Dachzelt und Kampa Tailgator AIR Heckzelt – ideale Kombination?

Dachzelt und Kampa Tailgator AIR Heckzelt – ideale Kombination?

Dachzelte waren nie auf meinem Schirm und nur im Rahmen der Abenteuer & Allrad und der damit verbundenen intensiven Beschäftigung mit Offroad Reisen kamen sie auf meinen Schirm. Nach Verwunderung zu Beginn fand ich die Idee immer interessanter: Auf dem Dach über den Dingen schlafen – und damit über eventuellem Matschboden – klang erstmal interessant. Zusätzlich eine richtige Unterlage und ein sehr schneller Auf- und Abbau klangen verlockend. Als bisheriger Wohnwagen-Camper erschien die Möglichkeit verlockend mit nahezu unveränderter Geschwindigkeit zu reisen. Also: ausprobieren.

Das Dachzelt ist ein James Baroud Space XXL. Es handelt sich dabei um ein Hartschalen Zelt, was mir vom Auf- und Abbau einfacher erscheint, da man es einfach auf- und zuklappt ohne das man Plane drüberziehen muss oder ähnliches. Space XXL da wir genau das brauchen: viel Platz, schließlich sind wir zu viert unterwegs. Das ist aber ambitioniert – vom Platzangebot wäre ein Softzelt sicher angebrachter.

Diese verfügen oft über einen Teil der über das Fahrzeug hinaus ragt und können so deutlich größere Liegeflächen realisieren. Vorgreifend kann man sagen, dass es für 4 sicher keine dauerhafte Lösung ist. Für Paare oder Paare mit einem (noch jungen) Kind ist die Fläche aber mehr als ausreichend.

Das Hartschalen-Dachzelt bietet keinerlei überdachte Fläche und so quasi nur eine Matratze. Alles andere findet im Kofferraum des Trägerfahrzeuges statt ( in diesem Fall ein Land Rover Discovery 5 ). Dort findet man etwas Schutz unter der aufgeklappten Heckklappe, aber bei leichtem Regen ist Flucht angesagt, da es sonst ungemütlich wird. Bei Wohnwagen und Wohnmobilen gibt es Vorzelte um den Lebensraum erweitern – aber was macht man als Dachzelter?

 

Vorzelt für das Auto: Heckzelt – natürlich mit Luft: Kampa Tailgator AIR!

Da ich ja eine gewisse Vorliebe für Luftgestänge besitze (zumindest bei Zelten die auf dem Boden stehen), bietet sich ein Luftzelt an. Die bekannten Luftvorzelte für VW Bus & Co gibt es in großer Auswahl, aber die sind schwierig mit dem Fahrzeug zu verbinden, da die Schluese für eine seitliche Anbindung (Schiebetür) ausgelegt ist und nicht für das Heck wo nun mal „das Leben“ stattfindet. Kann man sicher auch lösen, aber ein richtiges Heckzelt wäre natürlich eine klasse Option. Aktuell hat dies nur die Firma Kampa mit einem Luftgestänge im Sortiment und wir haben es zufällig auch in der Ausstellung…also einpacken und mitnehmen!

Der Aufbau unterscheidet sich nicht von anderen freistehenden Schleusenzelten. Die vier Ecken befestigen und dann aufpumpen. Zum Schluss noch den Dachschlauch einsetzen. Im Gegensatz zu den Kampa Wohnwagen- und Wohnmobilvorzelten mit Weathershield Pro Material gehört das Tailgator AIR zur „Travel Pod“ Serie. Hier werden die Schläuche unabhängig voneinader aufgepumpt und das Material ist auch dünner. Das spart Gewicht und für den Dachzeltreisenden noch wichtiger: hält das Packmaß klein! Bis hierher geht der Aufbau sehr zügig und dauert nur wenige Minuten.
Nun kann das Auto an die Schleuse gefahren werden. Dies war die „sportlichere Übung“, da das Gelände leicht abschüssig war, ich also hinten noch auf Keile auffahren musste. Die Herausforderung dabei ist, alles so zu positionieren, dass die richtige Höhe erreicht wird und man im richtigen Abstand zum Heckzelt steht. Letzteres passt, wenn die Heckschürze des Wagens die Schürze des Zeltes leicht berührt. Je nach Ausgestaltung des Fahrzeug-Hecks kann das aber natürlich unterschiedlich sein.

Die Abspannung an das Fahrzeug ist dann auch individuell. Die Schleuse ist dabei zweiteilig gearbeitet. Der äußere Teil hat oben eine kurze Schlaufe zur Befestigung an einer Dachreeling und ein längeres Band welches laut Anleitung an den Scheibenwischern befestigt werden kann. Nun habe ich ein englisches Auto bei dem die Scheibenwischer dem Wetter im Ursprungsland sicher angepasst sind, dennoch hätte ich arge Bauchschmerzen, Zug auf die Scheibenwischer auszuüben. Ist auch eine theoretische Überlegung, denn die Bänder sind deutlich zu kurz gearbeitet und reichen auch bei kleineren Kombis niemals bis zu den vorderen Scheibenwischern. Wir haben diese Bänder genutzt, um sie mit einer Schlaufe an der Dachreeling zu befestigen.

An den Seiten sind weitere Bänder die im Radkasten halt finden. Nun kann man das Querband der inneren Schleuse über die Heckklappe legen und diese öffnen. Dabei darauf achten, dass die Schleuse noch nicht zu sehr unter Spannung steht. Erst wenn die Klappe geöffnet ist und entsprechend überlappt, sollte man die Bänder festziehen.
Zu guter Letzt wird noch die Schürze unterm Heck an drei Punkten im Kofferraum befestigt. Die Bänder dafür sind ausreichend lang gearbeitet und ich denke in fast allen Kombis wird es Punkte geben, wo man sie einhaken kann.

Man sollte sich bei der Anbindung an das Fahrzeug nicht der Illusion hingeben, dass das 100% dicht wird. Ich würde nun nach dem dritten Aufbau sagen, dass ich es regendicht habe (auch wenn es wohl nicht praktisch getestet wird). Vollkommen zugdicht ist es aber nicht. Ich denke auch, dass es bei der Verschiedenartigkeit der Fahrzeuge und der Standsituationen kaum möglich sein wird. Leider kann man durch die Heckklappe auch nicht so einfach die Schleuse von innen verschließen und bei uns ist es auch so, dass der Kofferraum quasi die Theke für alles mögliche ist – wir haben sie nicht geschlossen während wir unterwegs waren. Klar, dadurch bleibt das Auto offen, aber Wertsachen etc. sind nachts natürlich mit ins Dachzelt gewandert. [Update: Nach dem Schreiben des Artikels habe ich es ausprobiert. Die Schleuse lässt sich problemlos schliessen – man kann das Zelt also von innen winddicht verschließen!]

Insgesamt ist das Zelt eine echte Bereicherung und für uns als Familie fast die einzige Möglichkeit, ein paar Tage mit dem Dachzelt unterwegs zu sein. Nur so kann man Tisch und Stühle Abend einfach reinstellen, kann die Taschen mit Klamotten im Zelt lassen und abends noch sitzen, wenn es draußen schon zu kühl geworden ist. Das Zelt verfügt über einen einzippbaren Boden, was ebenfalls sehr wichtig ist, um Taschen usw. vor dem nackten Boden zu schützen.

Das Zelt verfügt über eine große Vordertür die entweder geschlossen ist oder mit Fliegengittern zum Lüften genutzt werden kann. Ideal wäre hier noch die Nutzung als Fenster. Die Abdeckung verfügt über Ösen so das sie mit entsprechenden Aufstellstangen als Sonnendach genutzt werden kann. Das ist sicher eine interessante Option und werden wir demnächst mal ausprobieren.
Auch die Eingangstür auf der Seite hat ein Fliegengitter so das Lüften wirklich gut möglich ist. Über dem seitlichen Eingang ist ebenfalls ein kleines Dach so das öffnen, schließen und lüften auch bei leichtem Regen möglich sein dürfte.

Wie hat die Kombination Dachzelt mit Heckzelt funktioniert?

Wir waren unterm Strich begeistert. Für einen kurzen Trip, wie wir ihn gemacht haben, war alles super. Natürlich war das auch dem Wetter geschuldet, aber bei schlechtem Wetter wären wir gar nicht erst gefahren. Der Schlafkomfort war gut. Sowohl Dachzelt als auch Heckzelt können auch bei höheren Temperaturen gut belüftet werden. Der Lebensraum in Verbindung mit dem guten Wetter war ausreichend und wir haben uns arrangiert. Wir müssen auch noch ein wenig an der Ausstattung feilen – das Packen war einfach noch zu großvolumig für das Setup! Aber man muss ja auch noch ziele haben und der Sommer liegt ja noch vor uns!

Wolf-Steffen Schau

Wolf-Steffen Schau

doorout.com

Geprägt durch frühkindliche Campingerfahrung in Zelt und Wohnwagen, dennoch kam der Rückfall spät und überraschend. Hat den Hang, sich in Dinge hinein zu steigern und dabei einen regelrechten Wahn zu entwickeln. Liest seit 3 Jahren durchschnittlich 5 Camping-Fachzeitschriften pro Monat und würde am liebsten alles an den Wohnwagen schrauben, was ihm in den Sinn kommt. Wird hierbei nur vom zulässigen Gesamtgewicht und dem Budget gebremst – aber natürlich von der neuen AL-KO AAA Premium Brake!
Kampa Familienzelte mit Luftgestänge – die komplette Übersicht 2018

Kampa Familienzelte mit Luftgestänge – die komplette Übersicht 2018

Kampa ist in England einer der führenden Hersteller von Familienzelten – insbesondere mit innovativem Luftgestänge. In Deutschland noch nicht ganz so bekannt sieht man sie aber immer öfter auch auf dem europäischen Festland auf Campingplätzen. Die verschiedenen Modelle bieten eine große Auswahl für alle Größen, Anforderungen und Budgets. Um aber die Übersicht zu bewahren machen versuche ich hier mal ein wenig durch das Sortiment zu führen.

Was hat sich gegenüber 2017 geändert?

Bevor wir die einzelnen Modelle und Serien betrachten, einleitend kurz die Unterschiede zwischen Modelljahr 2018 und 2017. Geändert wurden einige Details an denen man zwei Sachen erkennen kann: zum einen, dass man an guten Produkten nix grundlegendes ändern muss und zum anderen, dass die Weiterentwicklungen an manchen Stellen aus der Praxis für die Praxis sind! Auffälligste Änderung ist die Farbe der Polycotton Zelte. Bis zum Modelljahr 2017 waren die in beige gehalten, ab 2018 sind sie in einem dezenten anthrazit. Der deutliche farbliche Unterschied zwischen den Materialien wird damit aufgelöst. Die neuen Modelle wirken natürlich dezenter – aber Farbe ist ja bekanntlich Geschmackssache und so sind wir gespannt, wie die neue Farbe vom Markt angenommen wird.

Schöne Detailänderung: alle Schlafkabinen der Pro-Air- Serie sind jetzt für die Aufnahme einer langen Kleiderstange vorbereitet. Dadurch verschwindet der vielleicht einzige Nachteil eins Zeltes mit Luftgestänge: die fehlende Aufhängemöglichkeit. Wer die Schlafkabinen nicht vollständig nutzt kann sich so quasi einen echten Kleiderschrank einrichten.

Bleiben wir bei den Schlafkabinen: Diese sind nun aus dunklem Material gefertigt und erlauben so einen geruhsameren Schlaf, da weniger Licht einfällt. Der Grad der Dunkelheit ist dabei so gewählt, dass man aber nicht den Eindruck einer finsteren Höhle hat, wenn man am Tag in der Kabine liegt.

Ebenso neu sind viele Fliegengitter die als optionales Zubehör erworben werden können und in die Fronten des Zeltes eingesetzt werden können. So ergibt sich eine große Veranda die auch nach Einbruch der Dunkelheit einen mückengeschützen Platz bietet.

Ansonsten gibt es noch ein paar neue Größen erfolgreicher Modelle ( Bergen 4 AIR Pro ) und ein ganz neues Modell ( Monaco 6 AIR Pro ). Entfallen ist das Watergate 8 AIR aus der Advantage AIR Reihe.

High End Familienzelte: die Kampa Pro AIR Serie

Die Kampa Pro AIR Serie beinhaltet die Top-Familienzelte von Kampa.

  • Auswahl beim Material: Baumwollmischgewebe vs. reinem Polyester

    Die meisten Modelle der Pro AIR Serie gibt es – mit gleicher Ausstattung – in einer Version aus Baumwoll-Mischgewebe (Polycotton) und in einer Version aus beschichtetem Polyester. Ohne an dieser Stelle die Unterschiede zwischen den beiden Materialien eingehen zu wollen sei kurz erläutert: Das Polycotton Gewebe mit dem Namen „WeathershielWeathershield™ Airflow Classic“ ist ein unbeschichtetes Material welches sich durch den Baumwollanteil von ca. 30-40% quasi selber abdichtet, dennoch die herausragenden Eigenschaften von synthetischem Polyester bietet. Dadurch, dass auf die Beschichtung verzichtet werden kann, ist das Zelt tatsächlich atmungsaktiv. Dadurch reduziert sich die Schwitzwasserbildung deutlich und das Klima im Zelt ist wesentlich besser als bei beschichtetem Material. Nichts geht ohne Nachteil: Polycotton Zelte sind schwerer und teurer als ihre Pendants aus beschichtetem Polyester ohne Baumwollanteil. Die Polycotton-Modelle erkannt man an dem „Classic“ in der Artikelbezeichnung.
    Aber auch die Modelle aus beschichtetem Polester bieten in der Pro AIR Serie ein hochwertiges 150D Material (Weathershield™ PRO 6000) mit einer Wassersäule von 6.000mm und einer speziellen feuerhemmenden Beschichtung die auch vor allzu schneller Degeneration durch UV-Strahlen schützt.

  • Einfacher Aufbau dank Kampa QuickPitch™ System

    Noch nie war Zeltaufbau so einfach: Zelt ausrollen, Heringe an den vier Ecken um das Zelt auszurichten, aufpumpen und an den Leinen ringsherum abspannen – fertig! Was fehlt? Stangen einziehen und Heringe am Boden! Die QuickPitch Leinen machen die Heringe am Boden überflüssig – lediglich die vier Ecken müssen auf klassische Art und Weise befestigt werden.

  • Gutes Klima dank Kampa Climate Control System

    Eine Vielzahl von hoch und niedrig angebrachten Ventilationsmöglichkeiten erlaubt eine gute Regulierung des Klimas im Zelt. Natürlich sind alle mit den entsprechenden Fliegengittern gegen ungewünschte Eindringlinge geschützt.

  • Großzügig Ausstattungsmerkmale für einen angenehmen Campingurlaub

    Ohne sie einzeln erläutern zu wollen seien hier die Ausstattungsmerkmale der Pro AIR Serie kurz aufgeführt: eingenähte Böden schützen vor Nässe und ungezieferUngeziefer, Taschen und Organizer im Zelt und in den Schlafzelten ermöglichen die Aufbewahrung der Campingutensilien, die Schlafzelte lassen sich mittels Reißverschlüssen in 2-er Kabinen unterteilen oder verbinden, die Schlafkabinen können auch beim Abbau im Zelt verbleiben, die Seitentüren verfügen alle über Fliegengitter, zwei Kabeleintrittspunkte bieten die notwendige Flexibilität am Campingplatz und die Fenster verfügen über blickdichte Vorhänge die per Reißverschluss geschlossen werden können oder tagsüber in angenähten Taschen unter den Fenstern verstaut werden können. Kurzum, die Pro AIR Serie bietet quasi die Vollausstattung bei den Familienzelten!

Hier die Modelle in der Übersicht:

Modell Material Anz. Schlafpl LängexBreite (cm) Höhe Gewicht (kg)
Kampa Studland 8 AIR Pro PU, beschichtet 8 805 x 460 225 42
Kampa Studland 8 Classic AIR Pro Polycotton 8 805 x 460 225 51
Kampa Bergen 4 AIR Pro PU, beschichtet 4 630 x 340 225 29
Kampa Croyde 6 AIR Pro PU, beschichtet 6 755 x 415 210 36,5
Kampa Croyde 6 Classic AIR Pro Polycotton 6 755 x 415 210 43,5
Kampa Monaco 6 AIR Pro PU, beschichtet 6 570 x 460 220 32
Kampa Hayling 6 AIR Pro PU, beschichtet 6 620 x 380 210 29
Kampa Hayling 6 Classic AIR Pro Polycotton 6 620 x 380 210 33,5
Kampa Hayling 4 AIR Pro PU, beschichtet 4 540 x 320 210 22,5
Kampa Hayling 4 Classic AIR Pro Polycotton 4 540 x 320 210 26
Kampa Brean 4 Classic AIR Polycotton 4 410 x 300 205 21,5

Advantage AIR – Serie

Die Advantage AIR beinhaltet die leichteren Kampa Familienzelte mit einer Ausstattung die eher auf Leichtigkeit und häufigeren Auf- und Abbau ausgerichtet ist. Das spiegelt sich natürlich auch im Preis wieder – ein günstiger Einstieg in die Welt der hochwertigen Familienzelte mit Luftgestänge!

Das Material: Weathershield™ 6000

Ein 75D Polyester-Gewebe mit einer Beschichtung die feuerhemmend ist und vor UV-Belastung schützt und das Gewebe so wasserdicht macht, dass es eine Wassersäule von 6.000mm aufweist.

Die Ausstattungsmerkmale

Die Zelte der Advantage AIR Serie bietet wettergeschützte Ventilationsöffnungen, Taschen in den Innenzelten und Trenner für die Innenzelte. Seitentüren sind mit Fliegengittern vor ungewünschten Eindringlingen geschützt und im Zelt sind Aufhängungspunkte für Lampen vorgesehen. Die Stromversorgung kann über einen Kabeleintrittspunkt sichergestellt werden und die Fenster verfügen über blickdichte Vorhänge die in angenähten Taschen unter den Fenstern verstaut werden können. Auch hier ist es möglich die Zelte mit einem Vordach zu erweitern welches einen schönen überdachten Aufenthaltsbereich bereitstellt.
Das Modell Paloma ist in den Farben blau und grün erhältlich.

Hier die Modelle in der Übersicht:

Modell Material Anz. Schlafpl LängexBreite (cm) Höhe Gewicht (kg)
Kampa Brean 5 AIR PU, beschichtet 5 410 x 345 195 15,8
Kampa Brean 4 AIR PU, beschichtet 4 410 x 300 195 15,1
Kampa Brean 3 AIR PU, beschichtet 4 360 x 230 195 12,4
Kampa Paloma 6 AIR PU, beschichtet 6 600 x 380 205 22,3
Kampa Paloma 5 AIR PU, beschichtet 5 580 x 345 205 20,6
Kampa Paloma 4 AIR PU, beschichtet 5 510 x 300 205 16,5
Erwin Hymer Museum: auf den Spuren der Campinganfänge

Erwin Hymer Museum: auf den Spuren der Campinganfänge

Elektromobilität, autonomes Fahren, Konnektivität, Leichtbau und all die Schlagworte lassen einen schnell vergessen, dass die Auto-Mobilität seit gerade einmal 100 Jahren einer breiten Masse zur Verfügung steht. So begann auch erst in dieser Zeit die Entwicklung von Wohnwagen und Wohnmobilen. Das Erwin Hymer Museum in Bad Waldsee einen mit auf eine Zeitreise in die Anfänge und die Entwicklung des Caravanings.

Die Begeisterung war groß, als die Kinder erfuhren, dass wir während unseres Zwischenstopps auf dem Weg von der Schweiz nach Hause einen Museumstag einlegen wollen. Nachdem sie von der Stellplatzwahl in Bad Waldsee auf dem idyllischen Stellplatz Bertsch/Lott noch angetan waren, führte der Ausblick auf ein Museum nicht zu Freudensprüngen. Aber da mussten sie durch und – um es vorweg zu nehmen – sie waren hinterher begeistert!

Stolz thront das schicke Gebäude des Erwin Hymer Museums über Bad Waldsee. Unter der Woche im Herbst war nicht viel los, Parkplätze sind reichlich vorhanden und boten auch unserem 630’er Kastenwagen genügend Fläche. „Wenn nicht hier wo dann?“, denke ich mir, als ich bequem und locker neben anderen Wohnmobilen einparke.

Stolz thront das schicke Gebäude des Erwin Hymer Museums über Bad Waldsee. Unter der Woche im Herbst war nicht viel los, Parkplätze sind reichlich vorhanden und boten auch unserem 630’er Kastenwagen genügend Fläche. „Wenn nicht hier wo dann?“, denke ich mir, als ich bequem und locker neben anderen Wohnmobilen einparke.

Der helle Eingangsbereich des Museums empfängt uns mit einer unaufdringlichen, schön arrangierten Verkaufsfläche, auf der es alles Interessante rund um das Thema Camping zu kaufen gibt. Sofort gehen die ersten Bücher in meinen Besitz über. Mit der Eintrittskarte erhalten wir einen Sticker, der es uns erlaubt, das Museum an diesem Tag so oft wir wollen zu verlassen und wieder zu betreten. Das schicke Restaurant/Café ignorieren wir erst mal und legen los!

Nach dem Betreten wird man von drei Video-Shows begrüßt. Unterschiedliche Campingzielgruppen werden hier beim Beladen des Freizeitfahrzeuges gezeigt. Auch wenn die Videosequenzen so manches Klischee bedienen – so ist es halt beim Camping! Hauptunterschied: die Personen im Video lächeln ununterbrochen … egal ob die Kinder übereinander stolpern, Etwas runterfällt oder eng wird. Gelingt uns nicht immer. Ich nehme mir vor, mir davon eine Scheibe abzuschneiden und gehe weiter.

Die Reiserouten

Das Museum ist thematisch in mehrere „Reiserouten“ gegliedert und gleich am Anfang geht es steil bergauf in die Alpen! Passt, denn seit jeher zog es die Teutonen gen Süden und dabei hat man nun mal die Alpen zu überwinden. Früher eine Herausforderung für die Menschen, war es das dann auch für die ersten motorgetriebenen Fahrzeuge. Leistungsstarke Motoren und Tunnel machen es heute hingegen zum Kinderspiel. Im Museum steigt man bedächtig eine Rampe empor auf der sich allerlei historische Gespanne ihren Weg über die Berge bahnen. Dabei kommt man am ersten Wohnwagen Deutschlands vorbei: dem Dethleffs Wohnauto. Die Exponate hinterlassen bei mir einen gespaltenen Eindruck: auf der einen Seite schmunzelt man manchmal über die Kargheit und die Enge der Gefährte, auf der anderen Seite sieht man auch, dass das Grundkonzept des Wohnwagens eigentlich bis heute unverändert ist. Ich empfinde das als sehr spannend.

Die Kinder haben inzwischen Spaß und laufen die Rampe hoch und freuen sich an den eigentümlichen Gefährten. Neben den Wohnwagen ziehen sie auch die zeitgenössischen Zugfahrzeuge in ihren Bann und möchten am liebsten einsteigen.

Dethleffs „Globetrotter“, Sportberger Landyacht, Schweikert’s Kleiner Strolch und viele Exponate mehr erzählen die Geschichte der Anfänge der Campingkultur mit Wohnwagen und zeigen die Ideen und Ideale ihrer Erbauer. Viele davon prägen den Wohnwagenbau bis heute!

Italien: Traumziel Adria

Wohin kann die Reiseroute führen? Natürlich – nach Italien! Im muschelförmigen Strandpavillon kann man eintauchen in die Welt des Dolce Vitas. Und vor einer virtuellen Fotowand kann man sich mit passenden Accessoires verkleiden und kurz in Welt von Venedig eintauchen. Spätestens jetzt sind die Kinder begeistert!

Die Wohnwagen die ich hier sehe kommen mir bekannt vor! Einige habe ich in meiner Kindheit noch auf der Straße gesehen. Ich rede mir ein, dass ein Wohnwagen ja in der Regel lange genutzt wird und es nicht an meinem Alter liegt. Bekannte und klangvolle Namen tauchen auf: Westfalia, MIKAFA, Borgward Isabella sind nur einige davon. Auch das Wohnmobil kommt jetzt ins Spiel – wenn auch noch als Exot. Das MIKAFA Reisemobil De Luxe ist ein Traumfahrzeug, welches mich schon in einem Bericht fasziniert hat – hier steht es nun live vor mir. Auch der erste Wurf des Eriba Touring (Ur-Troll) steht hier – ein echter Meilenstein der Wohnwagen-Geschichte. Dessen Nachfolger werden heute noch gebaut und wir haben sogar passende Luftvorzelte im Sortiment!

Indien-Route: auf dem Hippie-Trail

Weiter geht es in Richtung Indien! Auch hier wieder ein Pavillon der einen in die turbulente Welt dieses riesigen Landes eintauchen lässt. Auch hier können wir uns – diesmal orientalisch – einkleiden und fotografieren lassen. Welches Freizeitfahrzeug gehört hier hin? Klar, der Bulli!

Aber hier kommt auch mit dem Hymermobil der wohl einschneidenste Entwurf eines Wohnmobils dazu. Wie eine Kombination aus Wohnwagen und LKW verändert er die Caravaning-Welt nachhaltig.

Ostsee-Route: Ein Stück Freiheit am Meer

Die Ostsee-Route zeigt, mit welcher Kreativität in der DDR Wohnwagen konstruiert und gebaut wurden, obwohl alleine die Materialbeschaffung eine ungeheure Herausforderung darstellten. Natürlich darf hier auch das berühmte Autodachzelt von Müller auf dem Trabant nicht fehlen. Hier faszinieren mich aber die Eigenbauten am meisten.

Marokko-Route: Das Tor zur Sahara

Weiter geht es in die Wüste: Marokko als Tor zu einer anderen Kultur und einem anderen Kontinent bekommt auch einen Abschnitt in dem Museum. Auch hier lädt ein Pavillon ein, das Land zu spüren und zu erleben. Bürstner Delphin, Ford Taunus, Schäfer Orion 1 Wohnmobil, Dethleffs Beduin, Tabbert Comtesse, Mitsubishi L33. Mercedes-Benz 200 uvm. begleiten uns auf dem Weg bergab zurück ins Erdgeschoss.

Nordamerika-Route: Das weite Land

Hier kommen wir auf die Nordamerika Route. Auf dem Weg dorthin werden noch die Parallelen zwischen Flugzeugbau und Wohnwagenbau vermittelt – kein Wunder, dass ich mich hier so wohl fühle! Wir können uns als Cowboy und Indianer vor dem Monument Valley fotografieren lassen. Was darf hier nicht fehlen? Klar ein Airstream 31′ Souvereign. Als eines der wenigen Exponate darf man hier eintreten in die Welt des amerikanischen Campings. Davor ein Edsel Ranger – kaum eine Kombination kann den „American Way of Life“ wohl besser darstellen als diese beiden Ikonen des amerikanischen Fahrzeugbaus.

Skandinavien-Route: Ein Wintermärchen im hohen Norden

Auch der Winter lockt mit einem Pavillon und einigen eisigen Exponaten. Schäfer Suleica, Volvo P244, Hymer Hymercamp II begleiten uns auf dem Weg zur Atlantik-Route.

Atlantik-Route: Ein Paradies für Wellenreiter

Hier können wir als Wellenreiter in Foto-Position gehen. NSU Ro 80, Niesmann + Bischoff Clou 570S, VW Bulli T3 und Hymer Hymercar stehen für den Surfer-Lifestyle für den die raue Atlantik-Küste steht.

Am Ende gab es noch einen Ausblick und die Kinder hatten die Möglichkeiten, ihre Zukunftsvision des Caravanings zu skizzieren. Einhorn-Camper und fliegende Elefanten-Wohnwagen zeigten die kindliche Kreativität.

Aus den gemachten Bildern konnten wir am Ende noch eine Postkarte drucken lassen, das haben wir natürlich sofort gemacht. Dafür waren die Bilder einfach zu kreativ!

Man kann der Schilderung – glaube ich – entnehmen: der Besuch hat Spaß gemacht. Nicht nur mir, sondern der ganzen Familie. Für die Pause zwischendurch kann man das Restaurant nur empfehlen. Alles in allem also: ein Besuch der sich wirklich lohnt und den man nur uneingeschränkt empfehlen kann!

P.S.: Was ich auf keinen Fall vergessen darf sind die beiden Spiel-Wohnwagen. In beiden Etagen stehen zum Spielzimmer umgebaute Wohnwagen. Das ist das Highlight für alle Kids!

Marktübersicht 2018: Freistehende Luft-Vorzelte für VW Bus, Campervan, Kastenwagen und Wohnmobil

Marktübersicht 2018: Freistehende Luft-Vorzelte für VW Bus, Campervan, Kastenwagen und Wohnmobil

Bei Wohnwagen sind Vorzelte üblich, bei Wohnmobilen eher nicht da sie die Mobilität deutlich einschränken. Tagesausflüge fallen flach, wenn man jedes Mal das Vorzelt abbauen muss, bevor man mit seinem Fahrzeug den Stellplatz verlässt. Unter Wohnmobilisten hat sich daher die Markise durchgesetzt. Als Schattenspender ist sie schnell aus- und eingekurbelt, vor ein wenig Regen schützt sie auch und wenn das Wetter noch schlechter ist, sitzt man eh drinnen oder fährt weiter.

Dennoch steht bei vielen der Wunsch nach einer festeren Wohnraumerweiterung vor dem Wohnmobil immer höher auf der Wunschliste. Das beginnt bei den Bulli-Campern die den knappen Platz im Bus durch Lebensraum vor dem Wagen erweitern möchten und teilweise sogar Schlafplätze in das Zelt verlegen bis hin zum Liner-fahrer der ebenfalls mal Tische und Stühle vor dem Wagen stehen haben möchte ohne sich bei ein wenig Regen und Wind Gedanken machen zu müssen.

Ein idealer Kompromiss zwischen Mobilität und Vorzelt sind die so genannten freistehenden Luftvorzelte. Sie können – wie normale Reise- und Familienzelte – ohne jegliche Verbindung zum Wohnmobil oder Campingbus aufgebaut werden und werden dann mittels einer so genannten Schleuse mit dem Freizeitfahrzeug verbunden. Entsprechend verfügen sie über eine große Tür. Wird diese geöffnet, so gelangt man durch die Schleuse ins Fahrzeug und wieder zurück. Ist sie geschlossen, so ist das Zelt wind- und regendicht und steht auch ohne Fahrzeug stabil. Dies ist übrigens auch ein Tipp für kühlere Abende: die Rückwand verschließen und im Zelt heizen – funktioniert super und ohne Zugluft!

Wie wird die Schleuse am Fahrzeug befestigt?

  • Kederschiene

    Die Luftvorzelte verfügen in aller Regel über einen 6mm Keder der an die meisten Fahrzeuge passt. Wir empfehlen, einen Kederadapter zu verwenden. Dieser besteht aus einem Kederstück und einem Kunststoffprofil. Dieses kann einfach herausgezogen werden, um Fahrzeug und Zelt zu trennen und wegfahren zu können. Beim Ankoppeln nach der Rückkehr wird es wieder eingezogen. Ein Wegfahren mit dem Einziehen in die Kederschiene am Fahrzeug ist sonst quasi unmöglich.

    Hierbei sollte geprüft werden, welche Kederschiene am Fahrzeug vorhanden ist. Es gibt Schienen mit 4mm oder 6mm Durchmesser, an größeren Wohnmobilen können auch 7,5mm vorhanden sein. Entsprechend kann man den Kederadapter wählen, um eine Differenz auszugleichen.

    Bitte auch beachten: nahezu alle Markisen verfügen über eine Kederschiene. Diese ist manchmal auch in die Blende der Markise integriert. Diese kann für freistehende Luftvorzelte problemlos verwendet werden, da die Last des Zeltes ja freistehend ist und nur die Markise geführt werden muss. Ist eine Thule Fiamma Markise am Fahrzeug montiert ist in der Regel der Absatz eines 4mm auf 6mm Kederadapters notwendig. Sollte keine Kederschiene vorhanden sein, so gibt es einige Möglichkeiten die weiter unten noch beschrieben werden.

  • Dachreling/Klettschlaufen

    Viele Luftvorzelte mit Schleuse verfügen über Klettschlaufen am Ende der Schleuse mit denen die Schleuse an einer Dachreling befestigt werden kann. Dies lässt sich einfach befestigen und wieder lösen und ist natürlich eine einfach und praktische Vorgehensweise wenn es geplant ist, den Stellplatz öfter zu verlassen.

  • Abspannleinen

    An den Ecken der Schleuse befinden sich Befestigungsmöglichkeiten, um eine Abspannleine zu befestigen. Diese können über das Fahrzeug geworfen werden und auf der anderen Seite befestigt werden – entweder mit Heringen oder an den Rädern. Bei dieser Methode ist auf die Dachaufbauten (Satellit, Solar, Aufstelldach) zu achten!

  • Schleusenstange

    Am Ende der Schleuse ist in der Regel ein Schlauch abgenäht in den eine Schleusenstangen eingenäht ist. Diese kann über eine eventuell vorhandene Dachtraufe gehangen werden und dann mit Schellen rechts und links abgespannt werden. Ebenfalls eine schnelle und unkomplizierte Methode, wenn man öfter mit dem Fahrzeug auf Achse gehen möchte.

  • Nichts von alledem: überdachte Verbindung

    Eine Besonderheit bei der Anbindung bildet das Outwell Milestone Pace AIR. Es verfügt nicht über eine dedizierte Schleuse im eigentlichen Sinne, sondern nur um ein abgestrebtes Vordach. Hier kann man einfach an das Fahrzeug heranfahren oder wegfahren ohne irgendwas anbinden zu müssen. Sehr bequem und trotzdem noch ein wenig Wetterschutz – eine ideale Lösung für alle, die das Fahrzeug oft mobil einsetzen möchten.

Schleusenabdichtung gegen das Fahrzeug

Die Schleuse wird gegen das Fahrzeug mittels einem Abspannen nach unten und in der Regel Gummizügen lose abgedichtet. Das ist nicht 100% wetterfest und das ist auch nicht der Ansatz der Schleuse. Es geht eher darum, trockenen Hauptes vom Wohnmobil ins Zelt und zurück zu kommen. Es kann durchaus ein wenig an den Seiten reinziehen oder bei ganz schlechtem Wetter auch mal an der Abspannung zum Fahrzeug hin ein paar Tropfen durchdrücken.

Welche Größe muss ich auswählen?

Die Größe des Zeltes muss man natürlich seinen persönlichen Wünschen und Ansprüchen entsprechend auswählen. Entscheidend für die Auswahl des passenden Zeltes ist die Anbauhöhe. Diese richtet sich nach der Befestigungsart jeweils nach der Höhe der Kederschiene bzw. Markise über dem Boden (Kederbefestigung) oder der Höhe des Fahrzeuges vom Boden bis zum Dach (Klettband, Schleusenstange, Überwurf). Enstprechend gibt es von den Herstellern in der Regel mindestens zwei verfügbare Größen die jeweils ein Höhenband abdeckten. In der Regel eignet sich das Kleinste für VW Bus & Co, das größte für Wohnmobile bis nahezu 3m Höhe.

Die Modelle 2018 in der Übersicht:

Hersteller Modell Anbauhöhe
Doréma Traveller AIR Weathertex Höhe 1 180 – 210cm
Doréma Traveller AIR Weathertex Höhe 2 210 – 240 cm
Doréma Traveller AIR Weathertex Höhe 3 240 – 270 cm
Doréma Traveller AIR Weathertex XL Höhe 1 270 – 300 cm
Doréma Traveller AIR Weathertex XL Höhe 2 300 – 330 cm
Doréma Traveller AIR All Season Höhe 1 180 – 240cm
Doréma Traveller AIR All Season Höhe 2 240 – 280 cm
Doréma Traveller AIR All Season Höhe 3 280 – 320 cm
Kampa Motor Fiesta AIR Pro 350 >>> zum Produkt bis 280 cm
Kampa Motor Rally AIR Pro 330 Driveaway >>> zum Produkt 220 – 300 cm
Kampa Travel Pod Touring Classic AIR VW >>> zum Produkt 180 – 210 cm
Kampa Travel Pod Touring AIR VW 180 – 210 cm
Kampa Travel Pod Touring AIR L 205 – 235 cm
Kampa Travel Pod Touring AIR XL 230 – 295 cm
Kampa Travel Pod Motion AIR VW >>> zum Produkt 180 – 210 cm
Kampa Travel Pod Motion AIR L >>> zum Produkt 205 – 235 cm
Kampa Travel Pod Motion AIR XL >>> zum Produkt 230 – 295 cm
Kampa Travel Pod Action AIR VW 180 – 210 cm
Kampa Travel Pod Action AIR L >>> zum Produkt 205 – 235 cm
Kampa Travel Pod Action AIR XL >>> zum Produkt 230 – 295 cm
Kampa Travel Pod Cross AIR >>> zum Produkt bis 230 cm
Kampa Travel Pod Trip AIR >>> zum Produkt 180 – 210 cm
Outwell Scenic Road 200SA >>> zum Produkt 180 – 205 cm
Outwell Scenic Road 250SA >>> zum Produkt 180 – 205 cm
Outwell Scenic Road 250SA Tall >>> zum Produkt 240 – 290 cm
Outwell Scenic Road 300SA >>> zum Produkt 180 – 205 cm
Outwell Milestone AIR >>> zum Produkt 180 – 205 cm
Outwell Milestone Pro Air >>> zum Produkt 180 – 205 cm
Outwell Milestone Pro Air Tall >>> zum Produkt 240 – 290 cm
Outwell Milestone Pace Air >>> zum Produkt 180 – 205 cm
Vango Idris II Low 180 – 210 cm
Vango Idris II Tall 245 – 290 cm
Vango Kela IV Low >>> zum Produkt 180 – 210 cm
Vango Kela IV Standard >>> zum Produkt 205 – 245 cm
Vango Kela IV Tall >>> zum Produkt 245 – 290 cm
Vango Cruz II Low >>> zum Produkt 180 – 210 cm
Vango Cruz II Tall >>> zum Produkt 245 – 295 cm
Vango Galli II Compact RSV Low >>> zum Produkt 180 – 210 cm
Vango Galli II Campact RSV Tall >>> zum Produkt 245 – 295 cm
Vango Galli II RSV Low >>> zum Produkt 180 – 210 cm
Vango Galli II RSV Tall >>> zum Produkt 245 – 295 cm

Anordnung des Zeltes zum Fahrzeug

Neben der anbauhöhe kann man sich noch Gedanken machen, wie das Zelt denn zum Fahrzeug ausgerichtet sein soll. Die übliche Ausrichtung ist schlauchförmig im rechten Winkel zum Fahrzeug – die Front des Zeltes zeigt also in einem 90 Grad Winkel versetz nach vorne.

In den letzten Jahren hat sich daneben noch eine weitere Ausrichtung etabliert – nämlich parallel zum Fahrzeug. Front des Zeltes und Front des Fahrzeuges zeugen beide in die gleiche Richtung.
Das führt dazu, dass das Zelt die Aufteilung eines klassischen Familienzeltes haben kann mit Schlafkabinen im hinteren Bereich. Die Schleuse ist im Wohnbereich an der Seitenwand. Bei dieser Ausrichtung ist es auch wesentlich einfacher, vom Stellplatz wegzufahren, da Fahrzeug und Zelt ja nebeneinanderstehen und die Ausfahrt nicht durch das eigene Zelt blockiert wird.
Aktuell sind die Modelle Kampa Touring AIR und Kampa Touring Classic AIR sowie Vango Galli II Comapct und Vango Gallo II in den jeweiligen Anbauhöhen verfügbar.

Muss ich eine Kederleiste am Fahrzeug fest montieren, wenn ich den Keder nutzen möchte?

Inzwischen gibt es mehrere Alternativen zur festen Montage einer Kederschiene am Fahrzeug. Hierbei setzt Outwell mit dem Magnet Adapter Set auf einen starken Magneten der auf das Dach gebracht wird und dann einen Keder bietet an dem das Zelt angebunden werden kann. Da der Magnet nur auf Metall haftet, eignet er sich vor allem für VW Bus und Co.
Kampa geht einen etwas anderen Weg und bietet einen Keder der mittels Limpet-System auf dem Dach befestigt wird (Limpet™ Driveaway Fixiersystem), also mittels kleiner Saugnäpfe. Dies setzt eine glatte Dachstruktur voraus, damit die Saugnäpfe auch haften können.

Wohnmobil-Vorzelte ohne Schleuse – gibt es die auch?

Aktuell bietet nur Kampa eine Serie an Luzftvorzelten für Wohnmobile ohne Schleuse an. Diese müssen natürlich abgebaut werden, wenn man das Fahrzeug bewegen möchte. Dennoch ist die Nachfrage groß, denn viele Wohnmobilisten haben die Mobilität am Urlaubsort inzwischen anders gelöst und freuen sich, wenn sie die Bequemlichkeit eines Anbau-Vorzeltes genießen können. Eine Übersicht über diese Modelle findet Ihr hier.

Der korrekte Aufbau eines Kampa Luftvorzeltes

Der korrekte Aufbau eines Kampa Luftvorzeltes

Luftvorzelte sind beliebt und setzen sich auf breiter Front immer mehr durch. Das Hauptargument: der einfache und schnelle Aufbau. Das Argument stimmt auch tatsächlich, aber es gibt einige Dinge zu beachten, wenn man sein Luftvorzelt korrekt aufbauen möchte. Der Hauptunterschied zum Gestänge-Vorzelt: es gibt keine justierbaren Stangen die eine feste Form vorgeben und den Gegebenheiten angepasst werden können! Die Luftschläuche sind flexibel und passen sich an – die formgebenden Elemente befinden sich daher in einem Luftvorzelt an anderer Stelle. Das soll hier am Beispiel der Kampa Zelte mal schrittweise erläutert werden. Grundsätzlich gilt es genauso für Luftvorzelte anderer Hersteller, auch wenn es natürlich einige Kampa-spezifische Feinheiten gibt.

  • Schritt 1: Auspacken und ausrollen des Luftvorzeltes

    Klingt banal, aber damit beginnt es. Darauf achten, dass das Zelt möglichst nicht unterkühlt ist, damit die Fenster beim Ausrollen und aufbauen keinen Schaden nehmen. Hat das Zelt vorher längere Zeit bei Minusgeraden gewartet, dann empfiehlt es sich, es aufzuwärmen.
    Bei dieser Gelegenheit kann mal auch schon mal prüfen, ob die Ablassventile alle zu sind, sonst wird das Pumpen später sehr schweißtreibend.

  • Schritt 2: Einziehen in die Kederschiene

    Dieser Vorgang ist den meisten sicher bekannt und nicht ungewöhnlich. Wir empfehlen, dies mit zwei Personen vorzunehmen: einer der zieht und einer der nachführt. Bitte nur am Dach bzw. dem Keder selber ziehen, nicht am äußeren Schlauch.
    Sollte das Einziehen ungewöhnlich schwer gehen, kann man die Kederleiste mit etwas Silikon-Spray behandeln, um das Einziehen zu vereinfachen.
    Das Zelt an dieser Stelle möglichst so ausrichten, wie es am Ende stehen soll: also darauf achten, dass Tür und Klappen sowie Fenster wie gewünscht passen.

  • Schritt 3: Hinteren Ecken mit Heringen befestigen

    Der nächste Schritt ist wichtig: nicht sofort aufpumpen, sondern jetzt zuerst die hinteren Ecken abspannen. Dabei darauf achten, dass die Rückseiten so befestigt werden, dass sie leicht unter dem Wohnwagen befestigt sind. Das ist nicht so angenehm mit dem Gummihammer den Hering unter dem Wohnwagen einzutreiben, aber es zahlt sich später aus! In diesem Schritt bekommt man die Abdichtung zum Wohnwagen ideal hin – ist das Zelt erst einmal aufgeblasen wird es nie wieder so nah an den Wohnwagen zu bringen sein!
    Ebenso wird hierdurch die Ausrichtung der äußeren Schläuche nach vorne definiert. Diese sind mit einem Band mit der Rückseite verbunden – dadurch ergibt sich die Zelttiefe quasi von alleine.</li

  • Schritt 4: Zelt aufpumpen

    Das Aufpumpen ist selbsterklärend, außer: bitte das eine Aufblasventil benutzen! Es ist einfach zu erkennen, da nur an einem Schlauch zwei Ventile sind. Von den beiden ist es das obere. Das aufpumpen über die Ablassventile ist möglich, aber mangels Rückschlagventil sehr mühsam. Beim Aufpumpen auf den korrekten Druck von 9-11psi (0,62 – 0,76 bar) achten.

  • Schritt 5: Vordere Ecken befestigen

    Nun kommen die vorderen Ecken an die Reihe. An dieser Stelle müssen alle Front- und Seitenelemente eingebaut und alle Reißverschlüsse geschlossen sein. Die vorderen Ecken müssen in einer Flucht mit den hinteren Ecken befestigten werden, damit die Seitenwände des Zeltes einen 90 Grad Winkel zum Wohnwagen bilden. Die Ecken müssen so befestigt werden, dass die Seiten und die Front gespannt sind.
    Hierbei kommen die Bänder am Boden ins Spiel – normalerweise sind sie jetzt gespannt. Dies kann allerdings je nach Geländegegebenheiten mal nicht der Fall sein, Auf jeden Fall können die Eck-Frontschläuche durch dieses Band nicht zu weit vom Wohnwagen wegstehen.
    Sollte der Winkel zwischen Zelt und Wohnwagen an dieser Stelle nicht 90 Grad betragen, so müssen unter Umständen auch die hinteren Ecken unter dem Wohnwagen noch mal justiert werden.

  • Schritt 6: Frontschürzen Befestigung

    Dieser Punkt heißt im englischen „Skirt Pegging Points“ was man meines Erachtens kaum übersetzen kann. Vielleicht am ehesten eben mit Befestigung der Frontschürzen. Wer das Zelt schon mal aufgebaut hat, wird sich eventuell über die schwarzen Bodenschürzen innen an der Frontseite wundern die zwischen den Luftschläuchen laufen und zu den Außenseiten hin eine Art Dreieck bilden. Auf diesen sitzen die Hauptschläuche auf und verbinden diese miteinander. Verfolgt man nun die hintere Kante dieser Schürzen nach außen, so findet man den dreieckigen Befestigungspunkt. Wenn man diesen nun soweit wie möglich nach außen zieht, bringt man nun die mittleren Schläuche in die richtige Position. Da dieser Punkt so wichtig ist, wird er ab dem Modelljahr 2018 bei den Wohnwagenvorzelten mit blauem Band markiert. Bei den Wohnmobilzelten wird dies wohl im Laufe der Saison passieren.

    Dies ist meines Erachtens einer der am wenigsten beachteten Punkte – auch weil es aus der Anleitung kaum hervorgeht. Gerade beim Rally AIR Pro steht dann der mittlere Schlauch nach vorne und das Zelt ist „außer Form“. Dies hat Auswirkungen auf das Verhalten bei Wind und Regen und der Teppich wird am Ende nicht passen. Es sollte also schon drauf geachtet werden, dass diese Punkte abgespannt werden.

  • Schritt 7: Abspannen rundherum

    Nun folgen die Abspannungen am Zeltboden rundherum. Alle Reißverschlüsse sollten dabei über Kreuz abgespannt werden, um die Reißverschlüsse zu entlasten und um die Zeltwände gegenseitig zu straffen. Seit dem Modelljahr 2016 sind die Abspannpunkte, die über Kreuz abgespannt werden sollen auch so angebracht, dass sie einen Winkel vorgeben.

  • Schritt 8: Abspannleinen

    Nun kommen die Abspannleinen mit dem Quick Pitch System im vorderen Bereich des Zeltes (bei Frontier und Rally Plus auch an den Anbauelementen hinten). Diese werden an der Front nach vorne abgespannt und an den Ecken im 45 Grad Winkel. Dies wird auch oft nicht beachtet, dabei kann auch hier einfach dem vorgegebenen Winkel der Abspannungen am Zelt folgen und es passt.
    Die Quick Pitch Leinen einfach komplett entspannen und unten an der Schlaufe befestigen und dann wieder strammziehen. Hierbei nicht zu stark ziehen, damit die Luftschläuche des Zeltes nicht aus der Form gezogen werden.

Wenn man diese Punkte beachtet, dann wird das Zelt perfekt stehen und die Teppiche werden passen. Natürlich muss man persönlich entscheiden, wie intensiv man den Aufbau vornimmt – auch ich „übertreibe“ es an dieser Stelle nicht, wenn ich übers Wochenende bei schönem Wetter unterwegs bin. Verlasse ich aber den Campingplatz auch mal für längere Zeit oder bleiben wir länger stehen beachte ich die Aufbaureihenfolge sehr genau, denn nur so bietet das Zelt die beste Stabilität bei Sturm und Regen und es sieht so einfach am besten aus!

Wolf-Steffen Schau

Wolf-Steffen Schau

doorout.com

 

Geprägt durch frühkindliche Campingerfahrung in Zelt und Wohnwagen, dennoch kam der Rückfall spät und überraschend. Hat den Hang, sich in Dinge hinein zu steigern und dabei einen regelrechten Wahn zu entwickeln. Liest seit 3 Jahren durchschnittlich 5 Camping-Fachzeitschriften pro Monat und würde am liebsten alles an den Wohnwagen schrauben, was ihm in den Sinn kommt. Wird hierbei nur vom zulässigen Gesamtgewicht und dem Budget gebremst – aber natürlich von der neuen AL-KO AAA Premium Brake!