Testbericht – Deuter Kid Comfort Active SL

Testbericht – Deuter Kid Comfort Active SL

Zu meiner Person: ich bin weiblich, 28 Jahre alt und habe eine 2 Jährige Tochter. Meine Tochter habe ich von Geburt an getragen. Hauptsächlich in einer Tragehilfe, aber auch im Tragetuch. Sie war von Anfang an ein Tragebaby und mochte den Kinderwagen überhaupt nicht.

Irgendwann werden die Kleinen natürlich auch größer und schwerer, deshalb haben wir uns schon früh Gedanken darüber gemacht, wie wir sie auf unseren Touren weiterhin mitnehmen können. Da wir gerne Wandern – mal kleinere, mal größere Touren und auch täglich mit unserem Hund raus gehen ist die Kraxe eine super Anschaffung. Übrigens auch prima für die Stadt.

Die Daten

  • Farbe: Türkis
  • Außenmaterial: 100% Polyamid (Nylon)
  • bis zu 1500mm Wasserdicht
  • die Kindertrage wiegt 2400 g
  • für Kinder bis 22kg geeignet
  • hat die Maße 70 x 43 x 34 cm (H x B x T)
  • Packvolumen 10 Liter
  • Integrierte Regenhülle: nein
  • Rückensystem: atmungsaktives Rückenpolster
  • Tragesystem: Lite Air Kontaktrücken mit VariQuick-Verstellsystem
  • Preis: 239,95 €

Die Highlights der Kid Comfort Pro

  • Tragesystem speziell an die weibliche Anatomie angepasst
  • Tragehöheneinstellung
  • gepolsteter Hüftgurt
  • verstellbarer Brustgurt
  • PFC Frei
  • Lageverstellriemen
  • Pull-Forward Hüftflossen
  • Lite System
  • Einfache Rückenlängen-Anpassung
  • Kindergerechter, weicher 5-Punkt Sicherheitsgurt
  • Höhenverstellbare Fußstütze und Sitzfläche
  • Waschbares Kinnpolster

Der erste Eindruck

Mein erster Eindruck war direkt positiv. Mir persönlich gefällt die Optik ( türkis und grau ) sehr gut. Im Vergleich zu unserer Deuter Kid Comfort 3 sieht der Rucksack direkt um einiges leichter und praktischer aus.

Das Kissen ist leider nur sehr schmal für den Kopf des Kindes, sodass ich mir vorstellen könnte, das ein längeres Schläfchen eventuell nicht ganz so angenehm werden könnte.

Ebenfalls auf den ersten Blick direkt aufgefallen: es ist kein richtig verschließbarer Rucksack hinten ( mit Reißverschluss ). Man kann lediglich die Tasche mit einem Gummiband zusammenziehen.

Ansonsten sieht sie stabil und robust aus.

Die Praxis

Zu Beginn werden die Gurte für den Träger eingestellt. Auf den ersten Blick war das gar nicht so einfach. Dank der Gebrauchsanweisung ist dies aber schnell zu verstehen.

In der Mitte vom Rückenteil ist ein Klettverschluss der zuerst geöffnet wird. Darunter findet man 10 Laschen. Der Klettverschluss muss immer durch 4 Laschen durchgefädelt werden. Die Größeneinstellung ist in S, M und L eingeteilt ( die oberen 4 Laschen L, die mittleren M und die unteren 4 S ).

Anschließend wird der Sitz für das Kind eingestellt, was wiederum super einfach geht. Hierzu klappt man das Kissen nach Oben und findet dort darunter eine Schnalle, durch das Lösen geht der Sitz komplett nach unten. Anschließend setzt man das Kind hinein und passt die Höhe entsprechend an. Am besten sitzt das Kind, wenn es gut rausschauen kann und die Arme frei beweglich sind.

Das Kind in die Kraxe reinzusetzen ist simpel. Ruckzuck hat man das Kind mit den Gurten und den entsprechenden Verschlüssen gesichert. Sitzt das Kind erstmal prima im Rucksack, hat es unter anderem die Möglichkeit seine Füße zu stützen. Hierfür gibt es extra Fußstützen. Diese sind aus meiner Sicht aber nutzlos, zumindest für meine Tochter. Sie lässt ihre Füße dort nicht drin.

Das Aufsetzen des Rucksacks finde ich trotz dem leichten Gewicht auch hier etwas schwieriger. Am besten ist es ( für Frauen ), wenn die Kraxe etwas erhöht steht. Im Vergleich zu unserer Kraxe geht es dennoch bedeutend leichter, denn unsere bekomme ich alleine überhaupt nicht auf den Rücken aufgrund des Gewichts und dem Handling.

Deutlich merkt man aber das reduzierte Gewicht dann beim Tragen. Ich finde sie deutlich angenehmer. Die Gurte lassen sich einfach und angenehm einstellen, besonders positiv aufgefallen ist mir der Hüftgurt, der sehr angenehm sitzt aufgrund seiner Polsterung.

Was mir persönlich fehlt, sind noch weitere Fächer um Dinge zu verstauen (was man so alles für eine Tour mit Kind braucht). Es gibt lediglich das große Fach hinten, ein kleines vorne am Hüftgurt (praktisch für Handy/Geldbeutel) und ein relativ flaches Fach hinten (ganz gut für Dokumente).

Meiner Tochter macht es, sobald es los geht, viel Spaß dort drin zu sitzen. Sie hat von dort einen super Überblick/Ausblick und für ein kurzes Schläfchen ist die Kraxe auch völlig ausreichend. In der Grundaustattung dieser Kraxe ist leider kein Sonnendach dabei, welches man aber noch nachträglich dazu kaufen kann. In meinen Augen erstmal kein Nachteil, da man eben nachrüsten kann.

Schön auch bei diesem Rucksack ist, das man den Rucksack mit Kind abstellen kann, ohne das das Kind rausgehoben werden muss (wenn sie älter werden, können sie dann auch selbstständig ein und austeigen).

Im Großen und Ganzen finde ich, ist die Kraxe wirklich wunderbar geeignet für uns Mädels. Hätten wir nicht schon die Deuter Kid Comfort 3 würde ich die Active SL auf jeden Fall bevorzugen.

Fazit

Im Großen und Ganzen finde ich, ist die Kraxe wirklich wunderbar geeignet für uns Mädels. Für unterwegs in der Stadt oder auch kürzere Wanderungen perfekt. Für größere Touren würde ich sie allerdings nicht mitnehmen, da sie hierfür einfach zu wenig Stauraum bietet (für Verpflegung usw.). Der Preis für die Kraxe ist absolut gerechtfertigt. Ein Nachteil ist ggfs. auch, das man im Prinzip (wenn beide Partner die Kraxe nutzen wollen) zwei bräuchte. Ob die Active SL auch für Männer geeignet ist, kann ich natürlich so nicht beurteilen.

Hätten wir nicht schon die Deuter Kid Comfort 3 würde ich die Active SL auf jeden Fall bevorzugen. Klare Kaufempfehlung!

Rebecca Brockelt

Rebecca Brockelt

28 jährige Rettungssanitäterin aus dem schönen Vogelsberg und Mama einer Tochter. Bin absolut verliebt in Irland und alles was damit zu tun hat. Gerne draußen unterwegs, egal ob Stadt oder Land, wandern oder auch gerne mal walken. Unsere Urlaube verbringen wir am liebsten draußen mit Camping in unserem Wohnwagen. 
Testbericht – Deuter Kid Comfort pro

Testbericht – Deuter Kid Comfort pro

Hallo, ich hatte das Vergnügen die neue Kindertrage von Deuter testen zu dürfen.

Zu meiner Person: Ich bin männlich 35Jahre alt gehe jeden Tag mit meinem Hund laufen, mal größere mal kleinere Runden. Meine 2 Jahre alte Tochter ist oft mit dabei und wir nutzen schon seit einem Jahr das Vorgängermodell.

Gelegentlich sind wir auch mal auf größere Wandertouren in der Heimat und im Urlaub unterwegs. Mit unserem Modell sind wir schon rundum glücklich. Mal sehen ob die neue Kindertrage noch einen drauf setzt.

Die Daten

  • Farbe / Midnight / Blau , innen im Sitzbereich Hellgrau
  • PFC freie Materialien mit schmutz- und wasserabweisender Imprägnierung (Materialzusammensetzung 30% Polyester / 70% Polyamid)
  • bis zu 1500mm Wasserdicht
  • die Kindertrage wiegt 3550g
  • für Kinder bis 22kg geeignet
  • hat die Maße 80 / 43 / 34 (H x B x T)cm
  • Packvolumen 12 + 10 Liter
  • Preis: 359,95€

Die Highlights der Kid Comfort Pro

  • Aircomfort Belüftungssystem
  • Seperates Bodenfach mit herausnehmbaren Boden
  • Elastische Aussentaschen für mehr Stauraum
  • neu gepolsterter Hüftgurt mit neuem Vari Slide System
  • Stufenlos verstellbarer Brustgurt
  • Kompatibel mit Trinksystemen bis 3Liter Volumen
  • Inklusive kleinem Daypack den man variabel nutzen kann.
  • das Kopfkissen hat eine neue angenehmere Form
  • Seitliche Einstiegmöglichkeit 

Der erste Kontakt

Das Einstellen der Rucksackgurte auf die Trägergröße ist sehr übersichtlich und leicht verständlich. Um die Sitzfläche auf die Körpergröße des Kindes einzustellen muss man das Kopfkissen lösen und weg klappen. Die Sitzhöhe lässt sich wegen der neuen Gurtführung nicht ganz so einfach einstellen und ist, wenn sich das Kind wehrt, fast unmöglich.

Der Schultergurt lässt sich aufgrund der neuen Klickverschlüsse sehr gut und einfach auf die Kinder anpassen. Die Fußstützen lassen sich ebenso relativ einfach einstellen.

Der Daypack lässt sich wirklich vielseitig nutzen. In diesen kann man gut Wickelzeug, Proviant oder Spielsachen verstauen an die man zwischendurch mal dran muss. Er lässt sich als kleiner externer Rucksack verwenden oder vorne an die Schultergurte klicken so das man die Lasten besser verteilen kann.

Das Sonnendach ist schön tief so das der kleine Insasse ausrechend Schatten hat.

Die Praxis

Nach dem Einstellen der Kindertrage ist mir gleich die neue Polsterung der Hüftgurte aufgefallen. Diese sind sehr angenehm und drücken an keiner Stelle. Die Schultergurte ergänzen diese perfekt. Von mir aus kann es los gehen…

Aber wie es immer ist wenn man etwas mit Kind vor hat streikt es.

Bei der ersten gemeinsamen Wanderung wollte die Kleine selbst laufen und war anfangs nicht in die Kindertrage zu bekommen. In der Zeit bekam Sie den Daypack mit Ihren Sachen selbst auf den Rücken und hatte tierischen Spaß dabei kreuz und quer durch die Landschaft zu rennen.

Aber wie Kinder nun mal so sind werden auch sie irgendwann müde. Jetzt konnte es das erste mal los gehen. Nach ein weinig Verhaltung machte es doch plötzlich Spaß dem Papa an den Kopf zu gelangen. Das Sonnendach lässt sich leicht aus der Verstauung holen und per Klickverschluss befestigen  und schützt zuverlässig vor direkter Sonne und leichtem Regen. Die Gurtpolsterungen machen selbst unter Last und noch nach ein paar km Strecke das Tragen sehr angenehm. 

Das neue Belüftungssystem verhindert auch bei 26°C  und mehr zuverlässig vor einem Wärmestau am Rücken. Durch die ganzen Taschen und Verstaumöglichkeiten bekamen wir alles was wir für unsere Touren brauchten zuverlässig unter und hätten sogar noch Platz für mehr.

Die Fußriemen können wir nicht beurteilen, da unsere Tochter diese nicht akzeptiert. Für die seitliche Einstiegsmöglichkeit ist sie noch zu klein und muss noch in die Trage gehoben werden.

Fazit

Ich bin begeistert. Es wurde sich richtig der Kopf zerbrochen was man an einer Kindertrage noch praktischer machen kann. Der Tragekomfort wird auch nach längerem Tragen nicht schlechter. Hier hat man fast mehr als man braucht. Ich kann diese Trage empfehlen. Wenn man nicht direkt von dem Preis abgeschreckt wird, sein Kind gerne bequem tragen möchte sollte sich unbedingt die Trage anschauen. Die verbesserungswürdigen Punkte überwiegen nicht den Positiven.

Jan Brockelt

Jan Brockelt

Ich bin Jan und arbeite im Rettungsdienst. Zum Ausgleich bin ich leidenschaftlicher Naturliebhaber. Ich bin täglich mit meiner Familie und unserem Hund draußen, egal ob zum Wandern, Geocachen, ab und an Klettern, Campen oder Angeln. Dazu benötigt man immer die richtige Bekleidung und Ausrüstung die einem richtigen Schutz bietet und einem das Handling erleichtern kann.

Produkttest – Esbit Titanium Pot

Produkttest – Esbit Titanium Pot

Das Thema Ernährung/Verpflegung nimmt während eines Etappenlaufes über mehrere Tage eine ganz besondere Rolle ein. Beim Rennen „The Track“ durchs australische Outback handelt es sich schließlich um einen Lauf, bei welchem man sich selbst zu versorgen hat (self supported).

Mein Tag startete stets mit 60 Gramm Haferflocken sowie einem Kaffee. Um diesen zubereiten zu können, hatte ich den TITANIUM POT von ESBIT dabei. Man sammelt etwas Reisig bzw. kleiner Äste, macht Feuer und stellt den gefüllten Pot ganz unkompliziert in die Flammen bis das Wasser heiß ist.

Um nicht unnötig die soeben gewonnenen Hitze zu verlieren, wird der Pot mit einem Deckel versehen, welcher gleichzeitig das Wasser vor den zahlreich vorhandenen Buschfliegen schützt. Der vorhandene, klappbare Griff verhindert ein Verbrennen der Hände beim Einschenken in die Tasse.

Nach dem Gebrauch lässt sich das lediglich 106,5 Gramm leichte und von innen beschichtete Gefäß gut mit Wasser ausspülen. Allabendlich kam der Topf mit einem Fassungsvermögen von 750 ml erneuet bei der Zubereitung der Hauptmahlzeit zum Einsatz. Nach ein paar Minuten im Feuer wird der komplette Wasserinhalt prima heiß, was für das Abendessen sehr wichtig ist.

Man gießt das kochende Wasser in seine Outdoor-Nahrung und lässt dies ein paar Minuten ziehen. Wenn das Wasser nur lauwarm sein sollte, werden gerade bei Pasta-Gerichten nicht alle Nudeln weich, worunter die „Essqualität“ leidet.

Es empfiehlt sich stets eine Tüte dabei zu haben, in welcher man den Pot transportiert. Denn der Ruß setzt sich außen am Gefäß ab, selbst wenn man das Gröbste entfernt hat. So schützt man das weitere Equipment vor unschönen Flecken.

Fazit

Der TITANIUM POT von ESBIT eignet sich durch seine einfache Handhabung und sein geringes Gewicht prima zur Zubereitung seiner Verpflegung im Freien. Bei weiteren Etappenläufen wird dieser garantiert wieder Bestandteil des Equipments sein.

Sascha Gramm

Sascha Gramm

www.sascha-lauftrainer.de

Seit über 20 Jahren aktiver Ausdauersportler, der immer auf der Suche nach neuen, sportlichen Herausforderungen ist. Mittlerweile auch als Laufrainer unterwegs, um Interessierten mit großer Freunde und Leidenschaft die zahlreichen Vorzüge des Laufens zu vermittlen. Für eine Challenge-Teilnahme mit Joey Kelly stand das Team von Doorout mit Rat und Tat zur Seite. Seitdem resultiert ein regelmäßiger Austausch zudem auch das Verfassen von diversen Blogbeiträgen zählt
Testbericht – Deuter Aircontact 50+10 SL Damen

Testbericht – Deuter Aircontact 50+10 SL Damen

Der Deuter Aircontact 50+10 in der Damenausführung war mein Begleiter auf der 2-wöchigen Trekkingtour durch Schottland. Während dieser Tour begegneten wir gemeinsam dem Regen, Wind, aber auch Sonnenschein und Hitze. Wir stiegen in die tiefen Täler herunter und auf Berge hinauf und haben täglich lange Wanderstrecken durch die unterschiedlichen Terrains absolviert. So hatte ich die Möglichkeit, den Rucksack und seine Eigenschaften unter realen Bedingungen ausgiebig zu testen.

Allgemeine Eigenschaften

Wie alle Deuter SL-Modelle, ist auch dieser Rucksack speziell für Frauen konzipiert und verfügt über ein Tragesystem, welches anatomisch auf die weibliche Figur abgestimmt. Das Tragesystem ist weiter unten angebracht, als bei dem Herrenmodellen, zudem sind die Schultertragegurte höhenverstellbar, was insgesamt für einen optimalen Tragekomfort sorgt.

Dank des Aircontact-Tragesystems sind mittlere bis schwere Lasten sicher kontrollierbar, sogar in schwierigem Terrain. Die zahlreicher Deuter-typischen Einstellmöglichkeiten ermöglichen individuelle Anpassung an jede Körperform und sorgen für volle Bewegungsfreiheit bei gleichzeitig hoher Kontrolle über das Equipment.

Hersteller-Daten

  • Farbe: steel-midnight (blau) oder blackberry-navy (lila-blau)
  • Material: 100D PA High Tenacity (Leichtgewicht-Variante von Polyamid 330D/250D)
  • Gewicht: 2220 g
  • Volumen: 50 + 10 Liter
  • Maße: 80 / 30 / 24 (H x B x T) cm
  • Geeignet für: Zelten, Trekking, Reisen

Die Ausstattung

  • SL Women’s Fit Tragesystem, speziell angepasst an die weibliche Anatomie
  • Airkontaktsystem für besseren Luftaustausch am Rücken
  • Active Comfort Fit: bewegliche ActiveFit Schulterträger
  • Vari Quick System Trägerhöheneinstellung
  • Rundprofilrahmen aus dauerelastischem Federstahl: leichte Konstruktion, flexibles Trageverhalten
  • Höhenvesrtellbarer Deckel, auch als Stauraum-Erweiterung
  • Bodenfach mit herausnehmbaren Zwischenboden
  • Frontaler Reißverschluss-Zugang
  • Gepolsterter Hüftgurt
  • Vari Flex System: beweglicher Vari Flex Hüftgurt zur besseren Lastenverteilung
  • Verstellbarer Brustgurt
  • Regenhülle
  • Stretch-Innenfach (für Trinkblase, nasse Kleidung, Wertsachen,…)
  • SOS Label
  • Notfall-Pfeife am Brustgurt
  • Kompatibel mit allen Deuter Trinksystemen bis zu 3 Litern
  • Wanderstockhalterung
  • Abnehmbarer Rucksackdeckel, Verwendung als Tagesrucksack
  • Deckeltasche
  • Lageverstellriemen
  • Pull-Forward-Hüftflossen
  • 2 Außentaschen
  • 2 Hüftflossentaschen

Die Tour

Da ich für zwei Wochen gepackt habe und für alle schottischen Eventualitäten vorbereitet sein wollte, war die Packliste entsprechend lang. Bereits hier hat der Rucksack mit seinem Fassungsvermögen überrascht. Die zahlreichen Möglichkeiten, wie das Bodenfach und Innenfach, die beiden seitlichen Deckeltaschen (innen und außen) sowie die beiden Außentaschen erlaubten mir, alle Sachen sinnvoll zu verstauen, und zwar so, dass ich bei Bedarf problemlos auf jedes Item zugreifen konnte, ohne viel zu wühlen oder gar den halben Rucksackinhalt auspacken zu müssen. Die einzige negative Folge daraus war, dass ich viel zu viel eingepackt habe, schlichtweg, weil ich es konnte. Dafür hat der Rucksack auch im vollbepackten Zustand eine schöne, schlanke Form und, wenn angezogen, macht er optisch eine gute Figur.

Am Ende kam ich auf insgesamt 12kg Gewicht und musste damit täglich 20-25km durch alle erdenklichen Terrains zurücklegen, von geteerten Straßen, über wurzelige Waldwege bis hin zu steinigen Kletterpartien war alles dabei. Hierbei kamen die zahlreichen Vorteile des Tragesystems zum Vorschein. Durch die verstellbaren Gurte konnte ich den Rucksack optimal an meinen Körper anpassen (Körpergröße 167cm), die Hüftflossen haben das Gewicht an den Hüften aufgefangen, die Schultergurte, Brustgurt und der Lageverstellriemen haben dieses Gewicht optimal über den Oberkörper verteilt. Während der ganzen Zeit, auch nach 8h mit Rucksack auf dem Rücken, hatte ich trotz des Gewichts ein sehr angenehmes Tragegefühl ohne Rücken- oder Schulterschmerzen. Dank der Hüftflossenpolsterung war die Hüftpartie immer gut geschützt, hier gab es ebenfalls weder Druckstellen noch Reibung.

Bei schwierigen Passagen, wo ich teilweise Felsen hoch oder runter klettern musste, überzeugte der Rucksack mit der Flexibilität. Ich hatte die benötigte Bewegungsfreiheit bei voller Kontrolle über das Gewicht, und hatte dadurch keine Schwierigkeiten, das Gleichgewicht zu halten.

Es hat in den zwei Wochen die meiste Zeit geregnet, da erwies sich die Regenhülle als sehr praktisch. An dem einzigen warmen Tag merkte ich zwar, dass ich schwitzte, aber das Tragegefühl war dank des Aircontact System noch angenehm. Die Wanderstockhalterung war ebenfalls praktisch und hilfreich.

Ein wichtiger Pluspunkt am Aircontact 50+10 ist der Reißverschluss-Zugang vorne am Rucksack. Dadurch kam man problemlos an die benötigten Sachen im Innern heran, ohne den kompletten Rucksackinhalt auspacken zu müssen. Dies erwies sich sehr praktisch im Gelände, wenn man bei schlechten Witterungsbedingungen schnell warme Klamotten benötigte, oder auch in einer Unterkunft, wenn man Wechselkleidung rausholen konnte, ohne dass die Mitbewohner den kompletten „Hausrat“ zu sehen bekommen.

Eine einzige Sache habe ich vermisst: ein Außenfach vorne am Rucksack. Dieses Manko wurde zwar durch den Frontzugang größtenteils ausgeglichen, jedoch wäre es schön, Sachen wie Jacke oder Regenschutz getrennt von den übrigen Klamotten griffbereit verstauen zu können.

Fazit 

Der 50+10 SL entpuppt sich als kleines Raumwunder. Durch den praktischen Frontzugang sind alle Gepäckstücke jederzeit problemlos zu erreichen. Zahlreiche Zusatztaschen sorgen für viel Stauraum. Dank dem Tragesystem und der Polsterung ist auch auf längeren Touren mit viel Gepäck stets ein angenehmes Tragegefühl gewährleistet. Trotz des Volumens von insg. 60L hat man zu jeder Zeit volle Bewegungsfreiheit bei gleichzeitig hoher Kontrolle über das Equipment.

Der Deuter Aircontact 50+10 SL Damen eignet sich gut längere Wander- oder Trekkingtouren. Schickes Design und hochwertige Verarbeitung versprechen langlebigen, beschwerdefreien Trekking-Spaß.

Olivia Bauer

Olivia Bauer

Ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad, schnell oder langsam, bergauf oder herunter, im Regen, Schnee oder Sonnenschein, in Wanderstiefeln, Trailschuhen, oder barfuß, Wald, Berge oder Highlands, oder einfach nur am See chillen, …hauptsache mal raus!

Produkttest – Berghaus Hyper 100

Produkttest – Berghaus Hyper 100

Bestandteil der Pflichtausrüstung für eine Teilnahme am einwöchigen Gobi-March, einem Etappenlauf über 250 km und rund 5.000 Höhenmetern durch die Wüste Gobi, war auch eine wasser- und winddichte Jacke für mögliche Wetterkapriolen.

Leichteste 3-Lagen-Jacke der Welt

Da ich während des Wettkampfes in der Mongolei sämtliche Ausstattungsgegenstände in und am Rucksack eine Woche lang tragen musste, stand die Gewichtsoptimierung sämtlicher Utensilien ganz oben auf der Liste. Und so bin ich auf die mit 97 Gramm aktuell leichteste 3-Lagen-Jacke der Welt – die „Hyper 100“ aus dem Hause „Berghaus“ gestoßen.

Die Jacke verspricht völlige Wasser- und Winddichtigkeit als auch eine hohe Atmungsaktivität trotz größter körperlicher Anstrengung.

Reißfestes Nylon und wasserdichte Membrane

Hinter den drei Lagen verbergen sich ein reißfestes Nylon außen, wasserdichte Membrane in der Mitte und eine Innenschicht, welche den Schweiß nach außen transportiert.

Während der langen Etappe über 71 km zog ein starkes Unwetter mit Starkregen und heftigen Windböen auf, welches die komplette Nacht anhielt und aus dem Camp einen Wasserspielplatz bei Temperaturen um die 10 Grad machte.

Von daher war ich sehr froh, mich im Vorfeld für die „Hyper 100“ entschieden zu haben.

Durchdachter Saum und kleinstes Packmaß

Weder Regen, Wind noch die kühleren Temperaturen beeinträchtigten mich. Die Jacke hielt mich stets sowohl von außen als auch von innen trocken. Hierbei hat auch der Saum an Bund und Ärmeln einen nicht zu unterschätzenden Beitrag geleistet, der so das Eindringen von Wasser erfolgreich verhindern konnte. Die Kapuze mit Mikroband garantierte den perfekten Schutz des Kopfes.

Nachdem der große Regen überstanden war, konnte ich die „Berghaus-Jacke“ ohne große Mühe in das kleine Packtäschchen verstauen, welches lediglich ein Maß von 9 x 10 cm aufweist. So ist es überhaupt kein Problem, die „Hyper 100“ in der Seitentasche der Rucksackes für mögliche Eventualitäten jederzeit greifbar zu verstauen.

Die Passform würde ich als sportlich bezeichnen, was mir sehr gut gefällt. Ich fühle mich in einer Jacke wohl, wenn sie etwas figurbetonter sitzt und nicht absteht. Bei einer Größe von 1,86 Metern kam ich mit Größe von „M“ prima zurecht.

Fazit

Die „Hyper 100“ des britischen Herstellers „Berghaus“ hat mich total von ihrem Können überzeugt und es wundert mich keinesfalls, dass diese bereits die eine oder andere Auszeichnung für sich verbuchen konnte.

Sascha Gramm

Sascha Gramm

www.sascha-lauftrainer.de

Seit über 20 Jahren aktiver Ausdauersportler, der immer auf der Suche nach neuen, sportlichen Herausforderungen ist. Mittlerweile auch als Laufrainer unterwegs, um Interessierten mit großer Freunde und Leidenschaft die zahlreichen Vorzüge des Laufens zu vermittlen. Für eine Challenge-Teilnahme mit Joey Kelly stand das Team von Doorout mit Rat und Tat zur Seite. Seitdem resultiert ein regelmäßiger Austausch zudem auch das Verfassen von diversen Blogbeiträgen zählt
Testbericht – Deuter Trail Pro 36

Testbericht – Deuter Trail Pro 36

Als ich den Trail Pro 36 aus dem Hause Deuter zum Testen in meine Hände bekommen habe, stach mir sofort seine Farbkombination ( blau-rot ) ins Auge. Optisch sprach mich der Trail Pro 36 sofort an.

Ich habe den Trail Pro 36 gleich für eine Tagestour gepackt und mich auf zum Testen gemacht. Währenddessen und unterwegs wurde der Deuter Trail Pro 36 auf Herz und Nieren getetstet.

Die Ausstattung

Der Rucksack besteht aus einem Polyestermischgewebe, Deuter beschreibt dies mit 210D PA / 600D PES.

Der Trail Pro 36 besitz ein großes Hauptfach, welches nicht nur über den Deckel, sondern auch über einen RV-Frontzugang zu erreichen bzw. beladen ist. In dem Hauptfach gibt es die Möglichkeit ein Trinksystem zu integrieren.

Im Deckel sind zwei RV-Fächer, eins außen für z.B. Proviant und ein Wertsacheninnenfach.

Ein Rundprofilrahmen überträgt die Last auf den gepolsterten Hüftgurt und sorgt somit für Bewegungsfreiheit aber auch für den sehr guten Sitz.

Des Weiteren besitzt der Trail Pro drei Aussentaschen. Eine etwas länger gezogene auf der linken Seite und zwei an den Hüftflossen für Gegenstände die man schnell zur Hand haben möchte, wie z.B. sein Handy oder sein Taschenmesser.

An der Front lassen sich durch diverse Halterungen, Helm, Pickel und Wanderstöcke befestigen.

In einem extra Staufach befindet sich die integrierte und abnehmbare Regenhülle.

Der Deuter Trail Pro 36 kommt zu dem mit dem Aircontact System für eine bessere Belüftung und dem Activ Comfort Fit für eine individuelle Anpassung der Schulterträger um die Ecke.

Auf Tour

Die Tour fand an einem sonnigen leicht bewölkten Tag statt. Ich bepackte den Rucksack mit Wetterschutzkleidung einer 2L Trinkblase, Proviant, kleineren Gegenständen ( Wertsachen/Messer/Handy ) und befestigte Wanderstöcke.

Durch den verstellbaren Hüftgurt, Brustgurt und den Lageverstellriemen konnte ich den Trail Pro optimal an meine Körperverhältnisse anpassen ( Körpergröße: 1,84 m ). Der Rucksack gehört mit seinen 1490 Gramm zwar nicht zu den Leichtgewichtlern doch merkte ich schon nach dem ersten Kilometer wie angenehm die Hüftflossen und der Rucksack an sich saßen.

Nach einigen Kilometern mehr merkte ich zwar, dass ich schwitzte, aber das Tragegefühl war dank des Aircontact System noch angenehm. Das Handy war für Schnappschüsse in den Aussentaschen der Hüftflossen immer schnell Griffbereit.

Auch begeisterte mich die Halterung für die Wanderstöcke. Dies hat Deuter durchdacht, da sie sehr einfach und zügig zu bedienen sind.

Jedoch gibt es eine Kleinigkeit die mich am Ende der Tour gestört hat. Der Schlauch der Trinkblase kommt mittig zwischen den Schultergurten raus, diesen spürte ich ständig im Nacken. Eine seitliche Öffnung wäre hier besser.

Weitere Details

  • Farbe: midnight-lava (blau-rot)
  • Gewicht: 1490 Gramm
  • Volumen: 36 Liter
  • Material: 210D PA / 600D PES
  • Maße: 66 / 32 / 22 (H x B x T) cm
  • Flaschenhalterung rechte Seite Außen
  • Stretch-Innenfach
  • Schlüsselclip im Wertinnfach
  • Karabiner-Fixierung an Schulterträger
  • PFC Frei
  • Geeignet für: Wandern, Hochtouren und Klettersteige
  • UVP: 169,95 €

Fazit

Durch die große Ausstattung ist der Deuter Trail Pro 36 vielseitig einsetzbar und somit für viele Aktivitäten einsetzbar, wie z.B. Wandern, Hochtouren und Klettersteige. Dank der großen Hüftflossen und der optimalen Lastverteilung, sitzt der Rucksack von Deuter perfekt am Körper und wird nicht zur Last. Durch seinen Aufbau lässt der Trail Pro 36 eine große Bewegungsfreiheit zu, was bei den Klettersteigen zugutekommt.

Durch die vielen positiven Punkte kann man über das kleine Problem mit der Trinksystemöffnung hinwegsehen.

Mit dem Deuter Trail Pro 36 bekommt man einen soliden und durchdachten Rucksack für Tages- sowie leichte Mehrtagestouren geboten. Hier erweist sich der Preis des Rucksacks als nur Fair.

Martin Hacia

Martin Hacia

Geprägt durch Wanderungen in der Kindheit, was bis zum heutigen Tag anhält. Hinzukommen neuerdings Klettersteige oder Sportklettern.

Ob zu Hause oder auf Reisen, wichtig ist es für mich die Natur haut nah zu erleben.