Kepler Track Neuseeland im Winter

Kepler Track Neuseeland im Winter

Die 60 km-Rundtour auf dem Kepler Weg der Südinsel von Neuseeland ist in normalen Umständen eine leichte Wanderung. Kommt man jedoch im Frühling oder sogar Winter, wird man dank Schnee eine gänzlich andere Erfahrung machen. In diesem Beitrag möchte ich euch meine Eindrücke auf dem verschneiten Kepler Track präsentieren und somit zumindest ein virtuelles Reisen etwas ermöglichen in unserer aktuellen Welt.

Der Fiordland-Nationalpark ist ohne zu übertreiben einer der schönsten Gegenden in Neuseeland, und das ist schon eine Aussage für ein Land, welches weltberühmt für seine Landschaften ist. Im September 2017 sind wir aufgebrochen, um den Kepler Track im Winter zu begehen im Frühling auf der Südhalbkugel. Zusätzlich zum folgenden Bericht könnt ihr euch auch gerne mein passendes Video dazu noch anschauen! Snow Hiking on the Kepler Track during Winter

Tag 1

Der erste Tag startet beim Kepler Carpark in der Nähe von Te Anau. Es geht zunächst durch leichtes Gelände am Te Anau See entlang mit schönen Fernsichten auf die Schneebedeckte Berge. Der Weg schlängelt sich danach langsam durch einen Wald in Richtung Luxmore Hut.  Kurz bevor ihr dort ankommt werdet ihr mit den ersten super Ausblicken auf Te Anau belohnt. Die Hütte liegt auf 1,085 m  und nach dem Anstieg vom See habt ihr dort ca. 900 Höhenmeter hinterlegt.

Übersichtskarte Kepler Track Neuseeland

In der Luxmore Hütte angekommen machen wir Bekanntschaft mit zwei Wanderen aus Frankreich, welche die gleichen Pläne haben und zusammen gehen wir mit dem anwesenden Ranger alle Details zum Trek durch. Laut Wetterbericht werden die Verhältnisse weiterhin perfekt und die Lawinengefahr dank festem Schnee und ohne frischem Neuschnee relativ gering bleiben. Der Kepler Track ist im Schnee mit Vorsicht zu genießen. Es gibt vielzählige Lawinenfelder und man sollte hier unbedingt zunächst mit dem DOC Ranger (Department of Conservation) vor Ort in der Luxmore Hütte sprechen, bevor man von dort weitergeht.

Wir entschließen uns dazu, die Lage am heuten Nachmittag schon einmal etwas genauer unter die Lupe genommen und wandern zusammen zum 1,472 m hohen Mount Luxmore. Von dort haben wir schon eine gute Sicht auf die ersten Felder und entschließen uns, bei weiterhin guten Verhältnissen morgen früh den kompletten Track durchzuführen. Ich bleibe noch etwas länger um die Aussicht vom höchsten Punkt in der Gegend zu genießen und wandere schließlich auch zurück zur Hütte, gönne mir ein warmes Abendessen und schlafe voller Vorfreude auf den nächsten  Tag ein.

Tag 2

Der zweite Tag begrüßt uns mit einem wunderschönen Sonnenaufgang über den Wolken, welche sich nun unter uns befinden und das komplette Land bedecken. Solche Anblicke sind immer wieder eine Augenweide! Wir checken die letzten Wetterdaten und freuen uns darüber, dass sie weiterhin perfekt für unseren Plan sind. Der Weg führt uns von der Luxmore Hütte zunächst zum Luxmore Saddle auf 1,400 m. Hier bieten sich bereits die ersten super Aussichten auf die Berglandschaft vor uns.

Der Schnee ist ca. knöcheltief und super schön fest – es lässt sich wunderbar darin laufen und auch die Hänge sehen sehr fest und Lawinen sicher aus. Blauer Himmel, viel Sonnenschein und weiße Wolken bieten uns traumhafte Wetterverhältnisse und wir sind überglücklich. Nach einer Pause am Forrest Burn Shelter geht es über eine Ridge weiter Richtung Hanging Valley Shelter. Die Landschaft um uns ist nun absolut überwältigend!

Von hier an geht es nun langsam wieder abwärts und nachdem nun auch langsam erste graue Wolken am Horizont erscheinen, sind wir glücklich die Lawinen Passagen ohne Probleme überstanden zu haben. Über eine eingeschneite Leiter geht es nun wieder zum Abstieg in Richtung Iris Burn Hut  auf 497 m. Dort angekommen schauen wir uns noch den nahegelegenen Wasserfall an und legen uns nach unserem Abendessen in der komplett leeren Hülle in unsere Schlafsäcke. Im Sommer muss man hier Monate im Voraus einen Platz reservieren!

Tag 3

Am dritten Tag geht es im schnellen Tempo ohne vielen Höhenmeter über Shallow Bay zur Moturau Hütte auf 180m. Wir kommen schon relativ früh Mittags an und hätten den Rest des Kepler Tracks noch am gleichem Tag erledigen können. Jedoch ist die Lage der Hütte so unglaublich schön am See gelegen, dass wir uns dazu entscheiden, hier noch einmal einen kompletten Tag und eine Nacht zu verbleiben. Wir sind komplett allein und können im eiskalten Wasser baden gehen während die Berg und See Landschaften um uns den Atem rauben. 

Der letzte Abschnitt am Folgetag zum Exit Point „Rainbow Beach“ ist ein sehr kurzer und wird von uns innerhalb kurzer Zeit zurückgelegt. Wir hatten das große Glück, den Kepler Track im Schnee zu machen und sind überglücklich. Wie so immer in Neuseeland ist die nächste schöne Wanderung dabei schon wieder direkt um die Ecke.

Schlusswort

Hoffentlich konnte ich euch mit diesem Reisebericht etwas Fernweh geben in Zeiten, die uns leider kein Reisen in ferne Kontinente ermöglichen. Bis es wieder soweit ist und wir wieder reisen können, werde ich euch jeden Montag um 20 Uhr in meiner interaktiven Reiseshow die Highlights meiner bisherigen 106 Länder zeigen und auch zwei neue Videos pro Woche in meinem YouTube Kanal hochladen – schaut doch gern mal rein und abonniert wenn es euch gefällt J Bei Instagram bin ich natürlich auch aktiv für alle die sich nur gerne Bilder anschauen möchten.

Christopher Heil

Christopher Heil

Chris on Tour

Einer meiner größten Leidenschaften ist das Reisen und ich habe einen großen Teil meines Lebens damit verbracht. Berglandschaften rauben mir dabei immer wieder den Atem und ich fühle mich generell in der Natur am wohlsten. Städte Trips hingegen versuche ich immer auf ein Minimum zu beschränken. In meinem Reiseblog www.chrisontour84.de teile ich meine schönsten Bilder, Videos und Trip Reports. Ab und zu findet ihr bei mir auch spezielle Themen wie Reisekosten, Ausrüstungstests und eine Vorschau auf neue Trips.

Extratour Rhön – der Meininger

Extratour Rhön – der Meininger

In der gesamten Rhön gibt es insgesamt 29 Extratouren die nach den Kriterien des Deutschen Wanderinstituts als Premiumwanderwege ausgewiesen sind. Die östlichste Extratour davon ist „der Meininger“ in der thüringischen Rhön. Namensgebend für die Tour ist die knapp 25 000 Einwohner zählende Kreisstadt Meiningen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen im Süden Thüringens.

Vom Schloss Elisabethenburg aus kann man direkt in die Rundtour starten. Das Schloss samt Schlosspark liegt direkt an der Werra und über eine stählernen Bogenbrücke gelangt man direkt dahinter zum offiziellen Startpunkt der Extratour. Man kann die abwechslungsreiche Wanderung in beide Richtungen begehen und egal für welche Variante man sich entscheidet, es geht zu Beginn gleich bergauf.

Schloss Elisabethenburg Meiningen
Bogenbrücke über die Werra
Ausblick auf Meiningen im Werratal

Zahlreiche Aussichtspunkte und ein Märchenschloss

Am 400 Meter hohen Bielstein liegt das Diezhäuschen von wo aus man einen wunderbaren Blick auf Meinigen und das Werratal hat. Über den Startplatz erreicht man wenig später die Schaubachhütte und kann auch hier einen tollen Blick auf die Kleinstadt und die umgebende Landschaft genießen. 

Vom nördlichsten Punkt der Wanderung aus gelangt man nur wenige Gehminuten vom entfernt zum märchenhaften Schloss Landsberg. Laut der Webseite Rhönführer.de handelt es sich hierbei um ein ehemaliges Lustschloss der Meininger Herzöge. 

Burgruine Habichtsburg und Henriettenplatz

Der zunehmend schmaler werdende Wanderweg verläuft danach hinauf zur felsenumsäumten Burgruine Habichtsburg. Diese mittelalterliche Felsenburg thronte einst über der Haßfurtschlucht am Westhang des KallbergsUnweit von Dreißigacker verlässt man für einen kurzen Abschnitt den Wald und gelangt zum Henriettenplatz, einem kleinen Picknickplatz in mitten alter Eichen. 

Ruuine Habichtsburg
Picknickplatz an der Ruine Habichtsburg
Blick an der Goetz Höhle auf Meiningen

Dietrichskopf und Goetz-Höhlen

Allmählich verläuft der Wanderweg wieder auf Meiningen zu und bevor man das eigentliche Highlight der Tour erreicht, folgt am Dietrichskopf ein weiterer Aussichtspunkt.

Die Goetz-Höhle, Europas größte Kluft- und Spaltenhöhle, welche im Anschluss folgt, ist aktuell auf Grund eines abgerutschten Hangs leider vorübergehend geschlossen. Aus Sicherheitsgründen ist daher ein Besuch der Höhle nicht möglich. Bleibt zu hoffen das sich diese Umstände in naher Zukunft wieder ändern.

Wenige Gehminuten später erreicht man wieder den Ausgangspunkt am Schloss Elisabethenburg und wer noch genügend Zeit im Gepäck hat, sollte sich einen kleinen Stadtrundgang nicht entgehen lassen. Schöne alte Gebäude finden sich in der Kleinstadt und es gibt auch hier noch viel zu entdecken.

Eine detailierte Beschreibung und sowie einen GPX File als Download findet Ihr auf See You on the Outside

Stefan Feldpusch

Stefan Feldpusch

Freelancer by doorout.com

Wenn es die Zeit zulässt, bin ich so oft es geht gerne aktiv draußen unterwegs. Egal ob Klettern, Bergsteigen, Wandern, Mountainbiken oder im Winter mit den Langlaufskiern. Im Sommer gerne mit dem Zelt oder dem Caddy-Camper unterwegs und noch dazu seit einigen Jahren Outdoor-Blogger mit Herz auf dem eigenen Blog www.see-you-on-the-outside.de, sowie als Klettertrainer beim DAV aktiv. Als Freelancer im Doorout-Team seit 2017.

Wie günstig eine Weltreise sein kann

Wie günstig eine Weltreise sein kann

Eine Weltreise ist für viele ein ferner und scheinbar unmöglich wirkender Traum – und das nicht nur Aufgrund der aktuellen Corona Situation. Reisen muss jedoch nicht unbedingt teuer sein und mit diesem Artikel möchte ich euch ein paar Einblicke aus eigener Erfahrung liefern. Hoffentlich kann ich damit denjenigen helfen, die schon einmal an eine Weltreise gedacht, jedoch nie konkrete Pläne Aufgrund der anfallen Kosten gemacht haben.

Travel Costs
Reisekosten Diagramm

Von Oktober 2014 war ich knappe 3 Jahre am Stück in 89 Länder reisen und habe dabei jeden Tag meine Kosten dokumentiert. Dies ist natürlich ein ganz persönliches Thema und nur schwer auf alle Reisenden zu übertragen. Jedoch konnte ich zumindest mit meinen Einblicken etwas den Mythos vom teuren Reisen entkräften. Wie ich auf meine  8.451,74€ pro Jahr als Durchschnittskosten auf Weltreise gekommen bin, werde ich euch im folgendem etwas genauer erklären. Schaut auch gerne auf meinem Blog rein mit weiteren Details! ( detaillierte Reisekostenaufstellung )

Grafik Reisezeit

Grundlagen & Tipps für günstiges (Welt)Reisen

Beim günstigen Reisen kommt es natürlich ganz stark darauf an, sich an bestimmte Grundlagen zu halten. Man kann nicht jeden Tag in einem schönen Hotel schlafen und sich teure Restaurants leisten und gleichzeitig dabei noch Geld sparen. Das schön am Reisen ist, dass diese Sachen nicht notwendig sind und teilweise sogar dazu führen können, dass man etwas verpasst!

So konnte ich persönlich viel Geld per Couchsurfing und Hitchhiking sparen. Während letzteres eher nur die abenteuerfreundlichen Reisenden ansprechen wird, kann ich ersteres nur jedem empfehlen. Ihr spart hier nicht nur viel Geld, sondern habt den Vorteil, immer mit den Einheimischen in Kontakt zu treten. Dabei macht ihr nicht nur neue Freunde, sondern könnt das Land in einem ganz anderen Blickwinkel erleben!

Als dritten und letzten Tipp möchte ich euch noch auf das finden günstiger Flüge eingehen. Ich selbst nutze dafür Skyscanner, es gibt aber auch etliche Alternativen. Der große Vorteil einer Weltreise ist, das man normalerweise relativ viel Zeit hat und diese Flexibilität lohnt sich beim buchen von Flügen. Ihr könnt per „entire month“ oder „entire Year“ die jeweils günstigen Tage finden und eure Route so planen, dass ihr jeweils die möglichst günstigsten Flüge erwischt. Dafür hilft die „Everywhere“ Funktion bei Skyscanner enorm. Mit dieser könnt ihr einsehen, welche Städte von eurem Startpunkt das kleinste Geld von euch verlangen.

PS: Wenn ihr mehr Details zum günstigen Reisen möchtet, schaut euch doch gern meine Top 10 Tipps dazu an.

See in Honduras
Im ewigen Eis
See in Guatemala

Welche Kosten fließen in die 8.451,74€ pro Jahr?

Generell gesagt, sind in den 8,451€ alle Kosten enthalten, die für die Reise aufgekommen sind. Für meine Excel Tabelle habe ich dabei alle Kosten in fünf Bereiche unterschieden: Transportation, Food, Accommodation, Booked Trips und all den Rest wie zum Beispiel neue Batterien oder ein Haarschnitt

Aufstellung Reisekosten

Das Ganze hat dabei nicht einmal viel Zeit in Anspruch genommen. Jeden Tag habe ich jeweils die Kosten sofort von der jeweiligen Während in Euro umgerechnet und in eine kleine Text Datei auf meinem Handy gespeichert. Abends wurde diese dann sofort in die Tabelle übertragen. Die Hauptarbeit bestand darin, das Excel Sheet so aufzubauen, das alles automatisch dann per Formeln addiert wird und ich somit zu meinen Statistiken kommen kann. 

Durchschnittliche Kosten und Aufteilung

Die täglichen Kosten betragen lediglich 23,14€ – damit sind alle fünf oben beschriebene Bereiche enthalten, sprich alle Flüge, das komplette Essen & Trinken und alle gebuchten Touren und Trips sowie die Transportkosten. Die Unterkünfte haben dank Couchsurfing hier kaum ins Gewicht geschlagen, kommen aber mit ca. 2000€ immer noch auf einen gewissen Betrag, da man nicht überall die App nutzen kann und man sich teilweise auch einfach mal etwas gönnen möchte.

Grafik Ausgaben und Aufteilung

An der Infographik kann man schön sehen, dass mein größter Kostenpunkt auf den Transport gefallen ist, und das trotz Hitchhiking! Grund hierfür sind ein paar unerwartete Flüge, welche kurzfristig gebucht werden mussten. Leider lässt sich das Leben eben nicht so einfach planen und es kommen auch einmal Kosten dazu, die man sich im Vorfeld so nicht gewünscht hat. Sprich hier besteht sogar noch Potential, die 23,14€ tägliche Kosten zu drücken wenn alles nach Plan läuft.

Welches Land ist das günstigste?

Für viele wird diese Frage spannend sein. Um euch dazu eine Antwort zu liefern, habe ich dabei lediglich meine Essenskosten verglichen. Alle anderen Kostenfaktoren sind zu stark durch meine Reiseart mit Couchsurfing und Hitchhiking beeinflusst. Da ich aber in jedem Land essen und trinken muss, kann ich diese Kosten besser vergleichen. Schauen wir uns zunächst einmal die Regionen an, in denen Oceanien mit Australien und Neuseeland am teuersten war, dicht gefolgt von der Karibik.

Ferner habe ich auch alle Länder miteinander verglichen, in denen ich mich mind. 10 Tage aufgehalten habe. Kanada war hierbei durch dessen Westküste und Orten wie Banff und Jasper am teuersten; hier erinnere ich mich noch zu gut an Toastbrot, welches für ca. 16€ im „Supermarkt“  angeboten wurde. Myanmar auf der anderen Seite war so günstig, dass ich mit umgerechnet 2.65€ pro Tag für alle Mahlzeiten durchgekommen bin!

Im Durchschnitt habe ich somit 7.22€ für Essen und Trinken ausgegeben. Für viele wird dies sehr wenig vor kommen, viele Länder sind dabei aber um einiges günstiger als Deutschland und man kann dort wunderbar „Streetfood“ essen, was teilweise noch günstiger ist als Essen aus dem Supermarkt.

Aufstellung Reisekosten

Schlusswort

Ich hoffe euch mit meinen Daten einen guten Einblick in die Reisekosten eines Vollzeit Reisenden zu geben. Vielleicht wird es den ein oder anderen ja dazu motivieren, den letzten Schritt Richtung Weltreise zu machen, sobald unsere Welt wieder normal ist und das Virus bezwungen wurde. Hoffentlich wird dies nicht allzu spät im nächsten Jahr passieren, ich selbst kann es kaum abwarten!

Bis es soweit ist, werde ich euch jeden Montag um 20 Uhr in meiner interaktiven Reiseshow die Highlights meiner bisherigen 106 Länder zeigen und alle Videos auch meinem YouTube Kanal hochladen – schaut doch gern mal rein und abonniert wenn es euch gefällt.

Christopher Heil

Christopher Heil

Chris on Tour

Einer meiner größten Leidenschaften ist das Reisen und ich habe einen großen Teil meines Lebens damit verbracht. Berglandschaften rauben mir dabei immer wieder den Atem und ich fühle mich generell in der Natur am wohlsten. Städte Trips hingegen versuche ich immer auf ein Minimum zu beschränken. In meinem Reiseblog www.chrisontour84.de teile ich meine schönsten Bilder, Videos und Trip Reports. Ab und zu findet ihr bei mir auch spezielle Themen wie Reisekosten, Ausrüstungstests und eine Vorschau auf neue Trips.

Klettern im Frankenjura

Klettern im Frankenjura

Die Fränkischen Schweiz ist nicht erst seit gestern ein beliebtes Kletter- und Urlaubsziel, dass weit über die Grenzen von Deutschland hinaus bekannt ist. Gerade die Erschließung der ersten Kletterroute im elften Schwierigkeitsgrad (Action Directe) durch Wolfgang Güllich, hat dazu geführt, dass Klettern im Frankenjura so populär geworden ist. Aber nicht nur Profiathleten genießen den Vorteil, die Auswahl unzähliger Routen für sich zu nutzen, sondern auch alle, die den Sport weniger ambitioniert betreiben. Bekannt durch das Klettern, bietet das Fränkische aber noch viele andere Möglichkeiten für ein zeitfüllendes Programm vor Ort.

Naturschutz im Frankenjura

Um den Klettersport im Frankenjura auch für die Zukunft zu sichern, entstand die Idee eine Interessensgemeinschaft zum Klettern im Fränkischen ins Leben zu rufen. Im November 1989 war es dann so weit und die IG Klettern e.V. wurde gegründet. Die Gründungsmitglieder haben sich zur Aufgabe gemacht, Naturschutz und Klettern miteinander zu vereinbaren. So wurde eine Zonierung der verschiedenen Kletterfelsen vorgenommen, um Flora, Fauna und Habitat zu schützen. Zahlreiche Konzeptionierungen der IG Klettern haben dazu geführt, dass uns Kletterfelsen in ihrer gewohnten Form erhalten geblieben sind. So zum Beispiel im Wiesent- oder im Pegnitztal.

Auch an dieser Stelle einen Appell an alle Leser und vielleicht zukünftigen Besucher des Frankenjura. Bitte lasst keinen Müll und Unrat am Fels bzw. allgemein in der Natur zurück und haltet euch an die verschiedenen Regelungen, die durch die Interessensgemeinschaft aufgestellt wurden. Aktuelle Infos über Felssperrungen, Neuigkeiten oder Aktionen erfahrt ihr auf www.ig.klettern.org.

Förstelsteinkette
urige Felsformationen aus Kalkstein
Treunitzer Klettergarten

Unterkünfte, Zeltplätze und Einkehrmöglichkeiten

Durch die touristische Erschließung des Frankenjura gibt es zahlreiche Möglichkeiten und für jeden die passende Unterkunft. Auch Einkehrmöglichkeiten gibt es zahlreich im Frankenjura. Vorab sagen lässt sich aber, dass wir nie eine Lokalität hungrig verlassen mussten. Die Küche hat oft fränkisch deftige Hausmannskost auf der Karte und die Portionen lassen keinen Platz für einen Nachtisch. Enttäuscht wurden wir bisher von keiner Gastwirtschaft oder Restaurant.

Unsere Empfehlungen für Unterkünfte

Planung und Anreise

Wenn man aus Richtung Norden anreist, führt einen jedes Navigationssystem zunächst über die A 7 bis Schweinfurt, um danach auf der A 70 Richtung Bamberg weiterzufahren. Je nach Wahl des Klettergebietes fährt man dann in der Nähe von Bamberg ab oder folgt der A 73, wenn die Wahl auf ein südlicher gelegenes Gebiet gefallen ist.

Erfolgt die Anreise aus dem Süden der Republik, ist es abhängig vom Wohnort, wo einen die Routenführung entlang schickt. Am Besten vorab per GoogleMaps oder dem eigenen Navi mal planen.

Tipp! Auf jeden Fall für die Navigation vor Ort ein Navigationssystem einpacken oder ein Smartphone mit Offline-Karten. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Netzabdeckung sehr variiert und man nicht selten ohne Empfang im Nirgendwo steht. Dann kann einem GoogleMaps leider auch nicht mehr weiterhelfen!

Kletterer im Treunitzer Klettergartenn
Roman in Kante 7 -
Stefan an der Förstelsteinkette

Klettern im Frankenjura

Da wir nicht das Kletterniveau aller Leser kennen und selbst auch eher zur Fraktion Genusskletterer gehören, möchten wir auch nur das empfehlen, was wir selber klettern. Für Informationen zu Gebieten, Naturschutz, Sperrungen und weiterem können wir euch aber die Kletterführer Frankenjura vom Panico Alpinverlag empfehlen. Dort erhaltet ihr einen Überblick über alle Klettergebiete mit topografischen Karten, Infos zur jahreszeitlich bedingten Sperrungen und mehr. Aktuelle Infos könnt ihr auch auf der Seite www.frankenjura.com nachlesen.

Unsere Empfehlung Kletterfelsen

Das ist nur eine kleine Empfehlung an Felsen, die wir in den vergangenen Jahren besucht haben, aber aufgrund ihrer Gegebenheiten immer wieder aufsuchen.

 

Breitenberberg Südwand

In diesem Gebiet kommen gerade „Neulinge“ am Felsen und Genusskletterer auf ihre Kosten. Viele einfache und gut abgesicherte Routen sind hier vorhanden, ambitioniertere Kletterer können im linken Teil der Wand in Routen bis zum 7. Grad einsteigen.

Zum Fels

Förstelsteinkette

Hier findet man jede Menge Routen in den unteren Graden, aber auch einige Routen bis hoch zum Grad 7+ sind hier zu finden. Ideal auch an warmen und sonnigen Tagen, da die Felsen komplett im Wald gelegen sind.

 Zum Fels

Fellner Dolinenwand

Klein aber fein ist dieses Gebiet. Sollte die Breitenberg Südwand überfüllt sein, kann man die Zeit an der Fellner Dolinenwand überbrücken. Hier ist ganz klar der Vorteil, dass die beiden Gebiete nur wenige Minuten zu Fuß auseinander liegen.

Zum Fels

Treunitzer Klettergarten

Super schönes Klettergebiet mit zahlreichen leichten Routen. Wer es ambitionierter mag, findet gerade im rechten Teil der Wand einige interessante Routen. Einziger Nachteil ist, dass die Wand nahe einer Straße liegt und man den Verkehr deutlich hört.

Zum Fels

 

Alternative Unternehmungen

Neben dem Klettersport gibt es aber viele Alternativen, die das Frankenjura zu einem Ausflugsziel für jedermann macht. Zahlreiche Burgen oder Ruinen, wie die Ruine Neideck oder die Burg bei Pottenstein, können besichtigt werden. Eine entspannte Kanutour über die Wiesent, die Begehung verschiedener Höhlen und Höhlensysteme, eine Wanderung über einen der zahlreichen ausgewiesenen Wanderwege oder eine gemütliche Radtour durch die Fränkische Schweiz können unternommen werden

Tipp! Eine Wanderung über den bekannten Frankenweg, auf dem man in verschiedenen Ortschaften einsteigen kann und sehr oft an Sehenswürdigkeiten der Fränkischen Schweiz vorbeikommt.

Leinen Los Kajaktouren

Leinen Los Kajaktouren aus Gößweinstein bietet ein breites Angebot an Aktivitäten in der Fränkischen Schweiz an. Von Kanu fahren, über Bogenschießen, bis hin zu geführten Höhlenabenteuern.

 

Aktiv Reisen GmbH

Mit der Aktiv Reisen GmbH aus Muggendorf wird euch nicht langweilig! Neben der klassichen Kanutour habt ihr die Möglichkeit, erste Erfahrungen im Wildwasser fahren zu erleben, einen Kletterkurs zu buchen oder euch ein Mountain- oder E-Bike zu leihen. Das sind nur ein paar Möglichkeiten, die euch geboten werden.

Roman in der Route Nachtisch
Stefan am Gipfelstürmer Block
Felsformation der Steinfelder Wand

Fakten für euch zusammengefasst

  • Mehr als 1.000 Kletterfelsen
  • Mehr als 10.000 katalogisierte Kletterrouten
  • Internationales Publikum
  • Erste Route im elften Schwierigkeitsgrad (Action directe)
  • Viele bekannte Profis besuchten die Fränkische Schweiz
    • Wolfgang Güllich
    • Kurt Albert
    • Adam Ondra
    • Jan Hoyer
    • Alex Megos
  • Zahlreiche Wanderwege
  • Sehenswürdigkeiten wie Burgen, Ruinen und Höhlen

Fazit

Für mich gehört das Frankenjura zu einem der top Klettergebiete Europas und das nicht nur weil es eine prominente Vergangenheit aufweist. Die kleinen Dörfer, die Ortsansässigen und Gastronomen haben sich im Verlauf der Zeit angepasst, dabei ihre Grundwerte wie Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft erhalten. Ein Besuch im Fränkischen, egal ob für einen Tag oder mehrere Tage, ist immer wie ein kleiner Urlaub für mich. Überzeugt euch selbst und plant vielleicht euren nächsten Trip ins Fränkische.

Dir fehlt noch die passende Kletterausrüstung?

Roman Aha

Roman Aha

doorout.com

„Hauptsache draußen“ ist mein Motto. Egal ob beim Klettern, Bouldern, Trailrunning oder unter freiem Himmel biwakieren. Hauptsache draußen eben! Mal mit ambitionierten Zielen im Blick, mal einfach nur genießen, erleben und die Natur um einen herum bewusst wahrnehmen. Neben dem Sport ist Fotografieren zu meiner neuen Leidenschaft geworden, die sich mit dem Sport gut vereinen lässt. Als aktiver Jugendleiter und Jugendreferent der JDAV Fulda versuche ich meine Leidenschaft und mein Wissen an Interessierte weiterzureichen.

Bildergalerie Zeltausstellung 2020

Bildergalerie Zeltausstellung 2020

Vom 5. bis 7. Juni fand unsere diesjährige Zeltausstellung statt, nachdem diese Anfang April auf Grund von Corona verschoben werden musste. Mit einigen Einschränkungen und der aktuell üblichen Maskenpflicht konnte es dann aber wie gewohnt los gehen. Und trotz des mäßigen Wetters war die Veranstaltung ein voller Erfolg.

Auf der Wiese unweit der Fulda und in unserer Indoor-Zeltausstellung fanden die Besucher verschiedensten Familien-, Trekking- und Vorzelte und natürlich alles was man sonst zum Thema Camping benötigt. Dabei gab es Zelt von allen renomieretn Herstellern wie Outwell, Kampa-Dometic, Vango, Robens, High Peak, Easy Camp uvm.

Die Besucher kamen aus ganz Deutschland und sogar aus dem angrenzenden Ausland sind einige Gäste angereist.

Für alle die nicht zur Ausstellung kommen konnten oder gerne mal schauen möchten, wie unsere jährliche Zeltaustellung aussieht, haben wir eine kleine Bildergalerie zusammen gestellt.

Extratour Milseburg

Extratour Milseburg

traumhafter Ausblick von der Milseburg

Wer kennt sie nicht! Mit ihren 805 Metern und ihrem markanten Geröllfeld ist die Milseburg unverwechselbar in der hessischen Rhön. Auf und um die Milseburg und den benachbarten Stellberg führt die 10,6 km lange Extratour Milseburg.

Die Tour bietet die Möglichkeit an verschiedenen Orten zu starten. Am beliebtesten ist wohl der Einstieg ab dem Wanderparkplatz Milseburg oder dem Parkplatz Biebertal, der sich im Tal hinter dem Ort Kleinsassen verbirgt. Eine weitere Möglichkeit bietet der Wanderparkplatz Stellberg, von dem man zunächst auf den Stellberg gelangt.

Felsstufen auf dem Weg zur Milseburg
Wegweiser Extratour Milseburg
Hinweisschild Naturschutzgebiet Kernzone

Wir haben uns für einen Start ab dem Parkplatz Biebertal entschieden, von dem wir uns zunächst bergauf Richtung Milseburg orientieren. Der Weg führt uns zunächst über einen kleinen, schmalen und steilen Trail bergauf, bis wir auf den breiten Wanderweg treffen. Dieser führt uns weiter durch den Wald, bis wir die Waldgrenze erreichen und dieser eine Weile entlanglaufen. Dabei treffen wir auch auf den Parktplatz Milseburg. Von hier aus geht es stetig steigend, bis hinauf zum Gipfel der Milseburg. Unterwegs lässt sich bereits erahnen, welchen Ausblick man von oben genießen darf. Am höchsten Punkt angelangt, kann man bei einer Brotzeit die Fernsicht über die Rhön und das Fuldaer Land genießen.

Nachdem man sich gestärkt hat, führt uns der weitere Weg über Treppen und trailartige Wege hinab zu den Danzwiesen, von wo aus nochmal zurückblicken sollte, um den Gipfel der Milseburg zu bestaunen. Bergab führt uns der Weg wieder durch die Wälder der Milseburg hinab ins Biebertal. Ab hier führen uns breite Forstwege leicht steigend zum Einstieg des Stellberges. Ab hier wird es für ein kurzes Stück nochmal steiler, bis wir den höchsten Punkt des Stellberges erreichen. Mit einer kleinen Bank mit Blickrichtung nach Fulda, lädt dieser Ort noch einmal für einen Moment zum Verweilen ein. Von hier aus führt uns der Weg auf der anderen Seite des Stellberges hinab. Der Weg ist schmal, der Untergrund locker und mit Steinen durchzogen. Am Ende des Weges treffen wir auf einen Forstweg, der uns vorbei an einem Zeltplatz und hinab zu unserem Ausgangspunkt führt.

Felsenmeer an der Milseburg
ein weiterer Wegweiser mit zahlreichen Wanderwegen
schmaler Wanderweg

Es besteht auch noch die Möglichkeit die Runde zu verlängern und über den Weiherberg oder die Maulkuppe zu laufen. Mit der Enzianhütte und dem Fuldaer Haus habt ihr zwei Möglichkeiten gemütlich einzukehren und euch verköstigen zu lassen. Bei schönem Wetter könnt ihr die Sitzgelegenheiten im Freien nutzen und beim Essen den Ausblick genießen.

Auf der gesamten Tour lässt sich gut erkennen, dass viele Berge der Rhön vulkanischen Ursprungs sind.  Die Geröllfelder an Milseburg und in den Wäldern, sowie den Basaltblöcken, die man immer mal wieder am Wegesrand wahrnimmt sind nur ein paar Hinweise.

Die Tour stellen wir euch als GPS über Komoot bereit. Hier könnt ihr die Tour nachgehen und auf euer Smartphone oder GPS Gerät laden.

Viel Spaß.

Roman Aha

Roman Aha

doorout.com

„Hauptsache draußen“ ist mein Motto. Egal ob beim Klettern, Bouldern, Trailrunning oder unter freiem Himmel biwakieren. Hauptsache draußen eben! Mal mit ambitionierten Zielen im Blick, mal einfach nur genießen, erleben und die Natur um einen herum bewusst wahrnehmen. Neben dem Sport ist Fotografieren zu meiner neuen Leidenschaft geworden, die sich mit dem Sport gut vereinen lässt. Als aktiver Jugendleiter und Jugendreferent der JDAV Fulda versuche ich meine Leidenschaft und mein Wissen an Interessierte weiterzureichen.