Via Ferrata – die richtige Ausrüstung und weitere Infos

Via Ferrata – die richtige Ausrüstung und weitere Infos

Ferienzeit bedeutet Urlaubszeit. Und für viele heißt das: Urlaub in den Bergen. Hierbei wird das Begehen von Klettersteigen zunehmend beliebter und bieten von leicht bis schwer atemberaubende Aussichten auf die umliegende Bergwelt.

Damit Du für dein nächstes ( oder erstes ) Klettersteigabenteuer gut vorbereitet bist, findest Du im Folgenden alle wichtigen Informationen zum Klettersteig gehen sowie Tipps zur richtigen Ausrüstung.

Via Ferrata – was ist das?

Jahrhunderte alte Bergpfade, welche früher oft als Wirtschaftswegen zwischen Dörfern und Almen dienten, wurden an schwierigen Felspassagen mit Stahlseilen versehen um die Begehung auch nicht ganz so passionierten Kletterern zu ermöglichen.

Daraus entwickelten sich wohl die heute bekannten Klettersteige. Im 19. Jahrhundert entstand der erste Klettersteig am Dachstein, woraufhin bis zu den heutigen Sportklettersteigen tausende folgten.

Der Begriff Via Ferrata ist der italienische Begriff für Klettersteige und bedeutet übersetzt „Eisenweg“. Und treffender kann die Übersetzung nicht sein. Denn Klettersteige sind Wege in den Alpen, welche mit Stahlseilen versichert ( gesichert ) sind. Hinzu kommen Eisenleitern, Eisenstiften oder Klammern als Trittstufen.

Dabei dient das Stahlseil sowohl als Hilfe zum Aufstieg als auch der Eigensicherung mit Hilfe eines Klettersteigsets, welches als Absturzsicherung dient. In regelmäßigen Abständen ist das Seil mit Stahlstiften im Fels verankert. Hier muss dann das Klettersteigset umgehängt werden.

In manchen Sport- oder Fun Klettersteigen finden sich auch Elemente wie Seilbrücken oder Seilbahnelemente ( Flying Fox ) wozu man zum Teil spezielle Ausrüstung benötigt, bzw. mit geschulten Personen oder Bergführern den Klettersteig begeht.

Schwierigkeitsbewertung von Klettersteigen

Leider gibt es bis heute keine einheitliche Schwierigkeitsskala zur Bewertung der Klettersteige. Am verbreitetsten sind aber die österreichische Skala nach Kurt Schall ( A bis E ) sowie die deutsche Skala nach Eugen Hüsler ( K1 bis K5 ).

Diese gliedern sich wie folgt:

  • A / K1 – leicht
  • B / K2 – mäßig schwierig
  • C / K3 – schwierig
  • D / K4 – sehr schwierig
  • E / K5 – extrem schwierig

Oft werden auch Zwischenstufen wie z.B. A/B, B/C, C/D oder D/E angegeben.

In guten und übersichtlichen Klettersteigführern wie z.B. vom Schall-Verlag findet man neben der Schwierigkeitsangabe noch Informationen über benötigte Kondition, Armkraft, Technik, Mut & Psyche sowie Bergerfahrung.

Diese Angaben sind sicher hilfreich und sollten bei der Auswahl des richtigen Klettersteigs berücksichtigt werden um sich nicht unnötig in eine Notsituation zu begeben. Leider kommt es jedoch immer wieder zu Situationen bei denen Personen aus Klettersteigen gerettet werden müssen, da Sie sich und Ihr Können selbst überschätzt haben.

Die richtige Klettersteigausrüstung

Die UIAA (Internationale Union der Alpinismusvereinigungen ) sowie die Alpenvereine aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien empfehlen klettersteigspezifische Ausrüstung zum Begehen von allen Klettersteigen.

Hierzu zählen:

Klettergurt

Der Klettergurt ist der zentrale Ausrüstungsgegenstand beim Klettern oder Bergsteigen. Am Klettergurt wird jede weitere Ausrüstung zur Absturzsicherung befestigt.

Bei Anfängern oder weniger geübten Personen wird eine Brust/Sitzgurt – Kombination empfohlen um die Gefahr des Rückwärtskippen bei einem evtl. Sturz zu verringern.

Personen, die mit einem größeren und schwereren Rucksack unterwegs sind, wird ebenfalls ein Kombigurt empfohlen.

Unsere Empfehlung

Klettersteigset

Ein Klettersteigset ist eine Vorrichtung zur Absturzsicherung des Klettersteiggehers. Das Klettersteigset bildet dabei die Verbindung des Klettergurts mit dem Stahlseil.

Bei einem Sturz bremst ein sogenannter Bandfalldämpfer den Sturz dynamisch ab und vermeidet somit einen harten Sturz. Durch das „Aufreißen“ der vernähten Bandschlinge ( Bandfalldämpfung ) wird somit die auftretende Energie absorbiert und der Bremsweg verlängert. Dadurch wird das Risiko ernsthafter Verletzungen deutlich gesenkt.

Das Klettersteigset wird mit einem Ankerstich am Anseilring des Klettergurts befestigt. Zwei Seil- bzw. Bandstücke mit je einem Klettersteigkarabiner bieten die Möglichkeit der überschlagenen Selbstsicherung, sodas beim Umhängen immer ein Seil/Band im Stahlseil hängt.

Seit 2017 gibt es die neue Klettersteigset-Norm EN 958:2017. Mittlerweile werden nur noch Klettersteigsets die nach dieser Norm getestet wurden verkauft. Hierbei wurde der Bereich der Sturzmasse bei einem Fangstoß deutlich nach oben und unten korrigiert. Die Sicherheit für Personen von 40 bis 120 kg Körpergewicht wird dadurch deutlich erhöht.

Unsere Empfehlung

Kletterhelm

Ein Kletterhelm gehört ebenso zur Standardausrüstung für Klettersteige wie die vorangegangene Ausrüstung.  Er schützt den Kopf nicht nur bei einer Sturzsituation sondern auch vor alpinen Gefahren wie z.B. einem Steinschlag.

Insgesamt unterscheidet man drei verschiedene Kletterhelmarten. Hartschalenhelme die aus einer stabilen Kunststoffschale mit einem innenliegenden Gurtsystem bestehen. In-Mold-Helme bestehen aus einem stoßdämpfenden Styroporschaum der in eine Schale aus Polycarbonat gespritzt wird. Und Hybridschalenhelme sind eine Kombination aus beiden vorrangegangenen Varianten.

Bei der Auswahl des richtigen Helms sollte man darauf achten das der Helm fest und möglichst bequem auf dem Kopf sitzt.

Klettehelme gibt es in unterschiedlichen Größen und alle Helme lassen sich in der Regel an den Kopfumfang anpassen.

Unsere Empfehlung

Klettersteighandschuhe

Das Tragen von Handschuhen beim Begehen eines Klettersteigs schützt die Hände vor Blasenbildung oder auch vor Verletzungen durch z.B. aufgespleisste Stahlseile.

Handschuhe bei denen das erste Fingerglied frei bleibt empfehlen sich eher als komplett geschlossene Handschuhe.

Unsere Empfehlung

Grundlegende Ausrüstung

Da man sich beim Begehen von Klettersteigen überwiegend in alpinem Gelände bewegt, gehört eine grundsätzliche Ausrüstung wie Funktionskleidung, festes Schuhwerk, Sonnenschutz, Biwaksack, Stirnlampe sowie Trinkwasser und Proviant zu jeder Tour dazu.

Darüber hinaus kann ein Erste-Hilfe-Set, Wanderstöcke, und eine Gebietskarte für Abstiegswege bzw. alternative Routenvarianten bei Bedarf hilfreich sein.

In schwierigen Klettersteigen können Kletterschuhe dazu genutzt werden, um sich besser fortbewegen zu können.

Will man sich an einer schwierigen Stelle mal am Drahtseil fixieren, oder einfach mal ne kurze Pause machen, dann kann man einen weiteren HMS Karabiner und eine Bandschlinge ( 60 cm ) als Standplatzschlinge für diesen Zweck nutzen. Dies ist prinzipiell auch mit dem Klettersteigset möglich. Auf Grund der Länge der Seile / Bänder aber nicht zu empfehlen da man sonst zu weit vom Stahlseil entfernt ist.

Ist man mit einer Gruppe ( oder mit Kindern ) im Klettersteig unterwegs kann ein Kletterseil ( + 2 HMS Karabiner ) hilfreich sein um Personen an schwierigen Stellen zusätzlich zu sichern. Achtung: Klettererfahrung bzw. Sicherungskenntnisse sind dazu zwingend erforderlich!

Alpine Gefahren

Wer im Gebirge unterwegs ist sollte sich auch auf alpine Gefahren vorbereiten bzw. Kenntnisse über Gefahren und Verhalten bei Notfällen haben. Auf Grund mangelhafter Vorbereitung kommt es immer wieder zu zahlreichen Notrufen die einen Einsatz der Bergrettung nach sich ziehen.

Klimatische Einflüsse / Wetter

Es gibt viele wetterbedingte Einflüsse die einem das Begehen von Klettersteigen erschweren oder schnell in eine gefährliche Situation umschlagen können.

Bei Wetterstürzen kann sich zu Beginn gutes Wetter schnell ins Gegenteil wandeln und ein Temperatursturz kann zu Unterkühlung führen.

Dichter Nebel kann die Orientierung erschweren.

Zieht ein Gewitter auf ist man auf Gipfeln, an Graten und besonders in der Nähe von Stahlseilen stark von Blitzschlag gefährdet.

Vor jeder Tour sollte man sich bestens über die aktuelle und zu erwartende Wettersituation informieren. Dazu können Wetter-Apps und Alpenvereinswebseiten genutzt werden oder man fragt vor Ort z.B. einen Hüttenwirt.

Schnee

In größeren Höhen kann es bis in den Sommer hinein Restschneefelder geben. Müssen diese gequert werden gilt besondere Vorsicht.

Nässe

Nässe führt dazu, dass der Fels und die Stahlelemente rutschig werden und dadurch der Schwierigkeitsgrad eines Klettersteigs deutlich erhöht wird. In steilen Passagen kann dies auch einen erhöhten Kraftaufwand nötig machen um diese Stellen zu bewältigen.

Große Höhen

Ab einer Höhe von 2500 Metern übern NN kann man höhenkrank werden. Wer in diesen Höhen eher ungeübt ist, sollte sich langsam an größere Höhen vortasten und ausreichend akklimatisieren. Erste Anzeichen können Müdigkeit, Kopfschmerzen und ein deutlich erhöhter Puls sein. Im schlimmsten Fall kann sich daraus ein Lungenödem entwickeln.

Sollte man diese Symptome feststellen ist es ratsam besser Abzusteigen bzw. die Tour abzubrechen.

Steinschlag

Vor Steinschlag ist leider kein Bergsteiger gefeit. Immer wieder kommt es bedingt durch Steinschlag zu schweren Unfällen.

Ausgelöst werden kann ein Steinschlag z.B. von Tieren, anderen Bergsteigern oder Wettereinflüsse.

Daher ist es zu jeder Zeit ratsam einen Helm zu tragen.

Verhalten bei Unfällen

Sollte es trotz aller Vorsicht zu einem Unfall im Gebirge kommen, sollte man versuchen ruhig zu bleiben, Erste-Hilfe zu leisten und bei Bedarf die Bergrettung verständigen.

Für diesen Fall sollte auch jeder Bergsteiger ein Handy mit sich führen um über die europaweite Notrufnummer 112 Hilfe zu verständigen. Achtung! In Italien gilt diese Notrufnummer nicht. Hilfe bekommt man hier unter der Nummer 118.

Leider kann es im Gebirge auch dazu kommen, das man keinen Handyempfang hat. In diesem Fall muss man die nächstmögliche Hütte oder ein Dorf im Tal aufsuchen um Hilfe zu verständigen.

Ein Verletzter sollte möglichst nicht alleine gelassen werden. Im besten Fall wird eine weitere Person losgeschickt um Hilfe zu holen.

Stefan

Stefan

Freelancer by doorout.com

Outdoorler durch und durch! Egal ob Klettern, Bergsteigen, Wandern, Mountainbiken oder im Winter mit den Langlaufskiern, die Devise lautet: Hauptsache draußen. Im Sommer gerne mit dem Zelt oder dem Caddy-Camper unterwegs und noch dazu seit einigen Jahren Outdoor-Blogger mit Herz auf dem eigenen Blog www.my-outdoor-stories.de, sowie als Klettertrainer beim DAV aktiv. Als Freelancer im Doorout-Team seit 2017.
Zelten im Winter

Zelten im Winter

5 Tipps gegen die Kälte im Video

Wer gerne zeltet, muss sich nicht nur auf die Sommermonate beschränken. Denn Zelten ist nicht nur eine Sommersache, man kann auch an kälteren Tagen ein wunderschönes Outdoorerlebnis haben. Wichtig beim Zelten im Winter ist die optimale Ausrüstung. Denn nur mit der Aussicht auf eine gemütliche Nacht und guten Schlaf, kann man den kühlen Frühlingabend am Lagerfeuer und am Morgen den Sonnenaufgang über der klaren Winterlandschaft genießen.

Hier unsere Check-Liste um vollen Spaß beim zelten im Winter zu ermöglichen!

Das passende Zelt

Ein Dach über dem Kopf ist bestimmt eines der wichtigsten Bedürfnisse des Menschen. Wer in der Wildnis übernachten will, sollt sich darüber ausgiebig Gedanken machen. Es gibt Zelt-Modelle für alle Bedürfnisse und Situationen, es gilt nur das richtige auszuwählen.

Wichtiges zum Thema Zelt-Gewicht

Wer sein “Zuhause“ auf der Trekkingtour tragen muss, sollte darauf achten, dass er sich nicht schlapp schleppt. Ungefähr 1,5 kg/Person sind für längere Touren die oberste Grenze. Der Vorteil ist, dass man die verschiedenen Teile des Zelts auf mehrere Personen verteilen kann. Ein 3kg schweres Zelt für 2 Personen ist dann gut aufgeteilt.

Einen tollen Ratgeber, wie ihr das richtige Zelt für euer Vorhaben ermitteln könnt, findet ihr hier

Wichtiges zum Thema Zelt-Gewicht

Wer sein “Zuhause“ auf der Trekkingtour tragen muss, sollte darauf achten, dass er sich nicht schlapp schleppt. Ungefähr 1,5 kg/Person sind für längere Touren die oberste Grenze. Der Vorteil ist, dass man die verschiedenen Teile des Zelts auf mehrere Personen verteilen kann. Ein 3kg schweres Zelt für 2 Personen ist dann gut aufgeteilt.

Einen tollen Ratgeber, wie ihr das richtige Zelt für euer Vorhaben ermitteln könnt, findet ihr hier.

Wichtiges zum Thema Wetterbedingungen

Ob die Nacht in der ruhigen Rhön, an der Nordseeküste oder auf 2400 Höhenmetern verbracht wird, macht einen großen Unterschied. Wind, Regen und Schnee – kurz die Wetterbedingungen – sind zu beachten. Zelte sind unterschiedlich windangepasst (Strukturstärke und Form). Beim Regen ist die Dichtigkeit wichtig, besonders bei Reißverschlüssen und Schweißnähten. Schnee bedeutet meist zusätzliches Gewicht. Materialien und Eigenschaften helfen hier, um den richtigen Wetterschutz zu finden. Im Zweifel oder bei Fragen ist immer eine fachmännische Beratung von Vorteil.

Die Iso-/Thermomatte

Wir kennen das schon von unseren Schuhen: die Kälte lauert im Boden. Daher ist es wichtig eine gute Isolation zu haben, wenn man auf dem Boden liegt. Wie wir schon im Post über Winterkleidung gelernt haben, dämmt Luft. Genauso funktioniert es mit unserer Matte. Es gibt verschiedene Stärken: 3 cm, 5 cm oder sogar 10 cm. Je dicker, umso bequemer und warm. Aber natürlich steigt mit der Stärke auch das Gewicht. Kompromisse bei der Übernachtung können also tagsüber beim Tragen der Ausrüstung von großem Vorteil sein.

Die meisten Thermomatten sind über ein verschließbares Ventil selbstaufblasbar (self inflating). Das sorgt für ein kleineres Packmaß und ein geringeres Gewicht. Aber bitte versucht nicht, die Matte mit dem Mund aufpusten zu wollen, um keine Feuchtigkeit rein zu bringen. Es gibt auch extra leichte Modelle mit integrierter Handpumpe wie zum Beispiel die Mammut Kompakt Pump Mat Plus.

Der Schlafsack

Schon zu Hause ist eine kuschelige und warme Decke ein richtiger Luxus. Auch im Schlafsack müssen und sollten wir das nicht missen. Auch hier gibt es mehrere Varianten: ob Daune oder Kunstfaser, Mumienform oder Deckenschlafsack, alles spielt eine Rolle. Daune hält schön warm solange es trocken bleibt, Kunstfaser hingegen isoliert sogar im nassen Zustand optimal.

Über die Wärme eines Schlafsacks entscheidet die Füllung und das Füllgewicht: jedes Gramm mehr an Füllung bringt mehr Isolation. Aber natürlich wirkt sich das wieder auf Packmaß und Gewicht aus.
Um zu wissen, was für die eigenen Bedürfnisse richtig ist, hilft die Komforttemperatur, die vom Hersteller angegeben ist. Auch die Passform, v.a. die richtige Länge, sollte stimmen. Kleinigkeiten wie Kapuze (wir wissen schon, dass 45% der Wärme durch den Kopf verloren geht), Wärmekragen oder gestärkter Fußraum können Wohlgefühl und Schlafqualität erheblich verbessern. Der Reißverschluss ist eine Kältebrücke (Schwachstelle in der Wärmeisolation) und sollte vor allem bei Gebrauch in kalten Regionen so kurz wie möglich sein und/oder eine Abdeckleiste haben, die das Eindringen von kalter Luft und das Entweichen von der mühsam erwärmten Luft verhindert.

Etwas Nettes für die, die zu zweit unterwegs sind: Schlafsäcke mit koppelbaren Reißverschlüssen (rechts- und linksseitig) ermöglichen es, die Wärme in einem kuscheligen „Doppelschlafsack“ zu teilen.
Kleiner Tipp: auch wenn wir es früher im Campingurlaub mit Mama und Papa anders gelernt haben, aber ein Schlafsack wird nicht zusammengerollt und dann in den Packbeutelgesteckt, sondern nach und nach gestopft beginnend mit dem Fußraum.
Nach der Tour sollte der Schlafsack nicht im Packbeutel bleiben, sondern in einem trockenen Raum aufgehängt oder in einer großen Kleidungsbox verstaut werden.

Die Kälte sorgt für klare Luft und ich kann euch sagen, diese „extremeren“ Nächte bleiben am intensivsten im Gedächtnis und sind Teil von einem außergewöhnlichen Erlebnis.

Wir wünschen euch viel Spaß da draußen. Probiert das „Out-of-Season-Camping“ aus! Nicht nur, weil ihr wunderschöne Naturmomente sammeln werdet, sondern auch, weil ihr eine ungewohnte, wunderschöne Stille und eine noch größerer Nähe zur Natur erfahren werdet!

Christophe de Montigny

Christophe de Montigny

Freelancer by doorout.com

2011 startete ich mein erstes Abenteuer. Mit nichts als meinem Rucksack auf dem Rücken und einem Zelt im Gepäck ging es nach Australien. Okay, ich muss zugeben, dass ich dort nach einigen Monaten des Alleinreisens mein Inventar um Julia erweitert habe.;) Aber auf der gleichen Wellenlänge reisend, eroberten wir gemeinsam noch atemberaubendere Länder und Gipfel in Asien; Seen, Gletscher und Steinklippen in Neuseeland und schließlich als Schlittenhundeführer das eiskalte Lappland im Winter. Unser Ziel war einfach: Entdecken und Erleben. Unsere Werkzeuge: Offenheit, Spontanität, Durchhaltevermögen und ein Schweizer Messer. Unsere Erfahrungen: einzigartig, manchmal schockierend, doch immer von Freundlichkeit geprägt, besonders durch die schönen Begegnungen mit anderen Menschen auf unserem Weg!
Wanderschuhe Ratgeber

Wanderschuhe Ratgeber

Wandern – nur mit dem passenden Wanderschuh!

Gehen Sie mit Turnschuhen zu einem Ball? Nein? Warum nicht? Ganz einfach, weil es nicht der passende Schuh für diese Gelegenheit ist. Wer einmal bei einer verletzten Person in den Bergen auf den Rettungshubschrauber gewartet hat, bloß weil diese mit  Freizeitschuhen unterwegs war weiß, wovon ich rede. Ein gebrochenes Schienbein ist kein schöner Anblick.

Wie der Name schon sagt sind sie für einfache Wege in der Freizeit gedacht, nicht für schwierige Wandertouren auf steinigen Wegen. Für längere Touren, die über steinige Wege führen, sind passende Wanderschuhe ein absolutes Muss! Wie bei jedem anderen Sport ist es auch beim Wandern so, dass die richtige Ausrüstung gleich für viel mehr Spaß und vor allen Dingen weniger Blasen sorgt.

5 Fakten, warum der passende Wanderschuh so wichtig ist

  • Freizeitschuhe eignen sich nur für Spaziergänge
  • Wanderschuhe bieten guten Halt durch spezielle Sohlenprofile
  • Fuß findet optimalen Halt auch in schwierigem Gelände
  • Wanderschuhe bestehen aus passenden, wasserabweisenden Materialien
  • Passender Wanderschuh sorgt für Sicherheit und beugt Verletzungen vor

Natürlich kann man auch mit Freizeitschuhen in der freien Natur unterwegs sein, wenn man einen schönen Spaziergang für 1 bis 2 Stunden unternehmen möchte, dafür werden keine speziellen Wanderschuhe benötigt. Anders sieht es aus, wenn man mehrere Stunden auch auf gut ausgebauten Wegen wandert. Hier wird schon der A/B Schuh benötigt! Nochmal anders ist es, wenn man sich in unbefestigtes Gelände oder auf steinige Wege begibt. Hier bieten Wanderschuhe der Kategorie B einen sehr guten Halt, da sie mit einem besonders starken Profil ausgestattet sind. Hat man sich für den perfekt zum Fuß passenden Wanderschuh entschieden, findet der Fuß immer den so wichtigen Halt im Schuh, auch wenn das Gelände einmal schwieriger wird. Wanderschuhe sind aus ganz besonderen Materialien gefertigt, die Wasser abweisen und gleichzeitig atmungsaktiv sind. Für gewöhnlich ist ein Wanderschuh höher über den Knöchel geschnitten, dadurch bietet er einen viel besseren Schutz vor dem gefürchteten Umknicken und daraus resultierenden Verletzungen.

Freizeitschuhe – nicht für Wanderungen geeignet

Freizeitschuhe – das Wort ist eigentlich missverständlich, denn schließlich geht man ja auch in der Freizeit Wandern. Dennoch versteht man unter Freizeitschuhen eher Modelle wie die beliebten Sneaker, die mit einer leichten Sohle versehen sind und sehr oft eine Oberfläche aus Stoff oder anderen einfachen Materialien haben. Dies ist natürlich nicht die beste Ausrüstung, wenn man lange Zeit über Stock und Stein laufen möchte. Sie geben weder den notwendigen Halt für den Fuß, noch den wichtigen Halt auf unebenen Flächen, über die man ja für gewöhnlich wandert. Sie sind dafür gemacht, einfach über Asphalt zu laufen, oder vielleicht noch durch den Wald, aber bestimmt nicht zum Wandern.

Halt durch spezielle Sohlenprofile

Das Sohlenprofil ist bei Wanderschuhen sehr wichtig. Da diese Sohlen spezielle Anforderungen erfüllen müssen, werden sie auch mit bestimmten Profilen ausgestattet. Während ein Sohlenprofil für einen Schuh, der für Wanderungen auf befestigten Wegen genutzt wird, nicht sehr grob sein muss, sieht es bei Schuhen für das Trekking oder für Bergwanderungen ganz anders aus. Hier ist es vorteilhafter, wenn das Profil schon etwas gröber ist. Dann bietet es auch den notwendigen Halt für das Gelände. Unterschieden wird hier zwischen dem Halt durch Verzahnung, also durch das Profil, und durch die Haftreibung, für die die Gummimischung zuständig ist. Die Verzahnung ist bei Matsch und grobem Schotter wichtig, die Gummimischung kommt bei glattem Fels zum Einsatz.

Optimaler Halt für den Fuß

Wenn man auf unebenen Wegen unterwegs ist, muss der Fuß ausreichend Halt in den Schuhen haben. Es geht auf und ab, und manchmal rutscht man auch schon einmal zur Seite. Dann muss der Schuh Halt geben können. Geeignete Wanderschuhe sind genau auf diese Anforderungen ausgerichtet. So können durch die Wahl des passenden Wanderschuhs auch Verletzungen vermieden werden, die beim Tragen einen ungeeigneten Schuhs sehr schnell auftreten können.

Materialien eines Wanderschuhs

Es gibt nicht das eine bestimmte Material, das für jede Art von Wanderschuh geeignet ist. Ebenso wie Wanderschuhe in verschiedene Klassen aufgeteilt werden, unterscheiden sich auch die für diese Schuhe verwendeten Materialien. Sehr oft werden Materialien wie Nylon oder Leder verwendet. Sehr beliebt sind für das Innenfutter auch Gore-Tex-Membranen, die für einen trockenen Fuß sorgen sollen.

Sicherheit und Vorbeugung von Verletzungen

Ein richtiger Wanderschuh bietet sehr viele Vorteile. Es ist wirklich nicht empfehlenswert, mit einem einfachen Sportschuh auf Wanderschaft zu gehen. Wanderschuhe sollten nicht zu eng sein, aber auch nicht zu viel Platz bieten. Ist der Wanderschuh dem Fuß genau angepasst, dann reduziert sich die Gefahr von Verletzungen um einiges. Jeder muss für sich entscheiden, ob ihm seine Sicherheit wichtig ist. Wer nicht gerne ein paar Wochen im Krankenhaus zubringen möchte, sollte sich auf jeden Fall für einen richtigen Wanderschuh entscheiden.

Der Wanderschuh – für welche Gelände ist er geeignet?

Es gibt nicht den einen Wanderschuh, sondern sehr viele unterschiedliche Wanderschuhe, die für verschiedene Anforderungen eingesetzt werden. Daher ist es oft gar nicht so einfach zu entscheiden, welchen Wanderschuh man nun letztendlich kaufen soll. Generell ist es immer wichtig, dass der gewählte Wanderschuh zum Einsatzzweck passt, weiterhin sollte er auch einen ausreichenden Tragekomfort bieten. Allerdings gibt es eine Einteilung in Kategorien, die die Entscheidung erleichtern kann.

Da Wanderer schon seit vielen Jahren mit dem Problem der Entscheidung für einen passenden Wanderschuh konfrontiert werden, hat man verschiedene Kategorien eingeführt, die die Auswahl erleichtern sollen. Viele Hersteller verwenden heute diese Kategorie-Einteilung, so dass die Wahl damit erheblich erleichtert werden kann.

Kategorie

Einsatzzweck

A

Für Spaziergänge und den Alltag, butterweicher Flex, sehr leicht

AB

Leichte Wanderungen entweder ohne Rucksack, oder mit einem sehr leichten Rucksack, stabile Sohle

B

Längere Wanderungen im Mittelgebirge und leichte Trekkingtouren, ordentlicher Halt, solider Sohlenaufbau

BC

Anspruchsvolle Trekkingtouren, durchaus auch im Hochgebirge mit viel Gepäck, Klettersteig

C

Schwere Trekkingtouren und Hochgebirgstouren und wegloses Gelände. Bedingt steigeisenfest!

D

100% steigeisenfeste Bergschuhe, geeignet für Hoch-, Gletscher- und Eis-Touren

Wanderschuhe oder Bergschuhe – wo ist der Unterschied?

Der Unterschied zwischen Wanderschuhen und Bergschuhen ist zum einen die Härte, aber auch beim Schuhschaft zeigen sich Unterschiede. Ein Bergschuh hat eine Sohle, die wesentlich härter ist als bei einem Wanderschuh, diese sorgt für einen sichereren Tritt. Auch die Höhe des Schuhschafts wird größer, wenn der Einsatzbereich anspruchsvoller wird. Zudem hat ein Bergschuh auch an den Sohlen die benötigten Steigeisenaufnahmen und besteht insgesamt aus weitaus robusterem Material. Bergschuhe, die auch in größeren Höhen genutzt werden sollen, müssen zudem auch eine entsprechende Wärme-Isolierung aufweisen. Wichtige Anhaltspunkte zeigt der Kategorien-Einsatzzweck.

Wanderschuhe – wie fallen sie aus?

Das ist eine Frage, die nicht generell beantwortet werden kann. Jeder Hersteller fertigt andere Schuhe an, und somit fällt auch jede Schuhmarke absolut anders aus. Oft ist es so, dass man nicht unbedingt nach der üblichen Schuhgröße gehen kann. Es ist durchaus möglich, dass man den Schuh der einen Marke eher eine Nummer kleiner als gewohnt kaufen sollte, bei einer anderen Marke muss er zwei Nummern größer gewählt werden. Wichtig ist auch, dass Schuh zur eigenen Fußform passt!

Die passende Größe für einen Wanderschuh

Die passende Größe ist sehr entscheidend dafür, ob man sehr gerne mit seinem neuen Wanderschuh unterwegs ist, oder ob er doch eher im Schrank bleibt. Sehr wichtig ist bei einem Wanderschuh immer, dass er absolut bequem sitzen muss, er darf auf keinen Fall drücken. Dabei sollte der hintere Teil vom Fuß gut im Schuh sitzen, dies ist wird als Fersensitz bezeichnet, aber die Zehen sollten ausreichend Platz haben. Ob der Fersensitz richtig ist, kann am besten mit einem ungeschnürten Schuh kontrolliert werden. Wenn die Ferse des Fußes zu dieser Zeitpunkt seitwärts Spiel hat, dann ist dieser Schuh an der Ferse eindeutig zu breit.

Wenn es bergab geht, dürfen die Zehen nicht vorne im Schuh anstoßen, daher sollte vor den Zehen immer etwa ein Fingerbreit Platz vorhanden sein. Wer sich für leichtere Multifunktionsschuhe entscheidet sollte darauf achten, dass diese im Zehenbereich ruhig ein wenig länger gekauft werden können. Auch wenn ein Schuh vielleicht sehr bequem erscheint beim ersten Tragen ist es immer ratsam, auch eine halbe Nummer größer anzuprobieren. Die herkömmlichen Schuhgrößen können nicht immer auf Wanderschuhe übertragen werden, oft benötigt man in Wanderschuhen eine andere Größe als in normalen Schuhen.

Wanderschuhe einlaufen – so lange dauert es

Wochenlang in den Wanderschuhen herumlaufen, um dann doch bei der ersten Wanderung ein paar Blasen zu bekommen – zum Glück haben sich die Materialien bis heute um einiges weiterentwickelt, und dieses Szenario gehört für gewöhnlich der Vergangenheit an. Die meisten modernen hochwertigen Wanderschuhe bestehen mittlerweile aus Materialien, die ein Einlaufen auf ein Minimum reduzieren. Dennoch kann man auf Nummer sicher gehen, und den Schuh nach und nach etwas einlaufen, da sich der Fuß immer an neue Schuhe gewöhnen muss. Wichtig ist auf jeden Fall, dass der Schuh auch wirklich passt! Man kann ihn zunächst einmal ein paar Stunden zu Hause tragen, dann vielleicht einmal zur Arbeit, und anschließend zeigt eine kleine Wanderung, ob sich noch Druckstellen ergeben. Ist alles in Ordnung, steht der großen Wanderung nichts mehr im Weg.

Wanderschuhe drücken – was man dagegen tun kann

Wenn Wanderschuhe drücken, ist das nicht nur sehr unangenehm, sondern kann auch zu Druckstellen und Blasen während der Wanderung führen. In diesem Fall kann man versuchen, mit Hilfe eines Schuhspanners die Wanderschuhe ein wenig zu weiten. Hat dies keinen Erfolg gibt es noch die Möglichkeit, den Schuh zu einem Schuster zu bringen, oder auch zur Herstellerfirma zu schicken. Diese können die Schuhe professionell weiten! Auch wenn kein Erfolg garantiert werden kann ist es durchaus möglich, dass sie den Schuh eine halbe Nummer größer machen.

Tipp: Nach jeder Wanderung einen Schuhspanner nutzen!

Ein kleiner Tipp kann dafür sorgen, dass die Wanderschuhe gar nicht erst anfangen zu drücken. Wenn man von einer Wanderung kommt, ist der Schuh für gewöhnlich feucht, oft sowohl von außen als auch von innen. Dann ist es kein Wunder, dass er sich zusammenzieht, wenn er trocknet. Dies kann das Einsetzen eines Schuhspanners verhindern. Also am besten immer gleich nach dem Ausziehen den Schuhspanner in die Wanderschuhe einsetzen, dann kann sich das Leder nicht zusammenziehen!

Original Einlegesohlen zum Nachkaufen

Es gibt sicherlich unterschiedliche Gründe dafür, die Einlegesohlen in einem Wanderschuh im Laufe der Zeit einmal zu wechseln. Die Frage ist dann natürlich, ob man die original Einlegesohlen nachkaufen kann. Die meisten Anbieter von Wanderschuhen haben für gewöhnlich auch die jeweiligen original Einlegesohlen für ihre Wanderschuhe im Programm. Aber natürlich ist es auch problemlos möglich, verschiedene Einlegesohlen für die unterschiedlichsten Bedürfnisse zu nutzen.

Einlagen – problemlos in Wanderschuhen tragbar

Viele Menschen müssen heute aus medizinischen Gründen Einlagen in ihren Schuhen tragen. Da sind Wanderschuhe selbstverständlich auch keine Ausnahme, schließlich soll die Wanderung Spaß machen, und nicht zu gesundheitlichen Beschwerden führen. Die Einlagen der Wanderschuhe können ganz problemlos herausgenommen, und gegen die eigenen Einlagen ausgetauscht werden. So ist es möglich, auch in Wanderschuhen die verschriebenen Einlagen zu nutzen.

Wanderschuhe – so schwer sind sie

Wanderschuhe müssen einiges aushalten, sie werden oft sehr stark beansprucht, und müssen vielen Herausforderungen standhalten. Dementsprechend sind Wanderschuhe auch nicht gerade Leichtgewichte wie beispielsweise einfache Freizeitschuhe. Das Gewicht der Wanderschuhe hängt aber auch von der Kategorie ab, in die der Wanderschuh eingeordnet wird. Natürlich haben nicht alle Wanderschuhe einer Kategorie dasselbe Gewicht, aber wir haben einmal das durchschnittliche Gewicht eines Paars Wanderschuhe aufgeführt:

  • Kategorie A (Leichte Spaziergänge und Alltag): 700g
  • Kategorie AB (Leichte Wanderungen): 1.100g
  • Kategorie B (Längere Wanderungen Mittelgebirge / leichte Trekkingtouren): 1.500g
  • Kategorie C (Schwere Trekkingtouren / bedingt steigeisenfest): 1.600g
  • Kategorie D ( Steigeisenfeste Bergschuhe): 2.000g

Wanderschuhe wechseln – wann es notwendig ist

Wanderschuhe sind allgemein sehr stabil und langlebig. Dennoch kommt auch beim besten Wanderschuh irgendwann die Zeit, zu der er ausgetauscht werden sollte. Der wichtigste Grund für das Wechseln des Schuhs ist, wenn der Wanderschuh nicht mehr in der Lage ist, die wichtige Unterstützung zu bieten. Wann dieser Zeitpunkt eintritt, hängt nicht nur vom Wanderschuh selbst ab, sondern auch von der Häufigkeit der Nutzung und Pflege ab. Der Schuh sollte daraufhin geprüft werden, ob die Sohle vielleicht zu weich geworden ist, und somit nicht mehr genug Halt geben kann. In diesem Fall muss allerdings nicht gleich der gesamte Schuh ausgetauscht werden, sondern lediglich die Sohle. Eine neue Besohlung, wenn möglich, ist in diesem Fall sehr sinnvoll.

Für welche Temperaturen eignen sich Wanderschuhe?

Wandern im Sommer, oder auch im Frühling oder Herbst – der Wanderschuh macht jede Wanderung mit. Beim Kauf eines Wanderschuhs kommt oft die Frage auf, ob der Schuh auch für kühlere Temperaturen geeignet ist, oder ob er auch problemlos im Hochsommer getragen werden kann. Die Antwort ist ganz klar, ein Wanderschuh ist immer ein Ganzjahresschuh! Wichtig ist nur die Wahl der richtigen Socken und Einlegesohlen. Dicke Socken oder Varianten mit wärmenden Eigenschaften und eine entsprechende Einlegesohle sorgen dafür, dass auch das Wandern bei kälteren Temperaturen gar kein Problem ist. Im Hochsommer sollten dann entsprechend dünnere Socken gewählt werden. Schuhe für hochalpine Touren sind für gewöhnlich bereits mit einer thermischen Fütterung ausgestattet, da die Temperaturen in großen Höhen weitaus geringer sind.

Fütterung in Wanderschuhen

Oft stellt sich die Frage, ob Wanderschuhe gefüttert sind. Hier muss man unterscheiden, ob es um eine generelle Fütterung geht, oder ob der Wärmeschutz damit gemeint ist. Für gewöhnlich ist es so, dass alle Wanderschuhe gefüttert sind. Dies bedeutet aber nicht, dass sie auch gleichzeitig einen Wärmeschutz bieten. Wählt man einen speziellen Winterschuh, ist dieser generell natürlich auch für den Wärmeschutz ausgestattet. Dies bedeutet aber nicht, dass man für die kältere Zeit einen anderen Wanderschuh haben muss, nur wegen der Fütterung. Mit einer passenden Einlegesohle, beispielsweise einer Lammfellsohle, und warmen Merinosocken kann man auch mit einem Wanderschuh, der über keine spezielle Fütterung zum Wärmeschutz verfügt, in der kälteren Zeit wandern gehen.

Wanderschuhe schnüren – unterschiedliche Möglichkeiten

Es gibt sehr viele unterschiedliche Arten, wie Wanderschuhe geschnürt werden können. Hier geht es nicht nur um die Gewohnheit und die Optik, sondern auch um den Schuh selbst. Je nachdem, wie der Wanderschuh aufgebaut ist, ergeben sich verschiedene Varianten einer guten Schnürung. Wer nicht auf die Optik schaut, sondern eher eine Schnürung sucht, die sowohl die Passform des Schuhs als auch den Komfort verbessern kann, kann sich an die folgenden Tipps halten:

Schnürung für die Druckentlastung am Spann

Viele Menschen haben Probleme mit Schnürschuhen, die am Spann drücken. Dies liegt daran, dass der Spann vieler Füße nicht gleichmäßig und glatt ist, sondern eher Unebenheiten aufweist. In vielen Fällen sind auf der Oberseite des Fußes auch Überbeine zu finden. Sehr schnell drückt ein Schuh dann genau an diesen Stellen. Eine gute Möglichkeit, den Druck zu entlasten und dennoch einen guten Halt zu bekommen ist, die Schnürsenkel an der entsprechenden Stelle einfach auf der gleichen Seite durch zwei Ösen zu fädeln, sie werden also nicht gekreuzt. Somit wird die Druckstelle entlastet.

Schnürung unterschiedlich fest

Muss ein Schuh überall gleich fest geschnürt werden? Nicht unbedingt, es ist auch durchaus möglich, mit einem einfachen Trick dafür zu sorgen, dass einzelne Partien unterschiedlich fest geschnürt werden können. Zunächst sollte man die Schuhe im Bereich der Zehen nach Wunsch fest schnüren, danach dann den Schnürsenkel einfach einmal übereinander schlagen. So kann sich die Schnürung nicht mehr lösen. Dann ist es möglich, die nächste Partie anders zu schnüren.

Diese Art der Schnürung wird oft eingesetzt, wenn es bergauf geht. Dann sollte die untere Hälfte des Schafts eher fest geschnürt werden, dies sorgt dafür, dass die Ferse einen guten Halt bekommt. Der obere Teil bleibt dann lockerer, so drückt der Schaft nicht gegen das Schienbein. Wenn es bergab geht empfiehlt es sich, den Schuh komplett fest zu schnüren. So wird verhindert, dass der Fuß nach vorne rutscht.

Viele weitere Schnürtricks haben wir auch unter https://www.doorout.com/blog/schnuerrtricks-fuer-wanderer/ zusammengestellt.

Kosten für die Besohlung von Wanderschuhen

Wenn die Sohle von Wanderschuhen nicht mehr die beste ist, müssen nicht gleich ganz neue Wanderschuhe gekauft werden. Viele Wanderschuhe sind vom Hersteller aus bereits dafür geeignet, neu besohlt zu werden. Allerdings gilt dies nicht für alle Modelle. Es können durchaus Modelle dabei sein, bei denen eine Besohlung nicht möglich ist. Generell handelt es sich bei der Besohlung eines Wanderschuhs um eine sehr aufwändige Prozedur. Die Kosten liegen durchschnittlich bei rund 70 bis 80 Euro.

Die Sohlen der Wanderschuhe

Es gibt nicht die eine Sohle, die für alle Wanderschuhe eingesetzt wird. Die Art der Sohle richtet sich immer nach dem Einsatzgebiet, für die die Wanderschuhe vorgesehen sind. Jeder Hersteller hat dabei seine ganz eigene Auswahl. Man kann sich jedoch sicher sein, dass immer die passende Sohle seitens der Hersteller gewählt wurde, damit die Wanderschuhe ihren Zweck auch optimal erfüllen können. Für gewöhnlich werden Laufsohlen aus einer Mischung von Kautschuk und Karbon hergestellt. Hier gilt, dass eine Sohle umso rutschfester und griffiger ist, je höher der Gummianteil ist. Und je höher der Anteil an Karbon ist, desto abriebfester ist die Sohle, sie wird dadurch aber auch rutschiger.

Vibram-Sohle

Sehr beliebt im Wanderschuhe Bereich ist die Vibram-Sohle. Hierbei handelt es sich um eine sehr hochwertige Sohle, die aber auch nicht gerade günstig ist. Da sie aber passend zum Einsatzgebiet die bestmögliche Performance garantieren ist dies eine Investition, die sich auf jeden Fall lohnt. Wanderschuhe mit Vibram-Sohle gibt es heute bei allen gängigen Herstellern im Sortiment.

Steine, Wurzeln und Co. – sind sie zu spüren?

Auch hier kommt es wieder auf die Sohle an, die für den Wanderschuh gewählt wurde. Bei leichteren Wanderschuhen der Kategorien A und AB kann es durchaus passieren, dass dickere Steine oder Wurzeln gespürt werden. Bei den Wanderschuhen für anspruchsvolle Touren ist es unwahrscheinlich, dass durch die Sohlen Steine gespürt werden können.

Die richtige Pflege der Wanderschuhe

Für die Pflege der Wanderschuhe bietet sich Bienenwachs oder Pflege- und Imprägnierspray an. So ein Bienenwachs oder Pflege- und Imprägnierspray führen alle gängigen Hersteller in ihrem Sortiment.

Für Lederschuhe wird für gewöhnlich ein Bienenwachs verwendet. Dieses pflegt das Leder nicht nur, sondern schützt es auch. Bienenwachs ist das optimale Pflegemittel für Wanderschuhe aus Leder. Allerdings verändert sich die Optik mit Bienenwachs, da die Schuhe dann dunkler werden, und speckig erscheinen.

Fett ist zwar auch ein Mittel zur Lederpflege, allerdings sollte von dessen Verwendung abgeraten werden. Es verschließt die Poren und reduziert die Dampfdurchlässigkeit.

Um die ursprüngliche Optik bei Lederschuhen zu erhalten oder Schuhe mit Gewebeeinsetzen richtig zu pflegen, bietet sich ein Pflege- und Imprägnierspray an.

Lundhags Hosenguide

Lundhags Hosenguide

Über Lundhags

Lundhags ist ein schwedisches Unternehmen mit den Wurzeln in Jämtland. Lange war Lundhags ein Familienunternehmen, doch heute gehört das Unternehmen zur Swix Sport AS, die bei dem Wachstum und weiteren Entwicklungen unterstützen.

Besonders die Qualität, die Funktionalität und das skandinavische Desing zeichnet die Produkte aus, die bereits von vielen Schweden geschätzt werden. Angefangen hat das Unternehmen mit der Produktion von Stiefeln, die besonders bei langen Wanderungen in allen Jahreszeiten standhalten sollen.

Mitlerweile gehört aber auch die Entwicklung von passender Outdoorbekleidung, die durch ihre Nachhaltigkeit und der guten Qualtiät in die Natur einladen, zum täglichen Geschäft.

Lundhags arbeitet mit dem Schalenprinzip, welches sich durch unterschieliche Materielien in den einzelnen Teilen wiederspiegelt. Der Wanderer kann also durch mehrere Schichten das perfekte Bekleidungsstück entstehen lassen.

Der Entwicklungsprozess

Bevor eine Hose fertig für den Verkauf ist, vergehen zwei Jahre. Zunächst sind wichtige Einzelschritte zu erledigen und zu klären. Als erstes muss entschieden werden welche Art von Hose hergestellt werden soll und welche Funktionen sie bieten soll. Natürlich ist es ebenso von großer Bedeutung wer die Hosen tragen soll. Darauf baut die Fragen auf, welche Passform am besten zur der ausgewählten Funktion passt. Sind all diese Fragen geklärt, wird am Zeichenbrett ein Entwurf fertiggestellt, der diese Funktionen beinhaltet. Weitere Details, sowie Zubehör, werden gleichzeitig mit Knöpfen und Reißverschlüssen ausgewählt. Alle gesammelten Informationen werden mit weiteren kleinen Details für die Funktionalität der Hose in einem Entwurf zusammengestellt. Die Farben werden ebenfalls ausgewählt und der gesamte Entwurf wird von dem Schnittdirektor zu einem Hosenschnitt konstruiert. Sobald der erste Prototyp genäht und anprobiert wurde, werden erste Änderungen vorgenommen und an den Hersteller gesendet. Dieser fertigt ein zweites Muster an. Entspricht dieses dem gewünschten Design, wird die Hose in die Wirklichkeit umgesetzt.

Den gesamten Prozess über werden Stoffe und Materialien kontinuierlich getestet und eventuell erneut abgeändert, um sie zu optimieren. Nach den Änderungen wird für jedes Modell ein Verkaufsmuster genäht. Die dadurch entstandene Kollektion wird auf Messen präsentiert, es werden  Aufträge und Bestellungen beim Hersteller aufgegeben und schließlich an die Läden geliefert. Dort zeigt sich, ob das wichtigste Kriterium erfüllt wurde: Die Passform!

Stimmt diese, kann das Abenteuer beginnen.

Das Material

Um die passenden Hosen herstellen zu können, ist es wichtig bei der Materialauswahl sorgfältig zu sein. Nach jahrelangem Umsehen auf dem Weltmarkt, hat sich Lundhags schließlich für LPC (Lundhags PolyCotton), entschieden, um die Artikel atmungsaktiver zu gestalten. Bei Produkten für den Einsatz im feuchteren Gebiet, setzt Lundhags auf mehrlagige Materialien mit drei unterschiedlichen Stoffqualitäten.

Mit dem eigenen Hybridkonzept gelingt es dem Unternehmen die Hosen speziell auf die Funktion zuzuschneiden. Zusammen mit Lundhags Poly Cotton wird dabei auch mit Stretchmaterial und Mehrlagen-Technologie gearbeitet, um die Hose dem Anwendungsbereich anzupassen.

LPC, Lundhags Polycotton

Durch einen Mix von Polyester und Baumwolle wird die Faser stärker und hält, im Vergleich zur unbehandelten Faser, länger. Die Baumwolle sorgt dabei für Atmungsaktivität des Gewebes, wodurch ein optimales Klima unterhalb der Außenschicht erreicht wird. Durch LPC entsteht Bekleidung, die für alle Gelegenheiten geeignet ist, außer für starken, anhaltenden Regen.

Durch die Imprägnierung mit Nikwax kommen die Eigenschaften von PolyCotton am besten zur Geltung, sodass der Endverbraucher ohne Erwärmen eine Nachimprägnierung des Kleidungsstücks in der Waschmaschine durchführen kann. Die Atmungsaktivität wird dadurch nicht beeinträchtigt.

Wasserdicht

Bei schlechtem Wetter in feuchter Umgebung eignet sich eine Mehrlagen-Hose am ehesten. Als Kunde kann die Wahl zwischen 2- und 3-Lagen-Hose entschieden werden. Um am besten vor anhaltendem Regen oder nassem Schnee geschützt zu sein, hilft die bestmögliche Mehrlagenhose. Schicht auf Schicht ist in jedem Fall die beste Art das Wetter zu erleben.

Die eigene Marke Zethar ist frei von FKW und hält einer Wassersäule von mindestens 20.000 mm stand. Die minimale Wasserdampfdurchlässigkeit liegt bei 10.000 g/m.

Hybrid

Lundhags-Hybridbekleidung besteht aus zwei oder mehreren Materialien, die zusammen die perfekte Symbiose aus atmungsaktivem Material, Stretch und wasserdichter Funktion bilden.

Bewegungsfreiheit wird durch die Kombination von PolyCotton und Stretchpartien erreicht und zwar dort wo sie am meisten benötigt wird, wie zum Beispiel am Gesäß, im Schritt und an den Knien.

Höheren Schutz gegen Nässe erreicht man durch wasserdichte Partien ohne dabei die Wasserdampfdurchlässigkeit des Polycottons zu mindern. Die Hybridtechnologie optimiert also die Kleidung, die so in mehr Anwendungsbereichen eingesetzt werden kann, als eine Hose, die nur aus einem Material besteht.

Kleine Details für eine schlaue Hose

Eine Besonderheit der Lundhags-Hosen ist die individuelle Passform der Hosen. Für jeden Kunden gibt es die passende Hose. Außerdem kann jeder Mann eine Damenhose tragen, wenn er es von seiner Körperform braucht. Selbstverständlich gilt das auch umgedreht, denn die Hosen sind absolut identisch ausgestattet.

Oberschenkeltaschen: Die Geräumigkeit der Tasche nimmt man eigentlich erst wahr, wenn man sie wirklich braucht. Angepasst an eine Bergwanderkarte finden Utensilien wie ein Pilzmesser oder eine Stirnlampe viel Platz darin.

Beinabschluss: Durch das angebrachte Boot-Loc-System und Haken am Beinabschluss kann die Hose mit den Stiefeln verbunden werden. Nässe, Steinchen und Stiefel bleiben so draußen.

Strapazierfähigkeit: Um den Beinabschluss zu verstärken verwendet Lundhags die Faser Keyprotec. Das in kugelsicheren Westen verarbeitete Material findet auch in den Hosen einen angemessenen Platz.

Bewegungsfreiheit: Lundhags garantiert die Bewegungsfreiheit an den passenden Stellen, um den Komfort zu erhöhen.

Atmungsaktivität: Neben dem atmungsaktiven LPC-Gewebe sorgen Reißverschlüsse für zusätzliche Belüftung und ein optimales Mikroklima.

Alle Details im Überblick: