Zelttest: Kuppelzelt Outwell Arizona L (Arizona 300)

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Was tut man, wenn man jahrelang als Paar in der Welt unterwegs gewesen ist, dabei das bewährte 2-Personen-Zelt die bevorzugte Unterkunft war und man nun dasselbe als kleine Familie erleben möchte? Das alte Zelt ist zu klein, der Rücken auch nicht mehr das, was er mal war und überhaupt muss mehr Platz her.

Wir sind also auf der Suche nach einem geeigneten Zelt für 3 Personen, bei dem nicht mehr nur das Gewicht, sondern vor allem das Raumgefühl eine Rolle spielt und dass man sein ganzes Gepäck von Kind und Kegel darin unterbekommt. Noch dazu sollte es, ohne dafür einen Abschluss in Architektur zu brauchen, schnell aufzubauen sein, den Regen abhalten und man muss darin stehen und sich bequem umziehen können. Und bei den Preisen auf den deutschen Campingplätzen sollte die Stellfläche natürlich auch nicht so ausufernd wie das Schloss Sanssouci in Potsdam sein. 😉 Daher heute bei mir im Test: das 3-Personen-Zelt Arizona 300 von Outwell.

Das von uns getestete Kuppelzelt Outwell Arizona L

Das Gewicht

Zuerst fiel mir auf, dass das Zelt trotz der großzügigen Abmaße im aufgebauten Zustand mit 12 kg auf jeden Fall nicht zu schwer ist. In Anbetracht der verwendeten Materialien ist es natürlich nicht so leicht wie ein Leicht-Trekkingzelt für 3-Personen, aber das muss es ja auch nicht, weil der Einsatzbereich sicherlich nicht die harte Trekkingtour durch den Himalaya ist, sondern eher das gemütliche Familiencamping auf einem Campingplatz für wenige Tage oder mehrere Wochen an einem schönen Platz.
Und dafür ist das Gewicht top, es kann damit sogar mal über den ganzen Campingplatz getragen werden, wenn der Stellplatz ganz weit vom Auto oder Bahnhof entfernt sein sollte. Der Packsack ist geräumig, selbst, wenn man das Zelt mal schlecht zusammenrollt, passt es bequem in den Packsack und lässt sich sogar noch komprimieren.

Der Aufbau

Das Innenzelt ist im Außenzelt eingehängt, so dass es nicht mehr umständlich im Nachhinein angeknüpft werden muss. Das ist besonders praktisch, wenn es regnet und man sich mit dem Aufbauen beeilen muss.
Die 3 Gestängebögen aus Duratec Fiberglas wären schon mal in die Gestängekanäle eingefädelt3 Gestängebögen aus Duratec Fiberglas zu je 9,5 und 11 mm Durchmesser sind zuerst durch die recht kurzen Gestängekanäle zu führen. Zwei sind diagonal, ein Gestänge ist quer über den anderen beiden einzufädeln. Das gelingt problemlos. Nun werden mit den dafür vorgesehenen Ösen die Gestängeenden zuerst in die eine Seite der Zeltplane gesteckt, dann nacheinander nach oben gespannt und danach in die Ösen der gegenüberliegenden Seite gesteckt. Nur noch kurz die Halterungen festzurren, die Clips der Zeltaußenhaut an den jeweiligen Seiten der Gestänge feststecken und fertig sind wir. Das Zelt steht.
Dann noch rund um das Zelt die zugegeben einfachen Stahlheringe im Boden befestigen, die leuchtend gelben Abspannleinen straff abspannen und dann kann der Urlaub beginnen.

links: Blick aufs Zelt von schräg hinten - rechts: Der Vollständigkeit halber auch mal ein Foto von der Rückseite des Zeltes

Allerdings hätte ich mir ein paar mehr Abspannleinen an dem oberen Teil der Gestängebögen gewünscht, um mehr Windstabilität zu erreichen. Ansonsten macht die Verarbeitung des Zeltes einen sehr guten Eindruck, die verwendeten, wasserfesten Materialien sind bis auf die sehr günstigen und nicht wirklich brauchbaren Heringe top und es steht einem langen Zeltleben nichts im Wege.
Aber die Heringe gegen Bessere auszutauschen sollte nicht das Problem sein, jeder bessere Outdoorausrüster hat für alle möglichen Bodenarten die passenden Heringe im Angebot.

 

Das Raumangebot

Das Zelt kann man durch den großen, über die ganze Frontseite gehenden Eingang betreten, der auch mit einem Moskitonetz gegen ungebetene Gäste versehen ist. Ein Fenster aus Klarsichtfolie ist auch eingearbeitet.
Dann steht man im großzügigen Vorraum mit den Abmaßen von 145×240 cm, wo sogar ein paar Campingstühle und ein kleiner Campingtisch Platz hätten. Die Stehhöhe von 195 cm ist klasse, solange man nicht über 190 cm groß ist, da bei einem Kuppelzelt immer die höchste Stelle in der Mitte der Kreuzungspunkte der Gestänge gemessen wird und man nicht nur in der Mitte steht.
Ein weiterer, bodentiefer Seiteneingang ermöglicht den Zutritt für die ganz eiligen Besucher und Bewohner.
Beide Eingänge können komplett geöffnet und im offenen Zustand befestigt werden.
Das Innenzelt, ebenfalls mit Moskitonetz und mit Innenboden, lässt sich auch komplett per Reißverschluss öffnen. In die Kabine mit den Abmaßen von
240×180 cm passen quer zum Eingang locker drei gängige Isomatten mit maximal 60 cm Breite. Und bestimmt auch noch ein bisschen Spielzeug für den Nachwuchs bei schlechtem Wetter.
Zur Not passen auch vier Personen längs hinein, wobei es aber keine Personen oder Isomatten über 180 cm sein können, da sie sonst entweder mit den Füßen oder dem Kopf an die Innenseite der Schlafkabine stoßen würden.
Ein Moskitonetz dient außer der Mückenabwehr auch gleichzeitig der Belüftung.

Praktisch ist ein kleiner Reißverschluss an der rechten unteren Seite des Außenzeltes, der es ermöglicht, ganz einfach ein Kabel einzuführen und das Zelt mit Strom zu versorgen.
Die Belüftung des Zeltes erfolgt über die beiden Eingänge sowie über einen Lüfter an der Rückseite des Zeltes. Von dort kann die Luft durch die Schlafkabine zirkulieren, um lästiges Tropfen von Kondenswasser zu verhindern.

Hier ein paar Bilder von meinem Check des Raumangebotes des Arizona Zelts:

Fazit:

Das Outwell Arizona 300 ist ein klasse Campingzelt für kleine Familien, allerdings mit kleinen Schwächen.
Das Raumangebot bei der geringen Stellfläche ist meines Wissens nach einzigartig, kein ähnliches Zelt der Mitbewerber hat soviel Raum zum Wohlfühlen und bietet soviel Spaß am Camping mit dem Nachwuchs.
Das einfache Handling beim Auf- und Abbau, das recht geringe Gewicht und das geringe Packmaß sowie der echt schmale Preis von 198,00 € tragen zum guten Gesamteindruck bei.
Nachgebessert werden müssen allerdings die wirklich schlichten Heringe sowie die notwendigen, zusätzlichen Abspannpunkte, um dem Zelt bei Wind mehr Stabilität zu verleihen.
Wer aber ein günstiges, geräumiges Zelt fürs Kleinfamiliencamping sucht, der ist mit dem Arizona 300 bestens bedient und wird lange seine Freude daran haben.

Dein Angebot:

Möchtest du das Zelt bestellen schenken wir die bis zum 05.06.2017 € 25,00 bei Kauf des Outwell Arizona 300. Einfach hier klicken, Zelt bestellen und im Warenkorb den Gutscheincode: BlogArizona eingeben. Die € 25,00 werden direkt von VK abgezogen.

Kuppelzelt Outwell Arizona L (Arizona 300)

Kuppelzelt Outwell Arizona L (Arizona 300)
8.5

PREIS/LEISTUNG

9/10

    HANDLING

    8/10

      OPTIK

      9/10

        FUNKTION

        8/10

          Pros

          • schneller, leichter Aufbau (< 20 Min.) - allg. leichtes Handling
          • sehr viel Platz im Vorraum und in der Schlafkabine
          • Preis
          • Gewicht & Packmaß
          • praktische Detaillösungen & saubere Verarbeitung

          Cons

          • sehr einfache, nicht wirklich nützliche Heringe
          • geringe Windstabilität durch zu wenig Abspannpunkte
          Veröffentlicht unter Testberichte, Zelt Test
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          9 comments on “Zelttest: Kuppelzelt Outwell Arizona L (Arizona 300)
          1. Thomas sagt:

            Uns ist leider der völlig fehlende Regenschutz des Einganges negativ aufgefallen. Man macht beim Betreten des Zeltes immer das Zelt innen nass.
            Weiterhin ist der Klett Verschluss an der Unterseite des großen Fensters auch nicht optimal. Da sollte ein Reißverschluss sein. Es schließt dort nicht dicht. Somit ein reines Schönwetterzelt!

            • Doorout Team sagt:

              Hallo Thomas,

              danke für deine Hinweise! Der fehlende Regenschutz ist in der Tat ein Manko. Aber auf Grund des Preis-Leistungs-Verhältnisses unserer Meinung nach akzeptabel. An der Vorderseite lässt dich das Zelt mit dem Moskitonetz inkl. Reißverschluss regendicht verschließen. Da darf keine Nässe reinkommen.

              Viele Grüße
              Dein Doorout Team

            • Peter sagt:

              Das mit dem Schönwetterzelt stimm nicht…wie sind am Freitag vom Lago Maggiore gekommen. Waren 2 Wochen da, und hatten 2 Tage lang also 48 Stunden asoluten schweren Dauerregen mit Gewitter und Sturm. Wir dachten wir schwimmen weg. Aber….das Zelt war absolut trocken und nirgends kaputt. Wir können dieses Zelt absoult uneingeschränkt empfehlen.

          2. Sandra sagt:

            Wir haben auch dieses Zelt und sind sehr zufrieden damit.

            Es kommt bei uns immer bei Kurzurlauben zum Einsatz, da es schnell auf- und abzubauen ist.

            Allerdings kann ich das mit der Windanfälligkeit bestätigen. Es ist auch nicht möglich, dieses Zelt zu zweit bei Windstärke 7-8 (in Böen 9) aufzubauen 😉 Aber dafür ist es auch sicherlich nicht gemacht. Glücklicherweise gab es noch eine Alternative auf dem Platz hinter einer hohen Hecke. Allerdings ist in der Nacht eine Lasche, die eine Leine hält, eingerissen, noch hält sie aber. Leider fällt uns bislang noch keine Reparaturmöglichkeit ein.

            Da man eh für unterschiedliche Bodenarten unterschiedliche Heringarten benötigt, haben wir die mitgelieferten ignoriert und unseren vorhandenen genommen.

            Es bietet für ein 3 Personen-Zelt genügend Platz und für uns zu zweit sogar ein bisschen Luxus und dafür, dass es nicht aus Baumwolle ist, ist die Luft im Zelt recht gut.

            Wir würden es wieder kaufen 🙂

            Viele Grüße, Sandra

            • Sandra sagt:

              Achja, was nicht unerwähnt bleiben sollte, ist die durchgehende Bodenwanne. Etwas, worauf wir nicht mehr verzichten möchten bei Zelten. Somit bleibt’s auch im Vorraum trocken.

          3. Doorout Team sagt:

            Hallo Ihr Lieben,

            gerne gehe ich nochmal auf die von euch und unserem Tester angesprochene Windstabilität ein. Die Fotos in dem Beitrag sehen wirklich sehr heftig aus.
            Allerdings wurde hier das von Outwell entwickelte Wind Stabilizer System nicht richtig verwendet. Dieses muss, um seine komplette Windstabilität ausspielen zu können, um das Gestänge fixiert werden. Dadurch wird ein Verschieben des Gestänges wie in den Bildern verhindert und die Kraft des Windes wird Optimal verteilt.

            Wind Stabilizer System

            Hinzu kommt, dass der rechte Abspannpunkt nach rechts abgespannt wurde, so macht man es dem Wind natürlich sehr leicht 🙂

            Euer doorout.com Team

          4. Harald Schmittele sagt:

            Hallo Zusammen,
            ich habe offensichtlich eine ältere Version dieses Zeltes. Seit wann gibt es dieses Wind Stabilizer System?
            Für mich stellt sich bei der Windstabilität eher die Frage: bricht das Gestänge und/oder reisst der Stoff. Wenn sich das Zelt „flach legt“ und nichts kaputt geht kann ich damit leben.
            Ansonsten habe ich dieses Zelt (wahrscheinlich alte Version) schon viele Nächte eingesetzt und finde es wirklich toll. Es hat wirklich ein ideales Raumangebot nur zum Aufbau sollte man schon zu zweit sein.

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