Testbericht – Hilleberg Staika Trekkingzelt

Testbericht – Hilleberg Staika Trekkingzelt

Das Hilleberg Staika Trekkingzelt ist ein außerordentlich starkes Kuppelzelt, das für jeden Zweck ideal geeignet ist und völlig frei stehen kann. Das starke Kerlon-1800-Außenzeltgewebe und das 10 mm-Aluminiumgestänge machen das Zelt zu einer stabilen Konstruktion.

Es ist für jede Tour geeignet, bei der eine absolute Stabilität gefordert ist. Das Trekkingzelt lässt sich problemlos aufstellen und ist auch fähig, größere Schneelasten zu tragen. Daher kann es ober- und unterhalb der Schneegrenze und bei jedem Wetter aufgestellt werden.

Aufbau

Der Aufbau ist beim ersten Mal intuitiv und ohne Anleitung in Fünf Minuten und 40 Sekunden geglückt. Gegen Ende unserer Motorradtour schafften wir es in zwei Minuten und 55 Sekunden. Hilfe von einer zweiten Person wird nicht benötigt. Praktisch ist bei der Wahl eines Zeltplatzes und auch beim Aufbau in beengten Verhältnissen die geringe Grundfläche des Zeltes. Mit den Steil ansteigenden Wänden kommt einem Das Zelt größer vor als die Grundmaße vermuten lassen.

Das Hilleberg Staika ist freistehend und kann zur endgültigen Ausrichtung auch nach dem Aufbau noch beliebig getragen werden. Hierzu empfiehlt sich jedoch ein Helfer, damit der Zeltboden nicht auf dem Boden schleift. Hat man den endgültigen Stellplatz und die Perfekte Ausrichtung nun gefunden kann man je nach erwarteten Wetterverhältnissen Heringe einschlagen. Dies ist nur bei starkem Wind notwendig.

Ausstattung

Das Hilleberg Staika kommt in einer stabilen Transporttasche im wasserdichten und sehr robusten Kerlon 1800 Gewebe, die Stangen und Heringe sind durchdacht in separaten Hüllen zum Schutz des eigentlichen Zeltgewebes verpackt. Vor allem bei langen Motorrad- oder Mountainbiketouren auf vibrationsintensiven Offroadpisten ein wichtiges Detail. Man kann das Staika, so wie es geliefert wird, direkt auf den Sattel schnallen und auch bei Regen kommt kein Wasser ans eingepackte Zelt.

Doch wer will schon auf den Spaß verzichten das Zelt auszupacken und sich sein neues Zuhause gleich im Detail anzuschauen. Der erste Blick auf die umfangreiche Ausstattung begeistert. Drei 10 mm Stangen wirken Robust und halten das Zelt schon ohne Heringe in der Korrekten und außerordentlich stabilen Position. Sehr Praktisch bei gefrorenem, felsigen oder hart-versiegeltem ( Asphalt, Beton, Pflasterstein ) Boden. Wobei man die mitgelieferten, hochfesten Heringe dem ersten Eindruck nach auch zwischen Pflastersteinen und Eis versenken kann.

Sehr dicke, abriebfeste Bodenwanne, zwei integrierte Apsiden, reflektierende längen verstellbare Abspannschnüre, Abgedeckte-  staubgeschützte- und robuste Metallreißverschlüsse, Dachlüftung und dazugehörige Regenhaube, sehr luftige Moskitonetztüren ( wahlweise abdeckbar gegen Kälte ), Innentaschen und geräumiger Innenraum, ausreichend für zwei Personen mit Motorradbekleidung und zwei Rucksäcken, 4 Satteltaschen passen in die Apside.

Testszenario

Wir haben eine Balkantour mit unseren beiden Reise-Enduros unternommen. Von Mittelhessen sind wir erstmal Richtung Osten gefahren. Tschechien und Slowakei waren unsere ersten Ziele, wobei es dann in der Hohen Tatra auf 1200 Metern angefangen hat zu regnen und empfindlich kalt wurde. wir haben daraufhin entschieden nach Süden zu fahren und sind, geplagt gelegentlichen monsunartigen Regengüssen, meist in Verbindung mit starkem Wind, Drei Tage durch die Ebenen von Ungarn und Serbien gefahren um schließlich in den Zentralen Gebirgszug des Balkan vorzudringen. Entlang der wunderschönen Nationalparks dieser Region, allen voran der Dormitor Nationalpark (MTNGR) mit seinem 2500 Meter hohen Zentralmassiv. Über Montenegro, den Kosovo, Mazedonien und Albanien fuhren wir, immer auf den nahezu unbenutzten kleinen Sträßchen und Schotterpisten nach Bosnien und schließlich in das leider für unseren Geschmack etwas zu touristische Kroatien. Dort hielten wir uns an der Küste und genossen die salzige Luft und das Kühlende Meerwasser. So kalt es in der Slowakei war, so warm wurden wir hier begrüßt. Tagestemperaturen von über 40 Grad und wenig Abkühlung in der Nacht stellten uns und auch das Zelt auf eine ungewohnte Probe. Über Slowenien, wo wir nochmal Halt machten um im Triglav Nationalpark die Bergwelt zu erkunden, und Österreich ging es wieder in die Heimat.

In unseren drei Wochen hatten wir mit über 5000 Kilometern auf vielen kleinen Straßen und schönen Campingspots ausreichend Zeit das Zelt zu Testen. Wir haben jede Nacht im Zelt verbracht, und bis auf drei Nächte haben wir uns in die Büsche, Buchten und Berge am Straßenrand geschlagen um unser Zelt dort unauffällig zu platzieren. Die bewusst gewählte “Sand” Farbe des Staika kam uns dabei zugute. Nebenbei bemerkt hat man uns natürlich des Öfteren Entdeckt, sogar die Polizei kam uns an der Grenze zu Bosnien Besuchen um uns vor eventuell gefährlichen Nachtaktivitäten der Grenzschmuggler zu warnen, doch nie hatten wir Probleme mit den Menschen oder Tieren vor Ort oder mussten gar Nachts umziehen. Im Gegenteil wurden wir sehr oft eingeladen und willkommen geheißen.

Impressionen

Das Staika musste einiges mitmachen und hat uns nicht enttäuscht. Es lässt sich Problemlos in einen Standard Packsack auf der Sitzbank des Motorrads Verzurren, man kann es dank der Stabilen und wasserdichten Hülle aber auch ohne Zusatzsack direkt aufs Bike schnallen. Wir haben das Zelt weder beim Verpacken noch bei der Wahl der Schlafplätze geschont. Schotter, Beton oder Stoppelfeld, der Boden hat es ausgehalten. Starker, mit Sand angereicherter Wind an der Albanischen Küste hat uns im inneren nichts anhaben können. Durch die weit nach unten gezogene Außenplane kommt hier nichts durch. Zum Glück sind auch die Außenreißverschlüsse durch eine  Abdeckung geschützt, was das öffnen am nächsten Morgen erheblich vereinfacht und den Verschluss vor Verschleiß durch die feinen Körnchen schützt.

In Ungarn überraschten uns sowohl Tagsüber, als auch des Nachts, immer wieder schnell aufziehende Gewitter und ehe wir uns versahen standen wir in einer Pfütze, wo vorher noch eine schöne Wiese war. Obwohl das Wasser meist schnell wieder versickerte waren wir froh über die am Innenzelt hochgezogene Unterbodenplane des Staika mit der guten Wasserdichtigkeit.

Ganz im Gegensatz zu den nassen und windigen Erlebnissen auf dieser Tour steht die in Kroatien allgegenwärtige Hitze, vor der wir uns  am meisten gefürchtet haben. Umso erstaunter waren wir von der guten Belüftung. Man kann beide Innentüren zur Seite und nach oben komplett öffnen und  zusammengerollt fixieren, wodurch zwei Drittel der Zeltwand komplett geöffnet werden. Das sorgt auch bei Nachttemperaturen von über 28°C für gute Luft im Zelt, auch wenn es immer noch warm ist, so ist es zumindest nicht stickig und nicht wärmer als vorm Zelt.

Fazit

Das Staika ist ein Zuverlässiges und Robustes Zelt für alle Jahreszeiten. Es bietet genug Platz für Zwei Personen mit üppigem Gepäck. Es schützt hervorragend vor Regen, Wind, Staub und Sand. Freistehende Konstruktion b. Bd. ohne Heringe, Steile Wände, gute Platzausnutzung, schneller Aufbau machen das Zelt sehr flexibel einsetzbar. Stabiles Material hat sein Gewicht und seinen Preis, wer das einsieht wird mit dem Staika sehr lange zufrieden sein.

Das Staika ist unsere Wahl für die kommende Asien-Durchquerung. Geplant sind 18 Monate und 70.000 Kilometer auf dem Motorrad durch alle Klimazonen.

Produkttest – Schlafsack Valandré Mirage 3/4

Produkttest – Schlafsack Valandré Mirage 3/4

Ausrüstung für den Gobi March

Ich habe Ende Juli / Anfang August am mehrtägigen Etappenlauf, dem Gobi-March durch den mongolischen Teil der Wüste Gobi teilgenommen. Neben der sportlichen Herausforderung von 250 km mit ca. 5.000 Höhemetern galt es im Vorfeld auch, das passende Equipment zu finden.

Alles was ich für den einwöchigen Wettkampf benötigte, musste ich im und am Rucksack tragen. Das Zelt wurde allerdings vom Veranstalter gestellt. Einer der wichtigsten Ausrüstungsgegenstände für eine solche Tour ist ein geeigneter Schlafsack, der meinen eigenen, strengen Kriterien entsprechen musste.

Denn nach einem langen, sportlichen Tag ist eine gute Regeneration mit einem einigermaßen vernünftigen Schlaf unabdingbar, um den neuen Aufgaben am folgenden Tag gerecht werden zu können. Dies war in einem Zelt, mit einer Belegung von sieben Personen  zwar nicht immer möglich, aber wenn der „Wohlfühlfaktor“ neben den pragmatischen Dingen eines Schlafsackes erhöht werden sollte, ist dies nicht unerheblich. Und so entschied ich mich für das Modell „Mirage“ vom französischen Hersteller „Valandré“ und wurde nicht enttäuscht!

Füllung und Passform

In der Gobi herrschten teils große Temperaturschwankungen von über 30 Grad am Tag bis zu 5 Grad in der Nacht.  Der mit Gänsedaunen gefüllte „Mirage“ ist mit einem Gesamtgewicht von 773 Gramm sehr leicht und weist lediglich Abmaße von 4,8 Litern auf – ein für mich nicht unwichtiges Kriterium.

Zudem bedeckt dieser lediglich den Oberkörper beim Schlafen. Über die  Füße und Beine „schwebt“ der Schlafsack quasi, es besteht also kein direkter Kontakt. Dies hatte den angenehmen Effekt, dass ich großzügigen Platz für die beanspruchten Beine im anatomisch geformten Schlafsack vorfinden konnte. Der Schlafkomfort am Ende eines langen Tages ist dadurch gestiegen, dass ich mich einfach in dem „Mirage“ ausstrecken konnte ohne hierbei ein eingeengtes Gefühl zu bekommen.

Dank der qualitativ hochwertigen Daunen der Graugans aus dem Süden Frankreichs, welche sich auf 16 durchgehende Kammern verteilen, war eine angenehme und warme Schlaftemperatur ebenfalls sichergestellt.

Packsack, Strapazierfähig- und Reißfestigkeit

Der Schlafsack lässt sich sehr schnell und einfach in der mitgelieferten Hülle verstauen. Nach dem erneuten Auspacken am nächsten Übernachtungsplatz haben die Daunen ausreichend Luft, um sich bestmöglich zu entfalten und somit Ihr Können unter Beweis zu stellen. Zudem punktet der „Mirage“ durch eine gute Strapazierfähig- und Reißfestigkeit.

Der Reißverschluss reicht bis zum Oberschenkel. Kleiner Nachteil hierbei ist, dass man diesen bei wärmeren Temperaturen im Fußbereich nicht öffnen kann, um etwas Luft zirkulieren zu lassen. Die gut isolierte Kapuze ist weit zu öffnen und ideal anpassbar.

FAZIT

Wenn Du auf der Suche nach einem leichten Schlafsack bist, der den strapaziösen Anforderungen eines Etappenlaufes bei hohen Temperaturschwankungen gewachsen ist, kann ich Dir das Modell „Mirage“ aus dem Hause „Valandré“ guten Gewissens empfehlen.

Sascha Gramm

Sascha Gramm

www.sascha-lauftrainer.de

 

Seit über 20 Jahren aktiver Ausdauersportler, der immer auf der Suche nach neuen, sportlichen Herausforderungen ist. Mittlerweile auch als Laufrainer unterwegs, um Interessierten mit großer Freunde und Leidenschaft die zahlreichen Vorzüge des Laufens zu vermittlen. Für eine Challenge-Teilnahme mit Joey Kelly stand das Team von Doorout mit Rat und Tat zur Seite. Seitdem resultiert ein regelmäßiger Austausch zudem auch das Verfassen von diversen Blogbeiträgen zählt

Testbericht – Salomon TRAILSTER GTX

Testbericht – Salomon TRAILSTER GTX

Der TRAILSTER GTX Laufschuh ist eines der neusten Modelle vom französischem Sportartikelhersteller Salomon.  Fast jeder ambitionierte Geländeläufer oder Trailrunner wird zumindest schon Mal einen Salomon Schuh anprobiert haben. Besonders der Speedcross ( mittlerweile in der 4 Modellgeneration ) und der XA Pro 3d erfreuen sich größter Beliebtheit.

Aber nicht nur Sportler wollen einen Schuh mit gutem Grip im Gelände.  Der Trend geht auch bei vielen Wanderern zu sehr leichten Schuhen.

Der erste Eindruck

Welchen Eindruck haben wir vom Salomon Trailster GTX? Für wen ist er geeignet?

Wir haben uns dazu jeweils das Herren und Damen Modell angeschaut und sind ausgiebig draußen unterwegs gewesen.

Wir selber schwören schon seit Jahren auf Trailrunning Schuhe zum Leichtwandern. Speziell mit wenig Gepäck und in leichtem Gelände bleiben bei uns die schweren Wanderschuhe im Schrank.

Zum Glück haben meine Freundin und ich recht ähnliche Füße und so passen uns die Trailster auf Anhieb wirklich gut. Vor allem durch unser Hobby das Klettern, welches oft auch im Mittelgebierge den Zustieg durch anspruchsvolles Gelände erfordert, konnten wir den Schuh gut austesten.

Wasserdicht und Atmungsaktiv dank GORE-TEX

Durch die  GORE-TEX-Membrane ist der Trailster wasserdicht und atmungsaktiv. Bei  den derzeitigen Temperaturen von über 20 Grad ist uns der Schuh zu warm und Schwitzig, aber das kennen wir von anderen Goretex Schuhen. Der Schuh wird in der kälteren Jahreszeit seine Stärken auspielen und uns trockenen Fusses nach Hause bringen.

Dämpfung und Profil

Der Trailster verfügt über eine prima Dämpfung. Das heißt für uns: Nicht weich und schwammig sondern soldie und „satt“.  Beim Laufen und Gehen fühlte sich die Dämpfung immer angenehm an.

Das Profil des Trailster ist für festen bis hin zu losen Untergrund gebaut. Es stellt einen guten Kompromiss zwischen dem tiefen und weichen Profil des Salomon Speedcross und des eher harten XA Pro 3D dar.  Die von  Salomon entwickelte Contragripmischung sorgt durch unterschiedliche Zonen für ein gutes Verhältnis von Langlebigkeit und Griffigkeit auf schwierigem Untergrund.

Das Laufgefühl auf Schotter- und Waldwegen war ausgewogen. Ich hatte bei meinen Runden ein sehr sicheres Gefühl und konnte schnell ein Vertrauen in die Sohle gewinnen – was nicht unbedingt bei jedem Schuh der Fall ist. Wenn man die Konstruktion der Sohle näher studiert, fällt der Zickzackmuster auf. Es sorgt für einen guten Grip und Haftung auf unterschiedlichen Untergründen. Die Sohle ist im Vergleich zu üblichen Laufschuhen fester, strukturierter und der Muster ist tiefer. Die Sohle und der Grip haben auf jeden Fall überzeugt.

Vorallem beim Zustieg zu Kletterfelsen im steilen Wald mit losem Untergrund und durchsetzt mit Steinen vermittelte der Schuh Trittsicherheit.

Bild (  Salomon Speedcross, XA Pro 3D, Trailster…)

Ortholite-Innensohle

Jetzt kommen wir noch zu der Ortholite-Innensohle. Sie passt sich laut Hersteller der Fußform an und bietet eine hervorragende und dauerhafte Dämpfung. Aufgrund der kurze der Zeit können wir die Dauerhaftigkeit der Dämpfung nicht beurteilen. Allerdings, sorgt sie für ein angenehmes Schuhklima, minimiert Hitzestatus, erhöht die Atmungsaktivität und leitet die Feuchtigkeit vom Fuß weg.

Schnürung & Gewicht

Beim Trailster findet man kein typisches Salomon Quicklace Schnürsystem. Dieser Schuh ist zu unserer Freude mit normalen Schnürsenkeln ausgerüstet.  Leider sind die Schnürsenkel etwas rutschig und lösen sich gerne, auch der Einstieg erfordert das weite Aufschnüren der Zunge. Aber wenn der Schuh angezogen ist, ( und doppelt verknotet ) vermittelt er ein sehr sattes Passgefühl.

Natürlich haben wir den Schuh auch noch auf unserer Küchenwage gewogen ( ich wiege darauf öfters Ausrüstung als Zutaten )

  • Damenmodell (Gr. 40 2/3): 293g pro Schuh
  • Herrenmodell (Gr. 45 1/3): 374g pro Schuh

Das Gewicht ist  nach unserer Meinung für einen Schuh mit guter Dämpfung, solidem Profil, Zehenschutz und viel Komfort: sehr gut!

Passform

Der Trailster eignet sich aus unserer Sicht für normale und eher flache Füße. Die Zehenbox ist niedrig gehalten.  Der Schuh ist für Menschen mit ägyptischer und griechischer Fußform zu empfehlen. Im Zweifel eine halbe Nummer größer Kaufen.

Fazit

Gefallen hat uns die stimmige Verarbeitung, die gute Dämpfung- ohne zu weich zu sein und die sehr griffige Sohle.

Bei kühleren Temperaturen ist der Schuh sicherlich ein zuverlässiger Begleiter für jeden der gerne draußen unterwegs ist. Da wir beide mit der Passform sehr zufrieden sind, wird uns der Trailster GTX auch weiterhin bei verschiedensten Aktivitäten begleiten: Zustieg zum Kletterfelsen, Laufen, Wandern …  und wir können ihn weiterempfehlen.

Michael Nitsch

Michael Nitsch

doorout.com

Schon viel unterwegs gewesen. Immer aus eigener Kraft, zu Fuß oder auf dem Fahrrad und dann unter freiem Himmel draußen. Skandinavien, Russland, Mongolei, Australien und in der europäischen Heimat. Arbeitet im Ladengeschäft von Doorout und steht unseren Kunden mit Rat und Tat bei der Suche nach der passenden Ausrüstung für kleine Ausflüge oder große Abenteuer zu Seite. Die Reisen sind kürzer geworden, aber nicht weniger interessant….

Zelttest – Eureka Stony Pass 4 BTC Familienzelt

Zelttest – Eureka Stony Pass 4 BTC Familienzelt

Das Stony Pass 4 BTC ist ein 4-Personen-Familienzelt im mittleren Preissegment aus dem Hause Eureka!.

Eureka! produziert seit 1895 Zelte in hoher Qualität und kann auf eine langjährige Partnerschaft mit namehaften Bergsteigern, wie z.B. Sir Edmund Hillary, zurückblicken.

Kleiner Exkurs in die Namensgebung: der Ausruf „Eureka“ („ich habe es entdeckt“) wird dem griechischen Mathematiker Archimedes zugeordnet, der, nach der Entdeckung des archimedischen Prinzips in seiner Badewanne, unbekleidet und laut „Eureka“ rufend durch die Stadt gelaufen sein soll. Seitdem steht dies als Synonym für den verbalen Reflex, wenn auf schwierige Fragen die plötzliche Eingebung kommt.

Zurück zum Zelt.

Das Stony Pass 4 BTC gehört zur Kategorie der Tunnelzelte. Es besteht aus nur einem Teil, was den Aufbau deutlich beschleunigt. Das Obermaterial des Zeltes ist ein atmungsaktives Polyester- / Baumwollgemisch, was für den Laien die Frage nach der Wasserdichtigkeit aufwirft, zumal auch keine Wassersäule angegeben ist.

Baumwolle als Obermaterial ist ein traditioneller Stoff, der gerade für Langzeitcamper attraktiv ist. Neben der optimalen Atmungsaktivität, dem angenehmen Raumklima bei erhöhter Umgebungstemperatur und hohen UV-Beständigkeit, quillt Baumwolle beim Kontakt mit Regen auf und macht es über diesen Effekt wasserundurchlässig.

Lieferumfang

  • Außenzelt mit eingenähtem Boden, Abspannseilen und integrierter Schlafkabine
  • 4 Zeltstangen
  • 16 Metall-Heringe 6 Kunststoff-Heringe
  • Aufbauanleitung
  • Transporttasche
  • 2 Säckchen für Zeltgestänge und Heringe
  • Flicken

Testbedingungen

Der Sommer 2018 gilt wohl als eine einzige Hitzewelle. Dementsprechend trocken waren die Testbedingungen.

Aufbau

Nachdem man das Zelt aus der geräumigen Tasche entnommen hat, lässt es sich problemlos ausbreiten. Das Außenzelt wirkt äußerst stabil. Als zweiter Schritt wird das Durchschieben der 3 zusammengesteckten Zeltstangen beschrieben, die einen hochwertigen Eindruck machen.

Hierbei ergab sich eine kleine Schwierigkeit. Die Aufbauanleitung war in schwarz / weiß und lies leider keinen Rückschluss auf eine evtl. Farbcodierung der Stangen zu.

Die vorderen beiden Gestängekanäle sind an beiden Enden grau markiert, ebenso die Zeltstangen. Der hintere Kanal ist orange markiert, wie auch die zugehörige Zeltstange.

Nachdem die Zeltstangen durchgeschoben sind, werden diese in die vorgesehenen Stifte gesteckt.

Jetzt werden die ersten beiden Heringe am hinteren Ende des Zeltes eingeschlagen, um ein versehentliches Wegrutschen beim Aufstellen zu verhindern.

Das Aufstellen des Zeltes ist relativ einfach und gestaltet sich am Leichtesten, wenn man in der Mitte der vorderen Stange oder an den vorderen Abspannseilen zieht. An den unteren Enden des Sonnensegels, alternativ an den vorderen Abspannseilen, werden jetzt die beiden nächsten Heringe eingeschlagen – das Zelt steht!

Im Anschluss wird das Zelt durch 6 Heringe, jeweils an den Enden der Zeltstangen, verankert. Man muss hier etwas auf die Ausrichtung der Zeltstangen achten.

Danach kann die vierte Zeltstange durch den Kanal des Sonnensegels gezogen werden und in den Ösen des vorderen Gestängekanals eingesteckt werden.

Abschließend werden die restlichen Heringe für die Abspannseile genutzt.

Ausstattung

Der Eingang zum Zelt ist mit Reißverschluss und Klett zu öffnen. Der vordere Wohnbereich ist seitlich
und nach vorne mit Fenstern ausgestattet. Diese können zum Schlafen per Reißverschluss abgedunkelt werden.

Die eingehängte Schlafkabine aus dem gleichem Material wie das Außenzelt und einem zusätzlichem Boden kann durch eine Trennwand geteilt werden. Beide Hälften lassen sich durch einen separaten Eingang betreten.

Die Trennwand, wie auch die beiden Eingänge der Schlafkabine können durch einen Reißverschluss geöffnet und geschlossen werden. Beide Schlafkabinen haben eine eingenähte Seitentasche, in der sich Kleinigkeiten verstauen lassen.

Das Material des Zeltbodens macht einen guten Eindruck.

Daten & Fakten

  • Gewicht: 14,3 Kg
  • Höhe Innenzelt: 195 cm
  • Fläche Schlafkabine: 5,28 m2
  • Fläche Wohnbereich: 4,16 m2
  • Außenmaße: (L / B / H) 480 / 260 / 195 cm
  • Außenmaterial: Breathable Terylene Cotton (BTC) 65% Polyester/ 35% Baumwolle
  • Bodenplane: 210D Oxford Polyester, min. 4000mm Wassersäule
  • Beschichtung: keine
  • Gestänge: 13 mm Flugzeug-Aluminium
  • Personen: bis zu 4
  • Optional erhältlich: Bodenunterlage, Vordach / Tarp, Wohnraumteppich

Fazit

Das Stony Pass 4 ist ein gutes Familienwochenendzelt für 3 Jahreszeiten. Es besticht durch einfachen Aufbau und hochwertige Materialien. Mit ein wenig Übung lässt es sich unter Umständen auch alleine aufbauen, was durchaus für Alleinerziehende ein Aspekt sein könnte.

Die Görnerts

Die Görnerts

Das sind Vanessa und Jörg mit ihren Töchtern Emma und Greta. Alle sind sehr naturverbunden und in ihrer Freizeit gerne in der umliegenden Landschaft mit Rucksack und Wanderstock unterwegs. Dabei spielt das Kennenlernen der heimischen Flora und Fauna eine wichtige Rolle. Ob Gangolfsberg, Milseburg oder rotes Moor…überall steckt Lehrreiches und auch ein (Kinder-)Abenteuer drin.

Zelttest Eureka Sentinel SUL 2

Zelttest Eureka Sentinel SUL 2

Das Eureka Sentinel SUL 2 ist ein kleines leichtes 2-Personen-Zelt, welches sich aufgrund von Packmaß und Gewicht hervorragend für Wanderungen eignet. Trotz des geringen Gewichts bietet es viel Platz: genügend Raum für das Gepäck und auch den Aufenthalt im Zelt. Das Zelt ist hat einen klassischen Aufbau, mit einem Innenzelt und Außenzelt. Ergänzend verfügt es jedoch über eine Dachstange, welche die Kopffreiheit im Zelt erheblich erweitert. Die Dachstange ist eine kürzere Zeltstange, welche von Eingang zu Eingang das Zeltdach spannt . So kann man auch zu zweit im Zelt bequem sitzen, ohne dass man oben anstößt. Der Aufbau ist schnell und einfach und auch ohne Heringe möglich.

Ausstattung

Die Stoffe des Zeltes sind alle superleicht konstruiert, wirken aber gleichzeitig sehr hochwertig. Die Heringe gehören zur hochwertigen Kategorie und auch die Zeltstangen holen das Maximum aus ‚leicht+stabil‘ heraus.

Aufbau

Die beiden langen Zeltstangen werden über Kreuz in den Ecken des Innenzeltes in Ösen eingesteckt. Das Innenzelt wird anschließend mit Plastikclips mit den Stangen verbunden; dies geht einfach unkompliziert und sehr schnell. Am Kreuzungspunkt werden die beiden Zeltstangen mit einem leichten Karabiner verbunden, an dem die Spitze des Innenzeltes hängt. Die Dachstange schiebt man anschließend zum Aufbau am besten direkt durch diesen Karabiner, auf diese Weise lässt sie sich gut anbringen. (Ein nachträgliches Einklippen des Karabiners hat sich als schwierig erwiesen.) Die Enden der Dachstange werden auch in Ösen des Innenzeltes eingesteckt (an dessen Oberseite).

Wenn man das Außenzelt nun anbringt, ist es sinnvoll, dieses als erstes mit der Dachstange zu verbinden. Dafür befindet sich auf jeder Seite über den Türöffnungen kleine Laschen, in die die Enden der Dachstange gesteckt werden. Wichtig: Dieser Punkt wird in der Anleitung nicht beschrieben! Ich denke, wenn man das unterlässt, kann es zum Schaden am Zeltstoff kommen.

Das Außenzelt wird entlang der Zeltstangen mit kleinen Klettverschlüssen befestigt. An den Ecken des Außenzeltes befindet sich dann auch jeweils eine Öse, welche von unten mit den Zeltstangen verbunden wird. So ist das Außenzelt ruckzuck befestigt. Das Zelt ist so auch ohne Heringe nutzbar, es steht durch die Spannung der Zeltstangen. Dann flattern die Apsiden allerdings unbefestigt herum. Darum habe ich mir immer die Zeit für zwei Heringe genommen. Weitere Heringe sind für eine einfache Nutzung nicht nötig, wenn Rucksack oder Schläfer das Zelt am wegfliegen hindern.

Nach etwas Routine habe ich es bis hierhin gut in 5 Minuten hinbekommen!

Bei Regen habe ich an Kopf und Fußende noch mit jeweils einem Hering die Lasche in der Mitte der kurzen Seite des Außenzeltes gespannt, um den Kontakt zwischen Innen- und Außenzelt zu verhindern. (Hier sind die Laschen etwas weit weg vom Erdboden. Ich habe dann jeweils mit einer kurzen Schnur verlängert!). Wenn das Zelt länger steht, besteht natürlich die Möglichkeit, die vier Ecken mit Heringen zu befestigen. Zudem stehen 4 Abspannleinen zur Verfügung. Damit trotzt es dann auch starken Windböen.

Nutzung

Das Zelt ist symmetrisch konstruiert. Beide Nutzer haben einen eigenen Eingang und Lagerplatz in ‚ihren‘ Apsiden. Der regensichere Boden des Innenzeltes reicht an den Außenseiten ca. 20 cm nach oben, so dass hier ein guter Regenschutz gegeben ist.
Ich habe es mehrmals morgens taunass eingepackt und hatte auch in den Nächten Regen. Dennoch hatte ich nie Sorge im Zelt nass zu werden.

Jeder Nutzer hat am Kopf- und Fußende eine Netztasche zum Aufbewahren von Gegenständen. An der Decke sind fünf Schlaufen angebracht, so dass neben einer Lampe hier auch Kleidung zum Trocknen aufgehängt werden kann. Ich habe im Zelt auch längere Regenzeiten bequem ausgehalten, ohne dass es mit meinem Gepäck zu eng wurde. Wenn man zu zweit ist, findet das Gepäck dann in den beiden Apsiden Platz. Durch die Konstruktion mit der Dachstange hat man zum aufrechten Sitzen bequem Raum. Bei Regen saß ich entspannt im Zelt und spielte Gitarre – geht super.

Fazit

Praktisch, komfortabel, leicht, sicher. Ein super Rundumpaket!

Testbericht – Biopod DownWool Subzero 185

Testbericht – Biopod DownWool Subzero 185

Das Angebot an hochwertigen und hoch funktionellen Schlafsäcken ist groß. Um als neuer Hersteller neben den etablierten Marken aufzufallen muss man sich deshalb besonders anstrengen.

Das Schafft der österreichische Schlafsackhersteller Grüzibag mit Bravur.

Ohne direkt lange mit theoretischen Werten der Marketingabteilung zu langweilen fallen dem geneigten Outdoorler mehre Dinge auf: Daune in Kombination mit Wolle – gab es bis jetzt noch nicht!

Und spätestens beim selbst in der Hand halten zeigt sich: Hochwertige Materialien und sehr gute Designlösungen – zu einem sehr fairen Preis und konkurrenzfähigen Gewicht.

Doch wie schlägt sich der Schlafsack in der Praxis und für wen ist der Biopod DownWool Subzero von Grüzigbag gemacht?

Materialien, Verarbeitung und Desinglösungen

Als jemand der hunderte von Nächten unter den verschiedensten Bedingungen draußen verbracht hat und täglich mit den Wünschen und Anforderungen von Menschen die gerne draußen sind zu tun hat, versuche ich Dir im Folgenden eine ehrliche und hoffentlich hilfreiche Beurteilung zu geben.

Doch zuerst zu den Materialien, der Verarbeitung und den Desinglösungen.

Der Biopod DownWool Subzero ist mit einer am Markt einzigartigen Mischung aus Daune und Wolle gefüllt. Das Füllgewicht beträgt 410 g im Mischungsverhältnis von 70% Daune
( 650+cuin Bauschkraft ) zu 30% Wolle.

Grüzig Bag schreibt dazu:

DownWool* ist eine innovative High-End-Füllung aus 70% Daune und 30% Wolle. Die Daune sorgt für eine sehr hohe Isolationsleistung bei geringem Eigengewicht. Allerdings isoliert Daune nur solange sie trocken ist. Bei zunehmender Luftfeuchtigkeit reduziert sich die isolierende Wirkung der Daune erheblich. Wolle besitzt die Eigenschaft zu isolieren und entstehende Feuchtigkeit aufzunehmen. Dadurch bleibt die Daune länger trockener und behält somit ihre sehr hohe Isolationsfähigkeit. Mit dem einzigartigen Mix von DownWool* erreichen wir beste Isolation und ein perfektes trockenes Schlafklima bei geringem Eigengewicht.

Ich kann dem Schlafsack ein sehr komfortables und immer gut temperiertes Schlafgefühl attestieren. Auch im geschlossenen Zustand wurde es bei Temperaturen um 10 Grad niemals zu warm.

Der Schlafsack ist weit geschnitten. Wer sich gerne im Schlafsack bewegt oder breit gebaut ist wird sich sehr wohl fühlen.

Die Kapuze ist einstellbar und der Schlafsack hat einen gut befüllteten Wärmekragen.

Der innovative Reissverschluss sorgt für einen einfachen Einstieg und gute Belüftung bei warmen Temperaturen.

Komfort im Detail: Außentasche, Innentasche, Garage für Kordeln

Der Biopod DownWool Subzero  ist für Menschen gemacht die einen hochwertigen und langlebigen Schlafsack suchen und viel Wert auf Komfort legen.

Schmal gebaute Menschen die den Schlafsack am Temperaturlimit benutzen wollen, werden wahrscheinlich nicht glücklich! Dazu verteilt sich die Füllung zu sehr im weiten Außenmaterial und es entsteht ein Kältegefühl.

Der Biopod DownWool Subzero 185 kann auch nicht mit Schlafsäcken mithalten, die eine reine Daunenfüllung mit hoher Bauschkraft, eine aufwändige Kammerkonstruktion und oder einen viel körperbetonteren Schnitt haben.

Der Schlafsack ist also nichts für Leute die das beste Gewichts/Wärme-Verhältnis suchen und in extremen Bedingungen unterwegs sind.

An Bergsteiger, super Leichtwanderer oder Extremsportler richtet sich der Biopod DownWool Subzero 185 auch nicht. Diese werden bei den Topmodellen bei Valandre, Yetig oder Mountainequipment fündig und müssen auch tiefer in die Tasche greifen.

Daten und Fakten

  • Außenmaterial: Atmungsaktives und wasserabweisendes ultraleichtes 20 Denier 380 T Nylon (100 % Polyamid )
  • Innenmaterial: geschmeidiges, atmungsaktives Nylon
  • Füllung: 410 g DownWool aus 70% Daune und 30% veredelter Wolle
  • Daunenanteil: 90/10 Entendaune mit 650+ cuin
  • Größe: 215 x 80 x 50 cm ( geeignet bis Körpergröße: 160 – 185 cm )
  • Gewicht: ca. 1.100 g = Schlafsack 1.000g + Packsack ca. 100 g
  • Packmaß: Ø 20 x 32 cm komprimiert Ø 21 x 23 cm
  • Packvolumen: 10 Liter, komprimiert 8 Liter
  • Temperatur EN 23537: T Komfort: 2°C / T Limit: -4°C / T Extrem: -20°C ( Temperatur EN 23537 )
  • Lieferumfang: Packsack, Aufbewahrungsbeutel, Schlafsack

Fazit

Wenn Du einen komfortablen, absolut rucksacktauglichen Schlafsack mit einem tollen Schlafgefühl suchen der zu einem absolut fairen Preis gehandelt wird, kann ich Dir den Grüzibag – Biopod DownWool Subzero sehr empfehlen.

Der Subzero lässt jeden Kunstfaserschlafsack alt aussehen und ist in den wärmeren Jahreszeiten ohne Bodenfrost ein absolut guter Begleiter für Deine Outdoor-Abenteuer.

Michael Nitsch

Michael Nitsch

doorout.com

Schon viel unterwegs gewesen. Immer aus eigener Kraft, zu Fuß oder auf dem Fahrrad und dann unter freiem Himmel draußen. Skandinavien, Russland, Mongolei, Australien und in der europäischen Heimat. Arbeitet im Ladengeschäft von Doorout und steht unseren Kunden mit Rat und Tat bei der Suche nach der passenden Ausrüstung für kleine Ausflüge oder große Abenteuer zu Seite. Die Reisen sind kürzer geworden, aber nicht weniger interessant….