Vom Wanderparkplatz Schornhecke, am Hochrhönring nahe Oberelsbach, startet man in eine erlebnisreiche Rundwanderung. Die Parkmöglichkeit liegt am Fuße des 926 Meter hohen Heidelstein fast genau auf der Grenze zwischen Hessen und Bayern.

Von Fulda aus erreicht man den Startpunkt, an dem man in viele lohnenswerte Wandertouren einsteigen kann, in ca. 45 Minuten Fahrtzeit.

Über den Hochrhöner zur Thüringer Hütte

Los geht es in nordöstlicher Richtung und man folgt der Beschilderung der Extratour Hochrhöner. Hier wechseln sich Waldwege, kleine Anstiege und Lichtungen ab.

Unweit des Stirnberg ( 899 m ) gelangt man in offeneres Gelände wo man bei gutem Wetter die Möglichkeit bekommt, einen fantastischen Fernblick zu genießen.

Hat man die Hochrhönstraße überquert, wird aus dem befestigten Weg ein schmaler Pfad dem man bis zum Oberelsbacher Graben folgt. Wenig später erreicht man die Thüringer Hütte.

Der Berggasthof Thüringer Hütte bietet die Möglichkeit der Einkehr um sich zu Stärken oder ein wenig auszuruhen.

Auf dem Weg zum Ilmenberg ( 787 m ) zweigt wenige Meter hinter der Thüringer Hütte ein Waldweg gen Süden ab. Genau dieser Weg gabelt sich dann nochmals und man folgt dem rechten Anstieg.

Auf schmalen Pfaden zum Gangolfsberg und zur Prismenwand

Meter für Meter wird der breite Weg wieder zu einem schmalen Pfad bis hin zum Gangolfsberg. Auf dem Gipfel des 736 Meter hohe Basaltberg finden sich Überreste einer alten Wallanlage aus keltischen Zeiten.

Seinen Namen hat der Berg durch den heiligen Gangolf, dem die St. Gangolfskapelle gewidmet wurde, deren Überreste im nördlichen Gipfelbereich zu finden sind.

Hat man den Gangolfsberg erkundet gelangt man über den immer noch schmalen Pfad und einige Stufen wieder hinunter, und das nächste Highlight lässt nur kurz auf sich warten.

Serpentinen führen am Steilhang abwärts und an einer Weggabelung folgt man wenige Meter dem linken Weg zur so genannten Basaltprismenwand.

Die Basaltsäulen der recht hohen Wand ragen hier schräg heraus und es ist ein beeindruckender Anblick. Selbst der Weg und die Stufen bestehen hier aus Basaltsäulen.

Vorbei am Teufelskeller zum Schweinfurter Haus

Es geht zurück zur Weggabelung und man folgt entlang einer weiteren steil aufragenden Felswand hinab zum Teufelskeller.

Der Teufelskeller ist eine Steinhöhle, die wohl durch den Abbruch eines Felsbrockens aus der dahinterliegenden Felswand entstanden ist. Den Namen erhielt der Teufelskeller von einer Sage her, die man sich im Volksmund erzählt.

Sobald man wieder die breiteren Forstwege erreicht hat geht es hin zum Schweinfurter Haus wo man eine weitere Möglichkeit zur Einkehr hat.

Über die Basaltbrücke hinauf zum Schwabenhimmel

Weiter südwärts gelangt man zum Elsbach, den man auf einer Basaltbrücke quert, um wenig später an eine Straße zu gelangen.

Nach nun etwa 11 Kilometern hat man den tiefsten Punkt der Wanderung erreicht. Von nun an geht es also stetig bergauf bis zur Gedenkstätte Schwabenhimmel unterhalb des Heidelstein.

Steinernes Haus am Baslatsee

Der Wald weicht allmählich wieder offenerem Gelände und nach gut 15 Kilometern erreicht man den schön gelegenen Basaltsee. Oberhalb des idyllisch gelegenen Sees befindet sich eine weitere Basaltfelsformation die als Steinernes Haus bezeichnet wird.

Unweit des Basaltsees verlässt man nun endgültig das letzte Waldstück der Tour und es geht steil bergauf gen Schwabenhimmel.

Am Schwabenhimmel befindet sich eine Gedenkstätte des Rhön-Klubs und hier hat man den höchsten Punkt der Rundwanderung erreicht. Von hier aus geht es nur noch bergab zum Ausgangspunkt am Wanderparkplatz Schornhecke.

Stefan Feldpusch

Stefan Feldpusch

Freelancer by doorout.com

Wenn es die Zeit zulässt, bin ich so oft es geht gerne aktiv draußen unterwegs. Egal ob Klettern, Bergsteigen, Wandern, Mountainbiken oder im Winter mit den Langlaufskiern. Im Sommer gerne mit dem Zelt oder dem Caddy-Camper unterwegs und noch dazu seit einigen Jahren Outdoor-Blogger mit Herz auf dem eigenen Blog www.see-you-on-the-outside.de, sowie als Klettertrainer beim DAV aktiv. Als Freelancer im Doorout-Team seit 2017.

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