Kampa Luftvorzelte: Der Unterschied zwischen Wohnwagen und Wohnmobil-Vorzelten

Kampa Luftvorzelte: Der Unterschied zwischen Wohnwagen und Wohnmobil-Vorzelten

Als nahezu einziger Hersteller bietet Kampa Luftvorzelte für Wohnmobile ohne Schleuse an. Diese orientieren sich an den Modellen für Wohnwagen in Größe und Ausgestaltung und beinhalten Modelle aus der Rally AIR Pro Serie und aus der Ace AIR Serie. Dadurch kommt es immer wieder zu Verwirrung, welches Zelt für Wohnmobile geeignet ist und welches für Wohnwagen und ob die Modelle auch austauschbar ist. Im Folgenden wird der Unterschied daher mal im Detail beleuchtet.

1. Der Modellname: „Motor“ steht für Wohnmobil

Die offensichtlichste Unterscheidung ist der Modellname. Alle Wohnmobil-Zelte tragen ein „Motor“ im Namen (z.B. „Kampa Motor Rally AIR Pro 390“). Natürlich haben sie auch eigenständige Artikelnummer, die eine Unterscheidung eindeutig machen.

2. Unterschiede Modelljahr 2017 zu 2018

Besonders gravierend ist die Unterscheidung zwischen Wohnwagen und Wohnmobil Luftvorzelten im Modelljahr 2018, denn die Wohnwagen-Vorzelte wurden an einigen Stellen gegenüber den Vorjahresmodellen verändert (geänderte Dachform, dickere Fenster, Schläuche mit größerem Durchmesser, Innenhimmel mit Abschattung der Oberlichter, doppelter Reißverschluss für Fliegengitter auch bei Ace AIR etc.). Diese Änderungen gibt es bei den Wohnmobil-Modellen nicht – sie gehen unverändert in die Saison 2018.

3. S, L, XL, XXL, XXXL: Die Anbauhöhe für Wohnmobile

Die Bandbreite der benötigten Anbauhöhen ist für Wohnmobile deutlich größer als für Wohnwägen. Sind einige Wohnmobile im gleichen Höhenband wie Wohnwägen angesiedelt (235 – 250cm) so reichen größere Mobile bis an und über die 3 m Grenze. Die Wohnmobil-Zelte sind daher in unterschiedlichen Anbauhöhen erhältlich und dies wird durch ein aus dem Modebereich bekannten Zusatz im Namen gekennzeichnet (z.B. „Kampa Motor Ace AIR 400 XXL“):

Größe „S“= 235 – 250cm
Größe „L“ = 250 – 265 cm
Größe „XL“ = 265 – 280 cm
Größe „XXL“ = 280 – 295 cm
Größe „XXXL“ = 295 – 310 cm

Wichtig dabei: Die Anbauhöhe bezieht sich immer auf die Höhe bis zur Kederleiste in der das Zelt befestigt werden soll! Bei Einzug in die Markise also bis zu der Höhe auf der sich die Kederschiene der Markise befindet. Beim Messen sollte das Wohnmobil so stehen, wie es typischerweise auf einem Stellplatz steht. Unter www.luftvorzelte.de haben wir ein Maßblatt zum Download hinterlegt in dem man die relevanten Maße findet. Es sollte nicht „mit Puffer“ gekauft werden, denn auch ein zu großes Zelt führt zu massiven Problemen (Wassersäcke, Teppich passt nicht etc.), da die gesamte Zeltgeometrie nicht mehr stimmt.

4. Für den Anschluss ans Wohnmobil: Doppelkeder für maximale Flexibilität

Zwei Markisenhersteller teilen sich den Markt der Wohnmobil-Markisen: Fiamma und Thule/Omnistor. Um sich problemlos in die Kederschienen beider Hersteller einziehen zu lassen verfügen alle Wohnmobil-Vorzelte über einen Doppelkeder. Einen dünneren 4mm Keder und einen dickeren 6mm Keder.

Sollten Sie eine zusätzliche Kederschiene anbringen lassen wollen, achten Sie darauf, dass diese eines der beiden Maße aufweist. Viel gebräuchlicher für frei erhältliche Kederschienen sind die bei Wohnwagen üblichen 7,5mm. Gerade bei zusätzlichen Kederschienen erleben wir, dass es dann Probleme mit dem Halt gibt.

In aller Regel lassen sich die 6mm Keder der Wohnmobil Vorzelte problemlos am Wohnwagen nutzen. Insbesondere bei den populären Bürstner Averso und Premio „Plus“ Modellen mit Hubbett eine gerne gewählte Option, da diese eine deutlich höhere Anbauhöhe aufweisen.

Sollte es zu Problemen mit der Haltbarkeit kommen, so kann der Keder des Zeltes umgenäht werden bzw. ein zusätzlicher angebracht werden.

Die Wohnwagen Luftvorzelte von Kampa verfügen „nur“ über den normalen 7,5mm Keder der für die Markisen der beiden oben genannten Hersteller zu dick ist.

4. Abdichten mit Markise? Der Abschluss unterscheidet sich ebenfalls

Die Kampa Luftvorzelte verfügen an der Fahrzeugseite über einen Streifen und ein Abdichtungspolster welches in der Regel mittels Andruckstangen an die Fahrzeugwand gedrückt wird. Dies ist bei Wohnwagen und Wohnmobil grundsätzlich nicht anders. Da die Wohnmobil-Vorzelte für den Einzug in Markisen vorbereitet sind, entsteht hier oft ein Abstand durch den Markisenkasten. Um diesen zu überbrücken kann der rückseitige Streifen an einem Klettverschluss oben an dem rechten und linken Luftschlauch aufgeklappt werden und unter die Markise geführt werden.

Das ist bei den Wohnwagen-Vorzelten ebenso nicht möglich.

5. Andruckstangen im Lieferumfang

Aus dem Punkt Nummer 5 folgt, dass dieser Abdichtung nur mit Andruckstangen zuverlässig funktionieren kann (alternativ natürlich mit dem Limpet Fixiersystem). Aus diesem Grund gehören bei den Wohnmobil-Vorzelten Andruckstangen auch zum Lieferumfang. Diese sind aus Stahl und weisen am Kopf einen Saugnapf auf. Sie können durch eine Lasche an dem abklappbaren Teil durchgesteckt werden und unterhalb der Markise befestigt werden.

Die Einschub-Lasche ist ebenfalls vorhanden, lässt sich mit den Serien-Andruckstangen aber nicht optimal nutzen. Hier sind die optionalen Andruckstangen aus Stahl oder Aluminium angenehmer und effektiver.

Bei den Wohnwagen Luftvorzelten gehören Andruckstangen nicht zum Lieferumfang und können als optionales Zubehör erworben werden.

6. Windschürze nicht im Lieferumfang

Da Wohnmobile in der Regel keine zusätzliche Kederleiste am Fahrzeug haben, um eine Windschürze zu befestigen, ist bei den Wohnmobil Vorzelten keine Windschürze im Lieferumfang enthalten. Diese kann allerdings optional erworben werden – Kampa bietet eine Lösung an, die mittels Limpets am Fahrzeug befestigt werden kann.

Beim den Wohnwagen-Vorzelten ist eine in Länge und Farbe passende Windschürze im Lieferumfang enthalten.

7. Hochentlüftung und Dreiecke am Keder sind nicht vorhanden

Bei der Befestigung an der Kederschiene einer Markise ist nur das gerade Stück Kederschiene der Markise vorhanden und der Platz meistens beschränkt. Bei vielen Grundrissen sitzt die Aufbautür auch sehr weit vorne – bei Teilintegrierten kurz vor dem Übergang zum Fahrerhaus. Hier steht nur ein kurzer Streifen zur Abdichtung gegen die Fahrzeugwand zur Verfügung. Aus diesem Grund ist es wichtig, mit den Kampa-Motor-Zelten die gesamte Länge auszunutzen und nicht bereits bis zu 80cm (Kampa Ace AIR 400) durch die Dreieckigen Überstände am Keder zu füllen.

Aus diesem Grund haben die Wohnmobil-Vorzelte diese Dreiecke nicht und entsprechend auch keine darunter angebrachte Hochentlüftung. Es muss also anderweitig gelüftet werden (Fenster leicht öffnen) bzw. ist ein starker Luftaustausch durch das Fehlen der Windschürze eh gegeben.

Bei den Wohnwagenvorzelten können die Dreiecke in dem Umlaufenden Keder des Wohnwagens auch „um die Ecke“ gezogen werden. So verringern sie nicht die mögliche Vorzeltgröße.

8. Zusammenfassung

Die Wohnmobil-Zelte unterscheiden sich durch einige Details von den Wohnwagen-Zelten. Wir raten daher dringend davon ab, Wohnwagenzelte für das Wohnmobil zu nutzen – gerade durch die neue Anbauhöhe „S“ gibt es dafür quasi keine Notwendigkeit mehr. Umgekehrt kann man die Wohnmobil-Zelte am Wohnwagen nutzen. Hier empfehlen wir die Alu-Andruckstangen als sinnvolles Zubehör sowie eine passende Windschürze.

Wolf-Steffen Schau

Wolf-Steffen Schau

doorout.com

Geprägt durch frühkindliche Campingerfahrung in Zelt und Wohnwagen, dennoch kam der Rückfall spät und überraschend. Hat den Hang, sich in Dinge hinein zu steigern und dabei einen regelrechten Wahn zu entwickeln. Liest seit 3 Jahren durchschnittlich 5 Camping-Fachzeitschriften pro Monat und würde am liebsten alles an den Wohnwagen schrauben, was ihm in den Sinn kommt. Wird hierbei nur vom zulässigen Gesamtgewicht und dem Budget gebremst – aber natürlich von der neuen AL-KO AAA Premium Brake!
Der korrekte Aufbau eines Kampa Luftvorzeltes

Der korrekte Aufbau eines Kampa Luftvorzeltes

Luftvorzelte sind beliebt und setzen sich auf breiter Front immer mehr durch. Das Hauptargument: der einfache und schnelle Aufbau. Das Argument stimmt auch tatsächlich, aber es gibt einige Dinge zu beachten, wenn man sein Luftvorzelt korrekt aufbauen möchte. Der Hauptunterschied zum Gestänge-Vorzelt: es gibt keine justierbaren Stangen die eine feste Form vorgeben und den Gegebenheiten angepasst werden können! Die Luftschläuche sind flexibel und passen sich an – die formgebenden Elemente befinden sich daher in einem Luftvorzelt an anderer Stelle. Das soll hier am Beispiel der Kampa Zelte mal schrittweise erläutert werden. Grundsätzlich gilt es genauso für Luftvorzelte anderer Hersteller, auch wenn es natürlich einige Kampa-spezifische Feinheiten gibt.

  • Schritt 1: Auspacken und ausrollen des Luftvorzeltes

    Klingt banal, aber damit beginnt es. Darauf achten, dass das Zelt möglichst nicht unterkühlt ist, damit die Fenster beim Ausrollen und aufbauen keinen Schaden nehmen. Hat das Zelt vorher längere Zeit bei Minusgeraden gewartet, dann empfiehlt es sich, es aufzuwärmen.
    Bei dieser Gelegenheit kann mal auch schon mal prüfen, ob die Ablassventile alle zu sind, sonst wird das Pumpen später sehr schweißtreibend.

  • Schritt 2: Einziehen in die Kederschiene

    Dieser Vorgang ist den meisten sicher bekannt und nicht ungewöhnlich. Wir empfehlen, dies mit zwei Personen vorzunehmen: einer der zieht und einer der nachführt. Bitte nur am Dach bzw. dem Keder selber ziehen, nicht am äußeren Schlauch.
    Sollte das Einziehen ungewöhnlich schwer gehen, kann man die Kederleiste mit etwas Silikon-Spray behandeln, um das Einziehen zu vereinfachen.
    Das Zelt an dieser Stelle möglichst so ausrichten, wie es am Ende stehen soll: also darauf achten, dass Tür und Klappen sowie Fenster wie gewünscht passen.

  • Schritt 3: Hinteren Ecken mit Heringen befestigen

    Der nächste Schritt ist wichtig: nicht sofort aufpumpen, sondern jetzt zuerst die hinteren Ecken abspannen. Dabei darauf achten, dass die Rückseiten so befestigt werden, dass sie leicht unter dem Wohnwagen befestigt sind. Das ist nicht so angenehm mit dem Gummihammer den Hering unter dem Wohnwagen einzutreiben, aber es zahlt sich später aus! In diesem Schritt bekommt man die Abdichtung zum Wohnwagen ideal hin – ist das Zelt erst einmal aufgeblasen wird es nie wieder so nah an den Wohnwagen zu bringen sein!
    Ebenso wird hierdurch die Ausrichtung der äußeren Schläuche nach vorne definiert. Diese sind mit einem Band mit der Rückseite verbunden – dadurch ergibt sich die Zelttiefe quasi von alleine.</li

  • Schritt 4: Zelt aufpumpen

    Das Aufpumpen ist selbsterklärend, außer: bitte das eine Aufblasventil benutzen! Es ist einfach zu erkennen, da nur an einem Schlauch zwei Ventile sind. Von den beiden ist es das obere. Das aufpumpen über die Ablassventile ist möglich, aber mangels Rückschlagventil sehr mühsam. Beim Aufpumpen auf den korrekten Druck von 9-11psi (0,62 – 0,76 bar) achten.

  • Schritt 5: Vordere Ecken befestigen

    Nun kommen die vorderen Ecken an die Reihe. An dieser Stelle müssen alle Front- und Seitenelemente eingebaut und alle Reißverschlüsse geschlossen sein. Die vorderen Ecken müssen in einer Flucht mit den hinteren Ecken befestigten werden, damit die Seitenwände des Zeltes einen 90 Grad Winkel zum Wohnwagen bilden. Die Ecken müssen so befestigt werden, dass die Seiten und die Front gespannt sind.
    Hierbei kommen die Bänder am Boden ins Spiel – normalerweise sind sie jetzt gespannt. Dies kann allerdings je nach Geländegegebenheiten mal nicht der Fall sein, Auf jeden Fall können die Eck-Frontschläuche durch dieses Band nicht zu weit vom Wohnwagen wegstehen.
    Sollte der Winkel zwischen Zelt und Wohnwagen an dieser Stelle nicht 90 Grad betragen, so müssen unter Umständen auch die hinteren Ecken unter dem Wohnwagen noch mal justiert werden.

  • Schritt 6: Frontschürzen Befestigung

    Dieser Punkt heißt im englischen „Skirt Pegging Points“ was man meines Erachtens kaum übersetzen kann. Vielleicht am ehesten eben mit Befestigung der Frontschürzen. Wer das Zelt schon mal aufgebaut hat, wird sich eventuell über die schwarzen Bodenschürzen innen an der Frontseite wundern die zwischen den Luftschläuchen laufen und zu den Außenseiten hin eine Art Dreieck bilden. Auf diesen sitzen die Hauptschläuche auf und verbinden diese miteinander. Verfolgt man nun die hintere Kante dieser Schürzen nach außen, so findet man den dreieckigen Befestigungspunkt. Wenn man diesen nun soweit wie möglich nach außen zieht, bringt man nun die mittleren Schläuche in die richtige Position. Da dieser Punkt so wichtig ist, wird er ab dem Modelljahr 2018 bei den Wohnwagenvorzelten mit blauem Band markiert. Bei den Wohnmobilzelten wird dies wohl im Laufe der Saison passieren.

    Dies ist meines Erachtens einer der am wenigsten beachteten Punkte – auch weil es aus der Anleitung kaum hervorgeht. Gerade beim Rally AIR Pro steht dann der mittlere Schlauch nach vorne und das Zelt ist „außer Form“. Dies hat Auswirkungen auf das Verhalten bei Wind und Regen und der Teppich wird am Ende nicht passen. Es sollte also schon drauf geachtet werden, dass diese Punkte abgespannt werden.

  • Schritt 7: Abspannen rundherum

    Nun folgen die Abspannungen am Zeltboden rundherum. Alle Reißverschlüsse sollten dabei über Kreuz abgespannt werden, um die Reißverschlüsse zu entlasten und um die Zeltwände gegenseitig zu straffen. Seit dem Modelljahr 2016 sind die Abspannpunkte, die über Kreuz abgespannt werden sollen auch so angebracht, dass sie einen Winkel vorgeben.

  • Schritt 8: Abspannleinen

    Nun kommen die Abspannleinen mit dem Quick Pitch System im vorderen Bereich des Zeltes (bei Frontier und Rally Plus auch an den Anbauelementen hinten). Diese werden an der Front nach vorne abgespannt und an den Ecken im 45 Grad Winkel. Dies wird auch oft nicht beachtet, dabei kann auch hier einfach dem vorgegebenen Winkel der Abspannungen am Zelt folgen und es passt.
    Die Quick Pitch Leinen einfach komplett entspannen und unten an der Schlaufe befestigen und dann wieder strammziehen. Hierbei nicht zu stark ziehen, damit die Luftschläuche des Zeltes nicht aus der Form gezogen werden.

Wenn man diese Punkte beachtet, dann wird das Zelt perfekt stehen und die Teppiche werden passen. Natürlich muss man persönlich entscheiden, wie intensiv man den Aufbau vornimmt – auch ich „übertreibe“ es an dieser Stelle nicht, wenn ich übers Wochenende bei schönem Wetter unterwegs bin. Verlasse ich aber den Campingplatz auch mal für längere Zeit oder bleiben wir länger stehen beachte ich die Aufbaureihenfolge sehr genau, denn nur so bietet das Zelt die beste Stabilität bei Sturm und Regen und es sieht so einfach am besten aus!

Wolf-Steffen Schau

Wolf-Steffen Schau

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Geprägt durch frühkindliche Campingerfahrung in Zelt und Wohnwagen, dennoch kam der Rückfall spät und überraschend. Hat den Hang, sich in Dinge hinein zu steigern und dabei einen regelrechten Wahn zu entwickeln. Liest seit 3 Jahren durchschnittlich 5 Camping-Fachzeitschriften pro Monat und würde am liebsten alles an den Wohnwagen schrauben, was ihm in den Sinn kommt. Wird hierbei nur vom zulässigen Gesamtgewicht und dem Budget gebremst – aber natürlich von der neuen AL-KO AAA Premium Brake!

Marktübersicht 2018: Luftvorzelte für Wohnwagen

Marktübersicht 2018: Luftvorzelte für Wohnwagen

Was ist neu & wie finde ich das passende?

Die Auswahl wird jedes Jahr größer und – das freut mich besonders – auch vielfältiger. 2018 gibt es einige spannende Neuerungen! Aus meiner Sicht sind folgende Entwicklungen besonders Auffällig:

  • Luftvorzelte mit freistehenden Erweiterungen etablieren sich

    2017 waren Luftvorzelte die durch freistehende Erweiterungen größer als der Wohnwagen sein konnten die – im wahrsten Sinne des Wortes – größte Neuigkeit. Kampa Frontier, Kampa Rally AIR Pro Plus und Doréma Magnum Air Force haben sich in Windeseile einen festen Platz im Sortiment erobert. Dieser Trend geht weiter! Kampa hat die Frontier Familie erweitert und bietet neben dem Kampa Frontier AIR Pro 400 nun auch ein Kampa Frontier AIR Pro 300 an. Damit kann man ein 7m breites Vorzelt an Wohnwagen anbringen, die nur 3m gerade Kederleiste haben. Entsprechend wurde dem Rally AIR Pro Plus 390 RH das Rally AIR Pro Plus 260 RH an die Seite gestellt – 4,50m Breite und nur 2,69m gerade Kederleiste sind hier eine spannende Wahl für kleinere Wohnwägen!

    Doréma hat das Magnunm Air Force überarbeitet und die Anbauten noch mal deutlich verändert. Bei einem 390cm breiten Hauptzelt kann man mit zwei Anbauten satte 8,90m Breite erzielen!

    Neu in diesem Segment: Vango Varkala Connect. Das Hauptzelt ist hier in vielfältigen Breiten erhältlich (2,80m, 3,60m, 4,20m und 5,20m). Mit den beiden Anbauten von je 2,50m kann ich eine maximale Breite von 10,20m erzielen. Gerade Kederleiste werden dabei 5,20m benötigt. Wie das Doréma Magnum Air Force ist auch das Vango Varkala Connect flexibel und die Anbauten können, müssen aber nicht, angebaut werden.

    Kampa: Frontier AIR Pro 400, Frontier AIR Pro 300, Rally AIR Pro Plus 390, Rally AIR Pro Plus 260
    Doréma: Magnum Air Force 390, Magnum Air Force 260
    Vango: Varkala Connect 280, Varkala Connect 360, Varakala Connect 420, Varkala Connect 520

  • Neues Raumgefühl im Luftvorzelt: 3m tiefe Zelte werden wirklich 3m tief

    Der Trend 2018! Waren bisher die 3m Tiefe (oder 3,20m beim Vango Kalari) mit Vorsicht zu betrachten, da die Fronten zu den Seiten immer stark angeschrägt waren, so ändert sich das bei einigen Modellen 2018 deutlich. Das Kampa Rally AIR Pro 390 Grande bietet über die volle Breite von 3,90m eine Tiefe von 3,00m und damit ein ganz neues Raumgefühl.

    Outwell hat die gerade Front bei allen Modellen der neuen Wohnwagen-Vorzeltserien eingeführt und sowohl die Modelle der Tide-Serie als auch die Modelle der Amber-Serie verfügen durchgängig über 3m Tiefe. Wer die Chance hat, ein solches Zelt mal auf einer Messe oder einer Ausstellung zu erleben, den wird das Raumgefühl beeindrucken!

Outwell: Amber 300SA, Amber 350SA, Tide 320SA, Tide 380SA, Tide 440SA, Tide 500SA
Kampa: Rally AIR Pro 390 GRANDE
  • Anbauten für mehr Platz

    Waren in den letzten Jahren nur reine Schlafanbauten erhältlich, so bringen wieder Kampa und Outwell dieses Jahr Abwechslung in den Markt! Hohe Anbauten mit annähernder Stehhöhe ergänzen das Sortiment. Dabei sind diese jeweils in einer „Wintergarten“ und in einer „Schlafen“ Ausführung erhältlich.

    Die Wintergarten Version verfügt über Fenster und kann als Sitzecke, Küche oder separater Eingang genutzt werden. Sie passen jeweils an fast alle Luftvorzelt-Modelle der beiden Hersteller.

Kampa: hoher Anbau (Luft) „Wintergarten“, hoher Anbau (Luft) „Schlafen“
Outwell Anbau für Amber und Tide: hoher Anbau Fenster, Schlafanbau
  • Neue Materialen für Luftvorzelte

    Luftvorzelte begeistern durch ihren schnellen Auf- und Abbau. Sie haben daher Einzug bei den leichten Reisevorzelten gehalten, da diese typischerweise für kurze, dafür häufigere Trips genutzt werden. Der Fokus liegt auf schnellem Auf- und Abbau und geringes Gewicht, schnelles trocknen und geringes Packmaß. Mehr und mehr wird deutlich, dass aber auch für längere Aufenthalte die Lufttechnik immer mehr Anhänger findet.

    Bisher war Doréma der einzige Anbieter, der neben dem Weathertex Material auch eine All Season Variante mit Ten Cate Material im Sortiment hatte. Höhher UV Beständigkeit und eine gesonderte Beschichtung auf der inneren Dachseite gegen Tropfenbildung bei Kondenswasser gehen damit einher.

    2018 legt hier auch Kampa nach und bietet eine „All Season“ Variante des beliebten Ace AIR 400 Modells an. Neben der anderen Beschichtung des Materials ist auch die Ausstattung eher in Richtung Dauercamping ausgelegt (doppelter Faulstreifen, Fenster von außen verschließbar, keine Oberlichter). Das geht natürlich zu Lastend es Gewichts. Aber eine spannende Alternative mit mehr UV Stabilitä und ausgerichtet auf längere Standzeiten.

    Isabella geht auch in diese Richtung mit den Modellen der Tochtermarke Ventura. Hier wird Isatex light Material verwendet welches durch hochwertige Oberflächenbeschichtung eine bessere UV-Resistenz bietet und durch eine Baumwoll-Mischbeschichtung auf der Dachinnenseite Schwitzwasserbildung nicht verhindert, aber die Tropfenbildung deutlich minimiert und so die Folgen für die Bewohner nicht spürbar werden lässt.

    Doréma: Futura AIR 330, Futura AIR 440, Contura AIR 330, Contura AIR 440
    Kampa: Ace AIR 400 All Season
    Ventura: Cito 350, Trinus 400

Wie finde ich nun das passende Zelt?

  • Höhe der Kederleiste messen

    Immer mehr Wohnwagen werden aufgelastet sind in einer Gewichtsklasse von mehr als 1.800kg zulässiges Gesamtgewicht! Das hat oft zur Folge, dass das Fahrwerk einige cm höher ist als im eigentlichen Serienzustand. Liegt die Kederleiste auf oder über 2,50m über dem Boden, so muss man aufpassen! Kampa und Vango unetrstützen nur eine Anbauhöhe von bis zu 2,50m. Bei Kampa sind dann für einige Modelle noch die Wohnmobil-Varianten eine Alternative. Outwell und Doréma gehen im Modelljahr 2018 bis 2,55m.

    Die Höhe der Kederleiste über dem Boden ermittelt man am besten am Fahrzeug da die Angabe quasi nie in den Unterlagen enthalten ist. Auch Nachfragen beim Händler oder Hersteller sind mit Vorsicht zu genießen, da sie ja von der Ausstattung abhängen und es da ab und an zu Verwechslungen kommt.

    Messen idealerweise direkt auf Höhe des Rades, da es dann egal ist, ob der Wohnwagen ausgerichtet ist, oder nicht. Ist in der Kederleiste ein Knick oder macht sie einen Bogen (Tabbert Comtesse), so einfach die Stellen messen und markieren an der sie unter die Mindestanbauhöhe kommt.

    Wer zu hoch ist und nicht das passende Vorzelt findet, der muss sich bei den Wohnmobil-Zelten umschauen

  • Länge der geraden Kederleiste

    Neben der Höhe ist die Länge der geraden Kederleiste das wichtigste Kriterium für die Größe des Luftvorzeltes. Dazu einfach den Bereich zwischen den Rundungen messen. Daraus ergibt sich die maximale Länge. Eventuelle Fenster oder Klappen müssen natürlich bei der Ermittlung der gewünschten Länge berücksichtig werden. Ein Knick ist solange nicht schlimm, solange die Höhe nicht unter die Mindestanbauhöhe fällt.

    Ausgehend von der Länge der geraden Kederleiste habe ich mal die Modelle 2018 für eine schnelle Auswahl aufgelistet. Natürlich können Modelle mit einer längeren Kederleiste auch die Modellen der vorherigen Gruppierung nutzen. Das kann insbesondere dann Sinn machen, wenn Türen und Service-Klappen frei bleiben sollen oder einfach nicht so viel Platz benötigt wird!

    Bitte beachten: Die Angabe in der Spalte „gerade Kederleiste“ bezeichnet die Länge des geraden Teils der Kederleiste. Quasi alle Zelte haben rechts und links noch Dreiecke die jedoch auch in die Rundungen der Kederleiste eingezogen werden können. Der Unterschied zwischen Breite und benötigter gerader Kederleiste bezieht sich auf die maximale Breite im Zelt – die verjüngt sich bei einigen Zelten nach hinten bzw. nach oben. Dadurch kann der Anbau auch an eine kürzere Kederleiste erfolgen.

    a. Gerade Kederleiste <= 3,00m

    Hersteller Modell Tiefe Breite Gerade Kederleiste
    Doréma Mistral AIR 2,40 3,00 2,50
    Doréma Magnum AIR 260 2,40 2,60 2,60
    Doréma Magnum Air Force 260**
    (max. Breite = 8,00m)
    2,80 2,60 2,60
    Doréma Futura 220 Air All Season 2,50 2,20 2,20
    DWT Garda AIR zum Produkt 3,00 3,40 2,70
    DWT Bella Air HQ 2,80 3,40 2,80
    DWT Speed AIR Gr. I 2,40 2,60 2,60
    DWT Space Air HQ zum Produkt 2,80 2,60 2,60
    DWT Junior AIR zum Produkt 2,90 3,20 2,70
    Kampa Fiesta AIR Pro 280 zum Produkt 2,75 2,80 2,38
    Kampa Fiesta AIR Pro 350 zum Produkt 2,75 3,50 2,95
    Kampa Rally AIR Pro 200 zum Produkt 2,50 2,00 2,00
    Kampa Rally AIR Pro 260 zum Produkt 2,50 2,60 2,60
    Kampa Rally AIR Pro Plus 260 (RH/LH)* zum Produkt 2,50 4,50 2,60
    Kampa Ace AIR 300 zum Produkt 3,00 3,00 3,00
    Kampa Classic AIR 300 zum Produkt 2,40 3,00 3,00
    Kampa Frontier AIR Pro 300* zum Produkt 3,00 7,00 3,00
    Outwell Pebble 300A zum Produkt 2,50 3,00 2,40
    Outwell Pebble 360A zum Produkt 2,50 3,60 3,00
    Outwell Ripple 320SA 2,50 3,20 2,60
    Outwell Tide 320SA zum Produkt 3,00 3,20 2,60
    Outwell Amber 300SA zum Produkt 3,00 3,00 2,40
    Outwell Amber 350SA zum Produkt 3,00 3,50 2,40
    Westfield Lynx 200 2,35 2,00 2,00
    Westfield Lynx 240 2,35 2,40 2,40
    Westfield Dorado 350 2,50 3,50 2,80
    Westfield Dorado Pro 400 2,50 4,00 2,80
    Westfield Aries 260 2,60 2,60 2,60
    Vango Rapide II 250 2,75 2,50 2,40
    Vango Rapide II 350 2,75 3,50 2,90
    Vango Braemar II 300 2,50 3,00 3,00
    Vango Sonoma II 250 2,50 2,00 1,90’
    Vango Sonoma II 350 2,50 3,50 2,70
    Vango Varkala Connect 280
    (max. Breite = 7,50m)
    2,80 2,50 2,80

    *- Integrierte freistehende Erweiterung

    b. Gerade Kederleiste >3m und <=4,00m

    Hersteller Modell Tiefe Breite Kederleiste
    Doréma Magnum Air Force 390
    (max. Breite = 9,30m)
    2,80 3,90 3,90
    Doréma Magnum AIR 390 2,40 3,90 3,90
    Doréma Futura 330 Air All Season 2,50 3,30 3,30
    Doréma Contura 330 Air All Season 3,00 3,30 3,30
    DWT Space Air HQ Gr. II zum Produkt 2,80 3,75 3,75
    DWT Speed AIR 2,80 3,40 2,80
    DWT Speed AIR Gr. 2 2,40 3,75 3,75
    Kampa Fiesta AIR Pro 420 zum Produkt 2,75 4,20 3,65
    Kampa Rally AIR Pro 330 zum Produkt 2,50 3,30 3,30
    Kampa Rally AIR Pro 390 zum Produkt 2,50 3,90 3,90
    Kampa Rally AIR Pro 390 Plus RH* zum Produkt 2,50 5,90 3,90
    Kampa Rally AIR Pro 390 Pro Grande zum Produkt 3,00 3,90 3,90
    Kampa Ace AIR Pro 400 zum Produkt 3,00 4,00 4,00
    Kampa Classic AIR 380 Expert zum Produkt 2,40 3,80 3,80
    Kampa Ace AIR 400 All Season zum Produkt 3,00 4,00 4,00
    Kampa Frontier AIR Pro 400* zum Produkt 3,00 8,00 4,00
    Outwell Pebble 420A zum Produkt 2,50 4,20 3,60
    Outwell Ripple 380SA 2,50 3,80 3,20
    Outwell Tide 440SA zum Produkt 3,00 4,40 3,80
    Westfield Gemini Pro 390 2,50 3,90 3,90
    Westfield Carina 350 2,80 3,50 3,50
    Westfield Aries 350 2,60 3,50 3,50
    Westfield Omega 400 2,60 4,00 3,50
    Westfield Omega 450 2,60 4,50 3,90
    Vango Rapide II 400 2,75 4,00 3,50
    Vango Braemar II 400 2,50 4,00 4,00
    Vango Sonoma II 400 2,50 4,00 3,20
    Vango Varkala Connect 360
    (max. Breite = 8,80m)
    2,50 3,60 3,60
    Vango Kalari II 380 3,20 3,80 3,80
    Ventura AIR Cito 350 2,50 3,50 3,50
    Ventura AIR Trinus 400 2,50 4,00 4,00

    c. Gerade Kederleiste >4m

    Hersteller Modell Tiefe Breite Kederleiste
    Doréma Magnum Air 520 2,40 5,20 5,20
    Doréma Futura 440 Air All Season 2,50 4,40 4,40
    Doréma Contura 440 Air All Season 3,00 4,40 4,40
    Kampa Ace AIR Pro 500 zum Produkt 3,00 5,00 5,00
    Outwell Tide 500SA zum Produkt 3,00 5,00 4,40
    Westfield Carina 420 2,80 4,20 4,20
    Vango Varkala Connect 420
    (max. Breite = 9,20m)
    2,50 4,20 4,20
    Vango Varkala Connect 520
    max. Breite = 10,20m)
    2,50 5,20 5,20
    Vango Kalari II 420 3,20 4,20 4,20
    Vango Kalari II 520 3,20 5,20 5,20
  • Sonderfall: Volleinzugs-Luftvorzelt Doréma Maribor AIR

    Eine Sonderstellung im Markt der Luftvorzelte nimmt das Doréma Maribor AIR ein, da es sich um ein Volleinzugsvorzelt handelt. Hierbei richtet sich die Größe nach dem Umlaufmaß, wie es bei „klassischen“ Luftvorzelten üblich ist. Das Doréma Maribor AIR ist erhältlich für Umlaufmaße von 825cm (Gr. 8) bis 1.125cm (Gr. 19).

    Damit ist Doréma der nach wie vor der Einzige Hersteller der das Thema Luftvorzelt als Ganzeinzugs-Vorzelt in Großserie angeht. Ich bin gespannt, wie lange das so bleiben wird.

So erschlagend die Auswahl an Luftvorzelten auf den ersten Blick sein mag, umso erfreulicher ist es doch, dass es immer mehr ganz unterschiedliche Modelle auf dem Markt gibt und so für nahezu jeden Zweck das passende Vorzelt erhältlich ist. Fast alle, die bereits ein Luftvorzelt haben, sind von dem einfachen Auf- und Abbau begeistert und möchten es nicht mehr missen.

Hier noch die Kampa Wohnwagen-Luftvorzeltfamilie im Video vorgestellt:

Gerne beantworten wir Fragen zu den einzelnen Modellen und zur Auswahl der passenden Luftvorzelts! Einfach eine E-Mail an w.schau@doorout.com oder auf Facebook unter www.facebook.de/wschau22

 

Wolf-Steffen Schau

Wolf-Steffen Schau

doorout.com

Geprägt durch frühkindliche Campingerfahrung in Zelt und Wohnwagen, dennoch kam der Rückfall spät und überraschend. Hat den Hang, sich in Dinge hinein zu steigern und dabei einen regelrechten Wahn zu entwickeln. Liest seit 3 Jahren durchschnittlich 5 Camping-Fachzeitschriften pro Monat und würde am liebsten alles an den Wohnwagen schrauben, was ihm in den Sinn kommt. Wird hierbei nur vom zulässigen Gesamtgewicht und dem Budget gebremst – aber natürlich von der neuen AL-KO AAA Premium Brake!