Wanderbericht: Der Hochrhöner

Wanderbericht: Der Hochrhöner

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Der Hochrhöner

Der Fernwanderweg „Der Hochrhöner“ gehört zu den Premiumwanderwegen mit dem GütesiegelWanderbares Deutschland“. Mit diesem Siegel ausgezeichnete Strecken stellen hohe Ansprüche an Pflege und Beschaffenheit der Wanderwege, garantieren dem Wanderer abwechslungsreiche Naturerlebnisse und beziehen kulturelle Höhepunkte mit ein. Zum Fernwanderweg „Der Hochrhöner“ gibt es eine westliche und eine östliche Route. Wir erwandern den „Hochrhöner – Lange Rhön“, die östliche Tour, die uns auf rund 120 km durch Hessen, Thüringen, und Bayernführt, und das Biosphärenreservat Rhön mit einbezieht.

Unsere Wanderung beginnt in Bad Kissingen und endet in Bad Salzungen. Wir ersteigen die höchsten Erhebungen – Wasserkuppe, Kreuzberg, Heidelstein, Ellenbogen – und erleben an vielen Aussichtspunkten die ungeahnte Weite und Schönheit der Rhön. Unsere Wanderung führt über Felsen und durch Moorlandschaften, wir tauchen ein in zauberhafte Wälder und passieren kulturelle Stätten. Die Strecke ist in 8 Etappenaufgeteilt und mit dem „gelben Ö auf weißem Grund“ gut ausgezeichnet.

 

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Die Etappen des Hochrhöners

Hochrhöner Etappe 1: Von Bad Kissingen bis Stralsbach

Hochrhöner Etappe 1 - durch eine tolle Landschaft zumr ersten Etappenziel, Stralsbach

Länge 9,8 km / höchster Punkt 407 m / 200 Höhenmeter

Wir beginnen unsere Wanderung in Bad Kissingen – der wohl bekanntesten deutschen Kurstadt. Unsere erste Etappe beginnt am Wanderportal beim Bahnhof. Bevor wir Bad Kissingen verlassen, genießen wir die Innenstadt mit ihren gepflegten Parkanlagen, eleganten Villen und historischen Gebäuden und erinnern uns, dass die Kurstadt über viele Jahrhunderte mit der Salzgewinnungihren Reichtum sicherte. Wir verlassen die Stadt und gehen entlang der Saale durch die großzügigen Auen, atmen den Duft von feuchten Wiesen und Kräutern, und biegen bei den Salinen ab in Richtung Altenburgerhaus. Wir wandern durch den Wald entlang des Kaskadenbachs, der hier über viele Stufen munter bergab ins Kaskadental plätschert.

Vorbei an Tiergehegen führt unser Weg durch den Wald hinauf zum Klaushof, wo wir unbedingt eine Rast einplanen sollten. Hier ist für Verpflegung gesorgt, und man kann im Wildpark Hirsche, Rehe und Dammwild hautnah erleben. Danach geht es weiter zum Forsthaus Herrmannsruh, wo uns die freie Sicht schon einen Blick auf Stralsbach erlaubt. Aber zunächst führt unser Weg noch einmal durch den Wald, bis wir am Rande einer Wiese auf eine Kapelle stoßen. Wir wandern vorbei an mehreren Kreuzwegstationen und erreichen Stralsbach – unser erstes Etappenziel.

Hochrhöner Etappe 2: Von Stralsbach nach Langenleiten

Hochrhöner Etappe 2 - an den schwarzen Bergen vorbei zum Etappenziel Langenleiten

Länge 14,2 km / höchster Punkt 542 m / 380 Höhenmeter

Von Stralsbach aus wandern wir entlang der Dorfgärten und folgen dem Hochrhöner an einem Bach, vorbei an der Borstmühle, nach Frauenroth zum Zisterzienserinnen-Kloster. In der romanischen Klosterkirche liegt der Minnesänger Otto von Botenlauben begraben, der Gründer von Frauenroth. Am Rande des Dorfes rasten wir unter den ausladenden Ästen der Hutbuche von Frauenroth – einer denkmalgeschützten Rotbuche, deren Alter auf bis zu 350 Jahre geschätzt wird.

Danach geht es am Waldrand entlang des Lederbachs weiter, bis wir an den Abstieg nach Premichgelangen. Für diesen Teil des Weges sollten wir uns viel Zeit nehmen. Der steile Abstieg lädt uns an vielen Stellen ein zu ungeahnten Ausblicken. Wir genießen die Schönheit der rauen, unbewaldeten Röhn, lassen den Blick zu den Schwarzen Bergen, zum Sendemast auf dem Kreuzberg und über die Lange Rhön schweifen. Unten angekommen wandern wir durch das Tal des Kellerbachs. Gekrümmte, windzerzauste Buchen säumen den Weg bei Langenleiten – unserm zweiten Etappenziel.

Hochrhöner Etappe 3: Von Langenleiten nach Oberweißenbrunn

Hochrhöner Etappe 3 - Am Kreuzberg mit den drei Kreuzen vorbei geht es nach Oberweißenbrunn

Länge 12 km / höchster Punkt 864 m / 407 Höhenmeter

Heute wandern wir von Langenleiten über den Kreuzberg nach Oberweißenbrunn. Durch Wiesengrund führt der Weg in Richtung Kreuzberg, wir überqueren den Moosbach, und tauchen ein in ein Waldgebiete der Rhön. Es geht stetig bergauf vom Oberen Guckas zum Großen Guckashinauf zum Kreuzberg, wo wir ausgiebig rasten werden. Der Kreuzberg ist mit 864 m der dritthöchste Berg der Rhön.

Das Kloster Kreuzberg, bewirtschaftet und verwaltet von Franziskanern, ist ein viel besuchter Wallfahrtsort und Ausflugsziel. Bekannt und beliebt durch seine Brauerei mit Klosterschänke, Gasthof und Pension, verzeichnet der Kreuzberg jährlich eine halbe Million Besucher. Die barocke Wallfahrtskirche, errichtet Ende des 17. Jahrhunderts, lädt zur Stille und Besinnung ein. Von der Kreuzigungsgruppe aus genießen wir einen sagenhaften Blick über die Hessische Rhön, den Thüringer Wald, den Spessart und ins Frankenland. Gut gestärkt und erholt begeben wir uns auf den Abstieg nach Oberweißenbrunn – unserem dritten Etappenziel.

Hochrhöner Etappe 4: Von Oberweißenbrunn nach Birx

Hochrhöner Etappe 4 - über den Holzweg geht es nach Birx. zum Ziel der Etappe

Länge 22 km / höchster Punkt 921 m / 520 Höhenmeter

Von Oberweißenbrunn aus führt unser Weg am Hang des Himmeldunkelbergs entlang. Hier weiden die Rhönschafe – die Schwarzköpp! Als „Landschaftspfleger“ halten sie die Hochflächen frei von allem, was hier nicht gedeihen soll. Wir zweigen ab vor der Hohen Hölle (894 m) und überqueren den Schwedenwall aus dem 30-jährigen Krieg. Danach begeben wir uns in das Naturschutzgebiet Rotes Moor, wo bis Mitte der 50er Jahre noch Torf abgebaut wurde. Am „Haus am Roten Moor“ biegen wir ab zum Fernsehsender Heidelstein. Auf der weiteren Strecke über das Plateau der Hohen Rhön zum Schwarzen Moor laden uns viele Aussichtspunkte zum Verweilen ein. Hier befinden wir uns im Dreiländereck wo Hessen, Thüringen und Bayern aneinandergrenzen. Über das Schwarze Moor führt ein zwei Kilometer langer Holzbohlen-Weg. Wer genügend Zeit eingeplant hat, sollte auf jeden Fall eine geführte Wanderung buchen. Über die ehemalige innerdeutsche Grenze, wo als Mahnmal der Grenzturm erhalten ist, gelangen wir nach Birx – unserem vierten Etappenziel.

Hochrhöner Etappe 5: Von Birx nach Kaltensundheim

Hochrhöner Etappe 5 - durch schöne Wäder geht es zum Etappenziel Kaltensundheim

Länge 10,8 km / höchster Punkt 810 m / 60 Höhenmeter

Wir verlassen Birx und nehmen am alten Grenzturm die Wanderroute wieder auf. Bald erreichen wir das am höchsten gelegene Dorf der Rhön: Frankenheim. Die weitere Route führt durch Wiesen, Weiden und Wald zum Ellenbogen. Hier werden wir reich belohnt mit einem wunderschönen Ausblick in die Weite nach Norden. Unterhalb des Gipfels, vom Eisenbacher Haus (Hotel und Restaurant) aus, geht es ein langes Stück des Weges durch jungen Buchenwald, der im Frühjahr übersät ist von weißen und gelben Buschwindröschen. Wo sich der Wald wieder öffnet, empfangen uns mächtige alte Buchen, teils in vollem Grün, teils als blattlos kahle Stämme.

Auf einer Zickzack-Route wandern wir hinab ins Tal. Wir begleiten einen kleinen Wasserlauf, der sich in einer Senke verbirgt, und folgen dem Weg, der uns zwischen Kaltenwestheim und Mittelsdorf nach Kaltensundheim bringt – unserem fünften Etappenziel auf dem Hochrhöner Wanderweg.

Hochrhöner Etappe 6: Von Kaltensundheim nach Dermbach

Hochrhöner Etappe 6 - das schöne Kaltennordheim, Ziel der Etappe ist Dermbach

Länge 21,7 km / höchster Punkt 663 m / 500 Höhenmeter

Von Kaltensundheim ausgehend nehmen wir hinter Mittelsdorf die Wanderung wieder auf, gehen vorbei an Hecken, Streuobstwiesen, Wald und Wachholderheide, die hier auf den Magerwiesen besonders gut gedeiht. In Höhe des Städtchens Kaltennordheim sind wir auf einer Höhe von ca.600 m, und haben herrlich weite Sicht ins Feldatal. Wir passieren die Hexenlinde bei Klings und umrunden fast den Berg Hobel, der eine Höhe von 665 m erreicht. Hier stößt der Hochrhöner auf die ehemalige Zonengrenze. und wir gehen ein Stück auf dem Plattenweg der alten Grenze.

An der Biegung vor Andenhausen treffen Ost- und Westroute des Hochrhöners wieder zusammen. Wir durchqueren Andenhausen auf dem Weg zum Katzenstein. Von hier aus haben wir einen wunderschönen Blick auf das Barockkloster Zella. Wir wandern über Wiesen, haben viel freie Sicht, und biegen vor Föhlritz am Waldrand ab und steigen auf den Waltersberg. Weiter geht es bis zum Gläserberg, wo wir eine Rast- und Ruhepause einlegen, bevor wir den Abstieg beginnen und Dermbach erreichen – unser sechstes Etappenziel.

Hochrhöner Etappe 7: Von Dermbach nach Bernshausen

Hochrhöner Etappe 7 - entlang der Felda, einem Fluss in der Rhön. Ziel der Etappe ist Bernshausen

Länge 11,6 km / höchster Punkt 563 m / 390 Höhenmeter

Wir setzen unseren Weg am Hang des Gläserbergs fort und kommen, begleitet von Hecken und Obstbäumen, nach Glattbach, wo in der Nähe des Dorfes der Rhönpaulus hauste. Der Legende nach ein Räuber, an den eine Holzfigur auf dem Dorfplatz erinnert. Wir kommen zum Flüsschen Felda, und steigen steil hinauf in das Naturschutzgebiet Ilbengarten. Wie durch einen grünen Tunnel wandeln wir unter den dichten Ästen alter Eiben und fühlen uns wie im Märchenwald. Auf dem langgezogenen Höhenweg streifen wir das Dörfchen Wiesenthal, und steigen weiter hinauf ins Naturschutzgebiet zum Gipfel des Hohen Horn. Die Anstrengung wird reich belohnt mit dem Blick auf Roßdorf, das eingebettet im Tale liegt – und den angrenzenden Nebelberg, der 1866 als Schlachtfeld diente.
Nach erholsamer Rast machen wir uns auf den Weg nach Bernshausen, der durch einen üppigen Buchenwald führt, und uns schon bald einen Blick auf den See „Bernshäuser Kutte“ gewährt. Wir übernachten in Bernshausen – unserem siebten Etappenziel.

Hochrhöner Etappe 8: Von Bernshausen nach Bad Salzungen

Hochrhöner Etappe 8 - Letzte Etappe auf dem Fernwanderweg durch die Rhön. Zielpunkt ist der Kurort Bad Salzungen

Länge 17,5 km / höchster Punkt 638 m / 260 Höhenmeter

Auf unserer letzten Tour auf dem Hochrhöner sehen wir uns den See „Bernshäuser Kutte“ in Ruhe an. Er ist kreisrund und verdankt seine Form einem geologischen Einbruch. In weitem Bogen umwandern wir die Stoffelskuppe auf dem Weg zur mittelalterlichen Landwehr, wo Gräben und Wälle noch gut zu erkennen sind.

Wir steigen hinauf auf den Gipfel des Pleß, und nehmen uns Zeit für eine Rast an der Rhönklubhütte. Der neue Aussichtsturm erlaubt uns die Sicht weit über den Thüringer Wald.

Vorbei an der Pleßtannenwiese und der Ruine des Jagdschlösschens steigen wir hinab ins Tal. Entlang des Polsambachs wandern wir auf direktem Weg nach Langefeld. Nach einer kurzen Pause und etwas Wehmut im Herzen gehen wir weiter zum Ziel unserer Fernwandertour. Vor uns liegt Bad Salzungen, das Solo-Heilbad, eingebettet ins Werratal und Tor zum Thüringer Wald. Wir genießen den Bummel durch die Kurstadt mit ihren Fachwerkbauten und Grünanlagen, und sind am Ende unserer Wanderung auf dem Hochrhöner – Lange Rhön angelangt.

Der Fernwanderweg „Der Hochrhöner – Lange Rhön“ führt auf rund 120 Kilometerndurch Hessen, Thüringen und Bayern. Auch das Biosphärenreservat Rhön liegt auf der Strecke. Die Strecke ist in 8 Etappen aufgeteilt, und kann in 8 Tagen gut gewandert werden. Vom Schwierigkeitsgrad her ist der Hochrhöner als mittelschwereinzustufen. Etwas Kondition ist erforderlich, um die Höhenunterschiede zu absolvieren. Die unglaublich schöne Landschaft mit ihren vielen weiten Aussichten macht den Hochrhöner zu einem Wanderweg mit einem sehr hohen Erlebniswert.

Packliste für diese Tour

Rucksack

Zwischen 30 und 45 Liter, ausreichend bei Mehrtagestouren.

Unsere Empfehlung:

Osprey Stratos

Pack Sack / Dry Sack

Sorgen für Ordnung und sind wasserdicht. Erhältlich in
verschiedenen Größen.

Unsere Empfehlung:

Deuter Light Drypack

Regenschirm

Wenn es nicht sehr windig ist, bietet
der Regenschirm einen super Schutz, und
man kommt um das evtl. Schwitzen in
der Regenjacke herum.

Unsere Empfehlung:

Relags Regenschirm Mini Pocket

Hüttenschlafsack

Ist in viele Hütten Pflicht und sorgt für Hygiene. Das Mischgewebe
Polyester & Baumwolle hat das perfekt Gewicht/Komfort Verhältnis.

Unsere Empfehlung:

Easy Camp Inlet YHA

Wäscheleine

Sehr nett, um über Nacht seine Unterwäsche trocknen zu lassen.

Unsere Empfehlung:

sea to summit Clothesline

Kulturbeutel

Je kleiner, desto besser, da es daran erinnert, sich auf das Nötigste zu beschränken.

Unsere Empfehlung:

Deuter wasch bag lite 2

Handtuch

Aus Microfaser, sehr leicht und ganz kleines Packmaß.

Unsere Empfehlung:

sea to summit pocket Towel

Sonnenbrille

Mit ausreichendem Schutz. Lass Dich beraten!

Unsere Empfehlung:

Uvex Igl 28

Trinkflasche

2 Flaschen mit je 1 Liter Wasser sind das Minimum für einen
ganzen Tag auf den Wanderwegen.

Unsere Empfehlung:

nalgene Everyday 1 Liter

Messer

Mit Korkenzieher für die Flasche Wein 😉

Unsere Empfehlung:

Opinel No 10

Stirnlampe

Ein kleines, kompaktes Modell, um nachts auf Toilette zu gehen oder
um abends vorm Zelt zu kochen ist ausreichend.

Unsere Empfehlung:

Black Diamond Cosmo

2 x Wanderhose

Leicht und schnell trocknend, in der Regel aus Polyester

Unsere Empfehlung:

Maloja

3 x Socken

Mit hohem Anteil an Merinowolle für mehr Atmungsaktivität und
weniger Geruch.

Unsere Empfehlung:

Smartwool Hike medium Crew

Unterhose

Sehr gute Passform, hoher Tragekomfort,
schnell trocknend, atmungsaktiv,
geruchshemmend.

Neue Materialzusammensetzung für längere
Haltbarkeit.

Unsere Empfehlung:

Icebreaker Anatomica Boxer

T-Shirts

Hier empfiehlt sich Merinowolle dank seiner
vielseitigen Qualitäten.

Siehe unseren Blogartikel:
www.doorout.com/blog/merino-wolle-die-geheimnisse-eines-wundergewebes/

Unsere Empfehlung:

Icebreaker Anatomica SS Crewe

Fleecejacke

Mit Kapuze für extra Wärme.

Unsere Empfehlung:

Berghaus Extrem 7000 Hoody

Windjacke

Eine gute Softshell mit Kapuze bietet einen perfekten Schutz.

Unsere Empfehlung:

dare2b Softshelljacke

Wanderschuhe

Bequem und natürlich schon eingelaufen.

Unsere Empfehlung:

Keen Feldberg

Wanderstöcke

Wanderstöcke mit Korkgriff sind feuchtigkeitsregulierend und
bieten damit einen extra Komfort.

Unsere Empfehlung:

Black diamond Trail ergo cork

Wanderbericht: Altmühltal-Panoramaweg

Wanderbericht: Altmühltal-Panoramaweg

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Der Altmühltal-Panoramaweg

Der Altmühltal-Panoramaweg gehört zu den schönsten Weitwanderwegen Deutschlands. Der weitläufige Naturpark Altmühltal befindet sich nördlich der Donau in Bayern zwischen Nürnberg und München. Um den Panoramaweg von Gunzenhausen bis Kelheim begehen, benötigen wir ca. 10 Tage, und lassen dabei stolze 200 km hinter uns, die den unzähligen Windungen des Flusses Altmühl sowie dem Main-Donau-Kanal folgen. Den höchsten Anstieg finden wir bei Spielberg mit dem Hahnenkamm (ca. 750 m ü.NN). Uns wird hier eine unglaubliche Natur- und Kulturlandschaft geboten. Die schmalen Wege (nichts für Kinderwagen u.ä.) durch ursprüngliche Wälder wirken geheimnisvoll und führen vorbei an steilen Felsen. Typisch für diese Region sehen wir auf unserem Weg häufig neben Wacholderheiden auch Trockenrasenhänge, auf denen sich Schmetterlinge besonderes wohl fühlen. Vielleicht bekommen wir das ein oder andere seltene Exemplar vor die Linse.

 

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Die Etappen des Altmühltal-Panoramawegs

Altmühltal-Panoramaweg Etappe 1: Von Gunzenhausen bis Spielberg

Altmühltal-Panoramaweg Etappe 1 - Blick vom schönen Hahnenkamm auf dem Weg zum ersten Etappenziel, Spielberg

Beginnen wir mit der kürzesten Etappe, welche sich über 12 km erstreckt, mit einem Aufstieg von 317m. Vom Altmühlsee aus gehen wir über Felder, Wiesen und sanfte Hügel, vorbei an Wäldern und Seen in Richtung Schloss Spielberg, das hoch oben auf dem Hahnenkamm thront, wo es im14. Jahrhundert errichtet wurde. Besonders interessant ist für uns auf dieser Etappe die Skulpturenwiese auf dem Weg zum Schloss (leider nur Sonntag Nachmittags geöffnet), die von Ernst Steinacker geschaffen wurde. Dessen Familie eröffnete hier 1983 ein Museum für zeitgenössische Kunst, in dem wir uns Plastiken und Bilder anschauen.

Altmühltal-Panoramaweg Etappe 2: Von Spielberg bis Treuchtlingen

Altmühltal-Panoramaweg Etappe 2 - die Altstadt von Treuchtingen, dem zweiten Etappenziel

Vom Schloss aus geht es weiter 28 km bergaufbergab bis nach Treuchtlingen. Vor uns liegt der höchste Aufstieg (687 m) der Strecke. Viel Wasser begleitet uns auf diesem Abschnitt. Wir wandern vom Naturwaldreservat Spielberger Leite vorbei an der Ringwallanlage am Gelben Berg bis Wolfsbronn, wo wir das Naturdenkmal die „Steinerne Rinne“ bewundern. Das Wasser des Bachs fließt erhöht von einem 160 cm hohen Kalkberg hinab ins Tal. Durch Luftkontakt wird aus dem Wasser Kalk ausgefällt, wodurch die Rinne jedes Jahr weiter wächst. In der Kurstadt Treuchtlingen angekommen, lassen wir es uns in der Altmühltherme gut gehen und stärken uns in der Sauna für die weiteren Etappen.

Altmühltal-Panoramaweg Etappe 3: Von Treuchtlingen nach Solnhofen

Altmühltal-Panoramaweg Etappe 3 -Blick auf die Burg Pappenheim im Altmühltal auf dem Weg zum Etappenziel Solnhausen

Starten wir nun mit unserer 15 km langen Geschichtstour. Die ersten 8 km führen uns nach Pappenheim, dem Sitz der ehemaligen Reichserbmarschälle. Dabei passieren wir romantische Altmühlauen und unzählige Wälder. Nach dem Ortsteil Dietfurt folgen wir einem Waldpfad steil bergauf (225 m), der Ausblick auf Burg Pappenheim ist die Belohnung. Weiter geht es durch das lebendige kleine Städtchen wieder hinauf in den Wald. Auf den Höhenweg folgen wir der Altmühl, die an der Stelle einen Bogen beschreibt. Die berühmte Wacholderheide am Zimmerner Hang begleitet uns, und lädt zu einer Verschnaufpause ein. In Solnhofen angekommen, erwarten uns die Steinbrüche, in denen die berühmten Solnhofer Platten zu finden sind. Darin gibt es 140 Millionen Jahre alte Fossilien zu entdecken. Unsere Etappe endet im Museum, wo wir uns die faszinierende Sammlung genauer ansehen.

Altmühltal-Panoramaweg Etappe 4: Von Solnhofen nach Dollnstein

Altmühltal-Panoramaweg Etappe 4 - das schöne Dollnstein

Die 4. Etappe (18 km) der Tour ist eindeutig die schönste. Unser Highlight sind direkt zu Beginn die mächtigen zwölf Kalksteinfelsen „12 Apostel“, die mit ihrer bizarren Form aus dem abfallenden Trockenrasen herausragen. Wir verweilen einige Zeit an dieser Stelle des Naturparks. Nachdem wir alle unsere Eindrücke gesammelt haben, gehen wir weiter über eine Wacholderheide bergab, über den Fluss Altmühl, wieder bergauf zum Maxberg bei Mörnsheim, wo wir an einem Betrieb der Natursteinindustrie vorbeikommen und den Blick auf das Gailachtal genießen.

Von Mörnsheim aus geht es weiter hinauf durch Wälder und wieder ins Tal hinab. Dort können wir unseren Bierdurst am Bootsrastplatz Hammermühle stillen. Nach dieser erholsamen Pause brechen wir zum letzten Stück der Etappe auf, zwischen Wald und Wacholderheide entlang der Altmühl bis ins mittelalterliche Dollnstein. Hier haben wir einen wunderbaren Blick auf das Urdonautal.

Altmühltal-Panoramaweg Etappe 5: Von Dollnstein bis Eichstätt

Altmühltal-Panoramaweg Etappe 5 - Blick von oben auf das Etappenziel Eichstätt

Natur und Kultur treffen sich auf unserer 14 km langen fünften Etappe (580 m Aufstieg). Auf unserem Weg ins barocke Eichstätt ziehen wir an weitläufigen Wacholderheiden sowie schroffen Kalkfelsen vorbei. Die beeindruckenden Burgsteinfelsen, die unseren Weg säumen, zählen zu den schönsten Geotopen Bayerns. Die Geologen unter uns besuchen das Museum Bergér sowie den Fossiliensteinbruch aus der Steinzeit am Blumenberg nahe Eichstätt. Via Urvogelweg mit Blick auf die Willibaldsburg geht es auf zum letzten Aufstieg bis zum „Neuer Weg“, von wo aus wir den wunderschönen Blick auf Eichstätts barocke Altstadt genießen.

Altmühltal-Panoramaweg Etappe 6: Von Eichstätt bis Kipfenberg

Altmühltal-Panoramaweg Etappe 6 - Blick auf die alte Burg in Kipfenberg, dem Ziel dieser Etappe

Die Geschichte des Altmühltals begegnet uns auf den knapp 30 km von Etappe 6. Zunächst steigen wir knapp 300 m hinauf auf die Jurahöhe, und ziehen an Wäldern, Feldern sowie Wacholderbüschen vorbei. Wir erreichen die Pfünzer Schimmelleite und bewundern von hier aus das gegenüberliegende römische Kastell Vetoniana, das zum UNESCO-WeltkulturerbeObergermanisch-Raetischer Limes gehört. Wir gehen weiter Richtung Walting, vorbei an der Buchenhüller Mammuthöhle, in der Skelette von Hirschen, Rentieren und Mammute gefunden wurden, durch schöne Wälder. Von Walting aus geht es weiter zur Gungoldinger Wacholderheide – das Highlight! Etwa 70 ha groß und Lebensraum für eine Vielzahl von gefährdeten Pflanzen und Tieren. Ein leichtes Toskana-Feeling kommt bei uns auf.

Die Heide entstand im Mittelalter mittels Waldrodung und Schäferei. Leider ist es verboten, Wacholder zu ernten, da er bei uns auf der roten Liste steht, und die Blätter sich wie Stecknadeln in die Haut bohren. An Höhe verlierend führt der Weg ins nächste Naturschutzgebiet – die Arnsberger Leite mit den schönsten Dolomitfelsformationen im Altmühltal. Nach einem erneuten Anstieg geht es mit Panoramablick aufs Tal und das Arnsberger Schloss weiter in Richtung Kipfenberg. Am Ziel angekommen, bewundern wir im dortigen Museum hoch oben auf der Burg die Siedlungsgeschichte der Region, die geprägt ist durch den frühen christlichen Glauben, Kelten, Römer sowie Bajuwaren.

Altmühltal-Panoramaweg Etappe 7: Von Kipfenberg bis Beilngries

Altmühltal-Panoramaweg Etappe 7 - Blick auf das Schloss Hirschberg in Beilngries, dem Ziel der Etappe 7

Unsere nächste Etappe von 25 km beginnt auf der gegenüberliegenden Seite der Burg, und führt uns anfangs durch schattige Wälder bis zur Kohlplatte, wo wir uns auf einer Anhöhe zwischen Anlauter- und Altmühltal befinden. Von hier aus haben wir schon steil unter uns das Zwischenziel Kinding vor Augen, wo uns die älteste Wehrkirchenburg der Diözese Eichstätt erwartet. Auf unserem weiteren Weg sehen wir ein von der Natur geschaffenes faszinierendes Felsentor umgeben von Wald, durch das wir zu den ehemaligen Burgen bei Unter- und Oberemmendorf gelangen. Falls das Wetter mitspielt, hüpfen wir kurz in den Badesee Kratzmühle. Nach der kurzen Verschnaufpause machen wir uns auf in das neun Kilometer entfernte Beilngries mit seinem über der Stadt gelegenen Schloss Hirschberg, in dem in früherer Zeit die Eichstätter Fürstbischöfe über den Sommer residierten.

Altmühltal-Panoramaweg Etappe 8: Von Beilngries bis Dietfurt

Altmühltal-Panoramaweg Etappe 8 - tolle Landschaften bieten sich dem Auge auf dem gesamten Weg zum Etappenziel Diefurt

Die kurze, 11 km lange Strecke (Aufstieg ca. 500m) beginnen wir am Main-Donau-Kanal. Als wir die Stadt endlich hinter uns lassen und oben auf dem Arzberg ankommen, fühlen wir uns wie auf einer Insel – soweit das Auge reicht sehen wir Täler. Wir laufen weiter den Panoramaweg entlang und sehen unter uns Kottingwörth mit seiner Kirche St. Vitus. Im Wallfahrtsort Griesstetten ist unser Weg zu Ende, und wir gelangen über die Kanalbrücke in die 7-Täler-Stadt Dietfurt, in der wir das Altmühltaler Mühlenmuseum besichtigen.

Altmühltal-Panoramaweg Etappe 9: Von Dietfurt bis Riedenburg

Altmühltal-Panoramaweg Etappe 9 - das schöne Riedenburg im Altmühltal

Etappe 9 (23 km/Aufstieg 800 m) beginnen wir bei der Wallfahrtskirche, und wandern zunächst den Main-Donau-Kanal entlang. Anstrengend geht es bergauf über den Rosskopfsteig durch den Wald – oben angekommen erst einmal durchschnaufen, und den tollen Ausblick über das weite Tal genießen! Weiter folgen wir dem Weg am Kanal entlang bis zum Schloss Eggersberg mit seinem Hofmarkmuseum. Wir überlegen kurz, ob wir uns im dortigen Hotel niederlassen, doch nach einem Kaffee wandern wir weiter den Teufelsfelsen hinauf und genießen nochmals die schöne Aussicht, bis wir schlussendlich in Riedenburg ankommen.

Altmühltal-Panoramaweg Etappe 10: Von Riedenburg bis Kelheim

Altmühltal-Panoramaweg Etappe 10 - Blick auf die Weltenburger Enge beim Kloster Weltenburg auf dem Weg zum Etappenziel Kelheim

Letzte Etappe, letzter Tag – die letzten Kräfte werden mobilisiert, und wir machen uns auf zu einem der schönsten Strecken des Altmühl-Panoramawegs. 22 km liegen vor uns. Wir verlassen die Dreiburgenstadt und gehen Richtung Naturwaldreservat bis wir zu einem steilen Weg kommen, der uns durch eine romantische Klamm führt. Von hier aus können wir bis zum Schloss Prunnschauen, das zu einer der schönsten und am besten erhaltenen Ritterburgen Bayerns gehört. Die wollen wir uns aus der Nähe ansehen, deshalb steigen wir ins Tal hinab, überqueren den Main-Donau-Kanal, und steigen auf der anderen Seite mühsam wieder hinauf. Nach der kurzen Besichtigung können wir uns auf den Waldwegen erholen, bis wir zum Urgeschichtlichen Felsenhäusl Museum kommen, und dann unser Zwischenziel Essing erreichen.

Nach einer kurzen Pause überqueren wir den Kanal über den Tatzelwurm, eine der längsten Holzbrücken Europas, und folgen der Altmühl bis zum nächsten steilen Anstieg. Vor uns liegt ein Keltenwall, nach dem wir weiter durch den dichten Wald laufen. Nun machen wir noch einen kleinen Umweg zum Kloster Weltenburg mit seiner barocken Wallfahrtskirche der Asam Brüder, und genießen im Biergarten ein kühles Blondes. Zum Glück können wir mit dem Schiff nach Kelheim übersetzen, wobei wir den Donaudurchbruch „Weltenburger Enge“ passieren – laufen möchten wir nach knapp 200 km nicht mehr. Der Altmühl-Panoramaweg endet am Ludwigsplatz in der Altstadt. Wenn wir noch Lust haben, besichtigen wir noch die Befreiungshallen hier in Kelheim. Aber ein weiteres Bier unter einem schattigen Baum klingt verlockender.

Der Altmühl-Panoramaweg zählt zu den schönsten Fernwanderwegen in Deutschland. Die 10 Etappen des Wanderwegs lassen sich sehr gut in zehn Tagen durchwandern. Rund 200 Kilometer ist dieser Wanderweg lang. Es sind einige Höhenunterschiede zu bewältigen, daher ist der Wanderweg als mittelschwer einzustufen. Ein wenig Kondition ist erforderlich, aber die wunderbaren Landschaften machen die Anstrengung wieder wett.

Packliste für diese Tour

Rucksack

Zwischen 30 und 45 Liter, ausreichend bei Mehrtagestouren.

Unsere Empfehlung:

Osprey Stratos

Pack Sack / Dry Sack

Sorgen für Ordnung und sind wasserdicht. Erhältlich in
verschiedenen Größen.

Unsere Empfehlung:

Deuter Light Drypack

Regenschirm

Wenn es nicht sehr windig ist, bietet
der Regenschirm einen super Schutz, und
man kommt um das evtl. Schwitzen in
der Regenjacke herum.

Unsere Empfehlung:

Relags Regenschirm Mini Pocket

Hüttenschlafsack

Ist in viele Hütten Pflicht und sorgt für Hygiene. Das Mischgewebe
Polyester & Baumwolle hat das perfekt Gewicht/Komfort Verhältnis.

Unsere Empfehlung:

Easy Camp Inlet YHA

Wäscheleine

Sehr nett, um über Nacht seine Unterwäsche trocknen zu lassen.

Unsere Empfehlung:

sea to summit Clothesline

Kulturbeutel

Je kleiner, desto besser, da es daran erinnert, sich auf das Nötigste zu beschränken.

Unsere Empfehlung:

Deuter wasch bag lite 2

Handtuch

Aus Microfaser, sehr leicht und ganz kleines Packmaß.

Unsere Empfehlung:

sea to summit pocket Towel

Sonnenbrille

Mit ausreichendem Schutz. Lass Dich beraten!

Unsere Empfehlung:

Uvex Igl 28

Trinkflasche

2 Flaschen mit je 1 Liter Wasser sind das Minimum für einen
ganzen Tag auf den Wanderwegen.

Unsere Empfehlung:

nalgene Everyday 1 Liter

Messer

Mit Korkenzieher für die Flasche Wein 😉

Unsere Empfehlung:

Opinel No 10

Stirnlampe

Ein kleines, kompaktes Modell, um nachts auf Toilette zu gehen oder
um abends vorm Zelt zu kochen ist ausreichend.

Unsere Empfehlung:

Black Diamond Cosmo

2 x Wanderhose

Leicht und schnell trocknend, in der Regel aus Polyester

Unsere Empfehlung:

Maloja

3 x Socken

Mit hohem Anteil an Merinowolle für mehr Atmungsaktivität und
weniger Geruch.

Unsere Empfehlung:

Smartwool Hike medium Crew

Unterhose

Sehr gute Passform, hoher Tragekomfort,
schnell trocknend, atmungsaktiv,
geruchshemmend.

Neue Materialzusammensetzung für längere
Haltbarkeit.

Unsere Empfehlung:

Icebreaker Anatomica Boxer

T-Shirts

Hier empfiehlt sich Merinowolle dank seiner
vielseitigen Qualitäten.

Siehe unseren Blogartikel:
www.doorout.com/blog/merino-wolle-die-geheimnisse-eines-wundergewebes/

Unsere Empfehlung:

Icebreaker Anatomica SS Crewe

Fleecejacke

Mit Kapuze für extra Wärme.

Unsere Empfehlung:

Berghaus Extrem 7000 Hoody

Windjacke

Eine gute Softshell mit Kapuze bietet einen perfekten Schutz.

Unsere Empfehlung:

dare2b Softshelljacke

Wanderschuhe

Bequem und natürlich schon eingelaufen.

Unsere Empfehlung:

Keen Feldberg

Wanderstöcke

Wanderstöcke mit Korkgriff sind feuchtigkeitsregulierend und
bieten damit einen extra Komfort.

Unsere Empfehlung:

Black diamond Trail ergo cork

Wanderbericht: Der Eifelsteig

Wanderbericht: Der Eifelsteig

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Der Eifelsteig

Noch nicht ganz zehn Jahre alt ist der 313 Kilometer lange, im April 2009 offiziell eröffnete Fernwanderweg Eifelsteig Aachen-Kornelimünster bis nach Trier. Schon seit einiger Zeit hatten wir geplant, die insgesamt 15 Etappen durch das Hochmoor Hohe Venn, den Mittellauf des Rurtals, den 10.700 Hektar großen Nationalpark Eifel sowie die Vulkan- und Südeifel in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gemeinsam zurückzulegen. Vor gut einem Monat war es denn endlich soweit und wir brachen aus dem Norden Baden-Württembergs nach Aachen auf, um dort die erste Etappe in Angriff zu nehmen. Hier ist unser kleiner Reisebericht über den wirklich in jeder Hinsicht zu empfehlenden Eifelsteig.

 

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Die Etappen des Eifelsteigs

Eifelsteig Etappe 1: Von Kornelimünster bis Roetgen

Der Eifelsteig Etappe 1 bis Roetgen - toller Weg an der Dreilägerbachtalsperre vorbei.

Der ländlich geprägte Stadtteil Kornelimünster im Südosten der alten Reichsstadt ist überregional als Schauplatz eines historischen Jahrmarkts, einer Karnevalssitzung unter freiem Himmel und eines großen Weihnachtsmarkts in der Adventszeit bekannt. Nach der Übernachtung in einer Pension im Ortskern besichtigten wir zunächst eine Ausstellung im Kunsthaus im Gebäude der örtlichen Reichsabtei, bevor wir uns auf den Weg zum Itertalviadukt von 1885 und weiter nach Hahn und Friesenrath machten. Über die Kapelle St. Bernhard und den Wald bei Rott liefen wir weiter in das Naturschutzgebiet Struffelt, das von Holzstegen durchquert wird. Mit Blick auf die Dreilägerbachtalsperre und unser Etappenziel Roetgen wanderten wir bis in die sympathische 8500-Einwohnergemeinde an der Grenze zu Belgien, wo wir unser Quartier in der Pension Brunnenhof bezogen.

Eifelsteig Etappe 2: Von Roetgen bis Monschau

Der Eifelsteig Etappe 2 führt uns bis nach Monschau.

Nach ausgiebigem Frühstück und einem kleinen Verdauungsspaziergang durch den Ort vorbei an der Marienkapelle und der Kirche St. Hubertus besuchten wir vor dem Aufbruch noch die Saunalandschaft der „Roetgen-Therme“. Danach überquerten wir die ehemalige, heute als Fernradweg genutzte Trasse der Vennbahn auf dem Weg in den belgischen Teil der Moorlandschaft Hohes Venn. Auf dem Weg durch die raue Landschaft gelangten wir nach etwa zwei Stunden zur Steling-Schutzhütte, wo wir eine kleine Rast einlegten. In der Folge führte uns der Weg dann zum Findling bei Mützenich, welcher der Legende zufolge einst Karl dem Großen nach einem Jagdausflug als Nachtlager gedient haben soll, und deshalb bis heute Kaiser Karls Bettstattgenannt wird. Unser schöner Wandertag endete in der Altstadt von Monschau, wo wir im gemütlichen Hotel Lindenhof einkehrten und danach schnell in unsere Betten fielen.

Eifelsteig Etappe 3: Von Monschau bis Einruhr

Der Eifelsteig Etappe 3 bis nach Einruhr.

Nach zwei kurzen Stippvisiten im Brauerei-Museum Felsenkeller und in der historischen Senfmühle Monschau machten wir uns auf unsere lange Tagesetappe in Richtung Einruhr. Zunächst passierten wir den recht steilen Aufstieg bis zum dicht bewaldeten Perlenbachtal und zur benachbarten Perlenbachtalsperre. Am Ostufer des Sees weiter wandernd erreichten wir den Monschauer Stadtteil Höfen, bewunderten die vielen akkurat gestutzten Rotbuchenhecken, und besuchten das dortige Informationshaus des Nationalparks Eifel. Sanft bergab ging es danach durch das Kluckbachtal zurück zum Rurtal, wo wir die fantastische Fernsicht von den Aussichtspunkten Perdsley und Uhusley genossen. Oberhalb des Flusses Rur liefen wir weiter bis zum Naturdenkmal Wolfshügel, von wo wir bereits den Ortsteil Einruhr der Gemeinde Simmerath sehen konnten. Unser Nachtlager bezogen wir in einer schönen Ferienwohnung in einem der typischen Winkelhäuser.

Eifelsteig Etappe 4: Von Einruhr bis Gemünd

Der Eifelsteig Etappe 4 mit Ziel in Gemünd am Nationalpark Eifel

Gut erholt und ausgeruht machten wir nach dem Frühstück am nächsten Morgen eine Fahrt auf dem idyllischen Obersee mit dem Passagierschiff „Seensucht“ der Rursee-Schifffahrt. Für einen Abstecher in das Naturerlebnisbad Einruhr war es uns jedoch etwas zu kühl, weswegen wir direkt dem Eifelsteig bis zum Zusammenfluss von Urft und Rur und bis zur Staumauer des Urftsees wanderten. Im dortigen Ausflugslokal stärkten wir uns, bevor es zum ehemaligen Truppenübungsplatz Dreiborner Hochfläche samt der Wüstung Wollseifen und der verlassenen St. Rochuskirche ging. Im Anschluss besichtigten wir die Dauerausstellung im Besucherzentrum der früheren NS-Ordensburg auf dem Berg Erpenscheid sowie das Rotkreuz-Museum vogelsang ip. Mit Blick auf den Urftsee von den beiden Aussichtspunkten Kickley und Modenhübel ging es durch das Tal der Urft bis in das Zentrum des Kneippkurorts Gemünd, wo wir in der Ferienpark-Appartementanlage am Salzberg übernachteten.

Eifelsteig Etappe 5: Von Gemünd bis Kloster Steinfeld

Der Eifelsteig Etappe 5 führt bis zum wunderschönen Kloster Steinfeld.

Nach einem kleinen Bummel durch den örtlichen Kurpark und die belebte Fußgängerzone Dreiborner Straße setzten wir unseren Weg durch das malerische Oleftal fort. Nach dem steilen Anstieg gelangten wir zum Aussichtspunkt Kuckucksley mit schönem Blick über das Tal und den kleinen namensgebenden Ort Olef. Wir warteten am gepflegten Dorfplatz, bis die Oleftalbahn vorbeifuhr, fotografierten diese, und wanderten weiter durch das Oleftal bis zur Siedlung Golbach. Weiter ging es am ruhigen Kallbach, bis wir aus der Ferne das imposante Kloster Steinfeld aus dem frühen 12. Jahrhundert erblickten. Nach einer Besichtigung der weitläufigen Anlage inklusive Basilika, Kreuzgang, Hermann-Joseph-Grab und König-Orgel fuhren wir müde und erschöpft, aber ausgeglichen und zufrieden zu unserem Gästehaus in der nahen Gemeinde Kall.

Eifelsteig Etappe 6: Von Kloster Steinfeld bis Blankenheim

Der Eifelsteig Etappe 6, heute geht es bis ins schöne Blankenheim.

Das Respekt einflößende Sakralgebäude von Kloster Steinfeld ist auch am nächsten Morgen Startpunkt unserer Etappe auf dem Eifelsteig. Nach der Überquerung des Gillesbaches bei Nettersheim und Kall erreichten wir das Tal der Urft, wo wir die alte Römerquelle „Grüne Pütz“besichtigten. Am sanft geschwungenen Ufer der Urft ging es weiter bis nach Nettersheim, wo wir einen kurzen Abstecher in die Mannenberghöhlen machten, und anschließend das Naturzentrum Eifel und die dortigen informativen Ausstellungen zu Natur und Kultur der Region besuchten. Über den Holzsteg am Römerweiher und den Werkplatz Steinrütsch liefen wir weiter durch das Tal der Urft bis zur Burg Blankenheim kurz vor der gleichnamigen Stadt, wo wir noch das Eifelmuseum besuchten, bevor wir am frühen Abend unser Quartier im Gästehaus zur Ahrquelle bezogen.

Eifelsteig Etappe 7: Von Blankenheim bis Mirbach

Der Eifelsteig Etappe 7. das Ziel dieser Etappe ist Mirbach und führt am Kalvarienberg vorbei.

Nach der obligatorischen morgendlichen Stärkung besuchten wir das Karnevalsmuseum im Georgstor und die naturkundliche Ausstellung im Hirtenturm, bevor wir uns auf den historischen Brotpfad bis in das Schaafbachtal in der Nähe von Ripsdorf machten. Durch weite Äcker und Felder ging es weiter bis nach Alendorf, wo wir der kleinen Kapelle einen Besuch abstatteten und dem Kreuzweg auf den Kalvarienberg folgten. Nach ein paar Fotos vom Gipfelkreuz passierten wir die Grenze nach Rheinland-Pfalz und gelangten durch das einsame Lampertstal entlang des Mirbachs bis in die Ortschaft gleichen Namens. Dort besuchten wir die auch „Eifeldom“ genannte neuromanische Erlöserkirche Mirbach von 1902 und das großzügige Naturschutz-Informationszentrum, bevor wir unsere Pensionszimmer im nah gelegenen Wiesbaum aufsuchten.

Eifelsteig Etappe 8: Von Mirbach bis Hillesheim

Der Eifelsteig Etappe 8, es geht nach Hillesheim, vorbei am wunderschönen Dreimühlen-Wasserfall

Früh am nächsten Tag starteten wir von der Erlöserkirche durch den dichten Wald vorbei an mehreren sehr geräumigen Schutzhütten, und erreichten nach gut drei Stunden Wanderung durch das Mühlenbachtal das beeindruckende Naturdenkmal des Dreimühlen-Wasserfalls. Vorher hatten wir bereits dem beliebten Wandertreffpunkt Kloster Niederehe aus dem 12. Jahrhunderteinen kurzen Besuch abgestattet, auch die Burg Kerpen aus der gleichen Epoche sahen wir uns von außen an. Über die 500-Einwohnergemeinde Berndorf erreichten wir schließlich am späten Nachmittag den für seinen mittelalterlichen Stadtkern und den umliegenden „Eifel-Krimi-Wanderweg“ bekannten Ferienort Hillesheim. Nach einem herzhaften Abendessen verbrachten wir die Nacht im zentral gelegenen Gästehaus Kloep.

Eifelsteig Etappe 9: Von Hillesheim bis Gerolstein

Der Eifelsteig Etappe 9 bis zum Kurort Gerolstein.

Nach dem Frühstück und der Besichtigung der gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer am nächsten Morgen mit tollem Blick auf Stadt und Umland führte uns der Weg bis in das idyllische Bolsdorfer Tälchen samt See und Kalksteinfelsen. Vorbei am Hillesheimer Bach ging es dann über den Fluss Kyll bis zu den Mühlsteinhöhlen am Vulkanberg Rother Kopf. Von hier aus hat man eine unvergessliche Sicht auf die Hügellandschaft der Eifel und das Etappenziel Gerolstein, das man jedoch erst nach den Felsformationen im ehemaligen Kalksteinriff der Gerolsteiner Dolomitenerreicht. Ebenfalls noch auf dem Weg lagen der Geo-Pfad zur Karsthöhle Buchenloch sowie der Vulkankrater Papenkaule bevor es durch das Kylltal in den staatlich anerkannten Luftkurort Gerolstein ging. Hier warfen wir noch einen kurzen Blick auf die Löwenburg von 1115 und die Überreste der römischen Villa Sarabodis aus dem 1. Jahrhundert, um dann unsere Nachtruhe im komfortablen Landhaus Müllenborn zu absolvieren.

Eifelsteig Etappe 10: Von Gerolstein bis Daun

Der Eifelsteig Etappe 10 auf dem Weg nach Daun durch wunderschöne Landschaften.

Bevor wir unseren Weg am nächsten Tag fortsetzten, kosteten wir noch das weltberühmte Mineralwasser der Stadt am Helenenbrunnen auf dem Brunnenplatz, um derart erfrischt die Steigung zur Ruine Löwenburg zu meistern. Oben angekommen genossen wir den Blick auf das umliegende Kylltal, und liefen weiter zum Aussichtsturm auf der Dietzenley, wo wir eine kleine Rast einlegten. Immer auf und ab ging es dann durch die bewaldete Landschaft rund um Neroth bis in das Tal der Kleinen Kyll und auf den 651 Meter hohen Nerother Kopf. Nach einer weiteren kurzen Verschnaufpause an der Neunkirchener Mühle erreichten wir nach dieser konditionell eher anspruchsvollen Etappe den Kneippkurort Daun, wo wir noch das lokale Vulkanmuseumaufsuchten und anschließend unsere schönen Zimmer im Landart Hotel Beim Brauer bezogen.

Eifelsteig Etappe 11: Von Daun bis Manderscheid

Der Eifelsteig Etappe 11 führt bis nach Manderscheid, vorbei an einer Burgruine.

Nach einem weiteren morgendlichen Spaziergang durch den Kurpark wanderten wir durch das Liesertal bis zur vulkanischen Mulde des Gemündener Maars, die im Sommer als Badesee sehr beliebt ist. Weiter über den Mäuseberg und den dortigen Dronketurm ging es dann bis zum mehr als doppelt so großen Weinfelder Maar bzw. Totenmaar, und zum Schalkenmehrener Meer. Im benachbarten gleichnamigen Ort besuchten wir das kleine Heimweberei-Museum Schalkenmehren und machten eine leckere kulinarische Rast im Dorfgasthof Schmitz. Danach ging es durch das wohltuend grüne und ruhige Liesertal gut drei Stunden lang durch fast unberührte Natur, bis wir gegen späten Nachmittag die Burgen oberhalb von Manderscheid erblickten. In dem bekannten heilklimatischen Kur- und Kneippkurort logierten wir im sehr komfortablen Hotel und Restaurant Haus Burgblick Manderscheid Vulkaneifel.

Eifelsteig Etappe 12: Von Manderscheid bis Kloster Himmerod

Der Eifelsteig Etappe 12 führt uns zum Kloster Himmerod.

Nach dem ausgiebigen Frühstück und der interessanten Besichtigung der Ruine der Oberburgführte uns der Weg erneut durch das schöne Liesertal, vorbei an verschiedenen Schutzhütten entlang des Ilgenbach, durch dichte Wälder und fruchtbare Felder bis nach Großlittgen. Nachdem wir die dortige Zisterzienserabtei des Klosters Himmerod aus dem 12. Jahrhundert besichtigt hatten, bezogen wir unsere einfachen, aber sehr gemütlichen Zimmer im Gästeflügel des Klosters, und aßen im schattigen Biergarten der schönen Himmeroder Klostergaststätte ausgezeichnet zu Abend.

Eifelsteig Etappe 13: Von Kloster Himmerod bis Bruch

Der Eifelsteig Etappe 13 - auch hier gibt es wieder eine wunderschöne Landschaft zu sehen. Das Ziel ist Bruch.

Gut ausgeschlafen folgten wir dem Eifelsteig am nächsten Morgen in das Salmtal und passierten mehrere historische Mühlen und imposante Felsformationen, bis wir die kleine Ortschaft Landscheid erreichten. Hier statteten wir den beiden ländlichen Filialkirchen St. Hubertus und Heilig Kreuz sowie dem Josef-Kapellchen einen kurzen Besuch ab, bevor wir das malerische Dörfchen Bruch am Horizont erblickten. Nach wir uns die Wasserburg Bruch aus dem 14. Jahrhundert, die Ölmühle aus dem 19. Jahrhundert und die Töpferei aus dem 17. Jahrhundertangesehen hatten, bezogen wir unser Quartier in der auch für Hochzeitsfeiern beliebten Burg.

Eifelsteig Etappe 14: Von Bruch bis Kordel

Der Eifelsteig Etappe 14 bis Kordel, vorbei an der Burg Ramstein.

Am vorletzten Tag unserer Wanderung durch die Eifel absolvierten wir unsere längste und auch schwerste Etappe. Durch das Salmtal erklommen wir das Hochplateau bei Zemmer, in dem liebenswürdigen Ferienort machten wir einen Rundgang auf dem interessanten Waldlehrpfaddurch die Tafelfläche Fidei. Nach einer längeren Rast ging es auf und ab durch das schöne Kylltal, bis wir schließlich den staatlich anerkannten Erholungsort Kordel am späten Nachmittag erreichten. Dort angekommen besichtigten wir noch die Ruine der Burg Ramstein aus dem 14. Jahrhundert sowie die geheimnisvolle Genovevahöhle. Erschöpft, aber glücklich ging es zurück zur Burg, wo wir im Hotel Restaurant Burg Ramstein ein Abendessen genossen und früh in unsere Betten fielen.

Eifelsteig Etappe 15: Von Kordel bis Trier

Der Eifelsteig Etappe 15 mit Ziel Trier.

Nach einem kleinen Ausflug zu den sieben Butzweiler Wasserfällen ganz in der Nähe ging es am letzten Tag unserer Tour durch das Kylltal und Butzerbachtal bis zu den alten römischen Pützlöchern. Ebenfalls auf dem Weg liegen die Klausenhöhle und der Aussichtspunkt Geyersley. Beim Trierer Ortsteil Biewer öffnete sich dann das breite Moseltal vor unseren Augen, und über einen schmalen Felsenpfad gelangten wir zum Aussichtspunkt Weisshaus, wo bequeme Sitzbänke zum Ausruhen und Verweilen einladen. Nach einem Gang um die klassizistische Villa Weißhaus machten wir uns auf den Weg zum Abstieg in die Innenstadt von Trier, wo wir das erfolgreiche Ende unserer Wanderung gebührend bei einer Flasche Champagner vor dem Kasino am Kornmarkt zelebrierten.

Der Eifelsteig erstreckt sich über 313 Kilometer, und ist in 15 Tagesetappen zu schaffen. Die Etappen haben es von der Strecke her in sich, lediglich die erste Etappe liegt bei weniger als 20 Kilometern, alle anderen Etappen sind länger als 20 Kilometer. Nur zwei Etappen sind als leicht einzustufen, die weiteren Etappen haben einen mittleren bis schweren Schwierigkeitsgrad.

Es ist also schon etwas Erfahrung und Kondition erforderlich, um diesen Wanderweg zu absolvieren.

Packliste für diese Tour

Rucksack

Zwischen 30 und 45 Liter, ausreichend bei Mehrtagestouren.

Unsere Empfehlung:

Osprey Stratos

Pack Sack / Dry Sack

Sorgen für Ordnung und sind wasserdicht. Erhältlich in
verschiedenen Größen.

Unsere Empfehlung:

Deuter Light Drypack

Regenschirm

Wenn es nicht sehr windig ist, bietet
der Regenschirm einen super Schutz, und
man kommt um das evtl. Schwitzen in
der Regenjacke herum.

Unsere Empfehlung:

Relags Regenschirm Mini Pocket

Hüttenschlafsack

Ist in viele Hütten Pflicht und sorgt für Hygiene. Das Mischgewebe
Polyester & Baumwolle hat das perfekt Gewicht/Komfort Verhältnis.

Unsere Empfehlung:

Easy Camp Inlet YHA

Wäscheleine

Sehr nett, um über Nacht seine Unterwäsche trocknen zu lassen.

Unsere Empfehlung:

sea to summit Clothesline

Kulturbeutel

Je kleiner, desto besser, da es daran erinnert, sich auf das Nötigste zu beschränken.

Unsere Empfehlung:

Deuter wasch bag lite 2

Handtuch

Aus Microfaser, sehr leicht und ganz kleines Packmaß.

Unsere Empfehlung:

sea to summit pocket Towel

Sonnenbrille

Mit ausreichendem Schutz. Lass Dich beraten!

Unsere Empfehlung:

Uvex Igl 28

Trinkflasche

2 Flaschen mit je 1 Liter Wasser sind das Minimum für einen
ganzen Tag auf den Wanderwegen.

Unsere Empfehlung:

nalgene Everyday 1 Liter

Messer

Mit Korkenzieher für die Flasche Wein 😉

Unsere Empfehlung:

Opinel No 10

Stirnlampe

Ein kleines, kompaktes Modell, um nachts auf Toilette zu gehen oder
um abends vorm Zelt zu kochen ist ausreichend.

Unsere Empfehlung:

Black Diamond Cosmo

2 x Wanderhose

Leicht und schnell trocknend, in der Regel aus Polyester

Unsere Empfehlung:

Maloja

3 x Socken

Mit hohem Anteil an Merinowolle für mehr Atmungsaktivität und
weniger Geruch.

Unsere Empfehlung:

Smartwool Hike medium Crew

Unterhose

Sehr gute Passform, hoher Tragekomfort,
schnell trocknend, atmungsaktiv,
geruchshemmend.

Neue Materialzusammensetzung für längere
Haltbarkeit.

Unsere Empfehlung:

Icebreaker Anatomica Boxer

T-Shirts

Hier empfiehlt sich Merinowolle dank seiner
vielseitigen Qualitäten.

Siehe unseren Blogartikel:
www.doorout.com/blog/merino-wolle-die-geheimnisse-eines-wundergewebes/

Unsere Empfehlung:

Icebreaker Anatomica SS Crewe

Fleecejacke

Mit Kapuze für extra Wärme.

Unsere Empfehlung:

Berghaus Extrem 7000 Hoody

Windjacke

Eine gute Softshell mit Kapuze bietet einen perfekten Schutz.

Unsere Empfehlung:

dare2b Softshelljacke

Wanderschuhe

Bequem und natürlich schon eingelaufen.

Unsere Empfehlung:

Keen Feldberg

Wanderstöcke

Wanderstöcke mit Korkgriff sind feuchtigkeitsregulierend und
bieten damit einen extra Komfort.

Unsere Empfehlung:

Black diamond Trail ergo cork

Wanderbericht: Der Albsteig

Wanderbericht: Der Albsteig

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Der Albsteig

Der Albsteig ist einer der schönsten Fernwanderwege Deutschlands. Er schlängelt sich auf rund 350 km auf ursprünglichen Pfaden mit traumhaften Panoramablicken durch die Schwäbische Alb, vorbei an verwunschenen Wäldern, Burgen, Schlössern und Tropfsteinhöhlen. Wer die 16 Etappen umfassende Strecke meistern will, sollte jedoch etwas Wandererfahrung mitbringen.

Die Etappen des Albsteigs

Albsteig Etappe 1: Von Donauwörth bis Mönchsdeggingen

Der Albsteig Etappe 1 - von Donauwörth nach Mönchsdeggingen mit Blick auf Nördlingen.

Einige von uns sind in der Vergangenheit einzelne Abschnitte des Albsteigs schon gewandert. Doch nun haben wir uns die ganze Tour vorgenommen. Werden wir durchhalten? Wird das Wetter mitspielen? Der Weg ist das Ziel, mit diesem Gedanken im Kopf loszulaufen, ist immer noch die beste Motivation. Schließlich besteht unserer Gruppe ausschließlich aus passionierten Wanderern. Nun wandern wir bei einem klaren Himmel entlang der Wörnitz durch das Ried und besichtigen die Harburg. Für den weiteren Weg orientieren wir uns am Gipfelkreuz des Bocksberges, der Blick geht weit bis nach Nördlingen, die Seele kann frei fliegen. Die erste Etappe ist geschafft, wir belohnen uns mit einem gemütlichen Abend in der Klosterschenke Martinsklause, schließlich haben wir heute 26 km gepackt.

Albsteig Etappe 2: Von Mönchsdeggingen bis Bopfingen

Der Albsteig Etappe 2 bis nach Bopfingen, mit Blick auf die Burg.

Am nächsten Morgen sind wir schon sehr früh aus den Federn unserer gemütlichen Unterkunft und folgen dem leisen Rauschen des Bautenbaches, entlang am Waldrand, schließlich liegen heute rund 28 km vor uns. Über die Domäne Karlshof und die alte Koppelmühle geht es in Richtung eines Wildgeheges, wir hatten Glück und konnten Rehe und Wildschweine erspähen. Wer mit Hund wandert, muss einen Umweg laufen. In Schweindorf angekommen, haben wir noch 11,5 km bis Bopfingen. Zeit, ein ausgiebiges Picknick in der Natur einzulegen, inmitten von blühenden Wiesen und summenden Bienen. Wir wandern weiter, ganz im Einklang mit uns selbst und der Natur auf unser Ziel zu, den Zeugenberg Ipf als Wahrzeichen der Stadt Bopfingen fest im Blick. Nach einem Schlummertrunk geht es am Abend recht früh in die Federn, denn das Wandern muss sich erst wieder einspielen.

Albsteig Etappe 3: Von Bopfingen bis Unterkochen

Der Albsteig Etappe 3 führt bis nach Unterkochen, vorbei am Kocherursprung.

Die dritte Etappe hat es in sich, das wird klar, nachdem wir in Bopfingen gestartet sind. Im Wald müssen wir erst einmal bis zum Bergrücken hochkraxeln, was anstrengend ist, da es an diesem Sommertag schon in der Früh drückend heiß ist. Doch nach einer knappen halben Stunde ist auch das geschafft. Vorbei am alten jüdischen Friedhof in Aufhausen, der Walkenmühle und einem Sägewerk gelangen wir schließlich zur malerischen Egerquelle. Danach heißt es noch einmal Zähne zusammenbeißen, denn der nächste Anstieg wartet. Im Zickzack geht es hinauf, in Hülenerhaschen wir einen Blick auf die Kapfenburg und arbeiten uns langsam aber sicher auf 723 Meterhoch. Heute wird unser Durchhaltevermögen erstmals so richtig auf die Probe gestellt. Auf verwunschenen kleinen Pfaden geht es hinunter zum Kocherursprung, an der Quelle legen wir eine Rast ein und lassen die Seele baumeln.

Albsteig Etappe 4: Von Aalen/Unterkochen bis Heubach

Der Albsteig Etappe 4 - dieses Mal geht es ins malerische Städtchen Heubach.

Auch heute wird es zunächst steil, was uns ordentlich auf Betriebstemperatur bringt. Mittlerweile sind wir alle gut im Fluss und freuen uns am Abend schon auf die nächste Etappe. Ruhe senkt sich über unsere Gruppe, als wir durch uralten Eichen- und Buchenwald zur Friedahütte wandern. Pause legen wir dann am nächsten Etappenziel Aalbäumle ein, die 123 Stufen des Aussichtsturmes zu erklimmen lohnt sich, denn es winkt ein herrlicher Panoramablick. Nach kurzem Abstieg ins Wolfertstal müssen wir wieder unsere Kräfte zusammennehmen und auf 743 Meterhoch zum Volkmarsberg. Über bizarr anmutende Felsen gelangen wir zur Ruine Rosenstein, die wir kurz erkunden, bevor es auf einem kleinen Pfad nach Heubach geht.

Albsteig Etappe 5: Von Heubach bis Weissenstein

Der Albsteig Etappe 5 bis nach Weissenstein, mit tollem Blick auf die Burg.

Gute Kondition ist alles lautet die Devise gleich am frühen Morgen, denn zuerst kraxeln wir auf den Hohen Fels, und nach dem Naturfreundehaus geht es wieder steil bergauf zum Gipfelkreuz. Doch damit ist noch nicht Schluss, während wir uns weiter zum Falkenberg hocharbeiten, denken manche in der Gruppe ans Aufgeben. Doch geht nicht gibt es nicht, denn als wir an der Lützelalbvorbei waren, klettert ein kleiner Naturpfad steil nach unten und da merkten einige, dass ein Abstieg im Grunde viel anstrengender als ein Aufstieg sein kann. Schweigend erreichen wir Weissenstein, doch ein reichhaltiges Abendessen entschädigt uns schnell wieder für die Strapazen.

Albsteig Etappe 6: Von Weissenstein bis Gingen an der Fils

Der Albsteig Etappe 6 - bis nach Gingen führt uns heute der Weg.

Es hätte die Möglichkeit gegeben, am Vortag straff bis nach Gingen an der Fils zu wandern, doch so wir entschieden uns für eine stressfreie Variante. Unaufgeregt ist auch der Streckenabschnitt heute. Vom Messelstein aus genießen wir den Ausblick auf das Lautertal und die drei Kaiserberge mit den Hohenstaufen. Interessant ist hier der Waldlehrpfad. In meditativer Ruhe geht es zum nächsten Panoramablick bei den Rötelsteinen. Am Waldrand entlang laufen wir auf 701 Meter Höhe hinauf zum nächsten Aussichtspunkt Hohenstein. Bis Gingen ist der Weg sehr naturbelassen, über Wurzeln lässt sich leicht stolpern, vor allem, da wir heute alle irgendwie versunken in uns selbst wandern.

Albsteig Etappe 7: Von Gingen an der Fils bis Wiesensteig

Der Albsteig Etappe 7, diese Etappe endet im schönen Wiesensteig.

Unmittelbar nach Gingen präsentiert sich der Weg als eine Art kleine Achterbahn. Angekommen auf700 Meter Höhe werden wir mit einer tollen Sicht auf den Hohenstaufen belohnt. Der folgende Abstieg hat es in sich, ab und zu müssen wir eine kleine Verschnaufpause einlegen, da einige in unserer Gruppe heute einen leichten Blues haben. Kaum unten angekommen, müssen wir wieder hoch hinaus auf das Fuchseck. Auf dem Bergkamm geht es zum Rotelstein und danach kommt endlich wieder etwas Aufregung, denn an An- und Abstiegen wird die ganze Palette geboten, die der Albsteig zu bieten hat. Die Herausforderung tut uns gut, die Lebensgeister kehren zurück. Am Bossler heißt es, noch einmal die Aussicht und die mitgebrachten Snacks genießen, und danach geht es weiter auf einem abwechslungsreichen Pfad durch Feld, Wald und Wiesen bis nach Wiesensteig, das wir noch schnell vor dem einsetzenden Sommerregen erreichen.

Albsteig Etappe 8: Von Wiesensteig bis Owen

Der Albsteig Etappe 8 - toller Blick auf die Burg Teck.

Heute ist Halbzeit. Haben wir je etwas anderes als Wandern gemacht? Gemütlich geht es zur Burgruine Reußenstein und von dort aus weiter auf naturbelassenen Pfaden, nur der Gesang der Vögel begleitet uns. Der Regen gestern hat den Weg zuweilen etwas schlüpfrig gemacht. Von der Hindenburghütte genießen wir die Sicht auf das Randecker Maar, ringsherum nur Wacholderheide, eine alte, von Schäfern geschaffene Kulturlandschaft, die einmalig ist. Wenig später können wir am Breitenstein dank des sonnigen Wetters und des wolkenlosen Himmels eine Sicht bis auf die Alpen genießen, und von der anderen Seite bis zum Pfälzer Wald und zum Odenwald. Nach dem Abstieg geht es durch traumhaft schöne Wiesen. Zwischen Ruine Rauber und Burg Teck geht es durch ein Naturschutzgebiet, heute sind wir fit, wir beschließen, die Burg zu besichtigen. Danach heißt es ein wenig klettern, denn hinunter nach Owen wird es steil.

Albsteig Etappe 9: Von Owen bis Bad Urach

Der Albsteig Etappe 9 - Ziel dieser Etappe ist Bad Urach mit seinen wunderschönen Fachwerkhäusern.

Bei Sonnenaufgang geht es von Owen über Streuobstwiesen steil bergauf auf den Brucker Fels. Tau liegt noch auf den Wiesen, ausser uns und ein paar Hasen ist um diese Zeit noch niemand unterwegs. Über einen Wiesenpfad und ein paar Meter Landstraße kommen wir nach Erkenbrechtsweiler und marschieren weiter bis zur Weltraumbank. Nun geht es an der Hangkante bei schönem Panorama zur Burg Hohen Neuffen. Die imposante Burgruine verdient eine ausgiebige Besichtigung. Da heute Sonntag ist, haben wir Glück und auf der Grillstation gibt es rote Bratwürste und den legendären Flammkuchen. Der Wind frischt auf und wir ziehen bald weiter, denn wir wollen heute noch die Grabhügel aus der älteren Hallstattzeit besichtigen. Wir kennen Bad Urach und seine wunderschöne Altstadt mit dem vielen Fachwerk schon von einem anderen Besuch, daher gönnen wir uns einen Besuch im Thermalbad.

Albsteig Etappe 10: Von Bad Urach bis Holzelfingen

Der Albsteig Etappe 10 - malerischer Wasserfall bei Bad Urach.

Heute regnet es in Strömen, so sind wir dankbar für die Schutzhütte, die nach dem Uracher Wasserfall auf uns wartet. Zugegebenermaßen, das Klettern auf den Rutschenfelsen geht uns heute nicht so leicht von der Hand, als wir am Fohlenhof ankommen, legt sich jedoch der Regen. Die Sonne bricht durch, was uns auf dem Aussichtsturm Hohe Warte entgegenkommt. Interessant ist die Eninger Weide, eine Wildsträuchersammlung, die ein Reservat ist. Schön wie der Weg den Blick schärft für Dinge, die man bislang nie beachtet hat. Vom Übersberg aus ziehen wir weiter zur Ruine Stahleck, nach dem Aussichtspunkt Eckelstein begegnen uns weitere Ruinen. Da muss früher viel los gewesen sein in der heute so menschenleer wirkenden Gegend.

Albsteig Etappe 11: Von Holzelfingen bis Genkingen

Der Albsteig Etappe 11 - Schloss Lichtenstein befindet sich auf dem Weg nach Genkingen.

Nachdem wir den Buren Weg hinauf sind, zieht uns das Schloss Lichtenstein in seinen Bann. Schweren Herzens reißen wir uns aus dieser Märchenwelt los, marschieren aber weiter stramm auf das Schloss los. Die Fantasie geht auf Reisen, in alte Zeiten, der Wald wird zum magischen Ort, man hört fast die Rosse der Ritter, die zu tollkühnen Abenteuern ziehen. Ein verwunschener Ort auch die Nebelhöhle. Die Tropfsteinhöhle fasziniert, wir lassen uns Zeit, denn der Weg nach Genkingen präsentiert sich nun recht gemütlich, und wir können in den Tageserlebnissen schwelgen.

Albsteig Etappe 12: Von Genkingen bis Jungingen

Der Albsteig Etappe 12 - heute geht es weiter bis nach Jungingen.

Vom Hirschhäusle auf 650 Metern geht es in Serpentinen bis auf den Bolberg auf 880 Meter Höhe. Wir verzichten darauf, hier den Grill zu befeuern, denn nach einem kurzen Abstieg geht es auf den nächsten Berg. Auf dem Riedernberg veranstalten wir statt Brotzeit ein Minibarbarbecue, genießen die Aussicht und ziehen dann weiter Richtung Dreifürstenstein. Danach wird es richtig steil, gut, dass wir mittlerweile topfit sind. Belohnt werden wir nach dem Hohlweg mit einer atemberaubenden Fernsicht. Wir bleiben relativ lange auf der Höhe, bis es plötzlich abrupt steil nach unten geht, wo unser Ziel Jungingen liegt.

Albsteig Etappe 13: Von Jungingen bis Albstadt/ Burgfelden

Der Albsteig Etappe 13 - das Ziel dieser Etappe ist Albstadt/Burgfelden. Unterwegs gibt es einen tollen Blick auf die Burg Hohenzollern.

Auf dem Himberg schauen wir bewundernd auf die Burg Hohenzollern, auch der weitere Weg offeriert den Ausblick auf das Bauwerk in allen Perspektiven. Auf 956 Metern legen wir auf dem Raichberg im Nägelehaus eine Rast ein. Es folgt ein abwechslungsreicher Wanderweg, der von allem etwas zu bieten hat. Für die Schlussetappe heißt es jedoch Kraft sammeln, denn in Serpentinen geht es auf den Bergkamm, bis auf 920 Meter hoch, und dann zu unserem Etappenziel Albstadt.

Albsteig Etappe 14: Von Burgfelden bis Ratshausen

Der Albsteig Etappe 14 - dieser Etappe führt ins schöne Ratshausen.

Diese Etappe ist recht gemütlich, jedenfalls bis zu einem Bannwald, nach dem Serpentinen warten. Doch statt Anstrengung herrscht bei uns der Wille vor, auch diese Herausforderung zu meistern. Durch ein Naturschutzgebiet geht es über den Lochpass bis hin zum Schafsberg mit dem gespaltenen Fels. Angelangt auf dem Plettenberg in 1002 Metern Höhe werden wir ganz still angesichts der imposanten Natur. Das Schweigen hält immer noch an, während wir uns an den steilen Abstieg nach Ratshausen machen.

Albsteig Etappe 15: Von Ratshausen bis Klippeneck

Der Albsteig Etappe 15 - Klippeneck ist das Ziel dieser Etappe.

Schneller, weiter, höher – uns alle packt der Ehrgeiz, unsere Etappen zügiger zu beenden, und gleichzeitig den maximalen Genuss herauszuholen. Mit dem 1015 Meter hohen Lemberg wartet der höchste Punkt der Schwäbischen Alb auf uns. Wer hätte am Anfang gedacht, dass wir solche Herausforderungen am Ende der Tour quasi nebenbei erledigen? In Gosheim ist noch nicht Schluss, der nächste Tausender wartet auf uns zum Aussichtspunkt Kehlen. Panorama satt und hervorragende Küche gibt es am Ende in Klippeneck, und wir haben heute tatsächlich von der Zeit her einen Streckenrekord aufgestellt.

Albsteig Etappe 16: Von Klippeneck bis Tuttlingen

Der Albsteig Etappe 16 - der letzte Teil des Eifelsteigs, das Ziel ist Tuttlingen.

Die letzte Etappe verwöhnt uns mit gleichmäßigem Wandern auf einem Bergkamm und später durch Felder und Wiesen. Auf naturbelassenen Pfaden passieren wir ein paar Aussichtspunkte, unsere Sinne sind geschärft, wir saugen jedes Detail dieser wunderbaren Landschaft in uns auf. Es ist ein langsamer Abschied, nur schwer kommen wir in Tuttlingen zurück in der Wirklichkeit an. Gewachsen sind wir als Gruppe, aber auch jeder von uns alleine, denn wir haben Dinge bewältigt, von denen wir vorher geglaubt hatten, sie nicht meistern zu können.

Der Albsteig gehört zu den schönsten Wanderwegen in Deutschland. Er ist rund 350 Kilometer lang, und führt auf wunderschönen ursprünglichen Wegen durch die Schwäbische Alb. Es handelt sich hier um einen Wanderweg mit mittlerem Schwierigkeitsgrad. Wer diesen Weg wandern möchte, sollte über ein wenig Wandererfahrung verfügen.

Packliste für diese Tour

Rucksack

Zwischen 30 und 45 Liter, ausreichend bei Mehrtagestouren.

Unsere Empfehlung:

 

Osprey Stratos

Pack Sack / Dry Sack

Sorgen für Ordnung und sind wasserdicht. Erhältlich in
verschiedenen Größen.

Unsere Empfehlung:

 

Deuter Light Drypack

Regenschirm

Wenn es nicht sehr windig ist, bietet
der Regenschirm einen super Schutz, und
man kommt um das evtl. Schwitzen in
der Regenjacke herum.

Unsere Empfehlung:

Relags Regenschirm Mini Pocket

Hüttenschlafsack

Ist in viele Hütten Pflicht und sorgt für Hygiene. Das Mischgewebe
Polyester & Baumwolle hat das perfekt Gewicht/Komfort Verhältnis.

Unsere Empfehlung:

 

Easy Camp Inlet YHA

Wäscheleine

Sehr nett, um über Nacht seine Unterwäsche trocknen zu lassen.

Unsere Empfehlung:

sea to summit Clothesline

Kulturbeutel

Je kleiner, desto besser, da es daran erinnert, sich auf das Nötigste zu beschränken.

Unsere Empfehlung:

 

Deuter wasch bag lite 2

Handtuch

Aus Microfaser, sehr leicht und ganz kleines Packmaß.

Unsere Empfehlung:

sea to summit pocket Towel

Sonnenbrille

Mit ausreichendem Schutz. Lass Dich beraten!

Unsere Empfehlung:

Uvex Igl 28

Trinkflasche

2 Flaschen mit je 1 Liter Wasser sind das Minimum für einen
ganzen Tag auf den Wanderwegen.

Unsere Empfehlung:

nalgene Everyday 1 Liter

Messer

Mit Korkenzieher für die Flasche Wein 😉

Unsere Empfehlung:

Opinel No 10

Stirnlampe

Ein kleines, kompaktes Modell, um nachts auf Toilette zu gehen oder
um abends vorm Zelt zu kochen ist ausreichend.

Unsere Empfehlung:

Black Diamond Cosmo

2 x Wanderhose

Leicht und schnell trocknend, in der Regel aus Polyester

Unsere Empfehlung:

Maloja

3 x Socken

Mit hohem Anteil an Merinowolle für mehr Atmungsaktivität und
weniger Geruch.

Unsere Empfehlung:

 

Smartwool Hike medium Crew

Unterhose

Sehr gute Passform, hoher Tragekomfort,
schnell trocknend, atmungsaktiv,
geruchshemmend.

Neue Materialzusammensetzung für längere
Haltbarkeit.

Unsere Empfehlung:

Icebreaker Anatomica Boxer

T-Shirts

Hier empfiehlt sich Merinowolle dank seiner
vielseitigen Qualitäten.

Siehe unseren Blogartikel:
www.doorout.com/blog/merino-wolle-die-geheimnisse-eines-wundergewebes/

Unsere Empfehlung:

Icebreaker Anatomica SS Crewe

Fleecejacke

Mit Kapuze für extra Wärme.

Unsere Empfehlung:

Berghaus Extrem 7000 Hoody

Windjacke

Eine gute Softshell mit Kapuze bietet einen perfekten Schutz.

Unsere Empfehlung:

dare2b Softshelljacke

Wanderschuhe

Bequem und natürlich schon eingelaufen.

Unsere Empfehlung:

 

Keen Feldberg

Wanderstöcke

Wanderstöcke mit Korkgriff sind feuchtigkeitsregulierend und
bieten damit einen extra Komfort.

Unsere Empfehlung:

Black diamond Trail ergo cork

Wanderbericht: Pyrenäen-Wanderweg GR 10

Wanderbericht: Pyrenäen-Wanderweg GR 10

Gehen Sie mit dem Mauszeiger über die Punkte auf der Karte

Auf dem GR10 sind wir definitiv auf einem anspruchsvollen Fernwanderweg unterwegs. Hochgelegen sind viele Höhenmeter und Wetterschwankungen hier Standardprogramm. Aber was da wirklich wichtig ist, ist die Vorplanung, es sollte immer genug Proviant und Wasser mitgenommen werden. Daher sind ausreichend Trinkblasen oder Trinkflaschen mitzunehmen.

Damit Ihr für diese Tour auch richtig ausgerüstet seid, haben wir Euch eine komplette Packliste erstellt mit allem, was Ihr für diese Tour braucht, beispielsweise Rucksack, Hüttenschlafsack, Windjacke und vielem mehr.

Der Pyrenäen-Wanderweg GR 10
Wandern in einem der schönsten Gebirge der Welt

Manche Namen lassen die Herzen von passionierten Weitwanderern unweigerlich höher schlagen. Dazu darf sich ganz klar der Pyrenäen-Wanderweg zählen, der von Ost nach West quer durch die gesamte Pyrenäenkette führt. Was für Biker die Route 66 ist, ist die Wanderung vom Atlantik bis zum Mittelmeer für Trekking-Begeisterte. Und so entschlossen wir uns, diese grandiose Wandertour entlang der französisch-spanischen Grenze in Angriff zu nehmen.

Die Pyrenäen-Wanderung wird oft nur kurz als GR 10, für Grande Randonnée 10, bezeichnet. Der legendäre Fernwanderweg führt entlang des Pyrenäenkamms vom Atlantikort Hendaye bis zur französischen Mittelmeerküste. Die volle Länge des GR 10 beträgt stattliche 850 Kilometer und rund 48.000 Höhenmeter. Ein geübter Wanderer benötigt für die Trekking-Strecke eineinhalb bis zwei Monate.

Da wir so viel Zeit leider nicht aufbringen konnten entschlossen wir uns, den Weg abzukürzen und nur von Hendaye bis Arrens Marsous in der Region Hautes Pyrénées zu wandern. Für die Wegstrecke von 285 Kilometern planten wir 18 Wandertage ein. Die beste Jahreszeit für die Begehung des GR 10 ist von Juni bis Oktober, da zu dieser Zeit das Wetter am stabilsten ist. Wir wählten den Monat August, um unsere Fernwanderung bei bestmöglichem Sommerwetter zu erleben. Der Pyrenäen-Wanderweg ist eher nur für erfahrene Touren-Geher geeignet. Dies ist auf die Höhenlagen und manchmal sehr anspruchsvollen Etappen zurückzuführen. Wir planten unsere einzelnen Etappen vorab genau und reservierten unsere Unterkünfte, wie die Gîtes d’Étapes, was empfehlenswert ist.

Wir besorgten uns einen Wanderführer, das nötige Kartenmaterial und deckten uns mit Proviant und ausreichend Wasser ein. Wir hatten außerdem ein Navigationsgerät, Wanderstöcke, einen Wassersack, ein Zelt und einen Biwacksack mit dabei, legten bei der Ausrüstung aber viel Wert auf Gewichtseinsparungen. Nun konnte es losgehen. Wir fuhren mit dem ICE bis nach Paris, und von dort mit dem Zug ID TGV direkt nach Hendaye an der Atlantikküste.

Der Pyrenäen-Wanderweg GR 10

Die Etappen des Pyrenäen-Wanderwegs GR 10

Pyrenäen-Wanderweg GR 10 Etappe 1: Von Hendaye nach Olhette

Auf dem Weg zum Ziel der ersten Etappe auf dem Pyrenäen-Wanderweg GR 10 . Es geht vorbei an tollen Landschaften.

Frühmorgens um acht Uhr starteten wir unsere große Wanderung, nachdem wir noch einen letzten Blick auf den Atlantikstrand geworfen hatten. Die erste Etappe unserer Pyrenäen-Wanderung führte uns von Hendaye bis zum Ort Olhette. Wir folgten der Beschilderung zum GR 10 und ließen die urbane Zivilisation hinter uns. Es erwarteten uns anfangs eine ruhige Wanderung mit moderater Steigung und schöne Ausblicke auf den Ozean.

Dann erreichten wir den französisch-spanischen Grenzhügel Col d’Ibardin. In den dortigen Ventas, kleinen Geschäften, decken wir uns mit weiterem Proviant ein. Unsere erster Tag endete in dem idyllisch gelegenen Flusstal entlang des Intsolako Erreka in Olhette, womit die ersten 20 Kilometer geschafft waren. Dort bezogen wir unser Nachtquartier in der Gîte d’Étape von Olhette.

Pyrenäen-Wanderweg GR 10 Etappe 2: Von Olhette nach Sare

Der wunderschöne Ort Sare, Ziel der zweiten Etappe auf dieser Wanderung durch die Pyrenäen.

Gut ausgeruht ging es am nächsten Tag im Herzen des La-Rhune-Massivs weiter nach Sare. Zuerst stiegen wir innerhalb von zwei Stunden zum Col des Trois Fontaines auf 563 Metern Höhe auf. Während der Strecke konnten wir schöne Ausblicke auf den Atlantik in der Ferne genießen. Danach folgte ein steiniger Abstieg nach Sare, der etwa eineinhalb Stunden dauerte. Wir bewunderten beim Abstieg das schöne Tal und später die Ortschaft Sare, die ein wirklich hübsches Bergdorf ist.

Pyrenäen-Wanderweg GR 10 Etappe 3: Von Sare nach Ainhoa

Das Dorf Anhoa, Ziel der 3. Etappe des Pyrenäen-Wanderwegs. Tolle Fachwerkhäuser, die einen Blick wert sind.

Am Morgen ging es von Sare bis zu einer Hütte unterhalb des Bergs Atxulégi weiter. Beim Venta Berouet erreichten wird die spanische Grenze. Entlang der bewaldeten Ufer eines Bachlaufes erreichten wir die Brücke Pont du Diable. Nach einer letzten Anhöhe stiegen wir nach Ainhoa ab. In dem überaus malerischen Ort bezogen wir unser reserviertes Nachtlager. Wir kauften Honigkuchen, und genossen in der Hauptstraße die zahlreichen bunten Fachwerkshäuser vor der herrlichen grünen Landschaft.

Pyrenäen-Wanderweg GR 10 Etappe 4: Von Ainhoa zum Col des Veaux

Auf dem Weg zum zum Col des Veaux. Das ist das Ziel der vierten Etappe auf diesem Fernwanderweg durch die Pyrenäen.

Die vierte Etappe unserer Begehung des GR 10 starteten wir nach einem hervorragenden Frühstück und bei traumhaftem Sonnenschein. Wir wanderten von der Hauptstraße Ainhoas steil hinauf bis zur Chapelle de l’Aubépine, wo sich drei große Kreuze befinden. Nach einer kurzen Rast ging es weiter mit dem Aufstieg zum Col des Trois Choix. Dort warteten traumhafte Ausblicke auf uns, wenngleich Schatten Mangelware war.

Der Weg war leicht zu gehen. Auf der Hochebene entspannten wir uns für zwei Stunden und machten uns dann an den etwas anstrengenden Abstieg, wo es viele kleinere Kletterpartien und glitschige Steine zu überwinden galt. Unser Tagesziel war der Col des Veaux, wo wir am frühen Abend ankamen. Dort schlugen wir unser Zelt auf und erlebten eine schöne Nacht unter freiem Sternenhimmel.

Pyrenäen-Wanderweg GR 10 Etappe 5: Vom Col des Veaux nach Bidarray

Bidarray ist das Ziel der fünften Etappe. Der Pyrenäen-Fernwanderweg GR 10 ist auch optisch ein absolutes Highlight

Am kommenden Tag wanderten wir weiter zum Col de Méhatché, während einige Geier über uns kreisten. Wir stiegen in eine steile Schlucht mit viel Farnkraut ab und erreichten schließlich den Ort Bidarray. Dort übernachteten wir in der Auberge Ostapé, wo uns ein unvergleichlicher Sonnenuntergang auf der Restaurant-Terrasse und ein herrliches Abendessen mit lokalen Köstlichkeiten erwarteten.

Pyrenäen-Wanderweg GR 10 Etappe 6: Von Biddaray nach Saint Etienne de Baïgorry

Zeichen des Pyrenäen-Wanderwegs GR 10. Der gesamte Weg ist sehr gut ausgeschildert.

Am darauffolgenden Tag war um acht Uhr Abmarsch. Wir überschritten bei einem langen Auf- und Abstieg den Pic d’Iparla, der 1044 Meter hoch ist. Weiter ging es auf den Berg Pic de Toutoulia, der sehr viele Spalten und Löcher aufwies, weshalb wir bei dieser Wegstrecke besonders vorsichtig waren. Schließlich erreichten wir den Col d’Harrieta, von wo aus wir nach Saint Etienne de Baïgorry abstiegen. Dort übernachteten wir in einer Gîte im Ortsteil Leispars.

Pyrenäen-Wanderweg GR 10 Etappe 7: Von Saint Etienne de Baïgory nach Saint Jean Pied de Port

Saint Jean Pied de Port - das ist das Ziel der siebten Etappe des Abenteuers Pyrenäen Wanderweg GR 10.

Tag sieben unserer GR 10 brachte zunächst einen Aufstieg mit sich. Wir wanderten über zwei kleinere Pässe, den Col d’Aharza und den Col d’Urdanzia. Es war ein warmer Tag, und es schien keine einzige Wolke am Himmel zu sein. Schließlich ging es bergab nach Saint Jean Pied de Port. Dort übernachteten wir in einer netten kleinen Herberge und bewunderten die schönen Gassen und alten Häuser des idyllischen Bergdorfs.

Pyrenäen-Wanderweg GR 10 Etappe 8: Von Saint Jean Pied de Port nach Estérençuby

Durch eine ganz besondere Berglandschaft geht es weiter nach Estérençuby, dem achten Etappenziel dieser Wanderung durch die Pyrenäen.

Diese Etappe führte uns über 12,5 Kilometer bis zur Ortschaft Estérençuby. Zuerst ging es zum Col d’Handiague auf 587 Metern, dann folgten wir dem Weg sanft talwärts. Schließlich wanderten wir in ziemlich steilen Serpentinen bis zu unserem Zielort. An einer Quelle kühlten wir uns von der Tageshitze ab. Die Nacht verbrachten wir in einer Gîte in Estérençuby.

Pyrenäen-Wanderweg GR 10 Etappe 9: Von Estérençuby bis zum Col Bagargiak

Bergfest - nach der heutigen Etappe haben wir die Hälfte der Strecke des Pyrenäen Wanderwegs hinter uns gebracht.

Am Morgen marschierten wir steil bergan über den Col Sur la Croupe d’Ithurramburu auf 820 Metern und erreichten den Col d’Irrau auf 1008 Metern. Wir machten eine Rast beim Chalet Petro, wo wir eine nette Unterhaltung mit der Wirtin führten. Es war eine lange Etappe, die uns permanent bergauf und bergab führte. Sonne und Nebel wechselten sich ab. Wir mussten sehr auf die Wegführung achten, da die Markierungen oft am Boden waren. Am Abend erreichten wir unsere Gîte am 1327 Meter hohen Col Bagargiak, wo wir nach einem deftigen Abendessen ins Bett fielen.

Pyrenäen-Wanderweg GR 10 Etappe 10: Vom Col Bagargiak nach Logibar

Heute geht es auf der zehnten Etappe des Pyrenäen Wanderwegs nach Logibar.

Da in der Gîte kein Frühstück angeboten wurde, verpflegten wir uns selbst. Dann wanderten wir auf einem Forstweg talwärts, stiegen auf zum Col Iratzabaleta auf 1248 Metern und zum Pic des Escaliers auf 1472 Metern. Das wellige Gelände führte durch eine Landschaft mit vielen Buchen. Die Tagestour sollte ungefähr sieben Stunden dauern. Der Abstieg brachte uns vom Col Urgatzé über zwei weitere kleine Pässe schließlich bis zu unserem Tagesziel, Logibar. Dort übernachteten wir in in der Gîte d’Étape.

Pyrenäen-Wanderweg GR 10 Etappe 11: Von Logibar nach Sainte Engrâce

Weiter geht es nach Sainte Engrâce. Dies ist das Ziel der elften Etappe des Pyrenäen Wanderwegs.

Am nächsten Morgen entschlossen wir uns, schon um sieben Uhr los zu wandern. Wir überwanden frühmorgens gleich 1000 Höhenmeter und liefen uns so warm. Es ging dann über das Plateau d’Ardakhotchia bis zum Cayolar de Saratzé und dem Col d’Anhaouko. Es folgte ein rund vierstündiger Abstieg zum urtümlich wirkenden Örtchen Sainte Engrâce. Unsere Gîte dort lag im Ortsteil Senta und war an ein Restaurant angeschlossen.

Pyrenäen-Wanderweg GR 10 Etappe 12: Von Sainte Engrâce bis nach Arette

Auf geht es ins Skigebiet Arette. Das Dorf ist das Ziel der 12. Etappe des Pyrenäen Wanderwegs GR 10

Am darauffolgenden Tag stiegen wir bei Nebel und Nieselregen bis zum Col de la Pierre Saint Martin auf 1760 Metern auf. Zwischen Sainte Engrâce und Arette verließen wir das Baskenland und betraten die Region Béarn. Ab und an zeigte sich die Sonne. Nach einem kurzen Abstieg erreichten wir das Skigebiet Arette la Pierre Saint Martin. Die umliegenden Berge befanden sich im Nebeldunst. Wir suchten unser Hotel und erholten uns für den Rest des Tages.

Pyrenäen-Wanderweg GR 10 Etappe 13: Von Arette nach Lescun

Das Dorf Lescun - Ziel der 13. Etappe auf dem Pyrenäen-Wanderweg GR 10. Malerische Landschaften, eine wahre Augenweide.

Wir wanderten tags darauf zuerst bis zum Pas de l’Osque auf 1922 Metern Seehöhe. Noch immer war es nebelig, weshalb wir auf dem felsigen Untergrund gut auf die Markierungen achten mussten. Wir erreichten dann den Pas d’Azuns auf 1873 Metern. Wir passierten die Refuge de Labérouat und stiegen dann talwärts durch Eichenwälder bis zum Ort Lescun. Dort quartierten wir uns in der Gîte ein und aßen im 50 Meter entfernten Restaurant zu Abend.

Pyrenäen-Wanderweg GR 10 Etappe 14: Von Lescun bis nach Etsaut

Etaut - dieses wunderschöne Dorf erwartet uns am Ende der 14. Etappe. Langsam neigt sich der Pyrenäen Wanderweg dem Ende zu.

Der kommende Tag begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein. Erst jetzt konnten wir die traumhafte Landschaft bewundern, durch die wir gestern gewandert waren. Es ging dann bis zum Col de Barrancq auf 1601 Metern kontinuierlich bergauf. Die Wanderung verlief ohne Schwierigkeiten. Farnkraut säumte den Weg, und es boten sich tolle Panoramaaussichten auf die Orte Borce und Etsaut, die mit schiefergedeckten, alten Steinhäusern unten im Tal lagen. Ein uriger Dorfbrunnen plätscherte neben unserer Gîte, die wir in Etsaut bezogen.

Pyrenäen-Wanderweg GR 10 Etappe 15: Von Etsaut nach Gabas

Über schmale Felswanderwege geht es nach Gabas, Dies ist das Ziel der 15. Etappe unseres Abenteuers Pyrenäen Fernwanderweg GR 10

Unsere nächste Etappe bewältigten wir anfangs auf dem schmalen Wanderweg Chemin de la Mâture, welcher vor über zweihundert Jahren in den Fels gehauen worden war. Dann folgte ein herrlicher Panoramaweg, der uns einen Ausblick auf die umgebenden Berge und Täler eröffnete.

Wir stiegen recht steil hinauf zum Col d’Ayous auf 2185 Metern Höhe. Bei einer dortigen Cabane informierte uns ein Schild, dass dies der Anfang des Nationalparks der Pyrenäen war – eines der letzten westeuropäischen Rückzugsgebiet für Braunbären. Die Chance auf einen der scheuen und friedliebenden Waldbewohner zu treffen, war jedoch relativ gering. Wir bewunderten viele goldfarbene und blaue Pyrenäendisteln und den Ausblick auf zahlreiche kleine Bergseen. Dann stiegen wir nach Gabas ab, wo uns ein Zimmer mit Badewanne erfreute.

Pyrenäen-Wanderweg GR 10 Etappe 16: Von Gabas nach Gourette

Gourette wartet am Ende der 16. Etappe auf dem Pyrenäen Wanderweg GR 10

An diesem Tag wartete eine lange Etappe auf uns. Wir hatten 1500 Meter Auf- und fast 1200 Meter Abstieg auf schönen Panoramawegen vor uns. Als höchsten Punkt visierten wir die Hourquette d’Arre auf 2465 Metern an. Das letzte Wegstück dorthin führte uns über viel Geröll und Fels. Danach machten wir uns zügig an den Abstieg nach Gourette, einem französischen Wintersportzentrum mit alter Tradition, und bezogen dort unsere Unterkunft im Chalet Refuge CAF.

Pyrenäen-Wanderweg GR 10 Etappe 17: Von Gourette nach Arrens Marsous

Die letzte Etappe nach Arrens Marsous. Hier endet unser Abenteuer Pyrenäen Wanderweg GR 10

An diesem Tag wartete eine lange Etappe auf uns. Wir hatten 1500 Meter Auf- und fast 1200 Meter Abstieg auf schönen Panoramawegen vor uns. Als höchsten Punkt visierten wir die Hourquette d’Arre auf 2465 Metern an. Das letzte Wegstück dorthin führte uns über viel Geröll und Fels. Danach machten wir uns zügig an den Abstieg nach Gourette, einem französischen Wintersportzentrum mit alter Tradition, und bezogen dort unsere Unterkunft im Chalet Refuge CAF.

Fazit

Unsere Pyrenäen-Fernwanderung war wirklich ein abwechslungsreiches Erlebnis. Wir wanderten durch grandiose Landschaften und erlebten unvergessliche Panoramen. Auf der Wegstrecke warteten intensive Naturerlebnisse auf uns.

Die Pyrenäen zählen für die meisten Fernwanderer zu den schönsten Gebirgen weltweit. Sehr geschätzt wird hier die Möglichkeit, nicht nur die spannende Natur kennenzulernen, sondern auch in den Genuss kulinarischer Spezialitäten und leckerer Weine aus der Region zu kommen.

Die beste Wanderzeit ist in den Pyrenäen von Juni bis Oktober, dies liegt an der Höhenlage. Zu dieser Zeit ist das Wetter einfach am stabilsten für eine solche Wanderung. Dennoch sollte man auch in dieser Zeit immer darauf gefasst sein, dass das Wetter ganz schnell umschlagen kann. Der Pyrenäen-Fernwanderweg GR 10 hat einige sehr anspruchsvolle Etappen parat, daher ist es ratsam, diesen Weg nur zu laufen, wenn man bereits einige Erfahrungen mit Fernwandertouren sammeln konnte, die größere Höhenunterschiede mit sich bringen.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass die Etappen immer vorher ausgiebig geplant werden sollten. Dazu gehört auch das Reservieren der Unterkünfte. Sehr wichtig ist es auch, immer ausreichend Proviant und selbstverständlich Wasser dabei zu haben.

Packliste für diese Tour

Rucksack

Zwischen 30 und 45 Liter, ausreichend bei Mehrtagestouren.

Unsere Empfehlung:

Osprey Stratos

Pack Sack / Dry Sack

Sorgen für Ordnung und sind wasserdicht.
Erhältlich in verschiedenen Größen.

Unsere Empfehlung:

Deuter Light Drypack

Regenschirm

Wenn es nicht sehr windig ist, bietet
der Regenschirm einen super Schutz, und
man kommt um das evtl. Schwitzen in
der Regenjacke herum.

Unsere Empfehlung:

Relags Regenschirm Mini Pocket

Hüttenschlafsack

Ist in viele Hütten Pflicht und sorgt für Hygiene.
Das Mischgewebe Polyester & Baumwolle
hat das perfekt Gewicht/Komfort Verhältnis.

Unsere Empfehlung:

Easy Camp Inlet YHA

Wäscheleine

Sehr nett, um über Nacht seine Unterwäsche
trocknen zu lassen.

Unsere Empfehlung:

sea to summit Clothesline

Kulturbeutel

Je kleiner, desto besser, da es daran erinnert,
sich auf das Nötigste zu beschränken.

Unsere Empfehlung:

Deuter wasch bag lite 2

Handtuch

Aus Microfaser, sehr leicht und ganz kleines
Packmaß.

Unsere Empfehlung:

sea to summit pocket Towel

Sonnenbrille

Mit ausreichendem Schutz. Lass Dich beraten!

Unsere Empfehlung:

Uvex Igl 28

Trinkflasche

2 Flaschen mit je 1 Liter Wasser sind das Minimum
für einen ganzen Tag auf den Wanderwegen.

Unsere Empfehlung:

nalgene Everyday 1 Liter

Messer

Mit Korkenzieher für die Flasche Wein 😉

Unsere Empfehlung:

Opinel No 10

Stirnlampe

Ein kleines, kompaktes Modell, um nachts auf
Toilette zu gehen oder um abends vorm Zelt
zu kochen ist ausreichend.

Unsere Empfehlung:

Black Diamond Cosmo

2 x Wanderhose

Leicht und schnell trocknend, in der Regel aus Polyester

Unsere Empfehlung:

Maloja

3 x Socken

Mit hohem Anteil an Merinowolle für mehr
Atmungsaktivität und weniger Geruch.

Unsere Empfehlung:

Smartwool Hike medium Crew

Unterhose

Sehr gute Passform, hoher Tragekomfort,
schnell trocknend, atmungsaktiv,
geruchshemmend.

Neue Materialzusammensetzung für längere
Haltbarkeit.

Unsere Empfehlung:

Icebreaker Anatomica Boxer

T-Shirts

Hier empfiehlt sich Merinowolle dank seiner
vielseitigen Qualitäten.

Siehe unseren Blogartikel:
www.doorout.com/blog/merino-wolle-die-geheimnisse-eines-wundergewebes/

Unsere Empfehlung:

Icebreaker Anatomica SS Crewe

Fleecejacke

Mit Kapuze für extra Wärme.

Unsere Empfehlung:

Berghaus Extrem 7000 Hoody

Windjacke

Eine gute Softshell mit Kapuze bietet einen perfekten Schutz.

Unsere Empfehlung:

dare2b Softshelljacke

Wanderschuhe

Bequem und natürlich schon eingelaufen.

Unsere Empfehlung:

Keen Feldberg

Wanderstöcke

Wanderstöcke mit Korkgriff sind feuchtigkeitsregulierend und
bieten damit einen extra Komfort.

Unsere Empfehlung:

Black diamond Trail ergo cork

Biwaksack für zwei Personen

Aus Sicherheitsgründen, sollte man bspw.
von einem Gewitter überrascht werden.

Kann man auch als Trage umbauen,
wenn sich jemand in der Gruppe
verletzt hat.

Unsere Empfehlung:

Mountain Equipment Ultralight Double Bivi

Höhenmesser

Wichtiges Werkzeug, um seine Position
genau zu definieren und die Strecke
besser einschätzen zu können.

Optional:

(wenn damit geplant wurde oder wenn die Unterkünfte nicht vorgebucht sind)

Zelt

Je nach Tour und Teilnehmeranzahl

Isomatte

Je nach Tour

Schlafsack

Je nach Tour

Unsere Empfehlung:

Sunnto Core

Checkliste zum Herunterladen und Ausdrucken