Extratour Vogelsberg – Naturtour

Extratour Vogelsberg – Naturtour

Eine sehr schöne und abwechslungsreiche kleine Tour am südlichen Rand des Vogelsbergkreises startet im Schottener Stadtteil Eichelsdorf.

Naturtour – der Name ist Programm

Oberhalb des Sportplatzes befindet sich ein kleiner Parkplatz am Ortseingang von Schotten aus kommend. Hier stellt man sein Auto ab und gelangt in östlicher Richtung am Sportplatz entlang hinaus aus dem kleinen Ort.

Über landwirtschaftliche Wege geht es vorbei an Obstwiesen hinauf zum Eichköppel. Einige Holzbänke laden zum Verweilen ein und bieten einen tollen Blick über Eichelsdorf hinweg gen Süden.

Im Zick-Zack geht es über einige Feldwege weiter Richtung Osten und auf der Anhöhe, auf der der Weg verläuft, hat man einen guten Blick zum Hoherodskopf mit seinem weithin sichtbaren Fernsehturm.

Nach gut zweieinhalb Kilometern biegt der Weg Richtung Süden ab und durch einen kleinen Waldpfad gelangt man zur K 204 die man kreuzt um auf der anderen Seite zum kleinen Eichelbach zu gelangen.

Bogen-Steinbrücke und schmale Pfade

Auf einer kleinen Bogen-Steinbrücke gelangt man über den Bach zum Waldrand. Hier ist das gefunden Plätzchen für zahlreiche Pilze in allen Variationen und Farben. Zusammen mit dem Herbstlaub ein toller Anblick.

Wenig später biegt ein schmaler Pfad nach links ab und man gelangt abwärts zurück zum Bach um dem Pfad zu folgen.

Der befestigte Waldweg verläuft zwar in Sichtweite, aber an vielen Stellen verläuft der Weg auf der gesamten Tour eben nicht auf diesen breiten Wegen, sondern folgt schmalen Pfaden quer durch den tollen Wald.

Ein Punkt der definitiv für diese Naturtour spricht und dieser Extratour ein besonderes Etwas verleiht.

Nach etwa der Hälfte der Rundtour gelangt man dann wieder auf breitere Wege und folgt der guten Beschilderung in südlicher Richtung zum Haissbacher Teich.

Haissbachgrund und Bärensteine

Dieser liegt im Naturschutzgebiet Haissbachgrund von Michelnau. Hier finden sich weitläufige Wiesen von Wald umrandet die zahlreichen Pflanzen und Tieren einen Lebensraum bieten.

In westlicher Richtung geht es dann zurück in den Wald in grober Richtung zum Friedrichsberg. Der Weg verläuft weiter in einem weiten Bogen erneut auf einem Pfad durch den Wald zu den Bärensteinen.

An dieser kleinen Felsformation geht es dann zurück auf den Forstweg und man befindet sich nun schon wieder oberhalb von Eichelsdorf.

Über die Feldwege gelangt man zurück in den kleinen beschaulichen Ort und man folgt dem befestigten Weg entlang des Bachs in den Ort hinein.

Links und rechts des Weges gibt es zahlreiche guterhaltene Fachwerkhäuser zu bestaunen die für die Region typisch sind.

Nach 13.9 Kilometern erreicht man dann den Ausgangspunkt unweit des Sportplatzes.

Stefan Feldpusch

Stefan Feldpusch

Freelancer by doorout.com

Outdoorler durch und durch! Egal ob Klettern, Bergsteigen, Wandern, Mountainbiken oder im Winter mit den Langlaufskiern, die Devise lautet: Hauptsache draußen. Im Sommer gerne mit dem Zelt oder dem Caddy-Camper unterwegs und noch dazu seit einigen Jahren Outdoor-Blogger mit Herz auf dem eigenen Blog www.my-outdoor-stories.de, sowie als Klettertrainer beim DAV aktiv. Freelancer im Doorout-Team seit 2017.

Zelttest – Eureka Stony Pass 4 BTC Familienzelt

Zelttest – Eureka Stony Pass 4 BTC Familienzelt

Das Stony Pass 4 BTC ist ein 4-Personen-Familienzelt im mittleren Preissegment aus dem Hause Eureka!.

Eureka! produziert seit 1895 Zelte in hoher Qualität und kann auf eine langjährige Partnerschaft mit namehaften Bergsteigern, wie z.B. Sir Edmund Hillary, zurückblicken.

Kleiner Exkurs in die Namensgebung: der Ausruf „Eureka“ („ich habe es entdeckt“) wird dem griechischen Mathematiker Archimedes zugeordnet, der, nach der Entdeckung des archimedischen Prinzips in seiner Badewanne, unbekleidet und laut „Eureka“ rufend durch die Stadt gelaufen sein soll. Seitdem steht dies als Synonym für den verbalen Reflex, wenn auf schwierige Fragen die plötzliche Eingebung kommt.

Zurück zum Zelt.

Das Stony Pass 4 BTC gehört zur Kategorie der Tunnelzelte. Es besteht aus nur einem Teil, was den Aufbau deutlich beschleunigt. Das Obermaterial des Zeltes ist ein atmungsaktives Polyester- / Baumwollgemisch, was für den Laien die Frage nach der Wasserdichtigkeit aufwirft, zumal auch keine Wassersäule angegeben ist.

Baumwolle als Obermaterial ist ein traditioneller Stoff, der gerade für Langzeitcamper attraktiv ist. Neben der optimalen Atmungsaktivität, dem angenehmen Raumklima bei erhöhter Umgebungstemperatur und hohen UV-Beständigkeit, quillt Baumwolle beim Kontakt mit Regen auf und macht es über diesen Effekt wasserundurchlässig.

Lieferumfang

  • Außenzelt mit eingenähtem Boden, Abspannseilen und integrierter Schlafkabine
  • 4 Zeltstangen
  • 16 Metall-Heringe 6 Kunststoff-Heringe
  • Aufbauanleitung
  • Transporttasche
  • 2 Säckchen für Zeltgestänge und Heringe
  • Flicken

Testbedingungen

Der Sommer 2018 gilt wohl als eine einzige Hitzewelle. Dementsprechend trocken waren die Testbedingungen.

Aufbau

Nachdem man das Zelt aus der geräumigen Tasche entnommen hat, lässt es sich problemlos ausbreiten. Das Außenzelt wirkt äußerst stabil. Als zweiter Schritt wird das Durchschieben der 3 zusammengesteckten Zeltstangen beschrieben, die einen hochwertigen Eindruck machen.

Hierbei ergab sich eine kleine Schwierigkeit. Die Aufbauanleitung war in schwarz / weiß und lies leider keinen Rückschluss auf eine evtl. Farbcodierung der Stangen zu.

Die vorderen beiden Gestängekanäle sind an beiden Enden grau markiert, ebenso die Zeltstangen. Der hintere Kanal ist orange markiert, wie auch die zugehörige Zeltstange.

Nachdem die Zeltstangen durchgeschoben sind, werden diese in die vorgesehenen Stifte gesteckt.

Jetzt werden die ersten beiden Heringe am hinteren Ende des Zeltes eingeschlagen, um ein versehentliches Wegrutschen beim Aufstellen zu verhindern.

Das Aufstellen des Zeltes ist relativ einfach und gestaltet sich am Leichtesten, wenn man in der Mitte der vorderen Stange oder an den vorderen Abspannseilen zieht. An den unteren Enden des Sonnensegels, alternativ an den vorderen Abspannseilen, werden jetzt die beiden nächsten Heringe eingeschlagen – das Zelt steht!

Im Anschluss wird das Zelt durch 6 Heringe, jeweils an den Enden der Zeltstangen, verankert. Man muss hier etwas auf die Ausrichtung der Zeltstangen achten.

Danach kann die vierte Zeltstange durch den Kanal des Sonnensegels gezogen werden und in den Ösen des vorderen Gestängekanals eingesteckt werden.

Abschließend werden die restlichen Heringe für die Abspannseile genutzt.

Ausstattung

Der Eingang zum Zelt ist mit Reißverschluss und Klett zu öffnen. Der vordere Wohnbereich ist seitlich
und nach vorne mit Fenstern ausgestattet. Diese können zum Schlafen per Reißverschluss abgedunkelt werden.

Die eingehängte Schlafkabine aus dem gleichem Material wie das Außenzelt und einem zusätzlichem Boden kann durch eine Trennwand geteilt werden. Beide Hälften lassen sich durch einen separaten Eingang betreten.

Die Trennwand, wie auch die beiden Eingänge der Schlafkabine können durch einen Reißverschluss geöffnet und geschlossen werden. Beide Schlafkabinen haben eine eingenähte Seitentasche, in der sich Kleinigkeiten verstauen lassen.

Das Material des Zeltbodens macht einen guten Eindruck.

Daten & Fakten

  • Gewicht: 14,3 Kg
  • Höhe Innenzelt: 195 cm
  • Fläche Schlafkabine: 5,28 m2
  • Fläche Wohnbereich: 4,16 m2
  • Außenmaße: (L / B / H) 480 / 260 / 195 cm
  • Außenmaterial: Breathable Terylene Cotton (BTC) 65% Polyester/ 35% Baumwolle
  • Bodenplane: 210D Oxford Polyester, min. 4000mm Wassersäule
  • Beschichtung: keine
  • Gestänge: 13 mm Flugzeug-Aluminium
  • Personen: bis zu 4
  • Optional erhältlich: Bodenunterlage, Vordach / Tarp, Wohnraumteppich

Fazit

Das Stony Pass 4 ist ein gutes Familienwochenendzelt für 3 Jahreszeiten. Es besticht durch einfachen Aufbau und hochwertige Materialien. Mit ein wenig Übung lässt es sich unter Umständen auch alleine aufbauen, was durchaus für Alleinerziehende ein Aspekt sein könnte.

Die Görnerts

Die Görnerts

Das sind Vanessa und Jörg mit ihren Töchtern Emma und Greta. Alle sind sehr naturverbunden und in ihrer Freizeit gerne in der umliegenden Landschaft mit Rucksack und Wanderstock unterwegs. Dabei spielt das Kennenlernen der heimischen Flora und Fauna eine wichtige Rolle. Ob Gangolfsberg, Milseburg oder rotes Moor…überall steckt Lehrreiches und auch ein (Kinder-)Abenteuer drin.

GOBI-WÜSTENLAUF 2018

GOBI-WÜSTENLAUF 2018

Platz 14 und bester Deutscher – einfach unglaublich…

Eine sehr ereignisreiche, unglaubliche, abenteuerliche und besondere Woche Ende Juli / Anfang August in der Mongolei liegt hinter mir, wo ich mein großes sportliches Ziel 2018, der Teilnahme an meinem ersten, 6-tägigen Etappen-Rennen durch die Gobi-Wüste über 250 km und fast 5.000 Höhenmetern meistern und gar übertreffen konnte.

Man musste sich während des Wettkampfes selbst versorgen und alles was man benötigt im Rucksack mitführen. So ging ich mit einem Rucksackgewicht von 10.75 kg an den Start.

Das Miteinander unterhalb der Starter aus sämtlichen Ländern der Welt war einfach sensationell. Werte wie gegenseitiger Respekt, Fairness und Unterstützung suchen seinesgleichen.

Übernachtet wurde zu Siebt in Jurten oder Zelten. Gemeinsam mit drei weiteren Läufern aus Deutschland und drei Dänen durfte ich mir das Zelt teilten.  Jedem stand etwa ein Quadratmeter zur Verfügung. Das heißt auch, die Bereitschaft mitzubringen, seine Privatsphäre aufzugeben und den Verzicht an Schlaf in Kauf zu nehmen. Wir waren eine sehr homogene Gruppe innerhalb des Zeltes Nr. 17, so dass dies kein Problem für mich darstellte.

Der gemeinsame Start der Etappen erfolgte jeweils morgens zu einer am Vorabend festgelegten Uhrzeit. Im Rahmen dessen wurden auch die Besonderheiten der Strecke, das Höhenprofil sowie die zu passierenden Check-Points genannt.

Nach dem täglichen Startschuss liefen zwar alle Teilnehmer gemeinsam los, doch nach wenigen Minuten zog sich das Feld auseinander, so dass ich zahlreiche  Kilometer alleine unterwegs war – nur der Rucksack, meinen Gedanken und die Wüste…

Bei den Check-Points erfolgte je eine Registrierung der Startnummer, das Auffüllen der Wasserflaschen sowie eine medizinische Versorgung falls dies nötig war.

Am vermeintlichen Ende einer jeden Etappe kann man stets Trommelschläge kilometerweit in der Wüste wahrnehmen, die das Tagesziel akustisch markieren. Wer geglaubt hatte, dass man gleich die Tagesaufgabe gemeistert habe, hat sich getäuscht. Denn man läuft und läuft und läuft ohne dass man das Camp visuell ausfindig machen kann.

Nach dem Erreichen des roten Zielbogens, habe ich mich zunächst stets mit Wasser und einem selbst zubereiteten Elektrolytgetränk versorgt, ehe das Einrichten im Zelt auf dem Plan stand. In der Folge wurden die weiteren deutschen Läufer im Zielbereich in Empfang genommen, um anschließend das gemeinsame Abendessen zu genießen. Im Vorfeld fiel meine Entscheidung auf das energiereiche, sättigende und durchaus schmackhafte Essen der Marke „Trek´n & Eat“.  Hierbei handelt es sich um Outdoor-Nahrung, welche mit kochendem Wasser aufgegossen wird. Mein Rucksack war für die Woche mit den folgenden Gerichten ausgestattet:

  • Reispfanne „Balkan Art“
  • Pasta Primavera-Nudeln in Gemüsesoße
  • Waldpilz-Sojaragout mit Nudeln
  • Sahnenudeln mit Hühnchen und Salat

Nach der Stärkung und dem Austausch mit anderen Sportlern ging es auch schon zeitig in den Schlafsack, denn der nächste Tag erwartete mich mit dem gleichen Ablauf.

Die Königsetappe fand am Mittwoch der Rennwoche statt. Es galt 71 km mit vielen Höhenmetern zu bewältigen. Doch dieser Tag war einfach sensationell, denn es lief sportlich gesehen wirklich sehr gut. Nachdem mir bei KM 50 gesagt wurde, dass ich auf Platz 15 liege und 10 km später rund um den Check-Point auch noch drei Läufer überholen konnte, hieß es den erkämpften Platz zu verteidigen.

Umso erstaunlicher war es, dass ich im Ziel von den zahlreichen Helfern sowie der Rennleitung mit großem Beifall empfangen wurde und mir die Verantwortlichen für meine Leistung gratulierten. Ich entgegnete, dass ich es schön finde, dass alle Finisher der langen Etappe auf diese Art und Weise empfangen würden. Doch da bekam ich zur Antwort, dass diese Ehre lediglich den TOP10 des Tages zugedacht sei. Nach anfänglicher Unsicherheit stellte sich große Freude ein – 10. Platz am langen Tag und das bei meiner Wüstenpremiere!

Vor dem letzten Tag lag ich auf dem 15. Gesamtplatz mit fast 70 Minuten Vorsprung auf den Nächstplatzierten. Also entschloss ich mich dazu, auf der Schlussetappe nochmals alles zu geben. Den Platz vor mir belegte die Zweitplatzierte Frau,  Isabelle Sauve aus Kanada mit rund drei Minuten Vorsprung.

Mit entsprechendem Tempo ging ich die abschließenden 9 km mit ein paar Steigungen an und befand mich relativ schnell auf einem der vorderen Plätze. Der der spätere Zweite der Gesamtwertung Lino Wataru aus Japan schloss zu mir auf und fragte mich, ob ich ihn heute bis ins Ziel begleiten wolle. Ungläubig stimmte ich zu und es gesellte sich noch der Brite Ben Fox zu uns. Wir wechselten uns mit der Tempoarbeit prima ab und kamen tatsächlich gemeinsam bei der Zeitnahme auf Platz 5 der Etappe an.

In der Folge lief ich im Beisein der japanischen TV-Crew, welche das Rennen meines Begleiters die komplette Woche live übertrug, Arm in Arm über die Ziellinie der historischen Stadt Karakorum. Ein unbeschreibliches Gefühl stellte sich nach ein paar Minuten bei mir ein, welche ich benötigte, um mir bewusst zu machen, was ich da geleistet hatte – Freude pur.

Beim abschließenden Bankett kam Wataru an den großen deutschen Tisch und bedankte sich mit einer Verbeugung und einer japanischen Spezialität bei mir dafür, dass ich ihm am letzten Tag sehr geholfen habe – es war eine große Ehre für mich, einen sympathischen und zurückhaltenden Topläufer begleiten zu dürfen.

Die täglichen Herausforderungen im sportlichen Bereich empfand ich angesichts der teils atemberaubenden Umgebung und Natur als machbar. Die Vielfältigkeit der Gobi-Wüste ist einfach sensationell und nicht umsonst gehören Teile hiervon zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Der „Gobi March“ ist Bestandteil der so genannten „4 Deserts-Serie“, die zu den zehn härtesten Ausdauer-Wettbewerben der Welt zählt. Dabei laufen Extremsportler durch vier faszinierende Wüsten: „Atacama Crossing“ in Chile, „Namib Race“ in Namibia und eben durch die Mongolei. Das Finale findet in der Eiswüste der Antarktis statt.

Bei diesem internationalen Rennen, bei welchem rund 250 Läufer aus 48 Nationen am Start waren, konnte ich tatsächlich den 14. Gesamtplatz für mich verbuchen und somit bester deutscher Teilnehmer werden – unglaublich.

Durch dieses Ergebnis einer kleinen, sportlichen Sensation.

Jetzt lasse ich zunächst die zahlreichen Eindrücke sacken und werde mir im Anschluss Gedanken machen, wie ich das nächste große Wüstenrennen in 2019 angehen könnte.

Am letzten Tag konnte ich tatsächlich noch die zweite Frau in der Gesamtwertung hinter mir lassen. Das hohe Tempo hätte fast noch zu Platz 13 gereicht. Der Pole Michal Gawron hatte vor dem letzten Tag rund fünf Minuten Vorsprung und dieser ist auf 30 Sekunden geschmolzen – aber alles gut wie es ist – ich bin total happy.

Meine Vorbereitung, die Wettkampf- und Verpflegungstaktik sind somit voll aufgegangen.

Gerade die Ausrüstungsfrage stellte eine besondere Herausforderung dar. Hier stand mit DOOROUT stets unkompliziert mit Rat und Tat zur Seite –  vielen Dank dafür.

Sascha Gramm

Sascha Gramm

www.sascha-lauftrainer.de

Seit über 20 Jahren aktiver Ausdauersportler, der immer auf der Suche nach neuen, sportlichen Herausforderungen ist. Mittlerweile auch als Laufrainer unterwegs, um Interessierten mit großer Freunde und Leidenschaft die zahlreichen Vorzüge des Laufens zu vermittlen. Für eine Challenge-Teilnahme mit Joey Kelly stand das Team von Doorout mit Rat und Tat zur Seite. Seitdem resultiert ein regelmäßiger Austausch zudem auch das Verfassen von diversen Blogbeiträgen zählt

Zelttest Eureka Sentinel SUL 2

Zelttest Eureka Sentinel SUL 2

Das Eureka Sentinel SUL 2 ist ein kleines leichtes 2-Personen-Zelt, welches sich aufgrund von Packmaß und Gewicht hervorragend für Wanderungen eignet. Trotz des geringen Gewichts bietet es viel Platz: genügend Raum für das Gepäck und auch den Aufenthalt im Zelt. Das Zelt ist hat einen klassischen Aufbau, mit einem Innenzelt und Außenzelt. Ergänzend verfügt es jedoch über eine Dachstange, welche die Kopffreiheit im Zelt erheblich erweitert. Die Dachstange ist eine kürzere Zeltstange, welche von Eingang zu Eingang das Zeltdach spannt . So kann man auch zu zweit im Zelt bequem sitzen, ohne dass man oben anstößt. Der Aufbau ist schnell und einfach und auch ohne Heringe möglich.

Ausstattung

Die Stoffe des Zeltes sind alle superleicht konstruiert, wirken aber gleichzeitig sehr hochwertig. Die Heringe gehören zur hochwertigen Kategorie und auch die Zeltstangen holen das Maximum aus ‚leicht+stabil‘ heraus.

Aufbau

Die beiden langen Zeltstangen werden über Kreuz in den Ecken des Innenzeltes in Ösen eingesteckt. Das Innenzelt wird anschließend mit Plastikclips mit den Stangen verbunden; dies geht einfach unkompliziert und sehr schnell. Am Kreuzungspunkt werden die beiden Zeltstangen mit einem leichten Karabiner verbunden, an dem die Spitze des Innenzeltes hängt. Die Dachstange schiebt man anschließend zum Aufbau am besten direkt durch diesen Karabiner, auf diese Weise lässt sie sich gut anbringen. (Ein nachträgliches Einklippen des Karabiners hat sich als schwierig erwiesen.) Die Enden der Dachstange werden auch in Ösen des Innenzeltes eingesteckt (an dessen Oberseite).

Wenn man das Außenzelt nun anbringt, ist es sinnvoll, dieses als erstes mit der Dachstange zu verbinden. Dafür befindet sich auf jeder Seite über den Türöffnungen kleine Laschen, in die die Enden der Dachstange gesteckt werden. Wichtig: Dieser Punkt wird in der Anleitung nicht beschrieben! Ich denke, wenn man das unterlässt, kann es zum Schaden am Zeltstoff kommen.

Das Außenzelt wird entlang der Zeltstangen mit kleinen Klettverschlüssen befestigt. An den Ecken des Außenzeltes befindet sich dann auch jeweils eine Öse, welche von unten mit den Zeltstangen verbunden wird. So ist das Außenzelt ruckzuck befestigt. Das Zelt ist so auch ohne Heringe nutzbar, es steht durch die Spannung der Zeltstangen. Dann flattern die Apsiden allerdings unbefestigt herum. Darum habe ich mir immer die Zeit für zwei Heringe genommen. Weitere Heringe sind für eine einfache Nutzung nicht nötig, wenn Rucksack oder Schläfer das Zelt am wegfliegen hindern.

Nach etwas Routine habe ich es bis hierhin gut in 5 Minuten hinbekommen!

Bei Regen habe ich an Kopf und Fußende noch mit jeweils einem Hering die Lasche in der Mitte der kurzen Seite des Außenzeltes gespannt, um den Kontakt zwischen Innen- und Außenzelt zu verhindern. (Hier sind die Laschen etwas weit weg vom Erdboden. Ich habe dann jeweils mit einer kurzen Schnur verlängert!). Wenn das Zelt länger steht, besteht natürlich die Möglichkeit, die vier Ecken mit Heringen zu befestigen. Zudem stehen 4 Abspannleinen zur Verfügung. Damit trotzt es dann auch starken Windböen.

Nutzung

Das Zelt ist symmetrisch konstruiert. Beide Nutzer haben einen eigenen Eingang und Lagerplatz in ‚ihren‘ Apsiden. Der regensichere Boden des Innenzeltes reicht an den Außenseiten ca. 20 cm nach oben, so dass hier ein guter Regenschutz gegeben ist.
Ich habe es mehrmals morgens taunass eingepackt und hatte auch in den Nächten Regen. Dennoch hatte ich nie Sorge im Zelt nass zu werden.

Jeder Nutzer hat am Kopf- und Fußende eine Netztasche zum Aufbewahren von Gegenständen. An der Decke sind fünf Schlaufen angebracht, so dass neben einer Lampe hier auch Kleidung zum Trocknen aufgehängt werden kann. Ich habe im Zelt auch längere Regenzeiten bequem ausgehalten, ohne dass es mit meinem Gepäck zu eng wurde. Wenn man zu zweit ist, findet das Gepäck dann in den beiden Apsiden Platz. Durch die Konstruktion mit der Dachstange hat man zum aufrechten Sitzen bequem Raum. Bei Regen saß ich entspannt im Zelt und spielte Gitarre – geht super.

Fazit

Praktisch, komfortabel, leicht, sicher. Ein super Rundumpaket!

Forststeig – Tipps rund um Ausrüstung & Verpflegung

Forststeig – Tipps rund um Ausrüstung & Verpflegung

Ausrüstung

  • Guter Wasserfilter
    Bäche und Quellen waren auf dem Forststeig rar gesät. Auch wenn die meisten Stellen sauber aussahen, haben wir unser Trinkwasser mit Ausnahme von drei Stellen (Tissa, Herkulesquelle und Quelle im Fuchsbachtal) zur Sicherheit immer gefiltert. Da dies bei zwei Personen und ca. 3,5 Liter Wasser am Tag (es war sehr heiß) recht lange gedauert hat, empfehlen wir euch einen Wasserfilter mit guter Durchflussmenge.
  • Faltflasche / Liquitainer
    Diese federleichten und zusammenfaltbare Flaschen waren uns auf dem Forststeig wirklich von großem Nutzen. Gerade wenn man nicht weiß, wann die nächste Wasserstelle kommt, kann man so sehr einfach zwei Liter Wasser Reserve mitnehmen. Und bei Nichtgebrauch, nimmt die Flasche im Rucksack kaum Platz weg. Absolut empfehlenswert!
  • Leichte & lange Wanderhose / Zip-Off
    Schon relativ früh zeigt sich die Krux des Forststeigs: Es geht häufig durch hohes Gras und damit vorbei an den allgegenwärtigen Zecken. Daher sind auch bei sehr hohen Temperaturen um die 30°C lange Hosen oder Gamschen sinnig. Mir hat eine sehr leichte Zip-Off Hose von Salewa tolle Dienste geleistet, da ich auf Feldwegen schnell zu Kurzbeinig umsteigen konnte. Wenn Regen oder Morgentau abzusehen ist, empfehlen wir zusätzlich Gamaschen.
  • Anti-Zecken Spray oder Kokosöl
    Regelmäßiges einsprühen mit Anti-Zeckenschutz (mit deet!) gehörte für uns zum Tagesprogramm. Guter Tipp den wir auf der Tour erhalten haben und das nächste Mal sicher ausprobiert wird: Kokosöl ist ein ganz natürliches Anti-Zeckenschutzmittel und pflegt dabei auch noch die Haut.
  • Leichte Ausrüstung
    Der Großteil der Tour ist hat keine großen Schwierigkeiten führt aber größtenteils über kleine Pfade und hat ein paar enge Stellen z.B. Falkenschlucht oder Sachsenspitze wo ein kleinerer Rucksack (ca. 45l) aus Platzgründen empfehlenswert ist. Außerdem tragen sich 10 oder 12 kg Ausrüstung plus Wasser einfach deutlich angenehmer durchs Unterholz als 20kg.
  • (Leichte) Wanderstiefel
    Unsere Bergstiefel waren auf dem Forststeig nie wirklich gefordert. Die steinigen Passagen sind leicht zu gehen und Geröllfelder o.Ä. mussten wir nie queren. Gerade mit max 14 kg Rucksackgewicht und den heißen Temperaturen hätten wir uns im Nachhinein für leichtere Wanderschuhe entschieden.
  • GPS-Gerät oder gute Karten-App
    Fast unabdingbar um viel Frust zu vermeiden. Die Wege sind an einigen Stellen unserer Meinung nach nicht ausreichend gekennzeichnet.
  • Trekkingnahrung
    Ihr solltet das Essen nicht zu knapp kalkulieren. Es gibt zwar ein paar Verpflegungspunkte (siehe unten), wir haben diese aber fast nie zu den üblichen Essenszeiten (Mittags) erreicht, oder sie lagen zu weit ab vom Nachtlager.

Verpflegungspunkte

Hier die Verpflegungspunkte, welche uns bekannt sind:

  • Pension vor dem Schneeberg (kurz hinter der tschechischen Grenze)
  • Restaurant auf dem Schneeberg
  • Restaurant & Hotel in Ostrov – keine Einkaufsmöglichkeiten
  • Kleiner Supermarkt (nimmt keine Euros, aber Kartenzahlung möglich) in Tissa
  • Pension und Bistro an der Ottomühle
  • Restaurant auf dem Papsstein – sehr zu empfehlen!

Extratipps

  • Probiert in Tschechien mal eine Knoblauchsuppe. Super lecker!
  • Es gibt in Tissa ein kleines Klettergeschäft, falls ihr noch zusätzliche Ausrüstung benötigt.
Michael Steigerwald

Michael Steigerwald

www.doorout.com

Seit über 10 Jahren ist Michael begeistert an der frischen Luft unterwegs: Egal ob zu Fuß quer über die Alpen, mit Dachzelt durch das Nullarbor in Australien oder Zelten bei -8°C und Schneesturm. Michael liebt die Abendteuer unterm Sternenhimmel und teilt seine Geschichten und Erfahrungen gerne mit euch.