Barfußschuh Ratgeber

Barfußschuh Ratgeber

Die Rückkehr zur natürlichen Art der Fortbewegung
Lesezeit: 20 min.Autor: Stefan Feldpusch

Barfußlaufen, die gesunde Art sich fortzubewegen

Barfußlaufen, eine Praxis, die so alt ist wie die Menschheit selbst, erlebt eine Renaissance als gesunde und natürliche Art der Fortbewegung. In einer Welt, in der Schuhe nicht nur als Schutz, sondern auch als Modeaussage gelten, entdecken immer mehr Menschen die Vorteile des Barfußgehens wieder.

Die Vorteile des Barfußlaufens sind vielfältig und wissenschaftlich belegt. Es stärkt die Muskulatur der Füße und Beine, verbessert die Körperhaltung und fördert ein bewussteres Gehen, das wiederum das Risiko von Fehlhaltungen und damit verbundenen Schmerzen reduzieren kann. Darüber hinaus wird die Durchblutung gefördert und das Immunsystem gestärkt, da die körpereigene Temperaturregulierung angeregt wird.

Barfußlaufen ist nicht nur eine Frage der Gesundheit, sondern auch des Lebensstils. Es vermittelt ein Gefühl der Freiheit und der Verbindung mit der Natur. In der Amish-Kultur beispielsweise ist das Barfußlaufen ein Symbol für Naturverbundenheit, insbesondere bei Kindern und Frauen. Diese Praxis spiegelt eine tiefe Wertschätzung für die natürliche Umgebung und eine bewusste Ablehnung von übermäßigem Konsum und künstlichen Einschränkungen wider.

Trotz der vielen Vorteile ist Barfußlaufen nicht für jeden geeignet. Experten empfehlen, langsam zu beginnen und die Füße allmählich an die neue Belastung zu gewöhnen, um Verletzungen zu vermeiden. Zudem sollte man auf die Hygiene achten und Orte meiden, wo Verletzungsgefahr durch scharfe Gegenstände besteht.

Barfußschuhe als Alternative zum klassischen Barfußlaufen

Barfußschuhe bieten eine Alternative für diejenigen, die die Vorteile des Barfußlaufens genießen möchten, ohne dabei auf einen gewissen Schutz zu verzichten. Sie simulieren das Barfußgefühl, während sie dennoch eine dünne Sohle als Barriere gegen die Elemente bieten.

Barfußschuhe sind keine bloße Modeerscheinung, sondern eine Bewegung hin zu natürlicherem Gehen und Laufen. In diesem Ratgeber erfährst du alles Wissenswerte über Barfußschuhe, ihre Vorteile, Materialien, Gesundheitsaspekte und Einsatzgebiete. Barfußlaufen oder das Laufen in Barfußschuhen wird von vielen Experten als eine gesunde und natürliche Art des Gehens angesehen und ist eine bereichernde Art sich Fortzubewegen, die sowohl den Körper als auch den Geist stärken kann.

Es ist eine Rückkehr zu unseren Wurzeln und eine Erinnerung daran, dass manchmal weniger mehr ist. Wer bereit ist, die Schuhe auszuziehen und die Welt unter seinen Füßen zu spüren, kann eine ganz neue Perspektive auf Gesundheit und Wohlbefinden gewinnen.

Dennoch ist es wichtig zu beachten, dass Barfußlaufen und das Laufen mit Barfußschuhen auch Risiken mit sich bringen kann, insbesondere wenn man sich nicht an verschiedene Untergründe anpasst oder bereits bestehende Fußprobleme hat. Menschen mit Diabetes oder anderen neurologischen Erkrankungen sollten vor dem Barfußlaufen einen Arzt konsultieren.

Barfuß im Wald laufen

Was sind überhaupt Barfußschuhe?

Barfußschuhe sind minimalistische Schuhe, die das Gefühl des Barfußgehens möglichst authentisch nachempfinden. Sie zeichnen sich durch eine flexible Sohle und eine geringe Sprengung aus. Dadurch soll eine natürliche Fußbewegung ermöglicht werden.

Barfußschuhe: Eine Revolution für die Füße

Diese Schuhe sind so gestaltet, dass sie die anatomische Form eines gesunden Fußes widerspiegeln und nicht die konventionelle spitze Form, die bei den meisten Schuhen zu finden ist. Der Vorderfußbereich ist breiter geschnitten, die Sohle ist dünn und flexibel, und es gibt keine Sprengung – das heißt, es besteht keine Höhendifferenz zwischen Vorfuß und Ferse.

Das Konzept der Barfußschuhe basiert auf der Idee, dass das Gehen in festen Schuhen, insbesondere solchen mit starker Dämpfung, nicht der natürlichen Gangart des Menschen entspricht. Viele Menschen treten in solchen Schuhen zuerst mit der Ferse auf, während geübte Barfußläufer eher mit dem Vorderfuß auftreten. Dieser sogenannte Ballengang soll nachweislich geringere Kräfte auf den Fuß ausüben und eine bessere Balancefähigkeit fördern, da der Körper direktes Feedback von Unebenheiten im Untergrund durch Rezeptoren an der Fußsohle erhält.

Barfußschuhe bieten trotz ihrer dünnen Sohlen Schutz vor scharfen Gegenständen, Schmutz und Nässe und ermöglichen es dem Träger, das Gefühl des Barfußgehens zu erleben, ohne dabei auf den Schutz eines Schuhs verzichten zu müssen. Sie sind in der Regel leichter als herkömmliche Schuhe und fördern einen natürlichen Laufstil, der die Fußmuskulatur stärkt und die Blutzirkulation verbessert.

Die Debatte über die Vorteile von Barfußschuhen ist jedoch nicht abgeschlossen. Während einige Studien die positiven Effekte des Barfußlaufens auf die Fußgesundheit und die Laufökonomie hervorheben, gibt es auch Stimmen, die auf einen Mangel an wissenschaftlichen Belegen für einige dieser Behauptungen hinweisen. Es wird empfohlen, dass sich Interessierte langsam an Barfußschuhe gewöhnen, um der Muskulatur Zeit zu geben, sich an die ungewohnte Belastung anzupassen.

Insgesamt bieten Barfußschuhe eine interessante Alternative zu traditionellen Schuhen und können für Menschen, die einen natürlicheren und gesünderen Laufstil suchen, eine wertvolle Ergänzung sein. Es ist jedoch wichtig, dass jeder Einzelne seinen eigenen Bedürfnissen entsprechend eine informierte Entscheidung trifft und gegebenenfalls fachkundigen Rat einholt, bevor er auf Barfußschuhe umsteigt.

auf dem Sprung mit Barfußschuhen am Strand
Ballop Barfußschuhe

Welche Vorteile bieten Barfußschuhe?

Barfußschuhe sind darauf ausgelegt, das natürliche Gehen und Laufen zu fördern und bieten eine Reihe von Vorteilen für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Träger.

Förderung einer natürlichen Fußstellung

Normale Schuhe mit Absätzen und dicken Sohlen können zu einer unnatürlichen Fußstellung führen. Barfußschuhe ermöglichen es den Füßen, sich auf natürliche Weise zu bewegen und fördert so eine gesündere Fußstellung.

Verbesserte Durchblutung

Durch das direkte Kontaktieren des Bodens können Barfußläufer eine bessere Durchblutung in den Füßen erleben, was dazu beitragen kann, die Gesundheit der Haut und der Gewebe in den Füßen zu verbessern.

Stärkung der Fußmuskulatur

Beim Laufen in Barfußschuhen arbeiten die Muskeln in den Füßen intensiver, um Stabilität und Balance zu gewährleisten. Dies kann dazu beitragen, die Fußmuskulatur zu stärken und die Fußgewölbe zu unterstützen.

Verbesserung der Balance und Koordination

Da das Laufen in Barfußschuhen eine direktere Verbindung zum Untergrund ermöglicht, müssen die propriozeptiven Rezeptoren in den Füßen und Beinen aktiver arbeiten, um Gleichgewicht und Koordination zu gewährleisten.

Stressreduktion auf Gelenke

Das Fehlen von stabilen Schuhen mit dicken Sohlen kann den Druck auf die Gelenke reduzieren, insbesondere wenn man auf weichem Untergrund wie Gras oder Sand läuft. Dies kann zu einer Verringerung von Gelenkschmerzen und -beschwerden beitragen.

Verbesserte Fußsensibilität

Barfußschuhlaufen ermöglicht es den Füßen, direkteren Kontakt zum Boden zu haben, was die Fußsensibilität erhöhen kann. Eine verbesserte Sensibilität kann dazu beitragen, Verletzungen vorzubeugen und eine bessere Kontrolle über die Fußbewegungen zu ermöglichen.

Förderung des natürlichen Abrollverhaltens

Die dünne und flexible Sohle der Barfußschuhe ermöglicht ein natürlicheres Abrollen des Fußes, was die Fußmuskulatur und das Fußgewölbe stärken kann.

Verbesserung der Körperhaltung

Durch die Stärkung der Fußmuskulatur können Barfußschuhe dazu beitragen, Fehlstellungen am Fuß zu korrigieren und die gesamte Körperhaltung zu verbessern.

Positive Auswirkungen auf Gelenke und Rücken

Einige Nutzer berichten, dass das Tragen von Barfußschuhen Schmerzen an Knie, Hüfte oder Rücken lindern kann, da sie eine gesündere Gangart fördern.

Stimulation der Fußreflexzonen

Der direkte Kontakt der Sohle mit dem Untergrund kann eine massierende Wirkung auf die Fußreflexzonen haben, was das allgemeine Wohlbefinden steigern kann.

Unterstützung eines achtsamen Lebensstils

Barfußschuhe können das Bewusstsein für den eigenen Körper und die Umgebung erhöhen und somit zu einem achtsameren Lebensstil beitragen.

Gesundheit der Füße

Barfußschuhe bieten mehr Zehenfreiheit und engen den Fuß nicht ein, was zu einer besseren Gesundheit der Füße führen kann.

Verbesserung des Gleichgewichts

Das Tragen von Barfußschuhen kann das Gleichgewicht verbessern und somit die Sturzgefahr reduzieren.

Gibt es Nachteile von Barfußschuhe?

Barfußschuhe sind in den letzten Jahren immer populärer geworden. Viele Menschen schwören auf die positiven Effekte, die das Tragen dieser minimalistischen Schuhe auf ihre Fußgesundheit und ihr allgemeines Wohlbefinden hat. Doch wie bei jeder Innovation gibt es auch hier potenzielle Nachteile, die es zu berücksichtigen gilt. Wobei der Begriff Nachteile hier nicht ganz zutreffend ist sondern man eher von Einschränkungen sprechen muss.

Einer der Hauptnachteile von Barfußschuhen ist, dass sie eine gewisse Eingewöhnungszeit erfordern. Die dünne und flexible Sohle, die für das Gefühl des Barfußlaufens sorgt, kann anfangs ungewohnt sein und zu Überlastungsschäden führen, wenn die Muskulatur des Fußes nicht schrittweise an die neue Belastung gewöhnt wird. Dies ist besonders für Einsteiger ein wichtiger Punkt, da die Umstellung von traditionellen Schuhen mit stärkerer Dämpfung und Unterstützung auf Barfußschuhe eine Anpassung der Lauftechnik erfordert.

Ein weiterer Nachteil ist, dass man durch die dünne Sohle jeden Untergrund spürt, was beim Laufen auf unebenen Flächen oder spitzen Gegenständen als unangenehm empfunden werden kann. Gerade in städtischen Umgebungen, wo der Boden mit Scherben oder anderen scharfen Objekten übersät sein kann, gilt es dies zu berücksichtigen.

Zudem sind Barfußschuhe nicht für jeden Fußtyp geeignet. Menschen mit bestimmten Fußfehlstellungen oder orthopädischen Problemen könnten feststellen, dass die minimalistischen Schuhe nicht genügend Unterstützung bieten oder sogar die bestehenden Probleme verschlimmern.

Barfußschuhe sind eine interessante Alternative zu traditionellen Schuhen die für viele Menschen Vorteile bieten können. Es ist jedoch wesentlich, dass man sich über die potenziellen Nachteile im Klaren ist und gegebenenfalls fachkundigen Rat einholt, bevor man sich für den Umstieg entscheidet.

Wie unterscheiden sich Barfußschuhe von normalen Schuhen?

Im Gegensatz zu herkömmlichen Schuhen bieten Barfußschuhe:

flache Sohle eines Barfußschuhs

Eine dünnere Sohle für eine bessere Bodenwahrnehmung.

Barfußschuh ohne Sprengung

Eine geringere Sprengung für eine natürlichere Fußposition.

breite Zehenbox beim Barfußschuh

Eine breitere Zehenbox, die Platz für eine natürliche Zehenstellung bietet.

Welche Materialien werden bei Barfußschuhen verwendet?

Bei der Herstellung von Barfußschuhen wird meist auf die Verwendung von natürliche und atmungsaktive Materialien gesetzt, die sowohl die Umwelt als auch die Gesundheit der Füße respektieren. Die Materialien, die bei der Herstellung dieser Schuhe verwendet werden, sind vielfältig und spiegeln häufig die Philosophie des natürlichen Gehens wider.

Eines der Hauptmaterialien, das in Barfußschuhen verwendet wird, ist Leder oder Lederimitat. Diese Materialien bieten eine natürliche Atmungsaktivität und sind oft die erste Wahl für Obermaterial bei Barfußschuhen. Für Veganer gibt es auch Alternativen wie Synthetik-Nubuk oder PU-Mikrofaser, die ähnliche Eigenschaften wie Leder bieten, aber ohne tierische Produkte hergestellt werden.

Ein weiteres wichtiges Material ist Mesh-Gewebe, das häufig für die Herstellung von atmungsaktiven und leichten Barfußschuhen verwendet wird. Dieses Material ermöglicht eine hervorragende Luftzirkulation und hält die Füße kühl und trocken. Für die Sohlen wird oft eine abriebfeste Gummisohle gewählt, die für optimalen Grip sorgt und gleichzeitig das Gefühl des Barfußlaufens nicht beeinträchtigt.

Darüber hinaus setzen einige Hersteller auf nachhaltige Materialien wie Tencel, eine Zellulosefaser, die aus Holz gewonnen wird und biologisch abbaubar ist. Dies zeigt das Engagement der Hersteller für umweltfreundliche Produktionsprozesse und nachhaltige Materialien.

Die Auswahl der Materialien bei der Herstellung von Barfußschuhen ist entscheidend für das Tragegefühl und die Funktionalität der Schuhe. Hersteller legen großen Wert darauf, dass die Schuhe nicht nur das Barfußgehen imitieren, sondern auch die Fußmuskulatur stärken und die Körperhaltung verbessern. Dies wird durch die Verwendung von Materialien erreicht, die Flexibilität und Komfort bieten, ohne die Umwelt zu stark zu belasten.

Gibt es nachhaltige Barfußschuhe?

In den letzten Jahren hat sich ein wachsendes Bewusstsein für Nachhaltigkeit in der Modeindustrie entwickelt, was somit auch bei Barfußschuhen der Fall ist. Diese Schuhe, die darauf abzielen, das natürliche Gehen zu fördern und die Gesundheit der Füße zu unterstützen, werden zunehmend auch unter dem Aspekt der ökologischen Verantwortung betrachtet.

Nachhaltige Barfußschuhe sind nicht nur eine Frage des Materials, sondern auch der Produktionsmethoden und des gesamten Lebenszyklus des Produkts. Einige Marken haben sich dieser Herausforderung gestellt und bieten Schuhe an, die sowohl die Umwelt als auch die Bedürfnisse der Verbraucher respektieren. Einige Marken setzen auf Materialien wie recycelten Kaffeesatz, Mais- oder Bambusgarn und PET-Flaschen, um ihre Schuhe herzustellen.

Diese Marken gehen jedoch über die Materialauswahl hinaus und berücksichtigen auch die Produktionsbedingungen. Viele von ihnen produzieren in Europa, um Transportwege zu verkürzen und die CO2-Bilanz zu verbessern. Darüber hinaus setzen einige Hersteller auf CO2-Kompensation durch Unterstützung von Regenwaldprojekten oder auf den Einsatz von Solaranlagen und eigenen Kläranlagen, um ihren ökologischen Fußabdruck weiter zu reduzieren.

Die Sohle macht bei Barfußschuhen den Unterschied: Sie ist besonders dünn und flexibel, um das Barfußgefühl zu ermöglichen. Dieses Design unterstützt nicht nur eine gesunde Fußmuskulatur und eine verbesserte Blutzirkulation, sondern ermöglicht es den Herstellern auch, Materialien effizienter zu nutzen und Abfall zu reduzieren.

Nachhaltige Barfußschuhe sind also mehr als nur ein modischer Trend; sie repräsentieren eine Bewegung hin zu verantwortungsvollerem Konsum und einer tieferen Verbindung zur Natur. Sie zeigen, dass es möglich ist, Stil und Komfort mit ökologischer und sozialer Verantwortung zu vereinen. Für Verbraucher, die auf der Suche nach solchen Optionen sind, bieten die genannten Marken eine vielversprechende Auswahl.

Barfußschuhe im Anstieg auf lockerem trockenen Untergrund
Pärchen mit Barfußschuhen auf Bank sitzend

Ist das Tragen von Barfußschuhen gesund für meine Füße?

Die Gesundheit der Füße und die Wahl des richtigen Schuhwerks sind wesentliche Aspekte für das allgemeine Wohlbefinden. Barfußschuhe, die eine natürliche Fußbewegung ermöglichen und die Fußmuskulatur stärken sollen, haben in den letzten Jahren an Popularität gewonnen. Doch wie gesund sind Barfußschuhe wirklich für unsere Füße?

Barfußschuhe zeichnen sich durch ihre dünne, flexible Sohle und eine breite Zehenbox aus, die den Zehen viel Platz bieten. Diese Eigenschaften sollen das natürliche Abrollverhalten des Fußes unterstützen und ein Gefühl vermitteln, als würde man barfuß laufen. Viele Anwender berichten von einer verbesserten Fußgesundheit und einem angenehmeren Laufgefühl.

Einige Orthopäden bestätigen, dass Barfußschuhe im Vergleich zu herkömmlichem Schuhwerk ein natürlicheres Gehverhalten ermöglichen können. Sie betonen jedoch auch, dass das Tragen von Barfußschuhen eine Gewöhnungsphase erfordert und nicht für jeden geeignet ist. Insbesondere Menschen mit bestimmten Fußfehlstellungen oder Vorerkrankungen sollten vor der Umstellung auf Barfußschuhe ärztlichen Rat einholen.

Es gibt auch Hinweise darauf, dass Barfußschuhe die Muskulatur und Bänder stärken können, was zu einer verbesserten Stabilität und weniger Fußbeschwerden führen kann. Allerdings ist es wichtig, die Schuhe schrittweise einzuführen und auf die Signale des eigenen Körpers zu achten. Ein abrupter Wechsel zu Barfußschuhen ohne angemessene Anpassungszeit kann zu Überlastung und Schmerzen führen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Barfußschuhe für viele Menschen gesundheitliche Vorteile bieten können, insbesondere wenn sie richtig und schrittweise eingeführt werden. Sie fördern ein natürlicheres Gangbild und können die Fußgesundheit unterstützen. Dennoch ist es wichtig, individuelle Bedürfnisse und mögliche Einschränkungen zu berücksichtigen und gegebenenfalls fachkundigen Rat einzuholen.

Barfußschuhe bei Hallux valgus? Eine Option für gesunde Füße

Barfußschuhe erfreuen sich wachsender Beliebtheit, nicht nur wegen des natürlichen Laufgefühls, das sie vermitteln, sondern auch aufgrund ihrer gesundheitlichen Vorteile. Eine häufig gestellte Frage ist, ob Barfußschuhe auch bei Fußfehlstellungen wie einem Hallux valgus getragen werden können. Die Antwort darauf ist nicht ganz einfach, denn sie hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Hallux valgus, eine Fehlstellung des großen Zehs, die oft durch zu enges und hochhackiges Schuhwerk verstärkt wird, kann zu Schmerzen und weiteren Fußproblemen führen. Barfußschuhe bieten durch ihre breite Zehenbox und das flexible Material den Zehen mehr Raum und können somit Druckstellen und Hautreizungen vorbeugen. Sie sind in der Regel flach, was eine gleichmäßige Gewichtsverteilung beim Gehen ermöglicht und somit die natürliche Fußbewegung fördert.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass bei bereits stark deformierten Füßen das Tragen von Barfußschuhen kontraproduktiv sein und die Beschwerden verschlimmern kann. In solchen Fällen sollte man vorsichtig sein und das Barfußlaufen oder das Tragen von Barfußschuhen langsam angehen, idealerweise nach Rücksprache mit einem Arzt oder Therapeuten.

Für Menschen mit leichteren Fehlstellungen oder einem beginnenden Hallux valgus können Barfußschuhe eine gute Wahl sein. Sie unterstützen die Kräftigung der Fußmuskulatur und können dazu beitragen, die natürliche Funktion des Fußes zu verbessern oder wiederherzustellen. Barfußschuhe bieten also bei Hallux valgus durchaus Vorteile, sofern sie richtig und bedacht eingesetzt werden. Sie können helfen, die Fußgesundheit zu fördern und das Wohlbefinden zu steigern. Wer jedoch bereits unter starken Deformationen oder Schmerzen leidet, sollte das Tragen von Barfußschuhen mit einem Fachmann besprechen.

Die Entscheidung, ob Barfußschuhe bei Hallux valgus geeignet sind, sollte also individuell und unter Berücksichtigung des Schweregrades der Fehlstellung getroffen werden. Eine fachkundige Beratung kann dabei helfen, die richtige Wahl zu treffen und die Vorteile von Barfußschuhen optimal zu nutzen.

Welches Einsatzgebiet gibt es für Barfußschuhe?

Die Einsatzgebiete für Barfußschuhe sind vielfältig und reichen von alltäglichen Aktivitäten bis hin zu spezifischen Sportarten.

Im Alltag bieten Barfußschuhe eine hervorragende Möglichkeit, die Füße zu trainieren und gleichzeitig Komfort zu bieten. Sie sind ideal für Menschen, die lange stehen oder gehen müssen, wie etwa im Büro oder beim Einkaufen. Durch ihre flexible Sohle ermöglichen sie eine bessere Wahrnehmung des Untergrunds und fördern eine gesunde Fußhaltung.

Für sportliche Aktivitäten sind Barfußschuhe besonders bei Läufern beliebt, die ein verbessertes Bodengefühl und eine stärkere Einbeziehung der Fußmuskulatur suchen. Sie sind auch für Kraftsportarten geeignet, da sie eine stabile Basis bieten und die natürliche Ausrichtung der Füße unterstützen. Im Bereich des Wanderns bieten spezielle Modelle mit robusteren Sohlen und wasserdichten Materialien Schutz und gleichzeitig das Barfußgefühl.

Es gibt auch spezielle Modelle für Kinder, die dabei helfen, die Fußmuskulatur von jungen Altersgruppen zu entwickeln und spätere Fehlstellungen vorzubeugen. Für Menschen mit bestimmten Fußbeschwerden oder Fehlstellungen können Barfußschuhe ebenfalls von Vorteil sein, da sie die Muskulatur stärken und die natürliche Fußfunktion unterstützen.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Barfußschuhe nicht für jeden geeignet sind. Personen mit Diabetes oder anderen Erkrankungen, die die Sensibilität der Füße beeinträchtigen, sowie Menschen, die orthopädische Einlagen benötigen, sollten vor der Verwendung von Barfußschuhen einen Fachmann konsultieren.

Im Groben und Ganzen lässt sich aber sagen, dass Barfußschuhe eine vielseitige Option für diejenigen darstellen, die ein natürlicheres Laufgefühl suchen und ihre Fußgesundheit verbessern möchten. Ob im Alltag, beim Sport oder in der Freizeit – Barfußschuhe bieten eine einzigartige Kombination aus Komfort und Funktionalität.

Barfußschuhe im Laden
vier Barfußschuhe auf Regalboden

Mit oder ohne Socken in die Barfußschuhe?

Die Frage, ob man Barfußschuhe mit oder ohne Socken tragen sollte, ist eine, die viele Barfußschuh-Träger beschäftigt.

Das Tragen von Barfußschuhen ohne Socken bietet das direkteste Haut-auf-Haut-Gefühl und kann die Sensibilität sowie die Bewegungsfreiheit des Fußes verbessern. Dies fördert die Stärkung der Fuß- und Beinmuskulatur und kann das Gleichgewicht verbessern. Zudem kann es zur Reduzierung der Hornhautbildung beitragen, da der Fuß nicht durch die Reibung von Socken und Schuhen belastet wird.

Auf der anderen Seite gibt es auch Argumente für das Tragen von Socken in Barfußschuhen. Socken können die Reibung zwischen Fuß und Schuh verringern, was Blasen und Scheuerstellen vorbeugen kann. Sie absorbieren Feuchtigkeit und Schweiß, was das Fußklima verbessert und unangenehme Gerüche verhindert. Zudem bieten sie einen gewissen Schutz vor Fremdkörpern, die in den Schuh gelangen könnten.

Die Entscheidung, ob man Barfußschuhe mit oder ohne Socken trägt, hängt letztendlich von den persönlichen Vorlieben und den spezifischen Bedingungen ab, unter denen die Schuhe getragen werden. In kalten Jahreszeiten oder bei längerem Aufenthalt im Freien können Socken zusätzliche Wärme bieten. Für diejenigen, die das maximale Barfußgefühl suchen, könnte das Tragen ohne Socken die bevorzugte Wahl sein.

Es ist wichtig zu beachten, dass Barfußschuhe nicht ausschließlich barfuß getragen werden müssen. Die Flexibilität, sie sowohl mit als auch ohne Socken zu tragen, ermöglicht es jedem Einzelnen, die für sich passende und bequemste Option zu wählen.

Insgesamt bieten Barfußschuhe eine einzigartige Möglichkeit, die natürliche Funktion und Gesundheit der Füße zu unterstützen. Ob mit oder ohne Socken, das Wichtigste ist, dass die Schuhe bequem sind und das Wohlbefinden fördern.

Gibt es wasserdichte und gefütterte Barfußschuhe?

Was passiert, wenn das Wetter umschlägt und die Straßen nass und kalt werden? Hier kommen wasserdichte und gefütterte Barfußschuhe ins Spiel, die Schutz vor den Elementen bieten, ohne die Vorteile des Barfußlaufens zu kompromittieren.

Die neuesten Modelle auf dem Markt bieten eine Vielzahl von Funktionen, die sie auch ideal für die kalte und nasse Jahreszeit machen. Sie sind mit wasserdichten Membranen ausgestattet, die die Füße trocken halten, während das Futter für zusätzliche Wärme sorgt. 

Für diejenigen, die sich für den Kauf von wasserdichten und gefütterten Barfußschuhen interessieren, ist es wichtig, auf die Qualität der Materialien und die Verarbeitung zu achten. Es lohnt sich, in hochwertige Schuhe zu investieren, die nicht nur den Elementen standhalten, sondern auch die Gesundheit und das Wohlbefinden der Füße fördern.

Wasserdichte und gefütterte Barfußschuhe sind also eine hervorragende Ergänzung für jeden, der auch bei schlechtem Wetter nicht auf das Barfußlaufen verzichten möchte. Mit der richtigen Pflege und Auswahl können diese Schuhe ein treuer Begleiter für alle Abenteuer sein, egal ob in der Stadt oder in der Natur.

Barfußschuhe für Kinder – eine gesunde Wahl für die Entwicklung der Füße

Barfußschuhe erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit, besonders wenn es um die Fußgesundheit von Kindern geht. Diese Schuhe sind so konzipiert, dass sie den natürlichen Bewegungsablauf des Fußes unterstützen und eine gesunde Entwicklung fördern. Aber sind sie wirklich empfehlenswert für Kinder?

Die meisten Kinder kommen mit gesunden Füßen zur Welt, aber Studien zeigen, dass etwa ein Drittel der Erwachsenen Fußfehlstellungen entwickelt, die oft auf ungeeignetes Schuhwerk zurückzuführen sind. Barfußschuhe bieten eine Lösung, indem sie den Füßen die Freiheit geben, sich natürlich zu bewegen und zu entwickeln. Sie simulieren das Barfußlaufen, was als die beste Form der Fortbewegung für die Fußgesundheit angesehen wird.

Barfußschuhe für Kinder sind in verschiedenen Modellen erhältlich, von Sandalen über Sneaker bis hin zu wintertauglichen Stiefeln. Wichtig bei der Auswahl ist, dass die Schuhe aus hochwertigen Materialien gefertigt sind und eine flexible Sohle haben, die den direkten Kontakt zum Boden ermöglicht. Dies stärkt die Fußmuskulatur und fördert das Gleichgewicht und die sensorische Wahrnehmung.

Eltern sollten beim Kauf von Barfußschuhen auf eine gute Passform achten und sicherstellen, dass genügend Platz für die Zehen vorhanden ist. Es ist auch ratsam, auf Nachhaltigkeit und schadstofffreie Materialien zu achten, da Kinderfüße besonders empfindlich sind.

Barfußschuhe sind also sehr wohl eine empfehlenswerte Option für Kinder, um eine gesunde Entwicklung der Füße zu unterstützen. Sie bieten eine natürliche Bewegungsfreiheit und können helfen, Fußprobleme im Erwachsenenalter zu vermeiden.

Das Barfußschuh Fazit

Wie wir jetzt ausfühlich gelesen haben, sind Barfußschuhe eine gute Alternative zu „normalen“ Schuhen für all diejenigen, die das natürliche Gehen neu erlernen oder wieder zurückgewinnen wollen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand und wurden weiter oben des öffteren angesprochen. Allerdings gibt es auch potenzielle Nachteile und Risiken. Während sie für viele eine gesunde Alternative zu traditionellen Schuhen darstellen, sind sie nicht für jeden geeignet. Bei Fußfehlstellungen oder bestimmten Vorerkrankungen wird empfohlen, vor dem Umstieg auf Barfußschuhe ärztlichen Rat einzuholen. Und wenn ich mich für Barfußschueh entschieden habe ist eine Anpassungsphase an das Laufen mit Barfußschuhen unbedingt erforderlich, da die Füße und der Körper sich an die „neue Art des Gehens“ gewöhnen müssen. 

Barfußschuhe in unserem Sortiment

Merrell

Ballop

Stefan Feldpusch

Stefan Feldpusch

Freelancer by doorout.com

Wenn es die Zeit zulässt, bin ich so oft es geht gerne aktiv draußen unterwegs. Egal ob Klettern, Bergsteigen, Wandern, Mountainbiken oder im Winter mit den Langlaufskiern. Im Sommer gerne mit dem Zelt oder dem Caddy-Camper unterwegs und noch dazu seit einigen Jahren Outdoor-Blogger mit Herz auf dem eigenen Blog www.see-you-on-the-outside.de, sowie als Klettertrainer beim DAV aktiv. Als Freelancer im Doorout-Team seit 2017.

Ratgeber Campingmöbel

Ratgeber Campingmöbel

Finde deine Traummöbel
Lesezeit: 15 min.Autor: Tim Wiegel

Bereit für die kommende Campingsaison? Wenn die Tage länger werden und das Wetter zum Verweilen unter freiem Himmel einlädt, ist es höchste Zeit, sich mit den besten Campingmöbeln auszustatten. In diesem Ratgeber zeigen wir dir, wie du die idealen Begleiter für deine Outdoor-Abenteuer findest – von bequemen Campingstühlen und entspannenden Liegen bis hin zu praktischen Feldbetten, geräumigen Campingschränken und robusten Campingtischen. Egal, ob du ein erfahrener Camper bist oder dieses Jahr zum ersten Mal das Zelt aufschlägst, die richtige Ausstattung kann dein Naturerlebnis erheblich bereichern.

Campingstühle

Egal ob lange Abende im Vorzelt, oder gemütliche Runden am Lagerfeuer – eine bequeme Sitzgelegenheit kann Gold wert sein. Wenn da nicht immer das Problem mit dem Stauraum und dem gewicht wäre. Campingmöbel sollen den Spagat zwischen Komfort und Praktikabilität schaffen.

Welche Arten von Campinstühlen gibt es?

Natürlich ist ein Campingstuhl nicht gleich ein Campingstuhl. je nachdem, wie du sitzen möchtest, wo du sitzen möchtest und wie du den Stuhl transportieren willst, gibt es unterschiedliche Modelle mit ihren jeweiligen Spezifikationen.

Mumienschlafsack Orbit -5 von Deuter

Komfort Klappstühle

Hier haben wir es definitiv mit der bequemsten Art Campingstühle zu tun. Die komfortablen Klappstühle bieten ein stabiles, ausgleichendes Polster, oft eine höhenverstellbare Kopfstütze und flexibel einstellbare Rückenlehnen. Die Armlehnen sind breit und Stellen, an denen Knie, oder Rücken am Material reiben sucht man vergebens. Natürlich gibt es hier auch einen kleinen Haken: Gewicht und Packmaß. Diese Stühle lassen sich zwar einfach zusammenklappen, sind aber dennoch relativ platzeinnehmend und schwer.

Mumienschlafsack Orbit -5 von Deuter

Leichte Klappstühle

Die leichteren Klappstühle bilden eine abgespeckte Version der Komfort-Stühle. Sie sind oft leichter und kleiner im Packmaß, bieten dafür allerdings immernoch beträchtlich viel Komfort. Rückenlehne und Sitzfläche sind meist wenig bis gar nicht gepolstert, dafür aber aus flexiblem Material gefertigt. Armlehnen findet man auch hier und nicht selten auch Getränkehalter. Jedoch sind diese Stühle meist niedriger im Rückenbereich und haben keine Kopfstütze.

Mumienschlafsack Orbit -5 von Deuter

Faltsühle

Faltstühle versuchen im Bereich Packmaß einen Schritt weiter zu gehen. Sie werden nicht zweidimensional zusammengeklappt, sonder verfügen meist über überkreuzt konstruierte Gestänge mit Gelenken und lassen sich dreidimensional zusammenschieben. Dadurch werden diese Stühle besonders schmal und lassen sich einfacher verstauen. Was den Komfort angeht, findet man hier von den ungepolsterten, leichten Stühlen bis zu gepolsterten, breiten Stühlen alles. Jedoch ist die Rückenlänge grundsätzlich eher niedrig und keine Kopfstütze vorhanden.

Mumienschlafsack Orbit -5 von Deuter

Ultraleichte Stühle

Wie der Name schon vermuten lässt, haben wir es hier mit den kleinen, leichten Modellen für den Rucksack, oder das letzte freie Eck im Kofferraum zu tun. Sie sind meist recht puristisch ausgestattet, bieten aber dennoch meist über ein überaschend hohes Maß an Komfort. Sie werden in der regel weder gefaltet, noch geklappt, sondern ähnlich wie ein Zelt in Gestänge und Stoff zerlegt, um auf ein möglichst geringes Packmaß zu kommen. Hier gibt es auch Modelle mit voller Rückenhöhe und tischgeeigneten Sitzhöhen.

Mumienschlafsack Orbit -5 von Deuter

Campingbänke

Romantische Abende zu zweit am Lagerfeuer, oder einfach mal etwas mehr Bewegungsfreiheit genießen – das ermöglichen dir faltbare Campingbänke. Sie funktionieren ähnlich wie die Faltsühle und werden dreidimensional zusammengeschoben. Hier findet man wieder Modelle mit puristischer Ausstattung und solche mit maximalem Komfort, je nachdem, wo die Ansprüche liegen, kannst du dich hier für mehr, oder eben weniger Packmaß und Gewicht entscheiden.

Mumienschlafsack Orbit -5 von Deuter

Aufblasbare Stühle

Wem ein klassischer campingstuhl nicht reicht und wer gerne beim Abendessen auf Wolken schweben möchte, der sollte über aufblasbare Campingstühle nachdenken. Sitzkomfort und Stabilität kommen nur durch die Luftkammern und können durch den Befüllungsgrad individuell eingestellt werden. Ist die Luft einmal rausgelassen werden die Stühle extrem flach und klein und lassen sich in jedem Kofferraum unterbringen.

Welcher Stuhl passt zu meiner Anatonmie?

Natürlich ist der Campingstuhl, der perfekt zu deiner Anatomie passt, der Idealfall. Allerdings kommt es hier ganz klar auf deine Ansprüche an: Wenn du nur für kürzere Zeit auf deinem Stuhl sitzt, im Freien und nicht an einem Tisch sitzt, oder einfach angeln möchtest, muss der Stuhl nicht ergonomisch optimal passen, sollte aber dennoch bequem sein. Es sollten keine reibungsstellen an den Kniekehlen, oder Oberschenkeln auftreten und dir sollten nicht die Beine einschlafen. Natürlich solltest du auch durch kurze Sitzzeiten keine Rückenschmerzen bekommen.

Wenn du einen perfekt passenden Stuhl suchst, auf dem du im Campingurlaub viel Zeit verbringen möchtest, dann gehe folgendermaßen vor:

1. Ergonomie und Rückenstütze: Achte darauf, dass der Stuhl eine gute Rückenstütze bietet. Modelle mit einer ergonomischen Rückenlehne, die sich der natürlichen Krümmung deines Rückens anpasst, sind ideal. Einige Stühle bieten auch verstellbare Rückenlehnen, die es ermöglichen, die Neigung anzupassen, um den Komfort zu maximieren.

2. Sitzhöhe und -tiefe: Die Höhe und Tiefe des Sitzes sind entscheidend für den Komfort. Deine Füße sollten flach auf dem Boden stehen können, und die Knie sollten einen Winkel von etwa 90 Grad bilden, wenn du sitzt. Zu hohe oder zu tiefe Sitze können den Druck auf deine Beine oder den Rücken erhöhen und Unbehagen verursachen.

3. Material und Polsterung: Prüfe das Material des Stuhls. Atmungsaktive Materialien wie Mesh-Gewebe sind besonders für warme Wetterbedingungen geeignet, da sie eine bessere Luftzirkulation ermöglichen. Eine ausreichende Polsterung kann zusätzlichen Komfort bieten, insbesondere bei längeren Sitzperioden.

4. Stabilität und Belastbarkeit: Der Stuhl sollte stabil sein und dein Gewicht sicher tragen können. Überprüfe die maximale Belastbarkeit des Stuhls und stelle sicher, dass er eine solide Konstruktion hat, die keine Wackelbewegungen zulässt.

5. Testen vor dem Kauf: Wenn möglich, teste den Stuhl vor dem Kauf. Setz dich hinein und verbringe einige Minuten darin, um ein Gefühl für den Komfort und die Unterstützung zu bekommen. Beachte, wie der Stuhl deinen Rücken und deine Beine unterstützt.

6. Verstellbarkeit und Anpassungsfähigkeit: Einige Stühle bieten zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten, wie verstellbare Armlehnen oder die Möglichkeit, die Sitzneigung zu verändern. Diese Funktionen können helfen, den Stuhl besser an deine Körpermaße anzupassen.

Welcher Stuhl für welche Aktivität?

Je nachdem wie du unterwegs bist und welche Ansprüche du an deinen Stuhl hast, kommen unterschiedliche Modelle für dich in Frage.

Campen mit Wohnmobil / Wohnwagen

Hier lohnt es sich, auf das Komfort-Modell zu setzen, vorausgesetzt natürlich, du hast genug Stauraum. Im Campingurlaub mit Wohnmobil, oder Wohnwagen und meist noch mit Vorzelt, möchte man doch gerne lange Frühstücken und Abends im Sonnenuntergang den urlaub genießen. Komfort und Stabilität sollten hier also an erster Stelle stehen.

Vanlife

Wenn du mit dem Bus unterwegs bist, lohnt es sich, auf die leichten Klappstühle, oder bequeme Faltsühle zu setzen. Der Stauraum ist hier natürlich auch nicht unendlich und trotzdem möchte man doch gerne Abends vorm Bus sitzen und ein wenig in die ferne schweifen. Leichte Klappstühle und faltsühle bieten dir hier einen guten Kompromiss.

Roadtrip

Auf Roadtrips sollte der Fokus auf Flexibilität und geringem Packmaß liegen. Zum einen wechselst du oft den Standort und zum anderen hast du nicht viel Platz im Auto. Es lohnt sich, hier in Richtung ultraleichter Campingstühle zu schauen, oder zumindest einen leichten, kleinen Faltstuhl zu wählen.

Trekking

Beim Trekking fällt die Wahl ganz klar auf den ultraleichten Stuhl. Der Stuhl muss im Rucksack Platz finden und das neben all den anderen wichtigen Dingen und darf nicht zu schwer ins Gewicht fallen, denn schließlich möchtest du deine Trekkingtour genießen können.

Angeln / Festivals

Hier kommen die Faltstühle zum Eeinsatz. Sie sind leicht zu transportieren und sind vor allem sehr robust und unempfindlich. Sie sind schnell aufgebaut und ebensoschnell abgebaut und unter den Arm geklemmt, ohne an SItzkomfort einzubüßen. Zum Angeln kann es sich lohnen, nach einem klassischen Falthocker zu schauen.

 

Salewa ALP TRAINER 20 WS in türkis

Campingliegen und Feldbetten

Mit einer Campingliege kommst du bequem durch den Sommer und ein Feldbett lässt dich Nachts durchschlafen. Hier erfährst du, wo die Unterschiede der einzelnen Campingliegen und Feldbetten liegen und wie du dein perfektes Modell findest.

Welche Arten von Campingliegen und Feldbetten gibt es?

Auch bei den Campingliegen gibt es deutliche Unterschiede und auch ein Feldbett ist nicht gleich ein Feldbett. Hier zeigen wir dir die Grundarten.

Mumienschlafsack Orbit -5 von Deuter

Campingliege

Die klassische Campingliege bietet dir eine bequeme Kombination aus Liegen und Sitzen, sodass du an schönen Tagen zwischen Sonnen und Lesen einfach wechseln kannst. Sie verfügen teilweise über Armlehnen und oft über Nackenstützen, um das Sitzen so komfortabel wie möglich zu machen, lassen sich aber soweit herunterklappen, dass du entspannt liegen kannst. Campingliegen werden ähnlich wie Klappstühle zusammengeklappt und lassen sich so, bei ausreichend Stauraum, im Fahrzeug transportieren.

Mumienschlafsack Orbit -5 von Deuter

Hybrid Campingliege

Die hybride Campingliege bildet einen Kompromiss aus Campingliege und Feldbett. Du genießt hier sämtliche Vorteile der Campingliege in Bezug auf verstellbares Rückenteil und gleichen Liege-, wie Sitzkomfort, hast allerdings auch die Option, das Rückenteil ganz herunterzuklappen und die Liege als Feldbett zu nutzen. Vorhandene Nackenstützen lassen sich hier einfach wegklappen, oder hochschieben und du erhältst ein vollwertiges Bett.

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Feldbett

Das Feldbett kommt immer dann zum Einsatz, wenn etwas mehr Komfort als auf der blanken Isomatte gewünscht ist. Hier bekommst du Abstand zum Boden und liegst kältegeschützter. Außerdem vereinfacht ein Feldbett natürlich das Aufstehen am Morgen. Hier findest du super leichte, klein verpackbare Varianten, die sich einfach im Auto und unter Umständen sogar im Rucksack unterbringen lassen, aber natürlich auch die Komfortwunder, die dann aber etwas mehr Gewicht und Packmaß mitbringen.

Wie finde ich die passende Campingliege?

1. Probieren geht über Studieren: Wenn möglich, teste verschiedene Liegen persönlich aus. Nutze diese Gelegenheit, um auf der Liege zu sitzen und dich hinzulegen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sie deinen Körper in verschiedenen Positionen unterstützt.

2. Passform und Größe: Die Liege sollte lang und breit genug sein, um deinen ganzen Körper zu unterstützen, ohne dass deine Füße überstehen oder deine Arme unbequem seitlich herunterhängen. Die Breite ist besonders wichtig, wenn du dazu neigst, dich im Schlaf zu drehen.

3. Rückenunterstützung: Achte darauf, dass die Liege eine ergonomische Rückenlehne hat, die sich den Konturen deines Rückens anpasst. Modelle mit verstellbaren Rückenlehnen sind besonders vorteilhaft, da sie es dir ermöglichen, die Neigung anzupassen, um optimalen Komfort beim Lesen, Entspannen oder Sonnenbaden zu erreichen.

4. Materialien: Die Materialwahl ist entscheidend für den Komfort. Liegen mit atmungsaktiven Stoffen wie Mesh sind ideal für heiße Klimazonen, da sie für eine gute Luftzirkulation sorgen. Polsterung kann zusätzlichen Komfort bieten, sollte aber wasserabweisend und schnell trocknend sein, um den Elementen standzuhalten.

5. Stabilität und Belastbarkeit: Überprüfe die Stabilität der Liege. Sie sollte robust genug sein, um deinem Gewicht standzuhalten, ohne zu wackeln oder zu kippen. Die maximale Belastbarkeit ist oft angegeben, also stelle sicher, dass sie über deinem Körpergewicht liegt.

6. Verstellbarkeit: Ein verstellbares Kopfteil oder eine verstellbare Rückenlehne kann dazu beitragen, deine bevorzugte Liege- oder Sitzposition zu unterstützen. Einige Modelle bieten auch verstellbare Beinteile, was zusätzliche Anpassungsmöglichkeiten für optimalen Komfort bietet.

7. Pflege und Wartung: Campingliegen, die leicht zu reinigen und zu warten sind, bieten langfristigen Wert. Materialien, die gegen Schimmel und UV-Strahlung resistent sind, sind besonders vorteilhaft, da sie die Lebensdauer der Liege verlängern.

8. Transportabilität: Wenn du planst, die Liege oft zu transportieren, solltest du ein leichtes, faltbares Modell in Betracht ziehen. Einige Liegen kommen mit Tragetaschen, die den Transport und die Lagerung erleichtern.

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Campingtische

Ein Campingtisch ist mehr als nur eine Ablagefläche; er ist das Zentrum deines Camps, wo Mahlzeiten zubereitet, Spiele gespielt und Pläne für den nächsten Tag geschmiedet werden. In diesem Abschnitt stellen wir dir verschiedene Arten von Campingtischen vor, erklären ihre Besonderheiten und helfen dir, das Modell zu finden, das am besten zu deinen Campinggewohnheiten passt.

Welche Arten von Campingliegen und Feldbetten gibt es?

Natürlich könnte man sagen, dass ein Tisch eine Ablagefläche auf Beinen ist, allerdings gibt es hier natürlich hohe, niedrige, große, kleine, schwere, leichte und so weiter und so weiter… Hier stellen wir dir die Unterschiede vor.

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Klapptische

Ähnlich wie bei den Klappstühlen, finden wir hier die komfortabelsten Tischmodelle. Sie verfügen meist über eine große, stabile Tischplatte, die maximal einmal geknickt wird. Die Tischbeine verfügen über Gelenke und lassen sich sehr flach an die Tischplatte anlegen, um ein möglichst geringes packmaß zu erhalten. Sie werden meist in klassischer Sitzhöhe angeboten, wie man es vom heimischen Küchentisch gewohnt ist. Hier finden auch die größeren Campingstühle und oftmals mittlere bis größere Gruppen Platz.

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Koffertische

Im Prinzip funktionieren Koffertische ähnlich wie die Klapptische. Die Beine lassen sich anwinkeln und meist noch zusammenfahren, um sie direkt an der Tischplatte zu positionieren. Die Tischplatte wird mittig zusammengeklappt. Die Platte ist mit einem breiten, stabilen Rand vershen, der eim Zusammenklappen die Tischbeine einschließt und aus dem zusammengeklappten Tisch einen tragbaren Koffer macht. Viel praktischer wird es wohl nicht mehr!

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Rolltische

Rolltische lassen sich nicht, wie der Name vermuten lässt, gänzlich zusammenrollen. Stattdessen kann hier die Tischplatte, die in einzelne, kleine Untersegmente aufgeteilt ist, zusammengerollt und das restliche Tischgestell klein zusammengefaltet werden. Dadurch bekommst du ein minimales Packmaß bei einem dennoch recht großen Tisch. Die Tischhöhe kann auch hier in normaler Sitzhöhe liegen, nur die Plattengröße beschränkt sich meist auf etwas kleiner Maße, aber dennoch ausreichend, um mit drei bis vier Leuten zu Essen.

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Höhenverstellbare Tische

Höhenverstellbare Tische bilden natürlich eher eine Überkategorie, haben aber jedoch ein paar besondere Eigenschaften, die es Wert sind, als gesonderte kategorie zu gelten. Höhenverstellbare Tische können sowohl Klapptische, als auch Koffertische und Rolltische sein. Ein höhenverstellbarer Tisch ermöglicht es nicht nur, die Tischhöhe an die Sitzhöhe anzupassen, sondern kann auch Unebenheiten im Boden der Campingwiese, oder des Stellplatzes ausgleichen. Oft wird hier mit stufenlosen Verstellmechanismen gearbeitet, die eine perfekte Anpassung ermöglichen. Wackelnde Tische waren gestern!

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Beistelltische / Picknicktische

Diese Tische kannst du dir neben deine Campingliege stellen, um ein Buch, oder ein Gläschen Rotwein abzustellen, oder aber du setzt auf eine klein verpackbare Variante und nutzt ihn als Picknicktisch. Hier werden oft Tische mit schönen, runden Tischplatten eingesetzt, mit breiten, bügelförmigen Klappbeinen. Diese Tische gibt es überwiegend als Klapptische, seltener als Rolltische, oder ultraleichte Tische. Ihr Einsatzzweck liegt weniger in der Anrichtung größerer Menüs, sondern eher als optischer Hingucker und praktische Ablagefläche.

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Ultraleichte Tische

Auch bei den Campingtischen kann es auf jedes Gramm ankommen. Die ultraleichten Tische finden in jedem Stauraum Platz und wiegen, wie der name schon sagt, möglichst wenig. Die Platte ist hier meist ein straff gespannter Stoff, der sich klein zusammenrollen lässt und dennoch über ausreichend Stabilität verfügt, um Essen und trinkend arauf abzustellen. Die Tischebeine, meist aus Aluminium, oder Carbon, werden wie ein Zeltgestänge zerlegt und dann in die „Tischplatte“ eingerollt.

Welcher Campingtisch für welche Aktivität?

Campen mit Wohnwagen / Wohnmobil

Hier bist du meist mit Vorzelt unterwegs und möchtest einen festen Essensplatz haben. Idealerweise nutzt du hier einen größeren Klapptisch, an dem finden alle Platz und auch gößere gerichte können serviert werden. Nutze eine höhenverstellbare Variante.

Vanlife

Nach einem langen Tag im Bus gemütlich Abendessen. Leider bietet ein Bus nicht unendlich viel Stauraum, sodass du hier nicht den größten und schwersten Tisch mitnehmen solltest. Setze auf einen leichten Rolltisch, oder einen Koffertisch, der einfach unter einen Sitz geschoben werden kann und groß genug ist, um zwei bis drei Leute zu verköstigen.

Trekking

 Hier kommt natürlich nur die ultraleichte Variante in Frage. Niemand wird eine größere Tischplatte durch die Wildnis schleppen. Ein ultraleichter Tisch ermöglicht dir Abends ein bequemes Essen und vor allem eine komfortablere Essenszubereitung, da du dich nicht bis zum Boden bücken musst. Ein ultraleichter Campingtisch findet in jedem Rucksack Platz.

Auspannen in der Sonne

Gutes Wetter, eine gemütliche Liege und ein gutes Buch, mehr braucht man doch nicht. Um diesen Entspannungstag abzurunden, nutze ein kleines Beistelltischchen, um Snacks und getränke immer Griffbereit zu haben.

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Campingschränke

Egal, ob du Platz für Kleidung, Küchenutensilien oder andere Campingausrüstung benötigst, ein gut gewählter Campingschrank kann deinen Campingplatz wesentlich komfortabler und funktioneller machen.

Welche Arten von Campingliegen und Feldbetten gibt es?

Möchtest du deine Kleidung unterbringen, Küchenutensilien verstauen, oder ein Multitaskingwunder mit Stauraum und Anrichte haben? Hier findest du die unterschiedlichen Campingschränke:

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Kleiderschränke

Ein Campingkleiderschrank fürs Zelt oder Vorzelt ist eine ideale Lösung, um Ordnung und Übersicht über deine Kleidung und Ausrüstung zu bewahren. Diese Schränke sind in der Regel leicht und faltbar, konstruiert aus einem robusten Aluminium- oder Stahlrahmen, der mit strapazierfähigen, wetterbeständigen Stoffen bespannt ist. Die Fächer und Regale bieten ausreichend Platz für alles von Kleidung bis hin zu kleinen Accessoires, während Reißverschlusstüren Staub und Feuchtigkeit fernhalten und gleichzeitig einen einfachen Zugang ermöglichen. Viele Modelle verfügen zudem über zusätzliche Außentaschen für Kleinigkeiten, die schnell zur Hand sein müssen. 

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Küchenschränke

Ein Campingküchenschrank ist eine unverzichtbare Ergänzung für jeden Zelt- oder Vorzeltkochbereich, besonders wenn es um die Organisation und den schnellen Zugriff auf Küchenutensilien und Lebensmittel geht. Diese Schränke sind in der Regel aus einem leichten, aber stabilen Rahmen gefertigt, oft aus Aluminium, und mit langlebigen, leicht zu reinigenden Materialien wie Polyester oder Nylon bespannt. Einige Modelle bieten eine robuste, hitzebeständige Arbeitsfläche für die Zubereitung von Speisen oder das Abstellen von heißen Töpfen. Darunter befinden sich mehrere Regale oder Fächer, die genug Stauraum für Töpfe, Pfannen, Geschirr und Vorräte bieten. Zusätzliche Features wie integrierte Windschutzvorrichtungen für Kocher oder spezielle Halterungen für Gewürze und Kochwerkzeuge erhöhen die Funktionalität. Durch seine Faltbarkeit lässt sich der Campingküchenschrank leicht transportieren und aufbauen, was ihn zum perfekten Helfer für kulinarische Abenteuer in der freien Natur macht.

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Nachttischschränke

Oft aus leichtem, aber stabilem Material wie Aluminium gefertigt, bietet es eine kompakte, aber effiziente Ablagefläche für persönliche Gegenstände, die man nachts gerne in Griffnähe hat, wie Taschenlampen, Bücher oder Mobiltelefone. Viele Modelle sind faltbar und lassen sich somit einfach transportieren und verstauen. Zusätzlich kann ein solches Schränkchen mit einem oder mehreren Fächern ausgestattet sein, die durch Reißverschlüsse oder Stofftüren geschützt sind, um Inhalte vor Staub und Feuchtigkeit zu schützen.

Wann macht ein Campingschrank Sinn?

Natürlich musst du für einen Roadtrip, oder eine Trekkingtour nicht extra einen campingschrank organisieren. Dieser macht vor allem dann Sinn, wenn du länger an einem Ort bleibst und dich sozusagen häuslich einrichtest. Gerade in einem Vorzelt, oder einem Familienzelt kann es schnell unordentlich werden, wenn mehrere Personen hier ihren Tag verbringen. Also organisiere den Wohnraum effizient durch mit einem Campingschrank.

Küchenschränke kommen meist bei den Familienzelten zum Einsatz, denn im Wohnwagen und Wohnmobil ist meist eine Küche vorhanden. Hier solltest du darauf achten, dass ein Windschutz verbaut ist, damit dir die Flamme nicht ausgeht und nicht zu viel Essensgerüchte ins Zeltinnere ziehen.

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Tim Wiegel

Tim Wiegel

Team Marketing

Von Kleinauf draußen unterwegs, hat es ihn immer wieder in die verschiedensten Facetten des Outdoor-Sports getrieben. Neben dem Wandern und Bergsteigen ist er dann vor allem bei der Höhlenforschung hängengeblieben. Auf der Suche nach den letzten echten Abenteuern zieht es ihn immer wieder in die verborgene Unterwelt.

Sportbrillen Ratgeber

Sportbrillen Ratgeber

Welche Brille ist die Richtige?
Lesezeit: 20 min.Autor: Stefan Feldpusch

Wenn du gerne draußen aktiv bist, weißt du, wie wichtig eine gute Sportbrille ist. Wenn wir von Sportbrillen sprechen, reden wir in der Regel von speziell entwickelte Sonnenbrillen. Diese Sonnenbrillen schützten deine Augen nicht nur vor der Sonneneinstrahlung, sondern auch vor Wind, Staub, Insekten und anderen Einflüssen. Außerdem verbessert sie deine Sicht und reduziert die Blendung. Aber welche Sonnenbrille ist die richtige für dich? In diesem Ratgeber erfährst du alles, was du über Sportbrillen für den Outdoorbereich wissen musst.

Welche unterschiedliche Sportbrillen gibt es?

Je nachdem, welche Outdooraktivität du ausübst, brauchst du eine andere Art von Sonnenbrille. 

UVEX Sportstyle 312 Sportsonnenbrille

Sportbrillen zum Wandern

Zum Wandern empfiehlt sich eine Sonnenbrille die leicht, bequem und robust ist. Die Gläser sollten einen guten Kontrast bieten und die Farben natürlich wiedergeben. Außerdem sollte die Brille einen ausreichenden UV-Schutz haben und nicht zu dunkel sein, damit du auch bei wechselnden Lichtverhältnissen gut siehst. Mit Sportbrillen der Kategorie 2-3 bist du hier gut beraten. Wenn du Touren in höherem Alpinen Gelände unternimmst, benötigst du eine Brille, die deine Augen gut umschließt und vor starker Sonneneinstrahlung schützt. Über 3000 Metern ist daher eine Brille der Kategorie 4 sinnvoll. Sportbrillen mit Photocromatischen Gläser sind praktisch, weil sie sich automatisch an das Licht anpassen.

Julbo Shield Sonnenbrille

Sportbrillen für den Bergsport

Wenn du die Vielfalt des Bergsports genießen möchtest, sei es beim Klettern, Trailrunning oder Wandern in niedrigeren Lagen oder bei Hochtouren in den Hochalpen, ist eine geeignete Sonnenbrille unverzichtbar. In niedrigeren Regionen, wo die UV-Strahlung und die Reflexion des Lichts weniger intensiv sind, reicht oft eine Sonnenbrille der Schutzkategorie 2 oder 3. Diese Gläser bieten ausreichenden Schutz und sind weniger dunkel, was eine bessere Sicht bei wechselnden Lichtverhältnissen ermöglicht. Für hochalpine Abenteuer, wo du hohen Gipfeln begegnest und in Eis und Schnee unterwegs bist, sind Sonnenbrillen der höchsten Schutzkategorie (Kategorie 4) erforderlich.

UVEX Sportstyle 802 V Sportsonnenbrille

Fahrradbrillen

Beim Radfahren benötigt es wieder eine andere Art Sportbrille. Es empfiehlt sich eine Sonnenbrille, die deine Augen nicht nur vor UV-Strahlung schützt, sondern auch vor Fahrtwind und möglichen Fremdkörpern, wie z.B. Staub und Insekten. Es gibt verschiedene Arten von Fahrradbrillen, die je nach Einsatzgebiet unterschiedliche Eigenschaften haben. Sie sollten aber alle einen UV-Schutz bieten und bruchsicher sein. Rennradbrillen sind in der Regel leicht, aerodynamisch und bieten ein großes Sichtfeld. Sie haben oft verspiegelte oder polarisierte Gläser, die die Blendung reduzieren und den Kontrast erhöhen. Brillen zum Mountainbiken sind robuster, flexibler und widerstandsfähig. Sie haben meist ein rahmenloses oder halbrahmenloses Design, das die Sicht nicht einschränkt. Bei einigen dieser Modelle lassen sich die Gläser auswechseln, um die Brille an unterschiedliche Lichtverhältnissen anpassen zu können.

UVEX athletic CV Ski- und Snowboardbrille

Wintersportbrillen

Wintersportbrillen sind ein wichtiges Accessoire für alle, die im Schnee aktiv unterwegs sind. Sie schützen die Augen vor UV-Strahlen, Wind, Schnee und Eis und sorgen für eine bessere Sicht bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen. Doch nicht jede Brille passt zu jeder Sportart. Ski- und Snowboardbrillen sind meist größer und bieten ein breites Sichtfeld. Sie haben oft eine sphärische Scheibe, die weniger verzerrt und mehr Kontrast bietet. Außerdem bieten sie einen guten Sitz und einen hohen Tragekomfort. Sie sollten außerdem über eine gute Belüftung verfügen, um ein Beschlagen zu vermeiden. Langlaufbrillen sind hingegen kleiner und leichter. Sie haben meist eine zylindrische Scheibe, die flacher ist und weniger Gewicht hat. Sie sollten eng am Gesicht anliegen, um einen optimalen Windschutz zu bieten. Skitourenbrillen sind eine Mischung aus Ski- und Langlaufbrillen. Auch hier haben manche Modelle Wechselgläser um die Brille, je nach Wetterlage, anpassen zu können. Je nach Höhe der Skitour sind Brillen der Kategorie 2 bis 4 angebracht.

Julbo Slack Sonnenbrille

Freizeit und Lifestyle-Sportbrillen

Freizeit und Lifestyle sind zwei Begriffe, die oft zusammengehören. Viele Menschen möchten in ihrer Freizeit nicht nur entspannen, sondern auch ihren persönlichen Stil ausdrücken. Dafür eignen sich Freizeit und Lifestyle-Sportbrillen, die modisch und praktisch zugleich sind. Diese Sonnenbrillen, die für leichte Freizeitaktivitäten wie Spaziergänge, Picknicks oder Stadtbummel konzipiert sind, haben meist ein schickes Design, das zu verschiedenen Outfits passt. Allerdings sind sie nicht für intensive Sportarten wie Radfahren, Laufen oder Klettern geeignet. Dafür fehlen ihnen oft wichtige Eigenschaften wie gummierte Nasenstege oder Bügelenden, die für einen festen Sitz sorgen. Auch der Schutz vor UV-Strahlen, Blendung oder Wind ist bei Freizeit und Lifestyle-Sportbrillen oft geringer als bei spezialisierten Sportbrillen.

Trailrunnerin mit Sportbrillen in den Bergen
zwei Kinder mit Sonnenbrillen im Schnee

Welche unterschiedlichen Schutzkategorien gibt es bei Sportbrillen?

Die Schutzkategorie einer Sportbrille gibt an, wie viel Licht sie durchlässt. Je höher die Schutzkategorie, desto dunkler ist die Brille. Die Schutzkategorie richtet sich nach der Lichtintensität der Umgebung, in der Du Dich aufhältst. Der Wert der angibt, wie viel sichtbares Licht eine Sportbrille durchlässt, ist der VLT Wert (Visible Light Transmission). Je höher der VLT Wert, desto heller ist die Brille. Je niedriger der VLT Wert, desto dunkler ist die Brille. Der VLT Wert ist wichtig, um die passende Sportbrille für verschiedene Lichtverhältnisse zu wählen. Zum Beispiel eignen sich Brillen mit einem hohen VLT Wert für bewölkte oder neblige Tage, während Brillen mit einem niedrigen VLT Wert für sonnige Tage oder Touren in Schnee und Eis besser sind.

Kategorie 0

Bei Brillen der Kategorie 0, die 80 bis 100 Prozent des Lichts durchlassen, handelt es sich um Modelle, die sich für bewölkte oder dunkle Tage eignen. Sie bieten keinen Blendschutz und werden oft als modisches Accessoire getragen. Freizeit- und Lifestylebrillen findest du vor allem in dieser Kategorie.

Kategorie 1

Für bedeckte oder neblige Tage sind Brillen der Kategorie 1 ideal, da sie 43 bis 80 Prozent des Lichts filtern. Mit ihrem geringen Blendschutz bieten sie eine leichte Tönung. Bei Brillen dieser Kategorie handelt es sich auch eher um Brillen aus dem Bereich Freizeit- und Lifestyle.

Kategorie 2

Brillen der Kategorie 2 sind für sonnige oder wechselhafte Tage konzipiert, da sie 18 bis 43 Prozent des Lichts durchlassen. Sie verfügen über einen mittleren Blendschutz und stellen die normale Tönung dar. In dieser Kategorie findest du Sportbrillen zum Radfahren und Wandern

Kategorie 3

Für helle oder sehr sonnige Tage eignen sich Brillen der Kategorie 3, die 8 bis 18 Prozent des Lichts durchlassen. Sie haben einen hohen Blendschutz sowie eine starke Tönung. In Diesem Bereich findest du Brillen für den Bergsport sowie Brillen für den Wintersport.

Kategorie 4

Für extreme Lichtverhältnisse, wie sie im Hochgebirge oder auf dem Gletscher vorkommen, sind Brillen der Kategorie 4 mit einem Lichtdurchlass von 3 bis 8 Prozent vorgesehen. Sie bieten einen sehr hohen Blendschutz und eine sehr starke Tönung. ACHTUNG: diese Brillen sind für den Straßenverkehr nicht geeignet.

UV-Schutz bei Sportbrillen

Neben der Schutzkategorie ist auch der UV-Schutz einer Sportbrille wichtig. UV-Strahlung ist die unsichtbare Strahlung der Sonne, die Haut und Augen schädigen kann. Es gibt drei Arten von UV-Strahlung: UVA, UVB und UVC. UVA-Strahlung dringt tief in die Haut ein und kann zu vorzeitiger Hautalterung und Faltenbildung führen. UVB-Strahlung dringt weniger tief in die Haut ein, kann aber zu Sonnenbrand und Hautkrebs führen. UVC-Strahlung ist die gefährlichste Art von UV-Strahlung, wird aber zum Glück von der Ozonschicht absorbiert.

Eine gute Sonnenbrille sollte deine Augen vor allen drei Arten von UV-Strahlung schützen. Der UV-Schutz einer Sonnenbrille wird in Prozent angegeben und sollte mindestens 99 Prozent betragen. Um sicherzugehen, dass eine Sonnenbrille einen ausreichenden UV-Schutz hat, solltest du auf das CE-Zeichen achten, das die Einhaltung der europäischen Norm EN ISO 12312-1 garantiert.

Welche Rolle spielt die Farbe der Brillengläser?

Die Farbe der Brillengläser beeinflusst nicht nur das Aussehen einer Sonnenbrille, sondern auch die Wahrnehmung der Umgebung. Je nach Farbe können die Brillengläser bestimmte Farben verstärken oder abschwächen, den Kontrast erhöhen oder verringern und die Stimmung beeinflussen.

Graue Gläser

Für alle Lichtverhältnisse geeignet sind graue Gläser, da sie als die neutralsten gelten und Farben sehr natürlich darstellen. Sie bieten einen hohen Tragekomfort, insbesondere für Menschen mit lichtempfindlichen Augen.

Braun Gläser

Wenn es um die Verstärkung von warmen Farbtönen geht, sind braune Gläser ideal. Rot, Orange und Gelb werden betont und der Kontrast wird erhöht. Diese Gläser sind optimal für sonnige bis wechselhafte Lichtbedingungen und bieten Vorteile im Straßenverkehr oder beim Wassersport.

Grüne Gläser

Grüne Gläser verstärken die grünen Farben von z.B. Gras, Bäumen oder Pflanzen und erhöhen den Kontrast. Sie eignen sich für sonnige oder wechselhafte Tage und sind besonders gut für den Golfplatz oder Aktivitäten im Wald geeignet.

Blau Gläser

An bewölkten oder nebligen Tagen kommen blaue Gläser zum Einsatz, die kühle Farben wie Blau, Violett oder Türkis hervorheben und den Kontrast mindern. Sie sind besonders vorteilhaft für Schneegebiete oder das Meer.

Gelb Gläser

Die Sicht bei schlechten Lichtverhältnissen verbessern gelbe Gläser, indem sie helle Farben wie Weiß, Beige oder Rosa verstärken und den Kontrast erhöhen. Sie sind ideal für dunkle oder neblige Tage und bieten Vorteile beim Skifahren oder nächtlichen Autofahren.

Rot Gläser

Für ein intensives Farberlebnis sorgen rote Gläser, die rote Farbtöne wie z.B. von Blut, Feuer oder Tomaten hervorheben, allerdings den Kontrast reduzieren. Sie sind für bewölkte oder neblige Tage geeignet und unterstützen sportliche oder abenteuerliche Aktivitäten.

Was versteht man unter Flash-, verspiegelten und getönten Brillengläsern?

Flash-Brillengläser

Sportbrillen mit Flash-Brillengläser haben eine dünne Schicht aus reflektierendem Material auf der Oberfläche, die das Licht in verschiedenen Farben reflektiert. Dieser Effekt ist aber nur aus einem bestimmten Winkel oder unter bestimmten Lichtverhältnissen sichtbar. Brillen mit Flash-Gläsern sind modisch und reduzieren die Blendung, bieten aber keinen zusätzlichen Schutz vor UV-Strahlen.

Verspiegelte Brillengläser

Verspiegelte Brillengläser haben eine vollständige Beschichtung aus reflektierendem Material auf der Oberfläche, die das meiste Licht zurückwirft. Sie sind ideal für helle Umgebungen wie Schnee oder Wasser, da sie die Blendung stark reduzieren. Sie bieten auch einen hohen Schutz vor UV-Strahlen, aber sie können die Farbwahrnehmung verändern.

Getönte Brillengläser

Getönte Brillengläser haben eine gleichmäßige Färbung auf der gesamten Oberfläche, die das Licht teilweise absorbiert. Sie sind in verschiedenen Farben erhältlich, die die Sicht und den Kontrast verbessern können. Sie bieten einen moderaten Schutz vor UV-Strahlen, aber sie können die Helligkeit reduzieren.

Was sind polarisierende Sportbrillen?

Polarisierende Sportbrillen sind Sonnenbrillen, die mit einem speziellen Filter ausgestattet sind, der horizontale Lichtwellen blockiert. Horizontale Lichtwellen sind diejenigen, die von glatten Oberflächen wie Wasser, Schnee oder Asphalt reflektiert werden und eine Blendung verursachen. Polarisierende Sportbrillen reduzieren also die Blendung und verbessern die Sicht.

Vor- und Nachteile von polarisierenden Brillen

verbessern den Kontrast und die Farbwiedergabe
reduzieren die Augenbelastung und die Ermüdung
erhöhen die Sicherheit und den Komfort
teurer als normale Sonnenbrillen
manche Bildschirme oder Displays sind schwerer lesbar
können manche Farben verändern oder verfälschen

Wie erkennt man eine Sportbrille mit polarisierenden Brillengläsern?

Es gibt einige einfache Möglichkeiten, um zu testen, ob eine Sonnenbrille polarisiert ist oder nicht.

 

  • Die 90-Grad-Methode: Halte die Sportbrille vor eine reflektierende Oberfläche wie Wasser oder Glas und drehe sie um 90 Grad. Wenn die Oberfläche dunkler wird, ist die Brille polarisiert. 
  • Die Bildschirm-Methode: Hierbei hältst du die Sportbrille vor einen LCD-Bildschirm wie einen Computermonitor oder ein Smartphone und drehst sie um 90 Grad. Wenn der Bildschirm schwarz wird, ist die Brille polarisiert.
  • Die Vergleichs-Methode: Vergleiche die Sonnenbrille mit einer anderen Brille, von der du weißt, dass sie polarisiert ist. Halte beide Brillen vor eine reflektierende Oberfläche oder einen LCD-Bildschirm und drehe sie um 90 Grad. Wenn sich beide Brillen gleich verhalten, sind sie entweder beide polarisiert oder beide nicht polarisiert. 
Wanderer mit Sonnenbrille blickt auf schneebedeckte Berge
Kletterer mit dunkler Sportbrille an der Felswand

Bestimmte Glastechnologien der Herstellern

Die Qualität einer Sportbrille hängt vor allem von den Gläsern ab. Die Gläser bestimmen, wie gut du die Farben und Kontraste siehst, wie viel Licht durchgelassen wird und wie widerstandsfähig sie gegen Kratzer sind. Einige Hersteller von Outdoor-Sonnenbrillen haben eigene Glastechnologien entwickelt, die speziell auf die Bedürfnisse von Sportlern zugeschnitten sind. Ein Beispiel ist Julbo, ein französischer Hersteller, der seit über 130 Jahren Sonnenbrillen für Bergsteiger, Skifahrer und andere Outdoor-Enthusiasten produziert. Julbo bietet verschiedene Glastechnologien an, wie zum Beispiel:

Reactiv Photochromic

Das sind selbsttönende Gläser, die sich automatisch an die Lichtverhältnisse anpassen. Sie sind ideal für wechselnde Wetterbedingungen und können von Kategorie 1 bis 4 variieren.

Spectron 3 Gläser

Hierbei handelt es sich um leichte und stoßfeste Polycarbonat-Gläser, die in verschiedenen Tönungen erhältlich sind. Sie eignen sich für alle Sportarten bei sonnigem Wetter und bieten einen hohen UV-Schutz.

Altitude Arc

Diese Technologie verwendet mineralische Gläser aus Glas, die extrem kratzfest und langlebig sind. Sie sind für extreme Bedingungen geeignet, wie zum Beispiel für Höhenlagen oder Gletscher. Sie haben eine sehr dunkle Tönung der Kategorie 4 und einen hohen Blendschutz

Full Venting

Full Venting bedeutet, dass die Brillenstruktur besonders gut belüftet ist, sodass die Luft stets frei zirkulieren kann und somit das Beschlagen der Gläser verhindert wird. Dies ist besonders wichtig bei schweißtreibenden Aktivitäten wie Laufen, Radfahren oder Skifahren. 

NTS-Technologie

Non Temperature Sensitive bezeichnet eine selbsttönende Scheibentechnologie, die unabhängig von der Umgebungstemperatur funktioniert. Das heißt, dass die Gläser sich immer optimal an die Lichtintensität anpassen, egal ob es kalt oder warm ist.

Aber auch Uvex, eine international tätiges deutsches Familienunternehmen mit Sitz in Fürth, setzt auf unterschiedliche Glastechniken wie:

colorvision® Technologie

Diese Technik verbessert die Farb- und Kontrastwahrnehmung, indem sie das Licht je nach Umgebung unterschiedlich filtert. So kann man z.B. auf der Skipiste oder im Wald mehr Details erkennen und die Augen werden weniger angestrengt.

litemirror

Litemirror bietet einen effektiven Schutz vor infraroter Strahlung, indem sie diese reflektiert. Die Gläser haben eine verspiegelte Oberfläche, die je nach Lichtverhältnissen unterschiedliche Farben annehmen kann. Sie eignen sich besonders für Sportarten mit starker Sonneneinstrahlung.

polavision®

Hierbei werden störende Reflexionen von glatten Oberflächen wie Wasser, Schnee oder Asphalt eliminiert . Die Gläser haben eine polarisierende Schicht, die das horizontale Licht absorbiert und das vertikale Licht durchlässt. Sie erhöhen die Sicherheit und den Komfort bei Blendung.

supravision® Beschichtung

Diese Technik verhindert das Beschlagen der Gläser, indem sie eine spezielle Beschichtung auf beiden Seiten der Gläser aufträgt. Die Beschichtung ist kratzfest und wasserabweisend. Sie sorgt für eine klare Sicht bei jedem Wetter.

variomatic®

Dank variomatic® wird die Tönung der Gläser automatisch an die Lichtintensität angepasst. Die Gläser haben eine photochrome Schicht, die sich je nach UV-Strahlung verdunkelt oder aufhellt. Sie bieten einen optimalen Schutz und eine optimale Anpassung an wechselnde Lichtverhältnisse.

Unterschiedliche Wölbungen von Brillengläsern

Neben den unterschiedlichen Glastechnologie ist auch die Wölbung der Brillengläser ein wichtiger Faktor für eine Sportbrille für den Outdoorbereich. Die Wölbung bestimmt, wie stark die Gläser gekrümmt sind und wie viel Sichtfeld sie bieten. Man unterscheidet zwei Arten von Wölbungen: sphärische und zylindrische.

Sphärische Gläser

Sphärische Gläser sind Gläser, die in alle Richtungen gleichmäßig gekrümmt sind. Sie haben den Vorteil, dass sie eine hohe optische Qualität haben und keine Verzerrungen verursachen. Sie sind aber auch teurer und schwerer als zylindrische Gläser.

Zylindrische Gläser

Das sind Gläser, die nur in horizontaler Richtung gekrümmt sind. Sie haben den Vorteil, dass sie leichter und günstiger sind als sphärische Gläser. Sie können aber auch zu Verzerrungen führen, vor allem am Rand des Sichtfelds.

Die Wahl der Wölbung hängt von deinem persönlichen Geschmack und deinem Budget ab. Wenn du eine hohe optische Qualität bevorzugst und bereit bist, mehr zu bezahlen, solltest du dich für sphärische Gläser entscheiden. Wenn du eine leichte und günstige Sonnenbrille suchst und dich nicht an leichten Verzerrungen störst, kannst du dich für zylindrische Gläser entscheiden.

Gibt es Sportbrillen mit Sehstärke?

Wenn du eine Sehschwäche hast, musst du nicht auf eine Sportbrille verzichten. Wenn du Kontaktlinsen trägst, kannst du darüber einfach dein gewünschtes Sportbrillen-Modell tragen. Andernfalls gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie du deine Sonnenbrille mit deiner Sehstärke kombinieren kannst:

Direktverglasung

Das bedeutet, dass deine Sonnenbrille direkt mit deinen Korrekturgläsern ausgestattet wird. Das hat den Vorteil, dass du ein optimales Sichtfeld hast und keine zusätzlichen Elemente tragen musst. Der Nachteil ist, dass diese Methode teuer ist und nicht für alle Sonnenbrillenmodelle möglich ist.

Clip-In

Das bedeutet, dass du einen separaten Clip mit deinen Korrekturgläsern an deine Sonnenbrille anbringst. Das hat den Vorteil, dass du deine Sonnenbrille flexibel wechseln kannst und nicht an ein Modell gebunden bist. Der Nachteil ist, dass du ein zusätzliches Gewicht und eine mögliche Blendung durch den Clip hast.

Die Wahl der Methode hängt von deinen persönlichen Präferenzen und deiner Sehstärke ab. Wenn du eine hohe Sehstärke hast oder eine starke Wölbung deiner Sonnenbrille wünschst, solltest du dich für eine Direktverglasung entscheiden. Wenn du eine geringe Sehstärke hast oder eine flache Wölbung deiner Sonnenbrille bevorzugst, kannst du dich für einen Clip-In entscheiden.

Wie sollte eine Sportbrille richtig sitzen?

Eine Sportbrille sollte nicht nur gut aussehen, sondern auch gut sitzen. Eine gut sitzende Sportbrille bietet dir mehr Komfort, Sicherheit und Schutz. Um zu überprüfen, ob deine Sonnenbrille richtig sitzt, solltest du auf folgende Punkte achten: 

 

  • Die Brille sollte fest, aber nicht zu eng auf deiner Nase und hinter deinen Ohren sitzen. Sie sollte nicht rutschen oder irgendwo drücken.
  • Sie sollte ausreichend groß sein, um deine Augen und die empfindliche Haut um sie herum zu bedecken. Allerdings sollte die Brille auch nicht zu groß sein, um deine Sicht zu beeinträchtigen oder deine Augenbrauen zu verdecken.
  • Eine Sportbrille sollte zu deiner Gesichtsform passen. Da jeder von uns eine individuelle Gesichtsformen hat, solltest du eine Sonnenbrille wählen, die deine Gesichtszüge harmonisiert und betont.

Wie reinigst Du eine Sportbrille richtig?

Sportbrillen sind oft verschiedenen Umwelteinflüssen ausgesetzt, wie zum Beispiel Staub, Schweiß oder Wasser. Um deine Sonnenbrille zu pflegen und ihre Lebensdauer zu verlängern, solltest du sie regelmäßig reinigen. Beachte dabei die Herstellerangaben zur Reinigung. Prinzipiell lässt sich aber sagen:

 

  • Spüle deine Sportrille unter fließendem Wasser ab, um groben Schmutz zu entfernen.
  • Reinige die Sportbrille mit einem milden Spülmittel oder einem speziellen Brillenreiniger. Verwende dabei einen weichen Lappen oder ein Mikrofasertuch. Vermeide aggressive Reinigungsmittel oder kratzige Tücher.
  • Trockne deine Sportbrille mit einem sauberen und fusselfreien Tuch ab. Verwende kein Papier oder Küchenrolle, da diese Kratzer verursachen können.
  • Bewahre die Sportbrille in einem Etui oder einem Beutel auf, wenn du sie nicht benutzt. Vermeide direkte Hitze oder Kälte.
Mann mit ernstem Blick und Sonnenbrille in einer schönen Berglandschaft

Kratzer im Brillenglas – was nun?

Trotz aller Vorsicht kann es passieren, dass deine Sportbrille Kratzer bekommt. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern kann auch deine Sicht beeinträchtigen und deine Augen belasten. Was kannst du tun, wenn deine Sonnenbrille Kratzer hat? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, je nachdem, wie tief und wie groß die Kratzer sind:

Wenn die Kratzer nur oberflächlich sind, kannst du versuchen, sie mit einem speziellen Poliermittel zu entfernen. Dieses kannst du in einem Optikerladen oder online kaufen. Befolge dabei die Anweisungen des Herstellers und trage das Poliermittel vorsichtig mit einem weichen Tuch auf die Gläser auf.

Wenn die Kratzer tiefer sind oder die Gläser beschädigt sind, solltest du deine Sportbrille zu einem Optiker bringen. Er kann dir sagen, ob es möglich ist, die Gläser auszutauschen oder zu reparieren. Das kann je nach Modell und Hersteller unterschiedlich viel kosten.

Wenn die Kratzer zu groß oder zu zahlreich sind oder die Gläser irreparabel sind, solltest du dir eine neue Sportbrille kaufen. Das ist zwar die teuerste Option, aber auch die sicherste für deine Augen.

Zusammenfassung – welche Brille für welche Sportart?

Die folgende Übersicht soll helfen, die richtige Sportbrille je nach Aktivität und den Bedingungen, denen man ausgesetzt ist, zu wählen. Die Kategorien sind auf den UV-Schutz abgestimmt, der für die jeweilige Sportart und die damit verbundenen Bedingungen erforderlich ist.

Freizeit und Lifestyle (Kategorien 0 und 1)

Diese Kategorien sind ideal für Aktivitäten mit geringer Sonneneinstrahlung, da sie einen Basisschutz bieten, ohne die Farbwahrnehmung zu beeinträchtigen.

Wandern (Kategorien 2 und 3)

Aufgrund der wechselnden Umgebungen und Lichtverhältnisse beim Wandern ist ein mittlerer bis hoher UV-Schutz erforderlich, um die Augen zuverlässig zu schützen.

Rennradfahren (Kategorie 3)

Die Wahl fällt auf diese Kategorie, weil sie einen umfassenden Schutz vor der direkten und oft intensiven Sonneneinstrahlung bietet, die bei hohen Geschwindigkeiten auf offener Straße auftritt.

Mountainbiken (Kategorie 3)

Hier ist ein hoher UV-Schutz wichtig, um die Augen vor der variablen Intensität der Sonnenstrahlen zu schützen, die durch das Blätterdach der Bäume dringen.

Citybiken (Kategorie 2)

Diese Kategorie bietet einen angemessenen Schutz für das urbane Fahren, wo Gebäude Schatten werfen und die UV-Exposition variieren kann.

Sportklettern (Kategorie 3)

Beim Klettern in niedrigeren Höhenlagen ist ein hoher UV-Schutz notwendig, um die Augen vor der reflektierten und direkten Sonneneinstrahlung zu schützen.

Alpinklettern (Kategorie 4)

In großen Höhen ist der UV-Schutz der Kategorie 4 unerlässlich, um die Augen vor der extremen Sonneneinstrahlung und den reflektierenden Oberflächen zu schützen.

Trailrunning (Kategorien 2 und 3)

Diese Kategorien sind geeignet, da sie Schutz bieten, ohne die Sicht in schnell wechselnden Lichtbedingungen zu beeinträchtigen.

Snowboarden (Kategorien 3 und 4)

Der hohe UV-Schutz dieser Kategorien ist entscheidend, um die Augen vor der starken Reflexion des Schnees zu schützen.

Skifahren (Kategorien 3 und 4)

Diese Kategorien werden empfohlen, da sie maximalen Schutz vor der intensiven Sonneneinstrahlung und der Reflexion auf den Pisten bieten.

Schneeschuhtour (Kategorien 3 und 4)

Bei dieser langsameren Aktivität ist ein hoher UV-Schutz wichtig, um die Augen vor der dauerhaften Exposition gegenüber der Sonne zu schützen.

Skitouren (Kategorien 3 und 4)

Aufgrund der langen Aufenthalte in schneebedeckten Landschaften ist ein maximaler UV-Schutz erforderlich.

Hochtouren (Kategorien 3 und 4)

Die extremen Höhenlagen erfordern den höchsten UV-Schutz, um die Augen vor der starken Sonneneinstrahlung zu bewahren.

Stefan Feldpusch

Stefan Feldpusch

Freelancer by doorout.com

Wenn es die Zeit zulässt, bin ich so oft es geht gerne aktiv draußen unterwegs. Egal ob Klettern, Bergsteigen, Wandern, Mountainbiken oder im Winter mit den Langlaufskiern. Im Sommer gerne mit dem Zelt oder dem Caddy-Camper unterwegs und noch dazu seit einigen Jahren Outdoor-Blogger mit Herz auf dem eigenen Blog www.see-you-on-the-outside.de, sowie als Klettertrainer beim DAV aktiv. Als Freelancer im Doorout-Team seit 2017.

Fjällräven Hosenbeine kürzen

Fjällräven Hosenbeine kürzen

So kürzt Du deine Hosen richtig
Lesezeit: 5 min.Autor: Stefan Feldpusch

Unsere Schritt für Schritt Anleitung

Mit unserer Schritt für Schritt Anleitung erfährst du, wie du deine Trekking-Hose von Fjällräven auf die perfekte Länge bringst, falls sie dir zu lang ist. Fjällräven macht das übrigens extra so, damit du die Hose an deine individuelle Beinlänge anpassen kannst. Dies betrifft folgende Modelle aus unserem Sortiment: Barents Pro, Karl und Karla sowie Nikka Trousers.

Also keinen Grund zur Sorge, denn du kannst die Hosenbeine ganz einfach selbst kürzen, oder Du bringst die Hose in eine Änderungschneiderei.

Hosenbein zu lang

Hosenbein zu lang?

Wenn Du deine neue Fjällräven Hose angezogen hast und sich zu viel Stoff über dem Schuh aufkrämpelt, müssen die Hosenbeine gekürzt werden.

Hosenbein umschlagen

Hosenbein umschlagen

Idealerweise trägst Du hierfür entsprechendes Schuhwerk. Schlage die Hosenbeine dann auf die richtige Länge um. Eine weitere Person kann hierbei hilfreich sein.

Hosenbein mit angezogenen Schuhen abstecken

Hosenbein abstecken

Damit nach dem Umschlagen nichts verrutscht, den Stoff mit Nadeln abstecken. Hierfür empfiehlt es sich den überstehenden Stoff nach Innen umzuschlagen.

beide Hosenbeine nebeneinander auslegen

Hosenbeine abgleichen

Im nächsten Schritt ziehst Du die Hose wieder aus und legst beide Beine übereinander. Nun muss das zweite Hosenbein noch angepasst werden.

Beide Hosenbeine auf die selbe Länge abstecken

Hosenbeine ablängen

Beim Ablängen stellst Du sicher, dass beide Hosenbeine die gleiche Länge haben. Das zweite umschlagene Hosenbeinn und an die Beinlänge des abgesteckten Hosenbeins anpassen.

Schnittkante markieren

Schnittkante markieren

Als nächstes markierst Du dir die Schnittkannte mit einem Stück Kreide. Hierbei etwas mehr Stoff für den Saum (ca. 2cm) mit einberechnen.

Überstehenden Stoff abschneiden

Stoff abschneiden

Nun wird der überstehende Stoff mit einer geeigneten Schere gerade abgeschnitten.

Hosenbeinabschluss bügeln

Saum bügeln

Vor dem Bügeln schlägst Du die zugegebenen Stofflänge von ca. 2 cm für den Saum nach Innen um.

Saum abnähen

Saum abnähen

Zu guter Letzt den Saum auf einer Nähmaschine gerade und in gleichem Abstand zum Hosenbeinende abnähen.

Stefan Feldpusch

Stefan Feldpusch

Freelancer by doorout.com

Wenn es die Zeit zulässt, bin ich so oft es geht gerne aktiv draußen unterwegs. Egal ob Klettern, Bergsteigen, Wandern, Mountainbiken oder im Winter mit den Langlaufskiern. Im Sommer gerne mit dem Zelt oder dem Caddy-Camper unterwegs und noch dazu seit einigen Jahren Outdoor-Blogger mit Herz auf dem eigenen Blog www.see-you-on-the-outside.de, sowie als Klettertrainer beim DAV aktiv. Als Freelancer im Doorout-Team seit 2017.

Handschuh – Ratgeber

Handschuh – Ratgeber

Immer warme Finger haben
Lesezeit: 10 min.Autor: Tim Wiegel

Outdoorhandschuhe sind ein wichtiger Bestandteil der Ausrüstung für alle, die gerne draußen aktiv sind. Sie schützen die Hände vor Kälte, Nässe, Wind und Verletzungen. Doch nicht jeder Handschuh ist für jede Aktivität geeignet. Je nachdem, ob du wandern, bergsteigen, fahrradfahren oder klettersteigen möchtest, solltest du auf verschiedene Eigenschaften achten. In diesem Beitrag erfährst du, welche das sind und welche Produkte wir dir empfehlen können.

Die verschiedenen Handschuharten

Outdoorhandschuhe lassen sich grob in drei Kategorien einteilen: Fäustlinge, Fingerhandschuhe und Hybridhandschuhe. Jede Kategorie hat ihre Vor- und Nachteile, die du je nach deiner Aktivität abwägen solltest. Außerdem gibt es eine Sonderform.

Fäustlinge

Fäustlinge sind die wärmsten Handschuhe, da sie die Finger zusammenhalten und so die Körperwärme besser speichern. Sie sind ideal für sehr kalte Bedingungen, wie z.B. beim Skifahren oder Schneeschuhwandern. Der Nachteil ist, dass sie die Fingerfertigkeit einschränken und somit nicht für Aktivitäten geeignet sind, die einen guten Griff erfordern, wie z.B. beim Bergsteigen oder Radfahren.

Fingerhandschuhe

Fingerhandschuhe sind die flexibelsten Handschuhe, da sie jedem Finger Bewegungsfreiheit geben. Sie sind ideal für Aktivitäten, die eine hohe Fingerfertigkeit erfordern, wie z.B. beim Bergsteigen, Radfahren oder Fotografieren. Der Nachteil ist, dass sie weniger warm sind als Fäustlinge, da die Finger getrennt sind und somit mehr Wärme verlieren. Außerdem sind sie anfälliger für Feuchtigkeit, da sie mehr Nähte haben.

Hybridhandschuhe

Hybridhandschuhe sind eine Kombination aus Fäustlingen und Fingerhandschuhen. Sie haben einen überstülpbaren Fäustling, der die Finger bei Bedarf wärmt, und einen Fingerhandschuh darunter, der die Finger bei Bedarf freigibt. Sie sind ideal für Aktivitäten, die sowohl Wärme als auch Fingerfertigkeit erfordern, wie z.B. beim Bergsteigen oder Klettersteigen. Der Nachteil ist, dass sie meist dicker und schwerer sind als reine Fäustlinge oder Fingerhandschuhe.

Klettersteighandschuhe

Bei Klettersteighandschuhen handelt es sich um eine besondere Handschuhart. Anders als die bisher genannten Handschuharten liegen die Aufgaben des Klettersteighandschuhs nicht im Bereich der Wärmeisolierung, oder des Nässeschutzes, sondern dienen als schützende Schicht gegen Reibung und spitze Drähte und ähnliches. Sie sollen an langen Klettersteigtagen verletzungen der Finger und Scheuerstellen verhindern. Es gibt sie als geschlossene Vollhandschuhe, für den maximalen Schutz, oder als offene Varianten, bei denen die Finger frei sind, für das beste Fingerspitzengefühl in anspruchsvollen Passagen.

    Welcher Handschuh für welche Aktivität

    Neben der Form der Handschuhe solltest du auch auf die Funktion der Handschuhe achten. Je nachdem, welche Aktivität du ausüben möchtest, solltest du auf verschiedene Eigenschaften wie Isolation, Wasserdichtigkeit, Winddichtigkeit und Material achten.

    Wandern

    Für Wandern solltest du Handschuhe wählen, die eine gute Isolation bieten, aber nicht zu dick sind, damit du deine Hände bei Bedarf in die Jackentaschen stecken kannst. Außerdem solltest du darauf achten, dass die Handschuhe atmungsaktiv sind, damit deine Hände nicht schwitzen. Wasserdichtigkeit ist beim Wandern meist nicht so wichtig, es sei denn, du erwartest starken Regen.

    Bergsteigen

    Für Bergsteigen solltest du Handschuhe wählen, die eine hohe Isolation und Wasserdichtigkeit bieten, da du dich oft in kalten und nassen Bedingungen befindest. Außerdem solltest du darauf achten, dass die Handschuhe robust sind und ausreichend Fingergefühl bieten, damit sie dem Kontakt mit Fels, Eis und Seil standhalten und du nicht abrutscht. Winddichtigkeit ist beim Bergsteigen ebenfalls wichtig, da du oft dem Wind ausgesetzt bist.

    Fahrradfahren

    Für Fahrradfahren im Winter solltest du Handschuhe wählen, die eine gute Fingerfertigkeit und einen guten Griff bieten, damit du die Bremsen und Schalthebel bedienen kannst. Außerdem solltest du darauf achten, dass die Handschuhe winddicht sind, damit deine Hände nicht auskühlen. Wasserdichtigkeit ist beim Fahrradfahren nur wichtig, wenn du bei Regen fährst.
    Im Sommer reichen oft gepolsterte Radhandschuhe mit offenen Fingern, die Scheuerstellen vorbeugen und sehr atmungsaktiv sind. Für Mountainbiken im Sommer sind geschlossene , ungefütterte Handschuhe ideal, da man hier im Falle eines Sturzes etwas geschütztere Finger hat und die Hände auch nicht gleich zugedreckt sind.

    Nordic Walking

    Bei Nordic Walking im Winter emfpfiehlt es sich, auf mit Kunstfaser isolierte Sofshellhandschuhe zu setzen, die sind sehr atmungsaktiv, leicht und vor allem flexiel.

    Klettersteiggehen

    Für Klettersteige solltest du Handschuhe wählen, die viel Gefühl im Bereich der Finger ermöglichen und einen guten Schutz bieten, damit du die Eisenstifte und Drahteile greifen kannst. Außerdem solltest du darauf achten, dass die Handschuhe leicht und atmungsaktiv sind, damit deine Hände nicht überhitzen. Wasserdichtigkeit ist beim Klettersteiggehen meist nicht so wichtig, es sei denn, du erwartest Regen oder Schnee.

      Verschiedene Materialien

      Die Materialien, aus denen Outdoorhandschuhe bestehen, haben einen großen Einfluss auf die Eigenschaften der Handschuhe. Dabei gibt es drei wichtige Komponenten: das Außenmaterial, das Isolationsmaterial und gegebenenfalls die Mebrane.

      Außenmaterial

      Das Außenmaterial ist die äußere Schicht des Handschuhs, die in Kontakt mit der Umgebung kommt. Es sollte robust, abriebfest und schmutzabweisend sein. Häufig verwendete Außenmaterialien sind Leder, Nylon, Polyester und seltener auch Wolle. Leder macht immer dann Sinn, wenn besondere Ansprüche bezüglich Robsutheit und Grip an den Handschuh bestehen, Nylon und Polyester sorgen für leichte und atmungsaktive Handschuhe und Wolle eignet sich ideal für Alltagshandschuhe, die warm, atmungsaktiv und etwas unauffälliger im Design sein sollen.

      Isolationsmaterial

      Das Isolationsmaterial ist die innere Schicht des Handschuhs, die für die Wärmeleistung verantwortlich ist. Sie sollte die Körperwärme speichern, aber nicht zu dick oder zu schwer sein. Häufig verwendete Isolationsmaterialien sind Daunen, Kunstfasern, Fleece oder Wolle. Am Häufigsten werden Kunstfaserfüllungen wie primaloft, G-Loft ect. verwendet, für besonders warme Finger sorgen die Daunen.

      Membrane

      Die Membran des Handschuhs, ist für die Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität verantwortlich. Sie sollte verhindern, dass Wasser von außen in den Handschuh eindringt, aber gleichzeitig Wasserdampf von innen nach außen abtransportieren. Eine häufig verwendete Membranen ist zum Beispiel  GORE-TEX.

        Passform

        Die Wärmeleistung eines Winterhandschuhs und die Performance eines Allroundhandschuhs hängen maßgeblich von der Passform des Hadschuhs ab. Für WInterhandschuhe gilt grundsätzlich, dass die Handschuhe nicht hauteng sein sollten, sondern immer etwas Luft bleiben sollte, sonst entstehen Kältebrücken und die Isolationswirkung lässt nach. Dennoch sollten gerade Fingerhandschuhe eng genug sitzen, dass man damit noch sicher greifen kann.
        Klettersteighandschuhe sollten eng genug sitzen, dass keine Falten enstehen, die sich im Draht verfangen könnten und gleichzeitig sollten sie genug Bewegungsfreiheit bieten.

          Tim Wiegel

          Tim Wiegel

          Marketing

          Von Kleinauf draußen unterwegs, hat es ihn immer wieder in die verschiedensten Facetten des Outdoor-Sports getrieben. Neben dem Wandern und Bergsteigen ist er dann vor allem bei der Höhlenforschung hängengeblieben. Auf der Suche nach den letzten echten Abenteuern zieht es ihn immer wieder in die verborgene Unterwelt.

          Mit Wolle durch den Winter

          Mit Wolle durch den Winter

          Warme, natürliche Kleidung.
          Lesezeit: 10 min.Autor: Tim Wiegel

          Schafwolle ist ein beliebtes Material für Kleidung, Heimtextilien, Handarbeiten und Accessoires, besonders im Winter. Schafwolle hat viele Vorteile, die sie zu einem warmen, bequemen, langlebigen und ökologischen Stoff machen. Aber wusstest du, dass es verschiedene Arten von Schafwolle gibt, die sich in ihrer Herkunft, Qualität, Feinheit und Weichheit unterscheiden? In diesem Beitrag stellen wir dir einige der wichtigsten Schafwollarten vor und erklären, wo ihre Vor- und Nachteile liegen.

          Merinowolle

          Merinowolle stammt vom Merinoschaf, das ursprünglich aus Spanien kommt, aber heute vor allem in Australien, Neuseeland und Südafrika gezüchtet wird. Merinowolle ist die feinste und weichste Schafwolle, die es gibt. Sie kratzt nicht auf der Haut und ist daher ideal für empfindliche Menschen. Merinowolle hat eine hohe Wärmekapazität, das heißt, sie kann viel Körperwärme speichern und abgeben. Außerdem kann sie bis zu 30 Prozent ihres Trockengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen. Merinowolle ist zudem schmutzabweisend, knitterarm, elastisch und geruchshemmend. Merinowolle eignet sich für Pullover, Schals, Mützen, Handschuhe, Socken, Unterwäsche und mehr.

          Vorteile:

          sehr fein und weich

          kratzt nicht

          hält warm und trocken

          pflegeleicht und langlebig

          geruchshemmend

          Nachteile:

          teurer als andere Schafwollarten

          kann bei falscher Behandlung einlaufen oder verfilzen

          Schurwolle

          Schurwolle ist der Oberbegriff für alle Wollarten, die aus dem Fell von lebenden Schafen gewonnen werden. Schurwolle lässt sich in feine, mittelgrobe und grobe Wolle unterteilen, je nachdem, wie dick die Fasern sind. Die feinste Schurwolle ist die Merinowolle, die wir bereits vorgestellt haben. Die mittelgrobe Schurwolle stammt von verschiedenen Schafrassen, wie dem Corriedale, dem Romney oder dem Suffolk. Die grobe Schurwolle stammt von Bergschafen, wie dem Heidschnucke, dem Coburger Fuchsschaf oder dem Walliser Schwarznasenschaf. Schurwolle hat ähnliche Eigenschaften wie Merinowolle, ist aber etwas robuster, kratziger und weniger glänzend. Schurwolle eignet sich für Jacken, Mäntel, Hosen, Röcke, Kleider, Decken, Kissen und mehr.

          Vorteile:

          natürlich und nachhaltig

          hält warm und trocken

          robust und strapazierfähig

          vielseitig und farbenfroh

          geruchshemmend

          Nachteile:

          kann kratzen

          kann bei falscher Behandlung einlaufen oder verfilzen

          kann Motten anziehen

          Tragesystem des Salewa ALP TRAINER 20 WS

          Gewalkte Wolle

          Gewalkte Wolle ist eine besondere Form von Schurwolle, die durch einen mechanischen Prozess verdichtet wird. Dabei wird das gewebte Wollmaterial mit heißem Wasser, Druck und Bewegung behandelt, bis es sich zusammenzieht und verfilzt. Gewalkte Wolle ist sehr dicht, weich, warm und winddicht. Sie ist zudem schmutz- und wasserabweisend, da die Oberfläche keine Flüssigkeit eindringen lässt. Gewalkte Wolle eignet sich für robuste Kleidungsstücke, wie Jacken, Mäntel, Hosen oder Röcke, die vor Kälte und Nässe schützen sollen

            Vorteile:

            formstabil und knitterfrei

            atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend

            lärmdämmend und antistatisch

            biologisch abbaubar und kompostierbar

            Nachteile:

            schwer und steif

            kann bei Hitze oder Reibung verfärben oder glänzen

            kann bei Nässe oder Schweiß muffig riechen

            kann bei empfindlichen Menschen Hautreizungen verursachen

            Lammwolle

            Lammwolle stammt von der ersten Schur eines jungen Schafes, das nicht älter als sieben Monate ist. Lammwolle ist sehr fein, weich, glänzend und flauschig. Sie ist wärmer, leichter und feiner als Schurwolle. Lammwolle hat eine hohe Atmungsaktivität, das heißt, sie reguliert die Körpertemperatur und vermeidet Schwitzen. Außerdem hat sie eine hohe Langlebigkeit, das heißt, sie behält ihre Qualität über Jahre hinweg. Lammwolle eignet sich für hochwertige Kleidungsstücke, Schals, Mützen, Handschuhe, Decken, Kissen und mehr.

              Vorteile:

              sehr fein und weich

              hält warm und trocken

              atmungsaktiv und langlebig

              luxuriös und edel

              Nachteile:

              sehr teuer

              kann bei falscher Behandlung einlaufen oder verfilzen

              kann Motten anziehen

              Wolle für alle Fälle

              Schafwolle ist ein vielseitiges Material, das viele Vorteile für den Winter bietet. Schafwolle hält warm, ist atmungsaktiv, feuchtigkeitsregulierend, schmutzabweisend, knitterarm, elastisch und geruchshemmend. Es gibt verschiedene Schafwollarten, die sich in ihrer Herkunft, Qualität, Feinheit und Weichheit unterscheiden. Je nach Geschmack, Bedarf und Budget kann man die passende Schafwollart für sein Projekt auswählen. Schafwolle ist ein nachhaltiges, natürliches und wertvolles Produkt, das man mit Sorgfalt behandeln und pflegen sollte.

              Tim Wiegel

              Tim Wiegel

              Marketing

              Von Kleinauf draußen unterwegs, hat es ihn immer wieder in die verschiedensten Facetten des Outdoor-Sports getrieben. Neben dem Wandern und Bergsteigen ist er dann vor allem bei der Höhlenforschung hängengeblieben. Auf der Suche nach den letzten echten Abenteuern zieht es ihn immer wieder in die verborgene Unterwelt.