Zelttest Eureka Sentinel SUL 2

Zelttest Eureka Sentinel SUL 2

Das Eureka Sentinel SUL 2 ist ein kleines leichtes 2-Personen-Zelt, welches sich aufgrund von Packmaß und Gewicht hervorragend für Wanderungen eignet. Trotz des geringen Gewichts bietet es viel Platz: genügend Raum für das Gepäck und auch den Aufenthalt im Zelt. Das Zelt ist hat einen klassischen Aufbau, mit einem Innenzelt und Außenzelt. Ergänzend verfügt es jedoch über eine Dachstange, welche die Kopffreiheit im Zelt erheblich erweitert. Die Dachstange ist eine kürzere Zeltstange, welche von Eingang zu Eingang das Zeltdach spannt . So kann man auch zu zweit im Zelt bequem sitzen, ohne dass man oben anstößt. Der Aufbau ist schnell und einfach und auch ohne Heringe möglich.

Ausstattung

Die Stoffe des Zeltes sind alle superleicht konstruiert, wirken aber gleichzeitig sehr hochwertig. Die Heringe gehören zur hochwertigen Kategorie und auch die Zeltstangen holen das Maximum aus ‚leicht+stabil‘ heraus.

Aufbau

Die beiden langen Zeltstangen werden über Kreuz in den Ecken des Innenzeltes in Ösen eingesteckt. Das Innenzelt wird anschließend mit Plastikclips mit den Stangen verbunden; dies geht einfach unkompliziert und sehr schnell. Am Kreuzungspunkt werden die beiden Zeltstangen mit einem leichten Karabiner verbunden, an dem die Spitze des Innenzeltes hängt. Die Dachstange schiebt man anschließend zum Aufbau am besten direkt durch diesen Karabiner, auf diese Weise lässt sie sich gut anbringen. (Ein nachträgliches Einklippen des Karabiners hat sich als schwierig erwiesen.) Die Enden der Dachstange werden auch in Ösen des Innenzeltes eingesteckt (an dessen Oberseite).

Wenn man das Außenzelt nun anbringt, ist es sinnvoll, dieses als erstes mit der Dachstange zu verbinden. Dafür befindet sich auf jeder Seite über den Türöffnungen kleine Laschen, in die die Enden der Dachstange gesteckt werden. Wichtig: Dieser Punkt wird in der Anleitung nicht beschrieben! Ich denke, wenn man das unterlässt, kann es zum Schaden am Zeltstoff kommen.

Das Außenzelt wird entlang der Zeltstangen mit kleinen Klettverschlüssen befestigt. An den Ecken des Außenzeltes befindet sich dann auch jeweils eine Öse, welche von unten mit den Zeltstangen verbunden wird. So ist das Außenzelt ruckzuck befestigt. Das Zelt ist so auch ohne Heringe nutzbar, es steht durch die Spannung der Zeltstangen. Dann flattern die Apsiden allerdings unbefestigt herum. Darum habe ich mir immer die Zeit für zwei Heringe genommen. Weitere Heringe sind für eine einfache Nutzung nicht nötig, wenn Rucksack oder Schläfer das Zelt am wegfliegen hindern.

Nach etwas Routine habe ich es bis hierhin gut in 5 Minuten hinbekommen!

Bei Regen habe ich an Kopf und Fußende noch mit jeweils einem Hering die Lasche in der Mitte der kurzen Seite des Außenzeltes gespannt, um den Kontakt zwischen Innen- und Außenzelt zu verhindern. (Hier sind die Laschen etwas weit weg vom Erdboden. Ich habe dann jeweils mit einer kurzen Schnur verlängert!). Wenn das Zelt länger steht, besteht natürlich die Möglichkeit, die vier Ecken mit Heringen zu befestigen. Zudem stehen 4 Abspannleinen zur Verfügung. Damit trotzt es dann auch starken Windböen.

Nutzung

Das Zelt ist symmetrisch konstruiert. Beide Nutzer haben einen eigenen Eingang und Lagerplatz in ‚ihren‘ Apsiden. Der regensichere Boden des Innenzeltes reicht an den Außenseiten ca. 20 cm nach oben, so dass hier ein guter Regenschutz gegeben ist.
Ich habe es mehrmals morgens taunass eingepackt und hatte auch in den Nächten Regen. Dennoch hatte ich nie Sorge im Zelt nass zu werden.

Jeder Nutzer hat am Kopf- und Fußende eine Netztasche zum Aufbewahren von Gegenständen. An der Decke sind fünf Schlaufen angebracht, so dass neben einer Lampe hier auch Kleidung zum Trocknen aufgehängt werden kann. Ich habe im Zelt auch längere Regenzeiten bequem ausgehalten, ohne dass es mit meinem Gepäck zu eng wurde. Wenn man zu zweit ist, findet das Gepäck dann in den beiden Apsiden Platz. Durch die Konstruktion mit der Dachstange hat man zum aufrechten Sitzen bequem Raum. Bei Regen saß ich entspannt im Zelt und spielte Gitarre – geht super.

Fazit

Praktisch, komfortabel, leicht, sicher. Ein super Rundumpaket!

Testbericht – Biopod DownWool Subzero 185

Testbericht – Biopod DownWool Subzero 185

Das Angebot an hochwertigen und hoch funktionellen Schlafsäcken ist groß. Um als neuer Hersteller neben den etablierten Marken aufzufallen muss man sich deshalb besonders anstrengen.

Das Schafft der österreichische Schlafsackhersteller Grüzibag mit Bravur.

Ohne direkt lange mit theoretischen Werten der Marketingabteilung zu langweilen fallen dem geneigten Outdoorler mehre Dinge auf: Daune in Kombination mit Wolle – gab es bis jetzt noch nicht!

Und spätestens beim selbst in der Hand halten zeigt sich: Hochwertige Materialien und sehr gute Designlösungen – zu einem sehr fairen Preis und konkurrenzfähigen Gewicht.

Doch wie schlägt sich der Schlafsack in der Praxis und für wen ist der Biopod DownWool Subzero von Grüzigbag gemacht?

Materialien, Verarbeitung und Desinglösungen

Als jemand der hunderte von Nächten unter den verschiedensten Bedingungen draußen verbracht hat und täglich mit den Wünschen und Anforderungen von Menschen die gerne draußen sind zu tun hat, versuche ich Dir im Folgenden eine ehrliche und hoffentlich hilfreiche Beurteilung zu geben.

Doch zuerst zu den Materialien, der Verarbeitung und den Desinglösungen.

Der Biopod DownWool Subzero ist mit einer am Markt einzigartigen Mischung aus Daune und Wolle gefüllt. Das Füllgewicht beträgt 410 g im Mischungsverhältnis von 70% Daune
( 650+cuin Bauschkraft ) zu 30% Wolle.

Grüzig Bag schreibt dazu:

DownWool* ist eine innovative High-End-Füllung aus 70% Daune und 30% Wolle. Die Daune sorgt für eine sehr hohe Isolationsleistung bei geringem Eigengewicht. Allerdings isoliert Daune nur solange sie trocken ist. Bei zunehmender Luftfeuchtigkeit reduziert sich die isolierende Wirkung der Daune erheblich. Wolle besitzt die Eigenschaft zu isolieren und entstehende Feuchtigkeit aufzunehmen. Dadurch bleibt die Daune länger trockener und behält somit ihre sehr hohe Isolationsfähigkeit. Mit dem einzigartigen Mix von DownWool* erreichen wir beste Isolation und ein perfektes trockenes Schlafklima bei geringem Eigengewicht.

Ich kann dem Schlafsack ein sehr komfortables und immer gut temperiertes Schlafgefühl attestieren. Auch im geschlossenen Zustand wurde es bei Temperaturen um 10 Grad niemals zu warm.

Der Schlafsack ist weit geschnitten. Wer sich gerne im Schlafsack bewegt oder breit gebaut ist wird sich sehr wohl fühlen.

Die Kapuze ist einstellbar und der Schlafsack hat einen gut befüllteten Wärmekragen.

Der innovative Reissverschluss sorgt für einen einfachen Einstieg und gute Belüftung bei warmen Temperaturen.

Komfort im Detail: Außentasche, Innentasche, Garage für Kordeln

Der Biopod DownWool Subzero  ist für Menschen gemacht die einen hochwertigen und langlebigen Schlafsack suchen und viel Wert auf Komfort legen.

Schmal gebaute Menschen die den Schlafsack am Temperaturlimit benutzen wollen, werden wahrscheinlich nicht glücklich! Dazu verteilt sich die Füllung zu sehr im weiten Außenmaterial und es entsteht ein Kältegefühl.

Der Biopod DownWool Subzero 185 kann auch nicht mit Schlafsäcken mithalten, die eine reine Daunenfüllung mit hoher Bauschkraft, eine aufwändige Kammerkonstruktion und oder einen viel körperbetonteren Schnitt haben.

Der Schlafsack ist also nichts für Leute die das beste Gewichts/Wärme-Verhältnis suchen und in extremen Bedingungen unterwegs sind.

An Bergsteiger, super Leichtwanderer oder Extremsportler richtet sich der Biopod DownWool Subzero 185 auch nicht. Diese werden bei den Topmodellen bei Valandre, Yetig oder Mountainequipment fündig und müssen auch tiefer in die Tasche greifen.

Daten und Fakten

  • Außenmaterial: Atmungsaktives und wasserabweisendes ultraleichtes 20 Denier 380 T Nylon (100 % Polyamid )
  • Innenmaterial: geschmeidiges, atmungsaktives Nylon
  • Füllung: 410 g DownWool aus 70% Daune und 30% veredelter Wolle
  • Daunenanteil: 90/10 Entendaune mit 650+ cuin
  • Größe: 215 x 80 x 50 cm ( geeignet bis Körpergröße: 160 – 185 cm )
  • Gewicht: ca. 1.100 g = Schlafsack 1.000g + Packsack ca. 100 g
  • Packmaß: Ø 20 x 32 cm komprimiert Ø 21 x 23 cm
  • Packvolumen: 10 Liter, komprimiert 8 Liter
  • Temperatur EN 23537: T Komfort: 2°C / T Limit: -4°C / T Extrem: -20°C ( Temperatur EN 23537 )
  • Lieferumfang: Packsack, Aufbewahrungsbeutel, Schlafsack

Fazit

Wenn Du einen komfortablen, absolut rucksacktauglichen Schlafsack mit einem tollen Schlafgefühl suchen der zu einem absolut fairen Preis gehandelt wird, kann ich Dir den Grüzibag – Biopod DownWool Subzero sehr empfehlen.

Der Subzero lässt jeden Kunstfaserschlafsack alt aussehen und ist in den wärmeren Jahreszeiten ohne Bodenfrost ein absolut guter Begleiter für Deine Outdoor-Abenteuer.

Michael Nitsch

Michael Nitsch

doorout.com

Schon viel unterwegs gewesen. Immer aus eigener Kraft, zu Fuß oder auf dem Fahrrad und dann unter freiem Himmel draußen. Skandinavien, Russland, Mongolei, Australien und in der europäischen Heimat. Arbeitet im Ladengeschäft von Doorout und steht unseren Kunden mit Rat und Tat bei der Suche nach der passenden Ausrüstung für kleine Ausflüge oder große Abenteuer zu Seite. Die Reisen sind kürzer geworden, aber nicht weniger interessant….

Testbericht – Berghaus Fast Hike 32 & Fast Hike 45

Testbericht – Berghaus Fast Hike 32 & Fast Hike 45

Die Firma Berghaus Ltd.

Die englische Firma Berghaus Ltd. ist ein Bekleidungs- und Ausrüstungshersteller im Outdoor Bereich und wurde 1966 von von Peter Lockey und Gordon Davison in Newcastle gegründet.

Zu Beginn importierten und vertrieben Sie nur Outdoorartikel, und seit 1972 haben Sie mit der Herstellung eigener Produkte begonnen.

Mittlerweile ist die Firma Berghaus unter allen Outdoormarken ein etablierter Hersteller guter Bekleidung und Ausrüstung.

Fast Hike – Der Name ist Programm

Die beiden Rucksäcke der Fast Hike Serie sind mit Ihren Volumen von 32 und 45 Litern sehr leichte und robuste Tourenrucksäcke für Outdoorler, die sich auf langen Strecken und mit hohem Tempo wohl fühlen.

Die 45 Liter Variante wiegt nur 900 Gramm und der 32 Liter Rucksack sogar nochmal 300 Gramm weniger. Noch dazu lassen sich beim größeren Rucksack einige Elemente abnehmen, was nochmals Gewicht sparen würde.

Daten und Fakten

Fast Hike 32

  • Volumen: 32 L
  • Gewicht: 600 g
  • Material: Nylon 100D Robix Alkex ( 100 % Polyamid )
  • Rückenlänge kurz: 40 – 49 cm
  • Rückenlänge mittel: 50 – 59 cm
  • Rückensystem: anliegendes & atmungsaktives Honeycomb-Mesh
  • Maße: 59 cm x 29 cm x 20 cm
  • Farben: Dunkelblau ( dusk ) / Hellgrau ( trade winds/volcano )
  • Regenhülle: nein
  • Ausstattung: Kompressionsriemen, Materialschlaufen, Organizerfach, Stock- bzw. Pickelhalterung, Trinksystem kompatibel, Rolltop-Verschluss

Fast Hike 45

  • Volumen: 45 L
  • Gewicht: 900 g
  • Material: Nylon 100D Robix Alkex ( 100 % Polyamid )
  • Rückenlänge mittel: 50 – 59 cm
  • Rückenlänge lang: 60 – 69 cm
  • Rückensystem: anliegendes & atmungsaktives Honeycomb-Mesh
  • Maße: 60 cm x 33 cm x 23 cm
  • Farben: Dunkelblau ( dusk ) / Hellgrau ( trade winds/volcano )
  • Regenhülle: nein
  • Ausstattung: Kompressionsriemen, Materialschlaufen, Organizerfach, Stock- bzw. Pickelhalterung, Trinksystem kompatibel, Rolltop-Verschluss

Der erste Eindruck

Beim Auspacken beider Modelle fällt sofort auf das diese extrem leicht sind und man stellt sich unweigerlich die Frage ob sie sich, angesichts Ihrer Volumenangaben, auch komfortabel tragen lassen. So viel vorweg: ja, lassen Sie sich!

Was sich bei beiden Modellen ebenfalls sehr gut präsentiert ist der Rolltop-Verschluss, welcher in beiden Fällen einen großen Zugang zum Inneren bietet.

Das Tragesystem mit dem Honycomb-Meshgewebe macht in Kombination mit dem herausnehmbaren Drahtgestell im Inneren einen guten Eindruck und hält den Rucksack in Form.

Als Außenmaterial hat Berghaus 100D Robix Alkex Nylongewebe verwendet, welches den Rucksack sehr flexibel aber auch zugleich auch recht robust macht.

Die Ausstattung

Bei beiden Modellen finden sich, je zwei, so genannte Kompressionsriemen. Diese Riemen lassen sich dazu nutzen um den gesamten Rucksack zu komprimieren, an der Front oder an den Seitentaschen zusätzliches Material wie z.B. Trinkflasche oder ähnliches zusätzlich zu fixieren oder anzubringen.

An der Außenseite sind, mit dem Verlauf der Naht, noch weiter Materialschlaufen angebracht, an denen sich ebenfalls noch Material mit z.B. einem kleinen Karabiner befestigen lässt. Eine Halterung für Wanderstöcke bieten auch beide Modelle.

Zwischen Rucksack und Rückenpolster lässt sich eine Trinkblase unterbringen. Das Rückenpolster selber, welches in einem eigenen Fach untergebracht ist, lässt sich herausnehmen und als Sitzpolster verwenden.

Die 45 Liter Variante bietet an den Außenseiten jeweils 2 Seitentaschen die getrennt voneinander benutz werden können. Auf der Frontseite befindet sich eine weitere Möglichkeit etwas zu verstauen. Eine leichte Jacke oder einen Kletterhelm ist hier schnell untergebracht. Alle Taschen sind aus dehnbarem Meshgewebe.

Bei der 32 Liter Version gibt es nur je eine Seitentasche und das Meschgewebe, um an der Frontseite etwas zu verstauen, gibt es nicht.

Auf den Flügeln der Hüftgurte befinden sich bei beiden Rucksäcken zwei weitere kleine Taschen. Die rechte ebenfalls aus dehnbarem Mesh und die linke mit einem Reißverschluss versehen, bieten Stauraum für Kleinkram wie z.B. einen Schlüsselbund oder ähnliches.

Zusätzlich zu allen bisher erwähnten Fächern finden sich auf den beiden Schultergurten auch noch zwei Mesheinsätze in denen sich kleine Trinkflaschen oder ein Navigationsgerät unterbringen lassen. Auch hier finden sich noch kleine Laschen und Gummiösen um weiteres Material anzubringen.

Schaut man sich das Innere des durchgängigen Hauptfachs an, erblickt man sofort das goldgelbe Drahtgestell beim Fast Hike 45, welches dem leichtgewichtigen Rucksack seine Stabilität verleiht. Will man bei dem eh schon leichten Rucksack das Gewicht noch weiter reduzieren, kann man dazu dieses Drahtgestell entfernen.

In der kleineren Rucksackvariante besteht das formgebende Gestell nur aus einer quer eingearbeiteten Kunststoffstrebe.

Zur Rückenpartie hin ist wieder bei beiden Rucksäcken eine Dokumententasche über zwei Druckknöpfe angebracht. Geldbeutel, Müsliriegel oder eine Geländekarte und Kompass lassen sich hier gut unterbringen.

Hat man alles Nötige im Rucksack verstaut, rollt man den Rolltop-Verschluss zusammen und verschließt diesen über die seitlichen Schnallen.

Nun sind beide Rucksäcke ready to use!

Eine Kleinigkeit soll aber nicht unerwähnt bleiben. Das aufgebrachte Logo kommt meiner Meinung nach bei den dunkel blauen Rucksäcken besser zur Geltung als auf den hellgrauen. Dort ist es in einem andern Grauton aufgebracht und geht eigentlich ganz unter.

Tragekomfort und Passform

Beide Rücksäcke lassen sich optimal an die Rückenlänge anpassen und der erste Eindruck, sobald man den Rucksack aufgesetzt hat, ist genauso gut wie der Rest.

Man merkt kaum das Gewicht ( im Test etwa 8 kg beim Fast Hike 45 ). Das Meshgewebe des Tragesystems passt sich gut an den Rücken an und macht locker jede Bewegung mit.

Setzt man den Rucksack nach 2 bis 3 Stunden auf Tour mal ab, ist der Rücken schon leicht geschwitzt. Allerdings kann ich zu meinen anderen im Besitz befindlichen Rucksäcken keinen riesen großen Unterschied feststellen. Vielleicht schwitzt man bei direkt anliegenden Rucksäcken aber, je nach Typ, etwas mehr als bei Rucksäcken mit speziell hinterlüfteten Tragesystemen.

Beide Schultergurte sind im oberen Bereich bei beiden Modellen verstärkt. Im unteren Bereich der Gurte sind diese weicher und dadurch noch flexibler.  Ich selber fand den Sitz beider Gurte besser mit geschlossenem Brustgurt.

Fazit

Die Rucksäcke der Fast Hike Serie machen einen sehr guten Eindruck. Die Leichtgewichte sind gut durchdacht und bieten zahlreiche Varianten um Material im und am Rucksack unterzubringen.

Alle verarbeiteten Materialien scheinen wirklich strapazierfähig zu sein, was man angesichts des geringen Gewichts nicht gleich denken mag.

Das Tragesystem mit Drahtgestell ( bzw. auch die Kunststoffstrebe beim Fast Hike 32 ) geben dem Rucksack genügend Stabilität.

Mein Highlight ist und bleibt das Rolltop-Verschlusssystem.

Einziger Nachteil: es gibt keinen integrierten Regenschutz. Dies ist aber sicher bei Touren, auf denen man schneller unterwegs ist, zu vernachlässigen.

Noch dazu sind beide Rucksäcke äußerst preiswert.

Wer also einen leichten und durchdachten Begleiter für seine Touren sucht, bekommt mit der Fast Hike Serie eine echte Alternative zu anderen vergleichbaren Rucksäcken.

Testebericht Hilleberg – Anjan 3

Testebericht Hilleberg – Anjan 3

Hilleberg the Tentmaker ist ein Familienunternehmen das seit mehr als 45 Jahren leichteste Ganzjahreszelte in höchster Qualität entwickelt. Die Firma wurde 1971 von Bo Hilleberg in Schweden gegründet und fertigt seine Zelte seit 1997 in einer eigenen Fabrik in Estland.

Begriffe wie Nachhaltigkeit, Zuverlässigkeit, Vielseitigkeit, Handhabung, Haltbarkeit und Komfort werden in dem familiär geführten Unternehmen groß geschrieben. Und die wahren Stärken der Hilleberg Zelte liegt im Detail.

Das Hilleberg Label System

Die Einteilung in vier unterschiedliche Kategorien hilft hierbei dem Kunden das passende Zelt für seine individuellen Ansprüche zu finden. Unterteil wird in:

  • Black Label
  • Red Label
  • Yellow Label
  • Blue Label

Die Zelte der Kategorie Black Label sind die robustesten und vielseitigsten Ganzjahreszelte von Hilleberg. Beim Außenzelt wird das sogenannte Kerlon 1800 Gewebe verwendet, welches besonders durch seine hohe Wassersäule und Weiterreißfestigkeit besticht. Das Gestänge ist hier 10 mm dick.

Red Label steht für etwas leichtere Ganzjahreszelte und eignet sich für Touren, bei denen es auf niedriges Gewicht ankommt und die Wetterbedingungen nicht ganz so rau sind. Das Außengewebe besteht aus Kerlon 1200 und das Gestänge ist 9 mm dick.

Das Anjan 3 zählt zum Yellow Lable. Zelte dieser Kategorie sind die leichtesten Zelte der Firma und sind ideal für Touren bei schönerem Wetter. Als Außengewebe kommt hier Kerlon 1000 zum Einsatz und das Gestänge ist wie beim Red Label 9 mm dick.

Spezialisierte Zelte bietet das Blue Label deren Einsatz sich bei großen Gruppen von 6 bis 14 Personen findet. Ob als Jurte, Kuppel- oder Tunnelzelt. Das Außengewebe aus Kerlon 2500 ist besonders Weiterreißfest und die Gestängedick reicht von 17 bis 19,5 cm.

Lieferumfang – Anjan 3

 

  • Außenzelt
  • Innenzelt
  • Gestänge 9mm ( 1 x 305 cm & 1 x 260 cm Länge )
  • 12 Heringe
  • Packsäcke für Heringe, Gestänge und Zelt

 

Testbedingungen

Beim Aufbau, nach einer 26 Kilometer Wanderung, schien die Sonne und es ging nur ein leichtes Lüftchen. In der Nacht nahm die Bewölkung zu und am nächsten Morgen wachten wir bei einem leichten Regenschauer auf.

Materialien und der erste Eindruck

Bekommt man das eingepackte Zelt das erste Mal in die Hand fragt man sich zwangsläufig: das ist alles? Fluffig ist der erste Begriff der mir dazu einfällt. Man merkt sofort das geringe Gewicht der verwendeten Materialien.

Nach dem Öffnen des Packsacks kommt das Zelt ( Innen- und Außenzelt sind miteinander verbunden ), sowie die beiden kleineren Säcke für das Gestänge und die Heringe zum Vorschein.

Das Kerlon 1000 Nylongewebe des Außenzelts fühlt sich wirklich extrem dünn an, bietet aber eine Wassersäule von 8.000 mm.

Die Bodenplane aus Polyamid hat eine Wassersäule von 5.000 mm.

Selbst die Heringe Y-Peg UL aus gehärtetem Aluminium mit Y-Querschnitt wirken federleicht, wenn man Sie in der Hand hält.

Aufbau & Handling

Das Tunnelzelt Anjan 3 bieten insgesamt für 3 Personen Platz. Alle vier Anjan Modelle lassen sich auch alleine super schnell aufgebauen. Schnell wird einem klar das das Konzept des Herstellers absolut durchdacht ist und es wirklich auf die Details ankommt.

Verwendet man das Zelt mit der optional erhältlichen Zeltunterlage, sollte man diese als erstes mit dem Zelt selber verbinden. Das Groundsheet passt genau unter das Innenzelt. Der Vorraum bleibt dabei frei.

Ist das Zelt ausgebreitet, befestigt man als erstes am hinteren Ende zwei Heringe. Nun werden die beiden 9 mm dicken Aluminiumgestänge zusammengesetzt. Die kürzere Stange wird durch den Gestängekanal an der Zelthinterseite eingeschoben und die rot markierte längere Stange wird an der Vorderseite eingeschoben.

Eine Plastikkappe am Ende des Gestängekanals verhindert, dass man das Gestänge zu weit einschiebt und eignet sich perfekt dafür das Zelt alleine aufzustellen. Hierzu schiebt man die beiden Gestänge nacheinander weiter vor, bis sich das Zelt aufstellt und man die Gestänge in die Kunststoffkappe am Stangenspanner einstecken kann.

Jetzt nimmt man zwei weitere Heringe zur Hand und zieht das Zelt am Eingang auf sich zu, bis es seine Größe vollständig erreicht hat und man den Eingangsbereich aufspannen kann.

Wenn benötigt, kann man die Stangenspanner noch nachjustieren bis diese am Außenzelt anliegen. Die restlichen Heringe werden am Zelt und den 4 Abspannleinen befestigt und schon steht das Tunnelzelt.

Ausstattung und Komfort

Öffnet man den einzelnen Eingang mit der kleinen Apsis hat man direkten Blick auf das eingehängte Innenzelt. Als Apsis bzw. Apsiden werden Stauräume für das Gepäck bezeichnet, die sich nicht direkt im Innenzelt befinden.

Der Reisverschluss zum Innenzelt lässt sich schnell öffnen. Die Bodenwanne des Innenzelts ist an den Seiten hochgezogen und schützt so vor Feuchtigkeit. Da das Innenzelt überwiegend aus Netzpartien besteht, ist die gute Belüftung so direkt im Design berücksichtigt.

Links und rechts des Eingangs finden sich zwei kleine Innentaschen und bietet Platz für z.B. Handy, Geldbeutel und Schlüssel.

Sollte man das Zelt mal bei Regen aufbauen müssen, empfiehlt es sich das Außenzelt zuerst ohne das Innenzelt aufzubauen, damit dieses nicht nass wird. Steht das Außenzelt, lässt sich das Innenzelt ganz leicht mit den kleinen Plastik-Knebeln in die Ringe des Außenzelts einhängen.

Daten und Fakten

  • Nettogewicht: 1,6 kg / Bruttogewicht 1,9 kg
  • Höhe Innenzelt: 105 cm
  • Innenzeltfläche: 3,4 m²
  • Apsisfläche: 1,4 m²
  • Außenmaße: ( 325 cm x 160 cm / 130 cm x 105 cm )
  • Außenmaterial: Kerlon 1000 Nylongewebe ( 8000 mm Wassersäule )
  • Bodenplane: Polyamid ( 5000 mm Wassersäule )
  • Beschichtung: Silikon
  • Gestänge ( 9 mm ): 1 x 328,1 cm / 1 x 285 cm
  • Heringe: 12 x Y-Peg UL
  • Personen: bis zu 3 Personen
  • Zeltunterlage / Groundsheet: optional

*Das Nettogewicht bezieht sich nur auf Außen- und Innenzelt mit Gestänge. Das Bruttogewicht beinhaltet den kompletten Lieferumfang.

Fazit

Das Anjan 3 ist der perfekte Begleiter auf Trekkingtouren bei denen es auf geringes Gewicht ankommt und man sich im schneefreien Gelände bewegt. Die Konstruktion und die Handhabung sind bis ins kleinste Detail durchdacht und der Aufbau ist super schnell auch alleine möglich.

Stefan

Stefan

Freelancer by doorout.com

Outdoorler durch und durch! Egal ob Klettern, Bergsteigen, Wandern, Mountainbiken oder im Winter mit den Langlaufskiern, die Devise lautet: Hauptsache draußen. Im Sommer gerne mit dem Zelt oder dem Caddy-Camper unterwegs und noch dazu seit einigen Jahren Outdoor-Blogger mit Herz auf dem eigenen Blog www.my-outdoor-stories.de, sowie als Klettertrainer beim DAV aktiv. Als Freelancer im Doorout-Team seit 2017.
Testbericht Vango Santo

Testbericht Vango Santo

Ihr habt wahrscheinlich schon von dieser Tinyhouse- (winzige-Häuser) Bewegung gehört oder darüber gelesen. Das Vango Santo erinnert uns ein bisschen daran, denn trotz begrenzten Platzes bietet es eine komfortable Ausstattung und gibt ein Gefühl der Geborgenheit.

Als kleines Familienzelt für spontane Kurzurlaube ist das Santo schnell und unkompliziert aufzubauen. Vango empfehlt dieses Zelt für bis vier Personen, allerdings versteht sich damit eine vier köpfige Kleinfamilie, vier Erwachsene würden im Santo große Kompromisse eingehen müssen.

Das Santo ist also eine gute Anschaffung für Paare oder junge Eltern die ein bequemes Zelt suchen, um die Natur für ein paar Tage zu genießen.

Materialien:

Allgemein macht das Zelt einen sehr guten Eindruck, das Außenzelt bietet 4000 mm Wassersäule und die Bodenplane 10 000 mm. Alle Nähte (Zelt & Bodenwanne) sind werkseitig getapt und somit ist das Zelt auf alle Fälle wasserdicht.

Die Bodenplane mit hochgezogenen Rändern ist eingenäht, was für ein einfaches Aufbauen sorgt und vor Eindringen von Insekten, Wasser und Schmutz schützt. Der kleine Nachteil daran ist, dass das Reinigen des Bodens bei starker Verschmutzung damit etwas beschwert wird.

Die Schlafkabinen sind aus atmungsaktivem Polyester, damit kann das Kondenswasser entweichen und das Schlafklima ist angenehmer. On top hält das abgedunkelter Gewebe den Schlafbereich länger Dunkel morgens und verhindert eine zu starke Erhitzung dieses Bereichs abends.

Aufbau & Handling:

Als Erstes fällt der geräumige Packsack auf. Eindeutig ein großer Vorteil, es bedeutet nämlich, dass das Einpacken nach Gebrauch deutlich vereinfacht wird. Die Kompressionsriemen helfen dabei das Zelt wieder zu einem praktischen Packmaß zurück zu schnürren und erleichten damit den Transport. In acht Minuten sollte das Santo laut Hersteller aufgebaut werden. Und das stimmt auch, höchstens braucht man zum ersten Aufbau etwas mehr Zeit um alle Feinheiten im Griffe zu haben. Grundsätzlich ist der Aufbau kinderleicht und auch ohne Problem allein zu bewältigen. Denn genau dafür sind  die Luftkanäle zuständig. Diese Technologie vermeidet das komplizierte Einfädeln von Metall-Gestänge und gibt gleich beim Start des Aufbaus dem Zelt genug Halt, um alleine zu stehen. Die dazugehörige Pumpe ist eine Doppel-Hub-Pumpe, d.h., dass jede Bewegung einen Luftstrom produziert, damit ist für noch mehr Schnelligkeit gesorgt.

Ausstattung:

Eine besondere Neuigkeit ist das SkyTrack System. Damit lassen sich an beiden vorderen Luftkanälen Lampen, Extrataschen oder ein Innenhimmel leicht befestigen. Es funktioniert mit einer Art Kederleiste-System: das Zubehör wird einfach eingefädelt. Sehr einfach zu bedienen und das System gibt mehrere Positionierungsmöglichkeiten.

Die alt bewährten Features fehlen natürlich auch nicht, wie die innere Sturmabspannleinen, die das Zelt bei extremen / richtungswechselndem Wind das Zelt stabilisieren.

Die Eingangstür ist mit einem Moskitomesh ausgestattet und sorgt für optimale Belüftung und hält Insekten fern. Durch Abklappen der Bodenwanne im Frontbereich ist der Eingang nach Bedarf barrierefrei. Das Belüftungssystem AirZone im oberen und unteren Bereich der Zeltwände  sorgt für die Luftzirkulation im Zelt und schafft damit ein angenehmes Klima. Und die Kabeldurchführung mit Reißverschluss erlaubt eine Stromversorgung ins Zeltinnere. Daneben gibt es natürlich auch noch die gut eingebauten Standardfeatures. All das sorgt für ein sehr gut ausgestattetes und bequemes Familienzelt.

Daten:

  • Gewicht: 15,5kg
  • Packmaß: 67 x 35 x 34 cm
  • Aufbauzeit: 8 min

Fazit:

Super Zelt für Kleinfamilien, die sich auf Kurzurlaub begeben möchten. Es fehlt an nichts, das Zelt ist sehr gut durchgedacht und sehr bequem. Der Pluspunkt: das Aufbausystem, damit sind Ankunft und Abreise um einiges stressfreier.

Video:

Christophe de Montigny

Christophe de Montigny

Freelancer by doorout.com

2011 startete ich mein erstes Abenteuer. Mit nichts als meinem Rucksack auf dem Rücken und einem Zelt im Gepäck ging es nach Australien. Okay, ich muss zugeben, dass ich dort nach einigen Monaten des Alleinreisens mein Inventar um Julia erweitert habe.;) Aber auf der gleichen Wellenlänge reisend, eroberten wir gemeinsam noch atemberaubendere Länder und Gipfel in Asien; Seen, Gletscher und Steinklippen in Neuseeland und schließlich als Schlittenhundeführer das eiskalte Lappland im Winter. Unser Ziel war einfach: Entdecken und Erleben. Unsere Werkzeuge: Offenheit, Spontanität, Durchhaltevermögen und ein Schweizer Messer. Unsere Erfahrungen: einzigartig, manchmal schockierend, doch immer von Freundlichkeit geprägt, besonders durch die schönen Begegnungen mit anderen Menschen auf unserem Weg!