Testbericht – NOMAD Jade Tent 2 Trekkingzelt

Testbericht – NOMAD Jade Tent 2 Trekkingzelt

Das Jade Tent 2 Trekkingzelt stammt vom niederländischen Outdoor Hersteller NOMAD®. Diese Firma mit Sitz in De Meern ( Nähe Utrecht ) wurde 1978 gegründet und fertigt seit dem neben Zelten auch Schlafsäcke, Schlafmatten und Rucksäcke.

I AM NOMAD“ ist der Slogan der Marke und dieser findet sich auch auf einem angenähten Hinweisschild am Zelt. Dort ist ebenfalls zu lesen:

Seit 1978 hat mich mein Leben um die ganze Welt geführt. Ich war am Nordpol und um die Ecke. Ja, auch bei Dir um die Ecke. Man könnte sagen, ich bin immer in Bewegung. Und es inspiriert mich jeden Tag, genau die richtige Ausrüstung für Deine Reise zu kreieren, egal ob kurz oder lang.

Und wie auf der Firmenwebseite zu lesen ist, bilden die Erfahrungen und das Vertrauen auf großartige Produkte die Grundlage für das, wofür NOMAD steht: Eine möglichst nachhaltige Produktion durch Verwendung von hochwertigen und langlebigen Materialien.

Jade Tent 2 im Packsack mit NOMAD Logo
Seitenansicht des Packsack
Lieferumfang in der Übersicht

Jade Tent 2 Kurzbeschreibung

Das ultraleichte Trekkingzelt Jade Tent 2 ist ideal für 1 bis 2 Personen und wiegt nur 1,6 Kilogramm. Es überzeugt durch ein cooles Design und weis mit seinen Besonderheiten, wie zum Beispiel zwei Seiteneingängen, kleinen Taschen im Innenraum und einer Aufhängung für eine Campinglampe zu überzeugen. Entworfen wurde das Zelt für mehrtägige Wanderungen bei denen man auch mal die ein oder andere Nacht unterm Sternenhimmel campieren möchte, da man das Innenzelt bei passenden Wetterbedingungen auch einfach als Insektenschutz aufbauen kann.

NOMAD Jade Tent 2 Aufdruck auf dem Innenzelt
zusammengepacktes Gestänge auf dem Innenzelt
10 Heringe aus DAC Aluminium v-profile 16 cm

Lieferumfang

  • Innenzelt
  • Außenzelt
  • Aluminium-Gestänge
  • 10 ultraleichte Heringe
  • Kompressions-Aufbewahrungssack
  • separate Aufbewahrungssäcken für Heringen Gestänge
  • Stangenreparaturrohr
ausgebreitetes Innenzelt mit Gestänge
farbliche Haken passend zum Gestänge
Verbindungsstück der Gestängesegmente

Der erste Eindruck

Das eingepackte Zelt ist wirklich erstaunlich leicht und am Aufbewahrungssack fallen einem gleich das groß aufgedruckte Logo mit dem Tuareg-Gesicht und das angenähten Hinweisschild mit dem Slogan I AM NOMAD auf.

Hat man das Zelt mit samt dem Zubehör ausgepackt merkt man direkt, dass die verwendeten Materialien des Innen- sowie Außenzelt sehr dünn sind. So erklärt sich auch schnell das geringe Gewicht von unter 2 Kilogramm. Allerdings stellt man sich zu aller erst die Frage, ob dieser Stoff wirklich Wasserdicht ist. Aber dazu später mehr.

Das Gestänge sowie die Heringe machen ebenfalls einen sehr leichten Eindruck und wurden aus leichtem Aluminium gefertigt.

Die Farben des Zelts sind stimmig und meiner Meinung nach gut gewählt. Während das Außenzelt einen flaschengrünen Farbton ( Drill Green ) aufweist ist das Innenzelt in einem Grau-Grün gehalten. Akzente wurden hier durch den dunkelgrünen Farbton gesetzt.

Kugelkopf am Ende des Gestänges
Verbindungsstück zwischen Gestänge und Zelt
Fixierungspunkte der schwarzen Gestänge

Aufbau

Nachdem man alles aus dem Packsack heraus geholt hat breitet man zunächst das Innenzelt auf dem Boden aus­ und bemerkt dabei schnell die farblich ( schwarz und transparent ) unterschiedlichen Haken um das Innenzelt am Gestänge zu befestigen. Das Gestänge ist ebenfalls in schwarz und grau gehalten und selbst ohne Aufbauanleitung versteht man schnell was wo hin gehört.

Das Material des Innenzelts besteht übrigens aus einem wasserabweisende und atmungsaktiven D20 Nylon Ripstop mit Mesheinsätzen aus dem selben Nylon. Die Bodenplane kommt laut Herstellerangaben auf eine 5000 mm Wassersäule, was für das dünne Material ein hervorragender Wert ist.

Beim ausgeklügelten Gestängesystem kommt ein 8,5 mm dünnes Aluminium ( DAC featherlight NSL aluminium ) zum Einsatz. Das gesamte Gestänge ist komplett zusammenhängend uns lässt sich simpel ineinander stecken. Über zwei transparente Fixpunkte lässt es sich in die benötigte Richtung drehen und über dem Innenzelt ausrichten.

komplett aufgebautes Innenzelt
sichtbares Gestänge und Haken der Aufhängung für das Innenzelt
Jade Tent 2 mit Außenzelt

An beiden Seiten, an denen die durchgehende graue Stange angebracht wird, findet sich ein Kunststoffteil in die der kleine Kugelkopf am Ende des Gestänges eingesteckt wird. Dadurch ist das Gestänge gut fixiert und lässt sich auch alleine ganz leicht aufbauen. Dazu nun einfach das zweite Ende auf der gegenüberliegende Seite ebenfalls befestigen.

Nun nur noch die beiden schwarzen Gestängesegmente in den jeweiligen Ecken fixieren und das Innenzelt mit den Kunststoffhaken am Gestänge einhängen. Die „offenen“ Enden der beiden schwarzen Gestänge werden in eine Kunststofföse gesteckt und geben dem ganzen System dadurch halt.

Somit steht das Innenzelt schon von selber. Um es am Boden zu fixieren befestigt man in allen vier Ecken jeweils einen der ultraleichten Heringe ( DAC Aluminium v-profile 16 cm ), von denen ein Einzelner nur 10,7 Gramm auf die Waage bringt.

Verbindungsstück von Innen- und Außenzelt an allen vier Ecken
eingeschlagener Hering
Spannleine des Jade Tent 2

Als nächsten Schritt breitet man das Außenzelt, aus silikonbeschichtetem 15D Nylon Ripstop Gewebe, über dem aufgestellten Innenzelt aus und steckt die beiden schwarzen Gestänge-Enden in die dafür eingenähte Einschubtaschen auf der Innenseite. Danach wird das Ganze in den Ecken, mit Hilfe der angenähten Clips, an den Kunststoffteilen befestigt. Zum Spannen lassen sich nun die schmalen Gurte noch anziehen.

Mit Hilfe der sechs weiteren Heringen lässt sich nun, als letzten Schritt, das ganze Außenzelt samt Apsiden auf beiden Seiten abspannen. Wie sich später im Dunkeln herausgestellt hat, reflektieren die Spannschüre sobald sie durch z.B. eine Stirnlampe angeleuchtet werden. Ein wirklich sehr cooles Feature!

Besonderheiten im Überblick

  • 2 Seiteneingänge
  • Verringerte Wandhöhe am Innenzelteingang zum einfacheren Zugang
  • 2 Apsiden
  • 2 Lüftungsöffnungen
  • Reflektierende Spannschnüre
  • Lampenaufhängung
  • Taschen im Innenzelt
Lüftungsöffnung im Außenzelt
geöffnete Seitentür und Apside
aufgerollte Innentür

Besonderheiten im Einzelnen

Das Jade Tent 2 verfügt über zwei Seiteneingänge. Diese Tatsache ist sehr praktische, wenn man mit zwei Personen im Zelt schläft, da man so nicht immer über die andere Person steigen muss. Die Reißverschlüsse machen eine hochwertigen Eindruck und laufen einwandfrei. Die Türen am Innen- sowie am Außenzelt lassen sich jeweils zusammenrollen und mit Seilzügen befestigen.

Beide Innenzelteingänge wurden relativ niedrigen angebracht, was für einen einfacheren Zugang ins Zelt sehr praktisch ist. Hier muss man nur darauf achten, dass man nicht zu viel Dreck, Laub, usw. mit ins Zelt trägt.

An jedem Eingang findet sich eine kleine Apside die sich dafür eignet, einen Rucksack zu verstauen oder bei schlechtem Wetter mit geöffnetem Außenzelt sein Essen zuzubereiten.

Auf den Stirnseiten finden sich je eine Lüftungsöffnung die sich mit einem angebrachten Steg und einem Kletterverschluss aufstellen lässt. Somit kann selbst bei geschlossenem Zelt genug frische Luft im Zelt zirkulieren.

Wie oben schon erwähnt verfügt das Zelt über reflektierende Abspannleinen damit man diese im Dunkeln nicht übersieht.

Im Inneren findet sich in der Decke ein angebrachter Haken zum Aufhängen einer Campinglampe

Weitere Taschen im Innenzelt eignen sich dafür um Kleinigkeiten wie z.B. Schlüssel, Geldbeutel oder Stirnlampe zu verstauen.

Reißverschluss der Innentür
Haken für Campinglampe
Blick von Innen auf geschlossenen Seiteneingang

Zahlen und Fakten

  • Packgewicht: 1,59 g
  • Packmaß: 42 x 11 cm
  • Außenlänge: 226 cm
  • Außenzeltbreite: 255 cm
  • Außenzelthöhe: 100 cm
  • Grundfläche: 4,3 m²
  • Schlafbereich 2,7 m²
  • Wassersäule Außenzelt: 3000 mm
  • Wassersäule Bodenplane: 5000 mm
  • Personen: bis zu 2 Personen
  • Zeltform: Kuppelzelt
  • Farbe: Drill Green
  • Material Außenzelt: 15D Nylon Ripstop ( silikonbeschichtet )
  • Material Innenzelt: 20D Nylon Ripstop / 20D Nylon Mesh
  • Material Gestänge: DAC Aluminum V-shaped 16 cm
Außenansicht des Jade Tent 2
Außenansicht des Jade Tent 2
geöffnete Seitentür mit Vorraum

Fazit

Wer auf der Suche nach einem kleinen und leichten Trekkingzelt für bis zu 2 Personen ist, für den könnte das NOMAD Jade Tent 2 wirklich interessant sein. Man merkt schnell das sich, beim Design des Zelts, jemand Gedanken gemacht hat und es nicht einfach ein weiteres Trekkingzelt in der großen weiten Outdoor-Welt ist.

Das anfänglich komisch wirkende Gestänge sowie die Befestigungen, sind beim näheren Hinschauen selbsterklärend und ideal dazu geeignet, das Zelt auch alleine aufzubauen. Die Haptik sowie die Verarbeitung der Materialien hinterlassen einen guten Eindruck.

Anfallendes Schwitzwasser verdunstet dank der beiden Öffnungen zuverlässig und beim Test, in einer kühlen und trockenen Nacht, fanden sich am nächsten Morgen nur kleinere Wassertropfen auf der Innenseite des Außenzelts.

Im Vergleich zum MSR Hubba Hubba NX Trekkingzelt, welches im ähnlichen Preissegment angesiedelt ist, überzeugt das Jade Tent 2 durch eine höhere Wassersäule beim Außenzelt sowie der Bodenplane.

Ein gutes Trekkingzelt das durch ein cooles Design, nette Features und einen fairen Preis überzeugt!

Stefan Feldpusch

Stefan Feldpusch

Freelancer by doorout.com

Wenn es die Zeit zulässt, bin ich so oft es geht gerne aktiv draußen unterwegs. Egal ob Klettern, Bergsteigen, Wandern, Mountainbiken oder im Winter mit den Langlaufskiern. Im Sommer gerne mit dem Zelt oder dem Caddy-Camper unterwegs und noch dazu seit einigen Jahren Outdoor-Blogger mit Herz auf dem eigenen Blog www.see-you-on-the-outside.de, sowie als Klettertrainer beim DAV aktiv. Als Freelancer im Doorout-Team seit 2017.

Testbericht – Salewa MS Dropline GTX

Testbericht – Salewa MS Dropline GTX

Heute möchte ich Euch den neuen Schuh vom Bergsportspezialisten Salewa vorstellen – den MS Dropline GTX

Der erste Eindruck

Sehr peppig von der Farbe und was für eine dicke Sohle!

Aber schauen wir erst einmal was der Hersteller zum Schuh für Angaben macht! Bei Salewa wird der Schuh unter Speed Hiking Schuh geführt. Ausgestattet mit einer leichten Air-Mesh Konstruktion, wasserdicht durch eine Gore-Tex Membran und für die Griffigkeit auf Fels und Stein mit einer Pomoca Außensohle unten.

Was ich schön finde ist, dass der Schuh sich farblich deutlich abhebt von den üblichen Wanderschuhen. Außerdem ist der Schuh durch die Strickkonstruktion besonders leicht – ich kann Ihn mir daher auch sehr gut als Multifunktionsschuh für alle Wald und Wiesen Touren vorstellen, aber kommen wir nun mal zum Praxistest.

Salewa MS Dropline GTX Herren Schuh mit griffiger Sohle
Salewa MS Droplite im Profil - Innenseite
die Dicke Sohle des Salewa MS Droplite

Im Praxistest

Beim anziehen fällt die dick gepolsterte Oberlasche auf – wirkt sehr weich und vermeidet dadurch Druckstellen auf dem Spann. Beim Abrollen ist der Schuh – trotzdem er sehr leicht gebaut ist –  relativ fest von der Steifigkeit. Sofort bei den ersten Schritten merkt man, daß der erste Eindruck von der sehr dicken Sohle nicht falsch war. Besonders im Fersen- und Mittelfußbereich ist der Dropline super gepolstert und sehr angenehm von der Dämpfung. Bei unebenem Gelände – also auch abseits der Wege und Wiesen – gleicht der Schuh die Unebenheiten wunderbar aus. Obwohl es nur ein flacher Schuh ist, habe ich nie das Gefühl umknicken zu können, kann ich Ihn mir dadurch sehr gut als Wanderschuh im Mittelgebirge oder als Zustiegs-Schuh vorstellen – letzteres passt auch recht gut aufgrund der peppigen Farben – was ja auch gut zu einem farbigen Kletteroutfit passt.

Die Außensohle greift auf nassen Felsen und Baumstämmen sehr gut – der Name Pomoca-Sohle sagt mir zwar nichts – aber von der Gummimischung hat Salewa dort eine gute Wahl getroffen. Einen Langzeittest kann ich natürlich für die Haltbarkeit der Sohle noch nicht machen – wirkt aber für mich robust. Gestrickte, leichte Schuhe bringen leider immer den Nachteil mit sich, dass Sie relativ anfällig für spitze Steine oder Äste sind, was die Haltbarkeit des Außenmaterials angeht. Dafür hat der Schuh im vorderen Bereich eine Gummizehenkappe und auch seitlich noch ein verstärktes Material, sodass der Nachteil sich nicht wirklich auswirkt. Insgesamt muss ich sagen, dass ich ein sehr gutes Laufgefühl beim Schuh habe und Ihn sehr gerne auf meinen nächsten Touren einsetzen werde.

das Salewa Logo darf auch nicht fehlen
Der Salewa MS Droplite im Seitenprofil
Die Schnürung des Salewa MS Droplite

Fazit

Auch wenn ein Langzeittest noch aussteht, lässt sich zusammenfassend sagen, dass Salewa mit dem Dropline GTX, ergänzend zum bisherigen Sortiment, einen sehr schönen leichten Wander- und Trekkingschuhe anbietet. Wer auf der Suche nach einem stylischen Schuhe für leichte Wanderungen sucht, der durchaus im Alltag getragen werden kann, sollte sich den Dropline mal genauer anschauen.

Viel Spaß beim Anprobieren und Testen!

Testbericht – Salewa-Rucksack Ultra Train 22

Testbericht – Salewa-Rucksack Ultra Train 22

Aufgrund meiner zahlreichen Reise- und Freizeitaktivitäten besitze ich zwischenzeitlich diverse Rucksäcke in verschiedenen Größen, mit unterschiedlichsten Eigenschaften und Verwendungen. Ich bin aber stets aufgeschlossen gegenüber Tipps und Neuigkeiten, um meine Ausrüstung zu optimieren. Bei meinem letzten Besuch im Outdoor-Laden meines Vertrauens – doorout.com wurde ich auf den Ultra Train 22 aus dem Hause Salewa aufmerksam gemacht und habe diesen in den letzten 3 Wochen mal näher getestet.

Der Salewa Ultra Train 22
neongelbes Rückenteil und Tragegurte
Martin mit dem Ultra Train auf der Milseburg

Einsatzbereiche und ersten Eindrücke

Zwei jeweils knapp 50 km lange Mountainbike-Touren durch die Rhön (ohne Akku – so was soll es noch geben!), zwei zügige mehrstündige Hochrhönwanderungen sowie eine 3-stündige Bergwanderung mit Teilabschnitten im Blockgelände und leichter Kraxelei standen auf dem sehr warmen sommerlichen Testprogramm.

Ich zähle mich zu den Freizeitsportlern, die vorsorglich auf etwas mehr Ausrüstung Wert legen und habe den Salewa-Rucksack bei allen o.g. Aktivitäten wie folgt gepackt:

1-Liter-Flasche Wasser, Verpflegung wie Nüsse, Obst, Brot, Taschenmesser, Erste-Hilfe-Set, Kompaktkamera,  Ersatz-T-Shirt, dünnes Fleece, leichte Wind-/Regenjacke, Sonnencreme, Insektenschutz, Kopfbedeckung, kleines Handtuch, Sonnen- und Gleitsichtbrille, Desinfektionslösung und Corona-Schutzmaske für den Besuch von Gaststätten bzw. Biergärten. Ergänzend bei den Radtouren waren noch ein kleine Luftpumpe, etwas Werkzeug und ein kleines Fahrradschloss mit dabei.

Alles war problemlos und entsprechend der jeweiligen Verwendung praktisch unterzubringen. Darüber hinaus wäre noch reichlich Platz für andere Ausrüstungssachen gewesen.

Bei dem ersten Kontakt mit dem Ultra Train 22 überzeugte mich sofort das geringe Eigengewicht von nur 430 g laut Herstellerangabe.  Wenn auch meine Küchenwaage 65 g mehr anzeigte, war ich sehr überrascht, dass ein Rucksack in dieser Größe und mit diesen Funktionen so leicht sein kann. Fachberaterin Inge von doorout benutzte die Worte „fast ein Hauch von nichts“. Das möchte ich gerne bestätigen und hier hat sich das Team von Salewa echt Mühe gegeben. Hinzu kamen die sehr vielfältigen nützlichen Ausstattungsmerkmale, die mir nicht gleich auf den ersten Blick, aber spätestens beim ersten Packen und Gebrauch nach und nach sehr positiv auffielen. Auf die einzelnen Features werde ich wie folgt detailliert eingehen.

Seitenansicht des Ultra Train 22
Vorderansicht des Salewa Ultra Train 22
Rückansicht des Salewa Ultra Train 22
Der Salewa Ultra Train im Einsatz am Holzberghof
Seitentasachen des Salewa Ultra Tarin 22
seitlicher Reißverschluss

Besondere Ausstattungsmerkmale

  • Dry Back Contact-System mit sehr angenehmen Tragekomfort und optimaler Luftzirkulation und Atmungsaktivität – das Schwitzen an Rücken und Schultern wird hierdurch merklich reduziert!
  • Leichte zweigeteilte Schultergurte ergänzt um Lastkontrollriemen und zwei weitere Brustriemen.
  • Dadurch bedingt optimale Bewegungsfreiheit und perfekte Passform mit sehr gutem Halt.
  • Ermöglicht enges Tragen am Körper zum Stabilisieren der Last bei zügiger Fortbewegung.
  • Ausgang für Trinksystem und separates Fach für Trinkblase im inneren des Rucksacks.
  • Alternativ finden 2 große Trinkflachen links und rechts in den stretchbaren Seitentaschen Platz.
  • Sehr geräumiges Hauptfach und Zugriff mittels Magnetschnalle von oben; alternativ durch Reißverschluss zugänglichen Seiteneingriff.
  • Innenfach für Wertsachen.
  • Ein weiteres Frontfach mit Schnellzugriff.
  • Jeweils 2 leicht zugängliche Aussentaschen an den Seiten des Rucksacks (vielseitig verwendbar z.B. Energieriegel, Sonnenbrille, Trekkingstöcke, etc.
  • Sehr robuste Materialien trotz extrem geringen Eigengewichts
  • Reflektierende Aufschriften
Deckelfach des Salewa Ultra Train 22
geräumiges Innenfach
Tragelasche an der Rückseite

Fazit

Ursprünglich ist der Ultra Train 22 von Salewa für Bergwanderungen, Speed Hiking und zügiges Gebirgstraining konzipiert. Wie oben erwähnt, habe ich ihn für schnelle Bergwanderungen, Mountainbike-Touren und leichte Kraxelei am Berg verwendet.

Ich kann mir  den Einsatz des „Leichtgewichts“ auch sehr gut bei einem Klettersteig vorstellen. Zukünftig wird mich der vielseitig verwendbare Rucksack bei längeren Reisen ergänzend für Handgepäck (z.B. im Flugzeug) oder bei Tagestouren begleiten, da er sich bequem in einem größeren Gepäckstück verstauen lässt.

Mich hat der Ultra Train 22 aufgrund des Tragekomforts, der sehr guten Belüftung und der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten echt überzeugt und ich möchte meine Empfehlung gerne an andere Outdoor-Begeisterte weitergeben.

Martin Briselat

Martin Briselat

In der Kindheit nie verreist, unternahm ich meine erste Rucksackreise im Alter von 16 Jahren gemeinsam mit 4 Freunden nach Frankreich. Auf dem Programm stand Wandern und Wildcampen im Grenzbereich des Elsass und der Vogesen. Ab diesem Zeitpunkt wollte ich mehr von der wunderschönen Erde kennenlernen. Daraufhin folgten Reisen mit Freunden, Familie und alleine schwerpunktmäßig in europäische Länder.
In den vergangenen 10 Jahren standen Trekking- und Hochtouren sowie die Besteigung von hohen Gipfeln im Mittelpunkt. Dabei bereiste ich diverse Länder der asiatischen und afrikanischen Kontinente.

Testbericht – Osprey Seral Hüfttasche

Testbericht – Osprey Seral Hüfttasche

Nach über 8 Jahre Pause beim Mountainbiken, war es dieses Jahr endlich so weit. Neues Mountainbike, neue Motivation und die Intension Trails und Wege in Rhön und Umgebung auszukundschaften.  Die ersten Touren liegen jetzt bereits hinter mir, die unmittelbaren Trails und Wege sind erkundet und ein Problem hat mich von Anfang begleitet. Wohin mit Ersatzschlauch, Pumpe, Flickzeug, Getränk und was man sonst so braucht für unterwegs? Anfangs noch mit Trinkflasche und kleiner Satteltasche unterwegs, konnte ich für mich schnell feststellen, dass dies keine Dauerlösung für mich sein wird. Kurz überlegt, Satteltasche und Flaschenhalter wieder abmontiert und das gesamte Zubehör samt Trinkblase in einem kleinen Rucksack verstaut. Die Idee war gut, aber auch diese Lösung war für mich nicht die richtige. Ich war nicht unzufrieden, aber der Rucksack doch zu groß und zum Biken nicht ideal. Somit musste ich mich an dieser Stelle nicht damit beschäftigen, nach einem anderen Rucksack Ausschau zu halten.

Ich informierte mich in diversen Foren, habe mich mit Freunden und Kollegen ausgetauscht. Nach ein wenig Recherche, stand die Entscheidung doch relativ schnell fest. Meine Wahl fiel auf die Osprey Seral Hüfttasche mit 7 Liter Fassungsvermögen. Auf ihrer Webseite wirbt Osprey damit, dass die Tasche „speziell fürs Biken entworfen wurde und perfekt ist, wenn man schnell unterwegs sein will.“ Vorweg lässt sich sagen, dass dies nicht nur ein Versprechen ist, sondern auch Tatsache.

Osprey Seral Hüfttasche
Platz für reichlich Flickzeug
Platz für Handschuhe im großen Hauptfach

Ausstattung der Hüfttasche

Dank AirScape Polster liegt die Tasche jederzeit eng am Körper an und sorgt gleichzeitig für eine gute Luftzirkulation am unteren Rücken. Einstellen lässt sich die Seral sehr einfach über die 4 Kompressionsriemen. Im Lieferumfang enthalten ist bereits eine 1,5 Lier Trinkblase, die Rückennah in der Tasche platziert ist und beim Fahren auf den härtesten Trails nicht stört. Der Trinkschlauch dazu wird hinter dem Rücken geführt und fädele ich unter den Kompressionsriemen durch. Damit ist gewährleistet, dass der Schlauch sich nicht löst und im Zweifel ins Rad gerät. Das Trinkstück wird mittels Magnetclip befestigt. Neben der Trinkblase findet im sich im großen Hauptfach noch genug Platz für eine Jacke, Handschuhe oder eine kleine Brotzeit. Intelligent und schön gelöst finde ich die Fronttasche. In dieser finden bei mir Ersatzschlauch, Flickzeug, Reifenheber, Smartphone und ein Riegel Platz. Alles was verfügbar sein muss, um keine Zeit zu verlieren. Clever gelöst sind zwei weitere kleine Taschen, in denen ebenfalls ein Riegel oder Taschentücher zum Beispiel Platz finden. Auch während dem Fahren hat man hier die Möglichkeit draufzugreifen zu können.

Befestigung für 1,5L Hydraulics™ Lumba Trinkblase
kleine Tasche im Hüftgurt
Verschluss des Hüftgurt

Auf Tour mit dem Bike

Ich kann jetzt schon sagen, dass ich diese Tasche nicht mehr missen möchte. An meinem Rad ist nichts montiert, was unnötig ist oder die Funktion des MTB beeinträchtigt. Gleichzeitig kann ich alles mit mir führen, was ich für eine Tagestour benötige. Selbst wenn ich die Trinkblase komplett gefüllt habe und ich alles Nötige eingepackt habe, ist immer noch Platz in der Tasche und der Tragekomfort gegeben. Selbst meine Sony Alpha 6000 Kamera samt Objektiv habe ich bereits mit mir geführt und hatte nie Bedenken, dass diese in der Tasche zu Schaden kommt.

Auf Trails unterwegs

Unterwegs sein bedeutet für mich aber nicht nur, mit dem MTB Forststraßen zu befahren, sondern eben auch mal einen Abstecher zu naheliegenden Trails wie die FlowTrails in Bad Orb, am Hoherodskopf oder am Kreuzberg zu unternehmen. Hier war ich anfangs skeptisch, ob die Tasche den Bedingungen nicht Tribut zollt und dabei an ihre Grenzen in Sachen Komfort kommt. Meine Bedenken waren völlig unbegründet. Selbst bei wurzeligem Gelände, Sprüngen, Drops oder in Steilkurzen hatte ich nie ein ungutes Gefühl. Eher das Gegenteil war der Fall. Man konnte sich komplett auf die Strecke und das nächste Hindernis konzentrieren.

Tipp! Wenn die flatternden Bänder stören, packt sie einfach in die beiden seitlichen Taschen. Keine optimale Lösung, aber bisher ist mir noch nichts anderes als Lösung eingefallen.

FlowTrails Bad Orb

Unweit von Fulda entfernt, bietet sich die perfekte Gelegenheit erste Erfahrungen auf geshapten Trails unterwegs zu sein. Nahe dem Kurort Bad-Orb befinden sich die FlowTrails. Zur Zeit können vier ausgewiesene Trails befahren. Vom Einsteiger bis zum ambitionierten Fahrer findet jeder etwas, dass er unter die Räder nehmen kann. Favorit, wie bestimmt bei vielen, ist der Haseltal-Trail mit seinen Steilkurven, zahlreichen Sprüngen, Drops und Tabels.

Mehr Informationen erhaltet ihr unter FlowTrails Bad-Orb

FlowTrails Kreuzberg

Neben den FlowTrails in Bad Orb gibt es eine weitere Möglichkeit erste Trailluft zu schnuppern. In der bayrischen Rhön am Kreuzberg könnt ihr eure Fahrkünste unter Beweis stellen. Mit viel Liebe wird der Trail gepflegt und um Elemente ergänzt. Wer sich noch nicht sicher genug fühlt auf dem Bike, kann hier auch einen Fahrtechnikkurs buchen, um sein Können zu verfeinern.

Mehr Informationen gibts unter FlowTrails Kreuzberg

Die Seral beim Wandern

Geprägt vom Trailrunning, bin ich persönlich immer gerne minimalistisch unterwegs. Das hat sich bei mir auch aufs Wandern übertragen, sodass ich selbst bei einer ausgiebigen Tagestour nur das Nötigste mit mir führe. Daher war die Osprey Seral in mehrfacher Sicht ein super Griff. Bei kürzeren Touren mit dem MTB hatte ich sie bereits dabei, aber eine Tagestour stand noch aus. Wie auch beim Mountainbiken fühlt sich die Tasche beim Wandern bequem an. Ganz so wenig, wie gedacht, hatte ich dann doch nicht dabei. Die Trinkblase war maximal gefüllt, ein kleiner Snack für zwischendurch, eine leichte Windjacke und zwei Kameraobjektive haben ganz locker Platz gefunden in der Tasche. Insgesamt habe ich die Tasche über sechs Stunden am Stück getragen, mit einmal kurz Ablegen während einer kurzen Rast.

Ventil und Halterung des Trinksystems
geräumiges Hauptfach
Polsterung des Osprey Seral

Langzeittest

Was ist ein Langzeittest? Ein paar Tage, ein paar Wochen, ein paar Monate? Schwierige Frage. Gekauft habe ich die Tasche Anfang Juli 2020 und seitdem regelmäßig, fast täglich im Einsatz gehabt. Während dieser Zeit war alles dabei. Kurze gemütliche Radtouren, ausgiebige Tagestouren mit Rad und zu Fuß und Besuche auf diversen Trails. Kurzum, ich hatte viele Möglichkeiten die Tasche zu testen und habe dies auch getan. Osprey hat mich bei Taschen bislang noch nicht enttäuscht und auch die Seral reit sich da super in meine Erfahrungen ein. Die Verarbeitung ist super, die Aufteilung der Taschen durchdacht und man kann alles Nötige mit sich führen.

Fazit

Super Tasche mit 7 Liter Fassungsvermögen, Trinkblase von 1,5 Liter und durchdachter Taschenaufteilung. Ich bin definitiv jetzt ein großer Fan der Tasche und kann sie nur jedem empfehlen, der für unterwegs Einiges mitnehmen möchte, aber keine Lust hat einen Rucksack zu tragen.

Da nicht alles perfekt sein kann, gibt es zwei kleine Punkte, die mich persönlich stören. Die Reinigung der Trinkblase ist durch ihre Konstruktion nicht ganz einfach. Persönlich vermeide ich daher das Befüllen mit anderen Getränken, außer Wasser.

Zweiter Punkt, der mich gerade beim Mountainbiken gestört hat, sind die beiden überstehenden Bänder, die beim enger stellen der Tasche überstehen. Hier wäre es schön, wenn eine Art „Garage“ für die Bänder vorhanden wäre. Andere Hersteller haben das cleverer gelöst.

Tipp! Sollte eure Trinkblase doch mal verschmutzt sein oder Ablagerungen auftreten, empfehle ich handelsüblichen Reis zur Reinigung. Einfach warmes (nicht kochendes!) Wasser in die Trinkblase füllen, Reis dazu, einen Moment warten und dann eine Weile kräftig schütteln. Ihr werdet sehen, der Schmutz löst sich nach und nach. Das Schönste daran ist, dass man keine Chemie verwenden muss! Der Trinkschlauch lässt sich super mit einem Pfeifenreiniger oder einer ganz schmalen Flaschenbürste säubern.

Dir fehlt noch die passende Ausrüstung?

Roman Aha

Roman Aha

doorout.com

„Hauptsache draußen“ ist mein Motto. Egal ob beim Klettern, Bouldern, Trailrunning oder unter freiem Himmel biwakieren. Hauptsache draußen eben! Mal mit ambitionierten Zielen im Blick, mal einfach nur genießen, erleben und die Natur um einen herum bewusst wahrnehmen. Neben dem Sport ist Fotografieren zu meiner neuen Leidenschaft geworden, die sich mit dem Sport gut vereinen lässt. Als aktiver Jugendleiter und Jugendreferent der JDAV Fulda versuche ich meine Leidenschaft und mein Wissen an Interessierte weiterzureichen.

Testbericht – Berghaus Pravitale MTN Light NH Jacke

Testbericht – Berghaus Pravitale MTN Light NH Jacke

Für die Übergangszeit vom Frühling zum Sommer war ich für meine sportlichen Aktivitäten auf der Suche nach einer passenden Jacke und habe das Modell „Pravitale MTN Light HN“ aus dem Hause Berghaus bei passenden Temperaturen über einen Zeitraum von ca. 4 Wochen getestet.

Testorte

  • Outdoor ( Wälder, Felder, Freiflächen )

Testdauer

  •  4 Wochen

Wetterbedinungen

  • bewölkt
  • Temperaturen um die 10 Grad
  • teilweise windig
Berghaus Pravitale MTN Light NH Jacke Herren mit Frontprint
Reißverschlüsse an der Frontseite
Berghauslogo am Kraken

Die „Pravitale MTN Light NH“ im Praxistest

Bei meinen läuferischen Trainingseinheiten habe ich bei Temperaturen um die 10 Grad innerhalb der letzten Wochen gern zu dieser Fleecejacke gegriffen.

Generell ist diese durch ihr geringes Gewicht von 305 Gramm sehr leicht und weist einen hohen Tragekomfort auf. Die verwendeten Materialien verhelfen insbesondere im Achselbereich zu einer hohen Bewegungsfreiheit. Durch die verwendeten Flachnähte gibt es keinerlei Scheuer- oder Druckstellen. 

Zudem punktet die Jacke durch ihre optimale Größe. Das Thema „zu groß oder zu klein“ dürfte sich nicht stellen.

Frontansicht der Pravitale MTN Light
farblich abgesetzte Ärmeltasche
Meshgewebe auf der Innenseite

Trotz der sportlichen Betätigung hatte ich nie das Gefühl, dass sich das Oberteil nass anfühlt. Durch die besonderen Eigenschaften des Stoffes wird die überschüssige Feuchtigkeit schnell abgeleitet, wodurch ein Frösteln ausgeschlossen war. Die zwei vorhandenen Daumenschlaufen sorgten zudem dafür, dass kühle Zugluft ferngehalten wird und die Ärmel nicht verrutschen.

Die zwei Fronttaschen mit Reißverschluss sind während der Aktivität gut erreichbar und bieten für kleinere Accessoires Platz. Ferner sind die Taschen mit einem Netzgewebe versehen, welches zu einer besseren Belüftung verhilft. 

Am linken Oberarm befindet sich ebenfalls eine kleines, verschließbares Taschenfach, in welches z. B. gut ein Schlüssel verstaut werden kann. Der verlängerte Rücken und der erhöhte Kragen sorgen dafür, dass diese empfindlichen Stellen vor kälterer Zugluft geschützt werden, was nochmals das sehr gute Tragegefühl der Jacke unterstreicht.

Fazit

Die Jacke hat mich insbesondere durch ihren hohen Tragekomfort sowie die Bewegungsfreiheit überzeugt. Wenn man sie einmal angezogen hat, möchte man sich eigentlich gar nicht mehr von ihr trennen. Eine schöne Optik macht somit auch ein Tragen im Alltag möglich.

Sascha Gramm

Sascha Gramm

www.sascha-lauftrainer.de

Seit über 20 Jahren aktiver Ausdauersportler, der immer auf der Suche nach neuen, sportlichen Herausforderungen ist. Mittlerweile auch als Laufrainer unterwegs, um Interessierten mit großer Freunde und Leidenschaft die zahlreichen Vorzüge des Laufens zu vermittlen. Für eine Challenge-Teilnahme mit Joey Kelly stand das Team von Doorout mit Rat und Tat zur Seite. Seitdem resultiert ein regelmäßiger Austausch zudem auch das Verfassen von diversen Blogbeiträgen zählt

Testbericht – Hanwag Friction II GTX Herren Bergschuh

Testbericht – Hanwag Friction II GTX Herren Bergschuh

Wichtigste Eigenschaften und Ausstattungsmerkmale

Bei meinem Einkauf im doorout Fulda kurz vor Weihnachten machte ich erstmals Bekanntschaft mit diesem kälteisolierten Bergschuh für alpines Trekking, Felswanderungen und Gletscherbegehungen. Gegenüber meinen sonst eher klassischen, konservativ aussehenden Hanwag-Bergschuhen wirkt der Friction II GTX in seiner Aufmachung sehr sportlich. Er ist darüber hinaus für die genannten Einsatz-möglichkeiten besonders flexibel.

Die Passform ist sehr angenehm und die Vibram Dolomit Plus-Sohle sowie die durchgehende schockabsorbierende EVA-Einlage vermitteln sofort einen hohen Tragekomfort. Die durchgehende Versteifungseinlage zwischen Brand- und Laufsohle und die Steigeisenauflagen an den Fersen ermöglichen den Einsatz von halbautomatischen Steigeisen.

Das Gewicht der Schuhe beträgt bei meiner Schuhgröße 9,5 ca. 1.900 Gramm. Der Bergschuh ist mit  Gore-Tex Laminat Duratherm und Sierra isoliert bzw. gefüttert und somit wasserdicht und atmungsaktiv. Das von Hanwag entwickelte Air Pulse System bewirkt einen hervorragenden Luftaustausch. Entsprechende Ventilationsöffnungen und das luftdurchlässige Polster regeln den gewünschten Wärme- und Feuchtigkeitstransport.

Der hochgezogene Sohlenrand sorgt für sehr guten Schutz und hohe Widerstands-fähigkeit. Aus meiner Sicht ein absolut empfehlenswerter Kauf!

Der Hanwag Friction
Bergstiefel mit GTX und stabiler Sohle
Kälteisolierter Bergschuh für Fels, Gletscher, Trekking

Ein kurzer Rückblick – warum kälteisolierte Bergschuhe Sinn machen!

Mitte Januar 2011 erreichte ich den Gipfel des Kilimandscharos, des höchsten Berges Afrikas, mit einer Höhe von 5.895 m.  Auf dem Weg dorthin durchläufst du fünf Vegetationszonen und somit zu dieser Jahreszeit je nach Höhenstufe Temperaturen von +30 °C bis –15°C. Aufgrund Wetterumschwung und Windgeschwindigkeiten von ca. 30 km/h ergeben sich da schnell mal Chill-Temperaturen um -20°C.

Und ich machte zum ersten Mal im Leben die Erfahrung, extrem kalte Füße zu bekommen und hatte das ungute Gefühl, dass mir die großen Zehen einfrieren.

In dieser Höhe beträgt der Sauerstoffanteil nur noch ca. 50 % gegenüber Meereshöhe und das führt u.a. zur schlechteren Durchblutung der Extremitäten mit erhöhter Erfrierungsgefahr. Tatsächlich hatte ich noch ca. 3 Monate nach meiner Rückkehr Schwierigkeiten, wieder das normale Gefühl in den Zehen zu spüren.

Weitere Bergbesteigungen auf den Ararat ( Türkei´s höchster Gipfel ) und mehrere Trekkingtouren auf gleichem Höhenniveau durch den Himalaya waren nicht weniger kalt und unangenehm.

Geröllschutzrand des Hanwag Friction II
mit Steigeisenauflage für halbautomatische Steigeisen
mit angelegten Steigeisen

Nicht nur Frauen lieben Schuhe

Noch im gleichen Jahr optimierte ich meine Ausrüstung mit dem Trekkingschuh Alaska GTX von Hanwag, der mich u.a. auf den zuletzt genannten Touren mit wärmeren Socken in den sehr abwechslungsreichen, anspruchsvollen Geländen sicher begleitete.

Vielleicht kennst du das Gefühl, einen Schuh erstmals anzuprobieren und gleich überzeugt zu sein, dass das der richtige ist. Das war meine erste Erfahrung mit Hanwag!

Mag vielleicht an meinen normal geformten Füßen mit einem etwas breiterem Vorfußbereich liegen. Aber diese Schuhe passen mir „wie der Deckel zum Topf“.

In den folgenden Jahren ergänzte ich meine Schuhausrüstung um den Tatra GTX und den Banks GTX von Hanwag und hatte jedes mal das gleiche positive Empfinden.

Warum Hanwag?

Diese Schuhmacher verstehen ihr Handwerk und legen wirklich sehr großen Wert auf Robustheit, Langlebigkeit und beste Qualität.

Besonders ist zu erwähnen; diese Schuhe werden zwiegenäht und zusätzlich klebegezwickt. Durch diese Machart sind alle Modelle relativ preiswert neu besohlbar, was sich bei einem perfekt eingelaufenen Schuh absolut lohnt. Diesen Service habe ich bereits bei meinem Tatra GTX genutzt und war mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.

Vier unterschiedliche Bergstiefel
Die unterschiedlichen Sohlen der Schuhe
unterschiedliche Bergstiefel mit beleuchtetem Globus

Fazit

Wer einen sehr guten Allround-Bergschuh der Kategorie C/D mit herausragender Kälteisolation sucht, trifft mit dem Hanwag Friction II GTX aus meiner Sicht und Erfahrung die absolut richtige Wahl.

Dann kann man sich beruhigt, voll und ganz auf die herrlichen Ausblicke und positiven Eindrücke auf kalten Berggipfeln oder in frostigen Landschaften konzentrieren.

Rückblickend hätte ich mir diesen Schuh  bei meinen diversen Höhen-Trekkingtouren als Wegbegleiter sehr gewünscht.

Martin Briselat

Martin Briselat

In der Kindheit nie verreist, unternahm ich meine erste Rucksackreise im Alter von 16 Jahren gemeinsam mit 4 Freunden nach Frankreich. Auf dem Programm stand Wandern und Wildcampen im Grenzbereich des Elsass und der Vogesen. Ab diesem Zeitpunkt wollte ich mehr von der wunderschönen Erde kennenlernen. Daraufhin folgten Reisen mit Freunden, Familie und alleine schwerpunktmäßig in europäische Länder.
In den vergangenen 10 Jahren standen Trekking- und Hochtouren sowie die Besteigung von hohen Gipfeln im Mittelpunkt. Dabei bereiste ich diverse Länder der asiatischen und afrikanischen Kontinente.