Zelttest: Robens Challenger 2

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Wenn man gerne mit dem Rucksack draußen unterwegs ist und nachts nicht den Wetterunbilden und Plagegeistern ausgesetzt sein möchte, dann braucht man einen tragbaren Schutz, ein Zelt, z.B. das Robens Challenger 2. Zelte gibt es für verschiedene Personenanzahlen sowie in den unterschiedlichensten Konstruktionen. Bevor man sich ein Zelt zulegt, sollte man sich im Klaren sein, welche Konstruktion man nutzen möchte. Es gibt Tunnelzelte, Kuppeltzelte, Geodäten oder eine Mischung aus allem, wo versucht wird. die Vorteile aus allen zu nutzen. Für den Überblick fass ich mal kurz die prägnanten Eigenschaften der jeweiligen Konstruktionen zusammen, unter Beachtung, dass dies für die gleichen verwendeten Materilien gilt:

  • Tunnelzelte bieten ein ausgezeichnetes Platz-Gewichtsverhältnis, müssen aber immer abgespannt werden, was auf felsigem Untergrund nicht immer einfach ist.
  • Kuppelzelte stehe auch auch ohne Abspannleinen und bieten ein gutes Raumgefühl, dafür sind sie meistens schwer.
  • Bei Geodäten sind die Gestängebögen so gekreuzt, dass sie dem Wind möglichst wenig Angriffsfläche bieten. Sie sind gut geeignet für Expeditionen, aber auch deutlich schwerer als andere Zelte, Familienzelt ausgenommen.

Ich habe das herrliche Wetter an Himmelfahrt genutzt, um das Tunnelzet Challenger 2 von Robens auf Herz und Nieren zu prüfen.

 

Gewicht des Robens Challenger 2

Das Zelt ist ein 2-Personenzelt und wiegt inklusive Packsack 2,8 Kg. An sich ist das ein recht guter Wert, allerdings wiegt allein der Packsack 300g, was das Gewicht unnötig nach oben treibt. Dafür ist das Packmaß mit 55 cm Länge und einem Durchmesser vo 15 cm völlig akzeptabel. Nimmt man den Gestängesack heraus und verstaut ihn getrennt vom Rest des Zeltes, kann man das Packmaß erheblich verkleinern. Das ist dann echt klasse.

 

Aufbau

Nach dem Ausrollen des Zeltes, wird zuerst die Fußseite mit Heringen befestigt. So kann man später das Zelt leichter aufziehen und aufrichten. Im Anschluss daran werden die passenden DuraWrap-Fiberglasgestänge in die Kanäle eingeführt und mithilfe eines Splintes am Ende gespannt. Das geht nicht immer ruckelfrei, da die Gestängeverbindungshülsen immer mal hängenbleiben und man dann nachfassen bzw. nachschieben muss. Das ist das Handicap von solchen Fiberglasgestängen, es treibt das Gesamtgewicht in die Höhe und das Handling ist etwas erschwert. Immerhin ist das hier verwendete DuraWrap-Gestänge 33% stabiler als herkömmliche Fiberglasgestänge und weist auch eine höhere Biegefestigkeit auf.

Nun stellt man das Zelt auf und zieht es Richtung Kopfende, um es gebrauchsfertig abzuspannen. Das gelingt mithilfe der in ausreichender Menge mitgelieferten Abspannleinen sowie der verschiedenen Abspannpunkte rund um das Zelt unkompliziert. Ganz faltenfrei habe ich es allerdings nicht hinbekommen. Und leider werden hier die nicht so tollen Stahlnägel verwendet, die ebenfalls das Gesamtgewicht erhöhen und zudem bei härteren Böden dazu neigen, sich leicht zu verbiegen. Gut ist, dass das Innenzelt bereits eingehängt ist. Bei Regen ist das echt von Vorteil, da es beim Aufbau nicht nass wird. Auch beim Abbau im Regen kann man es aushängen und somit trocken verstauen. Sehr gut! Fertig stehend macht es einen sehr stabilen Eindruck und wird auch starken Winden trotzen.

Alles in Allem hat der Aufbau keine 10 Minuten gedauert, auch braucht man keine Hilfe dabei. Das Außenzelt mit PU-Beschichtung und einer Wassersäule von 3000mm ist dicht und hält auch heftigem Regen stand. Der ebenfalls PU-beschichtete Boden ist mit 5000mm hinreichend wetterfest. Zur Erhöhung der Wassersäule sowie zum Schutz des Zeltbodens empfehle ich die Verwendung einer Zeltbodenunterlage. Dann hat man lange Freude an seinem Zelt.

 

Raumangebot des Robens Challenger 2

Das Zelt hat einen seitlichen Eingang mit separat verwendbarem Moskitoschutz.  Allerdings kann der Eingang nur an einer Seite aufgerollt werden, das ist etwas seltsam, da man da die Chance eines komfortableren Einstiegs sowie einer noch besseren Belüftung vergibt. Der Vorraum ist mit 50×50 cm ziemlich klein und bietet leider nur einem Gepäckstück Platz. Schlecht bei einem 2-Personenzelt. Es gibt am Fußende mit Zugang vom Innenzelt aus noch eine weitere Staumöglichkeit, allerdings ist sie, bedingt durch die geringe Höhe, nur für kleinere Dinge wie Kochgeschirr etc. zu nutzen. Apropos Höhe, diese ist mit 95cm max. Kopffreiheit nur für kleinere Personen gut geeignet. Am Fußende stehen gerade mal 65cm Innenzelthöhe zur Verfügung. Insgesamt würde ich das Zelt eher für nicht so groß gewachsene Leute empfehlen, da auch die Länge des Schlafraumes nur 215cm beträgt. Für große Personen wird es da schnell beengt.

Dafür kann das Zelt mithilfe des seitlichen Moskitonetzes sowie der Öffnung am Fußende gut belüftet werden. Zusätzlich verschaffen 2 weitere Lüfter genug Luft zum Atmen. Bei heißem Wetter absolut notwendig. Kondensfeuchtigkeit habe ich trotz nächtlicher Temperaturen um die Null-Grad-Grenze kaum finden können. Sehr gut! Im Innenraum kann man in zwei kleinen Taschen gut Krimskrams wie Taschenlampe oder Sonnenbrille verstauen. Gut zu verwenden ist auch die Wäscheleine für feuchte Handtücher oder Bekleidung. Die Verarbeitung sowie die verwendeten Materialien sind top, die Reißverschlüsse laufen gut und die Verstellmöglichkeit der Abspannleinen sind sehr gut zu handeln. Eine runde Sache.

 

Fazit

Das Challenger 2 von Robens ist ein gutes und leicht aufzubauendes 2-Mann-Zelt, mit Stärken und kleineren Schwächen. Dafür ist der Verkaufspreis echt überragend. Für den Preis von gerade mal 124,95 € findet man sonst kein vergleichbares Zelt in dieser Qualität auf dem Markt.

8

PREIS/LEISTUNG

9/10

HANDLING

8/10

OPTIK

8/10

FUNKTION

7/10

Pros

  • schneller Aufbau
  • stabile Konstruktion
  • kleines Packmaß
  • einfaches Handling
  • gute Verarbeitung
  • praktische Detaillösungen
  • gutes Innenklima
  • sehr geriner Preis

Cons

  • instabile, schwere Heringe
  • eher für kleinere Personen geeignet
  • wenig Platz für Gepäck
  • recht schwerer Packsack
Veröffentlicht unter Testberichte, Zelt Test
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