TOP10-Platzierung beim längsten Etappenlauf der Welt

TOP10-Platzierung beim längsten Etappenlauf der Welt

Der längste Etappen-Lauf der Welt “The Track” durchs australische Outback über 522 km und 9 Etappen als Selbstversorger ist tatsächlich geschafft!

Und das ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit, denn weniger als 50 % der Starter konnten finishen. Umso größer ist die Freude auch bei mir in Anbetracht der steinigen Vorbereitungen mit einer ewig andauernden, hartnäckigen Erkältung innerhalb der letzten Wochen vor dem Startschuss.

Startschuss nach Equipment- und Medical-Check

Nachdem die Teilnehmer zwei Tage im sogenannten Basecamp mit dem Equipment- und Medical-Check verbracht hatten, erfolgte der Start zu diesem ganz besonderen Abenteuer.  Wer gedacht hatte, dass die ersten zwei Etappen über 30 bzw. 41 km dafür vorgesehen wären, uns allmählich ins Rennen zu bringen, sah sich schnell eines Besseren belehrt. Denn diese Etappen hatten es regelrecht in sich. Die Route führte mit einigen Höhenmetern durch Berge und dies größtenteils auf unbefestigtem und kräftezerrendem Geläuf, wo stets besondere Vorsicht geboten war.

Auf den folgenden Etappen liefen wir durch unzählige, ausgetrocknete Flussbetten, Steinmassive, Geröll, rote Sandpisten, Dünen oder auf unbefestigten Wegen neben dem Highway.

40. Geburtstag im Outback

Meinen 40. Geburtstag verbrachte ich auf der 5. Etappe und 59 zu laufenden KM im Outback – etwas ganz Besonderes. Hier wurde ich durch ein gemeinschaftliches „Happy Birthday“ der Sportler und der Helfer bei der Startaufstellung auf die Strecke geschickt.

Bei der Dauer eines solchen Rennens ist es besonders wichtig, eine gewisse Routine zu entwickeln, an welcher man sich jeden Tag orientieren kann. Wie packe ich meinen Rucksack für die Herausforderungen des Tages? Auch in Anbetracht der sehr unterschiedlichen Wetterverhältnisse und Temperaturen (43 Grad am Tage bis zu drei Grad unter dem Gefrierpunkt in der Nacht) eine nicht zu vernachlässigende Frage. Nach wenigen Tagen hatte ich meinen Rhythmus gefunden.

Regeneration vor der Königsetappe

Vor der Königsetappe von 137 KM, welche nonstop zu laufen war, stand der „recovery day“ über 44 KM auf dem Programm. Hintergrund ist der, dass man ökonomisch und kräftesparend diese 8. Etappe nach Hause bringen sollte, um bestmöglich „ausgeruht und regeneriert“ in die Schlussetappe gehen zu können. Andere Läufer trainieren mehrere Jahre dafür, einmal einen Marathon über 42,195 KM zu meistern und wir reden von Regeneration? Beim genauen Überlegen verdeutlicht diese Tatsache die Dimensionen des Rennens.

Bis zu diesem Zeitpunkt ist die Zahl der Läufer schon extrem zusammengeschrumpft, da viele Sportler mit Verletzungen (Fuß- und Armbruch, Gesichtsfrakturen, offene Füße) das Rennen aufgeben mussten. Umso höher ist es einzuschätzen, dass sich einige von ihnen für die noch aktiven Läufern bei Checkpoints z. B. bei der Wasserverpflegung oder auch mit motivierenden Worten eingebracht haben – was für ein selbstloser Sportsgeist!  Aufgrund dieser Tatsachen wird einem erst richtig bewusst, dass es sich hier nicht um irgendeinen ungefährlichen Lauf handelt, sondern dass es schnell ernst werden könnte.

Körperliche Probleme nach knapp 400 KM

Auf der letzten Etappe war ich bereits durch die fast 400 KM der acht zurückliegenden Tage gezeichnet. Neben einer Bänderdehnung, welche ich mir beim Umknicken innerhalb eines Flussbettes zugezogen hatte, zierten zahlreiche Blasen und Druckstellen meine Füße. Ich hatte nun Scheuerstellen und die zwei Sehnen in meinen Sprunggelenken waren so entzündet, dass meine Füße denen eines Elefanten ähnelten.

Wie es der Zufall so wollte, lief ich bei KM 70 urplötzlich neben meiner Zeltmitbewohnerin Andrea. Es war inzwischen dunkel geworden und auch Andrea hatte körperliche Probleme. Wir sind die komplette Woche nicht einmal zusammen gelaufen, aber nun entschieden wir uns dazu, die australische Nacht gemeinsam meistern zu wollen – und das war das Beste, was passieren konnte. Wir kämpften uns von Checkpoint zu Checkpoint, verpflegten uns, hielten uns gegenseitig wach und die Laune trotz permanent vorhandener Schmerzen lange hoch. Es ist mir auch weiterhin ein Rätsel, wie wir immer wieder Tempo aufnahmen, um die Leidenszeit bis zum Ziel irgendwie reduzieren zu können.

Absoluten Erschöpfung am Rande der Halluzination

Wir sahen Dinge, die nicht da waren und der Asphalt bewegte sich. Andrea sagt zu mir: „Sascha, merkst Du, es geht los?!“ Meine Antwort: „Wir sind schon mittendrin, Andrea!“ Gemeint war der Punkt der absoluten Erschöpfung am Rande der Halluzination.

Nach gut 25 Stunden erreichten wir total erschöpft, Hand in Hand das Ziel in unmittelbarer Nähe des Ayers Rock. Es dauerte eine ganze Weile bis ich realisieren konnte, dass ich dieses Rennen tatsächlich finishen konnte und das noch auf Platz 10 als bester Deutscher.

Insgesamt war ich 77 Stunden 50 Minuten und 17 Sekunden im Outback läuferisch aktiv.

Mein Fazit

Man ist zu wesentlich mehr zu leisten imstande, als man sich das vielleicht zutraut. Der Glaube (auch an sich) versetzt tatsächlich Berge!

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich bei DOOROUT für die kompetente und unkomplizierte Unterstützung im Vorfeld des Rennens zu bedanken!

Fotos mit freundlicher Genehmigung: (c) 2019 Canal Aventure, G. Pielke / D. Lemanski

Sascha Gramm

Sascha Gramm

www.sascha-lauftrainer.de

Seit über 20 Jahren aktiver Ausdauersportler, der immer auf der Suche nach neuen, sportlichen Herausforderungen ist. Mittlerweile auch als Laufrainer unterwegs, um Interessierten mit großer Freunde und Leidenschaft die zahlreichen Vorzüge des Laufens zu vermittlen. Für eine Challenge-Teilnahme mit Joey Kelly stand das Team von Doorout mit Rat und Tat zur Seite. Seitdem resultiert ein regelmäßiger Austausch zudem auch das Verfassen von diversen Blogbeiträgen zählt
EXTRATOUR KELTENPFAD

EXTRATOUR KELTENPFAD

Ausgangspunkt dieser Extratour ist das Keltendorf bei Sünna. Hier liegt auch das Kelten-Hotel Goldene Aue wo Wanderer und Besucher des Keltendorf Übernachtungsmöglichkeiten finden und sich bei guter Küche stärken können.

Auf dem Keltenpfad, welcher mit einem roten K gekennzeichnet ist, gilt es also auf Spuren der Kelten die Rhön zu erkunden. Die Überreste aus der Zeit der Kelten sind wohl ca. 2500 Jahre alt. Und über das Leben aus dieser Zeit kann man sich im Keltendorf informieren.

Um den Öchsenberg und den Dietrichsberg verläuft der Weg überwiegend in Buchenwäldern und bietet an vielen Stellen eine herrliche Aussicht und bei gutem Wetter tolle Fernblicke.

Hinter dem Hotel steigen wir also auf einem kurzen Pfad ein, der durch ein Tor zur oberhalb verlaufenden Straße führt. Nach etwa 500 Metern muss man sich entscheiden welche Runde man zuerst laufen möchte.

Die hier beschriebene Variante folgt erst zum Geiskopf am Dietrichsberg ( 669 m ) und seinen bizarren Basaltsäulen, wo sich die vulkanische Geschichte der Rhön erahnen lässt.

Immer wieder gilt es schmalen Pfaden zu folgen, jedoch verläuft der überwiegende Teil des Weges auf Wald- und Forstwegen. Für meinen Geschmack dürfte es bei dem Namen Keltenpfad auch etwas mehr Pfad sein.

Aber auch so ist der Weg sehr angenehm zu laufen. Auf Höhe des Ortes Wölferbütt steigt der Wanderweg das erste Mal so richtig an, und es gilt bis zum Aussichtspunkt am Geiskopf ganze 200 Höhenmeter zu bezwingen.

Bevor man jedoch die Aussicht am Steinernen Meer genießt, sollte man kurz dem kleinen Trail zu den Basaltsäulen folgen. Dieser ehemalige Steinbruch liegt kurz unterhalb des Geiskopf. Hier bietet ein Unterstand auch Möglichkeit zur Rast und man kann sich in das Wanderbuch eintragen.

Danach geht es wieder etwas abwärts, vorbei am heutigen Steinbruch am Dietrichsberg. Sobald man den Wald hinter sich lässt, hat man einen Blick auf Sünna und die Kaliberge von Unterbreizbach und Heringen.

In der Nähe des Startpunkts der Tour kreuzt man die Straße und gelangt auf die Seite des Öchsenberg ( 627 m ). Hier kommt der Begriff Pfad auch endlich mal zur Geltung. Dieser Teil des Rundweges ist meiner Meinung nach der schönere Abschnitt.

Der Weg verläuft einmal komplett um den Berg um oberhalb von Vacha erneut einen ordentlichen Anstieg zum Keltenkreuz auf dem Gipfel des Öchsenberg hinzulegen. Vorbei an der Öchsenberghütte und über eine kleine Stahltreppe gelangt man auf das Plateua von dem aus man einen tollen Rundumblick hat.

Von hier aus geht es nochmal etwa 1,5 Kilometer abwärts zum Ausgangspunkt am Keltendorf. Am Ende zählt das Garmin 18,8 Kilometer und 624 Höhenmeter.

Stefan Feldpusch

Stefan Feldpusch

Freelancer by doorout.com

Outdoorler durch und durch! Egal ob Klettern, Bergsteigen, Wandern, Mountainbiken oder im Winter mit den Langlaufskiern, die Devise lautet: Hauptsache draußen. Im Sommer gerne mit dem Zelt oder dem Caddy-Camper unterwegs und noch dazu seit einigen Jahren Outdoor-Blogger mit Herz auf dem eigenen Blog www.my-outdoor-stories.de, sowie als Klettertrainer beim DAV aktiv. Als Freelancer im Doorout-Team seit 2017.

Abenteuer Überleben in Norwegen

Abenteuer Überleben in Norwegen

Peter Wörner ( 50 ) ist ehemaliger Einzelkämpfer und Elitesoldat der Bundeswehr und er war schon immer ein Naturmensch der schon als Jugendlicher draußen im Wald schlief. Seit 2009 bietet er hauptberuflich Outdoor-, Bushcraft- und Survivalkurse in Bayern und Thüringen, sowei seit 2014 auch in der Rhön an.

Seit 2010 werden auch in Norwegen 1 – 2 mal im Jahr Trekkingtouren mit Survivalinhalten angeboten.

Vom 8. bis 13. Juli 2019 geht es wieder in den Raum Namsos ( Nord-Trondelag ). Namsos liegt etwa 200 km nördlich von Trondheim. Geboten werden 6 Tage durch die atemberaubende Natur Norwegens.

Überlebenstechniken für jedes Outdoor-Abenteuer

Während dieser Tage werden Euch folgende Überlebenstechniken vermittelt:

  • Orientierung, Landnavigation
  • Zusammenstellung eines Survivalkits
  • Bau von Werkzeugen und Gebrauchsgegenständen aus Naturmaterialien
  • Finden und Zubereiten von Nahrung ( zu Land und zu Wasser ) auch angeln
  • Feuermachen
  • Bau von Notunterkünften und Verstecken
  • Bau von einfachen Wasserfiltern, Gewinnung von Trinkwasser
  • Bau eines Zeltbahnpaket
  • Bau eines Behelfbootes
  • Fallenbau
  • Bau von Paracordarmbändern

Warum gerade Norwegen?

Da Peter aus einem engbewohnten Ballungsraum kommt, sehnt er sich nach Ursprünglichkeit und der Wildheit der Natur.

Weit gereist ist er in Europa, Amerika und sogar bis ins südliche Afrika. Doch der hohe Norden hat es ihm besonders angetan – Skandinavien, ein Traum.

So viel ursprüngliche Natur und so wenige Menschen. Die Verbindung aus Wald, Fels und Wasser macht es aus. Egal ob Flüsse, Fjorde, Seen, flaches Terrain oder schneebedeckte Berge. Es gab seit seinem ersten Besuch kein Jahr ohne Sehnsucht dorthin.

Dort fühlt er sich wohl und identifiziert sich mit ihr.

Kosten & weitere Infos

Die Kosten für das 6-tägige Outdoor-Abenteuer in Norwegen belaufen sich auf 699 €. Die An- und Abreise muss von jedem selbst organisiert werden.

Zielflughafen ist Namsos ( ca. 200 Km nördlich von Trondheim ). Von dort geht es mit dem Bus auf eine Insel. Treffpunkt wird nach Buchung bekannt gegeben.

Von Deutschland gehen die Flüge meist über Amsterdam – Trondheim – Namsos ( am besten über KLM). Hin- und Rückflug liegen bei etwas über 300 €.

Alternativ kann auch bis Trondheim geflogen und von dort mit dem Bus nach Namsos gefahren werden. Namsos und Umgebung ist auch ein wahres Paradies für Angler.

Wolfszeit Video – Tekkingtouren in Norwegen

Lust auf Abenteuer Überleben?

Alle Infos zum Überlebenstraining in Norwegen bekommt Ihr auf der Webseite von Peter.

Peter & Christine

Peter & Christine

www.wolfszeit-naturkraft.de

Peter, geboren 1968 ist ehem. Fallschirmjägeroffizier.

International ausgebildeter Einzelkämpfer mit jahrzehnte- langer Outdoor- und Survival- erfahrung, spezialisiert auf Mitteleuropa und Skandinavien, Visionär.  Hat bereits 10 Jahre lang Krisenvorsorge ausgebildet.

Christine, geboren 1978 ist Promovierte Biologin sowie

Fotografin, Künstlerin, Dozentin, Gesundheitsberaterin, Naturheil- kundlerin, Autorin, Tierflüsterin, Heilerin und Seherin. 

The Track – Längster Etappenlauf der Welt in Australien

The Track – Längster Etappenlauf der Welt in Australien

Im Mai 2019 werde ich beim längsten Etappenlauf der Welt ( Selbstversorger ) – “The Track” im australischen Outback starten.

Das zehntägige Lauf-Abenteuer geht über eine Länge von 520 km und ein paar Höhenmetern und startet in der Kleinstadt Alice Springs (ca. 25.000 Einwohner) im australischen Bundesterritorium Northern Territory zwischen Darwin und Adelaide. Ziel ist der der Ayers Rock, in der Sprache der Aborigines „Uluru“ genannt. Der Sandsteinmonolith inmitten des trockenen „Red Centre“ gilt als einer der bekanntesten Berge Australiens.

Die ca. 40 internationalen Teilnehmer haben sich selbst zu versorgen. Bis auf Wasser und Zelt ist alles im Rucksack mitzuführen. Die Hälfte der Lebensmittel kann man aufgrund der Länge des Rennens jedoch abgeben und diese nach der Hälfte der Strecke wieder aufnehmen.

Bevor der Startschuss am 15. Mai fällt, nächtigen die Teilnehmer sowie das Betreuerteam bereits zweimal in Zweimannzelten im Basecamp, um sich auf die äußeren Umstände einzustellen. Zudem wird die Zeit vor dem Rennen dazu genutzt, den Medizin- und Ausrüstungscheck durchzuführen.

Die dann zu absolvierenden Etappen gestalten sie wie folgt:

  • Stage 1: Ellery Creek – Serpentine Chalet – 30 km
  • Stage 2: Serpentine Chalet – Finke River – 41 kmStage 3: Finke River – Hermannsburg – 38 km
  • Stage 4: Hermannsburg – Boggy Hole – 49 km
  • Stage 5: Boggy Hole – Palmer River – 59 km
  • Stage 6: Palmer River – Ernest Road – 58 km
  • Stage 7: Ernest Road – Angas Downs – 64 km
  • Stage 8: Angas Downs – Mt. Conner – 46 km
  • Stage 9: Mt. Conner – Uluru – 137 km (Nonstop)

Die letzte Etappe stellt zugleich die Königsetappe dar. Nach gut 400 km in den Beinen gilt es nochmals 137 km am Stück durch Tag und Nacht hinter sich zu bringen, ehe man hoffentlich gesund und munter das Ziel am „Heiligen Berg“ erreichen kann.

Bei einem solchen Vorhaben ist es besonders wichtig, eine zweckmäßige, leichte und gut funktionierende Ausrüstung zusammenzustellen. Hierbei hat mir das kompetente und freundliche Team von DOOROUT stets mit Rat und Tat zur Seite gestanden und mich perfekt bei Fragen rund um Schlafsack, Isomatte, Daunenjacke, Kochutensilien oder Outdoor-Nahrung beraten.

Neben der Vorbereitung in Sachen Equipment ist es natürlich besonders wichtig, sportlich bestmöglich vorbereitet die Reise ans andere Ende der Welt anzutreten. So absolvierte ich mehrere Laufblöcke mit Gepäck, in welchen man 6 Tage nacheinander bis zu 30 km läuft.

Hinzu kommt der eine oder andere Ultralauf wie z. B. der Kölner Grüngürtellauf (65 km), der Lahntallauf in Marburg (50 km), der Pfälzer Bergland Trail über drei Tage (123 km mit ca. 4.000 Höhemetern) oder auch der Oberelbemarathon in Dresden (42 km).

„The Track“ können Interessierte lediglich auf der Facebook-Seite des französichen Veranstalters “Canal Aventure” zeitversetzt verfolgen. Die Offiziellen versenden jeden Abend den Zwischenstand per Satellitentelefon nach Frankreich, wo die Berichte online gestellt werden.

Ansonsten gibt es keine weiteren Infos live aus dem Outback. Ich berichte nach meiner Rückkehr über eine hoffentlich erfolgreiche Teilnahme an gleicher Stelle.

Sascha Gramm

Sascha Gramm

www.sascha-lauftrainer.de

Seit über 20 Jahren aktiver Ausdauersportler, der immer auf der Suche nach neuen, sportlichen Herausforderungen ist. Mittlerweile auch als Laufrainer unterwegs, um Interessierten mit großer Freunde und Leidenschaft die zahlreichen Vorzüge des Laufens zu vermittlen. Für eine Challenge-Teilnahme mit Joey Kelly stand das Team von Doorout mit Rat und Tat zur Seite. Seitdem resultiert ein regelmäßiger Austausch zudem auch das Verfassen von diversen Blogbeiträgen zählt

Reisetipp Madeira – 5 lohnenswerte Wanderungen

Reisetipp Madeira – 5 lohnenswerte Wanderungen

Die portugiesische Insel Madeira liegt westlich der marokkanischen Küste im Atlantischen Ozean. Die 57 Kilometer lange und nur etwa 22 Kilometer breite Insel vulkanischen Ursprungs wird auch gerne als Frühlingsinsel bezeichnet.

Im Norden der Insel regnet es häufig, der Süden ist dagegen subtropisch warm und es gibt endlose Bananen- und Zuckerrohrplantagen. Der Artenreichtum Madeiras hat der Insel auch den Beinamen Blumeninsel beschert.

Von den steil abfallenden Küsten, übers Hochmoor Paul da Serra bis zum höchsten Berg der Insel, dem 1862 Meter hohen Pico Ruivo, hat die Insel sehr viel zu bieten und gerade für Wanderer ist Madeira ein wahres Paradies.

Wer nicht gerade mit den großen Kreuzfahrtschiffen in der Hauptstadt Funchal anlandet, gelangt mit dem Flieger von Deutschland aus in etwa 4 Stunden auf die Insel. Es gibt einige Direktverbindungen von deutschen Flughäfen aus oder man fliegt zuerst nach Lissabon um von dort aus nach Madeira zu fliegen.

Viele lohnenswerte Wanderungen verlaufen entlang der weltbekannten Levadas. Levadas sind künstlich angelegte Wasserwege die sich über mehr als 2000 km über die ganze Insel erstrecken. Die ersten Levadas wurdem im 15 Jahrhundert angelegt.

Dieses System versorgt die steilen Plantagen mit Wasser aus den Quellen sowie dem regenreichen Zentrum mit den hohen Bergen in der Mitte Madeiras. Die Wege entlang der Levadas dienten der Instandsetzung der Kanäle.

Die Halbinsel SÃO LOURENÇO

Die Halbinsel mit den zerklüfteten Anstiegen und grandiosen Buchten, welche man beim Landeanflug auf Madeiras Flughafen in Santa Cruz überfliegt, ist wegen seiner Landschaft ein der beliebtesten Inseltouren auf Madeira.

Vom Parkplatz an der Bucht Baía d’Abra aus verläuft der Wanderweg zuerst auf Holzbohlen um dann zu steinigem Untergrund zu wechseln, der sich bis auf den höchsten Punkt der Tour durchzieht.

Trotz des felsigen Pfads und der ein oder anderen ausgesetzten Stelle kommen einem auf diesem Weg auch immer wieder Personen mit Sandalen oder sogar Flip-Flops entgegen. Nicht alles das man noch Frauen mit High-Heels antrifft.

An- und Abstiege wechseln sich immer wieder ab sodass die Wanderung nie langweilig wird.

Relativ zu Beginn hat man gleich die Möglichkeit in eine Bucht mit steinigem Strand abzusteigen. Wenige Meter nach dem Abzweig bietet ein Aussichtspunkt jedoch die spektakulärere Aussicht auf Madeiras Nordküste.

An der schmalsten Stelle, die nur wenige Meter breit ist, fallen die Felsklippen bis zu etwa 100 Meter steil in Meer. Von da an ist es nur noch ein kurzer Weg bis an die Casa do Sardinha.

Das letzte Highlight ist dann der 160 Meter hohe Morro do Sardinha dessen Anstieg sehr steinig ist. Aber der Ausblick von oben lohnt sich wirklich. Man erblickt die komplette Halbinsel, den Flughafen und die hohen Berge in Madeiras Zentrum.

Bei gutem Wetter hat man von dort auch einen tollen Fernblick auf die nördlich gelegene Insel Porto Santo sowie den etwas südöstlich gelegenen Desertas Inseln und dem nicht zu übersehenden Leuchtturm auf der Ilhéu do Farol.

Das Tal der Ribeira da Ponta do Sol

Die Levadawanderung im Tal der Ribeira da Ponta do Sol liegt auf der Südseite der Insel und führt in das schmale und tief eingeschnitte Tal. Man bewegt sich dabei aber nur auf der östlichen Seite auf zwei unterschiedlichen Höhen.

Der Weg kann in beiden Richtungen begangen werden. Die schönere Variante ist aber zuerst der unteren Levada zu folgen um dann am Ende des Tals über eine Treppe auf die obere Levadaebene aufzusteigen, welche in schwindelerregender Höhe wieder aus dem Tal heraus läuft.

Der Untergrund ist hier so abwechslungsreich wie die Pflanzenwelt, lässt sich aber sehr angenehm begehen. Ohne größere Höhenunterschiede überwinden zu müssen, folgt man der Levada weiter hinein ins Tal.

Nach etwa 5 Kilometern erreicht man eine Treppe die ca. 40 Höhenmeter überwindet. Wer möchte folgt noch dem Flussbett bergauf bis zur Quelle der Levada Nova, an dessen Weg man dann wieder aus dem Tal hinausgelangt.

Etwa 1 Kilometer, nachdem man nun der weiter oben im Tal gelegenen Levada folgt, biegt der Kanal in eine kleine Schlucht nach links ab und verläuft in einer kleinen Schleife direkt hinter einem Wasserfall entlang. Dieser hat sich eine richtige Rinne in den Fels gespült und donnert dort gewaltig in die Tiefe.

Kurz danach gilt es einen ca. 200 Meter langen Tunnel zu durchqueren. Hierzu sollte man ( wie auf den meisten Levadawanderungen ) immer eine Stirnlampe im Gepäck haben.

Auf den letzten Kilometern merkt man dann Stück für Stück, dass sich das Tal wieder öffnet und man erreicht den Ausstieg der Levada.

Durch den grünen Kessel ins Höllental

Eine der spektakulärsten Levadawanderungen beginnt an der „Casa do Abrigo„ in Queimadas. Das mit einem Strohdach bedeckte Gasthaus liegt auf knapp 900 Metern Höhe, und die Anfahrt hat es schon in sich.

Von hier aus lassen sich die Tour „Caldeirão Verde“ und die Tour in den Höllenkessel „Caldeirão do Inferno“ perfekt miteinander verbinden.

In vielen Beschreibungen fallen die Worte spektakulär, Abenteuertripp der Superlative, faszinierend! Und es wird einem nicht zu viel versprochen. Jedoch sollte man schwindelfrei und trittsicher sein. Der Weg entlang der Levada do Caldeirão Verde ist teilweise in die steil abfallende Felswand gehauen, und vor einem unfreiwilligen Absturz hält einen nur ein kleiner Zaun an diesen Stellen ab.

Eine Stirnlampe sollte im Ruckssack auch nicht fehlen, da einen hier mehrere zum Teil lange Tunnel erwarten und der Weg entlang der Levada wird teilweise recht schmal.

Der Kanal mit samt dem Wanderweg überquert im Tal der Ribeira dos Cedros eine Brücke und ein Wasserfall lässt auch nicht lange auf sich warten. Die Vegetation wird immer dichter und man hat wirklich das Gefühl sich immer weiter in einen Dschungel zu begeben.

Im Tal der Ribeira Grande warten einige kleine Tunnel auf die Wanderer. Die Ausblicke dazwischen auf die hohen Berge ringsum sind wirklich beeindruckend und man sollte sich ab und an Zeit nehmen und kurz innehalten. Einfach atemberaubend!

Dann steht man im grünen Kessel „Caldeirão Verde“ in dem ein Wasserfall ein kleines türkisfarbenes Becken füllt. Die Felswände Drumherum gehen senkrecht nach oben. Hier endet der erste Abschnitt.

Wenn man sich kurz gestärkt hat und evtl. sein Trinkwasser wieder aufgefüllt hat, folgt man dem Weg Richtung „Caldeirão do Inferno“.

Nach wenigen Minuten erreicht man eine Stelle an der der Weg entlang der Levada nicht passierbar ist und man muss kurz in ein kleines Becken absteigen um auf der anderen Seite wieder aufzusteigen.

In Sachen Aufstieg war das jedoch noch nicht alles. Wenig später folgt eine steile Treppe, die ca. 75 Meter weiter oben auf einen Tunnel stößt, in den verrostet Schienen einer alten Loren-Bahn hineinlaufen. Dieser Tunnel ist ganze 2,5 Kilometer lang und verläuft unter dem Pico Ruivo Massiv hindurch.

Direkt am Tunneleingang biegt man rechts ab und folgt der Levada auf einem betonierten breiten Stück mit Wasserbecken an dem einen ein Schild daran erinnert, das man hier nicht schwimmen soll. Auf knapp 1000 Höhenmeter etwas surreal.

Nun folgen mehrere Tunnel hintereinander. Und gleich am ersten Tunneleingang wird man wohl nicht ganz trocken ankommen. Direkt davor stürzt ein kleiner Wasserfall in die Levada. Die weiteren Tunnel sind dann zum Teil wieder sehr niedrig. Zur Abwechslung haben einige aber kleinere Fenster im Fels.

Und dann steht man plötzlich in der beeindruckenden Klamm der Ribeira Grande in die sich gleich zwei Wasserfälle ergießen. Über zwei kleine Stahlbrücken, die max. von 3 Personen gleichzeitig begangen werden sollen, gelangt man ans andere Ende. Lautes Getöse verschlingt fast jedes Wort.

Wer nicht genau hinschaut, könnte meinen dass die Tour hier zu Ende ist. In einer kleinen Nische versteckt sich jedoch ein weiterer kurzer Tunnel auf den noch 3 weitere folgen, bevor man endlich im Caldeirão do Inferno steht. An den gebogenen Felswänden läuft hier überall Wasser herunter.

Vom Boca da Encumeada auf die Rote Spitze

Der Pico Ruivo ist Madeiras höchster Berg und ragt ganze 1862 Meter aus dem Atlantik empor. Wer auf der Insel ist sollte sich eine Bergtour nicht entgehen lassen.

Wenn man vom Pass her aufsteigt hat die Tour, mit 13,7 Kilometern Länge und 1368 Höhenmetern im Aufstieg, schon alpinen Charakter.

An der Südküste kann man bei Sonnenschein starten während es am Encumeada Pass stürmt und regnerisches Wetter vorherrscht. Wer aber Glück mit dem Wetter hat kann die spektakulären Aussichten nach Currral das Freiras oder Ribeira Brava auf der Tour genießen.

Vorbei am Pico da Cabra ( 1575 m ) und dem Pico Ferreiro ( 1587 m ) verläuft der Weg hauptsächlich auf dem Kamm und schlängelt sich weiter ansteigend Richtung Pico do Jorge ( 1577 m )  den man nach etwa 5 km überquert.

Nach 7,3 Kilometern erreicht man nach einem steileren Abstieg die Weggabelung Boca das Torrinhas auf 1440 Metern gelegen. Von hier aus kann man nach Curral das Freiras oder nach Lombo do Urzal absteigen.

An manchen Stellen hat man einen perfekten Blick auf die höchsten Berge des Pico Ruivo Massiv. Dazu zählen der Pico das Torres ( 1853 m ) und der Pico do Arieiro ( 1818 m ) auf dessen Gipfel sich eine Radarstation steht.

Nach ca. 6 Std Aufstieg steht man dann endlich auf dem Dach Madeiras und man kann den Blick über das zerklüftetet Gebirge vulkanischen Ursprungs schweifen lassen. Vorbei an der Berghütte an der Flanke des Pico Ruivo geht es dann abwärts Richtung Achada do Teixeira, dem Endpunkt der Tour.

Im Märchenwald von Rabaçal

Vom Parkplatz Rabaçalauf der Hochebene Paul da Serra gelegen, geht es weit hinein ins Tal Ribeira da Janela. Hierbei lassen sich gleich 3 Touren gleichzeitig begehen. Die Levadawanderungen zum Risco Wasserfall und zur Levada der 25 Quellen zählen zu den schönsten Wanderungen auf ganz Madeira.

Kurz nach dem Forsthaus Rabaçalal beginnt dann die Levada do Risco. Nach etwa 20 Minuten Fußweg erreicht man dann den schmalen Kessel in dem sich der Risco Wasserfall ganze 100 Meter ins Tal stürzt. Gespeist wird der Wasserfall vom Lagoa da Vento oberhalb.

Man folgt dem Weg wieder zurück, bis man eine Treppe erreicht, die hinab zur Levada das 25 Fontes führt. Es geht weiter bergab ins Tal der Ribeira Grande wo man eine Steinbrücke überquert, bevor es auf der anderen Seite wieder aufwärts zum Kanal geht.

Faszinierende Bäume säumen den Weg und bilden ein tunnelartiges Geflecht über der Levada. Baumheide und Lorbeerbäume prägen auch hier das Bild an den steilen Hängen. Ca. 30 Minuten später erreicht man dann den Kessel der 25 Quellen. 

Wer bis hier her gekommen ist sollte noch eine weiter Levadawanderung anschließen. Die Levada da Rocha Vermelha ist hier fast unberührt und man befindet sich abseits der Touristenschaaren. In aller Ruhe folgt man den Windungen ins Tal Ribeira da Janela. An einer Brücke quert man die Ribeira dos Cedros in der sich zwei Wasserfälle in die Steinbecken ergießen.

Am Eingang des Seixal Tunnel biegt man links ab. Einige Stellen entlang der Levada sind hier extrem ausgesetzt und wer nicht absolut trittsicher und schwindelfrei ist, sollte besser umkehren. Solche Stellen folgen bis zum Umkehrpunkt noch einige Male.

Bachtour – Extratour Vogelsberg

Bachtour – Extratour Vogelsberg

Woher diese kurze, und sehr angenehm zu laufende Rundwanderung Ihren Namen hat, wird einem sehr schnell klar. Vom Rande der Vogelsberger Kreisstadt aus geht es häufig entlang fließendem Gewässer.

Gute Parkmöglichkeit an Wochenenden bietet der Parkplatz an der Eichbergschule nahe dem Stadtzentrum von Lauterbach. Hat man die Wanderschuhe geschnürt und den Rucksack geschultert kann es auch direkt auf den ersten Metern über den Vulkanradweg losgehen.

Zur linken Seite rauscht die Lauter gen Stadtzentrum und zur rechten ragen die Hänge hinauf zum Eichberg auf dem das Eichhofkrankenhaus thront.

Wenig später folgt man dem Saumpfad über einen kleinen Zufluss der Lauter hinweg hinauf zum Blitzenröder Bahnhof. Wenige Meter neben dem Vulkanradweg verläuft hier der Wanderweg und auf den größtenteils Naturbelassenen Wegen kommt man den Radfahrern nicht in die Quere.

Eine Holzbrücke bringt einen trockenen Fußes über die gemächlich dahinfließende Lauter, welche hier aus Richtung Frischborn den Wandrern entgegen fließt. Frischborn ist ein Lauterbacher Ortsteil der auf der Vogelsberger Extratour – Bachtour einmal komplett umrundet wird.

Kurze Zeit später lässt man die Zentralstation zur linken Hand liegen und folgt dem kleinen Pfad oberhalb in den Wald hinein. Dieser spuckt einen unweit einer kleinen Lichtung, an dem ein schön gelegenes Forsthaus liegt, wieder aus und gibt einen fantastischen Blick auf das traumhaft gelegen Schloss Eisenbach frei.

An dessen Schlossmauer findet man sich wenige Minuten später wieder und normalerweise folgt man der Beschilderung eben entlang dieser Mauer hinauf zum Schloss. Wer sich vor Ort auskennt verlässt aber hier kurz den regulären Wanderweg und folgt einem weiteren Pfad unterhalb des Schlosses, vorbei an einem kleine Teich, hinüber zu einer kleinen Steinbrücke am Eisenbach. Genau von hier aus gelangt man hinauf und hinein ins Schloss.

Das sehenswerte Schloss Eisenbach wurde 1217 erstmal urkundlich erwähnt und befindet sich seit 1429 im Besitz der Riedesel. Zuerst war hier nur eine Burg die im 16. Jahrhundert zu einem Schloss ausgebaut wurde.

Der weitläufige Schlosspark, welcher für Besucher frei zugänglich ist, lädt zum Verweilen ein und wer genug Zeit mitbringt, dem sei diese Erweiterung der Bachtour unbedingt ans Herz gelegt.

Weiter geht es auf Landwirtschaftlichen Wegen hinüber zu den Feldern am Auhof. Richtung Süden erblickt man die acht Hektar große Gasverdichtderstation am Rixfelder Kreuz und kurze Zeit später erreicht man erneut ein Waldstück.

Man folgt der Beschilderung auf abwechslungsreichen Wegen die mal breit sind und dann wieder auf Pfaden durch die typische Vogelsberger Landschaft führen.

Die Sonne spiegelt sich im Hopfmannsfelder Teich an dem sich der Eisenbach von Westen her kommend vorbeischlängelt.

Hat man die Hopfmannsfelder Straße gequert erreicht man eine kleine Picknickstelle, an der sich eine kurze Rast anbietet.

Nur wenige Gehminuten von hier gelangt man nach kurzem Abstieg hinab zur Lauter, welche man auf Schrittsteinen erneut quert und von hier aus verläuft der Weg wieder zurück zur Ortsgrenze von Frischborn.

Hier prägen erneut landwirtschaftliche Wege das Bild und man gelangt nördlich vorbei, am knapp 1000 Einwohner zählenden Ort, hinüber zum Silberberg.

Der Wanderweg nähert sich wieder der Lauter und vorbei am Friedwald gelangt man allmählich wieder zurück zum Ausgangspunkt in Lauterbach.

Stefan Feldpusch

Stefan Feldpusch

Freelancer by doorout.com

Outdoorler durch und durch! Egal ob Klettern, Bergsteigen, Wandern, Mountainbiken oder im Winter mit den Langlaufskiern, die Devise lautet: Hauptsache draußen. Im Sommer gerne mit dem Zelt oder dem Caddy-Camper unterwegs und noch dazu seit einigen Jahren Outdoor-Blogger mit Herz auf dem eigenen Blog www.my-outdoor-stories.de, sowie als Klettertrainer beim DAV aktiv. Als Freelancer im Doorout-Team seit 2017.