Testebericht Hilleberg – Anjan 3

Testebericht Hilleberg – Anjan 3

Hilleberg the Tentmaker ist ein Familienunternehmen das seit mehr als 45 Jahren leichteste Ganzjahreszelte in höchster Qualität entwickelt. Die Firma wurde 1971 von Bo Hilleberg in Schweden gegründet und fertigt seine Zelte seit 1997 in einer eigenen Fabrik in Estland.

Begriffe wie Nachhaltigkeit, Zuverlässigkeit, Vielseitigkeit, Handhabung, Haltbarkeit und Komfort werden in dem familiär geführten Unternehmen groß geschrieben. Und die wahren Stärken der Hilleberg Zelte liegt im Detail.

Das Hilleberg Label System

Die Einteilung in vier unterschiedliche Kategorien hilft hierbei dem Kunden das passende Zelt für seine individuellen Ansprüche zu finden. Unterteil wird in:

  • Black Label
  • Red Label
  • Yellow Label
  • Blue Label

Die Zelte der Kategorie Black Label sind die robustesten und vielseitigsten Ganzjahreszelte von Hilleberg. Beim Außenzelt wird das sogenannte Kerlon 1800 Gewebe verwendet, welches besonders durch seine hohe Wassersäule und Weiterreißfestigkeit besticht. Das Gestänge ist hier 10 mm dick.

Red Label steht für etwas leichtere Ganzjahreszelte und eignet sich für Touren, bei denen es auf niedriges Gewicht ankommt und die Wetterbedingungen nicht ganz so rau sind. Das Außengewebe besteht aus Kerlon 1200 und das Gestänge ist 9 mm dick.

Das Anjan 3 zählt zum Yellow Lable. Zelte dieser Kategorie sind die leichtesten Zelte der Firma und sind ideal für Touren bei schönerem Wetter. Als Außengewebe kommt hier Kerlon 1000 zum Einsatz und das Gestänge ist wie beim Red Label 9 mm dick.

Spezialisierte Zelte bietet das Blue Label deren Einsatz sich bei großen Gruppen von 6 bis 14 Personen findet. Ob als Jurte, Kuppel- oder Tunnelzelt. Das Außengewebe aus Kerlon 2500 ist besonders Weiterreißfest und die Gestängedick reicht von 17 bis 19,5 cm.

Lieferumfang – Anjan 3

 

  • Außenzelt
  • Innenzelt
  • Gestänge 9mm ( 1 x 305 cm & 1 x 260 cm Länge )
  • 12 Heringe
  • Packsäcke für Heringe, Gestänge und Zelt

 

Testbedingungen

Beim Aufbau, nach einer 26 Kilometer Wanderung, schien die Sonne und es ging nur ein leichtes Lüftchen. In der Nacht nahm die Bewölkung zu und am nächsten Morgen wachten wir bei einem leichten Regenschauer auf.

Materialien und der erste Eindruck

Bekommt man das eingepackte Zelt das erste Mal in die Hand fragt man sich zwangsläufig: das ist alles? Fluffig ist der erste Begriff der mir dazu einfällt. Man merkt sofort das geringe Gewicht der verwendeten Materialien.

Nach dem Öffnen des Packsacks kommt das Zelt ( Innen- und Außenzelt sind miteinander verbunden ), sowie die beiden kleineren Säcke für das Gestänge und die Heringe zum Vorschein.

Das Kerlon 1000 Nylongewebe des Außenzelts fühlt sich wirklich extrem dünn an, bietet aber eine Wassersäule von 8.000 mm.

Die Bodenplane aus Polyamid hat eine Wassersäule von 5.000 mm.

Selbst die Heringe Y-Peg UL aus gehärtetem Aluminium mit Y-Querschnitt wirken federleicht, wenn man Sie in der Hand hält.

Aufbau & Handling

Das Tunnelzelt Anjan 3 bieten insgesamt für 3 Personen Platz. Alle vier Anjan Modelle lassen sich auch alleine super schnell aufgebauen. Schnell wird einem klar das das Konzept des Herstellers absolut durchdacht ist und es wirklich auf die Details ankommt.

Verwendet man das Zelt mit der optional erhältlichen Zeltunterlage, sollte man diese als erstes mit dem Zelt selber verbinden. Das Groundsheet passt genau unter das Innenzelt. Der Vorraum bleibt dabei frei.

Ist das Zelt ausgebreitet, befestigt man als erstes am hinteren Ende zwei Heringe. Nun werden die beiden 9 mm dicken Aluminiumgestänge zusammengesetzt. Die kürzere Stange wird durch den Gestängekanal an der Zelthinterseite eingeschoben und die rot markierte längere Stange wird an der Vorderseite eingeschoben.

Eine Plastikkappe am Ende des Gestängekanals verhindert, dass man das Gestänge zu weit einschiebt und eignet sich perfekt dafür das Zelt alleine aufzustellen. Hierzu schiebt man die beiden Gestänge nacheinander weiter vor, bis sich das Zelt aufstellt und man die Gestänge in die Kunststoffkappe am Stangenspanner einstecken kann.

Jetzt nimmt man zwei weitere Heringe zur Hand und zieht das Zelt am Eingang auf sich zu, bis es seine Größe vollständig erreicht hat und man den Eingangsbereich aufspannen kann.

Wenn benötigt, kann man die Stangenspanner noch nachjustieren bis diese am Außenzelt anliegen. Die restlichen Heringe werden am Zelt und den 4 Abspannleinen befestigt und schon steht das Tunnelzelt.

Ausstattung und Komfort

Öffnet man den einzelnen Eingang mit der kleinen Apsis hat man direkten Blick auf das eingehängte Innenzelt. Als Apsis bzw. Apsiden werden Stauräume für das Gepäck bezeichnet, die sich nicht direkt im Innenzelt befinden.

Der Reisverschluss zum Innenzelt lässt sich schnell öffnen. Die Bodenwanne des Innenzelts ist an den Seiten hochgezogen und schützt so vor Feuchtigkeit. Da das Innenzelt überwiegend aus Netzpartien besteht, ist die gute Belüftung so direkt im Design berücksichtigt.

Links und rechts des Eingangs finden sich zwei kleine Innentaschen und bietet Platz für z.B. Handy, Geldbeutel und Schlüssel.

Sollte man das Zelt mal bei Regen aufbauen müssen, empfiehlt es sich das Außenzelt zuerst ohne das Innenzelt aufzubauen, damit dieses nicht nass wird. Steht das Außenzelt, lässt sich das Innenzelt ganz leicht mit den kleinen Plastik-Knebeln in die Ringe des Außenzelts einhängen.

Daten und Fakten

  • Nettogewicht: 1,6 kg / Bruttogewicht 1,9 kg
  • Höhe Innenzelt: 105 cm
  • Innenzeltfläche: 3,4 m²
  • Apsisfläche: 1,4 m²
  • Außenmaße: ( 325 cm x 160 cm / 130 cm x 105 cm )
  • Außenmaterial: Kerlon 1000 Nylongewebe ( 8000 mm Wassersäule )
  • Bodenplane: Polyamid ( 5000 mm Wassersäule )
  • Beschichtung: Silikon
  • Gestänge ( 9 mm ): 1 x 328,1 cm / 1 x 285 cm
  • Heringe: 12 x Y-Peg UL
  • Personen: bis zu 3 Personen
  • Zeltunterlage / Groundsheet: optional

*Das Nettogewicht bezieht sich nur auf Außen- und Innenzelt mit Gestänge. Das Bruttogewicht beinhaltet den kompletten Lieferumfang.

Fazit

Das Anjan 3 ist der perfekte Begleiter auf Trekkingtouren bei denen es auf geringes Gewicht ankommt und man sich im schneefreien Gelände bewegt. Die Konstruktion und die Handhabung sind bis ins kleinste Detail durchdacht und der Aufbau ist super schnell auch alleine möglich.

Stefan

Stefan

Freelancer by doorout.com

Outdoorler durch und durch! Egal ob Klettern, Bergsteigen, Wandern, Mountainbiken oder im Winter mit den Langlaufskiern, die Devise lautet: Hauptsache draußen. Im Sommer gerne mit dem Zelt oder dem Caddy-Camper unterwegs und noch dazu seit einigen Jahren Outdoor-Blogger mit Herz auf dem eigenen Blog www.my-outdoor-stories.de, sowie als Klettertrainer beim DAV aktiv. Als Freelancer im Doorout-Team seit 2017.
Testbericht Vango Santo

Testbericht Vango Santo

Ihr habt wahrscheinlich schon von dieser Tinyhouse- (winzige-Häuser) Bewegung gehört oder darüber gelesen. Das Vango Santo erinnert uns ein bisschen daran, denn trotz begrenzten Platzes bietet es eine komfortable Ausstattung und gibt ein Gefühl der Geborgenheit.

Als kleines Familienzelt für spontane Kurzurlaube ist das Santo schnell und unkompliziert aufzubauen. Vango empfehlt dieses Zelt für bis vier Personen, allerdings versteht sich damit eine vier köpfige Kleinfamilie, vier Erwachsene würden im Santo große Kompromisse eingehen müssen.

Das Santo ist also eine gute Anschaffung für Paare oder junge Eltern die ein bequemes Zelt suchen, um die Natur für ein paar Tage zu genießen.

Materialien:

Allgemein macht das Zelt einen sehr guten Eindruck, das Außenzelt bietet 4000 mm Wassersäule und die Bodenplane 10 000 mm. Alle Nähte (Zelt & Bodenwanne) sind werkseitig getapt und somit ist das Zelt auf alle Fälle wasserdicht.

Die Bodenplane mit hochgezogenen Rändern ist eingenäht, was für ein einfaches Aufbauen sorgt und vor Eindringen von Insekten, Wasser und Schmutz schützt. Der kleine Nachteil daran ist, dass das Reinigen des Bodens bei starker Verschmutzung damit etwas beschwert wird.

Die Schlafkabinen sind aus atmungsaktivem Polyester, damit kann das Kondenswasser entweichen und das Schlafklima ist angenehmer. On top hält das abgedunkelter Gewebe den Schlafbereich länger Dunkel morgens und verhindert eine zu starke Erhitzung dieses Bereichs abends.

Aufbau & Handling:

Als Erstes fällt der geräumige Packsack auf. Eindeutig ein großer Vorteil, es bedeutet nämlich, dass das Einpacken nach Gebrauch deutlich vereinfacht wird. Die Kompressionsriemen helfen dabei das Zelt wieder zu einem praktischen Packmaß zurück zu schnürren und erleichten damit den Transport. In acht Minuten sollte das Santo laut Hersteller aufgebaut werden. Und das stimmt auch, höchstens braucht man zum ersten Aufbau etwas mehr Zeit um alle Feinheiten im Griffe zu haben. Grundsätzlich ist der Aufbau kinderleicht und auch ohne Problem allein zu bewältigen. Denn genau dafür sind  die Luftkanäle zuständig. Diese Technologie vermeidet das komplizierte Einfädeln von Metall-Gestänge und gibt gleich beim Start des Aufbaus dem Zelt genug Halt, um alleine zu stehen. Die dazugehörige Pumpe ist eine Doppel-Hub-Pumpe, d.h., dass jede Bewegung einen Luftstrom produziert, damit ist für noch mehr Schnelligkeit gesorgt.

Ausstattung:

Eine besondere Neuigkeit ist das SkyTrack System. Damit lassen sich an beiden vorderen Luftkanälen Lampen, Extrataschen oder ein Innenhimmel leicht befestigen. Es funktioniert mit einer Art Kederleiste-System: das Zubehör wird einfach eingefädelt. Sehr einfach zu bedienen und das System gibt mehrere Positionierungsmöglichkeiten.

Die alt bewährten Features fehlen natürlich auch nicht, wie die innere Sturmabspannleinen, die das Zelt bei extremen / richtungswechselndem Wind das Zelt stabilisieren.

Die Eingangstür ist mit einem Moskitomesh ausgestattet und sorgt für optimale Belüftung und hält Insekten fern. Durch Abklappen der Bodenwanne im Frontbereich ist der Eingang nach Bedarf barrierefrei. Das Belüftungssystem AirZone im oberen und unteren Bereich der Zeltwände  sorgt für die Luftzirkulation im Zelt und schafft damit ein angenehmes Klima. Und die Kabeldurchführung mit Reißverschluss erlaubt eine Stromversorgung ins Zeltinnere. Daneben gibt es natürlich auch noch die gut eingebauten Standardfeatures. All das sorgt für ein sehr gut ausgestattetes und bequemes Familienzelt.

Daten:

  • Gewicht: 15,5kg
  • Packmaß: 67 x 35 x 34 cm
  • Aufbauzeit: 8 min

Fazit:

Super Zelt für Kleinfamilien, die sich auf Kurzurlaub begeben möchten. Es fehlt an nichts, das Zelt ist sehr gut durchgedacht und sehr bequem. Der Pluspunkt: das Aufbausystem, damit sind Ankunft und Abreise um einiges stressfreier.

Video:

Christophe de Montigny

Christophe de Montigny

Freelancer by doorout.com

2011 startete ich mein erstes Abenteuer. Mit nichts als meinem Rucksack auf dem Rücken und einem Zelt im Gepäck ging es nach Australien. Okay, ich muss zugeben, dass ich dort nach einigen Monaten des Alleinreisens mein Inventar um Julia erweitert habe.;) Aber auf der gleichen Wellenlänge reisend, eroberten wir gemeinsam noch atemberaubendere Länder und Gipfel in Asien; Seen, Gletscher und Steinklippen in Neuseeland und schließlich als Schlittenhundeführer das eiskalte Lappland im Winter. Unser Ziel war einfach: Entdecken und Erleben. Unsere Werkzeuge: Offenheit, Spontanität, Durchhaltevermögen und ein Schweizer Messer. Unsere Erfahrungen: einzigartig, manchmal schockierend, doch immer von Freundlichkeit geprägt, besonders durch die schönen Begegnungen mit anderen Menschen auf unserem Weg!

Testbericht – Osprey Exos 48 und Eja 48

Testbericht – Osprey Exos 48 und Eja 48

Superleicht- Rucksäcke für Mehrtagestouren

Seit ein paar Jahren spezialisiert sich Osprey im Bereich „Comfort Lighthiking“ (bequem und leicht Wandern). Mit dem Exos 2018 und dem neuen Eja, – entwickelt auf der Basis langjähriger Erfahrung – legt Osprey nun noch eine Schippe oben drauf.

Zunächst  wird die Exos Serie weiterhin in drei Volumen angeboten 38, 48 und 58 Liter. Dazu wird die Serie um zwei Damenmodelle erweitert: den Eja in 38 und 48 Litern. Wie immer bei Osprey gibt es den Exos und Eja in verschiedenen Rückenlängen. Um einen Fehlkauf zu vermeiden schaut in unserem Rucksackratgeber nach, wie man seine Rückenlänge ordentlich misst oder lasst euch in unserem Laden oder telefonisch beraten.

Die neuen Exos und Eja bringen Belüftung und Komfort auf einem neuen Niveau

Wofür wir uns in diesem Bericht besonders interessieren, ist das neue AirSpeed Netz Rückensystem aus gespanntem Mesch und dem ExoForm Tragesystem. Bei beide Modellen kommen Wanderer und Rucksack praktisch nur durch Mesch in Berührung, was natürlich für eine besonderes gute Belüftung und damit einen erhöhten Tragekomfort sorgt.

Die ExoForm Schulter- und Hüftgurte bieten dank doppelter Mesch-Konstruktion ein bequemes und stabiles Tragesystem. Das AirSpeed Netzsystem sorgt für eine gute Lastenverteilung und offensichtlich für eine optimale Luftzirkulation.

Bislang hatten wir in der Exos Serie keine Damenmodelle, das ändert sich mit dem Eja. Der Eja ist eindeutig für die weibliche Anatomie entwickelt worden: der Abstand zwischen den Schultergurten ist reduziert, die Schultergurte selbst sind anatomisch geformt, um den Druck auf die Brust zu verringern und auch die Hüftgurtposition ist an den weiblichen Körper angepasst.

All Mighty Garantie:

Bei Osprey ist Nachhaltigkeit und Umwelt ein wichtiges Thema. Deswegen sind die Rucksäcke Exos und Eja in die All Mighty Garantie eingeschlossen. Das bedeutet, dass diese Rucksäcke von Osprey repariert werden können und nicht gleich ersetzt werden, falls etwas nicht stimmt. Kostenlos wird es repariert wenn beim Kauf ein Defekt auffällt oder im Rahmen einer „normalen“ Nutzung und einer angemessenen Lebensdauer etwas kaputt geht. Sollten diese Kriterien nicht erfüllt sein, ist es dennoch möglich gegen einen angemessenen Preis den Rucksack reparieren zu lassen, statt einen neuen kaufen zu müssen.

Fazit:

Die Bezeichnung von Osprey für diese Rucksäcke trifft es im Kern:  „Superleichter Tragekomfort“! Beide sind tolle Rucksäcke mit der nötigen Ausstattung, um schöne Outdoorerlebnisse auf Mehrtagestouren zu genießen.

Christophe de Montigny

Christophe de Montigny

Freelancer by doorout.com

2011 startete ich mein erstes Abenteuer. Mit nichts als meinem Rucksack auf dem Rücken und einem Zelt im Gepäck ging es nach Australien. Okay, ich muss zugeben, dass ich dort nach einigen Monaten des Alleinreisens mein Inventar um Julia erweitert habe.;) Aber auf der gleichen Wellenlänge reisend, eroberten wir gemeinsam noch atemberaubendere Länder und Gipfel in Asien; Seen, Gletscher und Steinklippen in Neuseeland und schließlich als Schlittenhundeführer das eiskalte Lappland im Winter. Unser Ziel war einfach: Entdecken und Erleben. Unsere Werkzeuge: Offenheit, Spontanität, Durchhaltevermögen und ein Schweizer Messer. Unsere Erfahrungen: einzigartig, manchmal schockierend, doch immer von Freundlichkeit geprägt, besonders durch die schönen Begegnungen mit anderen Menschen auf unserem Weg!
Testbericht: Exped – SynMat HL MW Thermomatte

Testbericht: Exped – SynMat HL MW Thermomatte

Die SynMat HL MW Thermomatte vom Outdoor-Equipment Hersteller Exped ist eine Schlafmatte mit optimalem Gewicht- und Wärmeleistungsverhältnis.
SynMat HL MW Thermomatte - Kleinstes Packmaß

Das Unternehmen

Das in der Schweiz ansässige Unternehmen steht seit nun mehr 15 Jahren für hochwertige Outdoor-Produkte von Zelten, Schlafsäcken, Thermomatten bis hin zu Rucksäcken und Hängematten.

Viel Liebe zum Detail und hochwertige Materialien, gepaart mit der Motivation gute und langlebige Outdoor-Produkte herzustellen und diese auch noch nachhaltig zu produzieren, hat dem Unternehmen schon einige Awards beschert.

Aber zurück zum eigentlichen Produkt.

Gewicht & Packmaß

Mit nur 440 Gramm ( HL = hyper light ) ist diese Matte eine der leichtesten weltweit in Ihrer Klasse und bietet trotzdem viel Komfort. Hinzu kommt ein unglaublich kleines Packmaß von 19 x 10 cm.

Im Packsack verstaut ist dies Thermomatte kaum größer als eine 0,5 Liter Getränkedose. Dennoch ist sie handlich und bringt im Lieferumfang alles mit, was man zum Gebrauch benötigt.

Lieferumfang:

  • Thermomatte
  • Schnozzel-Pumpbag
  • Packsack
  • Reparaturkit
  • Bedienungsanleitung

Größe & Schnuzzel-Pumpbag

Die Matte ist 183 cm lang, an der Schulterpartie 65 cm breit und im Fussbereich 42 cm breit ( MW = medium wide ). Diese Form der Matte ermöglicht auch die Verwendung in kleinsten Zelten.

Im Schulter- und Fußbereich ist die Schlafmatte an den Seiten leicht erhöht, damit der Liegebereich sich auf die Mitte konzentriert.

Auf ganze 7 cm Höhe lässt sich das gute Stück mit Hilfe des Schnuzzel-Pumpbag aufpumpen. Das ganze benötigt beim ersten Gebrauch etwas Übung, lässt sich aber nach kurzer Zeit perfekt handhaben.

Dazu einfach den Pumpsack, der ebenfalls auch als ultraleichter und wasserdichter Kompressions-Packsack dient, über das Flachventil mit der Matte verbinden, durch die Öffnung etwas Luft einfangen, zusammen rollen und den Sack komprimieren. Fertig!

Das Beste daran ist aber der Begriff des Pumpsacks. SCHNUZZEL PUMPBAG klingt einfach fantastisch.

Und das System hat noch einen weiteren Vorteil. Es gelangt so keine feuchte Atemluft in die Matte, was beim Aufblasen mit dem Mund der Fall wäre und die wärmende Funktion beeinträchtigen könnte.

SynMat HL MW - Lieferumfang
SynMat HL MW - Wabenoptik der GripSkin
SynMat HL MW - SynMat & Schnuzzel Pumpbag
SynMat HL MW - Antirutsch- GripSkin Beschichtung

Material

20 D Polyester und TPU Polyether Film Laminat bilden das Obermaterial, welches mit einer Antirutsch-GripSkin in Wabenoptik beschichtet ist.

Selbiges Material bildet auch die Unterseite, in dem sich am Kopf der Matte ein Flachventil zum Aufpumpen der Matte befindet.

Ober- und Unterseite sind durch die einlaminierte Luftsperrschicht Hydrolyse resistent. Hydrolyse ist eine chemische Reaktion um die Kondensation von Wasser zu verhindern. Zu mindestens hab ich es so verstanden.

Isolation & R-Wert

Die isolierende Füllung der Matte besteht aus Texpedloft Mikrofaser, einem synthetischen Material was bei der Namensgebung SYN-Mat mit einbezogen wurde.

Durch kleine Stege wird die Mikrofaserfüllung in Position gehalten und gewährleistet eine gleichbleibende Isolierung in der ganzen Matte.

Die isolierende Schicht im Inneren der Schlafmatte verschafft dieser Matte einen hohen R-Wert von 3.3, was einem Temperatu

rbereich von -6 Grad entspricht.

Der R-Wert bezeichnet den Isolationswert einer Matte. Je höher der Wert, desto mehr isoliert die Matte bei kühleren Temperaturen.

Ist die Matte aufgepumpt und einsatzbereit, legt man sich drauf und merkt sofort die wärmende Funktion der perfekt miteinander abgestimmten Materialien.

Flachventil

Durch das Flachventil lässt sich die Luft auch schnell wieder aus der Matte drücken. Dazu einfach das grüne Ventil nach oben anheben, und schon entweicht die Luft.

Man sollte die Matte mit der Unterseite nach Außen zusammenlegen und dann zusammenrollen. Tut man dies nicht erschwert man sich das Verstauen im Packsack. Die Gummierung auf der Liegefläche bleibt ansonsten ständig am Packsack hängen und lässt sich nur schwer hineinschieben.

Fazit

Eine tolle Thermomatte, die mit einem UVP von 190 € sicher nicht ganz günstig ist,  aber bei allem was die SynMat HL MW zu bieten hat nicht überteuert ist.

Wer also eine Schlafmatte mit viel Komfort für alle vier Jahreszeiten sucht, macht mit dem Kauf dieser Matte sicher nichts verkehrt.

SynMat HL MW - Flachventil
Stefan Feldpusch

Stefan Feldpusch

Freelancer by doorout.com

Outdoorler durch und durch! Egal ob Klettern, Bergsteigen, Wandern, Mountainbiken oder im Winter mit den Langlaufskiern, die Devise lautet: Hauptsache draußen. Im Sommer gerne mit dem Zelt oder dem Caddy-Camper unterwegs und noch dazu seit einigen Jahren Outdoor-Blogger mit Herz auf dem eigenen Blog www.my-outdoor-stories.de, sowie als Klettertrainer beim DAV aktiv. Als Freelancer im Doorout-Team seit 2017.
Testbericht – Petzl – Reactik+ Stirnlampe

Testbericht – Petzl – Reactik+ Stirnlampe

Petzl – Reactik+ Stirnlampe

Die Performance Stirnlampe aus dem Hause Petzl ist eine kompakte, intelligente und mit 300 Lumen leuchtstarke Lampe für Outdoor-Enthusiasten.

Der Name „Reactik+“ ist bei dieser 115 Gramm leichten Stirnlampe Programm. Über einen Sensor passt sie, je nach gewähltem Profil, die Leuchtstärke automatisch an die Umgebung an.

Reactive Lighting & weitere Funktionen

Reactive Lighting schimpft sich die Technologie, wodurch die Akkulaufzeit optimiert wird. Optional lässt sich aber auch eine konstante Leuchtstärke (Constant Lighting) einstellen. Bis zu 110 Meter (300 Lumen) weit reicht die Leuchtweite bei maximaler Leuchtkraft. 35 Meter (30 Lumen) ist die kürzeste Reichweite. Drei unterschiedliche Lichtkegel (breit, kombiniert oder fokussiert) lassen sich über die zwei Tasten am Gehäuse einstellen.

An der oberen Taste lässt sich die Lampe einschalten und ist sofort Einsatzbereit. Über diese Taste lassen sich insgesamt drei Modi (max. Automatik, Standard, max. Power) wählen.

Über die seitliche Taste kann man die Lampe in den konstanten Leuchtmodus  umschalten. Hier gibt es ebenfalls nochmal drei unterschiedliche Einstellmöglichkeiten.

Drückt man die seitliche Taste für 2 Sekunden aktiviert man das Rotlicht. Beide Tasten für 2 Sekunden zusammen gedrückt schalten die Tastensperre ein.

Akku & schweißabsorbierendes Stirnband

Ein Lithium-Ionen-Akku mit 1800 mAh Leistung bietet genügend Power für eine Leuchtdauer von maximal bis zu 15 Std. Über das mitgelieferte Micro-USB-Kabel kann man den Akku wieder aufladen. Das schweißabsorbierende Stirnband trägt sich sehr angenehm und lässt sich über zwei Schnallen ruck zuck an die gewünschte Größe anpassen und an der Plastikschale, welche am Stirnband befestigt ist, kann man die Stirnlampe in mehreren Stufen nach unten kippen.

App MyPetzl Light über Bluetooth-Funktion

Ein weiteres Highlight der Lampe lässt sich einschalten, wenn man die seitliche Taste für ca. 4 Sekunden gedrückt hält. Damit schaltet man die Bluetooth-Funktion ein und das kleine Blinklicht an der rechten Seite leuchtet blau. Über dieses kleine Licht zeigt die Lampe sonst die Akkukapazität an (grün = 66 – 100 %, gelb = 33 – 66 %, rot = < 33 %). Aber zurück zur Bluetooth-Funktion. Hierüber lässt sich die Reactik+ Stirnlampe mit einem Smartphone und der dazugehörigen App MyPetzl Light verbinden. Über die App lassen sich die vorgegebenen ProfileBergsteigen, Trailrunning, Trekking und Biwak laden. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit ein eigenes Profil anzulegen.

Die Leuchtdauer bzw. Akkuleistung kann in Echtzeit abgerufen werden. Eine weitere kleine aber feine Spielerei ist das Notsignal, welches automatisch über die Lampe gesendet werden kann.

Einfach die gewünschte Nachricht eingeben und schon fängt die Stirnlampe wie verrückt an zu blinken um den Morse-Code zu übermitteln.

Fazit

Eine tolle und zugleich vielseitige Stirnlampe mit vielen Einsatzmöglichkeiten die voll und ganz überzeugt.

Einziges Manko, wenn es denn eins ist, sind die beiden Tasten an der Lampe, welche sich nur schwer auffinden lassen wenn man die Lampe auf der Stirn trägt.

Stefan Feldpusch

Stefan Feldpusch

Freelancer by doorout.com

Outdoorler durch und durch! Egal ob Klettern, Bergsteigen, Wandern, Mountainbiken oder im Winter mit den Langlaufskiern, die Devise lautet: Hauptsache draußen. Im Sommer gerne mit dem Zelt oder dem Caddy-Camper unterwegs und noch dazu seit einigen Jahren Outdoor-Blogger mit Herz auf dem eigenen Blog www.my-outdoor-stories.de, sowie als Klettertrainer beim DAV aktiv. Als Freelancer im Doorout-Team seit 2017.