Wanderbericht: Der Schluchtensteig

Wanderbericht: Der Schluchtensteig

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Der Schluchtensteig

Von mittelschwer bis schwer ist der Schluchtensteig im Südschwarzwald kategorisiert. Er führt über 118 Kilometer weit, und lässt sich in rund sechs Tagesetappen erwandern und erleben. Wir haben dieses herrliche Stück Natur einmal unter die Wanderschuhe genommen. Die Touren, anders kann man es kaum sagen, sind ein wahres Erlebnis, von dem es sich zu berichten lohnt. Ein wichtiges Statement gehört unbedingt noch an den Anfang: Der Schluchtensteig ist absolut empfehlenswert!

 

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Die Etappen des Schluchtensteigs

 Schluchtensteig Etappe 1: Von Stühlingen nach Blumberg

Schluchtensteig Etappe 1 - heute geht es ins schöne Blumberg

Gleich am ersten Tag nach der Ankunft im südlichen Schwarzwald nehmen wir die rund 20 Kilometer lange Tour von Stühlingen an der Schweizer Grenze bis nach Blumberg unter die Füße. Leider können wir Schloss Hohenlupfen nur einen kurzen Blick gönnen, werden aber vom Fluss Wutach voll und ganz entschädigt. Nach Weizen führt uns der Weg, durch beeindruckende Landschaftsbilder bis zum Bahnhof der “Sauschwänzlebahn“. Weiter geht es bequem über Waldwege nach Lausheim-Blumegg.

Statt Pause zu machen, besichtigen wir die Museumsmühle Weiler, bevor wir die Wanderung bis zu den Wutachflühen, den sehenswerten Fels- und Pflanzenformationen, auf teilweise ausgesetzten Pfaden fortsetzen. Bis zur Rast an der Bielwasenhütte ist es nicht mehr weit. Bestens gestärkt laufen wir bergwärts, bewundern den Museumsdampfzug, dessen Fahrt über weite Kehren führt. Der Aufstieg auf 876 Meter bis zum Aussichtspunkt Buchberg ist ein Wandererlebnis pur. Bevor wir unser Ziel Blumberg erreichen, erhaschen wir noch einmal tolle Blicke zurück auf die Wutachflühen, und voraus auf die nächste Etappe. Wie lange wir unterwegs waren? Knapp sechs Stunden.

Schluchtensteig Etappe 2: Von Blumberg zur Schattenmühle

Schluchtensteig Etappe 2 - auf dem Weg zur Schattenmühle geht es an der Wutachschlucht vorbei zum Tagesziel

Wieder liegen rund 20 Kilometer vor uns, und am Ende werden wir etwas mehr als sechs Stunden für die Wanderung von Blumberg zur Schattenmühle gebraucht haben. Auweia – gleich zu Beginn müssen wir eine acht Meter lange Treppenleiter nach unten steigen, um die Schlucht des Schleifenbachs zu erreichen. Danach empfangen uns wieder Laubwälder, über die offene Landschaft folgen wir sodann dem Weg zur Wutachschlucht. Kurze Pause am Sägewerk mit einem Kiosk – danach geht es bergaufwärts, bis uns der Kanadiersteg fordert.

Kurze Zeit später erinnert die Landschaft an einen wilden Urwald mit ganz viel Wurzelwerk. An den Felswänden linker Hand angekommen, gerät die Tour zu einem besonderen Bergerlebnis inklusive des schützenden Drahtseilgeländers. Zum Auswählen gut sind der Rastplatz Schurhammerhütte bzw. die Kiesbank am Amselfelsen. Die Schattenmühle im Sinn, folgen wir dem Pfad hinauf in die Felsen des Flusses, pausieren kurz am Tannegger Wasserfall, bevor wir die restliche Strecke bis zur Schattenmühle, vorbei am Kurbad Bad Boll, gemütlich hinter uns bringen. PS: in Bonndorf, wir haben den Linienbus dorthin genommen, konnten wir tief und sehr erholsam schlafen.

Schluchtensteig Etappe 3: Von der Schattenmühle bis Schluchsee

Schluchtensteig Etappe 3 - das Tagesziel Schluchsee erreichen wir nach gut 20 Kilometern

An die 20 Kilometer langen bisherigen Strecken gewöhnt, wird es heute eine schwere Tour, der Weg vom Ausgangspunkt Schattenmühle zum Schluchsee. Zunächst geht es steil nach oben über einen Waldhang, dann horizontal oberhalb des Talgrunds weiter, bis es nochmals nach oben zum nördlichen Talrand der Wutach und wieder zurück zur Wutachschlucht geht. Wir sind froh, bei den Resten des Räuberschlössles nach Luft und neuer Energie schnappen zu können. Schließlich müssen wir den Schluchtensteig bewältigen, erreichen das kleine Flusskraftwerk Stallegg.

Die zweite Rast wird an den Bänken und Tischen nahe der Rötenbachmündung eingelegt. Das Flusswasser begleitet uns weiter bis zu einem Steg über die Wutach, auf leichten Schuster`s Rappen erreichen wir die Haslachklamm. Aufwärts heißt die Devise über den Rechenfelsen zum Höllochfelsen und wir sind froh, den Ort Lenzkirch zu erreichen. Denn von hier aus wird es idyllisch und romantisch durch das Schwendetal bis nach Oberfischbach und nach Schluchsee. Ein abschließender Blick auf die Armbanduhr: Wieder sind etwas mehr als sechs Stunden vergangen.

Schluchtensteig Etappe 4: Vom Schluchsee nach St. Blasien

Schluchtensteig Etappe 4 - heute wandern wir nach St. Blasien

Sie wissen schon – die Tour ist wieder rund 20 Kilometer lang. Sie beginnt an der felsigen Kuppe des Bildsteins auf 1.134 Meter Höhe. Unser Tipp: Unbedingt die Landschaft genießen und sich genüsslich umschauen. Das Wandern ist … nein, nicht des Müllers Lust, sondern unser Vergnügen. Praktisch ein Zickzack-Kurs, bis zum hinteren Teil des Schluchsees, den wir umrunden, um uns im Unterkrummenhof mit einer leckeren Vesper zu belohnen. Frisch aufgetankt marschieren wir durch den dichten Wald, entdecken in Muchenland ein paar fotogene Schwarzwaldhöfe.

Auch die Hochweide zwischen Schluchsee und St. Blasien in ein Wandervergnügen, bis steil hinunter ins Albtal. An der Bannwaldschlucht beginnt der letzte Teil der Tour, wir bewundern Brücken und Bollwerke, entdecken am Ortsrand von St. Blasien den riesigen, gleichnamigen Dom, und rasten nach rund sechseinhalb Stunden Gehweg nahe der Parkanlagen zwischen Alb und Kirche.

Schluchtensteig Etappe 5: Von St. Blasien nach Todtmoos

Schluchtensteig Etappe 5 - das Ziel Todtmoss erreichen wir wieder nach 20 Kilometern

Aller Anfang ist schwer. Nein, unsere Wanderung heute ist eher mittelschwer. Unsere Wanderfüße bringen uns hoch von St. Blasien bis zum 1.039 Meter hohen Lehenkopf. Immerhin, die erste Hälfte des 20-Kilometer-Weges liegt hinter uns. Hinter den Weidfeldern geht es schnurstracks auf den Dachsberg, kurze Zeit später sagt uns der Hotzenwald Hallo. Etwas weiter schließen sich die Schweizer Alpen an, während wir über Rüttewies und Horbach zum Klosterweiher wandern. Die nächste Station ist Ibach – was uns fasziniert, ist das verträumte Flair des Ortes. Noch einmal geht`s im Zickzack-Kurs über die Hohwehraschlucht bis hinab ans Ziel: Todtmoos.

Schluchtensteig Etappe 6: Von Todtmoos nach Wehr

Schluchtensteig Etappe 6 - auf dem Weg nach Wehr geht es durch den tollen Bannwald

Bei der letzten Wanderung müssen wir etwas mehr als 20 Kilometer zurücklegen. Die als schwer eingestufte Tour verlangt nach einem Energiehaushalt von wenigstens acht Stunden. Die ersten Kalorien verlieren wir beim Gang über den Schluchtensteig hinab zur Zumkellersäge. Ins Auge fallen dabei die Höfe von Wehrhalden, etwas später ist es ein kleines Wildgehege nach der Wehra-Überquerung. Wie von Geisterhand türmen sich die bis zu 200 Meter hohen Felsen der Bannwaldhänge auf, bevor sich das Auge an der Umgebung von Hirschfelsen und Pfeiferskopf sattsehen kann. Rechts ab, heißt das Kommando, bis zum Wehr der Wehratalschlucht, in den Steilwänden der östlichen Talseite klettern Gämsen herum. Einmal noch die Schweizer Alpen sehen! Das gelingt bei einer Rast an der Mettlerhütte. Nicht mehr ganz so steil geht es weiter, ein besonderes Erlebnis ist die Staumauer des Wehra-Stausees. Ab jetzt wird es, die Herzfrequenz sinkt weiter nach unten, eher locker. Wir sind wandernde Begleiter des Flusses, so lange, bis wir im Schlosspark der Herren von Schönau ankommen und damit die Ziellinie von Wehr überschreiten.

Was wir jetzt nur noch wünschen können: Viel Spaß im Südschwarzwald, Hals und Beinbruch auf und mit dem Schluchtensteig.

Dieser Wanderweg mit einer Länge von 118 Kilometern ist gut in 6 Etappen zu absolvieren. Allerdings sollte man dafür schon ein wenig Kondition haben, denn jeden Tag liegen rund 20 Kilometer an.

Packliste für diese Tour

Rucksack

Zwischen 30 und 45 Liter, ausreichend bei Mehrtagestouren.

Unsere Empfehlung:

Osprey Stratos

Pack Sack / Dry Sack

Sorgen für Ordnung und sind wasserdicht. Erhältlich in
verschiedenen Größen.

Unsere Empfehlung:

Deuter Light Drypack

Regenschirm

Wenn es nicht sehr windig ist, bietet
der Regenschirm einen super Schutz, und
man kommt um das evtl. Schwitzen in
der Regenjacke herum.

Unsere Empfehlung:

Relags Regenschirm Mini Pocket

Hüttenschlafsack

Ist in viele Hütten Pflicht und sorgt für Hygiene. Das Mischgewebe
Polyester & Baumwolle hat das perfekt Gewicht/Komfort Verhältnis.

Unsere Empfehlung:

Easy Camp Inlet YHA

Wäscheleine

Sehr nett, um über Nacht seine Unterwäsche trocknen zu lassen.

Unsere Empfehlung:

sea to summit Clothesline

Kulturbeutel

Je kleiner, desto besser, da es daran erinnert, sich auf das Nötigste zu beschränken.

Unsere Empfehlung:

Deuter wasch bag lite 2

Handtuch

Aus Microfaser, sehr leicht und ganz kleines Packmaß.

Unsere Empfehlung:

sea to summit pocket Towel

Trinkflasche

2 Flaschen mit je 1 Liter Wasser sind das Minimum für einen
ganzen Tag auf den Wanderwegen.

Unsere Empfehlung:

nalgene Everyday 1 Liter

Messer

Mit Korkenzieher für die Flasche Wein 😉

Unsere Empfehlung:

Opinel No 10

Sonnenbrille

Mit ausreichendem Schutz. Lass Dich beraten!

Unsere Empfehlung:

Uvex Igl 28

Stirnlampe

Ein kleines, kompaktes Modell, um nachts auf Toilette zu gehen oder
um abends vorm Zelt zu kochen ist ausreichend.

Unsere Empfehlung:

Black Diamond Cosmo

2 x Wanderhose

Leicht und schnell trocknend, in der Regel aus Polyester

Unsere Empfehlung:

Maloja

3 x Socken

Mit hohem Anteil an Merinowolle für mehr Atmungsaktivität und
weniger Geruch.

Unsere Empfehlung:

Smartwool Hike medium Crew

Unterhose

Sehr gute Passform, hoher Tragekomfort,
schnell trocknend, atmungsaktiv,
geruchshemmend.

Neue Materialzusammensetzung für längere
Haltbarkeit.

Unsere Empfehlung:

Icebreaker Anatomica Boxer

T-Shirts

Hier empfiehlt sich Merinowolle dank seiner
vielseitigen Qualitäten.

Siehe unseren Blogartikel:
www.doorout.com/blog/merino-wolle-die-geheimnisse-eines-wundergewebes/

Unsere Empfehlung:

Icebreaker Anatomica SS Crewe

Fleecejacke

Mit Kapuze für extra Wärme.

Unsere Empfehlung:

Berghaus Extrem 7000 Hoody

Windjacke

Eine gute Softshell mit Kapuze bietet einen perfekten Schutz.

Unsere Empfehlung:

dare2b Softshelljacke

Wanderschuhe

Bequem und natürlich schon eingelaufen.

Unsere Empfehlung:

Keen Feldberg

Wanderstöcke

Wanderstöcke mit Korkgriff sind feuchtigkeitsregulierend und
bieten damit einen extra Komfort.

Unsere Empfehlung:

Black diamond Trail ergo cork

Wanderbericht: Der Kammweg

Wanderbericht: Der Kammweg

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Der Kammweg

Auf historische Pfade sollte uns unsere letzte Wanderung in der diesjährigen Pfingstwoche führen. Bereits 1904 eröffnet, war der knapp 289 Kilometer lange Fernwanderweg Kammweg durch die heutigen Bundesländer Sachsen und Thüringen bis zum Zweiten Weltkrieg der längste Wanderweg in Deutschland. Bedingt durch die politische Teilung Europas war der Weg über Jahrzehnte von Westen aus so gut wie nicht zugänglich.

Erst nach dem Ende des Eisernen Vorhangs ab 1990 wurde die landschaftlich so reizvolle Strecke durch die Böhmische Schweiz sowie entlang der Kammlinien von Elster-, Erz- und Lausitzer Gebirge, Jeschken-, Iser- und Riesengebirge sowie Glatzer Schneegebirge und Altvatergebirge wieder für alle erreichbar. Seit 2011 kann man auf deutscher Seite den neu ausgeschilderten Kammweg durch das Erzgebirge und das Vogtland wieder begehen. Im Folgenden schildere ich die Höhepunkte unserer Wanderung für alle interessierten Gleichgesinnten.

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Die Etappen des Kammwegs

Kammweg Etappe 1: Von Geising nach Holzhau (24,5 Kilometer)

Blick vom Kahleberg im Osterzgebirge. Auf Etappe 1 des Kammwegs.

Der Startpunkt unserer Wanderung war der Bahnhof von Altenberg-Geising nahe der tschechischen Grenze. Der Aufstieg zum 824 Meter hohen Geisingberg wurde uns mit fantastischer Fernsicht bis nach Dresden und in die Sächsische Schweiz verschönt. Oben angekommen stärkten wir uns in der Bergbaude und stiegen auf den Aussichtspunkt Louisenturm. Beim Abstieg in Richtung Altenberg bewunderten wir die Überbleibsel des Bergbaus in der Gegend, es folgte der Aufstieg auf den 905 Meter hohen Kahleberg mit Aussicht bis ins Riesengebirge.

Weiter ging es über den Lugsteinweg bis nach Rehefeld-Zaunhaus, durch das Naturschutzgebiet Hemmschuh bis nach Neurehefeld, wo wir das Eisenbahnmuseum besichtigten. Nach einer kurzen Rast an der Fischerbaude in Holzhau sanken wir müde, aber zufrieden in unseren Betten im ehemaligen, heute modern renovierten Betriebsferienheim.

Kammweg Etappe 2: Von Holzhau nach Sayda (12,5 Kilometer)

Etappe 2 Kammweg von Holzhau nach Sayda

Nach einem kräftigen Frühstück führte uns der Weg am nächsten Morgen am Waldrand mit Sicht auf das Muldental über den Bahnhof Rechenberg bis nach Rechenberg-Bienenmühle. Dort statteten wir dem Sächsischen Brauereimuseum und dem Flößerhaus im Ortskern einen kurzen Besuch ab. Nach einem Abstecher im Ökobad und einem Gang auf dem Kräuterpfad durch das Naturschutzgebiet Trostgrund gelangten wir über den Mittelweg, die Clausnitzer Dorfstraße und den Martinsweg bis zum Bachlauf der Rachel und zur Schutzhütte an der Rachelbrücke. Bevor wir im Hotel Kreuztanne an der Alten Poststraße in Richtung Sayda zu Mittag aßen, besichtigten wir noch das Landwirtschafts-und Mühlenmuseum in Friedebach.

Kammweg Etappe 3: Von Sayda nach Seiffen (10 Kilometer)

Etappe 3 Kammweg - die schöne Stadt Seiffen im Erzgebirge

Gut gesättigt führten wir unseren Weg weiter in Richtung Neuhausen über die König-Friedrich-August-Höhe und durch den Fichtenhochwald bis zur Schutzhütte fort. Mit Blick auf Neuhausen erreichten wird das dortige Glashüttenmuseum, warfen einen Blick auf Schloss Purschensteinund besuchten auch noch das Nussknackermuseum. Unsere nächste Station war das Berggasthaus auf dem Schwartenberg, bevor wir unser Etappenziel, das Spielzeugdorf Seiffen, erreichten. Nach einem Rundgang durch den Ort und einem Besuch im Erzgebirgischen Spielzeugmuseum absolvierten wir noch den Lehrpfad zur Bergbaugeschichte und besichtigten die Seiffener Barockkirche, um dann unser Nachtquartier im Camping- und Ferienpark Regenbogen zu beziehen.

Kammweg Etappe 4: Von Seiffen nach Olbernhau (11,5 Kilometer)

Etappe 4 Kammweg - der Museumskomplex Saigerhütte

Ausgeruht und guter Dinge folgten wir am nächsten Tag dem Kammweg bis zum Waldrand an der Spitzbergkreuzung. Über den Sielen-, Ringel- und den Wettinweg ging es weiter über Hirschberg in Richtung Olbernhau. Nach Überquerung der Flöha stiegen wir bis zum Zechenweg recht steil bergauf, bevor wir Oberneuschönberg und den nahen Gnade-Gottes-Erbstollen erreichten. Nach dem malerischen kleinen Ort Grünthal kamen wir schließlich zum imposanten metallurgischen Museumskomplex Saigerhütte, wo wir uns die Schauwerkstätten ansahen und dem Bergbaulehrpfad folgten sowie im Wirtshaus ein herzhaftes Mittagessen genossen. Spontan entschlossen wir uns, an die relativ kurze Etappe eine weitere anzuhängen.

Kammweg Etappe 5: Von Olbernhau nach Kühnhaide (20,6 Kilometer)

Etappe 5 Kammweg - von Olbernhau nach Kühnheide

Am Hüttenteich des Denkmalskomplexes Saigerhütte vorbei liefen wir weiter auf dem Sedanweg in Richtung Rübenau und Rothenthal bis zum Aussichtspunkt Stößerfelsen, wo wir eine kleine Rast einlegten. An der folgenden Wanderwegekreuzung Große Steinbach mit Schutzhütte erfrischten wir uns im kühlen Wasser und folgten dem Hammerweg bis zur früheren Lochmühle am Grenzfluss Natzschung. Über den Neulsweg ging es dann bis zur Streusiedlung Rübenau, vorbei am Hirschberg und durch den Hochwald am Lehmheider Teich. Die Tagestour führte uns weiter auf dem Grenzweg bis nach Kühnhaide, wo wir uns kurz umsahen, um dann doch etwas erschöpft unsere schöne Unterkunft im Erholungsort Pobershau zu beziehen.

Kammweg Etappe 6: Von Kühnhaide nach Satzung (14 Kilometer)

Etappe 6 Kammweg - der Hirtstein auf dem Weg nach Satzung

Ausgeschlafen und frisch geduscht folgten wir am nächsten Morgen dem künstlichen Wasserkanal „Grüner Graben“ aus dem 17. Jahrhundert durch das Naturschutzgebiet Schwarzwassertal und dem Neubrückenweg bis zum aufwendig renaturierten Moor- und Torfstichgebiet „Wirtsgarten“. Weiter ging es in Herrenhaide auf dem Moorlehrpfad Stengelhaideund auf dem Poetenweg in Richtung Reitzenhain. An der Reißigmühle legten wir eine Rast ein und folgten anschließend dem Auerhahnweg bis zum Wanderparkplatz, um von dort den 890 Meter hohen Hirtstein zu erklimmen. Von oben hat man bei gutem Wetter mitunter Sicht bis zum Völkerschlachtdenkmal in Leipzig, für das leibliche Wohl sorgt das Berggasthaus. Von unserem gestrigen „Marathon“ noch etwa mitgenommen, verbrachten wir auch die Nacht auf dem erloschenen Vulkan im Erzgebirgskreis.

Kammweg Etappe 7: Von Satzung nach Bärenstein (22,5 Kilometer)

Etappe 7 Kammweg - auf dem Weg nach Bärenstein

Unsere erste Station am kommenden Morgen war der Rastplatz Lustiger Hans. Weiter ging es über Schmalzgrube durch das Pressnitztal und den Ort Schlössel auf dem Dürrenberg. Von dort machten wir einen Abstecher in die traditionsreiche Bergstadt Jöhstadt und folgten den weißen Grenzsteinen auf den Bärenstein, wo wir die Aussicht vom Gipfelrundweg genossen. Nach einer gehaltvollen Stärkung im Gasthof Brettmühle ging es entlang des Pöhlbaches bis zum Pöhlagrund mit dem gleichnamigen Gasthof. Im gemütlichen Hotel Fichtenhäusel ließen wir die Eindrücke des Tages langsam sacken und den Abend gemächlich ausklingen.

Kammweg Etappe 8: Vom Bärenstein zum Fichtelberg Kurort Oberwiesenthal (18,5 Kilometer)

Etappe 8 Kammweg - der Luftkurort Oberwiesenthal

Kurz nach Sonnenaufgang am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg zur Talsperre Cranzahl, wo wir auf der Toskabank eine erste Ruhepause einlegten. In Richtung Kretscham-Rothensehma ging es dann zum Gelben Weg und Waldlehrpfad des Staatsbetriebs Sachsenforst und über den Fürstenweg bis zum Erlebnispfad Bimmelbahn. Vom Fuße des Fichtelbergs näherten wir und stetig dem bekannten Wintersportort Oberwiesenthal, der Kreuzbrückfelsen-Rastplatz liegt genau richtig für eine längere Pause. In dem traumhaft gelegenen staatlich anerkannten Luftkurort besichtigten wir das sehenswerte Regionalmuseum Wiesenthaler K3 und bezogen schließlich am frühen Abend unsere schönen Zimmer in der ruhig gelegenen Pension „Am Zechengrund“.

Kammweg Etappe 9: Von Oberwiesenthal nach Rittersgrün (14 Kilometer)

Etappe 9 Kammweg - von Oberwiesenthal nach Rittersgrün

Nach dem Frühstück und einem ausgedehnten Spaziergang über das Fichtelberg-Gipfelplateau folgten wir dem Kammweg bis zum Rastplatz Bächelhütte. Auf dem Börnerweg ging es zunächst in das Naturschutzgebiet Börnerwiese und weiter auf dem Klingenbachweg bis zur Häusergruppe Zweibach. Auf dem Wettinplatz in der Siedlung Ehrenzipfel lässt es sich hervorragend rasten, über den Reitsteig gelangten wir zur Schutzhütte mit tollem Blick auf den Ausflugs- und WintersportortRittersgrün. Dort angekommen besuchten wir das Sächsische Schmalspurbahnmuseum im stillgelegten Bahnhof, machten einen Spaziergang zum spätbarocken Rockstrohgut und besichtigten den Ernst-Thälmann-Ehrenhain am Ortsausgang, bevor wir unseren Weg fortsetzten.

Kammweg Etappe 10: Von Rittersgrün nach Johanngeorgenstadt (10 Kilometer)

Etappe 10 Kammweg - auf dem Weg nach Johanngeorgenstadt

Nach dem Aufstieg auf den Fritschberg ging es über den Mückenbachweg zur Waldsiedlung Halbemeile und weiter bis zum Flächennaturdenkmal Himmelswiese, in dem sich seltene Schmetterlinge und Insekten tummeln. Wir wählten dann den Abstecher zum Sportpark Rabenberg, den viele deutsche Sportvereine und Nationalmannschaften verschiedener Länder als Trainingslager schätzen. Über den Anton-Günther-Lehrpfad und Pachthaus liefen wir über die über die Schwarzwasser-Brücke bis in die „Stadt des Schwibbogens“ Johanngeorgenstadt, wo wir den Schillerbrunnen auf dem Marktplatz bewunderten und nach einem späten Abendessen in unsere bequemen Betten in der kleinen, aber sehr gemütlichen Wander- und Sportpension „Edelweiß“ fielen.

Kammweg Etappe 11: Von Johanngeorgenstadt nach Weitersglashütte (19,5 Kilometer)

Etappe 11 Kammweg - Aussicht vom Auersberg im Erzgebirge

Nach einer morgendlichen Besichtigung des Schaubergwerks Glöckl gelangten wir über den Ziegelhüttenweg und die Eisenstraße auf den idyllischen Lehrpfad Steinbachtal. Vor dem Parkplatz Sauschwemme bewältigten wir den anspruchsvollen Aufstieg auf den Auersberg, auf dessen Gipfel wir die tolle Sicht vom Aussichtsturm genossen und den reizvollen Bergwaldgarten durchstreiften. Über Serpentinen durch dichten Buchenwald ging es bis nach Wildenthal. Weiter auf dem Flößholzzechenweg erreichten wir den Altbergbaustandort „Alter Fritz“ und den kleinen Ortsteil Weitersglashütte der Stadt Eibenstock. Nach einem Abstecher in das romantische Naturschutzgebiet Hochmoor Großer Kranichsee kehrten wir dorthin zurück, um im Gasthaus Talsperre zu übernachten.

Kammweg Etappe 12: Von Weitersglashütte nach Mühlleithen (14 Kilometer)

Etappe 12 Kammweg - Morgenrthe-Rautenkranz im Vogtlandkreis

Nach einem Besuch der Trinitatiskirche Carlsfeld machten wir eine Tour über den 3-Talsperren-Wanderweg und folgten danach wieder dem Kammweg über den Schneehübel in Richtung Morgenröthe-Rautenkranz bis in das Naturschutzgebiet Drei Bächle. Am Rastplatz Drei-Bächle-Hütte lässt es sich herrlich unter alten Fichten pausieren, ebenso in der nahen Waldarbeitersiedlung Sachsengrund. Entlang des Markersbachs ging es weiter bis nach Morgenröthe-Rautenkranz, den Geburtsort von Siegmund Jähn, dem ersten deutschen Kosmonauten. Ein Besuch der Deutschen Raumfahrtausstellung war natürlich auch für uns Pflicht. Unser Nachtquartier bezogen wir nach einer guten Stunde Marsch im Wintersportort Mühlleithen.

Kammweg Etappe 13: Von Mühlleithen nach Schöneck (15 Kilometer)

Etappe 13 Kammweg - auf dem Weg nach Schöneck.

Von Mühlleithen liefen wir auf dem Lehrpfad bis zum ehemaligen Naturschutzzentrum Winselburg über den Köhlermeiler bis zum Besucherbergwerk „Grube Tannenberg“ und zum Vogtländisch-Böhmischen Mineralienzentrum. Nach dessen Besichtigung führte uns der Weg auf den Schneckenstein, von dessen Gipfel man tolle Sicht auf die 2006 eröffnete Vogtland Arena in Klingenthal hat. Nach einer willkommenen Einkehr im Schützenhaus wanderten wir weiter zur Talsperre Muldenberg, die wir direkt auf der Staumauer umrundeten. Parallel zu den Bahngleisen der Vogtlandbahn folgten wir dem Wanderpfad bis zum Sägewerk Schöneck, passierten die Muldenquelle und erreichten unser Etappenziel, den IFA-Ferienpark Schöneck.

Kammweg Etappe 14: Von Schöneck nach Eichigt (22 Kilometer)

Etappe 14 Kammweg - Holzbrücke über die Weiße Elster

Ohne viel Zeit zu verlieren, setzten wir unseren Weg in Richtung Wohlbach fort und wanderten mit Blick auf Gunzen bis zum Pfarrwald. Über Wohlbach ging es dann in Richtung Hermsgrün sowie über die Weiße Elster bis nach Adorf, wo wir das Perlmutter- und Heimatmuseum im Freiberger Tor besuchten. Auf dem Lehr- und Wanderpfad Zeidelweidetal gelangten wir ins sorgfältig renaturierte Tetterweintal und weiter zu den Zollhäusern kurz vor Gettengrün. Vorbei am Geburtshaus des Karikaturisten Erich Ohser (e.o.plauen) folgten wir dem Waldweg bis nach Eichigt, wo wir uns im Naturbad erfrischten und anschließend in der Gaststätte „Blechnapf“ unser Quartier für die Nacht bezogen.

Kammweg Etappe 15: Von Eichigt ins Burgsteingebiet (20,5 Kilometer)

Etappe 15 Kammweg - das Schutzgebiet Grünes Band

Nach der Wanderung durch den Wald vor Tiefenbrunn im Schutzgebiet „Grünes Band“ rasteten wir am Weißen Steines und bestiegen danach den Platzerberg. Über den Weiler Haselrain gelangten wir nach Bobenneukirchen, zur Talsperre Dröda und bis nach Engelhardtsgrün. Weiter ging es über die Vorsperre Ramoldsreuth und die Auenlandschaft am Weißigbach bis zum Anwesen von Schwarzenreuth und zum Etappenziel des Wanderparkplatzes an den Burgsteinruinen. Nachdem wir die Burgsteinruinen aus dem 15. Jahrhundert besichtigt hatten, machten wir uns auf den Weg zu unserer Unterkunft im historischen Gasthof Ruderitz bei Weischlitz.

 Kammweg Etappe 16: Vom Burgsteingebiet nach Hirschberg (23 Kilometer)

Am vorletzten Tag unserer Wanderung auf dem Kammweg durchquerten wir zunächst das märchenhafte Kemnitzbachtal und legten an der Kienmühle eine erste Rast ein. Über die Unterkemnitzmühle und die Anhöhe vor Gutenfürst ging es zum lokalen Haltepunkt der Vogtlandbahn und weiter oberhalb des Dreifreistaatensteins bis nach Gebersreuth. Auf dem Saale-Orla-Weg ging es dann bis nach Blankenstein und in den einst geteilten Ort Mödlareuth, wo das Museum zur deutschen Teilung einen Besuch lohnt. Über den Aussichtspavillon Öhninger Hütte wanderten wir mit Blick auf das Hirschberger Schloss am rechten Ufer der Saale entlang bis in das Naturschutzgebiet Hag. Weiter ging es bis zum Museum für Gerberei- und Stadtgeschichte in Hirschberg. Nach unserem Besuch dort ließen wir es uns in der Gaststätte und Pension „An der Lohmühle“ schmecken und verbrachten auch die Nacht dort.

 Kammweg Etappe 17: Von Hirschberg nach Blankenstein (13,5 Kilometer)

Etappe 17 Kammweg - die Stadt Sparnberg auf der letzten Etappe

Etwas wehmütig und nostalgisch, am Ende unserer Reise angekommen zu sein, aber doch auch glücklich, ohne Probleme alle Etappen absolviert zu haben, machten wir uns am nächsten Morgen auf den Weg nach Sparnberg. Nachdem wir auch Pottiga in Thüringen passiert hatten, machten wir noch einen Abstecher zum Aussichtspunkt am Wachhügel, bevor wir weiter bis nach Blankensteinzogen. Hier besichtigten wir die Schlossruinen und den Aussichtspunkt „Hochzeitskorb“ mit tollem Blick auf das Saaletal. Nach ein paar Erinnerungsfotos am „Drehkreuz des Wanderns“ am Selbitzplatz machten wir uns mit Leihrädern noch auf in das Höllental im Frankenwald und das Muschwitztal, bevor wir uns um viele Eindrücke reicher auf den Heimweg machten.

Der Kammweg ist 289 Kilometer lang und führt durch Sachsen und Thüringen. Er kann in 17 Etappen absolviert werden, die leicht bis mittel eingestuft werden. Entlang des Weges gibt es sehr viele Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel das Weihnachtsdorf Seiffen.

Packliste für diese Tour

Rucksack

Zwischen 30 und 45 Liter, ausreichend bei Mehrtagestouren.

Unsere Empfehlung:

Osprey Stratos

Pack Sack / Dry Sack

Sorgen für Ordnung und sind wasserdicht. Erhältlich in
verschiedenen Größen.

Unsere Empfehlung:

Deuter Light Drypack

Regenschirm

Wenn es nicht sehr windig ist, bietet
der Regenschirm einen super Schutz, und
man kommt um das evtl. Schwitzen in
der Regenjacke herum.

Unsere Empfehlung:

Relags Regenschirm Mini Pocket

Hüttenschlafsack

Ist in viele Hütten Pflicht und sorgt für Hygiene. Das Mischgewebe
Polyester & Baumwolle hat das perfekt Gewicht/Komfort Verhältnis.

Unsere Empfehlung:

Easy Camp Inlet YHA

Wäscheleine

Sehr nett, um über Nacht seine Unterwäsche trocknen zu lassen.

Unsere Empfehlung:

sea to summit Clothesline

Kulturbeutel

Je kleiner, desto besser, da es daran erinnert, sich auf das Nötigste zu beschränken.

Unsere Empfehlung:

Deuter wasch bag lite 2

Handtuch

Aus Microfaser, sehr leicht und ganz kleines Packmaß.

Unsere Empfehlung:

sea to summit pocket Towel

Sonnenbrille

Mit ausreichendem Schutz. Lass Dich beraten!

Unsere Empfehlung:

Uvex Igl 28

Trinkflasche

2 Flaschen mit je 1 Liter Wasser sind das Minimum für einen
ganzen Tag auf den Wanderwegen.

Unsere Empfehlung:

nalgene Everyday 1 Liter

Messer

Mit Korkenzieher für die Flasche Wein 😉

Unsere Empfehlung:

Opinel No 10

Stirnlampe

Ein kleines, kompaktes Modell, um nachts auf Toilette zu gehen oder
um abends vorm Zelt zu kochen ist ausreichend.

Unsere Empfehlung:

Black Diamond Cosmo

2 x Wanderhose

Leicht und schnell trocknend, in der Regel aus Polyester

Unsere Empfehlung:

Maloja

3 x Socken

Mit hohem Anteil an Merinowolle für mehr Atmungsaktivität und
weniger Geruch.

Unsere Empfehlung:

Smartwool Hike medium Crew

Unterhose

Sehr gute Passform, hoher Tragekomfort,
schnell trocknend, atmungsaktiv,
geruchshemmend.

Neue Materialzusammensetzung für längere
Haltbarkeit.

Unsere Empfehlung:

Icebreaker Anatomica Boxer

T-Shirts

Hier empfiehlt sich Merinowolle dank seiner
vielseitigen Qualitäten.

Siehe unseren Blogartikel:
www.doorout.com/blog/merino-wolle-die-geheimnisse-eines-wundergewebes/

Unsere Empfehlung:

Icebreaker Anatomica SS Crewe

Fleecejacke

Mit Kapuze für extra Wärme.

Unsere Empfehlung:

Berghaus Extrem 7000 Hoody

Windjacke

Eine gute Softshell mit Kapuze bietet einen perfekten Schutz.

Unsere Empfehlung:

dare2b Softshelljacke

Wanderschuhe

Bequem und natürlich schon eingelaufen.

Unsere Empfehlung:

Keen Feldberg

Wanderstöcke

Wanderstöcke mit Korkgriff sind feuchtigkeitsregulierend und
bieten damit einen extra Komfort.

Unsere Empfehlung:

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Wanderbericht: Der Heidschnuckenweg

Wanderbericht: Der Heidschnuckenweg

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Der Heidschnuckenweg

Die Heide blüht… noch nicht, dachten wir, als wir im Frühjahr über den Heidschnuckenwegsprachen. Im Frühsommer ist es in der Lüneburger Heide noch nicht so voll wie im August, wenn Millionen Heidepflanzen die Landschaft in ein lila Blütenmeer verwandeln. Dennoch wollten wir die Heide in ihrer vollen Blüte erleben und entschieden uns dafür, uns im August auf den Weg zu machen, die 13 Etappen des Heidschnuckenweges zu begehen (der zur Heideblüte natürlich auch ein Traum ist!). Der Heidschnuckenweg ist in 13 Tagesetappen zu schaffen. Geübte Wanderer können einige Etappen zusammenfassen, weil meist nur leichte Steigungen zu bewältigen sind.

Der Heidschnuckenweg führt auf fast komplett autofreien Wegen vom Südwesten Hamburgs quer durch die jahrhundertealte Kulturlandschaft bis nach Celle. Die Namensgeber, die zotteligen Heidschnucken, werden hier in großen Herden gehalten. Die Schafe mit ihren charakteristischen schwarzen Köpfen und den nach hinten gebogenen Hörnern fressen fleißig die nachwachsenden, kleinen Bäume ab. So können die durch Abholzung entstandenen Heideflächen in ihrer Einmaligkeit erhalten werden.

Gemütliche Einkehr und Übernachtungsmöglichkeiten

Urige Landhotels, Pensionen und Campingplätze liegen am Weg. Unterwegs konnten wir uns mit wildwachsenden Blaubeeren stärken. Und natürlich durfte in den zahlreichen Bauernhofcafés die süße Heide-Spezialität, ein Stück Buchweizentorte, nicht fehlen.

Der Heidschnuckenweg ist vom Deutschen Wanderverband als Qualitätswanderweg zertifiziert. Wer keine zwei Wochen Zeit hat oder im Großraum Hamburg, Bremen, Hannover wohnt, kann es sich besonders leichtmachen – und den Heidschnuckenweg nach und nach in Tagesetappen absolvieren, und so ebenfalls die Heideblüte erleben.

An- und Abreise umweltfreundlich und staufrei

Die Regionalbahn Erixx verkehrt zwischen Buchholz in der Nordheide und Hannover. Die Triebwagen halten an vielen Punkten der nördlichen Heidschnuckenweg-Etappen. Buchholz sowie auch der südliche Endpunkt des Weges, die Residenzstadt Celle, sind mit den Metronom-Zügen gut erreichbar. Tipp: Insbesondere beim Wandern mit zwei oder mehr Personen das günstige Niedersachsen-Ticket nutzen (erste Person 23 Euro, jede weitere 4 Euro). Den nördlichen Startpunkt in der Fischbeker Heide erreichen wir mit der Hamburger S-Bahn (Linie 3 bis Fischbek). Gut gelaunt, mit festem, knöchelhohen Schuhwerk, Rucksack mit Regensachen, Brotzeit und zwei Liter Wasser geht es auf die erste Etappe.

Heidschnuckenweg Etappe 1:
Fischbek – Buchholz in der Nordheide (26 Kilometer)

Schöne Heideflächen auf dem Heidschnuckenweg. Ruhiges Wandern auf schönen Wegen.

Zu Füßen der dicht bewaldeten Hügellandschaft der (Hamburg-) Harburger Berge wandern wir durch die ersten Heideflächen bis nach Buchholz. Der Heidschnuckenweg ist keine Bergwanderung, aber auf den herrlich einsamen Waldwegen geht es hier manchmal ganz schön auf und ab!

Heidschnuckenweg Etappe 2:
Buchholz i.d. Nordheide – Handeloh (15 Kilometer)

Heideflächen ohne Ende und ein schöner Fluss. Tag 2 auf dem Heidschnuckenweg

Aus Buchholz heraus wandern wir am Schmetterlingspark vorbei ins Büsenbachtal. Als wir aus dem dichten Nadelwald treten, blicken wir unvermittelt in eine weite Senke voller Heideflächen. Ein Traumblick! Auf dem nun feinsandigen Weg überschreiten wir die Brücke über den sanft dahin plätschernden Bach.

Heidschnuckenweg Etappe 3:
Handeloh – Undeloh (17 Kilometer)

Die Kirche von Undeloh am dritten Tag auf dem Heidschnuckenweg. Etwas anders als andere Kirchen.

Durchs wildromantische, teils wie ein norddeutscher Urwald zugewachsene Seevetal geht es von Handeloh ins typische Heidedorf Undeloh (übrigens angenehm autofrei, im August zur Heideblüte allerdings mit viel Pferdekutschenverkehr…). Hier bestaunen wir die uralten Bauernhäuser mit ihrem mächtigen Fachwerk, und die bereits 1244 urkundlich erwähnte Feldsteinkirche. Im Undeloher Heide-Erlebnis-Zentrum erfahren wir vieles über die Entstehung der Heidefläche und die frühgeschichtliche Besiedelung, von der zahlreiche Hügelgräber zeugen.

Heidschnuckenweg Etappe 4:
Undeloh – Niederhaverbeck (14 Kilometer)

Wunderschöne Heide auf dem Heidschnuckenweg. Tag 4 imponiert durch eine wunderschöne Landschaft.

Wir wandern über den Pastor-Bode-Weg auf die höchste Erhebung der Heide, den 169 Meter hohen Wilseder Berg und genießen den Panoramablick. Er führt über Heideflächen, bewaldete Hügellinien und fast bis zur Elbe. Rund um Wilsede sehen wir die ersten Heidschnucken zwischen den charakteristischen Wacholderbäumen umherstreichen. Wer Glück hat, kommt mit einem der Berufsschäfer, die mit ihren Hunden die Herden zusammenhalten, ins Gespräch. Ein weiterer Höhepunkt wird unser Abstecher zum Totengrund: Das tief eingeschnittene Heidetal ist sicher einer der Gründe, warum der Heidschnuckenweg vom Wandermagazin 2014 zum schönsten Tourenwanderweg Deutschlands erkoren wurde.

Heidschnuckenweg Etappe 5:
Niederhaverbeck – Bispingen (17 Kilometer)

oder alternativ: Niederhaverbeck – Schneverdingen – Behringen (21 Kilometer)

Moos- und Wasserflächen wechseln sich im Pietzmoor ab. Etappe 5 auf dem Heidschnuckenweg.

Wir entscheiden uns für die zweite Alternative und spazieren durchs Tal der Haverbeeke zum Pietzmoor. Die in der Sonne schillernden Moor- und Wasserflächen sind ein beliebtes Fotomotiv. Die “puscheligen” Blütenstände des Wollgrases stammen ausnahmsweise nicht von den Heidschnucken.

Heidschnuckenweg Etappe 6:
Bispingen/Behringen – Soltau (23/24 Kilometer)

Etappe 6 auf dem Heidschnuckenweg. Soltau bekannt nicht nur durch den Freizeitpark.

Weiter geht es durchs Luhe- und Böhmetal. Der Weg verläuft kurz vor Soltau unmittelbar am mäandernden Fluss Böhme entlang – sehr idyllisch.

Heidschnuckenweg Etappe 7:
Soltau – Wietzendorf (18 Kilometer)

Der Heidepark in Soltau. Auf Etappe 7 gibt es die Möglichkeit, den Park zu besuchen.

Soltau hat neben den Mega-Achterbahnen im Heidepark, circa drei Kilometer nördlich der Stadt, auch kulturell einiges zu bieten: SpielzeugmuseumFelto Filz-Erlebnis- und Spielwelt sowie das über 500 Jahre alte Bürgermeisterhaus lohnen einen Besuch. In Soltau-Friedrichseck wird an das größte deutsche Kriegsgefangenenlager des Ersten Weltkrieges erinnert.

Heidschnuckenweg Etappe 8 und 9:
Wietzendorf – Müden (Örtze) – Faßberg (21 Kilometer)

Etwas zum Nachdenken auf Etappe 8 und 9 des Heidschnuckenwegs.

Wer geschichtlich interessiert ist, sollte einen Abstecher zu den vielen Gedenkstätten einplanen – wie zum Beispiel dem ehemaligen Konzentrationslager Bergen-Belsen. Sie erinnern daran, dass die abgelegene Heidegegend auch Schauplatz düsterer Geschehnisse war. Auf dem Heidschnuckenweg geht es weiter auf den Häteler Berg, der einen Panoramablick auf Wietzendorf bietet. Auf dem Wietzer Berg erinnert ein massiger Findling an Hermann Löns. Für den Heidedichter war die Heide ein Idealbild einer Landschaft, was wir Wanderer voll und ganz bestätigen können!

Heidschnuckenweg Etappe 10:
Faßberg – Oberoher Heide (19 Kilometer)

Etappe 11 auf dem Heidschnuckenweg. Eine schöne Herde Heidschnucken kreuzen den Weg.

Über die Schmarbeck geht es auf den sich rund 40 Meter erhebenden Haußelberg. Hier können Vermessungssteine bewundert werden. Carl Friedrich Gauß, berühmter Mathematiker, Landvermesser und damals in Diensten der hannoverschen Könige, ließ sie im frühen 19. Jahrhundert aufstellen.

Heidschnuckenweg Etappe 11 und 12:
Oberoher Heide – Weesen – Dehningshof (25 Kilometer)

Auch auf der Etappe 11 und 12 Landschaft soweit das Auge reicht.

Wir genießen bei Oberohe den Blick auf eine der letzten großen (und hier in der Südheide größten) Heideflächen unserer Wandertour. Am Ende dieser Etappe erinnern wieder aufgeforstete, fast gleich hohe Kiefern und ein Denkmal daran, dass diese Region in den 1970er Jahren von einem verheerenden Waldbrand heimgesucht wurde.

Heidschnuckenweg Etappe 13:
Dehningshof – Residenzstadt Celle (27 Kilometer)

Das Celler Schloss. Absolut sehenswert auf Etappe 13 auf dem Heidschnuckenweg.

Bald geschafft! Auf der letzten Etappe geht es am Zugvogelparadies der Wildecker Teiche in die Residenzstadt Celle. Es empfiehlt sich, in Dehningshof früh aufzubrechen. Denn es braucht etwas Zeit, um die vielen Fachwerkfassaden der Altstadt und das imposante Celler Welfenschlossanzuschauen. Ein würdiger Abschluss der unvergesslichen Wanderung auf dem Heidschnuckenweg!

Highlights auf dem Heidschnuckenweg

Entlang des Wanderwegs gibt es viele schöne Highlights, die durchaus einen Abstecher wert sind. Wenn Ihr ein wenig mehr Zeit eingeplant habt solltet Ihr überlegen, das eine oder andere Highlight zu besuchen.

Der Brunsberg mit seinem 360 Grad Panorama

Der Brunsberg befindet sich im Norden der Lüneburger Heide. Er ist 129 Meter hoch und somit nicht sonderlich kleiner als der Wilseder Berg. Er bietet das wohl schönste 360 Grad Panorama, das es in der gesamten Lüneburger Heide gibt. Der Berg ist komplett umgeben von Wäldern. Der Heidschnuckenweg führt über den Brunsberg, eine wunderbare Aussicht ist also vorprogrammiert. Der Brunsberg ist eines der 32 „Naturwunder Lüneburger Heide“, er wurde vom Naturpark dazu auserwählt.

Büsenbachtal bei Handeloh

Die Heideflächen sind ein Markenzeichen des Heidschnuckenwegs. Wohl eine der schönsten Heideflächen ist bei Handeloh zu finden, das Büsenbachtal. Dort gibt es eine sehr weite Heidefläche, die wirklich unglaublich schön ist. Mitten durch das Tal fließt der Büsenbach, an beiden Seiten steigen Hügel an, die mit Heide bewachsen sind. Lila Heideflächen, und als Kontrast dazu knorrige Wacholder – eine wirklich schöne Szenerie. Der Büsenbach versickert zwischendurch im Untergrund, um dann später wieder zu erscheinen – dieses Phänomen nennt sich Bachschwinde, und Ihr solltet Euch das auf jeden Fall einmal anschauen. Von dem höchsten Hügel dort, dem Pferdekopf, hat man die beste Aussicht auf dieses wunderbare Tal. Viele Bänke stehen ebenfalls zur Verfügung. Es ist ein tolles Gebiet für eine schöne Wanderung.

Die Weseler Heide

Die Weseler Heide ist immer einen Besuch wert, egal zu welcher Jahreszeit. Sie bietet atemberaubende Ausblicke über die gesamte Heidelandschaft zwischen Undeloh und Wesel. Die Anhöhen sind eine große Besonderheit. Durch sie hindurch bekommt man eine wunderbaren Panoramablick über die ganze Heide. Dort gibt es auch ein paar Seen, sehr bekannt sind die Pastorenteiche. Auch das sogenannte Hexenhaus in Wesel ist immer einen Besuch wert. Der Heidschnuckenweg führt auch durch einige Teile der Weseler Heide.

Wilseder Berg

Mitten im Naturpark Lüneburger Heide befindet sich der Wilseder Berg mit seinen 169 Meter an Höhe. Damit ist er die höchste Erhebung in der gesamten nordwestdeutschen Tiefebene. Er ist auch gleichzeitig das Zentrum der größten Heideflächen in ganz Europa. Auch hier gibt es wieder einen tollen Blick zu erleben.

Der Totengrund

Der Totengrund ist ein mystisches Tal, das sich südöstlich von Wilsede befindet. Auch wenn es sich mystisch anhört, Geister gibt es dort nicht. Aber eine unglaubliche Schönheit, die Heideflächen. Aber nicht nur zur Heideblüte ist der Totengrund sehenswert, er bietet zu jeder Jahreszeit ein Naturschauspiel. Wenn der Nebel durch das Tal zieht, hat es aber wirklich einen leicht mystisches Aussehen, fast wie auf einem Bild.

Das Pietzmoor

In Schneverdingen befindet sich das Pietzmoor, es ist eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die es in der ganzen Lüneburger Heide gibt. Es umfasst eine Fläche von rund 2,5 km². Es gibt einen 5 Kilometer langen Rundwanderweg, der aus Bohlenstegen besteht. Er führt quer durch das Pietzmoor. Diese Hochmoorlandschaft ist an sich schon sehr beeindruckend, aber die sehr spezielle Tier- und Pflanzenwelt ist schon etwas ganz Besonderes.

Misselhorner Heide

Die schönsten Heideflächen der Naturparks Südheide sind wohl die Flächen der Misselhorner Heide bei Hermannsburg. Weitläufige Heideflächen und sanfte Hügel wechseln sich ab, und auch hier immer wieder der Anblick von knorrigen Wacholdern.

Auf dem Heidschnuckenweg sind 223 Kilometer zu absolvieren, die auch für ungeübte Wanderer problemlos in 13 Etappen absolviert werden können. Geübte Wanderer können auch ein paar Etappen zusammenfassen. Auf dem Weg gibt es nur leichte Steigungen, dennoch ist eine gewisse Kondition schon erforderlich, um die Strecken zu absolvieren. Landschaftlich ist dieser Heidschnuckenweg absolut sehenswert.

Packliste für diese Tour

Rucksack

Zwischen 30 und 45 Liter, ausreichend bei Mehrtagestouren.

Unsere Empfehlung:

Osprey Stratos

Pack Sack / Dry Sack

Sorgen für Ordnung und sind wasserdicht. Erhältlich in
verschiedenen Größen.

Unsere Empfehlung:

Deuter Light Drypack

Regenschirm

Wenn es nicht sehr windig ist, bietet
der Regenschirm einen super Schutz, und
man kommt um das evtl. Schwitzen in
der Regenjacke herum.

Unsere Empfehlung:

Relags Regenschirm Mini Pocket

Hüttenschlafsack

Ist in viele Hütten Pflicht und sorgt für Hygiene. Das Mischgewebe
Polyester & Baumwolle hat das perfekt Gewicht/Komfort Verhältnis.

Unsere Empfehlung:

Easy Camp Inlet YHA

Wäscheleine

Sehr nett, um über Nacht seine Unterwäsche trocknen zu lassen.

Unsere Empfehlung:

sea to summit Clothesline

Kulturbeutel

Je kleiner, desto besser, da es daran erinnert, sich auf das Nötigste zu beschränken.

Unsere Empfehlung:

Deuter wasch bag lite 2

Handtuch

Aus Microfaser, sehr leicht und ganz kleines Packmaß.

Unsere Empfehlung:

sea to summit pocket Towel

Sonnenbrille

Mit ausreichendem Schutz. Lass Dich beraten!

Unsere Empfehlung:

Uvex Igl 28

Trinkflasche

2 Flaschen mit je 1 Liter Wasser sind das Minimum für einen
ganzen Tag auf den Wanderwegen.

Unsere Empfehlung:

nalgene Everyday 1 Liter

Messer

Mit Korkenzieher für die Flasche Wein 😉

Unsere Empfehlung:

Opinel No 10

Stirnlampe

Ein kleines, kompaktes Modell, um nachts auf Toilette zu gehen oder
um abends vorm Zelt zu kochen ist ausreichend.

Unsere Empfehlung:

Black Diamond Cosmo

2 x Wanderhose

Leicht und schnell trocknend, in der Regel aus Polyester

Unsere Empfehlung:

Maloja

3 x Socken

Mit hohem Anteil an Merinowolle für mehr Atmungsaktivität und
weniger Geruch.

Unsere Empfehlung:

Smartwool Hike medium Crew

Unterhose

Sehr gute Passform, hoher Tragekomfort,
schnell trocknend, atmungsaktiv,
geruchshemmend.

Neue Materialzusammensetzung für längere
Haltbarkeit.

Unsere Empfehlung:

Icebreaker Anatomica Boxer

T-Shirts

Hier empfiehlt sich Merinowolle dank seiner
vielseitigen Qualitäten.

Siehe unseren Blogartikel:
www.doorout.com/blog/merino-wolle-die-geheimnisse-eines-wundergewebes/

Unsere Empfehlung:

Icebreaker Anatomica SS Crewe

Fleecejacke

Mit Kapuze für extra Wärme.

Unsere Empfehlung:

Berghaus Extrem 7000 Hoody

Windjacke

Eine gute Softshell mit Kapuze bietet einen perfekten Schutz.

Unsere Empfehlung:

dare2b Softshelljacke

Wanderschuhe

Bequem und natürlich schon eingelaufen.

Unsere Empfehlung:

Keen Feldberg

Wanderstöcke

Wanderstöcke mit Korkgriff sind feuchtigkeitsregulierend und
bieten damit einen extra Komfort.

Unsere Empfehlung:

Black diamond Trail ergo cork

Wanderbericht: Der Goldsteig

Wanderbericht: Der Goldsteig

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Der Goldsteig

Schon seit Langem wollten wir endlich den vor zehn Jahren im August 2007 eröffneten und insgesamt gut 660 Kilometer langen Prädikatswanderweg Goldsteig im schönen Bayerischen und Oberpfälzer Wald erkunden.

Anfang Mai war es dann endlich soweit, wir packten unsere „sieben Sachen“ und fuhren mit „Sack und Pack“ in das idyllische Städtchen Marktredwitz nahe der Grenze zu Tschechien im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge. Nachdem wir dort noch das Egerland-Museum besichtigt und ein üppiges Frühstück in der Altstadt zu uns genommen hatten, machten wir uns auf den Weg. Die erste Etappe der von uns gewählten, 420 Kilometer langen Nordvariante zwischen Marktredwitz und Passau sollte uns nach fast 18 Kilometern in gut sechs Stunden in den Erholungsort Friedenfels im Landkreis Tirschenreuth bringen.

 

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Goldsteig Etappe 1: Von Marktredwitz bis Friedenfels

Los ging es am Sitz des Fichtelgebirgsvereins am Gerberhaus an der Kreuzung der Fabrikstraße mit der Kösseinestraße, unweit des Dörflaser Platzes am Auenpark. Bereits die Strecke durch den romantischen Park gefiel uns sehr gut, nachdem wir in Richtung Waldershof nach ca. 1,5 Kilometern die Staatsstraße 2121 überquert hatten, liefen wir auf einem grünen Wiesenweg bis nach Rosenhammer. Ein Blickfang war die Waldershofer Kirche und die harmonische Birkengruppe samt Kruzifix. Über Neumühle ging es weiter bis zum Mascherberg, dort sollte man auf jeden Fall auf die Wegmarkierung achten.

Goldsteig Etappe 2: Von Friedenfels bis Falkenberg

Typisch für Franken sind die großen Karpfenteiche, folgerichtig passierten wir die große Karpfenskulptur am Ortsausgang und wanderten vorbei an Wäldern, Wiesen und Feldern in der sog. „Tirschenreuther Teichpfanne“ bis zum Waldfriedhof. Es folgte wieder offenere Landschaft samt dem imposanten Haferdeckfelsen und der Haferdeckmühle bis nach Voitenthan und Muckenthal, wo wir einkehrten. Vorbei an weiteren Weihern, Seen und Teiche ging es über den Bahnübergang und den Fischlehrpfad bis zum Perlsee und weiter bis zum Neuweiher. Nach den Adamsteichen endete unser erster Tag über Seidlersreuth in Falkenberg.

Goldsteig Etappe 3: Von Falkenberg bis Neuhaus

Gut ausgeruht besichtigten wir nach dem Frühstück zunächst die majestätisch oberhalb des Ortes thronende Burg Falkenberg aus dem 11. Jahrhundert. Die Etappe durch das „wilde“ Waldnaabtal verläuft ab der Hammermühle auf einem Uferpfad durch ein gut 180 Hektar großes Naturschutzgebiet. Rechts und links entlang des 12 Kilometer langen Wegs erheben sich über 40 Meter Felswände aus Granit, Hinweistafeln informieren über die Burgen und Sagen der Region. Zur Rast bietet sich perfekt die Blockhütte unter alten Kastanien mit Biergarten am Waldnaabufer an. Über die Waldfriedenhütte und den Zusammenfluss von Fichtelnaab und Waldnaab gelangten wir an den Ortseingang von Neuhaus/Windischeschenbach.

Goldsteig Etappe 4: Von Neuhaus bis Letzau/Oberhöll

Vom weithin sichtbaren „Butterfassturm“ der um das Jahr 1300 errichteten Burg Neuhaus bewunderten wir die Aussicht über die nördliche Oberpfalz, bevor wir schließlich über die Hutzlmühle und Islandpferde-Passstrecke wieder zur Waldnaab gelangten. Von dort ging es über Waldwege bis zur Radschinmühle bei Mühlberg. In Neustadt kann man die Lobkowitz-Schlösser, die beiden Kirchen St. Georg und St. Felix sowie das Glasmuseum besichtigen. Wir folgten dem Tal der Waldnaab mit herrlichem Blick auf Weiden und den Parkstein und erreichten über Wilchenreuth, Theisseil und den Fischerberg mit dem Vierlingsturm die Strobelhütte, bevor wir ins Hölltal hinabstiegen.

Goldsteig Etappe 5: Von Letzau/Oberhöll bis Leuchtenberg

Nach einer geruhsamen Nacht im gemütlichen Scheidlerhof in Harlesberg begann unsere heutige Etappe mit einem kleinen Anstieg am Waldrand bis zum Dreifaltigkeitsberg bei Muglhof, und weiter bis nach Oedenthal und Roggenstein. Im Luhe-Tal bewunderten wir die ehemalige Glasschleife Oberschleif und gelangten anschließend in das Waldgebiet Elm mit den drei markanten Grenzkreuzen, der „Mördergrube“ und der „Sargmühle“. Weiter ging es durch das Lerautal und das Naturschutzgebiet Wolfslohklamm bis zum Wolfslohfelsen, und zur bizarren Felsformation „Teufelsbutterfass“, und weiter bis nach Leuchtenberg mit der gleichnamigen Burgruine.

Goldsteig Etappe 6: Von Leuchtenberg bis Tännesberg

Nach einer kurzen Stippvisite der Ruine, von dessen Bergfried wir die tolle Aussicht in die Umgebung genossen, führte uns der Goldsteig über Wittschau auf dem „Roten Bühl“ bis nach Döllnitz am Eingang zum Pfreimdtal. Dort folgten wir dem Gewässer bis kurz vor Trausnitz, wo man vom Kalvarienberg aus fantastische Fernsicht auf den ganzen Ort hat. Im folgenden Pfreimdtal-Stausee war es uns noch zu kühl zum Baden, weswegen wir weiter nach Bierlhof, Oberbierlhof und Kaufnitz bis zum Schlossberg Tännesberg wanderten. Nachdem wir den Panoramablick von dort über die Gegend kurz, aber intensiv ausgekostet hatten, sanken wir nach dem doch etwas anstrengenden Tag müde in unsere Betten im Sporthotel „Zur Post“.

Goldsteig Etappe 7: Von Tännesberg bis Oberviechtach

Früh am nächsten Morgen liefen wir auf dem geologischen Lehrpfad und besuchten die nahe Wallfahrtskirche St. Jodok. Weiter gings es durch den Tännesberger Wald bis zum Gipfel des Wildensteins, die Strecke ist hier mit dem Jakobsweg identisch. In der bekannten Festspiel- und Goldstadt Oberviechtach besichtigten wir das Stadtmuseum Oberviechtach, den neuen Goldlehrpfad durch die ehemaligen Abbaugebiete ließen wir aus Zeitgründen jedoch links liegen.

Goldsteig Etappe 8: Von Oberviechtach bis Rötz

Mit Blick auf die Burg Haus Murach aus dem frühen 12. Jahrhundert führten wir unseren Weg auf dem 3 Kilometer langen Lehrpfad durch das 80 Hektar große Naturschutzgebiet Prackendorfer und Kulzer Moos fort. Es folgten die Stationen des Bergfrieds in Thanstein, des Schwarzwihrbergs und des Naturdenkmals Steinerne Wand, bevor wir an der Schwarzenburgruine samt Schwanbergturm unser Etappenziel Rötz-Bauhof bei Einbruch der Dunkelheit erreichten.

Goldsteig Etappe 9: Von Rötz bis Herzogau

Unsere heutige Wanderung führte durch das Schwarzachtal, wo wir zum Start einen tollen Blick auf den Čerchov (Schwarzkopf) oberhalb von Waldmünchen hatten. Bevor wir dort ankommen sollten, mussten wir jedoch noch den Eixendorfer Stausee passieren, wo das Oberpfälzer Handwerksmuseum samt Schenke einen Abstecher lohnt. Im Schwarzachtal ging es schließlich weiter bis kurz vor Waldmünchen, wo der Goldsteig über Prosdorf bis nach Herzogau führt.

Goldsteig Etappe 10: Von Herzogau bis Furth im Wald

Nach einer weiteren erholsamen Nacht im Landhotel Gruber führte uns der Goldsteig am nächsten Tag zunächst zum Aussichtsturm auf dem Klammerfels. Danach ging es durch malerische Felsformationen bis kurz vor Althütte und zum Pfennigfelsen mit herrlichem Ausblick auf Waldmünchen, das Ulrichsgrüner Tal, Herzogau, den Schwarzwihrberg und Frauenstein. An der Landesgrenze zu Tschechien passierten wir den Dreiwappenfelsen, den Kreuzfelsen und das gläserne Kreuz am Reiseck. An der Roberthütte auf dem Gaisriegel ließen wir unsere Blicke über die Further Senke, den Hohenbogen und Osser sowie die Schlossanlage Voithenberg schweifen. Über die Natursteintreppe Himmelsleiter gelangten wir erschöpft, aber zufrieden bis zum Stadtrand von Furth im Wald.

Goldsteig Etappe 11: Von Furth im Wald bis Schönbuchen

Nach unserer Übernachtung in der modernen örtlichen Jugendherberge absolvierten am nächsten Morgen den steilen, jedoch nur einen Kilometer langen Aufstieg zum 1079 Meter hohen Hohenbogen. Oben angekommen wartete als Belohnung grandiose Fernsicht über das gesamte Chambtal und nach Böhmen. In der dortigen Diensthütte gönnten wir uns eine wohlverdiente Stärkung und begaben uns nach Schönbuchen am Fuße des Kaitersberges. Alternativ hierzu wäre auch die Wanderung über den Osser und/oder zum Arber möglich gewesen, die wir jedoch zugunsten der ersten Variante verworfen haben.

Goldsteig Etappe 12: Von Schönbuchen bis Eck

Nach einer kurzen Rast in Schönbuchen ging unsere Wanderung über Reitenberg, die Räuber-Heigl-Höhle am Kreuzfelsen und den Mittagstein weiter bis zur Kötztinger Hütte. Dort genossen wir den Rundumblick über das Zellertal sowie den Lamer Winkel und stiegen durch das Steinbühler Gesenke bis zu den überregional bekannten Rauchröhren. Am Waldschmidtdenkmal am Großen Riedelstein gönnten wir uns noch einen Ausblick in die umliegende alpine Landschaft, bevor wir uns im Berggasthof Eck im beschaulichen Arrach bayerische Spezialitäten im Biergarten munden ließen und dort unsere gemütlichen Zimmer bezogen.

Goldsteig Etappe 13: Von Eck bis Großer Arber

Gleich über acht Gipfel führte uns diese Etappe des Goldsteigs, durchaus fordernde Auf- und Abstiege halten sich bei der anspruchsvollen Strecke über den Mühlriegel, Ödriegel, das Schwarzeck, den Reischflecksattel, Heugstatt und Enzian sowie Kleinen und Großer Arber die Waage. Den urwüchsigen Weg säumen weithin sichtbare Gipfelkreuze, wir waren auf jeden Fall froh ausreichend Wasser dabei zu haben, denn in den baumlosen Höhen wurde man doch schnell recht durstig.

Goldsteig Etappe 14: Von Großer Arber bis Bayerisch Eisenstein

Nach der Nacht im urigen Arberschutzhaus waren wir froh, nach dem gestrigen Tag nur eine vergleichsweise einfache Etappe bewältigen zu müssen. Über den Großen Arbersee, den Arberseebach und die Seebachschleife im Regental ging es auf Waldsteigen am Regenfluss bis zur Ortsmitte des gastfreundlichen Luftkurorts Bayerisch Eisenstein. Hier blieb uns genug Zeit, um die fast zwei Dutzend historischen Fahrzeuge im liebevoll eingerichtete „Localbahnmuseum“ zu besichtigen und eine herzhafte Brotzeit zu uns zu nehmen.

Goldsteig Etappe 15: Von Bayerisch Eisenstein bis Großer Falkenstein

Gut gestärkt setzten wir den Weg vom großen Wanderpark am Triftbach über den Urwald-Erlebnisweg „Watzlik-Hain“ bis nach Zwieslerwaldhaus fort. Nach einem Abstecher zum nahen internationalen Hüttendorf durchquerten wir das Urwaldgebiet Mittelsteighütte bis zum Ruckowitzschachten, von wo man einen tollen Blick über die umliegenden Berge hat. Nach der Strecke durch den Bergfichtenwald erreichten wir um viele schöne Eindrücke reicher das Schutzhaus Großer Falkenstein, wo wir sehr lecker zu Abend aßen und danach entspannt schlafen gingen.

Goldsteig Etappe 16: Von Großer Falkenstein bis Rachel

Auf dem Kamm des Großen Falkensteins wanderten wir gut ausgeruht am nächsten Morgen vorbei an vielen ehemaligen „Schachten“ (Waldweiden für Jungvieh) und auf Bohlensteigen durch märchenhafte „Filzen“ (Hochmoore) bis zum Waldschmidthaus unterhalb des Rachelgipfels. Da man dort leider nicht übernachten kann, wählten wir den Abstieg bis in die Gemeinde Spiegelau, wo wir im weitläufigen Panoramahotel Grobauer logierten.

Goldsteig Etappe 17: Von Rachel bis Lusen

Nach diesem kleinen Umweg eroberten wir am darauf folgenden Tag über Naturtreppen den 1.452 hohen Gipfel des Rachel, von wo man tolle Sicht auf die Rachelkapelle und den Rachelsee hat. Auf dem Weg zur Felsenkanzel und nach einem Abstecher zum Rachelsee folgten wir der Markierung durch den Urwald am Teufelsloch und der Felsentreppe „Himmelsleiter“ bis zum Lusengipfel und dem 200.000 m² großen Geotop „Blockmeer am Lusen“. Kost und Logis im nahen Lusenschutzhaus stellten uns mehr als zufrieden.

Goldsteig Etappe 18: Von Lusen bis Mauth

Die kurze und einfache Etappe des Abstiegs vom Lusen ermöglichte uns viele schöne Rastpausen. So gönnten wir uns je eine lange Auszeit an der Waldwiese am Tummelplatz und an der Staumauer Steinbachklause. Gut erholt erreichten wir schon zur Mittagszeit die 2300-Einwohnergemeinde Mauth, wo wir nach dem Essen einen ausführlichen Rundgang über die malerischen Höfe der Niederbayerischen Freilichtmuseen Massing und Finsterau unternahmen.

Goldsteig Etappe 19: Von Mauth bis Philippsreut

Mit der inzwischen gut trainierten Kondition machten wir uns im Anschluss direkt weiter über den Glasmacherhof bis zur Annathalmühle und über den Almberg bis zur Alpe. Hier machten wir eine längere Pause mit herrlicher Fernsicht, um danach dem Goldsteig gemächlich bis nach Philippsreut zu folgen, wo wir noch die Tussetkapelle und die Kirche St. Karl Borromäus besichtigten. Im wahrhaft urbayerischen Gasthof Pfenniggeiger folgte eine wohltuend ruhige Nacht.

Goldsteig Etappe 20: Von Philippsreut bis Haidmühle

Frischauf folgten wir dem Weg am nächsten Morgen über die Kricklsäge und die Wüstung Leopoldsreut samt der Kapelle St. Nepomuk und dem Forsthaus bis zum Gipfel des 1.167 Meter hohen Haidel. Dort betrachteten wir die schöne Umgebung vom 35 Meter hohen Aussichtsturm und stiegen über den Wandererberg bis zum Ortsrand von Obergrainet und weiter zum bekannten Wallfahrtsort Kohlstattbrunn hinab. Vorbei am Markierungsstein des Zusammenflusses von Weberau-, Goldgruben- und Rothbach ging es weiter bis zur Kalten Moldau und dem Etappenendziel der Wassertretstelle bei Haidmühle.

Goldsteig Etappe 21: Von Haidmühle bis Breitenberg

Nach der Übernachtung mit Frühstück im komfortablen Hotel Märchenwald in Haidmühle folgten wir dem Goldsteig auf den Gipfel des Dreisessels und stärkten uns im dortigen Schutzhaus. Über den wirklich beeindruckenden Adalbert-Stifter-Steig gelangten wir zum berühmten „Steinernen Meer“ mit den riesigen Felsplatten aus Granit. Nach einem Ausflug über die österreichische Grenze beim Campingplatz Lackenhäuser ging es zur Hammerschmiede am Gegenbach und den Höpfelberg bis in die kleine Gemeinde Breitenberg, wo wir im modernen wo wir im Bio-Landgut Tiefleiten übernachteten.

Goldsteig Etappe 22: Von Breitenberg bis Hauzenberg

Nach dem gesunden wie schmackhaften Frühstück ging es zunächst zum kleinen Webereimuseum im Ortsteil Gegenbach und im Anschluss zur Skisprungschanzenanlage, die einen tollen Ausblick bietet. Weiter wanderten wir dann über Rastbüchl und die Kapelle Mariä Heimsuchung sowie die Bachmühle bis in die Ortschaft Sonnen und nach Oberfrauenwald. Nach den idyllisch gelegenen Weilern Geiersberg, Neustift, Lindbüchl und Freudensee führte uns der Weg durch das Staffelbachtal bis nach Hauzenberg, wo wir im zentralen Gasthof Höfler nächtigten.

Goldsteig Etappe 23: Von Hauzenberg bis Passau

Am letzten Tag unserer Wanderreise durch den Bayerischen Wald bewältigten wir mit etwas wehmütigem Herzen die Strecke durch das Staffelbachtal bis zur Kaindlmühle in das Tal der Erlau. Über die alte Papiermühle in Schmölz und die Eggersdorfer Teiche ging es nach Eggersdorf und zur Grafenmühle. Nach dem kleinen Ort Satzbach und dessen Ortsteilen Zieglreut und Grubweg sahen wir tatsächlich endlich die Dreiflüssestadt Passau mit der Donau, Inn und Ilz vor unseren erstaunten Augen.

Highlights auf dem Goldsteig

Auf dem Goldsteig gibt es einige Highlights, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Hier sind ein paar Highlights auf der Karte, die einen Besuch auf jeden Fall wert sind.

Bauernhausensemble Datting

Direkt in der Ortschaft Datting steht eines der Waldlerhäuser Bayerns, die am besten erhalten sind. Das gesamte Ensemble steht unter Denkmalschutz und ist ein Foto-Motiv, das sehr begehrt ist. Allerdings sind die Häuser auch heute noch bewohnt.

Der Baumwipfelpfad Neuschönau

Mitten im Nationalpark Bayerischer Wald befindet sich der Baumwipfelpfad. Dieser ermöglicht eine Wanderung  in einer Höhe von 8 bis 25 Metern über dem Waldboden. Der Pfad wurde erst im Jahr 2009 eröffnet. Viele Elemente auf dem Weg geben Eindrücke zur unverfälschten Natur der Waldlandschaft. Ein Aussichtsturm auf 44 Metern Höhe liefert einen wunderbaren Rundumblick.

Burg Falkenberg

Die Burg Falkenberg wurde zum ersten Mal im 11. Jahrhundert erwähnt. Sie ist eine der ältesten Burgen, die es im Stiftland gibt. Sie befindet sich auf einem Felsblock in luftiger Höhe und ist eine der letzten Burgen, die auch heute noch bewohnt wird.

Bayerisch-Eisenstein

Der anerkannte Luftkurort Bayerisch-Eisenstein bietet mitten in einer wunderbaren Waldlandschaft viel Ruhe und Erholung, und das zu jeder Jahreszeit. Sowohl der Große Arber als auch der Nationalpark Bayerischer Wald sind sehr schnell von dort aus zu erreichen.

Burg Leuchtenberg

Die Burganlage Leuchtenberg ist bereits von weitem gut sichtbar. Sie wird auch oft als „Akropolis der Oberpfalz“ bezeichnet. Es finden regelmäßig Burgführungen statt, eine davon sollte man auf jeden Fall mitmachen, es lohnt sich.

Burg Weißenstein

Wenn sich die erste Etappe des Goldsteigs dem Ende zuneigt, kommen Wanderer an der Burg Weißenstein vorbei. Die Geschichte dieser Ruine reicht sehr weit zurück bis in das Jahr 1100. Direkt am Bergfried gibt es eine Aussichtsplattform, die zwar recht mühsam zu besteigen ist, aber es lohnt sich auf jeden Fall, der sich einem bietende Rundumblick ist wirklich sagenhaft.

Dreisessel und Steinernes Meer

Der Dreisessel ist eine Felsformation, die ihren Namen nicht ohne Grund trägt. Sie ähnelt von der Form her drei Sesseln, und befindet sich nahe der Ortschaft Altreichenau. Am Südhang des Dreisessels befindet sich das Steinerne Meer, das sich über den Hauptkamm des Plöckensteins hin erstreckt. Dort schichten sich viele sehr große Felsen auf mehr als 9 ha übereinander.

Der Goldsteig hat mit seinen 660 Kilometern eine sehr beeindruckende Länge. Er führt in mehreren Tagesetappen mitten durch den Nationalpark, das ist wirklich ein einmaliges Erlebnis!

Auf der Tour erwarten Euch leichtemittlere aber auch schwere Passagen, die aber dennoch gut zu absolvieren sind.

Packliste für diese Tour

Rucksack

Zwischen 30 und 45 Liter, ausreichend bei Mehrtagestouren.

Unsere Empfehlung:

Osprey Stratos

Pack Sack / Dry Sack

Sorgen für Ordnung und sind wasserdicht. Erhältlich in
verschiedenen Größen.

Unsere Empfehlung:

Deuter Light Drypack

Regenschirm

Wenn es nicht sehr windig ist, bietet
der Regenschirm einen super Schutz, und
man kommt um das evtl. Schwitzen in
der Regenjacke herum.

Unsere Empfehlung:

Relags Regenschirm Mini Pocket

Hüttenschlafsack

Ist in viele Hütten Pflicht und sorgt für Hygiene. Das Mischgewebe
Polyester & Baumwolle hat das perfekt Gewicht/Komfort Verhältnis.

Unsere Empfehlung:

Easy Camp Inlet YHA

Wäscheleine

Sehr nett, um über Nacht seine Unterwäsche trocknen zu lassen.

Unsere Empfehlung:

sea to summit Clothesline

Kulturbeutel

Je kleiner, desto besser, da es daran erinnert, sich auf das Nötigste zu beschränken.

Unsere Empfehlung:

Deuter wasch bag lite 2

Handtuch

Aus Microfaser, sehr leicht und ganz kleines Packmaß.

Unsere Empfehlung:

sea to summit pocket Towel

Sonnenbrille

Mit ausreichendem Schutz. Lass Dich beraten!

Unsere Empfehlung:

Uvex Igl 28

Trinkflasche

2 Flaschen mit je 1 Liter Wasser sind das Minimum für einen
ganzen Tag auf den Wanderwegen.

Unsere Empfehlung:

nalgene Everyday 1 Liter

Messer

Mit Korkenzieher für die Flasche Wein 😉

Unsere Empfehlung:

Opinel No 10

Stirnlampe

Ein kleines, kompaktes Modell, um nachts auf Toilette zu gehen oder
um abends vorm Zelt zu kochen ist ausreichend.

Unsere Empfehlung:

Black Diamond Cosmo

2 x Wanderhose

Leicht und schnell trocknend, in der Regel aus Polyester

Unsere Empfehlung:

Maloja

3 x Socken

Mit hohem Anteil an Merinowolle für mehr Atmungsaktivität und
weniger Geruch.

Unsere Empfehlung:

Smartwool Hike medium Crew

Unterhose

Sehr gute Passform, hoher Tragekomfort,
schnell trocknend, atmungsaktiv,
geruchshemmend.

Neue Materialzusammensetzung für längere
Haltbarkeit.

Unsere Empfehlung:

Icebreaker Anatomica Boxer

T-Shirts

Hier empfiehlt sich Merinowolle dank seiner
vielseitigen Qualitäten.

Siehe unseren Blogartikel:
www.doorout.com/blog/merino-wolle-die-geheimnisse-eines-wundergewebes/

Unsere Empfehlung:

Icebreaker Anatomica SS Crewe

Fleecejacke

Mit Kapuze für extra Wärme.

Unsere Empfehlung:

Berghaus Extrem 7000 Hoody

Windjacke

Eine gute Softshell mit Kapuze bietet einen perfekten Schutz.

Unsere Empfehlung:

dare2b Softshelljacke

Wanderschuhe

Bequem und natürlich schon eingelaufen.

Unsere Empfehlung:

Keen Feldberg

Wanderstöcke

Wanderstöcke mit Korkgriff sind feuchtigkeitsregulierend und
bieten damit einen extra Komfort.

Unsere Empfehlung:

Black diamond Trail ergo cork

Wanderbericht: Pembrokeshire Coast Path in Wales

Wanderbericht: Pembrokeshire Coast Path in Wales

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Der Pembrokeshire Coast Path ist, wie der Name schon verrät, ein Küstenweg. Daher sind sehr windige und feuchte Konditionen zu erwarten. Wir empfehlen, die Schutzkleidung sehr sorgfältig auszusuchen.

Damit Ihr für diese Tour auch richtig ausgerüstet seid, haben wir Euch eine komplette Packliste erstellt mit allem, was Ihr für diese Tour braucht, beispielsweise Rucksack, Hüttenschlafsack, Windjacke und vielem mehr.

Atemberaubende Landschaften und eine Wanderung durch die Geschichte – der Pembrokeshire Coast Path

Malerische Strände, romantische Dörfer, zerklüftete Schluchten, Felsen aus Vulkangestein und der Ausblick über das Meer, so weit das Auge reicht – das und noch viel mehr bietet der Pembrokeshire Coast Path, der nicht umsonst von National Geographic zu einem der besten langen Wanderwege der Welt in einer der schönsten Küstenregionen gekürt wurde. 15 Tage lang erlebten wir diesen wundersamen Einklang aus Natur und von Menschenhand Geschaffenem.

 

Du suchst weitere schöne Wanderwege in der näheren Umgebung? Hier klicken!

 

Die Etappen des Pembrokeshire Coast Path

1. Etappe von Amroth nach Tenby

Etappe 1 Pembrokeshire Coast Path Amroth Tenby

Mit Flugzeug, Zug und Taxi erreichen wir Amroth, den Ausgangspunkt des rund 300 Kilometer messenden Pembrokeshire Coast Path. Als ein Abschnitt des 1400 Kilometer langen Wales Coastal Path führt er über mehrere Etappen an der Küstenlinie von Wales entlang und wird uns über die kommenden 15 Tage mit seiner wunderschönen Landschaft und dem atemberaubenden Ausblick über das Meer verzaubern.

Nach einer Übernachtung in Amroth beginnen wir unsere erste, gut elf Kilometer lange Etappe. Unter dem strahlend blauen Himmel eines Septembertages, wie er schöner nicht sein könnte, marschieren wir an den Klippen entlang. Diese erste Etappe ist vom Schwierigkeitsgrad her eher einfach, was uns einen gelungenen Einstieg in den Weg erlaubt und die Zeit bis zum Erreichen Tenbys beinahe wie im Fluge vergehen lässt.

2. Etappe von Tenby nach Stackpole

Etappe 2 Pembrokeshire Coast Path Tenby Stackpole

Am nächsten Tag stehen wir bald auf, denn vor uns liegen mehr als 24 Kilometer. Vor dem Aufbruch nehmen wir uns aber die Zeit, Tenbys traumhafte Strände zu besuchen. Der Himmel ist heute leicht bewölkt, aber das tut dem umwerfenden Panorama keinen Abbruch. Der Auslöser unseres Fotoapparates klickt beinahe ununterbrochen, doch bereits jetzt ist uns klar, dass die Bilder später niemals denselben Eindruck der Szenerie vermitteln können.

Der Weg bis Stackpole ist weit, doch wir kommen gut voran. An unserem Ziel suchen wir uns ein gemütliches Bed and Breakfast und fallen schon bald nach einem schnellen Abendessen in unsere Betten.

3. Etappe von Stackpole nach Freshwater West

Etappe 3 Pembrokeshire Coast Path Stackpole Freshwater West

Vor uns liegt ein ähnlich langer Marsch wie gestern auf dem Pembrokeshire Coast Path, weshalb wir wieder zeitig auf der Strecke sind. Unterwegs stoßen wir immer wieder auf die Möglichkeit, einzelne Etappen mit dem Bus zurückzulegen. Praktischerweise kann man sich den Wanderweg individuell zusammenstellen.

Es ist nicht erforderlich, ihn von Beginn bis zum Ende zu gehen. Viele Wanderer bewältigen anscheinend nur kurze Abschnitte oder nutzen zwischendurch die öffentlichen Verkehrsmittel, um ihre Füße nicht übermäßig zu strapazieren. Wir haben uns allerdings vorgenommen, auf den Bus zu verzichten und die gesamten 300 Kilometer auf Schusters Rappen zurückzulegen.

4. Etappe von Freshwater West nach Pembroke

Etappe 4 Pembrokeshire Coast Path Freshwater West Pembroke

Heute steht uns der bisher anstrengendste Teil unserer Reise bevor. Knappe 30 Kilometer sind es, die zwischen uns und unserem nächsten Etappenziel liegen. Auf der einen Seite erstreckt sich das Meer, so weit das Auge reicht, auf der anderen bestimmen Wiesen und Weiden das Landschaftsbild. Hier vertreiben sich Kühe und Schafe die Zeit mit Nichtstun. Auch wilde Ponyskann man beobachten, doch diese Tiere sind sehr scheu und im Gegensatz zu ihren heimischen Artgenossen aus den Pferdehöfen nicht für Streicheleinheiten zu begeistern.

Ab der Hälfte des Weges beginnt sich das Landschaftsbild zu verändern. Nun ist es weniger natürlich, sondern von Hafenanlagen geprägt.

Gegen Abend erreichen wir Pembroke, stolz darauf, so gut in der Zeit zu liegen.

5. Etappe von Pembroke nach Milford Haven

Etappe 5 Pembrokeshire Coast Path Pembroke Milford Haven

Die heutige Strecke kommt uns mit gut 18 Kilometern beinahe wie ein Katzensprung vor. Wieder einmal fällt uns auf, dass außer uns recht wenige Wanderer unterwegs sind. Wir dürften eine gute Zeit erwischt haben, denn von einem unserer Gastgeber haben wir bereits erfahren, dass die Gegend während der Ferienzeit bei weitem nicht so ruhig und ungestört ist. Dennoch sind die Unterkünfte auch außerhalb der Hauptsaison auf Wanderer eingestellt, da der Weg bereits einen gewissen Grad an Bekanntschaft gewonnen hat. Und so genießen wir die stille Idylle, während sich unser heutiger Marsch dem Ende zuneigt.

6. Etappe von Milford Haven nach Dale

Etappe 6 Pembrokeshire Coast Path Milford Haven Dale

Wir verlassen die Hafengegend und erfreuen unsere Augen an den wunderbaren Buchten, die sich unter uns erstrecken. Wenn man Glück hat, kann man unten im Wasser Robben entdecken, doch bisher konnten wir noch keine sichten. Von einem Einheimischen erfuhren wir, dass der Stein unter uns von zahlreichen Höhlen durchzogen ist, die früher angeblich von Piraten und Schmugglerngenutzt wurden.

Mutige können einem neuen Trend folgen, dem Coasteering. Dabei springt man in Neoprenanzügen und unter Aufsicht eines Guides von den Klippen ins Meer, um die Höhlen zu erforschen und vielleicht auch die eine oder andere Robbe zu Gesicht zu bekommen. Wir sind uns allerdings einig, dass wir diesen Sprung aufgrund mangelnder Abenteuerlust lieber nicht wagen wollen.

7. Etappe von Dale nach St. Bride’s Haven

Etappe 7 Pembrokeshire Coast Path Dale St.Bride´s Haven

Heute liegt wieder eine längere Strecke vor uns. Auf den knapp 25 Kilometern freuen wir uns darüber, dass der Himmel bewölkt ist, denn die Vegetation ist eher karg und Schatten rar. Wieder einmal fallen uns die vielen keltischen Schriftzeichen auf, die sogar auf Mülleimern zu finden sind. Wir haben Glück, dass hier neben Walisisch auch Englisch als Amtssprache gilt, denn ansonsten hätten wir wohl etliche Kommunikationsschwierigkeiten.

8. Etappe von St. Bride’s Haven nach Newgale

Etappe 8 Pembrokeshire Coast Path St.Bride´s Haven Newgale

Auf den gut 20 Kilometern des heutigen Tages scheint die Sonne auf den Weg, der uns vorbei an kleinen Häfen und Sandstränden führt. Das schöne Wetter begünstigt die Aussicht, und wir haben das Gefühl, dass hinter dem Meer überhaupt kein Horizont existiert. Unseren zu Hause gebliebenen Freunden werden wir etliche Fotos zu zeigen haben!

9. Etappe von Newgale nach St. Non’s

Etappe 9 Pembrokeshire Coast Path Newgale St.Non´s

Zu Beginn ist die Strecke hügelig und teilweise steil, erst nach einer Weile wird es leichter. Generell erwarten den Wanderer unterwegs immer wieder Steigungen und Gefälle, wodurch man oft auch für kurze Strecken etwas mehr Zeit einplanen muss. Doch wir bringen den anstrengenden Abschnitt ohne größere Schwierigkeiten hinter uns und können danach wieder völlig entspannt die Schönheit des Landes genießen, das man früher Gwlad Hud a Lledrith nannte – Land der Rätsel und Zauber.

10. Etappe von St. Non’s nach Whitesands Bay

Etappe 10 Pembrokeshire Coast Path St. Non´s Whitesands Bay

Da wir heute nur gut zwölf Kilometer zu bewältigen haben, nehmen wir uns gleich zu Beginn die Zeit für einen Abstecher nach St. David’s. Hier besichtigen wir die Kathedrale, die zu den ältesten Anlagen Großbritanniens zählt. Vieles hat dieses alte Gemäuer bereits miterlebt – von Überfällen durch die Wikinger bis zum zeitlichen Verfall. Obwohl manche Elemente aufgrund der über Jahrhunderte fortschreitenden Verwitterung nicht mehr erkennbar sind, beeindruckt uns die Architektur zutiefst. Leider kommen wir nicht in den Genuss der riesigen Orgel, die im Jahr 2000 erneuert wurde und die Messen mit epischen Klängen untermalt.

11. Etappe von Whitesands Bay nach Aber Draw

Etappe 11 Pembrokeshire Coast Path Whitesands Bay Aber Draw

Den Start der nächsten 18 Kilometer verschieben wir auf die Mittagszeit und verbringen den Vormittag an den Stränden der Whitesands Bay, die ihrem Namen alle Ehre macht. Der weiße Sand und das azurblaue Meer sind ein Paradies für Badeurlauber, außerdem trifft man hier Surfer und Angler, die ihrem Sport frönen.

Es fällt uns nicht leicht, diesen wundervollen Ort zu verlassen, doch der Weg geht sich nicht von selbst und wir wollen ihn in der Zeit schaffen, die wir uns vorgenommen haben.

In den Buchten hinter der Whitesands Bay stehen die Chancen angeblich gut, Delfine zu sehen. Wir bemühen unsere Augen redlich und brechen beinahe in lauten Jubel aus, als wir in der Ferne etwas im Wasser entdecken, das möglicherweise eine Rückenflosse sein könnte. Für uns ist die Sache klar – wir haben einen Delfin gesehen!

12. Etappe von Aber Draw nach Pwell Deri

Etappe 12 Pembrokeshire Coast Path Aber Draw Pwell Deri

Die Strecke ist heute etwas kürzer als gestern und führt uns weiter an den Küstenfelsen entlang, die ihr Aussehen aufgrund der Erosion jährlich ändern. Wir verlassen den Weg für eine Weile und marschieren ein Stück landeinwärts, um uns Carreg Samson anzusehen. Es handelt sich dabei um einen sogenannten Dolmen, einen Steintisch, wobei ein Deckstein auf drei der sieben Steine ruht. Früher war das Gebilde von Erde oder Stein bedeckt und wurde erst im Laufe der Zeit freigelegt. Vor etwa hundert Jahren wurde es von Bauern als Stall für Schafe oder Rinder verwendet. Heute kommen diese Tiere immer noch hierher, um sich im Schatten der Steine eine Auszeit von der Sonne zu gönnen. Fraglich ist, ob es sich bei dem Gebilde früher einmal um eine Grabstätte handelte. Für uns ist jedenfalls völlig unklar, wie die Menschen damals den 4,5 mal 2,7 Meter messenden Deckstein auf die Spitze der Konstruktion heben konnten. Der Legende zufolge ist dafür der Heilige Samson verantwortlich, der den Stein mit nur einem Finger dorthin gesetzt haben soll. Praktisch, oder?

13. Etappe von Pwell Deri nach Goodwick

Etappe 13 Pembrokeshire Coast Path Pwell Deri Goodwick

Langsam werden unsere Füße müde und unsere Beine schwer, doch wir weigern uns weiterhin, den Bus zu benutzen. In unserem Ehrgeiz stacheln wir uns gegenseitig an, keiner will sich vor den anderen eine Blöße geben. Und so marschieren wir tapfer die knapp 17 Kilometer bis Goodwick, vorbei an bis zu 70 Meter hohen Klippen. Die Landschaft, der Ausblick und das schöne Wetter entschädigen uns für die müden Glieder und die eine oder andere Blase.

14. Etappe von Goodwick nach Newport

Etappe 13 Pembrokeshire Coast Path Pwell Deri Goodwick

Unsere anfängliche Motivation neigt sich gegen den Nullpunkt, und wir müssen uns gegenseitig motivieren, um bis zum Ende durchzuhalten.

Unterwegs kommen wir an der Halbinsel Dinas Head, oder Ynys Dinas, wie sie auf walisisch heißt, vorbei. Der sagenhafte Ausblick, den man von der höchsten Stelle hat, entschädigt uns sogar für den Aufstieg auf 142 Meter. Nicht zu glauben, dass wir dafür nochmals mehrere Kilometer zu unserer heutigen Strecke hinzugefügt haben!

15. Etappe von Newport nach St. Dogmaels

Es ist geschafft! Die Schlussetappe hatte es in sich. 26 Kilometer lang und voller steiler Anstiege behält sich der Pembrokeshire Coast Path das schwierigste Stück für den Schluss auf. Wir mussten all unsere Kräfte mobilisieren, um durchzuhalten, doch schlussendlich haben wir St. Dogmaels erreicht und können auf 15 anstrengende sowie ereignis- und abwechslungsreiche Tage zurückblicken.

Wir sind uns einig – die Reise hat sich gelohnt!

Auf rund 300 Kilometern führt der Pembrokeshire Coast Path an der Südwestküste von Wales entlang. Er verläuft größtenteils durch Nationalparkgebiet. Vom technischen Schwierigkeitsgrad her ist der Pembroke Coast Path eher als einfache Strecke einzustufen, allerdings gibt es zum Teil recht lange Etappen mit einigen Aufs und Abs. Dafür wird Kondition benötigt.

Übernachtungsmöglichkeiten

Mittlerweile ist der Pembrokeshire Coast Path ein sehr beliebter Wanderpfad geworden. Dementsprechend stellt er für Wanderer auch ausreichend Unterkünfte für die Nacht zur Verfügung. Wer gerne mit dem Zelt unterwegs ist, sollte sich zum Übernachten auf dieser Route einen entsprechenden Zeltplatz suchen. Auf dem Weg gibt es einige sehr einladende Zeltplätze, aber leider nicht am Ende jeder Etappe. Wer jetzt denkt, einfach wild zelten zu können, sollte dies besser unterlassen, denn wild zelten ist verboten.

Allerdings ist das Campen auf dieser Tour auch nicht die Tradition, das ist eher das Übernachten im Bed & Breakfast. Dies ist relativ günstig, und um das Frühstück muss man sich auch nicht mehr kümmern. Alternativ gibt es auch einige Jugendherbergen, die nicht nur Jugendlichen zur Verfügung stehen. Aber auch diese sind nicht an allen Zielen der Etappen zu finden. Bei einigen Hostels gibt es die Möglichkeit, gleich online zu reservieren. Besonders in der Ferienzeit, wo viele Wanderer unterwegs sind, ist dies eine sehr gute Lösung.

Verpflegung für unterwegs

Zur Sicherheit ist es besser, sich zu Beginn einer Etappe mit ausreichend Wasser und Verpflegung für den Tag zu versorgen. Die Etappen sind unterschiedlich, auf einigen kommt man auch durch schöne kleine Orte, in denen man dann auch etwas essen oder einkaufen kann. Dies ist aber nicht überall der Fall, somit sollte immer ausreichend Verpflegung für den Wandertag eingepackt werden. Dies gilt ganz besonders für das Wasser, denn unterwegs gibt es im Gelände keine Möglichkeiten, sich mit Wasser zu versorgen.

Die beste Reisezeit

Der Pembrokeshire Coast Path kann theoretisch das ganze Jahr über genutzt werden. Allerdings ist es natürlich so, dass das Wandern bei guten Wetter und Sonnenschein gleich noch viel mehr Spaß macht. Daher ist der Sommer eine sehr gute Reisezeit für diese Tour. Ganz besonders beliebt sind die Monate Juni und September. Dann ist es nicht zu heiß, aber dennoch schön. Man sollte bei der Planung immer darauf achten, nicht in der Zeit der walisischen Ferien zu wandern, da es viele Einheimische gibt, die die Ferien auch zu einer Wanderung auf diesem Pfad nutzen.

Packliste für diese Tour

Rucksack

Zwischen 30 und 45 Liter, ausreichend bei Mehrtagestouren.

Unsere Empfehlung:

Osprey Stratos

Pack Sack / Dry Sack

Sorgen für Ordnung und sind wasserdicht.
Erhältlich in verschiedenen Größen.

Unsere Empfehlung:

Deuter Light Drypack

Regenschirm

Wenn es nicht sehr windig ist, bietet
der Regenschirm einen super Schutz, und
man kommt um das evtl. Schwitzen in
der Regenjacke herum.

Unsere Empfehlung:

Relags Regenschirm Mini Pocket

Hüttenschlafsack

Ist in viele Hütten Pflicht und sorgt für Hygiene.
Das Mischgewebe Polyester & Baumwolle
hat das perfekt Gewicht/Komfort Verhältnis.

Unsere Empfehlung:

Easy Camp Inlet YHA

Wäscheleine

Sehr nett, um über Nacht seine Unterwäsche
trocknen zu lassen.

Unsere Empfehlung:

sea to summit Clothesline

Kulturbeutel

Je kleiner, desto besser, da es daran erinnert,
sich auf das Nötigste zu beschränken.

Unsere Empfehlung:

Deuter wasch bag lite 2

Handtuch

Aus Microfaser, sehr leicht und ganz kleines
Packmaß.

Unsere Empfehlung:

sea to summit pocket Towel

Sonnenbrille

Mit ausreichendem Schutz. Lass Dich beraten!

Unsere Empfehlung:

Uvex Igl 28

Trinkflasche

2 Flaschen mit je 1 Liter Wasser sind das Minimum
für einen ganzen Tag auf den Wanderwegen.

Unsere Empfehlung:

nalgene Everyday 1 Liter

Messer

Mit Korkenzieher für die Flasche Wein 😉

Unsere Empfehlung:

Opinel No 10

Stirnlampe

Ein kleines, kompaktes Modell, um nachts auf
Toilette zu gehen oder um abends vorm Zelt
zu kochen ist ausreichend.

Unsere Empfehlung:

Black Diamond Cosmo

2 x Wanderhose

Leicht und schnell trocknend, in der Regel aus Polyester

Unsere Empfehlung:

Maloja

3 x Socken

Mit hohem Anteil an Merinowolle für mehr
Atmungsaktivität und weniger Geruch.

Unsere Empfehlung:

Smartwool Hike medium Crew

Unterhose

Sehr gute Passform, hoher Tragekomfort,
schnell trocknend, atmungsaktiv,
geruchshemmend.

Neue Materialzusammensetzung für längere
Haltbarkeit.

Unsere Empfehlung:

Icebreaker Anatomica Boxer

T-Shirts

Hier empfiehlt sich Merinowolle dank seiner
vielseitigen Qualitäten.

Siehe unseren Blogartikel:
www.doorout.com/blog/merino-wolle-die-geheimnisse-eines-wundergewebes/

Unsere Empfehlung:

Icebreaker Anatomica SS Crewe

Fleecejacke

Mit Kapuze für extra Wärme.

Unsere Empfehlung:

Berghaus Extrem 7000 Hoody

Windjacke

Eine gute Softshell mit Kapuze bietet einen perfekten Schutz.

Unsere Empfehlung:

dare2b Softshelljacke

Wanderschuhe

Bequem und natürlich schon eingelaufen.

Unsere Empfehlung:

Keen Feldberg

Wanderstöcke

Wanderstöcke mit Korkgriff sind feuchtigkeitsregulierend und
bieten damit einen extra Komfort.

Optional:

(wenn damit geplant wurde oder wenn die Unterkünfte nicht vorgebucht sind)

Zelt

Je nach Tour und Teilnehmeranzahl

Isomatte

Je nach Tour

Schlafsack

Je nach Tour

Unsere Empfehlung:

Black diamond Trail ergo cork

Checkliste zum Herunterladen und Ausdrucken