Mit der Teilnahme am Kristallmarathon im thüringischen Erlebnisbergwerk Merkers bin ich über die 22,75 km lange Strecke in meine persönliche Wettkampfsaison gestartet.

Alle Läufer(-innen) wurden über den Schacht in 500 Meter Tiefe und anschließend mit Besuchertrucks zum Start- und Zielbereich befördert. Dieser befindet sich im ehemaligen Großbunker mit einem beeindruckenden Hohlraum, in dem sich noch heute der größte untertägig eingesetzte Schaufelradbagger der Welt befindet. Zur Begrüßung schloss sich eine kleine Lasershow mit passender Musik an.

Unter Tage herrschen ganzjährig Temperaturen von 21 – 28 Grad und es ist verpflichtend den Lauf mit Helm und Stirnlampe zu bestreiten.

Der Rundenkurs á 3,25 km war siebenmal zu absolvieren und es war sehr wichtig gut hydriert ins Rennen zu gehen, denn durch den hohen Salzgehalt hat man nur selten das Gefühl zu schwitzen. Umso wichtiger war es dann auch während des Wettkampfes regelmäßig zu trinken und keine Verpflegungsstation auszulassen.

Nach dem Start herrschte noch rege Aktivität um mich herum. Es wurde im weiteren Verlauf jedoch viel ruhiger. Viele Abschnitte des hügeligen Kurses passierte ich alleine im Dunkeln des Bergwerkes. Erst ab Ende der Runde 3 war wieder richtig Betrieb angesagt, denn es standen die ersten Überrundungen weiterer Teilnehmer an.

Die erste Runde nutzte ich zunächst dazu, die Strecke kennenzulernen und mein Tempo zu finden, denn jede Runde hatte ein paar Bergauf-Passage zu bieten, für welche man sich die Kräfte definitiv einteilen musste. Zahlreiche Mitstreiter haben diese Vorgehensweise nicht beherzigt und waren spätestens ab Runde 5 gezwungen, sämtliche Steigungen zu gehen. Nun kann ich etwas besser nachvollziehen, was körperliche Arbeit unter Tage in Anbetracht der gesamten Umstände bedeutet.

Ich konnte nach 01:42:29 das Ziel erreichen, was einem Schnitt von 04:30 Minuten je gelaufenem Kilometer entspricht. Für das erste Vorbereitungsrennen im Hinblick auf das große Ziel, den Gobi-Wüstenrun im Juli und dem 8. Platz meiner Altersklasse im gut besetzten Teilnehmerfeld bin ich zufrieden.

Fortsetzung folgt…

Sascha

Sascha

www.sascha-lauftrainer.de

Seit über 20 Jahren aktiver Ausdauersportler, der immer auf der Suche nach neuen, sportlichen Herausforderungen ist. Mittlerweile auch als Laufrainer unterwegs, um Interessierten mit großer Freunde und Leidenschaft die zahlreichen Vorzüge des Laufens zu vermittlen. Für eine Challenge-Teilnahme mit Joey Kelly stand das Team von Doorout mit Rat und Tat zur Seite. Seitdem resultiert ein regelmäßiger Austausch zudem auch das Verfassen von diversen Blogbeiträgen zählt