Testbericht – Black Diamond „Stormline Stretch Rain Shell“ Regenjacke

Testbericht – Black Diamond „Stormline Stretch Rain Shell“ Regenjacke

Es gibt keinen langen Lauf ohne eine passende Regenjacke im Gepäck. Das Wetter kann schnell umschlagen, umso wichtiger ist es als Läufer sich und seinen Körper vor einem schnelle Auskühlen zu schützen. Aufgrund dessen habe ich das Modell „Stormline Stretch Rain Shell“ aus dem Hause BLACK DIAMOND während einiger Wochen im Training getestet.

Testorte

 Outdoor (Berge, hochalpin)

Testdauer

4 Wochen

Wetter

regnerisch, Temperaturen um die 10 Grad, teilweise windig

BLACK DIAMOND „Stormline Stretch Rain Shell“
BLACK DIAMOND „Stormline Stretch Rain Shell“
BLACK DIAMOND „Stormline Stretch Rain Shell“

Die „Stormline Stretch Rain Shell“ – Regenjacke im Test

Die Regenjacke ist eigentlich für Bergsteiger, Wanderer und Kletterer konzipiert. Dennoch hat es mich interessiert, ob diese auch den Anforderungen eines Läufers gerecht wird.

Wenn man die „Stormline“ zum ersten Mal in der Hand hat, fällt zunächst ihr sehr geringes Gewicht und das kleine Packmaß auf. Dies ist wichtig, da diese schnell und unkompliziert im Rucksack mitgeführt werden kann. 

Das Material ist zwar dünn jedoch elastisch, robust und schützt prima vor starkem Wind.

Beim Laufen liegt die Bekleidung meist eng an. Da sich die Passform eher etwas lockerer gestaltet, empfehle ich lieber eine Nummer kleiner.

Beim Laufen spielt insbesondere auch die Armarbeit eine große Rolle, welche durch die Jacke in keinster Art und Weise negativ beeinflusst wird. Trotz vorhandener Atmungsaktivität sorgen zusätzlich zwei Unterarmreißverschlüsse während des Laufens einem Hitzestau entgegen.

Zwei Taschen auf Hüfthöhe bietet einem Platz, um kleiner Dinge zu verstauen oder einfach die Hände etwas zu wärmen. Die Armbündchen sind anhand eines Klettverschluss einstellbar.

Die Kapuze ist individuell am Hinterkopf einstellbar und bietet den empfindlichen Stellen im Gesicht gut Schutz. Hierbei wird das Sichtfeld nicht eingeschränkt, so dass man auch weiterhin sicher unterwegs sein kann. Der Tragekomfort ist absolut in Ordnung.

Generell soll die Hardshelljacke während der Aktivität den Oberkörper vor Nässe und dem Auskühlen schützen. Und diesem Auftrag kommt sie zweifelsohne prima nach.

BLACK DIAMOND „Stormline Stretch Rain Shell“
BLACK DIAMOND „Stormline Stretch Rain Shell“
BLACK DIAMOND „Stormline Stretch Rain Shell“

Fazit

Die Jacke kann man auch beim Laufen bzw. Trail-Running gut tragen und so den wettermäßigen Widrigkeiten trotzen. Der bestückte Rucksack hinterlässt keine Scheuer- oder Druckstellen. Eine schlichte, einfarbige Optik lässt sich zudem auch mit anderen Kleidungsstücken gut kombinieren.

Sascha Gramm

Sascha Gramm

www.sascha-lauftrainer.de

Seit über 20 Jahren aktiver Ausdauersportler, der immer auf der Suche nach neuen, sportlichen Herausforderungen ist. Mittlerweile auch als Laufrainer unterwegs, um Interessierten mit großer Freunde und Leidenschaft die zahlreichen Vorzüge des Laufens zu vermittlen. Für eine Challenge-Teilnahme mit Joey Kelly stand das Team von Doorout mit Rat und Tat zur Seite. Seitdem resultiert ein regelmäßiger Austausch zudem auch das Verfassen von diversen Blogbeiträgen zählt

Testbericht – Evoc FR Enduro 16l Protektorrucksack

Testbericht – Evoc FR Enduro 16l Protektorrucksack

Der FR Enduro 16l Protektorrucksack stamt aus dem Hause Evoc. Die Firma, mit Sitz in München, wurde 2008 von Holger Feist und Bernd Stucke gegründet. Die Geschichte der Firma begann allerdings schon viel früher, wie man auf der Firmen-Webseite nachlesen kann. Ein Rucksack mit integriertem Rückenprotektor war primär fürs Freeriden gedacht und erst später von Firmengründer und Produktentwickler Holger Feist auch fürs Mountainbiken weiterentwickelt worden, nachdem er eine Bike-Expedition durch Tibet ins Mount-Everest-Basecamp unternahm. Bis dato gab es nämlich aus seiner Sicht kein Gescheites Produkt auf dem Markt und so wurde angefangen zu basteln, nähen und tüfteln.

Mittlerweile umfasst die Produktpalette von Evoc nicht nur Bike- und Skirucksäcke, sondern auch normale Rucksäcke, Fotorucksäcke, Fahradtransporttaschen, Protektor-Bekleidung und vieles mehr. Bei Doorout.com ist die Marke seid diesem Jahr neu im Programm und erweitert das Angebot im Sektor Radfahren.

EVOC FR Enduro 16l Protektorrucksack auf dem Trail
Frontansicht des Protektorrucksack
FR Enduro 16 Aufdruck

Technische Daten & Details

Das hier vorgestellte Modell des Evoc FR Enduro 16 L Protektorrucksack ist in Größe M/L. Erhältlich ist der Bike-Rucksack auch in der Größe S.

  • Volumen: 16 L
  • Gewicht: 1160 g 
  • Maße: 27 x 56 x 11 cm
  • Rückenlänge:  44 – 50 cm
  • Farbe: grau-beige / carbon grey-loam
  • Materialien: N210D Ripstop HD, 3D Air MEsh, Neoprene
  • Obermaterial: 100% Polyamid (Nylon)
  • Tragesystem: Liteshield System
  • Protektor: herausnehmbarer Liteshield Back Protektor (EN 1621-2) 
Tragesystem und Protektor
Brustgurt mit Evoc Aufdruck und Signalpfeife
CE Kennzeichnung des Protektors

Haptik und erster Eindruck

Der Evoc FR Enduro 16l Protektorrucksack schaut nicht nur gut aus, sondern überzeugt auch, sobald man ihn das erste mal in der Hand hält. Trotz des Protektors ist der Rucksack vergleichsweise leicht. Gerade mal etwas mehr als 1160 Gramm wiegt das Modell in Größe M/L. Vorher war ich mit dem Deuter Attack 20L Protektorrucksack unterwegs und das Modell wiegt gleich mal 400 Gramm mehr, was bei nur 4 Liter mehr Volumen schon ordentlich ist.

Die Materialien machen einen hochwertigen Eindruck und scheinen bestens verarbeitet zu sein. Bei Kumpels bin ich schon früher auf die Bike-Rucksäcke von Evoc aufmerksam geworden, denn besonders der breite Neopren-Hüftgurt mit Klettverschluss sorgt für einen guten Sitz, aber dazu später mehr.

Die Schnallen und Reisverschlüsse funktionieren flüssig und sind weder zu leicht- noch zu schwergängig. Eben so wie man es von einem neuen Produkt erwartet. Die Größewahl viel nach dem Anprobieren, bei meiner Körpergröße von 174 cm, auf das Modell in Größe M/L. Optisch fand ich den Rucksack in Größe S ausreichend, aber das Modell ist wirklich nur etwas für kleinere Personen.

Trinkschlauch-Halterund am Schultergurt
elastischer Neopren-Hüftgurt
Heavy-Duty-Schnalle

Tragesystem und Rückenprotektor

Das Konzept aus Schulter- und Hüftgurt nennt sich bei Evoc Lightshield-System. Herzstück des Tragesystems ist der extrabreite, ergonomisch geformte und elastische Neopren-Hüftgurt mit Klettverschluss. Zusätzlich findet sich auf dem Klettverschluss-Hüftgurt noch eine Heavy-Duty-Schnalle, wie es Evoc bezeichnet. Zusammen mit den ergonomisch geformten Schultergurten sitzt der FR Enduro 16l Protektorrucksack wie angegossen. 

Je nach Last kann man den Rucksack an den Schultern dank weiterer Gurte an den Oberkörper anpassen. Also an die Schulterpartien ranziehen oder aber auch durch lösen die Schultern, wenn gewünscht, entlasten. Und für den genauen Sitz gibt es natürlich auch einen regulierbaren Brustgurt mit integrierter Signalpfeife. 

Schaut man sich den Rückenbereich des Rucksacks an, erkennt man gut links und rechts des Belüftungskanals die sogenannten EVA-Schaum-Streifen mit Belüftungslöchern welche mit Ar-Mesh-Material überzogen sind. Laut Evoc vereint dieses System die für einen Rückenprotektor absolut notwendige Körpernähe mit einem Höchstmaß an Belüftung. 

Den Rückenprotektor nennt Evoc Liteshield Back Protector. Er besteht aus expandiertem Polystyrol (EPS), einem Material, dass auch bei Helmen zum Einsatz kommt und bei einem Sturz 95% des Aufpralls absorbiert. Das dem so ist, wird durch Tests (TÜV/GS geprüfter Protektoren Rucksack) vom TÜV Süd nachgewiesen. Ein gut sichtbares CE-Prüfsiegel belegt dies nochmal optisch.

Der Protektor lässt sich ganz leicht aus dem Rucksack herausnehmen und wiegt 168 Gramm. Und sollte es mal wirklich zu einem Sturz kommen, dann muss der Protektor ausgetauscht werden. Dies geht ganz komplikationslos über Evoc und das sogenannten Free Protector Crash Replacment. Hierbei ersetzt Evoc den Protektor ganz einfach und kostenlos.

zusätzliche Gurte am Schultergurt für die Feinjustierung
Goggle-Fach auf der Frontseite
Integrierter Schlüsselhaken

Fächer und Materialschlaufen

Das geräumige Hauptfach lässt sich weit öffnen und biete Platz für z.B. Regenjacke, Snacks und/oder weitere Protektoren. Ein Spezieller Sack für eine Trinkblase ( 2 bis 3 Liter ) hängt vor dem herrausnehmbaren Rückenprotektor, welcher durch rote Fixierbänder in Position gehalten wird. Seitlich finden sich an beiden Seiten Meshtaschen für Snacks oder Ähnliches, an was man evtl schnell herankommen will ohne den Rucksack abzunehmen.

Auf der Außenseite befindet sich oben ein kleineres Fach für die Fahrradbrille (Goggle), zwei kleine Meshtaschen und ein Schlüsselhaken vervollständigen das Fach mit dem Evoc-Aufdruck. Das untere, etwas größere Fach, bietet viel Platz für Flickzeug, Rad- oder Dämpferpumpe, ein kleines Tool uvm. Zur Außenseite hin sind zwei größere Fächer jeweils durch ein Klettverschluss und ein Reißverschluss gut verschließbar. Hier lassen sich Kleinteile gut und sicher verstauen.

Um den Fahrradhelm, egal ob Normal oder Full-Face-Helm zu verstauen, findet sich auf dem Außenfach noch das Helmfach, welches sich über die angebrachten Gurte & Schnallen schnell und leicht anpassen lässt.

Auf der Unterseite, wo bei vielen Rucksäcken die Regenhülle verstaut ist, findet sich beim Evoc FR Enduro 16l ein Fach mit zwei weitere Gurten zum Verstauen bzw. Anbringen von Schonern. Dazu werden die Gurte mit den Metallhaken in den dafür vorgesehene Schlaufen eingehängt und angezogen.

Zu guter letzt darf natürlich ein Fach auf dem Hüftgurt auch nicht fehlen. Dieser kleine Stauraum auf der rechten Flosse bietet platz für Händy oder z.B: einen Müsliriegel.

Helmhalterung an der Außenseite
Halterung für Trinkblase im Inneren
Klettgurte als Halterung für den Protektor

Unterwegs mit dem FR Enduro 16l Protektorrucksack

Wie oben schon erwähnt sitzt der FR Enduro 16l Protektorrucksack wie angegossen. Einmal angezogen bleibt er in der Regel auch genau da wo er hingehört. Das Einstellen über Hüft-, Schulter- und Brustgurt geht ratz-fatz und schon kann es auf’s Bike gehen. 

Für kürze Runden auf denen es nicht zu ruppig zu geht, empfiehlt es sich den Protektor rauszunehmen. Aber selbst wenn man dies nicht macht, merkt man kaum, das man einen Rucksack auf dem Rücken hat. 

In Sachen Belüftung gibt es auch nicht zu beanstanden. Egal ob an etwas kühleren Tagen mit einer Jacke drunter oder bei sommerlich warmen Temperaturen. Einen extrem schwitzigen Rücken hatte ich bislang bei keiner Ausfahrt. 

Und durch die separate Tasche für die Trinkblase sitzt auch diese fest im Rucksackinneren und „hüpft“ nicht umher wie in anderen vergleichbaren Rucksäcken. Bislang konnte ich den Rucksack noch nicht auf einem Flowtrail oder im Bikepark testen, aber ich bin mir ziemlich sicher das er mich auch da in keinster Weise enttäuscht.

Bei den ersten Ausfahrten in heimischen Gefilden war es auf Grund der regenreichen Tage stellenweise sehr schlammig unterwegs. Eine gröbere Verschmutzung lässt sich aber schnell mit etwas Wasser und einem Tuch schnell entfernen. Dabei hilf sicher das wasserabweisende Material der Rucksacks.

 

Diverse Fächer für Werkzeug uvm.
Gurt am Boden des Rucksacks zum fixieren von weiteren Protektoren
kleine Tasche am rechten Hüftgurt

Fazit

Du suchst eine wirklich durchdachten Bikerucksack für Wald, Trails oder Bikepark? Dann kommt der Evoc FR Enduro 16l Protektorrucksack aus jeden Fall für Dich in Frage. Okay, das Ding ist nicht ganz günstig, aber wenn man überlegt was man dafür bekommt, ist er jeden Cent wert.

Ich hatte noch keinen Rucksack der durch seine Passform so ideal sitzt. Und gerade hierbei überzeugt das System des Hüftgurts auf voller Linie. Dank des elastischen Hüftgurts in Kombination mit dem zusätzlichen Gurt sowie der Schnalle verrutscht hier gar nichts. 

Die Fächer sind wohl durchdacht und bieten bei 16 Liter Volumen ausreichend Platz für allerhand Material und Klamotten. Von mir gibts auf jeden Fall nen „Daumen hoch“ und eine absolute Kaufempfehlung.

Stefan Feldpusch

Stefan Feldpusch

Freelancer by doorout.com

Wenn es die Zeit zulässt, bin ich so oft es geht gerne aktiv draußen unterwegs. Egal ob Klettern, Bergsteigen, Wandern, Mountainbiken oder im Winter mit den Langlaufskiern. Im Sommer gerne mit dem Zelt oder dem Caddy-Camper unterwegs und noch dazu seit einigen Jahren Outdoor-Blogger mit Herz auf dem eigenen Blog www.see-you-on-the-outside.de, sowie als Klettertrainer beim DAV aktiv. Als Freelancer im Doorout-Team seit 2017.

Testbericht – Deuter Flyt 20

Testbericht – Deuter Flyt 20

Auch wenn man es ihm nicht ansieht, ist der Deuter Flyt ein Rucksack fürs Grobe. Ein Rucksack, der mitkommt, wenn es drauf ankommt und der dem Träger nicht nur eine bequeme Verstaumöglichkeit, sondern auch ein Plus an Sicherheit bieten soll. Mit seiner herausnehmbaren Protektorplatte ist er vor allem ein Rucksack für Enduro- und Downhill-Fahrer, macht sich aber auch auf dezenteren Trails oder, mit herausgenommener Protektorplatte, auch auf jeder anderen Fahrradtour bezahlt.

Der erste Eindruck

Ich besitze viele Rucksäcke, aber dieser Rucksack sticht hervor. In seinem auffälligen Goldgelb und den grünen Gurten ist er optisch schonmal ein Hingucker. Der Flyt fasst sich sehr stabil, sehr robust an, während die Schultergurte sehr dünn und weich gearbeitet wurden. Ins Material habe ich volles Vertrauen, aber das Tragesystem muss sich erstmal beweisen.

Material und Verarbeitung

Deuter hat hier zwei verschiedene Polyamid-Fasern verarbeitet. Einmal eine 210 Denier starke Variante mit einer Wassersäule von 1500mm (wasserdicht) und einmal das sogenannte ,,100D PA HIGH TENACITY“, hierbei handelt es sich um eine sehr dünne und somit leichte Faser, die durch enge Verwebung aber dennoch sehr abrieb- und reißfest ist. Die Nähte und Reißverschlüsse sind sauber verarbeitet, hier konnte ich auch nach mehreren Wochen intensiven Einsatzes keinerlei Verschleiß feststellen, das hätte mich bei Deuter allerdings auch gewundert.

Deuter Flyt 20 Fahrradrucksack
Kontaktrückensystem mit seinen beiden Airstripes

Praktikabilität

Bei diesem Modell sind es die kleinen, feinen Details, die mir besonders gefallen und die mir das Gefühl geben, das man sich hier wirklich überlegt hat, was der Kunde braucht und was einfach nur unnötig ist.

So hat man im Bodenfach verstaute Befestigungsriemen, die sich bei Bedarf herausnehmen lassen. Die Kompressionsriemen können mit einem Klett befestigt werden, damit überstehendes Material nicht herumflattert. Diese Riemen sind gleichzeitig extra lang, damit man damit einen Fullface-Helm am Rucksack befestigen kann. Für normale Helme sind zwei Clips an der Front, zum Einhängen.
Während das Hauptfach ein geräumiges Fach ohne Schnickschnack ist, befinden sich im Frontfach kleine Täschchen und Verstaumöglichkeiten für Reparaturzubehör ect..

Was vom Grundgedanken sehr gut, in der Umsetzung meiner Meinung nach aber etwas unpraktikabel ist, ist das Fach im Lendenbereich. Dieses Fach ist auch bei aufgesetztem Rucksack gut zu erreichen und soll die Möglichkeit bieten, Handys und/oder Kartenmaterial zu verstauen. Wenn man allerdings sein Handy dort verstauen möchte, stößt man auf die Auswölbung der Protektorplatte, um die man mühsam herum muss und wenn das Handy erstmal steckt, ist es eingeklemmt zwischen Protektorplatte und Gepäck.

herausnehmbare Protektorplatte
Frontfach mit kleinen Täschchen und Verstaumöglichkeiten für Reparaturzubehör ect..

Sicherheit und Komfort

Wie erwähnt, ist der Flyt ja ein Protektorrucksack, da er die Platte im Rücken hat, die den Träger im Falle eines Sturzes vor lebensbedrohlichen Wirbelsäulenverletzungen schützt. Was mich etwas erstaunt hat, ist das geringe Gewicht dieser Platte. Sie ist aufgeschäumt und daher sehr leicht. Sie funktioniert im Falle eines Sturzes wie ein Inmold-Helm, absorbiert also die Stoßenergie und verteilt sie um, so lassen sich Gewichtsminimalismus und Sicherheit unter einen Hut bringen. Ist man mal in moderatem Gelände unterwegs und möchte Gewicht reduzieren, lässt sich die Platte entfernen, indem man die entsprechende Reißverschlusstasche öffnet und die Platte einfach rauszieht.

Wie erwähnt, sind die Tragegurte des Flyt sehr dünn und weich, dennoch verteilen sie die Last ordentlich auf den Rücken und schmiegen sich angenehm an. Ist man in schnellen Wechselkuren oder in anderem sehr anspruchsvollem Gelände unterwegs, sitzt der Rucksack, sofern korrekt gepackt, perfekt am Rücken und bringt einen nicht aus dem Gleichgewicht. Meine Zweifel vom ersten Eindruck wurden also nicht bestätigt. Das Kontaktrückensystem sitzt mit seinen beiden Airstripes eng und fest am Rücken, sorgt aber auch für eine gewisse Belüftung.

Wer auch mal nachts unterwegs ist, bei starkem Nebel oder Regen auf der Straße fährt, der wird mit diesem Rucksack auch gut gesehen. An der Front, den Hüftflossen und den Schultergurten sind Reflektoren angebracht.

Fazit

Wenn ich lange Touren mache, oder den ganzen Tag Abfahrten mache, möchte ich einen Rucksack, der schnell und einfach zu bedienen ist, wo mir nicht irgendwelche nervigen, unnötigen Bändel im Wind umherwedeln und der es auch mal abkann, wenn er im Dreck landet. Und ich muss wirklich sagen, der Flyt hat mich hier überzeugt. Er hat an Außenbefestigungen alles, was man braucht, nicht mehr und nicht weniger und das, was da ist, ist durchdacht. Er sitzt in jeder Situation fest am Rücken und mein Equipment kann ich organisiert verstauen, damit ich nicht stundenlang meinen Kram zusammensuchen muss. Und wenn es einen wirklich mal hinhaut, tauscht Deuter innerhalb der zweijährigen Garantie die Protektorplatte kostenlos aus.

Klar, günstig geht anders. Aber für diesen Preis bekommt man einen absolut zuverlässigen Rucksack, der bei einem Sturz mein Leben retten kann.

Tim Wiegel

Tim Wiegel

Freelancer bei Doorout.com

Von Kleinauf draußen unterwegs, hat es ihn immer wieder in die verschiedensten Facetten des Outdoor-Sports getrieben. Neben dem Wandern und Bergsteigen ist er dann vor allem bei der Höhlenforschung hängengeblieben. Auf der Suche nach den letzten echten Abenteuern zieht es ihn immer wieder in die verborgene Unterwelt.

Testbericht Ballop Corso

Testbericht Ballop Corso

Trägst Du schon Barfußschuhe?  Wenn nicht, erkläre ich Dir jetzt ganz kurz, warum Du das ändern solltest.

Die Zeiten, in denen der Mensch im Lendenschurz durch die Steppe spaziert ist, sind zwar vorbei, allerdings hat unser Körper das noch nicht ganz registriert. Der Mensch ist ein Läufer, und zwar ein Barfußläufer, entsprechend ist seine Anatomie. Unsere Muskulatur ist darauf angewiesen, die durch den Untergrund hervorgerufenen Reize aufzunehmen und entsprechende Ausgleichsmaßnahmen treffen zu können. Nur so kann die Muskulatur vollumfänglich gesund und stabil bleiben. Nun tragen wir aber Schuhe, die gedämpft sind, damit unsere Gelenke vermeintlich beim Gehen geschont werden. Durch diese Dämpfung fehlt es unserer Muskulatur aber an den nötigen Reizen, sie weiß nicht mehr, auf was genau sie jetzt reagieren soll. Verkürzungen, Überreizungen und Unterentwicklungen der Muskulatur sind dadurch vorprogrammiert. Mit Barfußschuhen erhält man das urnatürliche Laufgefühl, stärkt seine Muskeln und Gelenke und hat trotzdem einen funktionalen Schutz des Fußes.

Warum der Ballop Corso?

Der Ballop Corso ist ein Barfußschuh für grobe Wege, bis hin zu weglosem Gelände. Das merkst Du daran, dass die Profilsohle sehr ausgeprägt ist, sie bietet Grip auf schwierigem Untergrund und bietet ein gesundes Optimum an Dämpfung. Je nachdem, was Du für ein Lauftyp bist und in welchem Zustand deine Gelenke und Muskeln sind, liefert Ballop jeweils zwei unterschiedlich starke Einlegesohlen im Karton mit, damit jeder das Beste aus seinem Schuh rausholen kann. Was ihn jetzt aber so besonders macht, ist sein Material. Denn sein Obermaterial besteht zu 70% aus Wolle. Wolle ist bekannt für Atmungsaktivität und eine optimale Schweißregulierung.

Ballop Corso
Norm & Gewicht
Norm & Gewicht

Was bringts?

Was Dir beim Tragen als allererstes auffallen dürfte, ist diese samtweiche Schicht, die den Fuß beim Hineinschlüpfen umschließt. Denn die Wolle sorgt für ein weiches, angenehmes Tragegefühl. Druckstellen oder unangenehme Reibung sind hier ausgeschlossen. Ähnlich wie Funktionskleidung aus Merinowolle sorgt auch beim Corso die Wolle für eine gute Temperaturregulierung und Atmungsaktivität, wodurch Schweißbildung und somit das Risiko für Blasen weitgehend verhindert wird. Und wenn es Dir wie mir geht und Du dich fragst, wie Du diesen Wollschuh wieder sauberkriegen sollst, wenn er mal richtig durchtränkt von Dreck ist, kommt hier die gute Nachricht: Der Ballop Corso ist bei 30° C in der Waschmaschine waschbar.

Die ersten Schritte

Ein Barfußschuh hat genauso wie der Fuß selbst keine Dämpfung an der Ferse. Dadurch würde bei einem normalen Laufstil die Energie beim Auftreten mit der Ferse direkt auf Deine Gelenke übertragen werden, was langfristig schädlich ist. Darum tritt man bei Barfußschuhen nicht zuerst mit der Ferse, sondern möglichst mit dem ganzen Fuß, bzw. dem Vorderfuß auf.

Hast Du diese Technik inne kannst Du mit dem Corso losstarten. Ich habe ihn zuerst in urbanem Gelände getragen, wo mir natürlich sofort aufgefallen ist, dass er eben ein Schuh fürs Gelende ist, denn die strake Profilsohle dämpft ordentlich. Trotzdem spürt man auf Pflastersteinen jede Fuge und das Barfußlaufgefühl bleibt auch hier erhalten.

Dann ging es natürlich in den Wald, über Stock und Stein. Steine und Stöcke sind alle spürbar, die Muskulatur hat hier ordentlich zu arbeiten, aber die Besohlung ist stark genug, dass keine spitzen Steine oder Äste in den Fuß stechen und man wirklich angenehm laufen kann. Nach vielen Tagen an Waldläufen kann ich am Schuh keinerlei Verschleißspuren feststellen. Die Nähte sind sauber verarbeitet und auch die Wolle bleibt in Form.

Innenansicht Helm
Norm & Gewicht
Norm & Gewicht

Fazit

Ich stand der Wolle anfangs etwas skeptisch gegenüber, wurde hier beim Laufen aber überzeugt, denn die Atmungsaktivität und Leichtigkeit des Corsos sind unschlagbar. Nur die Schnürung ist für meinen Geschmack etwas dick geraten und ohne Doppelknoten hält hier gar nichts. Dies ändert aber nichts am Laufkomfort.

Kurz und knapp: Ich bin begeistert! Ein leichter atmungsaktiver Schuh, der nicht nur im Laufgefühl natürlich ist, sondern auch bei den verwendeten Materialien.

Tim Wiegel

Tim Wiegel

Freelancer bei Doorout.com

Von Kleinauf draußen unterwegs, hat es ihn immer wieder in die verschiedensten Facetten des Outdoor-Sports getrieben. Neben dem Wandern und Bergsteigen ist er dann vor allem bei der Höhlenforschung hängengeblieben. Auf der Suche nach den letzten echten Abenteuern zieht es ihn immer wieder in die verborgene Unterwelt.

Petzl Sirocco

Petzl Sirocco

Immer mehr Bergsportler und Alpinisten trimmen ihr Ausrüstungsgewicht so weit es nur geht, denn je weniger Gewicht am Körper, desto flexibler ist man und umso weniger Energie wird benötigt. Kein Wunder also, dass renommierte Bergsportartikelhersteller, wie Petzl, dieses Klientel bedienen und Ultralight-Ausrüstung auf den Markt bringen, so wie den High-End Helm Sirocco von Petzl.

Er ist mit seinen 160g (Größe 1) der aktuell leichteste Helm der Welt und einer der beliebtesten obendrein. Doch was taugt dieses filigrane Leichtgewicht, wo macht sein Einsatz Sinn und wie sicher ist er?

Tim mit dem Petzl Sirocco
Helm, Seil, Eispickel und Co.
Innenansicht des Petzl Sirocco

Leichtbauweise

Im Sirocco ist so viel wie nötig und so wenig wie möglich Material verbaut. Rundherum wurden große Lüftungsöffnungen in den Helmkörper eingelassen, die neben einer optimalen Durchlüftung natürlich auch für ein dickes Minus an Gewicht sorgen. Der komplette Helm besteht aus zwei Hartschaum-Komponenten, einmal das Innenmaterial, ein EPS-Schaum (Styropor) und dann die Außenschale aus EPP-Schaum (expandiertes Polypropylen) zu deren Funktion ich später noch komme. Die Oberseite wurde mit einer Hartschalenplatte ausgestattet. Ein Rädchen, oder eine Schiene zur Anpassung des Helmes an den Kopf gibt es natürlich auch nicht, hier hat Petzl ein reines Gurtsystem verbaut, das allerdings erstaunlich gut funktioniert und natürlich einen Hauch von Nichts wiegt.

Komfort

Der Sirocco ist der mit Abstand bequemste Helm, den ich bisher getragen habe. Zum einen kommt das natürlich durch das geringe Gewicht, denn teilweise vergisst man tatsächlich, dass man überhaupt einen Helm aufhat. Zum anderen kommt das aber durch die Form des Helmes, denn er umfasst den ganzen Schädel und zieht hinten schön weit runter, dadurch wackelt nichts und hat man den kleinen Gurt einmal angezogen, sitzt der Helm wie angegossen. An der Stirn hat sich Petzl zu ein paar Gramm Luxus in Form einer kleinen, aber ausreichenden Polstereinlage hinreißen lassen, die sich aber abnehmen und austauschen lässt. Die Schnalle am Kinn wurde mit einem Magnetverschluss ausgestattet, was diese einhändig und mit dicken Handschuhen bedienbar macht.

Sicherheit

Zugegeben, auch ich hatte zu Beginn meine Zweifel, ob ich diesem ultraleichten Stück Styropor mein Leben anvertrauen sollte, doch die Zweifel waren unbegründet. Beim reinen Hartschalenhelm ist es so, dass man Schäden durch Stürze oder Steinschlag nicht direkt sieht, die Formbarkeit des Materials aber dennoch in der Regel  soweit beeinträchtigt wurde, dass die Hersteller zum Entsorgen raten. Außerdem haben Hartschalenhelme kein Material verbaut, dass die Stoßenergie wirklich absorbieren könnte, das einzige Material, was hier die Energie aufnimmt und weitergibt, ist der Kopf selbst.

Bei sog. Inmold- und High-End-Helmen (Sirocco) ist es so, dass der den Kopf umgebende Hartschaum (EPP und EPS) die gesamte Stoßenergie aufnimmt, sich entsprechend verformt und die Energie dadurch absorbiert. Man sieht die Schäden zwar deutlich und auch diese Helme müssen nach einem Sturz oder Steinschlag entsorgt, bzw. eingetauscht werden, dennoch schützt diese Konstruktion den Kopf effizienter. Beim Sirocco wird die weiche EPS-Innenschale von der harten EPP-Außenschale umgeben, das Aufeinandertreffen dieser unterschiedlich harte Materialien macht die Aufnahme und Umverteilung der Stoßenergie noch effizienter.

Befestigungssystem des Petzl Sirocco
Eindruckstelle nach Sturz
Eindruckstelle am Helm nach Sturz

Befestigungsmöglichkeiten

Durch zwei kleine Clips an der Stirn, einem an der Hinterseite und einem Riemen lassen sich Kopflampen aller Art anlegen. Außerdem sind an den Seiten winzige Löcher eingelassen, die das Befestigen des Visiers von Petzl ermöglichen.

Einsatzmöglichkeit

Durch seine Konstruktion kann er für nahezu jede Alpinsportart verwendet werden, vom Hochtourengehen, übers Eisklettern, Felsklettern, Bigwall-Klettern, sogar bis hin zum Skitourengehen, denn er ist mit der CE-Zertifizierung für Skitourenhelme ausgestattet.

Während er im Sommer den ganzen Tag am Kopf sitzen kann und jeden Hitzestau verhindert, lässt er sich im Winter perfekt an dickere Kopfbedeckungen anpassen und ist daher das richtige Gimmick für jedes Wetter und jede Jahreszeit.

Fazit

Man muss ihm vertrauen, dem Petzl Sirocco, aber wenn man ihn lässt, wird er zu einem treuen Begleiter, den man nicht mehr missen möchte. Gute Durchlüftung und angenehmes Tragegefühl, selbst bei extremer Hitze, wie wir sie die letzten Jahre zur genüge erlebt haben. Und vor allem ein Plus an Sicherheit! 

Ich bin letztes Jahr am Berg abgestürzt – ein Stein hat mich am Kopf getroffen, ich wurde ohnmächtig und bin 30 Meter einen sechzig Grad steilen Hang runtergestürzt. Saltos durch die Luft und immer wieder hart mit dem Kopf aufgeschlagen, hätte ich den Sirocco nicht aufgehabt, könnte ich diesen Bericht heute nicht mehr schreiben und der einzige Grund, weshalb ich ihn überhaupt noch aufhatte, denn an dieser Stelle des Abstieges hat man seinen Helm eigentlich seit über einer Stunde nicht mehr an, war das quasi nicht vorhandene Gewicht, wodurch ich ihn einfach aufließ, denn ob er auf dem Kopf sitz oder nicht, macht vom Gefühl her kaum einen Unterschied!

Tim Wiegel

Tim Wiegel

Freelancer bei Doorout.com

Von Kleinauf draußen unterwegs, hat es ihn immer wieder in die verschiedensten Facetten des Outdoor-Sports getrieben. Neben dem Wandern und Bergsteigen ist er dann vor allem bei der Höhlenforschung hängengeblieben. Auf der Suche nach den letzten echten Abenteuern zieht es ihn immer wieder in die verborgene Unterwelt.

Testbericht – Outdoorjacke Berghaus Vaskye Jacket Men

Testbericht – Outdoorjacke Berghaus Vaskye Jacket Men

Die richtige Wahl beim Griff zur richtigen Outdoorjacke ist insbesondere bei schwankenden Temperaturen trotz des kalendarsichen Winters nicht immer einfach. Daher habe ich mir das Modell Vaskye Jacket Men des Herstellers Berghaus anlässlich eines vierwöchigen Testes mal näher angeschaut.

Testorte

  • Outdoor

Testdauer

  • 4 Wochen

Wetter

  • Temperaturen zwischen 2 Grad minus bis 10 Grad plus
  • regnerisch
  • windig
  • sonnig
Frontseite der Vaskye Jacket Men
Rückseite der Vaskye Jacket Men
Gesamtansicht der Vaskye Jacket Men

Die Outdoorjacke „Vaskye Jacket Men“ im Test

Bereits beim Anziehen fällt das für eine Winterjacke ungewöhnlich geringe Gewicht von lediglich 510 Gramm auf.

Ein angenehmer Tragekomfort dieser Kunstfaserjacke ist sofort spürbar. Die leichte Isolierung aus „Hydroloft“ wärmt in der kalten Jahreszeit auch unterhalb des Gefrierpunktes. Durch die Atmungsaktivität ist bei Temperaturen von ca. 10 Grad kein Wärmestau und damit verbundenes Schwitzen festzustellen. 

An regnerischen Tagen punktet die „Vaskye“ durch ihre wasserabweisende Funktion mit welcher das Wasser einfach abtropft. Die verstellbare Contour-Kapuze sowie der Kinnschutz oberhalb des Frontreißverschlusses bieten einen guten und vor allem trockenen Schutz, der eine Aktivität auch bei Einsetzen eines Regenschauers sicherstellt.

Bereits nach ein paar Minuten im Warmen ist die Jacke abgetrocknet.

Eine sehr gute Winddichtigkeit auch bedingt durch Ärmelbündchen runden die Eigenschaften des robusten Pertex Quantum Materials ab, falls es mal etwas windiger/stürmischer werden sollte.

Auf Reisen ist die Jacke durch das kleine Packmaß eine gute und somit platzsparende Alternative zu anderen Modellen.

Neben den erwähnten Funktionalitäten sticht ein für „berghaus“ typisch sportliches und modernes Design ins Auge

Vaskye Jacket Men mit farblich abgesetzten Ärmeln und Kapuze
Wasser auf der Brustseite der Jacke
Wassertropfen auf dem Ärmel

Fazit

Der Griff zu richtigen Jacke fällt mir nach meinem Test wesentlich einfacher. Sämtliche Erfordernisse für die Winterzeit werden einwandfrei erfüllt. Das Preis-Leistungsverhältnis passt rundum.

Sascha Gramm

Sascha Gramm

www.sascha-lauftrainer.de

Seit über 20 Jahren aktiver Ausdauersportler, der immer auf der Suche nach neuen, sportlichen Herausforderungen ist. Mittlerweile auch als Laufrainer unterwegs, um Interessierten mit großer Freunde und Leidenschaft die zahlreichen Vorzüge des Laufens zu vermittlen. Für eine Challenge-Teilnahme mit Joey Kelly stand das Team von Doorout mit Rat und Tat zur Seite. Seitdem resultiert ein regelmäßiger Austausch zudem auch das Verfassen von diversen Blogbeiträgen zählt