Wanderbericht: Der Rheinsteig

Wanderbericht: Der Rheinsteig

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Der Rheinsteig

Der Rheinsteig ist ein Premium-Wanderweg, der zwischen Bonn und Koblenz verläuft. Auf ganzen 320 Kilometern schlängelt sich dieser Wanderweg durch die Landschaft. Der Weg ist eher etwas für erfahrene Wanderer, da die Wege meistens recht schmal sind, und teilweise recht steile Anstiege zu bewältigen sind. Wir haben uns von diesem Wanderweg so einiges versprochen, und das wurde auch gehalten. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, sich die Etappen dieses Wanderwegs aufzuteilen. Für welche Variante mit 21 Etappen wir uns entschieden haben, zeigt unser Wanderbericht zum Rheinsteig.

 

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Die Etappen des Rheinsteigs

Rheinsteig Etappe 1: Von Bonn nach Königswinter

Rheinsteig Etappe 1 - das erste Ziel auf diesem tollen Wanderweg ist Köngiswinter

Gleich am ersten Tag haben wir eine relativ lange Strecke vor uns. Etwas mehr als 21 Kilometerwollen wir heute wandern, geplant sind rund sieben Stunden Wanderzeit. Wir trafen uns mit anderen Wanderern auf dem Marktplatz in Bonn, und von dort ging es los. Wir gingen direkt zum Rheinufer, und wanderten durch den Freizeitpark Rheinaue. Der Weg nach Küdinghoven führt ein wenig vom Rhein weg. Dann lag der erste Aufstieg vor uns, er führte uns zum Rastplatz Foveaux-Häuschen, wo wir natürlich auch gleich eine Pause einlegten. Weiter führte uns der Weg zum Wanderparkplatz Dornheckensee.

Auf dem Weg bieten sich uns wundervolle Aussichten. Ganz besonders interessant waren die Ausblicke am Dornheckensee und Blauen See. Weiter geht es über das Geländeplateau Kuckstein bis zum Aussichtsplatz Rheinblick. Durch das Mühlental führt es uns zum Kloster Heisterbach. Der Klosterpark ist sehr weitläufig und ein wunderbarer Anblick. Über den Rastplatz Walter-Guilleaume-Hütte geht es schließlich nach Königswinter, wo wir uns in einer hübschen Pension einquartierten.

Rheinsteig Etappe 2: Von Königswinter nach Bad Honnef

Rheinsteig Etappe 2 - auf dem Weg nach Bad Honnef lohnt sich eine Besichtigung der Löwenburg Ruine

Heute geht es hinauf zum Drachenfels. Wer sich diese Wanderung nicht zutraut, kann auch mit der Bahn hinauffahren. Die Drachenburg ist hier ein absolutes Highlight, sie erinnert an die berühmte Siegfried-Sage. Direkt an der Aussichtsterrasse geht es dann auch weiter, dort beginnt der Abstieg hin zum Ulanendenkmal von Rhöndorf. Der Abstieg ist recht steil, ein wenig Wandererfahrung sollte schon vorhanden sein, wenn man sich auf diese Strecke begibt. Wir gehen weiter zum Gasthaus Löwenburger Hof, um uns ein wenig zu stärken, bevor es weiter geht.

Wir wollen gerne noch die Ruine Löwenburg besichtigen. Der Aufstieg ist recht steil, aber die sagenhafte Aussicht macht alle Anstrengungen wieder wett. Man sagt, dass man von dort aus bei gutem Wetter sogar den Kölner Dom sehen kann, aber leider war es an diesem Tag bedeckt. Zurück geht es dann wieder auf den Hauptweg, der uns ins Ohbachtal führt, ebenfalls wieder ein sehr steiler Abstieg. An diesem Tag haben wir einige Anstiege hinter uns gebracht, so dass wir abends müde in die Betten unserer Pension in Bad Honnef fallen.

Rheinsteig Etappe 3: Von Bad Honnef nach Linz

Rheinsteig Etappe 3 - der Weg nach Linz führt auch über den Leyberg, der eine tolle Aussicht verspricht

Nach einer erholsamen Nacht machen wir uns auf den Weg nach Linz. Wir entscheiden uns dafür, den Aufstieg zum Leyberg auf uns zu nehmen, dabei handelt es sich um einen Basaltkegel, von dem aus man einen herrlichen Blick auf das Siebengebirge haben soll. Und wir wurden auch nicht enttäuscht. Nachdem wir den Ausblick ausgiebig genossen haben, geht es wieder zurück zum Fuß der Kuppe. Wir steigen hinab ins Breitbachtal, und betrachten unterwegs die Reste einer V-1-Abschussrampe, die mitten im Wald zu sehen ist. Nachdem wir im Tal angekommen sind, geht es auch schon wieder bergauf zum Marienberg.

Auf dem Geländeplateau angekommen nutzen wir einen schmalen Pfad, und erreichen im Hähnerbachtal einen schönen Wasserfall. Von dort aus steigen wir auf den Stux, von dem aus man einen atemberaubenden Fernblick hat. Weiter geht es nach Orsberg und hinauf zum Erpeler Ley. Dort haben wir uns wieder ausgiebig gestärkt, um danach an der Burg Ockenfels vorbei weiter bis nach Linz zu wandern.

Rheinsteig Etappe 4: Von Linz nach Bad Hönningen

Rheinsteig Etappe 4 - am heutigen Tage ist das Ziel der Etappe Bad Hönningen, vorbei an Schloss Arenfels

Bevor wir uns nach Bad Hönningen aufmachen, müssen wir noch einen Blick auf das älteste Rathaus in ganz Rheinland-Pfalz werfen. Wir sind rechtzeitig losgegangen, so dass noch Zeit blieb, die historische Altstadt von Linz kurz zu besichtigen. Auf jeden Fall etwas, das auch so eine Reise wert ist. Nach unserem kleinen Bummel durch die Stadt geht es hinauf auf den Kaiserberg, der 174 Meter hoch ist. Vorbei geht es an einer spätromanischen Kirche und der Donatus-Kapelle.

Wir erreichen das Gipfelkreuz, von dem aus wir eine wunderschöne Sicht ins Rheintal haben. Weiter geht es hinunter ins Tal, danach folgt der Aufstieg nach Dattenberg. Wir gehen durch den Ort, und erreichen einen steilen Wiesenweg, der uns wieder bergab führt. Weiter geht es nach Leubsdorf, einem sehr romantischen Weindorf. Von dort aus wandern wir nach Ariendorf, und genießen den Blick auf Schloss Arenfels, auch bekannt als „Schloss des Jahres“. Schon bald darauf erreichten wir das Ziel der Etappe, den Weinort Bad Hönningen.

Rheinsteig Etappe 5: Von Bad Hönningen nach Leutesdorf

Rheinsteig Etappe 5 - durch wunderbare Weinstöcke geht es weiter nach Leutesdorf

In unserer Pension haben wir ein tolles Frühstück genossen, so dass wir uns gut gestärkt auf den Weg nach Leutesdorf machen können. Vorbei an der Römerwelt geht zum Rheinbrohler Lampenthal. Das nächste Highlight ist der Aussichtspavillon am Rheinbrohler Lay in 198 Meter Höhe. Von hier aus können wir einen schönen weiten Blick ins Rheintal hinein genießen. Über spannende Wege führt uns die Wanderung zur Ruine Hammerstein. Zwar mussten wir den eigentlichen Weg kurz verlassen, um diese ehemalige Burg zu besichtigen, aber allein schon wegen der sagenhaften Aussicht hat sich der Abstecher mehr als gelohnt.

Von hier aus geht es jetzt abwärts, mitten durch die Weinberge. Am Nachmittag erreichen wir den Bachhof. Ein Serpentinenweg, der mitten durch die Natur führt, bringt uns zu einer Schutzhütte, in der wir kurz verweilen. Wir wandern weiter durch das Naturschutzgebiet Langenbergskopf bis zur Edmund-Hütte, einem Naturfreundehaus. Der Blick von der Terrasse aus ist wirklich wunderbar. Ein steiler Weinbergshang führt uns schließlich nach Leutesdorf, wo wir gleich unsere Zimmer in der Pension bezogen.

Rheinsteig Etappe 6: Von Leutesdorf nach Rengsdorf

Rheinsteig Etappe 6 - der Weg führt am heutigen Tage zum Etappenziel Rengsdorf

Wieder einmal geht es in Serpentinen weiter, schon nach kurzer Zeit erreichen wir den Hüllenberger Stolperstein. Wir werden mit einem schönen Ausblick auf den Ort Andernachbelohnt. Direkt am Limes entlang wandern wir weiter nach Feldkirchen. Auf und ab geht es weiter, hinab ins Reichelbachtach, und dann führt uns der Weg weiter durch Buchenwald. Das Eiszeit-Museum Monrepos ist hier auf jeden Fall einen Besuch wert. Durch den Wald führt uns der Weg zur Burg Altwied. Wir machen Rast im Restaurant Laubachsmühle. Dort finden wir einen Gewässerlehrpfad, der bergauf führt zum Almblick. Und wieder führt der Weg in Serpentinen bis zum Aussichtspunkt Schauinsland. Ziel der heutigen Etappe ist Rengsdorf, wo wir ein schönes Abendessen mit einem Glas Wein genießen, und den Tag abschließen.

Rheinsteig Etappe 7: Von Rengsdorf nach Sayn

Rheinsteig Etappe 7 - weiter geht es durch eine tolle Landschaft nach Sayn, dem heutigen Etappenziel

Von Rengsdorf aus geht es auf einem sehr schmalen Pfad weiter. Er führt uns mitten durch den Wald, auf dem Weg passieren wir die Jonashütte. Aufwärts geht es weiter zu einer alten Wehranlage mit Römerturm, die dort rekonstruiert worden ist. Wir fühlen uns gleich zurückversetzt ist in die damalige Zeit. Von dort aus nutzen wir den Waldlehrpfad Wingertsberg, der uns ins Aubachtal hinab führt. Anschließend schickt uns der Weg wieder bergauf, vorbei am Schnepfenteich, bis wir den Vogelpfad erreichen, der am Kuckuckberg endet. Ein kleiner Pfad führt uns zum Zoo Neuwied, der sicherlich auch einen Besuch wert ist. Allerdings fehlt uns dafür die Zeit, daher gehen wir weiter zur Bismarckhöhe, wo es eine Schutzhütte gibt. Hier verweilen wir kurz, und nehmen dann den Abstieg vom Friedrichsberg in das Saynbachtal in Angriff. Kurze Zeit später erreichen wir das Ziel dieser Etappe, Sayn.

Rheinsteig Etappe 8: Von Sayn nach Vallendar

Rheinsteig Etappe 8 - zum Ziel in Vallendar geht es an der alten Burgruine bei Schloss Sayn vorbei.

Das Schloss Sayn sollte selbstverständlich immer auf dem Plan stehen, so viel Zeit muss sein. Von der Schlossterrasse aus geht es dann auch gleich weiter bis zur Burg Sayn. Die Burg ist 800 Jahre alt, und bietet einen tollen Rundblick, der vom Westerwald bis hin zu den Vulkankuppen in der Eifel führt. So schön, wie der Blick auch ist, wir müssen weiter, und erreichen später die Oskarhöhe, auf der es auch eine Schutzhütte gibt. Die guten alten Serpentinen führen uns hinab ins Tal. Nach einer kurzen ebenen Strecke steht schon wieder der nächste Aufstieg an auf den Pulverberg. Am Römerturm legen wir eine wohlverdiente Pause ein. Feldwege führen uns über die Deutsche-Limes-Straße, die Autobahn 48 unterqueren wir. Als wir im Tal angekommen sind, geht es wieder aufwärts, der Weg führt uns zum Wüstenhof. Selbst wenn wir nicht hungrig gewesen wären, allein schon wegen des Ausblicks wären wir eine gewisse Zeit dort geblieben. Der Abstieg nach Vallendar, unserem heutigen Etappenziel, geht uns leicht von den Füßen.

Rheinsteig Etappe 9: Von Vallendar nach Koblenz-Ehrenbreitstein

Rheinsteig Etappe 9 - Ziel heute ist Koblenz-Ehrenbreitstein

Die Fachwerkhäuser am Rathausplatz der Stadt sind sehr sehenswert. Wir wandern an der Theologischen Fakultät vorbei, und erreichen den Eingang des dortigen Klostergartens. Wir folgen dem Weg nach Wambachtal. Wir erreichen den Bischofsbour, das ist ein Brunnen, um den sich die Sage um einen Bischof rankt. Angeblich soll der Bischof nach ausgiebigem Fluchen dort vom Erdboden verschluckt worden sein, und direkt danach soll die Quelle erschienen sein. Wir wandern weiter zu einem Festungsplateau, einer spannenden Aussichtsplattform, die uns einen beeindruckenden Blick gewährt auf Koblenz und das Tal. Wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen, die imposante Festungsanlage zu besichtigen. Danach ging es an den Abstieg nach Ehrenbreitstein, einem Ortsteil von Koblenz.

Rheinsteig Etappe 10: Von Koblenz-Ehrenbreitstein nach Niederlahnstein

Rheinsteig Etappe 10 - heute geht es nach Niederlahnstein.

Heute folgen wir dem Rheinufer nach Pfaffendorf. Die Geländeterrassen, die vom Bienhorntal aus gut zu erkennen sind, wurden künstlich angelegt. Weiter geht es aufwärts zum Wachecker Kopf. Auf den Serpentinen geht es wieder hinunter nach Allerheiligenberg. Hier wandern wir über einen sehr schmalen Pfad, auf dem Stahlseile vorhanden sind, um ausreichend Halt zu bieten. Unten angekommen werden wir mit einem tollen Blick auf die Allerheiligenkapelle belohnt, auch die Burgen Lahneck und Stolzenfels sind zu sehen. Bald erreichen wir unser heutiges Ziel, Niederlahnstein, und unsere schönen weichen Betten.

Rheinsteig Etappe 11: Von Niederlahnstein nach Braubach

Rheinsteig Etappe 11 - das heutige Ziel dieser Etappe ist Braubach.

Am Ufer der Lahn entlang starten wir heute in die 11. Etappe. Wir überqueren die Lahn auf einer Fußgängerbrücke, und nehmen den steilen Weg zum Lahnsteiner Kurzentrum. Der Weg führt uns durch einen schönen Wald zu einem Wiesenplateau. Über eine sehr schmale, kleine Felsenrippe führt hier der Weg in ein kleines Tal, und vor dort aus wieder nach oben. Nächster Punkt ist die Kerkertser Platte. Über die Geländerippe geht es immer weiter bergab, bis der Weg zu den Ruinen von der Grube Rosenberg führt. Braubach ist bereits in greifbarer Nähe, und wir freuen uns auf ein leckeres Abendessen.

Rheinsteig Etappe 12: Von Braubach nach Kamp-Bornhofen

Rheinsteig Etappe 12 - es geht nach Kamp-Bornhofen, aber mit einem tollen Blick auf die Marksburg

Wir entscheiden uns dafür, noch die Burg anzuschauen, bevor es wieder weiter geht auf dem Rheinsteig. Vom Burghügel aus geht es hinunter bis zur St. Martinskirche, und weiter über einen Treppenweg. An den Bahngleisen angekommen, beginnt auch schon der Zecherweg, ein recht steiler Weg, der jedoch auch wieder tolle Ausblicke beschert, wie zum Beispiel auf die Marksburg. Nach einem anstrengenden Aufstieg erreichen wir den Aussichtspavillon. Danach geht es parallel weiter am Hang, bis wir wieder abwärts wandern zum Sauerbrunnen. Während wir dem Tal folgen, genießen wir die Tatsache, dass es hier nur einen leichten Anstieg gibt. Das dauert aber nicht lange an, dann geht es wieder steil bergauf, das Ziel ist der Dinkholder Berg.

Dort gibt es nicht nur einen Rastplatz und eine Schutzhütte, sondern zudem auch einen faszinierenden Ausblick. Ab hier geht es immer wieder auf und ab. Das Hexenköpfel erinnert an die Hexenverfolgungen im Mittelalter. Wir erreichen Filsen, und wandern weiter aufwärts zu einem Aussichtspavillon. Von dort aus haben wir einen guten Blick auf die Filsener Ley und Boppard. Den nun folgenden Pfad genießen wir, denn er gilt zurecht als einer der schönsten Strecken auf dem Rheinsteig. Schon bald haben wir das heutige Ziel, Kamp-Bornhofen, erreicht.

Rheinsteig Etappe 13: Von Kamp-Bornhofen nach Kestert

Rheinsteig Etappe 13 - das Ziel der Etappe ist Kestert

Heute starten wir schon recht früh in den Tag. Wir nutzen den Weg, der zur „Allee der Bäume“ führt. Dieser zieht sich recht in die Länge, aber endlich geht es dann auch wieder steil bergauf. Ziel ist der Aussichtspavillon Jakobstempel auf dem Pfählsberg. Wir wandern weiter, und erreichen die Wilhelmshöhe. Die Burgen Sterrenberg und Liebenstein können wir von hier aus ganz wunderbar sehen. Wir haben noch einen guten Anstieg vor uns, der uns zum höchsten Punkt des gesamten Rheinsteigs führt, dem Geländeplateau Lykershausen. Der Abstieg gestaltet sich als sehr gemächlich, bis wir einen weiteren Aussichtspavillon erreichen, den an der Hindenburghöhe. Er befindet sich bereits oberhalb von Kestert, so dass ein kurzer, aber steiler Abstieg ausreicht, um Kestert und unsere Pension zu erreichen.

Rheinsteig Etappe 14: Von Kestert nach St. Goarshausen

Rheinsteig Etappe 14 - der Weg zum Etappenziel St. Goarshausen führt wieder durch eine tolle Landschaft

Heute startet der Weg mit einem Anstieg nach Oberkestert. Durch einen Wald führt der Weg, es geht über einen schmalen Pfad, der zu einem Graben führt, der zum Ehrenthaler Bach gehört. In der dortigen Schutzhütte rasten wir ein wenig, bevor wir uns an der Burg Maus vorbei zum Wanderparkplatz namens Nocherner Brünnchen begeben. Ein Serpentinenpfad führt uns hinab nach St. Goarshausen.

Rheinsteig Etappe 15: Von St. Goarshausen nach Kaub

Rheinsteig Etappe 15 - es geht nach Kaub, natürlich nicht ohne einen Blick von der sagenumwobenen Loreley

Diese Etappe wird als Königsetappe bezeichnet. Sie ist die längste Etappe, und hat insgesamt die meisten Höhenmeter. Zunächst geht es steil bergauf, dann wieder steil bergab. An der Burg Katz vorbei führt der Rheinsteig nun zur Loreley, dem sagenumwobenen Felsen. Nachdem wir die Aussicht genossen haben, gehen wir weiter und folgen den Weinlehrpfad Loreley. Danach geht es wieder steil nach unten ins Urbachtal, anschließend wieder bergauf. Hier gibt es einige Aufstiege, die mit Festhalteseilen und Eisentritten bewältigt werden müssen. Nach einem langen Abstieg erreichen wir Kaub, und erhaschen dabei einen Blick auf die Zollburg Pfalzgrafenstein.

Rheinsteig Etappe 16: Von Kaub nach Lorch

Rheinsteig Etappe 16 - heute geht es nach Lorch, auf dem Weg befindet sich die Ruine Nollig.

Die heutige Etappe führt uns an der Burg Gutenfels vorbei. Über Serpentinen geht es ins Niederthal. Mitten im Wald werden wir von einem Weinstand überrascht, dem wir einfach nicht widerstehen können. Weiter geht es, hinaus aus dem engen Tal, zurück ins Rheintal. Über die Clemenskapelle und die Ruine Nollig geht es schließlich hinunter nach Lorch.

Rheinsteig Etappe 17: Von Lorch nach Rüdesheim

Rheinsteig Etappe 17 - der Weg führt uns heute ins schöne Rüdesheim

Das heutige Etappenziel wird Rüdesheim sein. Wir wandern bis zur Georgs Ruh, und gönnen uns dort eine kurze Rast. Über einen kurzen aber steilen Anstieg geht es über den Panoramawegweiter bis hin zur Paul-Claus-Hütte. Nachdem wir die Ausblicke genossen haben, müssen wir uns wieder auf den Weg konzentrieren, denn dieser führt nun über einen gerade einmal fußbreiten Pfad am Hang entlang zu einer Weinbergsmarkierung. Wir genießen noch den Blick von der Germania, und laufen hinunter nach Rüdesheim.

Rheinsteig Etappe 18: Von Rüdesheim nach Johannisberg

Rheinsteig Etappe 18 - die Abtei St. Hildegard, auf dem Weg nach Johannisberg

Heute haben wir uns dazu entschieden, die Gondelbahn zu nutzen, um zur Abtei St. Hildegard zu wandern. Anschließend besuchen wir das Kloster Nothgottes. Wir folgen dem sogenannten „Philosophenweg“ hinauf in den Rheingauer Wald. Wieder geht es bergauf und bergab, mitten durch Felder und Wald, bis wir schließlich in Johannisberg ankommen, und unsere Zimmer beziehen.

Rheinsteig Etappe 19: Von Johannisberg nach Kiedrich

Rheinsteig Etappe 19 - das schöne alte Zisterzienser Kloster ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Ziel der Etappe ist Kiedrich.

Schloss Johannisberg ist auf jeden Fall einen Besuch wert, darum haben wir uns heute auch die Zeit dafür genommen. Von dort aus geht es los auf dem Rheinsteig, Richtung Schloss Vollrads. Wir wandern durch die Weinberge und ersteigen den Susberg. Zunächst geht es hinunter, und dann wieder hinauf zum Wegekreuz am Unkenbaum. Danach folgt ein langer Abstieg hinunter zum Steinberg. Wir machen uns auf den Weg zum ehemaligen Zisterzienserkloster, das als Drehort für die Verfilmung des Krimis „Der Name der Rose“ genutzt wurde. Nach der ausgiebigen Erkundung dieses tollen Klosters folgen wir weiter den Markierungen des Rheinsteigs, es geht aufwärts zum Honigberg, und danach wieder herunter. Den letzten Teil der Etappe nach Kiedrichkönnen wir gemütlich laufen.

Rheinsteig Etappe 20: Von Kiedrich nach Schlangenbad

Rheinsteig Etappe 20 - Bis nach Schlangenbad führte die heutige Etappe des Rheinsteigs

Heute haben wir eine sehr leichte Etappe vor uns. Wir starten in Kiedrich, und wandern an der Ruine Scharfenstein vorbei bis zu einem Aussichtspunkt, der sich in der Kiedricher Gemarkungbefindet. In der Waldgaststätte legen wir eine kurze Pause ein, und genießen eine leckere Brotzeit. Danach geht es weiter nach Schlangenbad.

Rheinsteig Etappe 21: Von Schlangenbad nach Wiesbaden-Biebrich

Rheinsteig-Etappe 21 - das schöne Schloss Biebrich in Wiesbaden. Hier endet für uns der Rheinsteig

Heute ist der letzte Teil des Rheinsteigs angesagt. Gemütlich laufen wir zur Lochmühle, wo es wieder steil bergauf geht. Von Georgenborn aus wandern wir durch einen Wald bis zur Ludwig-Schwenk-Hütte. Von hier an geht es hinunter ins Erlenbachtal. Der Abstieg zieht sich recht lang hin, was aber auch einmal sehr angenehm ist. Selbstverständlich geht es hier wieder bergauf zum Schloss Sommerberg, und wieder hinunter nach Frauenstein. Wir laufen bergab nach Schierstein, und wandern weiter entlang des Rheins nach Biebrich. Hier hat unser Abenteuer Rheinsteig nach 320 Kilometern ein Ende. Wir werden noch das Schloss Biebrich besichtigen, und dann unsere Pension beziehen. Morgen geht es wieder nach Hause.

Der Rheinsteig hat mit seinen 320 Kilometern eine Länge, die in 21 Tagesetappensehr gut absolviert werden kann. Es gibt sehr viele Highlights, so wie beispielsweise die Loreley. Allerdinges sind einige Etappen sehr schwer zu wandern, es geht über steile Treppen und Klettersteige. Daher ist dieser Weg, so wie wir ihn gegangen sind, eher etwas für erfahrene Wanderer mit entsprechender Ausrüstung. Wer nicht so erfahren ist, kann auch einfach andere Etappen wählen, und die sehr schwierigen Passagen umgehen.

Packliste für diese Tour

Rucksack

Zwischen 30 und 45 Liter, ausreichend bei Mehrtagestouren.

Unsere Empfehlung:

Osprey Stratos

Pack Sack / Dry Sack

Sorgen für Ordnung und sind wasserdicht. Erhältlich in
verschiedenen Größen.

Unsere Empfehlung:

Deuter Light Drypack

Regenschirm

Wenn es nicht sehr windig ist, bietet
der Regenschirm einen super Schutz, und
man kommt um das evtl. Schwitzen in
der Regenjacke herum.

Unsere Empfehlung:

Relags Regenschirm Mini Pocket

Hüttenschlafsack

Ist in viele Hütten Pflicht und sorgt für Hygiene. Das Mischgewebe
Polyester & Baumwolle hat das perfekt Gewicht/Komfort Verhältnis.

Unsere Empfehlung:

Easy Camp Inlet YHA

Wäscheleine

Sehr nett, um über Nacht seine Unterwäsche trocknen zu lassen.

Unsere Empfehlung:

sea to summit Clothesline

Kulturbeutel

Je kleiner, desto besser, da es daran erinnert, sich auf das Nötigste zu beschränken.

Unsere Empfehlung:

Deuter wasch bag lite 2

Handtuch

Aus Microfaser, sehr leicht und ganz kleines Packmaß.

Unsere Empfehlung:

sea to summit pocket Towel

Sonnenbrille

Mit ausreichendem Schutz. Lass Dich beraten!

Unsere Empfehlung:

Uvex Igl 28

Trinkflasche

2 Flaschen mit je 1 Liter Wasser sind das Minimum für einen
ganzen Tag auf den Wanderwegen.

Unsere Empfehlung:

nalgene Everyday 1 Liter

Messer

Mit Korkenzieher für die Flasche Wein 😉

Unsere Empfehlung:

Opinel No 10

Stirnlampe

Ein kleines, kompaktes Modell, um nachts auf Toilette zu gehen oder
um abends vorm Zelt zu kochen ist ausreichend.

Unsere Empfehlung:

Black Diamond Cosmo

2 x Wanderhose

Leicht und schnell trocknend, in der Regel aus Polyester

Unsere Empfehlung:

Maloja

3 x Socken

Mit hohem Anteil an Merinowolle für mehr Atmungsaktivität und
weniger Geruch.

Unsere Empfehlung:

Smartwool Hike medium Crew

Unterhose

Sehr gute Passform, hoher Tragekomfort,
schnell trocknend, atmungsaktiv,
geruchshemmend.

Neue Materialzusammensetzung für längere
Haltbarkeit.

Unsere Empfehlung:

Icebreaker Anatomica Boxer

T-Shirts

Hier empfiehlt sich Merinowolle dank seiner
vielseitigen Qualitäten.

Siehe unseren Blogartikel:
www.doorout.com/blog/merino-wolle-die-geheimnisse-eines-wundergewebes/

Unsere Empfehlung:

Icebreaker Anatomica SS Crewe

Fleecejacke

Mit Kapuze für extra Wärme.

Unsere Empfehlung:

Berghaus Extrem 7000 Hoody

Windjacke

Eine gute Softshell mit Kapuze bietet einen perfekten Schutz.

dare2b Softshelljacke

Wanderschuhe

Bequem und natürlich schon eingelaufen.

Unsere Empfehlung:

Keen Feldberg

Wanderstöcke

Wanderstöcke mit Korkgriff sind feuchtigkeitsregulierend und
bieten damit einen extra Komfort.

Unsere Empfehlung:

Black diamond Trail ergo cork

Wanderbericht: Der Hochrhöner

Wanderbericht: Der Hochrhöner

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Der Hochrhöner

Der Fernwanderweg „Der Hochrhöner“ gehört zu den Premiumwanderwegen mit dem GütesiegelWanderbares Deutschland“. Mit diesem Siegel ausgezeichnete Strecken stellen hohe Ansprüche an Pflege und Beschaffenheit der Wanderwege, garantieren dem Wanderer abwechslungsreiche Naturerlebnisse und beziehen kulturelle Höhepunkte mit ein. Zum Fernwanderweg „Der Hochrhöner“ gibt es eine westliche und eine östliche Route. Wir erwandern den „Hochrhöner – Lange Rhön“, die östliche Tour, die uns auf rund 120 km durch Hessen, Thüringen, und Bayernführt, und das Biosphärenreservat Rhön mit einbezieht.

Unsere Wanderung beginnt in Bad Kissingen und endet in Bad Salzungen. Wir ersteigen die höchsten Erhebungen – Wasserkuppe, Kreuzberg, Heidelstein, Ellenbogen – und erleben an vielen Aussichtspunkten die ungeahnte Weite und Schönheit der Rhön. Unsere Wanderung führt über Felsen und durch Moorlandschaften, wir tauchen ein in zauberhafte Wälder und passieren kulturelle Stätten. Die Strecke ist in 8 Etappenaufgeteilt und mit dem „gelben Ö auf weißem Grund“ gut ausgezeichnet.

 

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Die Etappen des Hochrhöners

Hochrhöner Etappe 1: Von Bad Kissingen bis Stralsbach

Hochrhöner Etappe 1 - durch eine tolle Landschaft zumr ersten Etappenziel, Stralsbach

Länge 9,8 km / höchster Punkt 407 m / 200 Höhenmeter

Wir beginnen unsere Wanderung in Bad Kissingen – der wohl bekanntesten deutschen Kurstadt. Unsere erste Etappe beginnt am Wanderportal beim Bahnhof. Bevor wir Bad Kissingen verlassen, genießen wir die Innenstadt mit ihren gepflegten Parkanlagen, eleganten Villen und historischen Gebäuden und erinnern uns, dass die Kurstadt über viele Jahrhunderte mit der Salzgewinnungihren Reichtum sicherte. Wir verlassen die Stadt und gehen entlang der Saale durch die großzügigen Auen, atmen den Duft von feuchten Wiesen und Kräutern, und biegen bei den Salinen ab in Richtung Altenburgerhaus. Wir wandern durch den Wald entlang des Kaskadenbachs, der hier über viele Stufen munter bergab ins Kaskadental plätschert.

Vorbei an Tiergehegen führt unser Weg durch den Wald hinauf zum Klaushof, wo wir unbedingt eine Rast einplanen sollten. Hier ist für Verpflegung gesorgt, und man kann im Wildpark Hirsche, Rehe und Dammwild hautnah erleben. Danach geht es weiter zum Forsthaus Herrmannsruh, wo uns die freie Sicht schon einen Blick auf Stralsbach erlaubt. Aber zunächst führt unser Weg noch einmal durch den Wald, bis wir am Rande einer Wiese auf eine Kapelle stoßen. Wir wandern vorbei an mehreren Kreuzwegstationen und erreichen Stralsbach – unser erstes Etappenziel.

Hochrhöner Etappe 2: Von Stralsbach nach Langenleiten

Hochrhöner Etappe 2 - an den schwarzen Bergen vorbei zum Etappenziel Langenleiten

Länge 14,2 km / höchster Punkt 542 m / 380 Höhenmeter

Von Stralsbach aus wandern wir entlang der Dorfgärten und folgen dem Hochrhöner an einem Bach, vorbei an der Borstmühle, nach Frauenroth zum Zisterzienserinnen-Kloster. In der romanischen Klosterkirche liegt der Minnesänger Otto von Botenlauben begraben, der Gründer von Frauenroth. Am Rande des Dorfes rasten wir unter den ausladenden Ästen der Hutbuche von Frauenroth – einer denkmalgeschützten Rotbuche, deren Alter auf bis zu 350 Jahre geschätzt wird.

Danach geht es am Waldrand entlang des Lederbachs weiter, bis wir an den Abstieg nach Premichgelangen. Für diesen Teil des Weges sollten wir uns viel Zeit nehmen. Der steile Abstieg lädt uns an vielen Stellen ein zu ungeahnten Ausblicken. Wir genießen die Schönheit der rauen, unbewaldeten Röhn, lassen den Blick zu den Schwarzen Bergen, zum Sendemast auf dem Kreuzberg und über die Lange Rhön schweifen. Unten angekommen wandern wir durch das Tal des Kellerbachs. Gekrümmte, windzerzauste Buchen säumen den Weg bei Langenleiten – unserm zweiten Etappenziel.

Hochrhöner Etappe 3: Von Langenleiten nach Oberweißenbrunn

Hochrhöner Etappe 3 - Am Kreuzberg mit den drei Kreuzen vorbei geht es nach Oberweißenbrunn

Länge 12 km / höchster Punkt 864 m / 407 Höhenmeter

Heute wandern wir von Langenleiten über den Kreuzberg nach Oberweißenbrunn. Durch Wiesengrund führt der Weg in Richtung Kreuzberg, wir überqueren den Moosbach, und tauchen ein in ein Waldgebiete der Rhön. Es geht stetig bergauf vom Oberen Guckas zum Großen Guckashinauf zum Kreuzberg, wo wir ausgiebig rasten werden. Der Kreuzberg ist mit 864 m der dritthöchste Berg der Rhön.

Das Kloster Kreuzberg, bewirtschaftet und verwaltet von Franziskanern, ist ein viel besuchter Wallfahrtsort und Ausflugsziel. Bekannt und beliebt durch seine Brauerei mit Klosterschänke, Gasthof und Pension, verzeichnet der Kreuzberg jährlich eine halbe Million Besucher. Die barocke Wallfahrtskirche, errichtet Ende des 17. Jahrhunderts, lädt zur Stille und Besinnung ein. Von der Kreuzigungsgruppe aus genießen wir einen sagenhaften Blick über die Hessische Rhön, den Thüringer Wald, den Spessart und ins Frankenland. Gut gestärkt und erholt begeben wir uns auf den Abstieg nach Oberweißenbrunn – unserem dritten Etappenziel.

Hochrhöner Etappe 4: Von Oberweißenbrunn nach Birx

Hochrhöner Etappe 4 - über den Holzweg geht es nach Birx. zum Ziel der Etappe

Länge 22 km / höchster Punkt 921 m / 520 Höhenmeter

Von Oberweißenbrunn aus führt unser Weg am Hang des Himmeldunkelbergs entlang. Hier weiden die Rhönschafe – die Schwarzköpp! Als „Landschaftspfleger“ halten sie die Hochflächen frei von allem, was hier nicht gedeihen soll. Wir zweigen ab vor der Hohen Hölle (894 m) und überqueren den Schwedenwall aus dem 30-jährigen Krieg. Danach begeben wir uns in das Naturschutzgebiet Rotes Moor, wo bis Mitte der 50er Jahre noch Torf abgebaut wurde. Am „Haus am Roten Moor“ biegen wir ab zum Fernsehsender Heidelstein. Auf der weiteren Strecke über das Plateau der Hohen Rhön zum Schwarzen Moor laden uns viele Aussichtspunkte zum Verweilen ein. Hier befinden wir uns im Dreiländereck wo Hessen, Thüringen und Bayern aneinandergrenzen. Über das Schwarze Moor führt ein zwei Kilometer langer Holzbohlen-Weg. Wer genügend Zeit eingeplant hat, sollte auf jeden Fall eine geführte Wanderung buchen. Über die ehemalige innerdeutsche Grenze, wo als Mahnmal der Grenzturm erhalten ist, gelangen wir nach Birx – unserem vierten Etappenziel.

Hochrhöner Etappe 5: Von Birx nach Kaltensundheim

Hochrhöner Etappe 5 - durch schöne Wäder geht es zum Etappenziel Kaltensundheim

Länge 10,8 km / höchster Punkt 810 m / 60 Höhenmeter

Wir verlassen Birx und nehmen am alten Grenzturm die Wanderroute wieder auf. Bald erreichen wir das am höchsten gelegene Dorf der Rhön: Frankenheim. Die weitere Route führt durch Wiesen, Weiden und Wald zum Ellenbogen. Hier werden wir reich belohnt mit einem wunderschönen Ausblick in die Weite nach Norden. Unterhalb des Gipfels, vom Eisenbacher Haus (Hotel und Restaurant) aus, geht es ein langes Stück des Weges durch jungen Buchenwald, der im Frühjahr übersät ist von weißen und gelben Buschwindröschen. Wo sich der Wald wieder öffnet, empfangen uns mächtige alte Buchen, teils in vollem Grün, teils als blattlos kahle Stämme.

Auf einer Zickzack-Route wandern wir hinab ins Tal. Wir begleiten einen kleinen Wasserlauf, der sich in einer Senke verbirgt, und folgen dem Weg, der uns zwischen Kaltenwestheim und Mittelsdorf nach Kaltensundheim bringt – unserem fünften Etappenziel auf dem Hochrhöner Wanderweg.

Hochrhöner Etappe 6: Von Kaltensundheim nach Dermbach

Hochrhöner Etappe 6 - das schöne Kaltennordheim, Ziel der Etappe ist Dermbach

Länge 21,7 km / höchster Punkt 663 m / 500 Höhenmeter

Von Kaltensundheim ausgehend nehmen wir hinter Mittelsdorf die Wanderung wieder auf, gehen vorbei an Hecken, Streuobstwiesen, Wald und Wachholderheide, die hier auf den Magerwiesen besonders gut gedeiht. In Höhe des Städtchens Kaltennordheim sind wir auf einer Höhe von ca.600 m, und haben herrlich weite Sicht ins Feldatal. Wir passieren die Hexenlinde bei Klings und umrunden fast den Berg Hobel, der eine Höhe von 665 m erreicht. Hier stößt der Hochrhöner auf die ehemalige Zonengrenze. und wir gehen ein Stück auf dem Plattenweg der alten Grenze.

An der Biegung vor Andenhausen treffen Ost- und Westroute des Hochrhöners wieder zusammen. Wir durchqueren Andenhausen auf dem Weg zum Katzenstein. Von hier aus haben wir einen wunderschönen Blick auf das Barockkloster Zella. Wir wandern über Wiesen, haben viel freie Sicht, und biegen vor Föhlritz am Waldrand ab und steigen auf den Waltersberg. Weiter geht es bis zum Gläserberg, wo wir eine Rast- und Ruhepause einlegen, bevor wir den Abstieg beginnen und Dermbach erreichen – unser sechstes Etappenziel.

Hochrhöner Etappe 7: Von Dermbach nach Bernshausen

Hochrhöner Etappe 7 - entlang der Felda, einem Fluss in der Rhön. Ziel der Etappe ist Bernshausen

Länge 11,6 km / höchster Punkt 563 m / 390 Höhenmeter

Wir setzen unseren Weg am Hang des Gläserbergs fort und kommen, begleitet von Hecken und Obstbäumen, nach Glattbach, wo in der Nähe des Dorfes der Rhönpaulus hauste. Der Legende nach ein Räuber, an den eine Holzfigur auf dem Dorfplatz erinnert. Wir kommen zum Flüsschen Felda, und steigen steil hinauf in das Naturschutzgebiet Ilbengarten. Wie durch einen grünen Tunnel wandeln wir unter den dichten Ästen alter Eiben und fühlen uns wie im Märchenwald. Auf dem langgezogenen Höhenweg streifen wir das Dörfchen Wiesenthal, und steigen weiter hinauf ins Naturschutzgebiet zum Gipfel des Hohen Horn. Die Anstrengung wird reich belohnt mit dem Blick auf Roßdorf, das eingebettet im Tale liegt – und den angrenzenden Nebelberg, der 1866 als Schlachtfeld diente.
Nach erholsamer Rast machen wir uns auf den Weg nach Bernshausen, der durch einen üppigen Buchenwald führt, und uns schon bald einen Blick auf den See „Bernshäuser Kutte“ gewährt. Wir übernachten in Bernshausen – unserem siebten Etappenziel.

Hochrhöner Etappe 8: Von Bernshausen nach Bad Salzungen

Hochrhöner Etappe 8 - Letzte Etappe auf dem Fernwanderweg durch die Rhön. Zielpunkt ist der Kurort Bad Salzungen

Länge 17,5 km / höchster Punkt 638 m / 260 Höhenmeter

Auf unserer letzten Tour auf dem Hochrhöner sehen wir uns den See „Bernshäuser Kutte“ in Ruhe an. Er ist kreisrund und verdankt seine Form einem geologischen Einbruch. In weitem Bogen umwandern wir die Stoffelskuppe auf dem Weg zur mittelalterlichen Landwehr, wo Gräben und Wälle noch gut zu erkennen sind.

Wir steigen hinauf auf den Gipfel des Pleß, und nehmen uns Zeit für eine Rast an der Rhönklubhütte. Der neue Aussichtsturm erlaubt uns die Sicht weit über den Thüringer Wald.

Vorbei an der Pleßtannenwiese und der Ruine des Jagdschlösschens steigen wir hinab ins Tal. Entlang des Polsambachs wandern wir auf direktem Weg nach Langefeld. Nach einer kurzen Pause und etwas Wehmut im Herzen gehen wir weiter zum Ziel unserer Fernwandertour. Vor uns liegt Bad Salzungen, das Solo-Heilbad, eingebettet ins Werratal und Tor zum Thüringer Wald. Wir genießen den Bummel durch die Kurstadt mit ihren Fachwerkbauten und Grünanlagen, und sind am Ende unserer Wanderung auf dem Hochrhöner – Lange Rhön angelangt.

Der Fernwanderweg „Der Hochrhöner – Lange Rhön“ führt auf rund 120 Kilometerndurch Hessen, Thüringen und Bayern. Auch das Biosphärenreservat Rhön liegt auf der Strecke. Die Strecke ist in 8 Etappen aufgeteilt, und kann in 8 Tagen gut gewandert werden. Vom Schwierigkeitsgrad her ist der Hochrhöner als mittelschwereinzustufen. Etwas Kondition ist erforderlich, um die Höhenunterschiede zu absolvieren. Die unglaublich schöne Landschaft mit ihren vielen weiten Aussichten macht den Hochrhöner zu einem Wanderweg mit einem sehr hohen Erlebniswert.

Packliste für diese Tour

Rucksack

Zwischen 30 und 45 Liter, ausreichend bei Mehrtagestouren.

Unsere Empfehlung:

Osprey Stratos

Pack Sack / Dry Sack

Sorgen für Ordnung und sind wasserdicht. Erhältlich in
verschiedenen Größen.

Unsere Empfehlung:

Deuter Light Drypack

Regenschirm

Wenn es nicht sehr windig ist, bietet
der Regenschirm einen super Schutz, und
man kommt um das evtl. Schwitzen in
der Regenjacke herum.

Unsere Empfehlung:

Relags Regenschirm Mini Pocket

Hüttenschlafsack

Ist in viele Hütten Pflicht und sorgt für Hygiene. Das Mischgewebe
Polyester & Baumwolle hat das perfekt Gewicht/Komfort Verhältnis.

Unsere Empfehlung:

Easy Camp Inlet YHA

Wäscheleine

Sehr nett, um über Nacht seine Unterwäsche trocknen zu lassen.

Unsere Empfehlung:

sea to summit Clothesline

Kulturbeutel

Je kleiner, desto besser, da es daran erinnert, sich auf das Nötigste zu beschränken.

Unsere Empfehlung:

Deuter wasch bag lite 2

Handtuch

Aus Microfaser, sehr leicht und ganz kleines Packmaß.

Unsere Empfehlung:

sea to summit pocket Towel

Sonnenbrille

Mit ausreichendem Schutz. Lass Dich beraten!

Unsere Empfehlung:

Uvex Igl 28

Trinkflasche

2 Flaschen mit je 1 Liter Wasser sind das Minimum für einen
ganzen Tag auf den Wanderwegen.

Unsere Empfehlung:

nalgene Everyday 1 Liter

Messer

Mit Korkenzieher für die Flasche Wein 😉

Unsere Empfehlung:

Opinel No 10

Stirnlampe

Ein kleines, kompaktes Modell, um nachts auf Toilette zu gehen oder
um abends vorm Zelt zu kochen ist ausreichend.

Unsere Empfehlung:

Black Diamond Cosmo

2 x Wanderhose

Leicht und schnell trocknend, in der Regel aus Polyester

Unsere Empfehlung:

Maloja

3 x Socken

Mit hohem Anteil an Merinowolle für mehr Atmungsaktivität und
weniger Geruch.

Unsere Empfehlung:

Smartwool Hike medium Crew

Unterhose

Sehr gute Passform, hoher Tragekomfort,
schnell trocknend, atmungsaktiv,
geruchshemmend.

Neue Materialzusammensetzung für längere
Haltbarkeit.

Unsere Empfehlung:

Icebreaker Anatomica Boxer

T-Shirts

Hier empfiehlt sich Merinowolle dank seiner
vielseitigen Qualitäten.

Siehe unseren Blogartikel:
www.doorout.com/blog/merino-wolle-die-geheimnisse-eines-wundergewebes/

Unsere Empfehlung:

Icebreaker Anatomica SS Crewe

Fleecejacke

Mit Kapuze für extra Wärme.

Unsere Empfehlung:

Berghaus Extrem 7000 Hoody

Windjacke

Eine gute Softshell mit Kapuze bietet einen perfekten Schutz.

Unsere Empfehlung:

dare2b Softshelljacke

Wanderschuhe

Bequem und natürlich schon eingelaufen.

Unsere Empfehlung:

Keen Feldberg

Wanderstöcke

Wanderstöcke mit Korkgriff sind feuchtigkeitsregulierend und
bieten damit einen extra Komfort.

Unsere Empfehlung:

Black diamond Trail ergo cork