Ausrüstung für den Gobi March

Ich habe Ende Juli / Anfang August am mehrtägigen Etappenlauf, dem Gobi-March durch den mongolischen Teil der Wüste Gobi teilgenommen. Neben der sportlichen Herausforderung von 250 km mit ca. 5.000 Höhemetern galt es im Vorfeld auch, das passende Equipment zu finden.

Alles was ich für den einwöchigen Wettkampf benötigte, musste ich im und am Rucksack tragen. Das Zelt wurde allerdings vom Veranstalter gestellt. Einer der wichtigsten Ausrüstungsgegenstände für eine solche Tour ist ein geeigneter Schlafsack, der meinen eigenen, strengen Kriterien entsprechen musste.

Denn nach einem langen, sportlichen Tag ist eine gute Regeneration mit einem einigermaßen vernünftigen Schlaf unabdingbar, um den neuen Aufgaben am folgenden Tag gerecht werden zu können. Dies war in einem Zelt, mit einer Belegung von sieben Personen  zwar nicht immer möglich, aber wenn der „Wohlfühlfaktor“ neben den pragmatischen Dingen eines Schlafsackes erhöht werden sollte, ist dies nicht unerheblich. Und so entschied ich mich für das Modell „Mirage“ vom französischen Hersteller „Valandré“ und wurde nicht enttäuscht!

Füllung und Passform

In der Gobi herrschten teils große Temperaturschwankungen von über 30 Grad am Tag bis zu 5 Grad in der Nacht.  Der mit Gänsedaunen gefüllte „Mirage“ ist mit einem Gesamtgewicht von 773 Gramm sehr leicht und weist lediglich Abmaße von 4,8 Litern auf – ein für mich nicht unwichtiges Kriterium.

Zudem bedeckt dieser lediglich den Oberkörper beim Schlafen. Über die  Füße und Beine „schwebt“ der Schlafsack quasi, es besteht also kein direkter Kontakt. Dies hatte den angenehmen Effekt, dass ich großzügigen Platz für die beanspruchten Beine im anatomisch geformten Schlafsack vorfinden konnte. Der Schlafkomfort am Ende eines langen Tages ist dadurch gestiegen, dass ich mich einfach in dem „Mirage“ ausstrecken konnte ohne hierbei ein eingeengtes Gefühl zu bekommen.

Dank der qualitativ hochwertigen Daunen der Graugans aus dem Süden Frankreichs, welche sich auf 16 durchgehende Kammern verteilen, war eine angenehme und warme Schlaftemperatur ebenfalls sichergestellt.

Packsack, Strapazierfähig- und Reißfestigkeit

Der Schlafsack lässt sich sehr schnell und einfach in der mitgelieferten Hülle verstauen. Nach dem erneuten Auspacken am nächsten Übernachtungsplatz haben die Daunen ausreichend Luft, um sich bestmöglich zu entfalten und somit Ihr Können unter Beweis zu stellen. Zudem punktet der „Mirage“ durch eine gute Strapazierfähig- und Reißfestigkeit.

Der Reißverschluss reicht bis zum Oberschenkel. Kleiner Nachteil hierbei ist, dass man diesen bei wärmeren Temperaturen im Fußbereich nicht öffnen kann, um etwas Luft zirkulieren zu lassen. Die gut isolierte Kapuze ist weit zu öffnen und ideal anpassbar.

FAZIT

Wenn Du auf der Suche nach einem leichten Schlafsack bist, der den strapaziösen Anforderungen eines Etappenlaufes bei hohen Temperaturschwankungen gewachsen ist, kann ich Dir das Modell „Mirage“ aus dem Hause „Valandré“ guten Gewissens empfehlen.

Sascha Gramm

Sascha Gramm

www.sascha-lauftrainer.de

 

Seit über 20 Jahren aktiver Ausdauersportler, der immer auf der Suche nach neuen, sportlichen Herausforderungen ist. Mittlerweile auch als Laufrainer unterwegs, um Interessierten mit großer Freunde und Leidenschaft die zahlreichen Vorzüge des Laufens zu vermittlen. Für eine Challenge-Teilnahme mit Joey Kelly stand das Team von Doorout mit Rat und Tat zur Seite. Seitdem resultiert ein regelmäßiger Austausch zudem auch das Verfassen von diversen Blogbeiträgen zählt

Valandré Mirage 3/4

418,95
9.5

PREIS/LEISTUNG

9.0/10

HANDLING

10.0/10

OPTIK

10.0/10

FUNKTION

9.0/10

Pros

  • leichtes Gewicht und kleine Maße
  • Beinfreiheit
  • Strapazierfähig- und Reißfestigkeit
  • angenehme Schlaftemperatur

Cons

  • Nicht im Fußbereich zu öffnen