durch diese Lösung sind die einzelnen Mahlzeiten sehr leicht und die Zubereitung geht ganz fix.

Vielfalt der Gerichte

Egal ob normaler Esser, Vegetarier oder Veganer. Bei Trek’n Eat findet jeder ein schmackhaftes Gericht für sich. Insgesamt umfasst das Sortiment aktuell:

  • 26 verschiedene Hauptgerichte
  • 5 Frühstückgerichte
  • 5 verschieden Desserts
  • Dazu Pumpernickel, Kekse und Gewürze

Manche Gerichte sind sogar Laktose- und/oder Glutenfrei. Genug Auswahl an unterschiedlichen Gerichten aller Art, damit es auf einer langen Tour auch genug Abwechslung gibt.

Alle Mahlzeiten enthalten annähernd einen Wert von ca. 600 Kalorien pro Packung.  Somit soll der erhöhte Energiebedarf bei sportlicher Aktivität gesichert sein.

Zubereitung

Die Gerichte sind alle in wasserdichten und wiederverschließbaren Beuteln verpackt. Auf der Vorderseite findet man die farbcodierten Icons die klar zwischen den verschiedenen Kategorien unterscheiden und auf Allergene hinweisen.

Alle Infos die man zur Zubereitung benötigt werden direkt auf der Rückseite mitgeliefert.

Neben den Zutaten und der Nährwerttabelle findet man oberhalb eine mit Symbolen dargestellte Anleitung zur Zubereitung:

  • Den gewünschten Beutel an der Markierung aufreißen
  • An zweiter Markierung den Beutel knicken
  • Bis zur vorgegebenen Füllhöhe mit heißem Wasser ( nicht bei Frühstück & Dessert ) auffüllen
  • Umrühren
  • Garzeit beachten
  • An zweiter Markierung den Beutel erneut aufreißen
  • Mahlzeit genießen

Am seitlichen Rand ist auf jedem Beutel eine Skala aufgedruckt, die einem beim Befüllen mit Wasser  behilflich ist. Das Aufreißen des Beutels ist dank der Laser-Perforation auch gut mit Handschuhen möglich.

Alles was man für die Zubereitung neben der eigentlichen Mahlzeit noch benötigt, ist ein Gaskocher mit Topf um das Wasser aufzukochen und einen Löffel.

Da man die jeweiligen Gerichte alle direkt aus dem Beutel genießen kann, benötigt man auch kein weiteres Besteck. Somit fällt hier auf längeren Touren auch kein zusätzliches Gewicht an.

Geschmackstest

Getestet wurden von uns:

Eines schon mal vorab: geschmeckt habe alle Produkte sehr gut. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten.

Die Zubereitung klappt nach der angegebenen Beschreibung einfach und schnell. Die Beutel halten alles drin was auch drin bleiben soll und beim Verzehr sind diese auch nicht zu heiß, sodass man sich die Finger verbrennen könnte.

Das leckerste der drei Hauptgerichte war mit Abstand das Pasta Primavera, gefolgt von Rindfleisch Stroganoff mit Reis und als letztes Lachspesto mit Pasta. Bei letzterem kam der Lachs geschmacklich  leider fast gar nicht zur Geltung.

Die Konsistenz aller Gerichte nach der angegebenen Garzeit war so wie erwünscht und alle Zutaten waren auch als das erkennbar, als das sie schockgefrostet wurden. Also keine ungenießbare Pampe aus etwas undefinierbarem.

Sehr positiv überrascht hat das Müsli „Schweizer Art“ und das Dessert Mousse au Chocolat. Beide Gerichte geschmacklich hervorragend und das Müsli ( wurde übrigens separat getestet ) war die Mahlzeit mit dem längsten Sättigungsgefühl.

Bei den Hauptgerichten hatten wir das Gefühl das es nicht ausreichend satt macht, wenn man wirklich auf einer anstrengenden Tour unterwegs ist und viel Energie verbraucht. Dann muss halt noch ein Energieriegel als Nachtisch hinterher geschoben werden.

Oder halt das getestete Mousse au Chocolat. Dieses wird übrigens mit kaltem Wasser zubereitet und ist nach ausreichendem umrühren auch schon direkt verzehrbereit. Die Konsistenz war uns hier etwas zu wässrig ( was aber auch an zu etwas zu viel Wasser liegen könnte ), dafür trumpft das Dessert aber mit dem Geschmack auf.

Selbst unseren liebenswerten Franzosen „ Christophe“ hat die Mousse au Chocolat überzeugt. Und wenn er das schon sagt…

Zu viel Verpackungsmüll!?

Ein Punkt, der gerade in der heutigen Zeit definitiv nicht zu vernachlässigen ist, ist die Verpackung. Okaaaaay, wer leicht unterwegs sein will, hat definit einen Vorteil mit Plastik und durch den gefriergetrockneten Inhalt auch einen deutlichen Vorteil beim Packvolumen. Und ja, auch andere Outdoornahrung wie Müsliriegel sind alle nochmal von Plastik umhüllt.

Aber ich für meinen Teil würde mir hier eine andere Lösung wünschen. Wenn ich mich nur von solchen Produkten auf einer, sagen wir mal zweiwöchigen Tour ernähren möchte, fällt ein Haufen Plastikmüll an. 

Und dieser Müll muss natürlich auch wieder mit aus der Wildnis heraus gebracht und artgerecht entsorgt werden. Das versteht sich hoffentlich von selbst?

Packvolumen

Je nachdem wie lange die geplante Abenteuertour ist und wie die Situation vor Ort aussieht was den Nachschub an Wasser und Lebensmitteln angeht, gilt es auf längeren Trips viele Packungen mit zu schleppen.

Habe ich unterwegs also keine Möglichkeit einzukaufen gilt es, bei drei Mahlzeiten am Tag und einer z.B. zweiwöchigen Tour, ganze 42 Päckchen pro Person mit zu schleppen. Da muss man schon wirklich gut packen können und man benötigt einen großen Rucksack, wenn nicht gerade ein oder mehrere Träger mit dabei sind. Denn es muss ja noch mehr in den Rucksack außer Wasser und Nahrung.

Für Touren über 2 – 3 Tage bleibt das Ganze dann natürlich recht überschaubar.

Fazit

Was die Qualität und den Geschmack angeht kann ich die Trek’n Eat Produkte bedenkenlos weiterempfehlen. Durch die Vielfalt der Mahlzeiten und die Berücksichtigung von Lactoseintoleranz, Glutenunverträglichkeit, vegetarisch und vegan dürfte sicher jeder was genau für seinen persönlichen Geschmack finden.

Das Zubereiten der Gerichte ist wirklich simpel und leicht verständlich gehalten und so gelingt jedem eine tolle Mahlzeit auf jedem Outdoor-Trip.

Wer unterwegs also nicht die komplette Nobelküche mit an Bord hat um ein Drei-Gänge-Menü zu kreieren, für den sind die Beutelgerichte von Teck’n Eat sicher ein gute Wahl.

Eure Meinung!?

Wie ernährt Ihr euch auf euren Trips? Habt Ihr selber schon Erfahrungen mit Gerichten von Trek’n Eat gemacht?

Erzählt es uns in den Kommentaren…

Stefan Feldpusch

Stefan Feldpusch

Freelancer by doorout.com

Outdoorler durch und durch! Egal ob Klettern, Bergsteigen, Wandern, Mountainbiken oder im Winter mit den Langlaufskiern, die Devise lautet: Hauptsache draußen. Im Sommer gerne mit dem Zelt oder dem Caddy-Camper unterwegs und noch dazu seit einigen Jahren Outdoor-Blogger mit Herz auf dem eigenen Blog www.my-outdoor-stories.de, sowie als Klettertrainer beim DAV aktiv. Als Freelancer im Doorout-Team seit 2017.