Der SALOMON SPEEDCROSS 4 GTX im Praxistest

Der SALOMON SPEEDCROSS 4 GTX im Praxistest

Es herrschen Minusgrade, sämtliche Wege sind verschneit und teilweise sogar vereist, als für mich an diesem Morgen ein 30km-Trainingslauf über „Stock und Stein“ auf dem Programm steht. Hervorragende Bedingungen, um den neuen SALOMON SPEEDCROSS 4 GTX ausgiebig einem Härtetest zu unterziehen.

Testorte

  • verschneite/vereiste Wirtschaftswege
  • Waldwege
  • Unterholz
  • Äcker/Felder
  • steiniger Untergrund
  • Asphalt

Testdauer

  • 3,5 Stunden

Wetter

  • erst kalt und trocken, später Tauerwetter und sonnig

Der Speedcross im Test

Ich laufe über alte Wirtschaftswege bergauf in Richtung eines Waldgebietes und der SPEEDCROSS fräst sich eine Spur im knöchelhohen Schnee, in welcher ich sehr guten Halt genieße. Das Schnürsystem des Schuhs habe ich lediglich beim Anziehen festgezogen und es gibt keinerlei Druckstellen oder ein Gefühl, dass dieses zu eng ist. Ein Nachziehen ist während des gesamten Laufes nicht nötig.

Ich bin wesentlich sicherer unterwegs als auf den Stellen, die durch Bäume geschützt sind und hierdurch vom Schnee verschont wurden.  Aber dies ist keine Frage des Schuhmodells, sondern stellt eine generelle Gefahrenquelle als „Allwetterläufer“.

Die weitere Tour führt mich über Feldwege, über vereiste Felder, durchs Unterholz im Wald sowie einigen Höhenmetern. Hierbei bin ich von der Anpassungsfähigkeit des SALOMON mehr als beeindruckt. Es spielt keinerlei Rolle, welches Terrain unter meinen Sohlen ist, denn ich komme prima mit allen Widrigkeiten zurecht. Ich fasse immer mehr Vertrauen in den Schuh, was im Gelände nicht unwichtig ist. Bei kleineren Bergab-Passagen zeigen die Dämpfungseigenschaften Ihr Können.

Von Schmerzstellen oder gar Blasenbildungen ist nichts zu merken. Ganz im Gegenteil – der Tragekomfort ist ein angenehmer und es bedarf lediglich einer kleinen Eingewöhnungszeit, bei welcher der Schuh zunächst etwas globig und schwer wirkt. Dieser Eindruck hat sich aber jedoch definitiv nicht bewahrheitet! Ich bin eben einen klassischen Straßenlaufschuh gewohnt und trage den Salomon zum ersten Mal.

In den frühen Mittagsstunden steigen die Temperaturen und der Schnee fängt an zu schmelzen. Trotz des Tauwetters und den zahlreichen Pfützen, bleiben meine Füße Dank des wasserabweisenden GORE-TEX Schutzes trocken – und dies nicht zur von außen, sondern aufgrund der bemerkbaren Atmungsaktivitäten auch von innen.

Fazit

Zusammenfassend stelle ich fest, dass der SPEEDCROSS 4 GTX aus dem Hause SALOMON ein Allrounder in Sachen Untergrund ist und sich die guten Eigenschaften nicht durch äußere Einflüsse  verändern. Meiner Meinung nach wird keiner enttäuscht, der sich auf diesen Schuh einlässt, denn zu zahlreich sind die positiven Eigenschaften. Einen echten Kritikpunkt konnte ich bisher noch nicht ausmachen. Nach der Reinigung mit klarem Wasser steht der Salomon schon für den nächsten, gemeinsamen Lauf in der Pipeline.

Test: Allround Laufschuh Salomon Crossamphibian

Test: Allround Laufschuh Salomon Crossamphibian

Testbedingungen

  • Testorte: Teerweg, steiniger Untergrund, im Wasser
  • Testdauer: 1 Stunde
  • Wetter: sonnig und trocken
  • Typ: Damenschuh

Highlights

  • Running-Unterkonstruktion
  • Griffige Sohle für nasse Bedingungen mit Sliping-Rillen
  • Stretch Mesh Gewebe
  • Nahtlose 2nd Skin Konstruktion
  • Zehenschutzkante
  • Schnelltrocknend
  • Wasserbeständig
  • Verschiedene Farben erhältlich

Gewicht

  • nur 180g / Paar

UVP

  • 119,95 EUR ( doorout.com Preis € 94,90 )

Der erste Eindruck des Salomon Crossamphibian

Beim Auspacken fiel mir sofort auf wie leicht diese Schuhe sind – quasi ein Hauch von einem nichts. Wenn man die Sohle etwas zusammen biegt werden die Sliping-Rillen sichtbar. Diese sorgen dafür dass der Barfuß-Laufschuh auf nassem Untergrund oder im Wasser besser haften soll.

Ich trage normalerweise Größe 38-39 meist 38,5. Diesen Schuh habe ich in Größe 38 genommen da mir Größe 39 einfach viel zu groß war. Der Einstieg fällt allerdings schwer, das Material dehnt sich ganz gut aber irgendwann ist eben bei der kleinen Öffnung Schluss.

Diese Schuhe trage ich Barfuß denn wie der Hersteller auch angibt ist es ein Schuh, den man ohne Probleme im Wasser tragen kann und der schnell trocknet. Söckchen würden sich nur voll Wasser saugen und dafür sorgen, dass der Zweck des Schuhs nicht erfüllt werden kann.

Ich wäre ohnehin nicht mit Söckchen rein gekommen – viel zu eng. Ein lästiges Schuhe binden fällt bei diesem Schuh weg. Nachdem mühsamen reinschlüpfen fiel mir gleich die angenehme Sohle und die Leichtigkeit des Trekkingschuhs auf. Der Schuh fühlt sich fast wie eine zweite Haut an.Ausführung.

Jetzt kann es losgehen mit dem Barfuß Laufschuh

Die Laufschuhe sind bestens zum Joggen geeignet. Man hat einen super Fersenhalt und der Schuh bietet eine tolle Dämpfung. Ich habe einige Untergründe ausprobiert, auf geteertem Weg war es sehr angenehm mit dem Schuh zu laufen. Auf steinigem Feldweg machen die Steine überhaupt nichts aus und auf trockenem Waldboden ist es auch kein Problem denn man hat einfach einen guten Halt in diesen Schuhen. Man merkt sofort die gute Belüftung beim Laufen durch das Meshgewebe, einfach ideal an heißen Tagen.

Der einzige Nachteil bei diesem Schuh, nach einer gewissen Zeit fing es an oben auf dem Fuß etwas zu drücken – einfach weil der Schuh doch recht eng sitzt und oben einige Plastikteile sitzen.

Dann ging es zum Wasser – das eigentliche Territorium des Crossamphibian

Voller Euphorie ging es auf den ersten nassen Stein und ich muss leider sagen ich bin erstmal etwas gerutscht. Also auf glatten nassen Steinen nah am Wasser sollte man trotzdem vorsichtig sein.

Anschließend ging es nochmal durch tiefes Wasser auch mit glattem steinigen Untergrund, hier konnte ich gut durchlaufen ohne zu rutschen. Und bei schlammigen Untergrund im Wasser ist es überhaupt kein Problem, dort bietet der Schuh besten Halt.

Jetzt ging das joggen weiter – mit nassen Schuhen! Aber ich muss sagen das Wasser läuft sofort raus, man hinterlässt keine nassen Fußabdrücke, es macht keine Geräusche beim Laufen und der Schuh trocknet wirklich schnell.

Man hat immer noch den gleichen guten Halt und rutscht auch nicht im Allround-Schuh selbst umher, weil er nass ist. Es war wirklich angenehm anschließend weiter zu joggen.

Zuhause angekommen hat man nach dem ausziehen ein paar Druckstellen auf den Füßen aber das ist wirklich auch der einzige Nachteil des Schuhs.