Reisen während Corona

Reisen während Corona

Seit dem 11. März 2020 befinden wir uns offiziell in einer Pandemie und unser Leben hat sich damit drastisch geändert, vor allem im Bezug zum Reisen. Covid-19 bzw. der Corona Virus stellt Reisewillige selbst 2 Jahre nach dem ursprünglichen Ausbruch in China immer noch vor neue Herausforderungen und in diesem Artikel möchte ich euch meine persönlichen Erfahrungen näherbringen, welche glücklicherweise besser waren als man sich denken könnte.

Covid-19 Vaccination-Certificate

Zu Beginn der  Pandemie wusste noch niemand wie lange es dauern wird bis das Leben wieder normale Zustände annimmt. Um ehrlich zu sein wissen wir es selbst jetzt Ende Dezember 2021 noch nicht. Die neue Omikron Variante verbreitet wieder Angst und Schrecken und das Wort „Lockdown“ taucht wieder in den Nachrichten auf. Den ersten Lockdown habe ich in London erlebt. Dort hatte ich im kurz vor der Pandemie meinen Job gekündigt um ab März 2020 meine zweite Weltreise für weitere drei Jahre zu starten. Stattdessen kam Corona und ich musste durch einen gestrichenen Flug innerhalb von 2 Tagen alles verkaufen was ging um mit dem letzten Flieger nach Deutschland zu kommen. Nach zwei Monaten Homeoffice lief mein Vertrag dann aus und ich habe darauf gehofft, dass sich die Situation verbessern wird und mir mögliche Reiseziele ausgesucht.

 Vienna: Leere Ränge vor Schloss Schönbrunn
Salzkammergut: Auch auf den Seen ist nicht viel los
Salzkammergut: Und in den Bergen sowieso nicht

August 2020: Österreich

Nachdem die erste Welle im April 2020 mit deutlichen niedrigeren Zahlen vorrübergegangen war und in den Medien schon davon die Rede war, dass der Virus im Sommer absterben wird, konnte ich endlich nach einem ersten Reiseziel Ausschau halten. Die Zahlen sind tatsächlich über den ganzen Sommer sehr niedrig gewesen und in der letzten August Woche bin ich dann per Zug von Frankfurt nach Wien gefahren. Das neue Leben war zu diesem Zeitpunkt natürlich schon gang und gebe mit Maske und Abstand. Während man in der Vergangenheit nur ein müdes Lächeln für andere Kulturen im asiatischen Raum hatte, ist es nun auch für uns normal geworden mit einer Maske herumzulaufen.

Innerhalb von Österreich habe ich die Zeit in den Städten wie Wien und Salzburg relativ kurz gehalten und mich danach meist in den Bergen aufgehalten. Das Salzkammergut ist normalerweise Anfang September voll mit Leuten, nun hatte ich die Berge aber schon fast für mich allein. Selbst Hallstatt; einer der berühmtesten Orte in Österreich, normalerweise komplett überfüllt mit vor allem Chinesen Touristen, konnte nun erkundet werden ohne von einer Horde von Selfiesticks erschlagen zu werden. Das Reisen während Corona hat also doch auch Vorteile sofern man sich mit den üblichen Einschränkungen zufrieden geben kann. 

Hallstatt: Hallstatt ist normalerweise voller Chinesen, nun können nur die Europäer hin
Crete Arrival: Mit Maske beim Herauslaufen aus der Stadt
Mala Flooding: Während Corona kommt noch eine Flut hinzu

Oktober 2020: Griechenland

Ende Oktober ging die Reise für mich dann weiter nach Griechenland. Ich suchte mir hierbei mit der Insel Kreta einer der wettertechnisch besten Orte für den deutschen Winter aus, denn selbst im Dezember kann man dort sogar noch schwimmen gehen. Zum Zeitpunkt meiner Flugbuchung war die Corona Lage auf Kreta auch extrem gut mit weniger als 100 Fällen auf der gesamten Insel, welche immerhin knapp 650.000 Einwohner hat. Alles schien also perfekt, bis dann am 5.November ein nationaler neuer Lockdown beschlossen wurde für das gesamte Land. Während im ersten Lockdown nur einzelne, besonders stark betroffene Regionen geschlossen wurden, hat die griechische Regierung beim zweiten Lockdown das ganze Land abgeriegelt.

Die Konsequenz waren wieder gestrichene Flüge und man hätte nur für viel Geld wieder nach Deutschland zurückkommen können. Aufgrund der Tatsache, dass komplett Kreta jedoch so gut wie keine Corona Fälle hatte und ich direkt am Meer in einem schönen Apartment untergekommen war, ist die Entscheidung relativ leicht gefallen und ich habe den Lockdown auf Griechenland verbracht. Die Touristen Saison war auch schon vorüber und selbst ohne Corona wäre hier nun nicht mehr viel los gewesen. Ich hatte also die super Strände komplett für mich alleine und konnte mich nicht beschweren.

Malia Beach: Dank Lockdown den ganzen Strand für sich selbst
Gelöscht
Meixco City Empty Street: Selbst in einer Millionenmetropole wie Mexiko Stadt sind die Straßen leer

Kurz nach dem Lockdown kam am 10.November dann auch noch eine historische Naturkatastrophe dazu: Malia wurde überschwemmt nach extremen Starkregen, viele Menschen haben ihr Hab und Gut verloren und ich war mitten drin. (Video: Greece Flooding on Crete island at Malia) Da wird einem dann doch noch mal klar, dass es neben Corona auch noch ganz andere Probleme auf der Welt gibt. Abgesehen davon hatte ich aber eine gute Zeit in Griechenland, trotz Lockdown konnte ich hier komplett ohne Leute entspannen und das gute Wetter genießen.

April 2021: Mexiko / USA

Meine dritte Reise während der letzten Corona Jahre führte mich dann über den großen Teich Richtung Amerika. Ich hatte schon immer den Traum, den 4,270 km langen Pacific Crest Trail zu wandern und nun schien der Zeitpunkt perfekt zu sein. Zunächst aber musste ich mich mit den Einreisebestimmungen auseinandersetzen. Die USA hatten zu dieser Zeit einen kompletten Einreisestopp für alle Menschen ausgehängt, welche sich zwei Wochen vorher irgendwo in der EU aufgehalten hatten. Ich konnte also nicht direkt von Deutschland einreisen und musste einen Workaround finden.

San Miguel de Allende: Diese Straße mit Kirche im Hintergrund ist normalerweise kaum passierbar
 La Paz Whale: Whale Watching mit 5 statt 35 Personen im Boot
Pacific Crest Trail: Ein kleiner Vorgeschmack auf den PCT inkl meines PCT Huts

Hier kommt nun Mexiko ins Spiel. Von dort konnte man ohne Probleme in die USA einreisen, solange man mind. 2 Wochen nicht mehr in der EU war. Da ich eh noch einige Orte im Land sehen wollte, bin ich sogar einen ganzen Monat in Mexiko geblieben. Dort konnte man sogar auch wieder in Cafes essen gehen, nachdem die zweite Welle vorübergegangen und die Corona Fallzahlen Ende April immer weiter zurückgegangen sind. Selbst einen PCR test musste man nicht zwangsweise vorlegen um in Mexiko einreisen zu können, es war wohl eines der lockersten Länder auf der ganzen Erde. Ich habe einen freiwilligen Test machen lassen um auf Nummer sicher zu gehen, damit ich keine anderen Menschen selbst ohne Symptome anstecken würde.

Als Resultat der Pandemie habe ich in Mexiko Stadt leere Straßen gesehen und konnte in San Miguel de Allende fast alleine durch Straßen schlendern, die in normalen Umständen komplett mit Touristen ausgefüllt sind. Selbst eine Bootstour um Wale zu bestaunen war um einiges angenehmer, da ich wir hier durch Corona Regeln nur mit 5 anstatt mit 35 Leuten ein Boot teilen mussten.

Die Einreise in die USA war dann auch tatsächlich sehr einfach und ich konnte meine Wanderung starten. Leider hat die Corona Pandemie hier dann doch etwas stärke Einfluss gehabt, denn für Deutsche war es nicht möglich, ein Visum zu erhalten. Damit musste ich mit den 3 Monaten des eSTA Programms klarkommen und hatte somit nur begrenzt Zeit zum Wandern. Eine Wanderung an sich ist in den Zeiten von Corona jedoch eine super Sache, man ist ständig an der frischen Luft und bei einer langen Unternehmung wie dem PCT auch sehr oft allein unterwegs Aufgrund der großen Distanzen. Beim Schlafen gibt es auch keine Probleme, bis auf die Tage in einer Stadt um neuen Proviant zu kaufen war ich immer in meinem Zeit, weit weg von andere Leuten. Meine Abenteuer auf dem Pacific Crest Trail inkl einer Begegnung mit einem Schwarzbären werde ich euch in meinem nächsten Doorout Gastartikel im März 2022 näher bringen.

Christopher Heil

Christopher Heil

Chris on Tour

Einer meiner größten Leidenschaften ist das Reisen und ich habe einen großen Teil meines Lebens damit verbracht. Berglandschaften rauben mir dabei immer wieder den Atem und ich fühle mich generell in der Natur am wohlsten. Städte Trips hingegen versuche ich immer auf ein Minimum zu beschränken. In meinem Reiseblog www.chrisontour84.de teile ich meine schönsten Bilder, Videos und Trip Reports. Ab und zu findet ihr bei mir auch spezielle Themen wie Reisekosten, Ausrüstungstests und eine Vorschau auf neue Trips.

Wintercamping

Wintercamping

Wintercamping
Bei vielen bleibt das Wohnmobil im Winter verdeckt und das Zelt in der Tragetasche. Doch immer mehr Camper erfreuen sich an der Ruhe des Campings im Winter – keine überfüllten Campingplätze, verschneite Landschaften und sogar der geliebte Wintersport lässt sich optimal verbinden. Viele Orte sind ganzjährig wunderschön – und haben im Winter ihren ganz eigenen Reiz. Natürlich bedarf es bei Minusgraden mehr an Ausrüstung als im Sommer, um einen so richtig einzuheizen. Doch der Aufwand wird um ein echtes Highlight im Jahr belohnt. Welche die richtige Ausstattung ist, verraten wir dir:

Das richtige Zelt

Was beim Wintercamping natürlich nicht fehlen darf, ist das richtige Zelt. Es soll kalte Temperaturen, Wind und dauerhafte Nässe gut überstehen. Vor den wechselnden Witterungsbedingungen muss der entsprechende Schutz gegeben sein. Darum ist es wichtig, dass du beim Kauf des Zeltes einige Kriterien beachtest. Wenn du mit einem Trekkingzelt unterwegs bist, sollte dein Zelt folgendes erfüllen:
  • Achte auf eine höhere Qualität des Zeltstoffes und auf die Stabilität des Gestänges, ein Stahl-Fiberglas-Mix bietet sich an
  • Verschließbare Belüftungsschlitze schützen den Innenraum vor tiefen Temperaturen
  • Eine größere Apsis ist vorteilhaft, denn du hast mehr Stauraum im Zelt oder sogar einen Platz für windgeschütztes Kochen
  • Der Rand des Außenzeltes sollte etwas länger sein, damit er das Eindringen von Wind verhindern kann
  • Das Innenzelt sollte aus einem stabilen Zeltstoff sein, damit es möglichst dicht ist
Unsere Empfehlungen für winterfeste Trekkingzelte:

Bei Wintercamping mit einem Vorzelt gibt es auch einige Punkte zu beachten. Du solltest darauf achten, dass das Vorzelt für den Winter geeignet ist – hier empfiehlt sich ein Vorzelt aus einem PVC-Material, das robuster und strapazierfähiger ist als herkömmliche Polyesterzelte. Das Dach bei den Wintervorzelten fällt steiler nach vorn ab, sodass Schnee besser und leichter abfallen kann. Auch hier ist die Wahl des Gestänges entscheidend. So empfiehlt sich entweder ein klassisches Gestänge Vorzelt aus Stahl mit einem Durchmesser von 25 mm zu wählen oder ein Luftvorzelt. Auf jeden Fall solltest du auch einen Boden in deinem Vorzelt haben, der isoliert von unten zusätzlich gegen Kälte.

Einige Hersteller haben im Sortiment Vorzelte, die für das Wintercamping optimal konzipiert sind und alle Anforderungen meistern:

Die richtige Belüftung

Damit es auch muckelig warm im Zelt ist und sich weniger Kondenswasser bildet, empfiehlt sich eine Zeltheizung. Diese ist kein Muss, aber kann auf jeden Fall von Vorteil sein, wenn man die Temperaturen etwas scheut. Am besten sind Gas- oder Elektroheizungen geeignet. Tipp: Richtiges Lüften ist beim Wintercamping unabdingbar. Fünfminütiges Stoßlüften morgens und abends schützen vor Schwitzwasser und Feuchtigkeit.  

Die richtige Isomatte

Die Isomatte unter deinem Schlafsack ist unverzichtbar. Die Kälte macht sich nachts besonders bemerkbar, die Matte hilft dir dennoch einen wohligen Schlaf zu genießen. Auch hier gibt es unterschiedliche Modelle, z. B. geschäumt ohne oder mit Alubeschichtung, selbstaufblasend oder aufblasbar – das ist Geschmackssache und sollte von dir ausgetestet werden. Wir empfehlen eine dickere Isomatte, die den Abstand zwischen Boden und Schlafsack vergrößert.

Der richtige Schlafsack

Ein weiteres Must-have ist der Schlafsack. Damit du das passende Modell für dich wählen kannst, ist ausschlaggebend, wie kalt es an deinem Urlaubsort werden kann. Am besten orientierst du dich an die Komforttemperaturen – diese geben an, für welche Temperaturen der Schlafsack geeignet ist. Ebenfalls ausschlaggebend ist das Füllmaterial der Schlafsack. Dabei hast du die Auswahl zwischen Kunstfaser oder Daune. Kunstfasern trocknen schnell, sollten sie nass werden, Daunen hingegen sind sehr leicht und isolieren gut. Unsere Empfehlung ist klar ein Schlafsack mit Wärmekragen (Mumienschlafsack) und Daunenfüllung.

Tipp: Warmhalten im Schlafsack

Das „Zwiebelsystem“, sprich mehrere Kleidungsstücke übereinander tragen, ist zum Schlafen nicht nur unpraktisch, sondern sorgt auch für ein falsches Wärme-Kälte-Verhältnis. Optimalerweise solltest du dich für Funktionsunterwäsche, Wollsocken und gegebenenfalls eine Mütze entscheiden, denn über den Kopf verlierst du sehr viel Wärme. Eine Heizdecke kann dir als zusätzliche Schlafsack-Unterlage Wärme spenden

Richtig kochen

Natürlich darf eines nicht außer Acht gelassen werden: die Mitnahme von Essen, Getränke, Campingkocher, Geschirr und Besteck. Am besten geeignet sind Benzinkocher – sie sind kompakt, leistungsstark und verlässlich. Als Geschirr solltest du Aluminium-, Bambus- oder Melamin-Geschirr nutzen, denn diese Materialien sind sehr leicht und sparen an Gewicht. Als Verpflegung solltest du Dosenessen wie Suppen, Ravioli etc. mitnehmen oder du greifst auf Trekkingnahrung zurück – als perfekte Ergänzung eignen sich Energieriegel oder Nüsse, die den Stoffwechsel anregen und deinem Körper Kraft geben. Im Allgemeinen ist es auch wichtig genug zu trinken. Um das Wohlbefinden zu steigern und auch deine Hände warm zu halten, solltest du am besten eine volle Thermoskanne mit Tee oder Kaffee dabeihaben.
Herbsturlaub in Fischbachau / Schliersee – Wanderungen im Mangfallgebirge – Tag 2

Herbsturlaub in Fischbachau / Schliersee – Wanderungen im Mangfallgebirge – Tag 2

Wendelstein-Tour

Am Ende unserer Urlaubswoche ergibt sich noch die Gelegenheit zu einer Tour hoch auf den Wendelstein. Das hat mich schon sehr gereizt, da wir das beeindruckende Bergmassiv jeden Tag vor Augen hatten. Wir trennen uns an diesem Tag und für mich wird es eine Vater-Tochter-Tour.

Wir beginnen die Tour direkt bei unserer Unterkunft am Gmaiser Hof, ein alleinstehendes Bauernhaus abseits von Allem (Ort: Geitau).

Bereits nach kurzer Zeit kommen wir auf den „Meditationsweg“, der in Birkenstein mit insgesamt 7 Stationen seinen Ausgangspunkt hat. Der Aufstieg ist mit 3 ¾ Std. angegeben. Zunächst laufen wir auf einem breiten Forstweg erst moderat, dann sehr steil ca. 1 ¼ Std. bergauf, bis der Weg in einen steilen, schmalen Steig übergeht. Landschaftlich ist dieser Wegabschnitt wesentlich schöner. Je weiter wir nach oben kommen, ergeben sich immer neue wunderbare Aussichten. Nach ca. 20 Minuten gelangen wir aus dem Wald auf eine freie Fläche, die sich oberhalb der Spitzingalmen befindet. 

Kloster Kreuzberg

Nur noch leicht ansteigend führt uns der Steig immer weiter Richtung unserem Ziel. Nun haben wir auch das erste Mal wieder einen Blick auf den Wendelstein. Leider zieht es sich zu und immer wieder verschwindet das Wendelsteinhaus und er Gipfel im Nebel. Der Weg, der nun wieder im Wald verläuft, wird zunehmend matschiger und auf ca. 1500 Hm kommt schmieriger Schneematsch dazu. Man muss sich auf seine Schritte konzentrieren, gefährlich ist es jedoch nicht. Die letzten 200 Hm werden über einen steilen, felsigen und mit Stufen versehenen Steig überwunden. Eine Weggabelung unterhalb des Wendelsteinhauses zeigt uns über zahlreiche Schilder, dass man viele Möglichkeiten hat, auf den Wendelstein zu gelangen oder den Rückweg über viele andere Wege zu wählen.

Jetzt haben wir es auch fast geschafft. Immer wieder tut sich für kurze Zeit ein Wolkenloch auf, wo wir einen Blick auf benachbarte Gipfel oder auch für kurze Zeit den ein oder anderen Talblick erhaschen können. Mystisch kommt aus dem Nebel die Gondel der Wendelsteinbahn aus dem Tal hinauf und auf der Terrasse und der Aussichtskanzel sieht man die Wanderer und Touristen als graue Schatten im Nebel.

Kloster Kreuzberg

Wir sind erstaunt, dass trotz der nicht vorhandenen Sicht, doch so viele Leute hier oben sind. Wahrscheinlich sind wir nicht die Einzigen, die vom Nebel überrascht wurden und ein Gipfel, der von der einen Seite mit der Gondel und der anderen Seite über die berühmte Zahnradbahn zu erreichen ist, wird wahrscheinlich selten ruhige Zeiten erleben. Wir freuen uns über eine stille Sitzecke an dem Hüttchen der Bergwacht und genießen dick eingepackt unsere Brotzeit.

Gut gestärkt besteigen wir auch noch den Gipfel über den Panoramaweg und bestaunen die Aussicht auf die umliegende Bergwelt leider nur auf den Panoramatafeln.

Den Rückweg erleichtern wir uns mit der Gondelfahrt ins Tal.

Gesamtstrecke: 7,4 km / Höhenmeter hoch: 1050 m / Höhenmeter runter: 40 m

Kloster Kreuzberg
Carina

Carina

Ich bin gerne draußen so oft wie möglich in der Natur unterwegs, zum Wandern, Rad fahren, Langlaufen oder gerne auch auf dem Wasser mit SUP oder Kanu. Unseren Wohnwagen mag ich am liebsten, wenn er rollt und wir dadurch relativ flexibel die Berge, das Meer und unsere Heimat erkunden können. Unsere Touren und Ausflüge liebe ich in unserem Logbuch und in Fotobüchern als Erinnerung festzuhalten.

Herbsturlaub in Fischbachau / Schliersee – Wanderungen im Mangfallgebirge – Tag 1

Herbsturlaub in Fischbachau / Schliersee – Wanderungen im Mangfallgebirge – Tag 1

Unser Familienurlaub (5 Erwachsene und 5 Kinder, 8-70 Jahre) führt uns dieses Jahr nach Fischbachau in der Nähe vom Schliersee.

Ich stell euch 2 Wandertouren vor, die wir gegangen sind.

2-Gipfel-Familien-Wanderung (Taubenstein, Rotwand)

Start unserer Tour ist die Talstation der Taubensteinbahn, die sich am Spitzingsee auf 1085 Hm befindet. Anreisen kann man entweder mit dem RVO-Bus (Haltestelle befindet sich direkt an der Talstation) oder mit dem Auto (Parkgebühr 5€/Tag).

Wandermöglichkeiten rund um den Taubenstein sind zahlreich.

Uns bringt die Vierergondel auf 1613 Hm. Die tolle Sicht in Richtung Wendelstein und das Spitzinggebiet ist traumhaft. Über eine Treppe und weiter auf schmalem felsigem Weg erreichen wir nach kurzer Zeit bereits den Taubensteinsattel auf 1660 Hm. Zu unserer rechten Seite lockt das Gipfelkreuz des Taubenstein. Der Weg zum Gipfel dauert nur ein paar Minuten und ganz zur Freude der Kinder führt der Weg über Fels und im oberen Bereich durch eine kurze, drahtseilgesicherte Rinne. Viel Platz hat man hier oben nicht, an der Hangseite geht es steil bergab. Wir kraxeln über den gleichen Weg wieder hinunter.

Kloster Kreuzberg

Die Strecke verläuft recht steil und kurz nochmal felsig, aber ungefährlich, weiter. Immer wieder beeindruckt uns die tolle Aussicht und schon bald schaut man von oben auf das Gipfelkreuz des Taubenstein.

Der nächste steilere Anstieg wird durch Trittstufen erleichtert, bevor die Steigung angenehmer wird.  Vom erreichten Kirchsteinsattel sehen wir das erste Mal das Rotwandhaus. Hier kann man in ca. 15 Minuten zur Hütte absteigen oder unterhalb des Lempersberges dem schönen und schmalen Steig folgen, der dann über einen breiteren Weg zum Rotwandgipfel führt. Kurz vor dem Gipfel befindet sich eine kurze, steile Stufe, die man mit Hilfe von einem Drahtseil bewältigen kann.

Am Gipfelkreuz machen wir nur eine kurze „Foto-Pause“ und suchen uns etwas unterhalb eine schöne Stelle, wo wir unsere Brotzeit aus dem Rucksack genießen. Allerdings müssen wir unseren Proviant vor den Bergdohlen schützen, die sich sehr dreist direkt aus den Frühstücksdosen bedienen wollen.

Kloster Kreuzberg

Gestärkt und gut gelaunt steigen wir zum Rotwandhaus ab. Die Berghütte mit großem Außenbereich liegt wunderschön und bietet eine ebenso schöne Sicht auf die umgebenden Berge.

Ins Tal hinab zurück zum Ausgangspunkt führen mehrere unterschiedliche Wanderwege. Man kann über einen bequemen, aber etwas faden Fahrweg absteigen (ca. 2 Stunden) oder über einen interessanten, aber auch längsten Weg über die Kümpflscharte, Kümpflalm und den Pfanngraben zur Waitzingeralm gehen (ca. 3 ½ Std.) Von hier geht der Wanderbus zurück zur Talstation Taubensteinbahn.

Wir entscheiden uns für den Steig über die Scharte und die Kümpflalm, der im ersten Abschnitt recht steil und felsig ist, bevor er in einen Wiesenweg übergeht. Landschaftlich gesehen sehr lohnenswert. An der Kümpflalm haben wir leider anscheinend ein Wanderzeichen übersehen, so dass wir statt über den Pfanngraben doch auf den Forstweg gelangen, den wir eigentlich nicht gehen wollten. Echt ärgerlich, aber umdrehen möchten wir nicht, das kostet zu viel Zeit. (Foto 10-11) Im Ort Spitzingsee angekommen, führt der Wanderweg direkt am See entlang zurück zur Talstation der Taubensteinbahn.

Gesamtstrecke: 11,6 km / Höhenmeter Aufstieg: 260 m / Höhenmeter Abstieg: 800 m

Kommende Woche folgt: Wendelstein-Tour

Carina

Carina

Ich bin gerne draußen so oft wie möglich in der Natur unterwegs, zum Wandern, Rad fahren, Langlaufen oder gerne auch auf dem Wasser mit SUP oder Kanu. Unseren Wohnwagen mag ich am liebsten, wenn er rollt und wir dadurch relativ flexibel die Berge, das Meer und unsere Heimat erkunden können. Unsere Touren und Ausflüge liebe ich in unserem Logbuch und in Fotobüchern als Erinnerung festzuhalten.

Testbericht – Deuter Exosphere 0° Regular

Testbericht – Deuter Exosphere 0° Regular

Der Exosphere 0° von Deuter ist ein PFC-freier Kunstfaser-Schlafsack. Der Hersteller preist ihn als beste Lösung für Trekker an, die auf Komfort und ein optimales Wärme-Gewicht-Verhältnis Wert legen. Okay, schauen wir ihn uns mal etwas genauer an.

Ersteindruck & Verarbeitung

Der Schlafsack kommt in einem Packsack mit Komprimierungsriemen und einem extra Aufbewahrungssack daher. Noch vor dem Auspacken fällt auf, wie extrem klein man ihn damit komprimieren kann und wie leicht das Ganze ist. Ausgepackt zeigt sich die wirklich gute Verarbeitung. Ich kann keine Stelle entdecken wo irgendeine Naht oder Ähnliches unsauber verarbeitet ist. Persönlich gefällt mir die Schwarz-Rot Farbkombination sehr gut. Er macht alles in allem einen sehr hochwertigen Eindruck.

Technische Daten & Details

  • Stretch Comfort System
  • Ergofoot: Erhöhter Fußraum
  • Fußwärmer: Extra Füllung im Fußbereich
  • Koppelbar
  • Dryzone: wasserabweisender Bezugsstoff an den Kopf- und Fußbereichen
  • Wertsacheninnentasche
  • PFC frei

Diese Daten beziehen sich auf die Größe Regular

  • Gewicht: 995g + 80g Packsack
  • Füllmaterial: DEUTER THERMO PROLOFT®
  • Füllgewicht: 542g
  • Hauptmaterial: DEUTER THERMO PROLOFT®, 30D PA RIPSTOP
  • Schulterbreite: 73-90 cm
  • Körpergröße: 185 – 200 cm
  • Packmaß: ø 16 cm x 32 cm
Deuter Exosphere 0° Regular im Packsack mit Tragegriff
Deuter Exosphere 0° Regular im Kompressionssack
Deuter Exosphere 0° Regular mit Herstellerangaben

Praxistest

Um die Isolationsleistung richtig beurteilen zu können, machte ich mich Ende Oktober mit Zelt im Gepäck auf einen Campingtrip in die Rhön. Genauer gesagt in meinen Garten. Es blieb glücklicherweise trocken und die Tiefsttemperatur betrug 3°C in der Nacht. Also prädestinierte Bedingungen für einen Schlafsack mit einem Komfortbereich von 5°Celsius und einem Limitbereich von 0°Celsius. Kleidungstechnisch war ich mit Merinounterwäsche ausgerüstet.

Um es kurz zu halten: Mir wurde es schnell zu warm. Selbst meine normalerweise kalten Füße blieben warm. Der Schlafsack ist rundherum gleich dick gefüttert und hat im Fußbereich eine extra Lage Füllung. Deuter nennt das “Foot Warmer”. Dieser Bereich und der Kopfbereich haben außerdem wasserabweisenden Bezugsstoff. Das schimpft sich bei Deuter die “Dryzone”. Mit Kondenswasser hatte ich zwar keine Probleme, aber das ist bestimmt von Vorteil, wenn sich mal wieder Feuchtigkeit auf der Zeltinnenseite ansammelt. Gewöhnlich stößt man ja mit einem der beiden Schlafsackenden an den Zeltstoff an.

Was mir auch sehr positiv auffiel, ist das “Stretch Comfort System”. Durch die elastischen Nähte schmiegt sich der Schlafsack immer eng an den Körper, wodurch einerseits weniger Luft erwärmt werden muss, aber gleichzeitig kann man sich trotzdem noch super drehen und bewegen. Deuter schreibt hier etwas von +25% Ausdehnung in der Breite. Das Bein anwinkeln war so kein Problem. So habe sogar ich mich als Seitenschläfer wohl gefühlt.

Der Reißverschluss funktionierte ganz geschmeidig und ohne Probleme. Man musste nicht jedes Mal aufpassen, dass man keinen Stoff einklemmt etc. Zur Langlebigkeit kann ich noch nichts sagen.
Zwei Details am Rande: Im Inneren befindet sich eine Wertsachentasche und der Schlafsack ist mit anderen Schlafsäcken dieser Serie koppelbar. Vielleicht interessant für Pärchen.

Deuter Exosphere 0° Regular im Praxistest
Deuter Exosphere 0° Regular als bequemer Begleiter
Deuter Exosphere 0° Regular mit Ergonomischer Fußbereich

Fazit

Bequemer Schlafsack mit viel Bewegungsfreiheit bei gleichzeitig guter Isolationswirkung. Geeignet für den Einsatz vom Frühjahr bis in den Herbst.

Benjamin Denk

Benjamin Denk

Chronisch zu wenig draußen unterwegs. Aber wenn, dann am meistens mit dem Mountainbike oder dem Fußbus. Auf Reisen eher spartanisch und am liebsten im Zelt. Trotzdem immer zu viel Fotoausrüstung dabei.

Testbericht – Wanderschuh Asolo Cerium GV Women

Testbericht – Wanderschuh Asolo Cerium GV Women

Der Wanderschuh Cerium GV Women wurde von dem Italienischen Hersteller Asolo gefertigt. Die Marke Asolo wurde 1975 von Giancarlo Tanzi in Asolo, Stadt im Nord-Osten von Italien, gegründet.

1998 wurde die Marke von Familie Zanatta übernommen. Die Schuhmachertradition der Zanatta Familie führt zurück bis in das Jahr 1946. Bis heute wird Asolo von der Familie Zanatta geführt, die nun auf vier Generationen Schuhmacherkunst zurückblickt.

Asolo fertigt Schuhe für die Bereiche Alpine, Backpacking, Hiking, Winterhiking und Urban Outdoor für Herren, Damen und Kinder.  Der Hersteller bietet als Service für das gesamte Sortiment eine Wiederbesohlung an, wenn sich der Schuh noch in einem brauchbaren Zustand befindet. Dies ist möglich, da die Schuhe alle in der „klebegezwickten Machart“ gefertigt werden.

Beschrieben wird der Wanderschuh vom Hersteller wie folgt

Der Cerium GV ist aus wasserabweisendem Velourleder gefertigt und bietet besten Schutz, Unterstützung, Komfort und Leistungsfähigkeit. Die Gore Tex Membrane sorgt für Atmungsaktivität und Wasserdichtigkeit. Die Zwischensohle, aus zwei verschieden harten EVA Komponenten, gewährleistet optimale Dämpfung, Komfort und Unterstützung. Die softe Brandsohle bietet mehr Abrollfreudigkeit. Die Duo Radiant Laufsohle besteht aus der Vibram Mega Grip Gummimischung und bietet beste Performance in nassen sowie trockenem Gelände. Die leichtläufige Metallösenschnürung mit Tiefzugelement sorgt für präzise und schnelle Anpassung. Die schön eingearbeitete Zehenkappe bietet zusätzlichen Schutz. 

Technische Daten

Obermaterial:

Wasserabweisendes Veloursleder 1,6-1,8 mm

wasserdicht:

ja

Hersteller-Farbe:

graphite/north sea

Sohle:

Asolo/Vibram® Duo Radiant (Eva-Zweikomponentegummi)

Eigenschaften:

stoßdämpfend, wasserdicht, leicht, atmungsaktiv, pflegeleicht, schnelltrocknend, feuchtigkeitstransportierend

Für:

Damen

Futter:

Synthetik

Innenmaterial:

GORE-TEX® Performance Comfort Footwear

Innensohle/ Fußbett:

Lite 2

Typ:

Wandern & Freizeit

Typ Schuhe:

hoch

Material- Zusammensetzung:

Obermaterial: 90% Leder, 10% Polyester; Membraneninnenmaterial: 100% Polytetrafluorethylen; Innenmaterial: 100% Polyester

Schaft:

hoher Schuh

Zusatzinformation:

Dieses Modell kann wiederbesohlt werden

Gewicht:

1140 g / Paar ( UK 8)

Farbe:

grau-türkis

Kloster Kreuzberg

Mein persönlicher Praxistest

Ich habe nach einem leichten, aber doch robusten Wanderschuh gesucht, den ich sowohl bei Wanderungen in der Rhön (Mittelgebirge), im alpinen Gebirge und auch mal bei einer Winterwanderung tragen kann. Dafür ist mir die GoreTex-Ausführung sehr wichtig.

Ich habe mich für diesen Schuh entschieden, da er wirklich einen leichten Eindruck macht und besonders das etwas auffälligere Design in der Farbe grau/türkis (bzw. graphite/north sea) finde ich sehr ansprechend.

Der Schuh fällt etwas kleiner aus, bei einer Schuhgröße von 41, habe ich mich für die Größe 42 ½ entschieden. Zu klein soll der Wanderschuh auf keinen Fall sein, bei kälterem Wetter trage ich auch ganz gerne dickere und wärmere Wandersocken.

Der Innenbereich des Schuhs fühlt sich sehr angenehm weich an, er ist in den Übergängen schön verarbeitet, es drückt, zwickt und reibt nichts. Ich habe ein bisschen ausprobiert mit der Festigkeit der Schnürung, mal ein bisschen fester bergab oder ein bisschen lockerer bergauf. Das hat sich alles sehr gut angefühlt.

Getestet habe ich den Asolo Cerium ausgiebig eine ganze Woche lang im Wendelsteingebiet / Spitzingsee auf unterschiedlichem Gelände und auch bei unterschiedlichstem Wetter.

Kloster Kreuzberg

Die Sohle hat ein gutes Profil, ich hatte nie das Gefühl, dass es auf nassen Steigen mit Wurzeln, Blättern und Steinen zu rutschig wird. Auch an einem Steilhang einer Skipiste, den wir sowohl hoch als auch runter gegangen sind, hat der Wanderschuh mir ein gutes und sicheres Gefühl gegeben.

Bei kurzen Strecken durch Schneematsch ist innen alles trocken geblieben. Dies werde ich im Winter jedoch noch intensiver testen.

Auf den Gipfel des Taubensteins führte der Weg über einen sehr felsigen Steig (mit Drahtseil gesichert) hinauf. Auf solchem Terrain trage ich am liebsten einen Schuh, der mir guten Halt gibt, aber nicht zu steif und fest ist, so dass ich noch genug Gefühl für den Untergrund habe. Auch hier hat mir dieser Wanderschuh sehr gut gefallen. Durch den hohen und stabilen (aber nicht zu steifen) Schaft sind die Knöchel und Sprunggelenke gut geschützt und geführt.

Blick auf den Moorsee

Fazit

Alles in Allem habe ich für meine Bedürfnisse genau den richtigen Schuh gefunden. Ich freue mich schon auf die nächsten Touren. Ganz besonders bin ich gespannt auf die ersten Winderwanderungen mit dem Schuh und ob er auch für eine Schneeschuh-Tour geeignet ist. Hier werde ich meine Erfahrungen nachreichen.

Viel Spaß Euch beim selber Testen und Wandern !

Carina

Carina

Ich bin gerne draußen so oft wie möglich in der Natur unterwegs, zum Wandern, Rad fahren, Langlaufen oder gerne auch auf dem Wasser mit SUP oder Kanu. Unseren Wohnwagen mag ich am liebsten, wenn er rollt und wir dadurch relativ flexibel die Berge, das Meer und unsere Heimat erkunden können. Unsere Touren und Ausflüge liebe ich in unserem Logbuch und in Fotobüchern als Erinnerung festzuhalten.