Harzquerung / Vorbereitung Gobi-Wüstenlauf 2018

Harzquerung / Vorbereitung Gobi-Wüstenlauf 2018

Im Rahmen meiner Vorbereitungen auf den Gobi-Wüstenlauf (Mongolei/China) im Juli war ich Ende April bei der Harzquerung in Sachsen-Anhalt aktiv.

Nach der Anreise am Vorabend und dem Abholen der Startunterlagen schloss sich eine Übernachtung innerhalb einer Schulturnhalle an. Ich hätte mir auch eine eigene Unterkunft suchen können, aber beim siebentägigen Wüstenlauf werden wir mit bis zu 12 Läufern innerhalb eines Zeltes nächtigen. Von daher habe ich ganz bewusst auf jeglichen Luxus verzichtet und diesem Matratze und Schlafsack vorgezogen.

Die Hauptstrecke startete am Samstagmorgen in Wernigerode, im Norden des Harzes. Ziel des Laufes war Nordhausen im Südharz. Der Lauf führte größtenteils über schmale Forst- und Wanderwege. Bei der Auswahl der Strecke wurde von Seiten des Veranstalters versucht, den Harz in seiner landschaftlichen Ursprünglichkeit zu zeigen und den Läufern die vielfältigen Facetten der Natur entdecken zu lassen.

Entlang der 51 km, gespickt mit 1.500 Höhemeter und einigen Trailpassagen waren die Fichtenforste des Nordharzes, unterbrochen von den Flusstälern der Warmen und Kalten Bode, genauso wie die typischen Buchenhochwälder und die weiten Hügel des Südharzes zu entdecken.

Der Zusammenhalt unter den Läufern war besonders und ich kam während des Laufes mit einigen prima ins Gespräch. Dies unter anderem auch dadurch bedingt, da ich nicht wie alle anderen Starter “Solo” unterwegs war, sondern mit meinem treuen Begleiter – dem Wüstenrucksack, welcher mit 8 Kilogramm Gepäck bestückt war. Bergauf lief es prima, die Abwärtspassage waren mit dem Zusatzgewicht anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig, aber beim Gobi-Wüstenlauf wird es ähnlich werden – von daher eine guter Trainingseffekt.

Nach 05:29:13 Stunden erreichte ich trotz des Zusatzgewichtes als 24. meiner Altersklasse das Ziel im Nordhausener Stadion, was einem guten Platz im ersten Drittel aller Starter entsprach.

Mit dem Verlauf im Harz bin ich zum jetzigen Zeitpunkt der Vorbereitungen einverstanden und ich freue mich schon auf die nächsten sportlichen Meilensteine auf meinem Weg in die Mongolei.

Sascha Gramm

Sascha Gramm

www.sascha-lauftrainer.de

Seit über 20 Jahren aktiver Ausdauersportler, der immer auf der Suche nach neuen, sportlichen Herausforderungen ist. Mittlerweile auch als Laufrainer unterwegs, um Interessierten mit großer Freunde und Leidenschaft die zahlreichen Vorzüge des Laufens zu vermittlen. Für eine Challenge-Teilnahme mit Joey Kelly stand das Team von Doorout mit Rat und Tat zur Seite. Seitdem resultiert ein regelmäßiger Austausch zudem auch das Verfassen von diversen Blogbeiträgen zählt

Extratour Rotes Moor

Extratour Rotes Moor

Der Rundwanderweg Extratour Rotes Moor im Herzen der Rhön zählt zu einem der schönsten Wanderwege in der Hochrhön und hat viel zu bieten.

Die klassischen Einstiege erfolgen vom Wanderparkplatz NABU-Haus am Roten Moor oder vom Wanderparkplatz Schornhecke unweit des Schwabenhimmels.

Die hier beschrieben Tour startet an der Straßenkreuzung B 284 und Hochrhönring, etwa 1,5 Kilometer in östlicher Richtung von der Wasserkuppe gelegen.

Direkt neben der Bundesstraße verläuft ein kleiner Pfad dem man in ein kleines Tal folgt, um dann zum Mathesberg mit seinen 832 Metern aufzusteigen.

Jedoch verläuft der Wanderweg nicht direkt über den kleinen Berg. In einem weiten Bogen verläuft der hier noch breite Weg um den Mathesberg am Rande des Hochmoors.

Nach einem kurzen Abstieg biegt der nun schmale Pfad rechts ab und verläuft parallel zur B 278 in südöstlicher Richtung.

Über Stock und Stein führt der Weg, gesäumt von Weidezäunen, durch die hier noch recht karge Landschaft. Wer sich ab und an mal umdreht und einen Blick zurück riskiert, erhascht ab und an einen Ausblick zum Radom auf der Wasserkuppe.

Durch ein kurzes Waldstück gelangt man zum Ottilienstein ( 846 m ). Hier befindet sich ein weiterer Wanderparkplatz von dem aus man ebenfalls in die Tour einsteigen kann.

Es geht weiter abwärts an der Ulsterquelle vorbei zur L 3395 der man für ca. 250 Meter zum Wanderparkplatz Schornhecke folgt.

Infotafeln und ein Infostand bieten hier die Möglichkeit sich über die Extratour Rotes Moor und die Rhön im Allgemeinen zu informieren.

Man bewegt sich hier im Abschnitt der Bayrischen Rhön und folgt nun wieder der Beschilderung ( Rotes R auf weißem Grund ) gen Schwabenhimmel und zurück in den hessischen Teil der Tour.

Schwabenhimmel bezeichnet den östlichen Gipfel auf 912,6 Metern des ca. 1 Kilometer langen Rückens des Heidelstein.

Auf dem 925,7 Meter hohen Heidelstein befindet sich ein Sendemast der Telekom mit nochmals 218 Metern Höhe.

Bevor man die Aussicht des Plateaus im bayrisch-hessischen Grenzgebiet genießen kann, passiert man noch die Rhönklub-Gedenkstätte, wo verstorbener Wanderkameraden gedacht wird.

Vom Heidelstein geht es weiter westwärts zum, nicht ganz 1 Kilometer entfernt gelegenen, NABU-Haus am Roten Moor.

Im Jahr 2015 wurde das Naturerlebniszentrum in der hessischen Rhön weiter ausgebaut und bietet neben dem Skiverleih im Winter eine Gastronomie mit ordentlicher Auswahl an Speisen und Getränken.

Sehr zu empfehlen ist hier die Rhöner Lammbratwurst und dazu ein kühles Rhöner Radler.

Über die B 278 gelangt man zum tiefschwarzen Moorsee und dem unmittelbar dahinter beginnenden Bohlenpfad durch das Moor.

Der Lehrpfad durch das Rote Moor bietet zahlreiche Infotafeln, um sich über das schützenswerte Ökosystem mit seinen zahlreichen Pflanzen und Tieren zu informieren.

In Mitten der faszinierenden Landschaft ermöglicht ein kleiner Aussichtsturm die Möglichkeit über das Rote Moor hinweg bis zum Heidelstein und zur Wasserkuppe zu blicken.

Man verlässt den Bohlenpfad und gelangt in einem kleinen Bogen zur Kaskadenschlucht durch die es erneut abwärts geht.

Man folgt dem kleinen Bachlauf durch die wildromantische Waldlandschaft, mit teils hohen Buchen, einem recht breiten Pfad bergab.

An einer Weggabelung folgt man dem schmaler werdenden Trail rechts bergan. Ein sehr schöner Abschnitt der Tour, an dem es über mehrere kleine Brücken immer wieder über einen weiteren Bachlauf geht.

In der Nähe zu einem Bauernhof am Fuße des Feldberg ( 815 m ) verlässt man den Wald und gelangt über befestigte Wege aufwärts zum Ausgangspunkt zurück.

Am Ende zählt das Garmin 18,8 Kilometer und 481 Höhenmeter.

Stefan

Stefan

Freelancer by doorout.com

Outdoorler durch und durch! Egal ob Klettern, Bergsteigen, Wandern, Mountainbiken oder im Winter mit den Langlaufskiern, die Devise lautet: Hauptsache draußen. Im Sommer gerne mit dem Zelt oder dem Caddy-Camper unterwegs und noch dazu seit einigen Jahren Outdoor-Blogger mit Herz auf dem eigenen Blog www.my-outdoor-stories.de, sowie als Klettertrainer beim DAV aktiv. Als Freelancer im Doorout-Team seit 2017.
Kristallmarathon im Erlebnisbergwerk Merkers

Kristallmarathon im Erlebnisbergwerk Merkers

Mit der Teilnahme am Kristallmarathon im thüringischen Erlebnisbergwerk Merkers bin ich über die 22,75 km lange Strecke in meine persönliche Wettkampfsaison gestartet.

Alle Läufer(-innen) wurden über den Schacht in 500 Meter Tiefe und anschließend mit Besuchertrucks zum Start- und Zielbereich befördert. Dieser befindet sich im ehemaligen Großbunker mit einem beeindruckenden Hohlraum, in dem sich noch heute der größte untertägig eingesetzte Schaufelradbagger der Welt befindet. Zur Begrüßung schloss sich eine kleine Lasershow mit passender Musik an.

Unter Tage herrschen ganzjährig Temperaturen von 21 – 28 Grad und es ist verpflichtend den Lauf mit Helm und Stirnlampe zu bestreiten.

Der Rundenkurs á 3,25 km war siebenmal zu absolvieren und es war sehr wichtig gut hydriert ins Rennen zu gehen, denn durch den hohen Salzgehalt hat man nur selten das Gefühl zu schwitzen. Umso wichtiger war es dann auch während des Wettkampfes regelmäßig zu trinken und keine Verpflegungsstation auszulassen.

Nach dem Start herrschte noch rege Aktivität um mich herum. Es wurde im weiteren Verlauf jedoch viel ruhiger. Viele Abschnitte des hügeligen Kurses passierte ich alleine im Dunkeln des Bergwerkes. Erst ab Ende der Runde 3 war wieder richtig Betrieb angesagt, denn es standen die ersten Überrundungen weiterer Teilnehmer an.

Die erste Runde nutzte ich zunächst dazu, die Strecke kennenzulernen und mein Tempo zu finden, denn jede Runde hatte ein paar Bergauf-Passage zu bieten, für welche man sich die Kräfte definitiv einteilen musste. Zahlreiche Mitstreiter haben diese Vorgehensweise nicht beherzigt und waren spätestens ab Runde 5 gezwungen, sämtliche Steigungen zu gehen. Nun kann ich etwas besser nachvollziehen, was körperliche Arbeit unter Tage in Anbetracht der gesamten Umstände bedeutet.

Ich konnte nach 01:42:29 das Ziel erreichen, was einem Schnitt von 04:30 Minuten je gelaufenem Kilometer entspricht. Für das erste Vorbereitungsrennen im Hinblick auf das große Ziel, den Gobi-Wüstenrun im Juli und dem 8. Platz meiner Altersklasse im gut besetzten Teilnehmerfeld bin ich zufrieden.

Fortsetzung folgt…

Sascha

Sascha

www.sascha-lauftrainer.de

Seit über 20 Jahren aktiver Ausdauersportler, der immer auf der Suche nach neuen, sportlichen Herausforderungen ist. Mittlerweile auch als Laufrainer unterwegs, um Interessierten mit großer Freunde und Leidenschaft die zahlreichen Vorzüge des Laufens zu vermittlen. Für eine Challenge-Teilnahme mit Joey Kelly stand das Team von Doorout mit Rat und Tat zur Seite. Seitdem resultiert ein regelmäßiger Austausch zudem auch das Verfassen von diversen Blogbeiträgen zählt
Extratour – Der Hilderser

Extratour – Der Hilderser

Die offizielle Webseite der Rhöner Extratouren nennt den „Hilderser“ eine sehr abwechslungsreiche Extratour im mittleren Ulstertal. Dem kann man nur zustimmen.

Eine kleine und feine Wandertour die in der kleinen Rhöngemeinde Hilders startet, welche nordöstlich der Wasserkuppe im Naturpark Hessische Rhön liegt.

Von Fulda aus erreicht man den Ausgangspunkt in etwa 30 Minuten mit dem PKW. Am Ende der Sandgasse, unweit einer kleinen Kneipanlage, finden sich ein kleiner Wanderparkplatz.

Unweit des kleinen Bachs, welcher gen Hilders fließt, biegt der Weg rechts ab. Man quert die K35 und folgt dem Weg am Hang einer Wiese entlang, an der sich ein kleiner Skilift befindet.

Wenige hundert Meter verläuft der Weg paralell unweit der Frankenheimer Straße. Direkt am Waldrand beginnt dann hier der kurze Kreuzweg zum Battenstein ( 652 m ) hinauf.

Nach wenigen Stufen steht man an der Kreuzigungsgruppe und der kleinen Kapelle, welche 1706 erbaut wurde.

Das Gelände wird wieder offener und bei gutem Wetter hat man hier sicherlich einen perfekten Fernblick.

Es geht an einer langen Steinmauer entlang, bis der Weg dann rechten etwas steiler zum Buchschirmberg hinauf führt.

Der 745 Meter hohe Berg ist größtenteils frei von Baumbestand und von der Aussichtswarte auf dem Buchschirm hat man einen tollen Blick auf Hilders, die umliegenden Dörfer und die Hochrhön.

Ein hölzernes Gipfelkreuz findet sich hier ebenfalls. Der schmale Weg führt dann in nordöstlicher Richtung vom Plateau hinunter und vom Waldrand aus gelangt man in einem weiten Bogen gen Norden auf Simmershausen zu.

Oberhalb dieser Ortschaft gelangt man an einen Rastplatz an einer Rhönklubhütte. Von hieraus geht es in wenigen Gehminuten an einer kleinen bewaldeten Kuppe vorbei zum „Köpfchen“ zwischen Hilders und Simmerhausen.

An diesem Wanderparkplatz hat man ebenfalls die Möglichkeit in die Rundtour einzusteigen.

Ein relativ breiter Waldweg bringt einen zum nächsten Etappenziel. Die Ruine Auersburg, welche aus dem 12. Jahrhundert stammt, bietet im Innenhof einen Überdachten Rastplatz und eine Aussichtsplattform oberhalb der Burgmauern.

Von hier aus verläuft der Weg wieder direkt auf Hilders zu. Gut einen Kilometer von der Ruine Auersburg entfernt findet sich die romantisch gelegen Ritterschlucht in der sich ein Vogelkundelehrpfad befindet.

Über gut befestigte Wege geht es wieder zurück zum Ausgangspunkt zurück. Eine sehr schöne Extratour, die sicherlich auch sehr für Familien mit Kindern zu empfehlen ist, da es auf 11,3 Kilometern viel zu entdecken gibt.


Tourinfos und GPS download findet Ihr unter: www.my-outdoor-stories.de/extratour-der-hilderser

Stefan

Stefan

Freelancer by doorout.com

Outdoorler durch und durch! Egal ob Klettern, Bergsteigen, Wandern, Mountainbiken oder im Winter mit den Langlaufskiern, die Devise lautet: Hauptsache draußen. Im Sommer gerne mit dem Zelt oder dem Caddy-Camper unterwegs und noch dazu seit einigen Jahren Outdoor-Blogger mit Herz auf dem eigenen Blog www.my-outdoor-stories.de, sowie als Klettertrainer beim DAV aktiv. Als Freelancer im Doorout-Team seit 2017.
Camping auf Teneriffa – Tipps zur Ausrüstung

Camping auf Teneriffa – Tipps zur Ausrüstung

Damit der Campingurlaub auf Teneriffa ein voller Erfolg wird, möchten wir euch hier noch ein paar Tipps zur Ausrüstung mit auf den Weg geben.

 

Die richtige Ausrüstung für Camping auf Teneriffa

Wirklich gute Heringe!

Der Boden ist sehr steinig und es kann auch mal richtig windig werden, da empfiehlt sich hier mit ordentlichen Erdnägeln aufzuwarten. Wenn ihr also noch einfache (meist runde) Standardheringe habt, investiert lieber in ein paar ordentlich V- oder Y-Heringe

Ein Footprint fürs Zelt

Die dünnen Böden der leichten Trekkingzelte sind sonst vom scharfen Vulkangestein schnell durchlöchert wie ein Schweizer Käse.

Gute Isomatte

Für einen erholsamen Schlaf auf dem harten, steinigen Boden bietet sich eine ordentliche Thermomatte an. Z.B. Bieten alle größeren Hersteller Luftmatratzen an, welche sehr bequem sind, locker ins Fluggepäck packen und gleichzeitig schön warm halten.

Dicker Schlafsack (je nach Reisezeit)

Die Nächte haben im Dezember ordentlich geschwankt. Im Süden braucht man sich keine sorgen machen, die Nächte sind hier auch im Winter kalt. Möchte man aber die Nationalpark Campingplätze im Norden besuchen, sollte man lieber einen Dicken Schlafsack einpacken. Diese liegen meist hoch in den Bergen und hier hatten wir schon mal 6°C (aber nur eine Nacht).

Kocher mit Windschutz

Wie gesagt es ist ab und zu windig. Hier spart ein Windschutz viel Gas und hilft dabei, schneller die hungrigen Mäuler zu stopfen.

Licht für Abends

Auf Teneriffa wird es wie bei uns, im Winter früher dunkel (ca. 18 Uhr im Dezember). Damit man dann noch was vom Abend hat, haben wir uns eine kleines Campinglicht mitgenommen. Alternativ einfach die Kopflampe (z.B. mit einer Wasserflasche) zur Campingleuchte umfunktionieren.

Gaskocher & Gaskartuschen auf den Kanaren

Da wir kaum Informationen über Gaskartuschen in Teneriffa gefunden haben, möchte ich euch unsere Erfahrungen nicht vorenthalten: Wir haben auf Teneriffa alle Arten von Gaskartuschen gefunden!

In den kleineren Ferraterias (Tante-Emma ähnliche Mini-Baumärkte) gibt es vor allem Stechkartuschen und ab und zu Steckkartuschen. Außerdem gibt es in La Laguna (im Nordosten der Insel) noch eine Filiale einer großen Sportkaufhaus-Kette wo es alle Arten von Gaskartuschen (also auch Schraubkartuschen) gibt.

Was sonst noch nützlich ist

Ein Spanischwörterbuch oder eine Sprach-App. Mit ein paar Wörtern Spanisch macht die Insel viel mehr Spaß. Die Einheimischen reagieren sehr freundlich, wenn man sie in ihrer Landessprache anspricht.

Ein Smartphone. Ja richtig: Internetcafes sind auf Teneriffa rar gesät. Und wer die wunderschönen und kostenlosen Campingplätze vom Cabildo de Tenerife in Anspruch nehmen möchte, muss diese im Internet unter http://centralreservas.tenerife.es/ Natürlich kann man das auch im Voraus erledigen, aber bei spontanen Touränderungen ist es doch praktisch. Und: Das heimische Datenvolumen kann man (Stand 2018) ganz normal auf Teneriffa weiter nutzen.

Fazit

Camping auf Teneriffa macht mit der richtigen Ausrüstung noch mehr Spaß! Mit ein Paar kleinen Tricks könnt ihr euch euren Trekking- oder Campingurlaub deutlich vereinfachen und komfortabler machen. Gerade gute Heringe und ein Footprint gehören unserer Meinung nach auf jeden Fall mit ins (Haupt)Gepäck! Zu finden sind diese hier und hier.

Michael Steigerwald

Michael Steigerwald

www.doorout.com

Seit über 10 Jahren ist Michael begeistert an der frischen Luft unterwegs: Egal ob zu Fuß quer über die Alpen, mit Dachzelt durch das Nullarbor in Australien oder Zelten bei -8°C und Schneesturm. Michael liebt die Abendteuer unterm Sternenhimmel und teilt seine Geschichten und Erfahrungen gerne mit euch.
Camping auf den Kanaren – Campingplätze auf Teneriffa

Camping auf den Kanaren – Campingplätze auf Teneriffa

Zunächst einmal die Fakten! Auf Teneriffa gibt es nur sehr wenige klassische kommerzielle Campingplätze, wie wir sie z.B. in Deutschland, Frankreich oder Kroatien kennen. Hinzu kommt, das viele Campingplätze (vor allem im Norden) nur in der Hauptsaison (im Sommer) und über die Weihnachtsfeiertage geöffnet haben.

Sind also die Kanaren und Teneriffa im speziellen kein gutes Ziel für einen Campingurlaub? – Auf keinen Fall!

Nationalpark Camping – Central Reservas in Teneriffa

Denn: Die Insel hat ein tolles Netz aus kostenlosen Nationalpark Campingplätzen! Diese sind immer wunderschön gelegen, bieten Natur pur und im Mindesten Toiletten, in machen Fällen sogar Duschen.

Wir haben 90% unserer Zeit auf diesen Campingplätzen verbracht und können diese Art Teneriffa zu erleben nur jedem ans Herz legen.

Zu beachten ist: Die Nationalpark Campingplätze müssen im Voraus über die Parkverwaltung Cabildo de Tenerife gebucht werden. Das war vor einigen Monaten noch wahnsinnig umständlich, hat sich aber zum Glück durch die neue Website der Parkverwaltung enorm vereinfacht.

Und so gehts:

  • Einfach auf http://centralreservas.tenerife.es/ eine der 20 Campingplätze auswählen und für die gewünschten Daten reservieren. Auch eine Stornierung ist jederzeit möglich.
  • Einen Screenshot davon auf dem Smartphone speichern und wenn der Parkranger vorbeikommt einfach vorzeigen.

Im Folgenden werde ich jetzt noch ein wenig mehr auf einzelne Campingplätze eingehen, die wir im Laufe unserer Reise besucht haben:

Campingplätze im Süden von Teneriffa

Im Süden gibt es keine Nationalpark Campingplätze, diese liegen in der Mitte und dem Norden. Daher haben wir in der kurzen Zeit die wir hier verbracht haben auf kommerzielle Campingplätze zurückgegriffen:

Campingplatz Montana Roja

Die erste Nacht haben wir hier verbracht. Es ist ein sehr spärlicher und teurer Campingplatz direkt neben dem Airport. Die Lage am Flughafen und der tolle Strand sind auch die einzigen Vorzüge dieses Campingplatzes. Er war der teuerste Campingplatz auf dem wir waren und hatte neben einfachen Duschen nichts weiter zu bieten. Auch die Plätze an sich sind nicht schön, da ausschließlich Wohnwagenplätze und kleine Holzhütten zur Verfügung stehen. Die Zeltplätze wurden laut Besitzer gestrichen.
http://www.campingmontanaroja.com/camping/ (ACHTUNG: Die Preise auf der Website stimmen nicht)

Camping Nauta

Auf dem Rückweg Richtung Airport haben wir nach einer Alternative zum Montana Roja gesucht und so den Campingplatz Camping Nauta ausprobiert. Wir wurden positiv überrascht. Er ist der einzige kommerzielle Campingplatz nach europäischen Maßstäben. Nauta bietet einen sehr großen Platz und ist mit seinen vielen Attraktionen gerade für Familien interessant. Es gibt: Einen schönen Swimmingpool, viele Grillplätze, ein Kiosk, Bar, je einen Tennis-, Fußball- und Basketballplatz. Einziges Manko: der Campingplatz liegt nicht direkt am Strand. http://www.campingnauta.com/

Campingplätze im Norden von Teneriffa

Unserer Meinung nach eignet sich die Mitte und der Norden besonders gut für einen Trekking/Campingurlaub auf Teneriffa. Die Gegend ist deutlich grüner als im kargen Süden und gespickt mit wunderschönen Nationalpark Campingplätzen. Diese liegen zwar nie in direkter Standnähe, sind aber meist recht gut mit einem Mietwagen zu erreichen. Auf dem Weg zu den Campingplätzen kommt man vorbei an kleinen, urigen Bergdörfern und Plantagen aller Art und erlebt so eine ganz andere Seite von Teneriffa. Auch einige (geduldete) freie Campingplätze direkt am Strand sind im Norden vorhanden. Hier nun eine kleine Auswahl:

Las Calderetas

Las Calderetas ist ein sehr schöner Nationalpark Campingplatz mit unzähligen Tischen, Bänken zahlreichen Feuerstellen und fließend Wasser. Gleichzeitig ist er sehr gut mit dem Mietwagen zu erreichen, so dass er für unsere Erkundungstouren im Norden eine herausragende Basis war. Er liegt Mitten in einem Naherholungsgebiet der Kanarios und ist daher recht gut frequentiert mit Joggern, Mountainbikern, Walkern etc. Die schönen ebenen Zeltflächen liegen etwa 100m zu Fuß den Berg hinauf.

Punta del Hildalgo

Die schmale holperige Schotterstraße die am Meer zur Kirche führt wurde von den Einheimischen kurzerhand zum Campingplatz umfunktioniert. Der Grund dafür ist einfach: Außerhalb der Hauptsaison hat der kommerzielle Campingplatz geschlossen und die Lage direkt am tosenden Meer ist fantastisch. Das Übernachten hier wird von den Behörden (am Wochenende) geduldet und es war sogar eine Art Security Patrouille auf einem Motorrad unterwegs, um nach dem Rechten zu sehen. Hier gilt natürlich ganz besonders die goldene Regel des Campings: Hinterlasse nichts als Fußspuren.

Las Raices

Las Raices ist ein sehr ursprünglicher Campingplatz in den Bergen vor La Laguna. Der Platz ist Mitten in einem Pinienwald gelegen und sehr groß. Die Zufahrt zum Zeltbereich ist etwas abenteuerlich. Einfach die Schranke hochklappen und dem Feldweg folgen – kann man leicht übersehen. Dafür verbreitet der Platz im Morgen- und Abendrot eine super gemütliche Atmosphäre.

El Lagar

El Lagar ist vielleicht der am Besten ausgebauten Nationalpark Campingplatz in ganz Teneriffa – mit Ausnahme der Zufahrtsstraße! Für die letzten 5 km Schotterstraße braucht man gut und gerne etwa eine halbe Stunde. Hat man den mit Schlaglöchern gepflasterten, serpentinenartigen Weg geschafft wird man mit einem super ruhigen und wunderschön gelegenen Platz belohnt, der sogar Duschen bietet. Und einen tollen Blick auf den Vulkan Teide beim Frühstück. Prädikat: Lohnenswert!

Fazit

Camping auf Teneriffa macht enorm Spaß, wenn man weiß wie!

  • Mit den kostenlosen Nationalpark Campingplätzen lässt sich diese spannende Insel sehr schön und gleichzeitig kostengünstig erkunden.
  • Für Diejenigen, die klassische kommerzielle Campingplätze vorziehen, bietet die Insel dagegen nicht so viel Auswahl, mit dem Campingplatz Nauta in Las Galletas gibt es aber wenigstens einen guten Platz.

P.S. Wir schreiben hier nur über die von uns besuchten Campingplätze. Evtl. haben wir den ein oder anderen schönen Platz vergessen? Schreibt diese gerne in die Kommentare!

Michael Steigerwald

Michael Steigerwald

www.doorout.com

Seit über 10 Jahren ist Michael begeistert an der frischen Luft unterwegs: Egal ob zu Fuß quer über die Alpen, mit Dachzelt durch das Nullarbor in Australien oder Zelten bei -8°C und Schneesturm. Michael liebt die Abendteuer unterm Sternenhimmel und teilt seine Geschichten und Erfahrungen gerne mit euch.