Extratour Gipfeltour

Extratour Gipfeltour

Erlebnisstouren auf dem Vulkan

Als Erlebnistour wird diese 13,3 Kilometer lange Wanderung auf dem Hoherodskopf beschrieben. Und das bestätigt sich auf der Rundwanderung und hinterlässt einen durchweg positiven Eindruck. Wirklich schöne Wege über Stock und Stein finden sich auf der Gipfeltour der Vogelsberger Extratouren.

Wer eher mit Wald- und Wiesenwegen gerechnet hat, trifft hier aber größtenteils auf Trailartige Wege, welche von Wanderern & Mountainbikern gleichzeitig genutzt werden. Und Spaß haben sicherlich beide, insofern Sie beide Rücksicht auf einander nehmen.

Vom Parkplatz an der Taufsteinhütte geht es kurz auf dem Wildsautrail entlang der Landstraße 3291. Nach wenigen hundert Metern biegt man dann links ab und trifft kurz darauf auf die drei Flösserteiche unweit der Jugendherberge am Hoherodskopf.

Bergab folgt man der wirklich sehr guten Beschilderung mit dem Vulkanzeichen in grün und rot. Das nächste Ziel ist dann der Gackerstein ( 663 m ) mit seinem Gipfelkreuz. Von dort aus hat man einen schönen Blick zurück zum Hoherodskopf.

Durch weitere Waldstücke abwärts gelangt man zu einem der niedrigsten Punkte der Runde. Aber alles was man runter gelaufen ist, muss später natürlich wieder erklommen werden. Am Ende des Tages zählte das GPS Gerät ganze 562 Höhenmeter im Anstieg.

Abwechslungsreiche Genusstour

Die sich abwechselnden Ab- und Anstiege sind sicherlich auch das Schwierigste an dieser Genusstour. Und der nächste Anstiegen lässt nicht lange auf sich warten. Direkt nach der Überquerung der Kreisstraße 103 ( Deutsche Ferienstraße Alpen-Ostsee ) folgt der Wiesenweg südlich von Breungeshain bergauf.

Auf der anderen Seite gelangt man dann in den kleinen Ort Busenborn. Vorbei an der kleinen Kirche geht es dann runter bis zum Eichelbach, den man auf einer kleinen Holzbrücke überquert. Wie schon auf der ganzen Tour fallen auch hier die Steine und Felsen auf, welche dick mit Moss überzogen sind.

Hinauf zum Bilstein

Von hier aus geht es nun auf ca. 2 Kilometern den steilsten Anstieg bis zum Bilstein ( 666 m ) hinauf. Es gilt 215 Höhenmeter zu bewältigen. Aber die Quälerei ( insofern man dies so bezeichnen möchte ) lohnt sich auf jeden Fall.

Von diesem beeindruckenden Basaltfelsen hat man einen fantastischen Fernblick bis weit ins Rain-Main Gebiet. Sogar die Frankfurter Skyline sowie der Große Feldberg sind bei gutem Wetter auszumachen.

Weiter geht es über Feldwege vorbei an einer Lama-Herde, und über die Landstraße 3338 hinweg. Man lässt den Segelflugplatz sowie die Breungeshainer-Waldsiedlung rechts liegen und folgt dann dem Trampelpfad über die Skipiste hoch zum Hoherodskopf ( 764 m ).

Höhenrundweg als Erweiterung

Wer noch nicht genug hat kann sich nach kurzer Stärkung am “Imbiss zur schönen Aussicht” noch für den Höhenrundweg entscheiden. Der eigentliche Weg würde vom Hoherodskopf wieder zurück zur Taufsteinhütte führen. Mit der Extratour Höhenrundweg lässt sich die Tageswanderung auf etwa 20 km erweitern. Der Höhenrundweg ist ebenfalls sehr gut gekennzeichnet.

Vorbei am Baumkronenpfad, dem Kletterwald sowie dem Adventure Golfplatz geht es dann über Waldwege zum Bismarckturm auf dem Taufstein ( 773 ). Der 22 Meter hohe, viereckige Turm, bietet eine Aussichtsplattform von der man erneut einen perfekten Weitblick bis in die Rhön sowie das Rain-Main Gebiet hat. Der Aufstieg über 101 Stein- und Metallstufen lohnt sich zu jeder Jahreszeit.

An weiteren Felsformationen und Feuchtgebieten vorbei gelangt man dann zur Niddaquelle in der Nähe des Geiselstein ( 720 m ). Zurück zum Parkplatz an der Taufsteinhütte geht es über den Wanderweg vorbei an den Flösserteichen, welche zum Tourbeginn ja schon mal zu sehen waren.

Stefan Feldpusch

Stefan Feldpusch

Freelancer by doorout.com

Outdoorler durch und durch! Egal ob Klettern, Bergsteigen, Wandern, Mountainbiken oder im Winter mit den Langlaufskiern, die Devise lautet: Hauptsache draußen. Im Sommer gerne mit dem Zelt oder dem Caddy-Camper unterwegs und noch dazu seit einigen Jahren Outdoor-Blogger mit Herz auf dem eigenen Blog www.my-outdoor-stories.de, sowie als Klettertrainer beim DAV aktiv. Freelancer im Doorout-Team seit 2017.

Ultra AFRICA Race – Mosambik Continental Challenge

Ultra AFRICA Race – Mosambik Continental Challenge

Nach der erfolgreichen Teilnahme am längsten Etappenlauf der Welt im australischen Outback über 522 km im Mai des Jahres steht nun die Teilnahme am „Ultra AFRICA Race“ im ostafrikanisches Mosambik bevor. 

Hierbei handelt es sich um ein Etappenrennen über die Dauer von fünf Tagen, an welchen insgesamt 220 km und rund 3.600 Höhenmetern zu absolvieren sind. Der Veranstalter des Rennens stellt Zelte und Wasser zur Verfügung, das sonst notwenige Equipment und die Verpflegung sind im Rucksack mitzuführen.

 Die Veranstaltung findet in den Provinzen Gaza und Inhambane im Süden des Landes statt. Die Route führt vom Ufer des Lake Nhambavale zum Jangamo Beach. Die Läufer erwartet eine Strecke durch Kokosnusswälder, an Seen vorbei und durch zahlreiche Dörfer, welche in den Dünen vor den Toren des Ozeans liegen. Aber auch lange, weiße Sandstrände gehören zum Streckenprofil.

In unmittelbarer Nähe eines der Camps, in welchen wir nächtigen werden, befindet sich eine Schule. Hier freue ich mich besonders auf das Zusammentreffen mit den einheimischen Kindern und bin sehr gespannt, wie ich als Fremder empfangen werde. Als einziger deutscher Teilnehmer versuche ich natürlich meine Heimat bestmöglich zu repräsentieren.

Fotos (c) 2018 Canal Aventure / Gabriel Pielke

Die einzelnen Etappen

  • Etappe 1: Lac Nhambavale – Kanda ( 36 km, 618 HM )
  • Etappe 2: Kanda – Quissico ( 39 km, 750 HM )
  • Etappe 3: Quissico – Lac Poelela ( 45 km, 815 HM )
  • Etappe 4: Lac Poelela – Cambula ( 53 km, 774 HM )
  • Etappe 5: Cambula – Jangamo ( 47 km, 657 HM )

Der französische Veranstalter „CANAL AVENTURE“ richtet die sogenannte „Continental Challenge“ aus. Der Name ist Programm, denn auf jedem der fünf Kontinente wird ein Ultra-Rennen ausgetragen. Wenn man alle fünf Rennen innerhalb von zwei Jahren erfolgreich absolvieren sollte, winkt die Aufnahme in den elitären Club der „Continental Finisher“.

Die Challenge beinhaltet folgende Etappenläufe

Sascha Gramm

Sascha Gramm

www.sascha-lauftrainer.de

Seit über 20 Jahren aktiver Ausdauersportler, der immer auf der Suche nach neuen, sportlichen Herausforderungen ist. Mittlerweile auch als Laufrainer unterwegs, um Interessierten mit großer Freunde und Leidenschaft die zahlreichen Vorzüge des Laufens zu vermittlen. Für eine Challenge-Teilnahme mit Joey Kelly stand das Team von Doorout mit Rat und Tat zur Seite. Seitdem resultiert ein regelmäßiger Austausch zudem auch das Verfassen von diversen Blogbeiträgen zählt

Spendenaktion von Keen & Sherpa

Spendenaktion von Keen & Sherpa

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Seit über fünfzehn Jahren produziert KEEN, eine werteorientierte, unabhängige Outdoor- und Lifestyle-Marke Marktführende Schuhe, die weltweit für ihre Innovation, Handwerkskunst und Langlebigkeit bekannt sind.

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Keen und Sherpa handeln und lassen Taten sprechen, indem Sie zurückgeben, um eine bessere Zukunft zu schaffen. Gemeinsam Spenden sie 15 € für jedes verkaufte Paar Innate LTD an “Room to Read ®”.

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Unsere gemeinsamen Werte bilden das Herzstück in diesem einzigartigen Projekt. Wir möchten die Gemeinden in Nepal auf effektive Weise unterstützen und gemeinsam eine bessere Zukunft schaffen. 

Die Organisation “Room to Read®” möchte das Leben von Millionen von Kindern in Entwicklungsländern wie Nepal verändern. Hierbei konzentrieren sie sich auf Alphabetisierung und Gleichberechtigung in der Bildung.

Alphabetisierung: Die Grundlage für das Lernen

Room to Read® ist eine globale Organisation, die das Leben von Millionen von Kindern in einkommensschwachen Gemeinden verändert, indem sie sich auf Alphabetisierung und Gleichberechtigung in der Bildung konzentriert. Mit unserem Programm möchten wir Room to Read® in Nepal in drei Schlüsselbereichen unterstützen, welche für die Alphabetisierung der Schüler von wesentlicher Bedeutung sind:

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Durch die Bereitstellung außergewöhnlicher Lernmaterialien, welche Jahre lang benutzt werden können, treiben wir die Alphabetisierung im Land voran.

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Reisetipp Norwegen – 5 lohnenswerte Tagestouren

Reisetipp Norwegen – 5 lohnenswerte Tagestouren

Norwegen ist bekannt ist für seine Berge, Gletscher und tief eingeschnittenen Fjorde. Wer das skandinavische Land erkunden will, den erwarten Trolle, sauberes Wasser und unendlich viel Natur von Kristiansand im Süden bis hoch hinaus zum Nordkap.

Wer mit dem Auto oder einem Camper anreist gelangt mit einer der vielen Fährverbindungen über den Skaggerak hinweg in das faszinierende Land. Unzählige Campingplätze finden sich an vielen Stellen, oder man macht einfach Gebrauch vom Jedermannsrecht und campiert wild an den schönsten Plätzen die man finden kann.

Alternativ kann man sich natürlich auch eine Ferienwohnung oder ein Hotelzimmer buchen um von dort aus die Umgebung zu erkunden. Jedoch sollte man die Entfernungen in Norwegen nicht unterschätzen. Denn für eine Strecke von 100 Kilometern ist man schnell mal 2 bis 3 Stunden unterwegs.

 

Aber das positivste was das Land zu bieten hat, ergreift einen sofort wie man das Land betritt. Ob man will oder nicht wird man sofort entschleunigt und kann sich voll und ganz auf den Urlaub und die Abenteuer konzentrieren. Da man in ganz Norwegen maximal 80 km/h fahren darf, ist man deutlich langsamer unterwegs wie auf deutschen Autobahnen.

Südnorwegen hat so viel zu bieten, das man Wochenlang dort unterwegs sein könnte, ohne das es langweilig werden würde. Und eine gute Art und Weise das Land zu erkunden und zu erleben ist Wandern. Daher bekommt Ihr von uns 5 lohnenswerte Tourempfehlungen in atemberaubender Natur Südnorwegens.

WANDERN AM UFER DES NÆRØYFJORD

Der Nærøyfjord in der westnorwegischen Fjordlandschaft ist ein ca. 17 Kilometer langer Seitenarm des Aurlandsfjords und gehört zum UNSECO Weltnaturerbe. Warum dies so ist merkt man sofort wenn man am Hafen der kleinen Ortschaft Gudvangen Richtung Norden blickt.

Bis zu 1700 Meter ragen die teils steilen Felsflanken links und rechts des Fjords auf. Ein wahrhaftig atemberaubender Anblick. Zahlreiche Wasserfälle stürzen tosend in den smaragdgrünen Fjord.

Von Gudvangen aus lassen sich viele lohnenswerte Touren unternehmen. So z.B. direkt vom Hafen aus an der Westküste des Nærøyfjords entlang nach Bakka und zurück.

DURCH DAS TAL DER WASSERFÄLLE BEI KINSARVIK

Durch das Tal Husedalen verläuft der Fluss Kinso und überwindet dabei von der Hochebene der Hardangervidda bis zum Sørfjord fast 900 Höhenmeter. In insgesamt vier Wasserfällen stürzt sich hier das Wasser tosend hinab. Jeder einzelne Wasserfall ist dabei noch beeindruckender wie der vorrangegangene.

Ausgangspunkt dieser eindrucksvollen Wanderung ist der kleine Ort Kinsarvik, welcher in einer kleinen Bucht am Zusammenfluss von Sørfjord und Eidfjord liegt. Kinsarvik gehört zur Gemeinde Ullensvang im norwegischen Hordaland und zählt in etwa 500 Einwohner.

Die Tour durch das Tal der Wasserfälle bei Kinsarvik ist eine der schönsten Wanderungen in Südnorwegen und sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.

ÜBER DEN POSTVEGEN ZUR STABKIRCHE BORGUND

Die Stabkirche Borgund in der Gemeinde Lærdal in der norwegischen Provinz Sogn og Fjordane ist eines der ältesten Holzgebäude Europas und ist ca. 900 Jahre alt. Sie ist eine der am besten erhaltenen Stabkirchen Norwegens und zählt zu den beeindrucktesten Beispielen norwegischer Stabbaukunst.

Über den Bergenske Postvegen wandert man entlang des Lærdalselva auf schmalen Pfaden. Weiter geht es auf dem Kongevegen over Filefjell und den steilen Vindhellavegen hinauf zur Stablkiche von Borgund. 

Diese Wanderwege zählen alle zu einer alten Verbindung zwischen Oslo und Bergen und wurden wohl schon im 16. Jahrhundert angelegt.

AUF DEM RIMSTIGEN AM NÆRØYFJORD

Der Rimstigen ist ein steiler Bergpfad in den Felsflanken des Westufers am Nærøyfjord und bietet mit jedem Meter, den man höher hinauf steigt, atemberaubende Tiefblicke auf den zum Weltnaturerbe zählenden smaragdgrünen Fjord.

Es erwartet einen eine wahnsinnig tolle Bergtour in traumhaft schöner Natur. Ganze 1300 Höhenmeter gilt es auf schmalen Pfaden zu erklimmen. An der ehemaligen Alm vorbei hinauf zum Bergsee Skarsnosi und weiter zum Gipfel des Rimstigfjellet, einen eher flachen und schrofenartigen Gipfel.

Steht man nach dem langen Aufsteig hier oben weiß man für was man sich die letzten Stunden gequält hat. Man erblickt die Felskante der Breiskrednosi und den Grat Styvisdalseggi im Norden. Im Osten den 1662 Meter hohe Store Breen. Tief unten im Fjord die Orte Styvi und Bakka sowie den Aurlandsfjord in der Ferne.

HIMMELSTIGEN – VIA FERRATA TROLLTUNGA

Allzu viele Klettersteige gibt es in Norwegen nicht, aber einer der bekanntesten davon ist wohl der Himmelstigen. Dieser Klettersteig der Kategorie C wurde 2018 neu eröffnet, bzw. gab es vorher einen alten Klettersteig der nach einem Felssturz gesperrt ist.

Wer also eine Alternative zum überlaufenen Wanderweg zur Trolltunga sucht, wird mit dem nicht sehr anspruchsvollen Klettersteig fündig. Auch wenn ambitionierte Klettersteig-Geher sicher nicht auf Ihre Kosten kommen, sollte man sich den Himmelstigen nicht entgehen lassen.

Es warten spektakuläre Tiefblicke auf den Ringdalsvatnet sowie fantastische Fernblicke auf den Folgefonna Gletscher im Westen. Eine anstrengende und kräftezehrende Tagestour die man man unbedingt auf seiner Bucket-List haben sollte!

Stefan Feldpusch

Stefan Feldpusch

Freelancer by doorout.com

Outdoorler durch und durch! Egal ob Klettern, Bergsteigen, Wandern, Mountainbiken oder im Winter mit den Langlaufskiern, die Devise lautet: Hauptsache draußen. Im Sommer gerne mit dem Zelt oder dem Caddy-Camper unterwegs und noch dazu seit einigen Jahren Outdoor-Blogger mit Herz auf dem eigenen Blog www.my-outdoor-stories.de, sowie als Klettertrainer beim DAV aktiv. Als Freelancer im Doorout-Team seit 2017.
TOP10-Platzierung beim längsten Etappenlauf der Welt

TOP10-Platzierung beim längsten Etappenlauf der Welt

Der längste Etappen-Lauf der Welt “The Track” durchs australische Outback über 522 km und 9 Etappen als Selbstversorger ist tatsächlich geschafft!

Und das ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit, denn weniger als 50 % der Starter konnten finishen. Umso größer ist die Freude auch bei mir in Anbetracht der steinigen Vorbereitungen mit einer ewig andauernden, hartnäckigen Erkältung innerhalb der letzten Wochen vor dem Startschuss.

Startschuss nach Equipment- und Medical-Check

Nachdem die Teilnehmer zwei Tage im sogenannten Basecamp mit dem Equipment- und Medical-Check verbracht hatten, erfolgte der Start zu diesem ganz besonderen Abenteuer.  Wer gedacht hatte, dass die ersten zwei Etappen über 30 bzw. 41 km dafür vorgesehen wären, uns allmählich ins Rennen zu bringen, sah sich schnell eines Besseren belehrt. Denn diese Etappen hatten es regelrecht in sich. Die Route führte mit einigen Höhenmetern durch Berge und dies größtenteils auf unbefestigtem und kräftezerrendem Geläuf, wo stets besondere Vorsicht geboten war.

Auf den folgenden Etappen liefen wir durch unzählige, ausgetrocknete Flussbetten, Steinmassive, Geröll, rote Sandpisten, Dünen oder auf unbefestigten Wegen neben dem Highway.

40. Geburtstag im Outback

Meinen 40. Geburtstag verbrachte ich auf der 5. Etappe und 59 zu laufenden KM im Outback – etwas ganz Besonderes. Hier wurde ich durch ein gemeinschaftliches „Happy Birthday“ der Sportler und der Helfer bei der Startaufstellung auf die Strecke geschickt.

Bei der Dauer eines solchen Rennens ist es besonders wichtig, eine gewisse Routine zu entwickeln, an welcher man sich jeden Tag orientieren kann. Wie packe ich meinen Rucksack für die Herausforderungen des Tages? Auch in Anbetracht der sehr unterschiedlichen Wetterverhältnisse und Temperaturen (43 Grad am Tage bis zu drei Grad unter dem Gefrierpunkt in der Nacht) eine nicht zu vernachlässigende Frage. Nach wenigen Tagen hatte ich meinen Rhythmus gefunden.

Regeneration vor der Königsetappe

Vor der Königsetappe von 137 KM, welche nonstop zu laufen war, stand der „recovery day“ über 44 KM auf dem Programm. Hintergrund ist der, dass man ökonomisch und kräftesparend diese 8. Etappe nach Hause bringen sollte, um bestmöglich „ausgeruht und regeneriert“ in die Schlussetappe gehen zu können. Andere Läufer trainieren mehrere Jahre dafür, einmal einen Marathon über 42,195 KM zu meistern und wir reden von Regeneration? Beim genauen Überlegen verdeutlicht diese Tatsache die Dimensionen des Rennens.

Bis zu diesem Zeitpunkt ist die Zahl der Läufer schon extrem zusammengeschrumpft, da viele Sportler mit Verletzungen (Fuß- und Armbruch, Gesichtsfrakturen, offene Füße) das Rennen aufgeben mussten. Umso höher ist es einzuschätzen, dass sich einige von ihnen für die noch aktiven Läufern bei Checkpoints z. B. bei der Wasserverpflegung oder auch mit motivierenden Worten eingebracht haben – was für ein selbstloser Sportsgeist!  Aufgrund dieser Tatsachen wird einem erst richtig bewusst, dass es sich hier nicht um irgendeinen ungefährlichen Lauf handelt, sondern dass es schnell ernst werden könnte.

Körperliche Probleme nach knapp 400 KM

Auf der letzten Etappe war ich bereits durch die fast 400 KM der acht zurückliegenden Tage gezeichnet. Neben einer Bänderdehnung, welche ich mir beim Umknicken innerhalb eines Flussbettes zugezogen hatte, zierten zahlreiche Blasen und Druckstellen meine Füße. Ich hatte nun Scheuerstellen und die zwei Sehnen in meinen Sprunggelenken waren so entzündet, dass meine Füße denen eines Elefanten ähnelten.

Wie es der Zufall so wollte, lief ich bei KM 70 urplötzlich neben meiner Zeltmitbewohnerin Andrea. Es war inzwischen dunkel geworden und auch Andrea hatte körperliche Probleme. Wir sind die komplette Woche nicht einmal zusammen gelaufen, aber nun entschieden wir uns dazu, die australische Nacht gemeinsam meistern zu wollen – und das war das Beste, was passieren konnte. Wir kämpften uns von Checkpoint zu Checkpoint, verpflegten uns, hielten uns gegenseitig wach und die Laune trotz permanent vorhandener Schmerzen lange hoch. Es ist mir auch weiterhin ein Rätsel, wie wir immer wieder Tempo aufnahmen, um die Leidenszeit bis zum Ziel irgendwie reduzieren zu können.

Absoluten Erschöpfung am Rande der Halluzination

Wir sahen Dinge, die nicht da waren und der Asphalt bewegte sich. Andrea sagt zu mir: „Sascha, merkst Du, es geht los?!“ Meine Antwort: „Wir sind schon mittendrin, Andrea!“ Gemeint war der Punkt der absoluten Erschöpfung am Rande der Halluzination.

Nach gut 25 Stunden erreichten wir total erschöpft, Hand in Hand das Ziel in unmittelbarer Nähe des Ayers Rock. Es dauerte eine ganze Weile bis ich realisieren konnte, dass ich dieses Rennen tatsächlich finishen konnte und das noch auf Platz 10 als bester Deutscher.

Insgesamt war ich 77 Stunden 50 Minuten und 17 Sekunden im Outback läuferisch aktiv.

Mein Fazit

Man ist zu wesentlich mehr zu leisten imstande, als man sich das vielleicht zutraut. Der Glaube (auch an sich) versetzt tatsächlich Berge!

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich bei DOOROUT für die kompetente und unkomplizierte Unterstützung im Vorfeld des Rennens zu bedanken!

Fotos mit freundlicher Genehmigung: (c) 2019 Canal Aventure, G. Pielke / D. Lemanski

Sascha Gramm

Sascha Gramm

www.sascha-lauftrainer.de

Seit über 20 Jahren aktiver Ausdauersportler, der immer auf der Suche nach neuen, sportlichen Herausforderungen ist. Mittlerweile auch als Laufrainer unterwegs, um Interessierten mit großer Freunde und Leidenschaft die zahlreichen Vorzüge des Laufens zu vermittlen. Für eine Challenge-Teilnahme mit Joey Kelly stand das Team von Doorout mit Rat und Tat zur Seite. Seitdem resultiert ein regelmäßiger Austausch zudem auch das Verfassen von diversen Blogbeiträgen zählt
EXTRATOUR KELTENPFAD

EXTRATOUR KELTENPFAD

Ausgangspunkt dieser Extratour ist das Keltendorf bei Sünna. Hier liegt auch das Kelten-Hotel Goldene Aue wo Wanderer und Besucher des Keltendorf Übernachtungsmöglichkeiten finden und sich bei guter Küche stärken können.

Auf dem Keltenpfad, welcher mit einem roten K gekennzeichnet ist, gilt es also auf Spuren der Kelten die Rhön zu erkunden. Die Überreste aus der Zeit der Kelten sind wohl ca. 2500 Jahre alt. Und über das Leben aus dieser Zeit kann man sich im Keltendorf informieren.

Um den Öchsenberg und den Dietrichsberg verläuft der Weg überwiegend in Buchenwäldern und bietet an vielen Stellen eine herrliche Aussicht und bei gutem Wetter tolle Fernblicke.

Hinter dem Hotel steigen wir also auf einem kurzen Pfad ein, der durch ein Tor zur oberhalb verlaufenden Straße führt. Nach etwa 500 Metern muss man sich entscheiden welche Runde man zuerst laufen möchte.

Die hier beschriebene Variante folgt erst zum Geiskopf am Dietrichsberg ( 669 m ) und seinen bizarren Basaltsäulen, wo sich die vulkanische Geschichte der Rhön erahnen lässt.

Immer wieder gilt es schmalen Pfaden zu folgen, jedoch verläuft der überwiegende Teil des Weges auf Wald- und Forstwegen. Für meinen Geschmack dürfte es bei dem Namen Keltenpfad auch etwas mehr Pfad sein.

Aber auch so ist der Weg sehr angenehm zu laufen. Auf Höhe des Ortes Wölferbütt steigt der Wanderweg das erste Mal so richtig an, und es gilt bis zum Aussichtspunkt am Geiskopf ganze 200 Höhenmeter zu bezwingen.

Bevor man jedoch die Aussicht am Steinernen Meer genießt, sollte man kurz dem kleinen Trail zu den Basaltsäulen folgen. Dieser ehemalige Steinbruch liegt kurz unterhalb des Geiskopf. Hier bietet ein Unterstand auch Möglichkeit zur Rast und man kann sich in das Wanderbuch eintragen.

Danach geht es wieder etwas abwärts, vorbei am heutigen Steinbruch am Dietrichsberg. Sobald man den Wald hinter sich lässt, hat man einen Blick auf Sünna und die Kaliberge von Unterbreizbach und Heringen.

In der Nähe des Startpunkts der Tour kreuzt man die Straße und gelangt auf die Seite des Öchsenberg ( 627 m ). Hier kommt der Begriff Pfad auch endlich mal zur Geltung. Dieser Teil des Rundweges ist meiner Meinung nach der schönere Abschnitt.

Der Weg verläuft einmal komplett um den Berg um oberhalb von Vacha erneut einen ordentlichen Anstieg zum Keltenkreuz auf dem Gipfel des Öchsenberg hinzulegen. Vorbei an der Öchsenberghütte und über eine kleine Stahltreppe gelangt man auf das Plateua von dem aus man einen tollen Rundumblick hat.

Von hier aus geht es nochmal etwa 1,5 Kilometer abwärts zum Ausgangspunkt am Keltendorf. Am Ende zählt das Garmin 18,8 Kilometer und 624 Höhenmeter.

Stefan Feldpusch

Stefan Feldpusch

Freelancer by doorout.com

Outdoorler durch und durch! Egal ob Klettern, Bergsteigen, Wandern, Mountainbiken oder im Winter mit den Langlaufskiern, die Devise lautet: Hauptsache draußen. Im Sommer gerne mit dem Zelt oder dem Caddy-Camper unterwegs und noch dazu seit einigen Jahren Outdoor-Blogger mit Herz auf dem eigenen Blog www.my-outdoor-stories.de, sowie als Klettertrainer beim DAV aktiv. Als Freelancer im Doorout-Team seit 2017.