DIY Camping-Ausbauten & Vorzelte

DIY Camping-Ausbauten & Vorzelte

DIY ( Do it Yourself ) Camping-Ausbauten für Transporter, Kleinbusse oder sogar VW Caddy und ähnliche Autos werden zunehmend immer beliebter. Dabei sind den Vorstellungen und Gestaltungen kaum Grenzen gesetzt und wer handwerklich begabt ist, kann sich eine gemütliche Oase für Unterwegs schaffen.

Sehr beliebt sind solche Ausbauten für Festivals, Kurzurlaube oder mit einem passenden Vorzelt auch für längere Urlaube zu Zweit oder mit der ganzen Familie. Auch bei uns im Team haben Michael und ich mit unseren VW Caddys solche Ausbauten, mit denen wir gerne draußen unterwegs sind.

Auf der Fahrt zum gewünschten Reiseziel werden beide Ausbauten zusammengeklappt im Kofferraum verlastet. Hat man seinen Stellplatz erreicht, werden Fahrer- und Beifahrersitz nach vorne gezogen, die Rückbank umgeklappt und die Liegefläche über die Rückenlehne der Rückbank ausgebreitet.

Zwei unterschiedliche Ausbau Varianten

Bei Michael kommt ein gekaufter Ausbau zum Einsatz. Dieser Ausbau ist leicht, praktisch und gut verstaubar. Noch dazu bietet diese Variante genügend Stauraum im Kofferraum für Materialkisten, in denen weitere Ausrüstung und die Campingküche Platz findet.

Ich selber habe meinen Ausbau in Zusammenarbeit mit meinem Bruder selber gestaltet. Die Grundlage dafür lieferte eine Vorlage aus dem Internet die aufgegriffen und an die eigenen Ansprüche angepasst wurde. Diese Ausbau-Variante ist aus Tischlerplatten gefertigt worden und daher nicht ganz so leicht wie fertige Ausbauten aus Aluminium.

Nichtsdestotrotz ist diese Art des DIY Campingausbaus sehr praktisch und ebenfalls gut im Kofferraum verstaubar. In meinem privaten Blog “See You on the Outside” findet Ihr dazu die Materialliste und die Anleitung in einzelnen Schritten. Weitere Bilder und die Anleitung selber werden auch als Download zur Verfügung gestellt.

Beide Ausbauten haben eine Liegefläche von ca. 198 x 112 cm und bieten genug Platz für zwei Personen. Auch bei meinem Ausbau kommen Alu-Materialkisten zum Einsatz, um die Campingküche sowie weiteres Material zu verstauen. 

Ein Vorzelt sowie Campingstühle lassen sich ebenfalls bequem unterbringen.

VW Caddy DIY Campingausbau
Liegefläche des DIY Camping Ausbau
Tischlerplatten mit Tragefunktion im Kofferraum

Matratze für die Liegefläche

Für meinen Ausbau habe ich zu Beginn eine selber angefertigte Matratze aus 3 x Schaumstoffkern 113 x 66 x 8 cm verwendet. Neuerdings verwende ich aber die EXPED SIM Comfort DUO 7,5 Schlafmatte, die diese Matte deutlich bequemer ist und sich auch zu Hause z.B. als Gästebett eignet.

Das passende Vorzelt

Für DIY Camping-Ausbauten wie z.B. für Caddys muss man beim Kauf eines Vorzelts darauf achten, das man sich ein Zelt mit einer Anbauhöhe von 180 – 210 aussucht. Für das Anbringen solcher Anbau-Zelte / Vorzelte gibt es unterschiedliche Möglichkeiten wie z.B. Kederleisten oder wie in meinem Fall spezielle Saugnäpfe die an der Karosserie angebracht werden. 

Übersicht geeigneter Vorzelte

Outwell Newburg 160

  • Aufbau-/ Wohnfläche: 250 x 260 cm / 160 x 260 cm
  • Packmaß: 65 x 32 x 32 cm
  • Gewicht: 13,6 kg
  • Gestänge: Duratec Poles
  • Anschlusshöhe: 180 – 205 cm

Kampa Dometic Trip AIR

  • Aufbau-/ Wohnfläche: 290 x 180 cm
  • Packmaß: 72 x 30 x 30 cm
  • Gewicht: 10,6 kg
  • Gestänge: AirFrame
  • Anschlusshöhe: 180 – 210 cm

Vango Palm Air Low

  • Aufbau-/ Wohnfläche: 310 x 255 cm
  • Packmaß: 75 x 30 x 30 cm
  • Gewicht: 8,6 kg
  • Gestänge: AirBeam®
  • Anschlusshöhe: 180 – 210 cm

Vango Tolga VW

  • Aufbau-/ Wohnfläche: 420 x 320 cm
  • Packmaß: 75 x 36 x 35 cm
  • Gewicht: 17,6 kg
  • Gestänge: AirBeam®
  • Anschlusshöhe: 180 – 205 cm

Kampa Dometic Action VW

  • Aufbau-/ Wohnfläche: 290 x 270 cm
  • Packmaß: 72 x 30 x 30 cm
  • Gewicht: 12,43 kg
  • Gestänge: Dynaflex Fiberglas
  • Anschlusshöhe: 180 – 210 cm

easy camp Wimberly

  • Aufbau-/ Wohnfläche: 260 x 310 cm
  • Packmaß: 72 x 26 cm
  • Gewicht: 13,5 kg
  • Gestänge: Fibreglass / Stahl
  • Anschlusshöhe: 180 – 205 cm

Outwell Parkville 260SA

  • Aufbau-/ Wohnfläche: 350 x 320 cm / 260 x 320 cm
  • Packmaß: 87 x 39 x 39 cm
  • Gewicht: 20,7 kg
  • Gestänge: Power Air System
  • Anschlusshöhe: 180 – 205 cm

easy camp Shamrock

  • Aufbau-/ Wohnfläche: 270 x 310 cm
  • Packmaß: 70 x 26 cm
  • Gewicht: 11,2 kg
  • Gestänge: Fiberglas / Stahl
  • Anschlusshöhe: 180 – 205 cm

High Peak Avio

  • Aufbau-/ Wohnfläche: 320 x 310 cm
  • Packmaß: 80 x 21 cm
  • Gewicht: 10 kg
  • Gestänge: Fibreglass / Stahl
  • Anschlusshöhe: 180 – 220 cm
Stefan Feldpusch

Stefan Feldpusch

Freelancer by doorout.com

Wenn es die Zeit zulässt, bin ich so oft es geht gerne aktiv draußen unterwegs. Egal ob Klettern, Bergsteigen, Wandern, Mountainbiken oder im Winter mit den Langlaufskiern. Im Sommer gerne mit dem Zelt oder dem Caddy-Camper unterwegs und noch dazu seit einigen Jahren Outdoor-Blogger mit Herz auf dem eigenen Blog www.see-you-on-the-outside.de, sowie als Klettertrainer beim DAV aktiv. Als Freelancer im Doorout-Team seit 2017.

Bildergalerie Zeltausstellung 2020

Bildergalerie Zeltausstellung 2020

Vom 5. bis 7. Juni fand unsere diesjährige Zeltausstellung statt, nachdem diese Anfang April auf Grund von Corona verschoben werden musste. Mit einigen Einschränkungen und der aktuell üblichen Maskenpflicht konnte es dann aber wie gewohnt los gehen. Und trotz des mäßigen Wetters war die Veranstaltung ein voller Erfolg.

Auf der Wiese unweit der Fulda und in unserer Indoor-Zeltausstellung fanden die Besucher verschiedensten Familien-, Trekking- und Vorzelte und natürlich alles was man sonst zum Thema Camping benötigt. Dabei gab es Zelt von allen renomieretn Herstellern wie Outwell, Kampa-Dometic, Vango, Robens, High Peak, Easy Camp uvm.

Die Besucher kamen aus ganz Deutschland und sogar aus dem angrenzenden Ausland sind einige Gäste angereist.

Für alle die nicht zur Ausstellung kommen konnten oder gerne mal schauen möchten, wie unsere jährliche Zeltaustellung aussieht, haben wir eine kleine Bildergalerie zusammen gestellt.

Kühlboxen – Unterschiede und Funktion

Kühlboxen – Unterschiede und Funktion

Was für verschiedene Kühlboxen gibt es, wie funktionieren sie und wo liegen die jeweiligen Vor- und Nachteile? All das zeigt euch unser Experte Steffen im folgenden Video. Egal ob passive Kühlbox, elektrische Kühlbox, Absorber Kühlbox oder Kompressor Kühlbox: wir zeigen euch alle unterschiedlichen Boxen und erläutern die Vor- und Nachteile.

Wolf-Steffen Schau

Wolf-Steffen Schau

doorout.com

Geprägt durch frühkindliche Campingerfahrung in Zelt und Wohnwagen, dennoch kam der Rückfall spät und überraschend. Hat den Hang, sich in Dinge hinein zu steigern und dabei einen regelrechten Wahn zu entwickeln. Liest seit 3 Jahren durchschnittlich 5 Camping-Fachzeitschriften pro Monat und würde am liebsten alles an den Wohnwagen schrauben, was ihm in den Sinn kommt. Wird hierbei nur vom zulässigen Gesamtgewicht und dem Budget gebremst – aber natürlich von der neuen AL-KO AAA Premium Brake!
Extratour Milseburg

Extratour Milseburg

traumhafter Ausblick von der Milseburg

Wer kennt sie nicht! Mit ihren 805 Metern und ihrem markanten Geröllfeld ist die Milseburg unverwechselbar in der hessischen Rhön. Auf und um die Milseburg und den benachbarten Stellberg führt die 10,6 km lange Extratour Milseburg.

Die Tour bietet die Möglichkeit an verschiedenen Orten zu starten. Am beliebtesten ist wohl der Einstieg ab dem Wanderparkplatz Milseburg oder dem Parkplatz Biebertal, der sich im Tal hinter dem Ort Kleinsassen verbirgt. Eine weitere Möglichkeit bietet der Wanderparkplatz Stellberg, von dem man zunächst auf den Stellberg gelangt.

Felsstufen auf dem Weg zur Milseburg
Wegweiser Extratour Milseburg
Hinweisschild Naturschutzgebiet Kernzone

Wir haben uns für einen Start ab dem Parkplatz Biebertal entschieden, von dem wir uns zunächst bergauf Richtung Milseburg orientieren. Der Weg führt uns zunächst über einen kleinen, schmalen und steilen Trail bergauf, bis wir auf den breiten Wanderweg treffen. Dieser führt uns weiter durch den Wald, bis wir die Waldgrenze erreichen und dieser eine Weile entlanglaufen. Dabei treffen wir auch auf den Parktplatz Milseburg. Von hier aus geht es stetig steigend, bis hinauf zum Gipfel der Milseburg. Unterwegs lässt sich bereits erahnen, welchen Ausblick man von oben genießen darf. Am höchsten Punkt angelangt, kann man bei einer Brotzeit die Fernsicht über die Rhön und das Fuldaer Land genießen.

Nachdem man sich gestärkt hat, führt uns der weitere Weg über Treppen und trailartige Wege hinab zu den Danzwiesen, von wo aus nochmal zurückblicken sollte, um den Gipfel der Milseburg zu bestaunen. Bergab führt uns der Weg wieder durch die Wälder der Milseburg hinab ins Biebertal. Ab hier führen uns breite Forstwege leicht steigend zum Einstieg des Stellberges. Ab hier wird es für ein kurzes Stück nochmal steiler, bis wir den höchsten Punkt des Stellberges erreichen. Mit einer kleinen Bank mit Blickrichtung nach Fulda, lädt dieser Ort noch einmal für einen Moment zum Verweilen ein. Von hier aus führt uns der Weg auf der anderen Seite des Stellberges hinab. Der Weg ist schmal, der Untergrund locker und mit Steinen durchzogen. Am Ende des Weges treffen wir auf einen Forstweg, der uns vorbei an einem Zeltplatz und hinab zu unserem Ausgangspunkt führt.

Felsenmeer an der Milseburg
ein weiterer Wegweiser mit zahlreichen Wanderwegen
schmaler Wanderweg

Es besteht auch noch die Möglichkeit die Runde zu verlängern und über den Weiherberg oder die Maulkuppe zu laufen. Mit der Enzianhütte und dem Fuldaer Haus habt ihr zwei Möglichkeiten gemütlich einzukehren und euch verköstigen zu lassen. Bei schönem Wetter könnt ihr die Sitzgelegenheiten im Freien nutzen und beim Essen den Ausblick genießen.

Auf der gesamten Tour lässt sich gut erkennen, dass viele Berge der Rhön vulkanischen Ursprungs sind.  Die Geröllfelder an Milseburg und in den Wäldern, sowie den Basaltblöcken, die man immer mal wieder am Wegesrand wahrnimmt sind nur ein paar Hinweise.

Die Tour stellen wir euch als GPS über Komoot bereit. Hier könnt ihr die Tour nachgehen und auf euer Smartphone oder GPS Gerät laden.

Viel Spaß.

Roman Aha

Roman Aha

doorout.com

„Hauptsache draußen“ ist mein Motto. Egal ob beim Klettern, Bouldern, Trailrunning oder unter freiem Himmel biwakieren. Hauptsache draußen eben! Mal mit ambitionierten Zielen im Blick, mal einfach nur genießen, erleben und die Natur um einen herum bewusst wahrnehmen. Neben dem Sport ist Fotografieren zu meiner neuen Leidenschaft geworden, die sich mit dem Sport gut vereinen lässt. Als aktiver Jugendleiter und Jugendreferent der JDAV Fulda versuche ich meine Leidenschaft und mein Wissen an Interessierte weiterzureichen.

Klettern im Pfälzerwald

Klettern im Pfälzerwald

Das Dahner Burgen- & Felsenland liegt im Pfälzerwald und ist ein traditionsreiches Klettergebiet in dem schon seit über 100 Jahren geklettert wird. Insgesamt zählt das Gebiet nahe der französischen Grenze mehr als 200 steil aufragende, zum Teil bis über 60 Meter hohe Wände und Türme in mitten einer atemberaubend schönen Mittelgebirgslandschaft.

Die meisten der steil aufragenden Felsmassive aus Buntsandstein liegen überwiegend im südlichen Pfälzerwald nahe Pirmasens. Eine Vielzahl an unterschiedlichen Felsstrukturen von Rissen, Kaminen, Wabenwänden, Reibungsplatten sowie Kieseleinlagerungen bieten jedem Kletterer eine abwechslungsreiche Kletterei.

Das Klettergebiet in der Pfalz zählt, neben dem Frankenjura, zu einem der bedeutendsten in Deutschland. Die meisten Routen müssen jedoch selber mit mobilen Sicherungsgeräten wie Klemmkeile & Friends abgesichert werden und der Umgang mit diesen sollte sicher sitzen. Oder man macht dort einen Kurs mit einem erfahrenen Trainer der das Gebiet sehr gut kennt.

Hohe Felswände aus Buntsandstein
Schafsfelsen im Erfeiler Gebiet
imposanter Felsturm

Zur Pflege und Förderung des Klettersports an den Felsen im Pfälzerwald wurde Anfang des 19. Jahrhunderts die Vereinigung der Pfälzer Kletterer e.V. gegründet. Dieser Verein setzt sich für den Erhalt des Gebiets ein und gibt den Kletterern Verhaltensregeln an die Hand, welche in Zusammenarbeit mit Behörden, Naturschutzverbänden und den DAV Sektionen aus der Region zusammen erstellt wurden. Aktuelle Felssperrungen zu bestimmten Brutzeiten kann man der Vereins-Webseite entnehmen.

Sollte es während eines Kletter-Aufenthalts in der Region doch mal regnen oder die Arme ein Kletterpause benötigen hat das UNESCO Biosphärenreservat Pfälzerwald noch viel mehr zu bieten. Unzählige Burgen und Burgruinen sowie Aussichtsplattformen laden auch bei schlechterem Wetter dazu ein, die Region zu erkunden oder sich einen Überblick über das Umland zu verschaffen.

Stefan im Eckriss
aus dem Schatten ans Licht
Stefan im Doppelriss

Ausrüstung

Neben der Standartausrüstung zum Felsklettern wie z.B. Klettergurt, Kletterhelm, Kletterschuhe, Kletterseil und Expresskarabineren benötigt man für das Klettern in der Pfalz noch zusätzliche Bandschlingen, Klemmkeile und Friends/Cams.

Diese und weitere Ausrüstung dazu findest Du in unserem Shop oder direkt vor Ort im Ladengeschäft.

Bandschlingen

Klemmkeile

Cams

Stefan Feldpusch

Stefan Feldpusch

Freelancer by doorout.com

Outdoorler durch und durch! Egal ob Klettern, Bergsteigen, Wandern, Mountainbiken oder im Winter mit den Langlaufskiern, die Devise lautet: Hauptsache draußen. Im Sommer gerne mit dem Zelt oder dem Caddy-Camper unterwegs und noch dazu seit einigen Jahren Outdoor-Blogger mit Herz auf dem eigenen Blog www.my-outdoor-stories.de, sowie als Klettertrainer beim DAV aktiv. Als Freelancer im Doorout-Team seit 2017.
Testbericht – Hanwag Friction II GTX Herren Bergschuh

Testbericht – Hanwag Friction II GTX Herren Bergschuh

Wichtigste Eigenschaften und Ausstattungsmerkmale

Bei meinem Einkauf im doorout Fulda kurz vor Weihnachten machte ich erstmals Bekanntschaft mit diesem kälteisolierten Bergschuh für alpines Trekking, Felswanderungen und Gletscherbegehungen. Gegenüber meinen sonst eher klassischen, konservativ aussehenden Hanwag-Bergschuhen wirkt der Friction II GTX in seiner Aufmachung sehr sportlich. Er ist darüber hinaus für die genannten Einsatz-möglichkeiten besonders flexibel.

Die Passform ist sehr angenehm und die Vibram Dolomit Plus-Sohle sowie die durchgehende schockabsorbierende EVA-Einlage vermitteln sofort einen hohen Tragekomfort. Die durchgehende Versteifungseinlage zwischen Brand- und Laufsohle und die Steigeisenauflagen an den Fersen ermöglichen den Einsatz von halbautomatischen Steigeisen.

Das Gewicht der Schuhe beträgt bei meiner Schuhgröße 9,5 ca. 1.900 Gramm. Der Bergschuh ist mit  Gore-Tex Laminat Duratherm und Sierra isoliert bzw. gefüttert und somit wasserdicht und atmungsaktiv. Das von Hanwag entwickelte Air Pulse System bewirkt einen hervorragenden Luftaustausch. Entsprechende Ventilationsöffnungen und das luftdurchlässige Polster regeln den gewünschten Wärme- und Feuchtigkeitstransport.

Der hochgezogene Sohlenrand sorgt für sehr guten Schutz und hohe Widerstands-fähigkeit. Aus meiner Sicht ein absolut empfehlenswerter Kauf!

Der Hanwag Friction
Bergstiefel mit GTX und stabiler Sohle
Kälteisolierter Bergschuh für Fels, Gletscher, Trekking

Ein kurzer Rückblick – warum kälteisolierte Bergschuhe Sinn machen!

Mitte Januar 2011 erreichte ich den Gipfel des Kilimandscharos, des höchsten Berges Afrikas, mit einer Höhe von 5.895 m.  Auf dem Weg dorthin durchläufst du fünf Vegetationszonen und somit zu dieser Jahreszeit je nach Höhenstufe Temperaturen von +30 °C bis –15°C. Aufgrund Wetterumschwung und Windgeschwindigkeiten von ca. 30 km/h ergeben sich da schnell mal Chill-Temperaturen um -20°C.

Und ich machte zum ersten Mal im Leben die Erfahrung, extrem kalte Füße zu bekommen und hatte das ungute Gefühl, dass mir die großen Zehen einfrieren.

In dieser Höhe beträgt der Sauerstoffanteil nur noch ca. 50 % gegenüber Meereshöhe und das führt u.a. zur schlechteren Durchblutung der Extremitäten mit erhöhter Erfrierungsgefahr. Tatsächlich hatte ich noch ca. 3 Monate nach meiner Rückkehr Schwierigkeiten, wieder das normale Gefühl in den Zehen zu spüren.

Weitere Bergbesteigungen auf den Ararat ( Türkei´s höchster Gipfel ) und mehrere Trekkingtouren auf gleichem Höhenniveau durch den Himalaya waren nicht weniger kalt und unangenehm.

Geröllschutzrand des Hanwag Friction II
mit Steigeisenauflage für halbautomatische Steigeisen
mit angelegten Steigeisen

Nicht nur Frauen lieben Schuhe

Noch im gleichen Jahr optimierte ich meine Ausrüstung mit dem Trekkingschuh Alaska GTX von Hanwag, der mich u.a. auf den zuletzt genannten Touren mit wärmeren Socken in den sehr abwechslungsreichen, anspruchsvollen Geländen sicher begleitete.

Vielleicht kennst du das Gefühl, einen Schuh erstmals anzuprobieren und gleich überzeugt zu sein, dass das der richtige ist. Das war meine erste Erfahrung mit Hanwag!

Mag vielleicht an meinen normal geformten Füßen mit einem etwas breiterem Vorfußbereich liegen. Aber diese Schuhe passen mir „wie der Deckel zum Topf“.

In den folgenden Jahren ergänzte ich meine Schuhausrüstung um den Tatra GTX und den Banks GTX von Hanwag und hatte jedes mal das gleiche positive Empfinden.

Warum Hanwag?

Diese Schuhmacher verstehen ihr Handwerk und legen wirklich sehr großen Wert auf Robustheit, Langlebigkeit und beste Qualität.

Besonders ist zu erwähnen; diese Schuhe werden zwiegenäht und zusätzlich klebegezwickt. Durch diese Machart sind alle Modelle relativ preiswert neu besohlbar, was sich bei einem perfekt eingelaufenen Schuh absolut lohnt. Diesen Service habe ich bereits bei meinem Tatra GTX genutzt und war mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.

Vier unterschiedliche Bergstiefel
Die unterschiedlichen Sohlen der Schuhe
unterschiedliche Bergstiefel mit beleuchtetem Globus

Fazit

Wer einen sehr guten Allround-Bergschuh der Kategorie C/D mit herausragender Kälteisolation sucht, trifft mit dem Hanwag Friction II GTX aus meiner Sicht und Erfahrung die absolut richtige Wahl.

Dann kann man sich beruhigt, voll und ganz auf die herrlichen Ausblicke und positiven Eindrücke auf kalten Berggipfeln oder in frostigen Landschaften konzentrieren.

Rückblickend hätte ich mir diesen Schuh  bei meinen diversen Höhen-Trekkingtouren als Wegbegleiter sehr gewünscht.

Martin Briselat

Martin Briselat

In der Kindheit nie verreist, unternahm ich meine erste Rucksackreise im Alter von 16 Jahren gemeinsam mit 4 Freunden nach Frankreich. Auf dem Programm stand Wandern und Wildcampen im Grenzbereich des Elsass und der Vogesen. Ab diesem Zeitpunkt wollte ich mehr von der wunderschönen Erde kennenlernen. Daraufhin folgten Reisen mit Freunden, Familie und alleine schwerpunktmäßig in europäische Länder.
In den vergangenen 10 Jahren standen Trekking- und Hochtouren sowie die Besteigung von hohen Gipfeln im Mittelpunkt. Dabei bereiste ich diverse Länder der asiatischen und afrikanischen Kontinente.