Zelttest: Outwell Concorde 5SATC

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Testbericht – Aufblasbares 5 Personen Zelt „Outwell Concorde 5SATC“

Seit einigen Jahren machen aufblasbare Zelte Furore auf dem Zeltmarkt. Sie unterscheiden sich von herkömmlichen Zelten dadurch, dass sie anstelle von Gestängen aus Aluminium oder Glasfiber aufblasbare Luftschläuche verwenden, um das Zelt zu errichten. Dabei werden anfällige Gestänge ersetzt, denn es kommt in der Praxis doch schon mal vor, wenn zum Beispiel bei starkem, böigem Wind die Gestänge Materialien dem Druck nicht standhalten können und brechen, was in der Regel dann auch noch zu Beschädigungen des Gestänge Kanals führt. Natürlich kann man sich vorerst mit Reparaturhülsen behelfen, aber eine Garantie dafür, dass ein Bruch nicht erneut passiert, gibt es leider nicht. Gerade Gestänge aus Glasfiber sind besonders anfällig, wenn mit der Zeit der darin enthaltene Weichmacher verfliegt. Deshalb ist man auf der Herstellerseite bestrebt, Alternativen zu finden, wo dieses Problem nicht mehr auftritt. Weiterhin versprechen sich die Hersteller davon einen einfacheren Aufbau. Ein Ansatz sind die Modelle mit aufblasbaren Konstruktionen. Was von diesen Versprechen zu halten ist, davon habe ich mich bei diesem kalten Märzwetter lieber selbst überzeugt. Deswegen habe ich mir das 5-Personenzelt Outwell Concorde 5SATC gegriffen und es aufgebaut.

5 Personen Zelt Outwell Concorde 5SATC aus Polycotton AirTech-Gewebe

Zuerst fiel mir auf, dass das Zelt mit sage und schreibe 41 kg! doch recht schwer ist. In Anbetracht der verwendeten Materialien ist das aber verständlich, da das Polycotton AirTech-Gewebe von Haus aus nicht zu den leichtesten Zeltmaterialien gehört. Dafür hat es aber andere Eigenschaften, dazu aber später. Fakt ist, dass der Zelttransport für eine Person allein doch ein kleiner Kraftaufwand ist. Lange Strecken sind allein damit nicht zu bewältigen. Besser ist, man holt sich dazu eine Hilfe. Auch ich habe mir dabei helfen lassen. Aber normalerweise muss man das Zelt ja auch nicht über große Strecken tragen, denn es ist ja eher ein Zelt für einen dauerhaften Standplatz auf dem Campingplatz.

Das Packmaß ist mit fast einem Meter Länge und einem Durchmesser von knapp einem halben Meter auch eher groß. Ein großer Kofferraum ist somit unerlässlich, wenn man außer dem Zelt noch andere Sachen mitnehmen möchte. Der Packsack ist geräumig, selbst, wenn man das Zelt aufgrund von schlechtem Wetter mal schlecht zusammenrollt, passt es gut in den Packsack und lässt sich sogar noch komprimieren.

Aufblasbares Zelt – Outdoor Tunnelzelt aufbauen leicht gemacht

Das ganze Zelt wird zuerst ausgerollt und auf dem Boden ausgebreitet. Dazu benötigt man genügend Fläche, denn das Concorde ist schließlich 5 Meter lang. Dann werden die vier Eckpunkte des Zeltes mit den mitgelieferten Erdnägeln fixiert. Die Abspannpunkte sind durch die graue Farbe leicht zu finden. Überhaupt sind alle Abspannpunkte des Zeltes farblich passend zu den Heringen markiert.

Nun kommt aber der interessante Teil des Aufbaus. Anstatt mühsam Gestänge durch Kanäle zu fädeln, schließt man hier eine mitgelieferte Zwei-Wege-Pumpe mit Manometer an das zugehörige, markierte Einlassventil an und fängt an zu pumpen. Das Gute bei diesem Zelt ist, dass die drei Luftschläuche raffiniert miteinander verbunden sind und man somit nur einmal pumpen muss. Das Aufpumpen selbst ist etwas anstrengend, da man ja schließlich drei ziemlich lange Schläuche mit armdicken Durchmesser auf einmal aufpumpt. Hilfreich dabei ist, wenn eine zweite Person nach den ersten Pumpstößen das Außenzelt etwas anhebt. Dadurch pumpt es sich leichter und das Zelt richtet sich schneller auf. Das Ganze dauert nicht ganz 5 Minuten und die Schläuche sind prall gefüllt. Das Manometer an der Pumpe hilft dabei, den richtigen Luftdruck zu finden. Dieser ist auch am Packsack notiert, falls man den richtigen Luftdruck mal vergessen hat. Aber eigentlich reicht es auch, aufzuhören, wenn das Zelt steht und die Schläuche prall gefüllt sind. Nur im Hochsommer ist es empfehlenswert, den empfohlenen Druck zu verwenden, damit sich die Luft im Inneren der Schläuche nicht zu sehr ausdehnt. Die Schläuche selbst machen einen sehr robusten Eindruck, es muss schon etwas sehr Spitzes oder Scharfkantiges sein, um diese zu beschädigen. Falls doch mal passieren sollte, sind Absperrventile angebracht, um nur den beschädigten Teil auszuklammern. Das Zelt kann dadurch weiterverwendet werden. Das Innenzelt mit den zwei Schlafkabinen und einem Vorraum ist im Außenzelt eingehängt, so dass es nicht mehr umständlich im Nachhinein angeknüpft werden muss. Das ist besonders praktisch, wenn es regnet und man sich mit dem Aufbauen beeilen muss. Jetzt wird das Gestänge für den linken Vorraum eingefädelt und an den dafür vorgesehenen Fixpunkten angebracht. Nun ist auch der Vorraum nutzbar. Zu guter Letzt kann man mithilfe eines Reißverschlusses und einem weiteren Leichtmetallgestänge das mitgelieferte Vordach befestigen. Das ist etwas beschwerlich, da der Reißverschluss ziemlich hakelig ist und kleinere Leute nicht ohne Steighilfe an den oberen Punkt des Reißverschlusses kommen. Auch hier ist wieder Hilfe nötig. Dann nur noch die Abspannleinen mit den farblich passenden Heringen fixieren und fertig. Das Zelt steht nun und dürfte auch heftigem Wind gelassen standhalten. Das Vordach ist dafür gedacht, um einfach entspannt und vor der Sonne geschützt darunter zu sitzen. Man kann es aber auch weglassen. Der fest eingenähte Boden aus Polyäthylen ist wasserdicht und robust.

Die Verarbeitung des Zeltes macht einen guten Eindruck, die verwendeten Materialien, besonders die des Außenzeltes aus Polycotton, sind top und versprechen eine lange Haltbarkeit. Die Besonderheit des Außenzeltmaterials ist, dass sich durch den Baumwollanteil sich das Zelt bei großer Sonneneinstrahlung nicht so sehr aufheizt wie sonstige Polyester- oder Nylonmaterialien. Dadurch herrscht ein angenehmes Klima im Inneren. Weiterhin ist es wasserabweisend beschichtet, sodass leichter Regen nicht eindringen kann. Regnet es stärker, quillt die Baumwolle auf und schließt die Gewebeporen, das Wasser bleibt draußen. Der Polyesteranteil ist notwendig, damit das Zelt schneller trocknet und das Gesamtgewicht nicht noch höher wird.

Viel Platz im Outwell Concorde 5SATC Zelt inkl. Mückenschutz, Schlafkabine und vieles mehr

Das Zelt kann man durch den großen, über die ganze Frontseite gehenden Eingang betreten, der auch mit einem Moskitonetz gegen ungebetene Gäste versehen ist. Ein Fenster aus getönter Klarsichtfolie ist auch eingearbeitet. Ebenfalls können Sichtschutzabdeckungen herabgerollt werden, um die Privatsphäre zu schützen. Das Zelt kann zusätzlich durch die beiden seitlichen Eingänge betreten werden. Beide Eingänge haben ebenfalls getönte Sichtfenster, rollbaren Sichtschutz sowie ein Moskitonetz. Beide Eingänge können komplett geöffnet und im offenen Zustand befestigt werden. Leider kann konstruktionsbedingt man nicht alle „Fensterarten“ getrennt nutzen.

Der großzügige Vorraum mit den Abmaßen von 260×250 cm bietet sogar ein paar Campingstühlen und einem Campingtisch Platz. Die Stehhöhe von 190 cm ist klasse, solange man nicht größer ist. Das Raumgefühl ist gut, beengt fühlt man sich nicht. Das Innenzelt, ebenfalls mit Moskitonetz und Innenboden, lässt sich auch komplett per Reißverschluss öffnen. Das Innenzelt ist mit zwei Kabinen für 2 bzw. 3 Personen groß genug zum Schlafen oder dem Aufenthalt im Liegen bei schlechtem Wetter. Und bestimmt auch noch ein bisschen Spielzeug für den Nachwuchs…

Die Kabinen haben an der Rückseite ein Moskitonetz und ein Sichtfenster am Außenzelt. Dadurch sind die Kabinen recht hell und freundlich. Aufbewahrungstaschen an der Seite verstauen Kleinkram ordentlich. Ein Moskitonetz an den Eingängen dient außer der Mückenabwehr gleichzeitig der Belüftung. Auch hier sind Klarsichtfenster vorhanden.

In der Mitte der Kabineneingänge ist eine weitere Aufbewahrungsmöglichkeit durch vertikal angeordnete Staufächer angebracht. Zusätzlich gibt es noch einen „Hängeboden“ mit Staufächern auf der linken Seite des Vorraums. Durch die vielen Fenster ist es schön hell im Zelt, man fühlt sich sofort wohl. Mitgeliefert wird auch eine Schmutzfangmatte, damit der Dreck draußen bleibt. Praktisch ist ein kleiner Reißverschluss an der rechten unteren Seite des Außenzeltes, der es ermöglicht, das Zelt mit Strom zu versorgen. Die Belüftung des Zeltes erfolgt über die Eingänge sowie über Lüfter an der Rückseite des Zeltes. Von dort kann die Luft durch die Schlafkabinen zirkulieren, um lästiges Tropfen durch Kondenswasser zu verhindern.

Fazit über das Outwell Concorde 5SATC Zelt

Das Concorde 5SATC von Outwell ist ein geräumiges Campingzelt mit tollen Details und guten Materialien für Familien oder kleinere Gruppen. Das Raumangebot ist sehr gut, man hat so viel Raum zum Wohlfühlen und bietet Spaß am Camping mit dem Nachwuchs oder Freunden. Das doch recht einfache Handling durch mind. 2 Personen beim Auf- und Abbau, die gute Verarbeitung sowie das gute Klima tragen zum guten Gesamteindruck bei. Die Heringe könnten etwas stabiler sein, aber die kann man bei Bedarf bei jedem guten Outdoorausrüster nachkaufen. Nicht so schön sind allerdings das recht hohe Gewicht, das große Packmaß und der hohe Anschaffungspreis. Wer aber ein geräumiges Zelt fürs Familiencamping sucht, der ist mit dem Concorde 5SATC bestens bedient und wird lange seine Freude daran haben.

Outwell Concorde 5SATC

Outwell Concorde 5SATC
7.75

PREIS/LEISTUNG

8/10

    HANDLING

    7/10

      OPTIK

      8/10

        FUNKTION

        8/10

          Pros

          • unkomplizierter Aufbau, zu zweit unter 40 Minuten zu schaffen
          • stabile Konstruktion
          • sehr viel Platz im Vorraum und in den Schlafkabinen
          • einfaches Handling
          • saubere Verarbeitung
          • praktische Detaillösungen
          • gutes Innenklima

          Cons

          • sehr einfache Heringe
          • hakeliger Reißverschluss des Vordaches
          • hoher Anschaffungspreis
          • Gewicht
          • Packmaß
          Veröffentlicht unter Testberichte, Zelt Test
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