Outwell Luftvorzelte Neuigkeiten 2019

Outwell Luftvorzelte Neuigkeiten 2019

Natürlich hat auch Outwell einige Neuigkeiten auf dem Caravan Salon in Düsseldorf im Gepäck. Die größte Besonderheit ist sicher das neue Ripple Motor Luftvorzelt für Wohnmobile. Dazu aber später mehr.

Neuigkeiten bei den Wohnwagen Luftvorzelten

Das neue Reed 350SA ersetzt die Amber Zelte. Wie der Vorgänger hat es ebenfalls ein Sonnendach mit einer stattlichen Tiefe von 60cm. Dieses praktische Vordach ermöglicht beispielsweise ein Lüften auch bei Regen, da die Fenster dann vorm Regen geschützt sind. Ebenso bietet es ausreichend Tiefe für ein schattiges Plätzchen. Da es aber manchmal auf den Stellplätzen ein wenig eng werden kann, kann das Vordach beim Reed 350 SA per Reißverschluss abgetrennt werden, ohne dass die Zeltfunktion beeinträchtigt ist.

Zum Lieferumfang des Reed 350SA gehört außerdem ein Anbau. Die Besonderheit dieses Anbaus ist die Höhe: Ich kann mit einer Größe von 1,90m bequem im Anbau stehen. Da er in einen zusätzlichen Reißverschluss eingezogen wird, kann die Zwischenwand weiter genutzt werden. Natürlich kann sie auch entfernt werden, um das Raumgefühl insgesamt zu vergrößern. Der Anbau kann dabei wahlweise rechts oder links angebaut werden oder eben auch komplett weggelassen werden. Mit einem Luftschlauch am Ende und einer guten Abspannung verzichtet er komplett auf Stangen.

Die Zelttiefe wurde im Vergleich zum Amber ebenfalls reduziert, ist aber mit 2,75m immer noch üppig. Gleichzeitig erhöhen sich aber die Chancen, dass Zelt und Vordach auf den Stellplatz passen. Die Breite des Zeltes ist 3,50m und nimmt durch die leicht schräg gestellten Seitenwände nach oben leicht ab – so werden für dieses Zelt nur 2,70m gerade Kederleiste benötigt – insgesamt ein sehr spannendes Konzept! So kann ich selbst mit kleinen Wohnwägen ein geräumiges Vorzelt mit einer Gesamtbreite von 5,30m erhalten und dabei die Flexibilität eines fast raumhohen Anbaus genießen!

Das Erfolgsmodell Tide ist weiterhin im Sortiment und mit Tide 320SA, Tide 380SA, Tide 440SA und Tide 500SA auch in vielen Größen erhältlich.

Auch die Modelle mit einer Tiefe von 2,50m sind noch im Sortiment: das Ripple 320SA, Ripple 380SA und Ripple 440SA stehen zur Auswahl. Auch die Anbauten (Schlaf- und Küchenanbau) sind für beide Zelte erhältlich.

Deutliche Veränderungen hat es bei den Einsteigerzelten gegeben. Die Kombination Luftschläuche und Stangen im Dach hat sich nicht durchgesetzt. An diese Stelle treten jetzt die Modelle Cove 340A und Cove 400A. Mit einer Tiefe von 2,50m handelt es sich um echtes leichtes Reisezelt. Auch diese Zelte mit dem leichten Gewicht und dem günstigen Preis verfügen über das stangenfreie Andrucksystem und die Möglichkeit Höhenunterschiede an der Front durch das Einschieben der Höhenausgleichskeile auszugleichen.

Mit dem Bay 320A und Bay 380A sind zwei weitere Modelle im Angebot die sich mit einer Tiefe von 2,50m und ebenfalls dem leichten Material Outtex Peak besonders für reisefreudige Camper eignen. Die drei Luftschläuche sind hier getrennt voneinander aufblasbar. Für die Bay Vorzelte steht ebenfalls ein Schlafanbau als Ergänzung zur Verfügung.

Neuigkeiten bei den Wohnmobil- und Bus-Vorzelten

Ganz neu im Sortiment sind die Wohnmobil-Vorzelte ohne Schleuse. Ein Marktsegment in dem Kampa bisher der uneingeschränkte Platzhirsch ist. Outwell geht dabei mit zwei Modellen an den Start die auf dem Ripple basieren: dem Ripple Motor 380SA und das Ripple Motor 440SA. Dabei werden zwei Breiten angeboten: 3,80m und 4,40m. Auch hier werden zwei Anbauhöhen verfügbar sein: Größe M von 245 bis 265cm und Größe L von 265 bis 285cm.

Die Wohnmobil-Vorzelte verfügen über einen Doppelkeder und sind so für den Einzug in nahezu alle auf dem Markt verfügbaren Markisen geeignet. Beide Modelle lassen sich über ein zentrales Ventil aufblasen. Die Abdichtung zum Wohnmobil erfolgt über Andruckstangen. In die oberen Enden der Luftschläuche können Polster in dafür vorgesehene Taschen eingeschoben werden, um den Abstand zur Wohnmobilwand zu überbrücken.

Ein echtes Highlight der Wohnmobil-Zelte sind auch die schrägen Seitenwände, denn sie erlauben auch hier die Nutzung größerer Zelte an entsprechend kleineren Markisen. Hierbei ist es sogar noch so, dass die Länge der Markise mit zunehmender Anbauhöhe abnehmen kann. So werden für die Anbauhöhe „M“ (245-265 cm) beim Ripple Motor 380SA nur 315cm gerade Kederschiene benötigt, beim Ripple Motor 440SA nur 375cm, für die Anbauhöhe „L“ (265-285 cm) beim Ripple Motor 380SA nur 310cm, beim Ripple Motor 440SA nur 370cm. So kann ein am Boden 440cm breites Zelt bequem an einer 4m Markise befestigt werden und ein 3,80m breites Zelt bequem an einer 3,50m Markise.

Beide Zelte können auch an den Bürstner „Plus“ Wohnwägen mit Hubbett verwendet werden („Averso Plus“ und „Premio Plus“). Auch in diesem Bereich eine interessante Alternative.

Im Bereich der Busvorzelte hat Outwell das Sortiment im letzten Jahr runderneuert – so gibt es hier im Modelljahr 2019 wenig Änderungen. Neu hinzu gekommen ist das Outwell Milestone Nap Air. Damit hat auch Outwell wieder ein Busvorzelt im Sortiment welches parallel zum Fahrzeug steht. Die Anbindung an das Fahrzeug erfolgt dabei über ein kleines Vordach welches auf beiden Zeltseiten zur Verfügung steht. Ebenso ist ein Schlafzelt mit bis zu 4 Schlafplätzen integriert.

Nach dem großen Rundumschlag im letzten Jahr erneuert Outwell das Produktportfolio in diesem Jahr auf der Basis der Erfahrungen nach der Markteinführung und das sehr gelungen – wie ich finde! Zum einen das Reed 350SA als spannende Kombination mit hoher Flexibilität durch den variablen Anbau und das variable Vordach. Zum anderen sind die Anbauvorzelte für Wohnmobile in der klassischen Form ohne Schleuse sehr gefragt. Weitere Modelle in hochwertigem 300D Material waren überfällig, um dem Wohnmobilisten mehr Auswahl zu bieten.

Wolf-Steffen Schau

Wolf-Steffen Schau

doorout.com

Geprägt durch frühkindliche Campingerfahrung in Zelt und Wohnwagen, dennoch kam der Rückfall spät und überraschend. Hat den Hang, sich in Dinge hinein zu steigern und dabei einen regelrechten Wahn zu entwickeln. Liest seit 3 Jahren durchschnittlich 5 Camping-Fachzeitschriften pro Monat und würde am liebsten alles an den Wohnwagen schrauben, was ihm in den Sinn kommt. Wird hierbei nur vom zulässigen Gesamtgewicht und dem Budget gebremst – aber natürlich von der neuen AL-KO AAA Premium Brake!
Caravan Salon Düsseldorf – Messerundgang Volleinzugs-Luftvorzelt

Caravan Salon Düsseldorf – Messerundgang Volleinzugs-Luftvorzelt

Wer auf dem Caravan Salon in Düsseldorf ein Luftvorzelt zum Volleinzug sucht, hat mehrere Optionen. Machen wir mal einen Rundgang auf der Suche nach einem Volleinzugszelt.
Wohnwagen: Knaus Südwind 550 FSK, Baujahr 2012, Umlaufmaß 989cm

Bei Doréma (Halle 14 / A03-01 – A03-02) haben wir das Horizon Air und das Maribor Air (>>> zum Shop) zur Auswahl. Beide Zelte haben einen ähnlichen Schnitt, sind 240cm tief. Das bekannte Maribor Air ist aus Ten Cate All Season Traveller Material gefertigt und damit UV beständig und verhindert Schwitzwasserbildung. Das Horizon Air ist aus DormaTex Material gefertigt und noch hochwertiger als das Material des Maribor Air. Das Gewebe ist aus Polyester und PVA (Polyvinylalkohol) gefertigt und ein echtes Dauercampergewebe. Die Ausstattung des Horizon Air unterscheidet sich ebenfalls leicht vom Maribor Air: so hat es austauschbare Vorderwandelemente, doppelten Faulstreifen und abgedeckte Reißverschlüsse. Im Vorderwandelement ist die so genannte Doréma Doppeltür-Variante vorhanden – ich kann also zwischen hochrollbarer und Stallbogentür wählen.

In Frage kommen also:

  • Doréma Horizon Air, Gr. 14 für 2.279 EUR
  • Doréma Maribor Air, Gr. 14 für 1.779 EUR

Bei Herzog (Halle 14 / C55) ist dieses Jah das Bora Evo Air ausgestellt. Auch dieses ist in Größe 14 erhältlich. Herzog verwendet Airtex Gewebe, also auch ein hochwertiges Kunststoff-Gewebe welches eine lange Nutzung ohne Ausbleichen ermöglichen sollte. Vorder- und Seitenwände sind herausnehmbar, in den Seitenfenstern sind Moskitonetze vorhanden. Das Zelt verfügt ebenfalls über eine Hochentlüftung mit Wetterschutzhaube. Die Zelttiefe beträgt 260cm in der Mitte und fällt zu den Seiten auf 240cm ab.

Die Option wäre also:

  • Herzog Bora Evo Air, Gr. 8 für 2.185 EUR

Neu im Rennen ist auf jeden Fall Westfield (Halle 14 C46-01 – C46-02) mit den von WIGO entwickelten Zelten. Als Volleinzugs-Vorzelt kommt hier das Pluto zum Einsatz – die für uns passende Größe wäre die Gr. 9. Das Pluto ist aus einem gänzlich neuen Material „HydroTech“ hergestellt. Es handelt sich um ein Poyester das innen und außen (!) mit PU beschichtet ist. Die äußere Beschichtung ist dabei nur in einer speziellen Form dauerhaft möglich – schützt das Material aber nachhaltig gegen UV Einflüsse. Wie die anderen Kandidaten auch lässt es sich über einen zentralen Aufblaspunkt aufblasen. Die Seitenteile verfügen über Tür und Fenster mit Fliegengittern und können herausgenommen werden. Das Zelt ist 250 cm Tief.

Die Option wäre also:

  • Westfield Pluto, Gr. 9 für 1.999 EUR

Die Entscheidung:
Wow – wer die Wahl hat, hat die Qual! Was würde ich machen? Da wir das Zelt nie länger als 2 Wochen am Stück aufbauen sollte die Materialqualität aller Kandidaten für viele Jahre unbeschwerten Urlaub reichen. Ich würde also eine Entscheidung zwischen Doréma Maribor Air, Herzog Bora Evo Air und Westfield Pluto treffen. Preislich würde ich hier zwischen Westfield und Doréma entscheiden. Die letzte Wahl würde ich vom persönlichen Geschmack abhängig machen – was gefällt mir besser? Was passt besser zu uns? Auf dem Caravan Salon hat man die Möglichkeit, in beide Zelte reinzugehen und einfach zu spüren, was passt.
Bei längeren Standzeiten oder Saison-Einsatz wäre das Doréma Horizon Air meine Wahl – besseres Material und Volleinzugs-Luftvorzelt gibt es derzeit wohl nicht auf dem Markt!

In der Auflistung fehlt das Sunncamp aus England – dies wird derzeit von keinem Anbieter in Deutschland direkt vertrieben. Ich bin auch nicht sicher, ob ein Standard-Polyster-Zelt im Volleinzug wirklich sinnvoll ist – aber wir sind dran!

Bei Fragen zu den Zelten meldet Euch gerne unter luftvorzelt@doorout.com!

Übersicht über die verfügbaren Größen:

Doréma Maribor AIR und Horizon AIR:
775 – 800 = Größe 6
800 – 825 = Größe 7
825 – 850 = Größe 8
850 – 875 = Größe 9
875 – 900 = Größe 10
900 – 925 = Größe 11
925 – 950 = Größe 12
950 – 975 = Größe 13
975 – 1.000 = Größe 14
1.000 – 1.025 = Größe 15
1.025 – 1.050 = Größe 16
1.050 – 1.075 = Größe 17
1.075 – 1.100 = Größe 18
1.100 – 1.125 = Größe 19
1.125 – 1.150 = Größe 20
1.150 – 1.175 = Größe 21
1.175 – 1.200 = Größe 22

Herzog Bora Evo Air:
830 – 870 = Größe 05
871 – 910 = Größe 06
911 – 950 = Größe 07
951 – 990 = Größe 08
991 – 1.030 = Größe 09

Westfield Pluto:
945 – 980 = Größe 8
981 – 1.015 = Größe 9
1.016 – 1.050 = Größe 10

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Wolf-Steffen Schau

Wolf-Steffen Schau

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Geprägt durch frühkindliche Campingerfahrung in Zelt und Wohnwagen, dennoch kam der Rückfall spät und überraschend. Hat den Hang, sich in Dinge hinein zu steigern und dabei einen regelrechten Wahn zu entwickeln. Liest seit 3 Jahren durchschnittlich 5 Camping-Fachzeitschriften pro Monat und würde am liebsten alles an den Wohnwagen schrauben, was ihm in den Sinn kommt. Wird hierbei nur vom zulässigen Gesamtgewicht und dem Budget gebremst – aber natürlich von der neuen AL-KO AAA Premium Brake!

Vango Wohnwagen-Luftvorzelte – Neuigkeiten in der Saison 2019

Vango Wohnwagen-Luftvorzelte – Neuigkeiten in der Saison 2019

Vango, der schottische Outdoor Spezialist, bringt im Bereich der Wohnwagenvorzelte eine wahre Flut an Neuerungen. Deswegen lohnt es sich für das Modelljahr 2019 auch, den Wohnwagenbereich getrennt von den Wohnmobilen zu betrachten! Schön der Reihe nach beginnen wir mit den Änderungen, die alle Vorzelte betreffen.

Neues für alle Luftvorzelte

Stangenloses Andrucksystem

Outwell hat letztes Jahr vorgelegt und Vango zieht dieses Jahr nach und bietet ebenfalls ein System zum Abdichten der Teilzelte gegen den Wohnwagen an, bei dem keine Stangen mehr benötigt werden.

Dies wird über ein Schaumstoffpolster und einen Spanngurt gewährleistet. Dieser Spanngurt wird in der unteren Kederleiste des Wohnwagens eingezogen und dann gespannt.

Durch zusätzliche Dreiecke können dabei Unebenheiten ausgeglichen und so beispielsweise Fenster zusätzlich abgedichtet werden. Ein spannender Ansatz der ein Abspannen des Gurtes unter dem Wohnwagen mit Heringen unnötig macht.

Ich bin sehr gespannt, wie es sich im praktischen Einsatz bewähren wird!

Verbesserte UV-Beständigkeit

Hier wird es spannend – denn die UV-Beständigkeit war eines der meist diskutierten Themen im Jahr 2018. An dieser Stelle wird es aber auch kompliziert, denn Vango beschreitet zwei Wege um die Haltbarkeit unter Sonneneinstrahlung zu verbessern.
Zum einen wurde das bisherige PU-beschichtete Polyster-Material signifikant verbessert und weist nun durch die ColourLok(TM) Ausrüstung eine um 50% verbesserte Beständigkeit gegen UV-Strahlung auf. Dies ist besonders interessant, da die Qualitäten des Polyster Materials (geringes Gewicht, schnelles trocknen und hohe Robustheit) unverändert erhalten bleiben!
Zum anderen erweitert Vango das Sortiment um Luftvorzelte aus hoch UV-beständigen Material. Das Material wurde in Zusammenarbeit mit TenCate speziell für Vango entwickelt und gefertigt („Sentinel Tencate Residental“). Es weist neben einer enorm hohen UV-Stabilität noch eine echte Atmungsaktivität auf und reduziert so die Schwitzwasserbildung. Diese Zelte sind materialseitig auf sehr hohem Niveau und eignen sich auch für längere Einsätze. Das Basismaterial ist dabei auch Polyester in einer Mischung mit PVA (Polyvinylalkohol), einem thermoplastischen Kunststoff. Für die UV-Beständigkeit sorgt die mikroporöse Acrylat-Beschichtung auf der Außenseite des Zeltes. Die mikroporöse Eigenschaft sichert dabei übrigens, dass die Feuchtigkeit aus dem Inneren das Zelt verlassen kann, Wasser jedoch nicht von Außen eindringen kann.

Echte Atmungsaktivität mit Baumwollmischgewebe

Mit dem Sentinel Signature schafft Vango etwas derzeit Einzigartiges auf den Markt zu bringen: ein Baumwoll-Mischgewebe-Luftvorzelt für den Wohnwagen für den Massenmarkt. Wer das Klima in einem Mischgewebe-Vorzelt mal erlebt hat, wird es nicht mehr missen wollen! Die atmungsaktive Außenhaut bietet ein unvergleichliches Klima im Zelt.

Die Modelle

Die Modelle Rapide, Braemar, Sonoma treten jetzt in der dritten Generation an und wurden in vielen Details verbessert. Neben dem Abspannsystem und der verbesserten UV-Beständigkeit durch ColourLok verfügen die Zelte über das bekannte SkyTrack II System für zahlreiche Erweiterungsmöglichkeiten. Ebenfalls weiterhin im Sortiment sind die Erfolgsmodelle Varkala und Varkala Connect.

Ein besonderes Highlight beim Varkala Connect ist der neue Anbau „Porch“. Dieser kann – wie die bekannten Anbauten auch – optional angebaut werden. Er ist jedoch nicht verschlossen, sondern bietet so zu sagen ein seitliches Vordach – ideal zum Abstellen von Schuhen und anderen Dingen. Ein großzügig überdachter Eingang.
Weiterhin ist nun auch ein Sonnensegel („Sun Canopy“) für das Varkala Connect erhältlich. Durch die klassischen Anbauten („Sun Room“) und die Schlafzelte sowie den Schlafanbau kann das Zelt fast beliebig konfiguriert werden – wobei es dann immer noch an die jeweilige Aufbausituation angepasst werden kann. Viel mehr Möglichkeiten gibt es derzeit mit keinem anderen Luftvorzelt. Alleine aus den verfügbaren Optionen lassen sich bei diesem Vorzelt über 1.000 verschiedene Konfigurationen zusammenstellen!

Ganz neu im Sortiment ist das Montelena 400 Luftvorzelt aus Sentinel Luxe Material. Das Material glänzt durch die hohe Stabilität und dem doppelt gewebten „Rip-Stop“. Auch hier wurde die UV-Beständigkeit signifikant verbessert. Das Zelt orientiert sich dabei in der Formgebung an der „klassischen“ Vorzeltform mit Giebel. Es verfügt ebenso über ein kleines Vordach welches vor Regen schützt und so ein Lüften auch bei schlechtem Wetter erlaubt. Das Zelt kann mit einem Schlafanbau erweitert werden. Als vollständig neu entwickeltes Modell deckt es eine Anbauhöhe von 235-255cm ab und eignet sich so auch für Wohnwagen mit einer Kederschiene auf oder knapp über 2,50m Höhe.

Weiter im Sortiment bleibt das beliebte Kalari – nun in der Version III. Nach wie vor gibt es die Breiten 380, 420 und 520cm bei einer Tiefe von 320cm. Natürlich sind auch hier alle allgemeinen Verbesserungen vorgenommen worden. Durch die große Tiefe nach wie vor eines der Vorzelte am Markt mit dem besten Raumgefühl.

Das neue Modell Somerby ist aus dem oben erläuterten Baumwoll-Mischgewebe. Das Zelt gibt es in den Breiten 350 und 420 bei einer Tiefe von 250cm. Die Anbauhöhe beträgt 235-250cm. Bei diesem Zelt bin ich auf den ersten Live-Test gespannt! Wie macht sich das Raumklima bei einem Wohnwagen-Vorzelt im Alltag bemerkbar? Ich freue mich schon auf das nächste Frühjahr!

Kommen wir nun zu den Vorzelten aus TenCate Gewebe. Zum einen das Vienna 400 in der eher klassischen Optik – vergleichbar mit dem Montelena. Ein sehr schickes und hochwertiges Zelt, welches alle Freunde der klassischen Vorzeltform ansprechen dürfte. Durch das Material ist es auch für längere Reisen und sogar Saisonaufbauten geeignet. Durch die Atmungsaktivität des Materials und die zusätzlichen Lüftungsmöglichkeiten im Giebel ist die Schwitzwasserbildung stark verringert und wird im Campingalltag kaum noch spürbar sein. Das Zelt ist eine wirklich tolle neue Variante auf dem Markt die – durch die moderne Farbgebung – auch noch äußerst attraktiv daher kommt.
Auch jemandem dem die klassische Vorzeltform nicht so zusagt muss nicht auf das hochwertige Material verzichten!

Das ebenfalls neue Florence 420 bietet eine Optik in Anlehnung an das Kalari III jedoch in dem hochwertigen Sentinel Tencate Residental Material. Ergänzt wird es noch um kleine Vordächer über dem rechten und linken Frontfenster. Die Breite beträgt 420cm und die Tiefe enorme 320cm. Ein großes Zelt, tolle Optik und hochwertiges Material. Damit reagiert das Zelt auf viele Anforderungen, gerade von den deutschen Kunden und ich bin gespannt, wie es im Markt ankommen wird!

Wow – damit ist der Regen der Neuheiten erstmal vorgestellt und es ist wirklich reichlich dabei! Die Auswahl wird für den Kunden immer größer und deckt eben auch völlig andere Ansprüche ab. Dadurch wird die Luftgestänge-Technik für immer mehr Kunden interessant!

Das Zubehör steht natürlich weiterhin in großer Auswahl zur Verfügung und erlaubt es, dass Zelt den eigenen Ansprüchen anzupassen. Verkannt wird meines Erachtens das Sky Track II System, das es jedem Kunden ermöglicht, eigene Lampen oder Organizer im Zelt zu befestigen.

Unverändert bei Vango: alles was man für den Urlaub braucht, ist beim Zelt dabei! Neben dem Zelt sind immer Heringe, Packsack, Heringhammer, Windschürze, Radblende und Pumpe im Lieferumfang enthalten. Die Windschürze ist aus hochwertigem PVC und die Heringe sind gute Stahlstifte mit denen man auf vielen Campingplätzen sehr gut arbeiten kann.

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Wolf-Steffen Schau

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Geprägt durch frühkindliche Campingerfahrung in Zelt und Wohnwagen, dennoch kam der Rückfall spät und überraschend. Hat den Hang, sich in Dinge hinein zu steigern und dabei einen regelrechten Wahn zu entwickeln. Liest seit 3 Jahren durchschnittlich 5 Camping-Fachzeitschriften pro Monat und würde am liebsten alles an den Wohnwagen schrauben, was ihm in den Sinn kommt. Wird hierbei nur vom zulässigen Gesamtgewicht und dem Budget gebremst – aber natürlich von der neuen AL-KO AAA Premium Brake!
Kampa Luftvorzelte – Neuigkeiten in der Saison 2019

Kampa Luftvorzelte – Neuigkeiten in der Saison 2019

Kampa ist sicherlich bis dato der erfolgreichste Anbieter für Luftvorzelte auf dem deutschen Markt und besticht durch die vielen Innovationen. Dennoch wird Kampa nicht müde, die Produkte zu optimieren um den Anforderungen des Markets gerecht zu werden. Für das Modelljahr 2018 wurde das Portfolio der Wohnwagen-Vorzelte grundlegend überarbeitet und in 2019 geht es munter weiter mit vielen wirklich spannenden Produktentwicklungen!

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Übergreifende Änderungen

Bei allen Kampa Luftvorzelten wird das Design der Gardinen in 2019 überarbeitet. Statt dem reinen weiß sind die Gardinen nun leicht cremefarben und mit einem dezenten Muster versehen.

Im Bereich der Wohnmobil-Vorzelte erhält nun auch die doppelte Dachneigung Einzug – was zu mehr Stehhöhe im Eingangsbereich führt. Ebenso sind die bereits von den Wohnwagen-Vorzelten bekannten Änderungen umgesetzt: größerer Schlauchdurchmesser, dickere Fenster, Innenhimmel zum Abschatten der Oberlichter etc.

Im Bereich des Materials gibt es nun mehr Modelle mit dem in 2018 erstmals vorgestellten „All Season Material“. Dieses Material zeichnet sich durch eine deutlich höhere UV-Beständigkeit und reduzierte Schwitzwasserbildung aus. Die neuen Zelte sind dabei nicht als Saisonvorzelte ausgestattet, sondern typische Reisevorzelte – also quasi hohe Haltbarkeit kombiniert mit reisetauglicher Einfachheit und geringem Gewicht.

Nicht mehr im Angebot sind die Kampa Fiesta AIR Pro Modelle, die Classic AIR Serie und das Motor Ace AIR 400 Pro. Ansonsten sind alle Modelle weiter verfügbar, viele Modellreihen ergänzt worden und mit der Club AIR Serie hält eine komplett neue Reihe Einzug in das Portfolio des Branchenprimus aus England.

Wohnmobil-Luftvorzelte von Kampa

Auch bei den Wohnmobil-Zelten hat Kampa einiges geändert. Wie eingangs bereits erwähnt sind viele Änderungen nun nachgezogen, die letztes Jahr bei den Wohnwagen-Vorzelten gemacht wurden. Aber auch am Produktportfolio wurde einiges geändert und natürlich sind spannende Sachen dabei!

Anbau Wohnmobil-Luftvorzelte (ohne Schleuse)

Modellübergreifende Änderungen

Die modellübergreifenden Änderungen betreffen die Modelle mit Weathershield PRO Material (Motor Rally AIR Pro). Hier weisen die Schläuche nun auch einen größeren Durchmesser auf. Die Scheiben sind 20% dicker als im Vorjahr und eines der Seitenfenster hat Fliegengitter und kann so zum Lüften geöffnet werden. Die Zelte haben eine doppelte Dachneigung und damit mehr Stehhöhe im Eingangsbereich. Im Bereich des Zubehörs haben sich die Innenhimmel verändert die nun auch über die Oberlichter gezogen werden können und so für Schatten sorgen können.

Modellspezifische Änderungen und neue Kampa Luftvorzelte für Wohnmobile

Signifikanteste Änderung im Modellspektrum der Wohnmobil-Vorzelte ist sicher der Wegfall des Kampa Motor Ace AIR 400 Pro, mit dem bekannten Weathershield Pro Material. Dieses wird aber ersetzt durch ein Modell aus dem UV-beständigen All Season Material, dem Kampa Motor Ace AIR 400 All Season. Entgegen dem Wohnwagen Vorzelt Ace AIR 400 All Season ist es aber als Reisvorzelt ausgelegt und hat keine Fensterläden, kein Vordach und keinen doppelten Faulstreifen. Dadurch dürfte sich die Gewichtsdifferenz auch im Rahmen halten. Das Zelt ist eine sehr interessante Option für alle Wohnmobilisten, die beispielsweise in Spanien überwintern und eine UV-beständige Option suchen. Das Zelt wird in den Anbauhöhen S, L, XL, XXL erhältlich sein und sind somit für Wohnmobile mit einer Anbauhöhe bis zu 2,95m geeignet. Auch für Wohnwagen stellt es eine interessante Option dar – in der „S“ Variante mit einer Anbauhöhe von 2,35 bis 2,50m und in einer Anbauhöhe „L“ für Wohnwagen mit einer Höhe der Kederschiene von mehr als 2,50m. Für das Luftvorzelt kann ebenfalls ein Sonnensegel verwendet werden.

Neu ist das Kampa Motor Grande AIR Pro 390. Wie im Wohnwagenbereich ist das Luftvorzelt 3,90m breit und 3m tief – und das über die gesamte Breite. Die gerade Frontwand ermöglicht die Nutzung der kompletten Tiefe. Das Motor Grande ist ebenfalls in den Höhen S, L, XL, XXL erhältlich. Zusätzlich auch noch in der Anbauhöhe XXXL: mit einer maximalen Anbauhöhe von 3,10m stößt es damit schon in Regionen vor, mit denen es an die großen Liner passt. Natürlich ist die Anbauhöhe „L“ auch eine Option für die Wohnwägen mit einer Kederschienenhöhe von mehr als 2,50m und bestimmt auch eine Option für die beliebten Wohnwägen der Bürstner Averso Plus und Premio Plus. Das Vorzelt ersetzt das Kampa Motor Rally AIR Pro 390 in einer Tiefe von 2,50m welches in der Saison 2018 wieder im Sortiment war.

Die Kampa Motor Rally AIR Pro 260 und Kampa Motor Rally AIR Pro 330 Zelte bleiben unverändert in den Größen S, L, XL und XXL erhältlich und sind somit für Wohnmobile mit einer Anbauhöhe von bis zu 2,95m geeignet. Natürlich gelten alle oben genannten allgemeinen Änderungen auch für diese Zelte.

Kampa Driveaway-Luftvorzelte (mit Schleuse)

Letzte Jahr wurde das Kampa Motor Rally AIR Pro 330 Driveaway mit sehr viel Erfolg eingeführt. Die Nachfrage nach dem freistehenden Vorzelt in der klassischen Optik war so groß, dass es über Wochen hinweg ausverkauft war. Folgerichtig wurde das Angebot in diesem Bereich deutlich erweitert und mit dem Kampa Motor Rally AIR Pro 390 Driveaway noch ein großer Bruder an die Seite gestellt. Die Zelte weisen nicht die typische „Tunnel-Optik“ auf, sondern wirken wie die bekannten Anbau-Vorzelte. Dennoch können sie stehen bleiben, wenn man mit dem Wohnmobil mal den Stellplatz verlassen möchte. Natürlich sind sie voll verschließbar und können so als wettergeschützer Aufbewahrungsort dienen. Die Zelte eignen sich für eine Anbauhöhe von 2,20m bis zu 3,00m und decken damit ein wirklich breites Spektrum an Fahrzeugen ab.

Als besonderes Highlight gibt es nun auch noch einen „kleinen Bruder“: das Kampa Motor Rally AIR Pro 260 Driveaway. Diese Version ist bis zu einer Anbauhöhe von 2,25m geeignet und damit für Campervans wie den VW Bus oder den Mercedes Marco Polo. Das ist eine echte Innovation für diese Fahrzeuge und ich bin wirklich mal gespannt, wie das ankommt!

Ergänzt wurden alle drei Modelle um Türen in den Schleusen. Das vereinfacht den Zugang zum Fahrzeug auch, wenn man mal schnell zwischen Fahrzeug und Zelt rein und raus möchte. Außerdem kann man die Schleuse als zusätzlichen Lagerort nutzen.

Im Bereich der Travel Pod Serie – also der Serie der freistehenden Bus- und Wohnmobil-Vorzelte aus dem leichten Weathershield HD Serie – hat sich nicht so viel verändert. Auffälligste Änderung ist die Vergrößerung des Kampa Travel Pod Motion AIR. Dieses ist deutlich tiefer geworden (jetzt 2,95m) und eignet sich so auch, um einen seitlichen Anbau anzubringen. Dieser Schlafanbau bietet zusätzlichen Platz. Versehen mit dem optionalen Vordach kann man den Raum vor dem Campingwagen deutlich vergrößern.

Unverändert im Sortiment geblieben ist das Kampa Travel Pod Touring AIR – in der Anbauhöhe für VW Busse nach wie vor in zwei Materialien: Polyester und Baumwoll-Mischgewebe. Mein persönlicher Favorit, wenn man wirklich im Vorzelt übernachten möchte.

Auch die beliebten Modelle Kampa Travel Pod Action AIR, Kampa Travel Pod Cross AIR, Kampa Travel Pod Trip AIR, Kampa Travelpod Tailgater sind weiter im Sortiment. Gerade der Tailgater ist mir persönlich ja inzwischen als ideale Ergänzung zum Dachzelt ans Herz gewachsen.

Zusammenfassung

Auch 2019 dreht sich das Karusel der Neuerungen weiter! Mehr Angebot bedeutet immer auch mehr „Qual der Wahl“ aber auch „das beste Vorzelt für jeden Bedarf“. Das dabei bei Kampa die Preisschraube nur moderat gedreht wird (3-5%) ist für alle Kunden erfreulich! Ich persönlich finde den eingeschlagenen Weg mit dem All Season Material sehr erfreulich und denke, dass dies den Anforderungen des deutschen Marktes einen guten Impuls gibt. Wie immer bin ich auf das Feedback gespannt!

Wolf-Steffen Schau

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Geprägt durch frühkindliche Campingerfahrung in Zelt und Wohnwagen, dennoch kam der Rückfall spät und überraschend. Hat den Hang, sich in Dinge hinein zu steigern und dabei einen regelrechten Wahn zu entwickeln. Liest seit 3 Jahren durchschnittlich 5 Camping-Fachzeitschriften pro Monat und würde am liebsten alles an den Wohnwagen schrauben, was ihm in den Sinn kommt. Wird hierbei nur vom zulässigen Gesamtgewicht und dem Budget gebremst – aber natürlich von der neuen AL-KO AAA Premium Brake!

Luftvorzelte und UV-Beständigkeit

Luftvorzelte und UV-Beständigkeit

Immer wieder hört man von ausgeblichenen Luft-Vorzelten und Schäden, die auf die Einwirkung von UV-Strahlen zurückzuführen sind. Ich will versuchen mal etwas Licht in das Thema zu bringen.

Sind Luftvorzelte besonders UV-Empfindlich?

Nein, sind sie natürlich nicht. Grundsätzlich ist die UV-Strahlung des Sonnenlichtes eine enorme Belastung für jedes Material, welches ihr länger ungeschützt ausgesetzt wird. Das gilt natürlich nicht nur für künstliche Materialien, sondern wir kennen es ja auch von unserer Haut, die mit empfindlichen Sonnenbrand reagiert, wenn wir sie nicht mit Sonnencreme schützen. Aber auch Gartenmöbel, Autos, Fassaden, Kleidung etc. bleicht aus, wenn es fortlaufend UV-Strahlung ausgesetzt wird. Das Thema ist also auch im Zeltbau allgegenwärtig.

Warum sind diese Schäden dann bei Luftvorzelten so ein exponiertes Thema?

Da kann man nur mutmaßen. Im Grunde denke ich, dass es dafür mehrere Ursachen gibt, die das Thema so präsent werden lassen. Ich habe hier die aus meiner Sicht wichtigsten aufgelistet:

1. Ich hatte mein altes Vorzelt seit vielen Jahren im Einsatz und UV-Strahlung war kein Thema! Beim Umstieg auf ein Luftvorzelt habe ich mir daher diesbezüglich keine Gedanken gemacht.

Hier muss man sich ein wenig den Markt anschauen. In Deutschland werden – gerade für Wohnwägen – bisher sehr stark Volleinzugs-Vorzelte verwendet. Diese stammen typischerweise von den großen Herstellern: DWT, Brand, Herzog, Isabella, WIGO und Co. Diese Zelte haben ab einer Preisklasse von ca. 1.000 EUR aufwärts (abhängig von der Größe) und bestehen in aller Regel aus Materialien, die einen starken UV-Schutz aufweisen.

Zum Einsatz kommen hier zum Beispiel: PVC beschichtetes Polyester, TenCate All Season, Mehler Tex, Isacryl (Isabella).

Als besonders UV-beständig erweist sich die PVC Beschichtung und die Spezialgewebe aus Acryl oder Acrylat beschichteten Materialien. Diese Materialien sind überwiegend aus europäischer Produktion und werden hier in Europa zu fertigen Zelten verarbeitet.

Viele haben das Vorzelt auch mit dem Wohnwagen zusammen gekauft – oft im Paket. Dabei wird auf die gängigen passenden Modelle zurückgegriffen. Diese haben dann in aller Regel zumindest ein PVC Dach und damit ein Zeltdach, welches den UV-Strahlen trotzt.

2. Was ist nun bei Luftvorzelten anders als bei den gewohnten Stangen-Vorzelten?

Die Luftvorzelte kommen aus einer anderen Marktnische, die in Deutschland bisher eher eine untergeordnete Rolle spielte: den leichten Reisezelten. Das ist auch folgerichtig, da es mit der Lufttechnik ja darum geht, den Auf- und Abbau weiter zu vereinfachen – also gerade ideal für häufige, kurze Einsätze! Diese leichten Reisezelte waren (und sind) auch mit Gestänge zu haben. Sie liegen dann in einer Preisregion von ca. 400 – 500 EUR. Das verwendete Material ist dabei dann sehr leicht und weist ein geringes Garngewicht von 150D auf.

Aus diesem Material wurden dann auch die ersten Luftvorzelte gefertigt. Als typischer Vertreter sei hier das Doréma Magnum Air in der Weathertex Ausführung erwähnt. Dies kostet in der 260cm breiten und 240cm (62400) tiefen Ausführung 665 EUR und damit ca. 35% mehr als ein vergleichbares Stangenzelt.

Bei den verwendeten Materialien handelt es sich dann in aller Regel um ein einseitig PU-beschichtetes Polyester. Die Beschichtung ist dabei vollflächig auf der Innenseite aufgebracht. Außen wird das Material durch die Imprägnierung geschützt. Diese Materialkombination ist die im Familienzelt-Bereich (freistehende Zelte, keine Vorzelte) wohl am häufigsten verwendete und dort fest etabliert.

Die Vorteile dieses Materials: geringes Gewicht bei hoher Stabilität, schnelle Trocknungsfähigkeit, robust und unempfindlich auch bei häufigen aus- und einpacken.

Die UV-Stabilität ist bei diesem Material allerdings nicht im Fokus, da sie ja ursächlich für häufigere Kurzeinsätze gedacht sind. Dies ist vergleichbar mit Familienzelten.

3. Ist irgendwo geregelt, was für Zelttypen es gibt und wodurch sie sich kennzeichnen?

Unabhängig von der Gestängeart (Luft, Stahl, Alu, Carbon etc.) gibt es die DIN EN ISO 8936 in der 4 Vorzelttypen definiert sind. Hierbei geht es tatsächlich primär um die Einsatzhäufigkeit, -dauer und die Jahreszeiten.

a. Leichtgewichtvorzelt (Typ L)
„Vorzelt für häufigen Auf- und Abbau geeignet, dessen Merkmale eine einfache Anwendung und Leichtigkeit sind, mit einer Gesamtmasse von höchstens 2,75 kg/m2 für die Grundfläche, und das für eine Dachlast von 25N/m2 (+/-2) geeignet ist.“

b. Reisevorzelt (Typ T)
„Vorzelt für den häufigen Auf- und Abbau geeignet sowie für alle Jahreszeiten geeignet, jedoch nicht im Winter unter Schneebedingungen, mit einer Dachlast von mehr als 50N/m2 (+/-2).“

c. Dauercampingvorzelt (Typ R)
„Vorzelt für die ständige Nutzung über längere Zeit, auch für geringe Schneebelastung und eine Dachlast von bis zu 200N/m2 (+/-2) geeignet.“

d. Wintervorzelt (Typ W)
„Vorzelt für alle Jahreszeiten, für eine Dachlast von bis zu 750N/m2 (+/-2) geeignet.“

Die bekannten Luftvorzelte fallen also eigentlich alle in die Kategorien „L“ und „T“.

4. Hat die Einstufung in eine Zeltkategorie Auswirkungen auf die UV-Beständigkeit?

Bezüglich der Beständigkeit gegenüber natürlichem Sonnenlicht müssen die Zelte einen Test gem. DIN ES ISO 4892-2 über sich ergehen lassen – und zwar unabhängig vom Vorzelt-Typ. Dabei werden 3 Materialproben 180 Stunden mit einer Xenonbogenlampe bestrahlt. Diese Lampen geben ein Licht-Spektrum ab, welches fast Sonnenlicht entspricht. Die Zugfestigkeit und die „Beständigkeit gegen Eindringen von Wasser“ darf im Anschluss nicht mehr als 30% verringert sein.

Diese 180 Stunden sind ca. 18% der Jahresstrahlungsdosis in Deutschland oder 10% der Jahresstrahlendosis in Spanien. Wenn man das in Wochen überträgt, dann entspräche das ca. 9,36 Wochen in Deutschland oder 5,2 Wochen in Spanien. Diese rein lineare Betrachtungsweise hat natürlich viele logische Grenzen – wie es bei einer Laborsimulation nicht zu vermeiden ist:

I. Die Materialeigenschaften werden durch sehr viele weitere natürliche Paramater beeinflusst wie zum Beispiel: Niederschlag, Tauwasser, Wind, Temperaturen, Abgase etc.

II. Die Strahlungsemission durch das Sonnenlicht ist natürlich NICHT linear über das Jahr verteilt. Zu meinem persönlichen Leidwesen ist die Strahlenexposition in Deutschland im Winterhalbjahr dramatisch niedriger als in den Sommermonaten.

Beispiel: Im Mai 2018 betrug die durchschnittliche Bestrahlung in Deutschland sehr hohe 190kWH/m2 – genug, um ca. 90% der Testbestrahlung zu erreichen. Ganz grob übersetzt bedeutet das also: wer im Mai 2018 in Deutschland Urlaub gemacht hat und das Vorzelt den ganzen Monat aufgebaut hat, hat zum einen ziemlich sicher einen Sonnenbrand bekommen und ein Vorzelt, dass maximal 30% der Zugfestigkeit und der Wasserdichtigkeit verloren hat.

Diese Werte zeigen, dass der Test der UV-Beständigkeit sich an recht kurzen Zeiträumen bemisst – unabhängig vom Vorzelt-Typ. Das ist umso beachtlicher, dass dieser Test für ein Zelt vom „Typ R“ nicht ausreichend ist, da es ja per Definition für den Einsatz über einen längeren Zeitraum geeignet sein muss.

Zurück zu den Luftvorzelten: diesen Test bestehen ausnahmslos alle Luftvorzelte. Bei unserem Dauertestzelt haben wir auch nach einem Jahr und mehr als 25 Wochen Einsatz in verschiedensten Strahlungsregionen Europas einen unproblematischen Einsatz absolviert. Das Zelt war dicht – die Zugfestigkeit konnten wir nicht beurteilen, es hat ja gehalten.

5. Was mich am meisten stört ist ja das Ausbleichen – das kann doch nicht normal sein?!

Das Ausbleichen des Materials ist der erste sichtbare Effekt von UV-Degeneration. Da hierbei erst die Farbschicht auf der eigentlichen Faser angegriffen wird, ist das eigentliche Zelt noch voll funktional. Gem. dem Test nach DIN EN ISO 4892-2 wird man hier keine Einschränkung (Dichtigkeit, Zugfestigkeit) feststellen. Es handelt sich also um einen rein optischen Effekt.

Gem. der Vorzelt DIN-Norm 8936 wird aber eben nicht nur die Beständigkeit gegenüber Witterungseinflüssen gem. DIN-EN-ISO 4893 gemessen, sondern auch die Farbechtheit. Hierbei wird nach der Farbechtheit gegenüber Licht, Witterungseinflüssen, Wasser und feuchtem Abreiben unterschieden. Wie es sich gehört, gibt es für jede dieser vier Arten der Lichtechtheit unterschiedlichen DIN-Normen, wie getestet wird und was zu berücksichtigen ist. Meines Erachtens würde das hier den Rahmen sprengen und es reicht, sich mit den Ergebnissen zu beschäftigen.

Die Ergebnisse werden mit Werten der so genannten Wollskala angegeben (https://de.wikipedia.org/wiki/Wollskala). Diese geht von 1 bis 8 wobei die 1 für „sehr gering“ steht, die 8 für „hervorragend“. Unsere Zelte DIN-EN-ISO Norm 8936 unterscheidet bei der Farbechtheit nun tatsächlich nach Vorzelt-Typ und fordert für

Vorzelt-Typ gegenüber Lich gegenüber Witterung
Typ L = Leichtgewicht 4 (2-3 Wochen) 3 (4-7 Tage)
Typ T = Reise 5 (3-5 Wochen) 4 (2-3 Wochen)
Typ R = Saison 6 (6-8 Wochen) 5 (4-5 Monate)
Typ W = Winter 6 (6-8 Wochen) 5 (4-5 Monate)

Es sei hier nochmal erwähnt, dass all diese Zahlen nicht aussagen, wann das Zelt ausbleicht, undicht wird oder an Zugfestigkeit verliert. Es handelt sich um die Nachweiszeiträume bzw. Belastungen, die das Material im Neuzustand überstehen muss, um gem. DIN EN ISO 8936 eingestuft zu werden. In der Praxis sind die Auswirkungen des Materials deutlich stärker – warum das so ist, sehen wir im weiteren Verlauf!

Auch zu den Zeiträumen der Lichtechtheit kann man sagen, dass diese Zeiträume weitestgehend problemlos erreicht werden. Natürlich kann die Einstufung in Wochen nur eine ungefähre sein und wie bei den Witterungseinflüssen in Abhängigkeit von der Region abweichen.

6. Woran liegt das unterschiedliche Ausbleichen denn nun?

Für das unterschiedliche Ausbleichen gibt es einige Faktoren. Zum einen spielt die Art der Färbung eine Rolle. Das „spinndüsen gefärbte“ Material wird mit Fasern gewebt, die während des Spinnvorgangs gefärbt werden. Man kann sich das Material als „durchgefärbt“ vorstellen. Ein Ausbleichen ist hier quasi unmöglich. Die Alternative ist das färben des fertig gewebten Materials – die Farbe wird also von außen aufgebracht. Diese Technik ist günstiger und flexibler, kann aber natürlich eher ausbleichen. Gem. der DIN EN ISO 105 wird im Endeffekt nicht zwischen „Ausbleichen“ und „Farbveränderung“ unterschieden. Macht sich das Ausbleichen bei Kampa Luftvorzelten beispielsweise durch ein verblassen und stumpfer werden bemerkbar, so kann man bei einem Vango Zelt durchaus eine Farbveränderung in Richtung leichtem Rosa wahrnehmen.

Neben der Art zu Färben spielen natürlich auch die verwendeten Farben eine Rolle, die jeweils unterschiedlich auf Licht- und Witterungseinflüsse reagieren.

Photochromatische Eigenschaften von Zeltmaterialien wurden innerhalb diverser Facebook-Posts bereits diskutiert, sind jedoch bei der Zeltherstellung bzw. der Materialauswahl nicht berücksichtig. Photochrom ist ein Material, wenn die Farbveränderung reversibel ist – wie beispielsweise bei einer Sonnenbrille die die Verdunkelung automatisch den Lichtverhältnissen anpasst. Im übertragenen Sinne würde das bedeuten, dass ein Vorzelt wieder Farbe gewinnt, wenn es nach dem Urlaub in einem dunklen Raum gelegt würde. Man kann davon ausgehen, dass Farbverlust bei einem Vorzelt irreversibel ist und sich nicht auto-regeneriert.

7. Kann man das Ausbleichen verhindern?

Durch Auswahl des entsprechenden Materials kann man ein Ausbleichen verhindern. Bei Leichtgewicht- und Reisezelten kann man dem Ausbleichen durch regelmäßiges Auffrischen der Imprägnierung entgegenwirken, da sie in einer ersten „Schutzschicht“ UV-Strahlen von der Farbschicht fernhält. Dabei aber unbedingt die Hersteller-Empfehlungen beachten und nicht nach dem Motto „viel hilft viel“ vor jedem Aufbau die Imprägnierung erneuern.

8. Worin unterscheiden sich die Materialien?

Grundsätzlich kann man fast sagen, dass bei allen Vorzeltmaterialien (außer Baumwolle) Polyester das Basis-Gewebe ist. Dieses wird aber unterschiedlich weiterbehandelt und führt dann zu unterschiedlichen Materialien die von den Zeltbauern verwendet werden. Jedes Material hat dabei spezifische Vor- und Nachteile und eine Einteilung in „richtig“ oder „falsch“ ist nicht vornehmbar, auch wenn Isabella in den sozialen Medien immer wieder vom einzigen „richtigen Material“ spricht.

Eine grundlegende Unterscheidung des Materials ergibt sich also durch die Art der Beschichtung des Basis-Materials. Die Beschichtung sorgt dafür, dass das Material wasserdicht ist. Hier kommen eben überwiegend PU, PVC oder Acrylat zum Einsatz. Die PU Beschichtung wird in der Regel auf der Innenseite des Materials aufgebracht. So ist es bei fast allen Luftvorzelten der Fall. Von außen wird dieses Material durch die Imprägnierung geschützt. Das Material ist leicht, trocknet schnell ist aber gleichzeitig sehr robust. Für Leichtzelte vom Typ L eine gute Wahl. Das Material ist nicht atmungsaktiv und daher anfällig für Tropfenbildung bei auftretendem Kondenswasser.

PVC wird in der Regel beidseitig aufgebracht und sorgt damit für einen starken Schutz – sowohl vor UV Strahlen als auch vor Feuchtigkeit von außen. Das Material kann als verrottungssicher angesehen werden. Es ist nicht atmungsaktiv und so kann es auch hierbei zu Tropfenbildung bei Kondenswasser kommen. PVC beschichtetes Material wird oft auch in Kombination mit anderen Materialien im Dachbereich eingesetzt. PVC ist deutlich schwerer als andere Materialvarianten. Auch bei Leichtvorzelten vom Typ L und bei Reisevorzelten vom Typ T kommt PVC oft im Bereich der Faulstreifen zum Einsatz, da es einfacher zu reinigen ist als andere Materialien.

Die vielen anderen Spezialgewebe wie TenCate AllSeason Traveller, Airtex Gewebe von Mehler, Isacryl, oder das All Season Material von Kampa vereinen hohe UV-Beständigkeit mit einer Atmungsfähigkeit. Diese Materialien weisen teilweise hochkomplexe Beschichtungen auf und sind so in der Herstellung bzw. der Verarbeitung aufwendiger und teurer. Dafür bieten sie eine hohe Haltbarkeit bei angenehmen Raumklima und akzeptablen Gewicht. Sie sind die idealen Vertreter der Reisevorzelt-Kategorie (Typ T). Mit der entsprechenden Ausstattung können sie sogar als Saisonvorzelt genutzt werden (Typ R – zum Beispiel: Kampa Ace AIR 400 All Season).

9. Im Luftvorzelt-Bereich tummeln sich lauter neue Marken – hat das was mit dem Material zu tun?

Wie bereits mehrfach erwähnt sind die allermeisten Luftvorzelte technisch näher am Familienzelt als am „klassischen Wohnwagenvorzelt“. Aus diesem Grund sind viele der Hersteller auch im Bereich der Familienzelte seit langem zu Hause: Outwell, Vango und Kampa. Dort werden auch schon länger Erfahrungen mit Luftschlau-Systemen gesammelt und zur Serienreife gebracht.

Doréma ist der einzige Hersteller aus dem Vorzelt-Bereich der schon seit vielen Jahren erfolgreich im Bereich der Luftvorzelte mitmischt. Auch DWT ist mit einigen Modellen vertreten. Isabella ist mit dem Neustart der Luftschlauchzelte unter der Konzernmarke „Ventura“ erfolgreich unterwegs.

Um die Luftschlauch-Technik erfolgreich wettbewerbsfähig zu produzieren wird überwiegend in Fernost produziert. Auch hier ist es schwer möglich mit den hochkomplexen Materialen aus Europa zu wettbewerbsfähigen Preisen anzubieten.

Es wird also einiges durcheinander gewirbelt im Moment – die Luftvorzelte haben sich inzwischen einen gehörigen Anteil im Markt gesichert und locken mit dem einfachen Auf- und Abbau immer mehr Kunden an.

10. Kann man denn bedenkenlos ein Luftvorzelt kaufen?

Bedenkenlos sollte man kein Luftvorzelt kaufen – man sollte sich bewusst machen, was man für die eigene Art zu reisen wirklich benötigt. Auch sind die Luftvorzelte (sofern nicht anderes gekennzeichnet) einfach keine Dauerstandzelte. So sehr man es sich vielleicht wünscht – wir haben inzwischen einige Zelte gesehen, die dauerhaft draußen gestanden haben und dann nach einem Jahr nicht mehr benutzbar sind. Dafür sind sie einfach nicht gemacht! Auch das Überwintern über mehrere Monate in Spanien ist nicht der ideale Einsatzzweck. Hier sollte man einfach die derzeitigen Grenzen akzeptieren – es wird nicht ohne ausbleichen und späterem brüchig werden des Materials funktionieren. Für „normalen“ Urlaubsbetrieb sind die Zelte aber durchaus geeigneit. Nach einigen Wochen im Einsatz wird man unter Umständen farbliche Veränderungen sehen. Die Funktionalität wird dadurch erstmal nicht beeinträchtigt. Mit ein wenig Pflege kann man sicher einige Jahre Spaß mit dem Luftvorzelt haben.

Ich bin auch sicher, dass in Zukunft das Angebot immer breiter werden wird. Die Themen Schwitzwasser und UV-Beständigkeit stehen dabei sicher in den Pflichtenheften der Hersteller. Doréma mit dem Maribor AIR und Kampa mit dem Ace AIR 400 All Season haben ja schon spannende Alternativen im Angebot und die Auswahl wird nicht kleiner werden. Ich bin gespannt, was der Caravan Salon in Düsseldorf an Neuerungen bringen wird.