Wintercamping Ausrüstung

Wintercamping 

 

Unsere Empfehlung für die perfekte Ausrüstung für das Wintercamping!

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Benzin- oder Gaskocher und Gasflaschen

Ein Kocher ist beim Wintercamping unverzichtbar, denn wer will auf warme Mahlzeiten und warme Getränke verzichten, wenn draußen Minusgrade herrschen und der Schneesturm pfeift? Wohnmobile und Wohnwagen sind ja im allgemeinen serienmäßig mit Gaskochern ausgestattet. Da das Gas meist auch zum Heizen verwendet wird, ist es beim Wintercamping wichtig, ausreichend große Gasflaschen mitzuführen.So schön ist das Wintercamping
Auch für die ganz harten Wintercamper, die mit dem Zelt unterwegs sind, gibt es verschiedene transportable Gaskocher, entweder mit Anschluss an eine Gasflasche oder in klein für Gaskartuschen.

Für den Outdoorbereich und Bergsteiger, die in großen Höhen unterwegs sind, gibt es auch Benzinkocher auf dem Markt. Diese laufen bei jeder Außentemperatur und in jeder Höhe problemlos und Nachschub an Benzin als Brennstoff ist praktisch überall verfügbar. Allerdings sind Benzinkocher in der Handhabung komplizierter als Gaskocher und schlechter Geruch und verrußte Töpfe machen das Kochen damit nicht gerade zum Vergnügen. Wer also nicht unbedingt darauf angewiesen ist, weil er viel im Himalaya oder anderen abgelegenen oder hohen Weltgegenden unterwegs ist, der kocht einfacher und bequemer mit einem Gaskocher.

Gas

Gas ist das Lebenselexier eines Wintercampers. Ohne Gas keine heiße Suppe, kein Glühwein und kein Tee, ohne Gas vor allem keine Heizung.

Das alles ist natürlich im Prinzip jedem bewusst, der sich auf Wintercamping einlässt. Was manchem Greenhorn, das sich das erste Mal ans Wintercamping herantraut aber nicht bewusst ist, das ist der immense Verbrauch, den man haben kann, wenn man sich längere Zeit im Wohnwagen oder Wohnmobil aufhält und die ganze Zeit die Heizung läuft. Während eine lächerliche fünf Kilo Gasflasche im Sommer, wenn man nur damit kocht, durchaus mehrere Urlaube durchhalten kann, kommt man damit im Winter nicht weit. Da ist schon mindestens die elf Kilo Flasche angesagt und man tut gut daran, immer eine zweite auf Vorrat zu haben.

Wer zur Spezies der Dauerwintercamper gehört und jedes Wochenende von seinem Wohnwagen aus Pisten und Loipen unsicher macht, der wird sowieso außerhalb des Wagens ein Gasflaschenhäuschen aufstellen und dort zwei 33 Kilo Großflaschen mit Wechselanschluss platzieren. So kann der Winter kommen.
Wichtig! Gutes Essen beim Wintercamping

Taschenlampe und Stirnlampe

Es liegt in der Natur der Sache, dass man beim Wintercamping wesentlich mehr Stunden Dunkelheit zu überstehen hat, als im Sommer. Insofern ist eine gute Ausrüstung mit Taschenlampe und/oder Stirnlampe im Winter noch wichtiger als im Sommer.

Aber was ist denn nun besser, Stirnlampe oder Taschenlampe? Salomonisch könnte man sagen, eine Stirnlampe lässt sich nötigenfalls auch als Taschenlampe benutzen, bei einer Taschenlampe als Stirnlampe tut man sich da ungleich schwerer. Insofern ist so eine Stirnlampe beim Wintercamping schon sehr hilfreich, auch weil sie ja für einige der Sportarten, die man im Winter betreibt, sehr nützlich sein kann. Man denke nur ans Langlaufen am Abend und Ski- oder Schneeschuhtouren, die man früh morgens beginnt, lange bevor die Sonne aufgeht. Auch beim Schneeräumen am Abend, auf dem Weg bis zum nächsten Dorf oder auch nur ins Restaurant oder die Disco ist es oft hilfreich, mit einer Stirnlampe zu gehen und so die Hände frei zu haben.

All das soll nicht heißen, dass eine gute Taschenlampe nicht ebenso ihre Berechtigung beim Wintercamping hat. Sie ist normalerweise lichtstärker und verfügt über Batterien oder Akkus, die wesentlich länger durchhalten als die einer Stirnlampe.

Gaslampe

Wer braucht im Zeitalter von Stromversorgung auf dem Campingplatz und leistungsfähigen LED-Lampen mit Akku- oder Batteriebetrieb noch eine Gaslampe beim Wintercamping? Unbedingt natürlich Campingromantiker, die sich nicht elektrisch beleuchtet ins Vorzelt oder Zelt setzen wollen, um eine gemütliche Glühweinrunde zu genießen.

Es gibt aber auch ganz rationale Gründe, warum man eine Gaslampe bei der Wintercampingausrüstung nicht vergessen sollte. Auch auf dem modernsten Campingplatz kann es einmal zu einem Stromausfall kommen. Natürlich helfen da auch Akku- oder Batterieleuchten, aber deren Einsatzzeit ist begrenzt und Akkus sind bei Stromausfall nicht wieder aufladbar. Aber auch in den eigenen vier Wänden auf Rädern kann es einmal zu einem Kurzschluss kommen, der die Stromversorgung außer Gefecht setzt. In diesem Fall ist man froh, wenn man im Schein einer guten Gaslampe am Tisch sitzen oder auf Fehlersuche gehen kann. Kurz gesagt, wer seine Gaslampe im Wintercampingequipment dabei hat, der ist für vielerlei Eventualitäten gerüstet, die bei anderen Campern schon einen Urlaubsabbruch nach sich ziehen können.

Schlafsack und Isomatte

Schlafsack und Isomatte sind für Wintercamper, die im Zelt unterwegs sind absolut unabdingbare Voraussetzung für Nächte mit erholsamem Schlaf. Aber auch im Wohnmobil oder Wohnwagen kann es beim Wintercamping nachts ganz schön kalt werden. Auch da ist ein Schlafsack in den man sich schön einmummeln kann, einer einfachen Zudecke vorzuziehen.

Für Bergsteiger und andere Extremsportler gibt es Schlafsäcke, die jeder gewünschten Außentemperatur Paroli bieten. Das ist für den Aufenthalt im Mobilhome sicherlich übertrieben, aber wenn du im Zelt schlafen willst, dann sollte der Schlafsack schon für Temperaturen bis 20 Grad minus geeignet sein. Auch bei der Isomatte solltest du nicht das billigste und dünnste Modell nehmen, sondern darauf achten, dass ausreichend Abstand und Isolationswirkung zum kalten Boden besteht.

Eine Outdoormatten ist beim Wintercamping auch für vielerlei andere Einsatzmöglichkeiten hilfreich. Das reicht vom Sitzen auf verschneiten Bänken am See bis zum gemütlichen lümmeln um ein abendliches Lagerfeuer, wo übrigens auch ein Schlafsack gute Dienste leisten kann. Schlafsack und Isomatte machen so manchen.
Die perfekte Schneehöhle

Zelte

Wintercamping in seiner ursprünglichsten Form ist sicherlich Winter- camping im Zelt. Allerdings sind Zelte auf den Wintercampingplätzen kaum mehr zu finden. Dort wurden sie weitgehend von Wohnwagen und Wohnmobil verdrängt.
Wo Zelte auch bei winterlichen Verhältnissen noch eine große Rolle spielen, das ist der Bereich Outdoor, Bergsteigen, Expedition. Erste An- forderung an ein Wintercampingzelt ist natürlich Wasserdichtigkeit und Stabilität sowohl gegen Wind, wie auch gegen Schneelast. Dafür ist nicht jedes Zelt geeignet, das es günstig beim Discounter zu kaufen gibt. Wenn du Wert auf ein wirklich wetterfestes Zelt legst, solltest du beim Fachhändler oder einem Bergsportausrüster kaufen. 
Auch in diesem Bereich haben sich selbststehende Iglu- oder Tunnelzelte durchgesetzt, deren Gestänge aber meist nicht aus dem sonst üblichen Fiberglas, sondern aus Aluminium bestehen. Alle anderen Kriterien, wie Größe, Gewicht, Packmaß u.s.w. hängen vom geplanten Einsatz ab. Wer mit dem Motorschlitten oder Schlittenhunden unterwegs ist, der kann sich natürlich ein schwereres und komfortableres Zelt leisten, als ein Berg- steiger, der jedes Gramm auf dem eigenen Rücken zum Einsatzort schleppen muss.

 

 

 

 

Schneeschaufel

Dass eine Schneeschaufel ein notwendiger Ausrüstungsgegenstand für Wintercamping ist, dürfte selbsterklärend sein. Auch hier ist wieder eher die Frage nach der Art der Schaufel interessant, als die Frage, ob man eine braucht.

Schneeschippen, also die Schneeschaufeln mit einer breiten, leicht gekrümmten Schaufelfläche, sind gut geeignet, wenn es darum geht, täglich den Weg von der Tür des Wohnmobils, des Wohnwagens oder vom Zelteingang bis zum geräumten Weg frei zu schieben oder zu schaufeln. Dabei ist es reine Geschmacksache, ob die Schippe vorne aus Holz, Metall oder Kunststoff gefertigt ist.


Solche Schippen sind aber nicht geeignet für sehr schweren, nassen Schnee oder wenn man einmal einen Weg durch höheren Schnee freischaufeln muss, zum Beispiel um eine Gasflasche auszuwechseln. Für solche Zwecke ist es sinnvoll auch eine stabilere Aluschaufel mit kleinerer Schaufelfläche beim Wintercamping dabei zu haben. Damit lässt sich auch schwerer Schnee schaufeln oder gefrorener Schnee abstechen. Wenn du dich auf nur eine Schaufel beschränken willst, dann ist es sicherlich sinnvoll, die Aluschaufel mitzunehmen. Auch damit kannst du den Weg freischaufeln, es dauert nur etwas länger.

Rucksack

Der Rucksack ist für die allermeisten Aktivitäten, denen man beim Wintercamping nachgeht, ein unentbehrliches Utensil. Wichtig ist dabei vor allem, dass du für das was du vor hast, den richtigen Rucksack dabei hast. Wer alpin Ski fährt, der braucht einen kleinen, gut am Körper anliegenden Rucksack, denn außer einer Trinkflasche und einem Erste Hilfe Set brauchst du auf der Piste eigentlich nichts. Trotzdem ist es gut, einen Rucksack dabei zu haben, um Kleidung aufzunehmen, wenn es zu warm wird. Am besten eignet sich dazu ein Rucksack mit größenverstellbarem Innenraum.

Ein Tourengeher, ein Schneeschuhwanderer oder Cross-Country-Langläufer braucht einen geräumigen Rucksack zur Aufnahme von Wechselklamotten, Essen, Rettungsausrüstung und Zubehör wie Harscheisen, Felle oder ähnlichem Equipment. Außerdem sollten geeignete Vorrichtungen außen am Rucksack ein Befestigen der Skier, einer Lawinenschaufel, des Seils oder der Steigeisen ermöglichen.

Neben den sportlichen Aktivitäten ist ein Rucksack auch im Alltag des Wintercampers sinnvoll einsetzbar. Beim Einkaufen etwa oder für einen abendlichen Saunaausflug ist ein Rucksack, bei winterlichen Straßenverhältnissen, das optimale Transportmittel.

Warme Kleidung

Es dürfte sich um eine Binsenweisheit handeln, dass man zum Wintercamping warme Kleidung benötigt. Aber warme Kleidung ist nicht gleich warme Kleidung! Auf das Wie kommt es an.

Erstes Grundprinzip für alle Outdooraktivitäten, denen man beim Wintercamping gerne nachgeht, ist das sogenannte „Zwiebelschalenprinzip“, das bedeutet: Viele dünne Schichten sind der bessere Kälteschutz als wenige dicke.

Größter Vorteil der dünnen Schichten ist, dass sie sich problemlos wechselnden Temperaturen anpassen lassen. Es ist ja nicht immer gleich kalt, wenn man beim Skilaufen ist. Wenn es morgens noch neblig ist oder man den ersten Aufstieg oder die erste Liftfahrt vor Sonnenaufgang bewältigt, kann es noch empfindlich kalt sein, mittags in einem windstillen Südhang dann ganz schön heiß. Wer mehrere Schichten warme Kleidung trägt, kann genau so viele ausziehen und im Rucksack verschwinden lassen, dass er sich wohl fühlt in seiner Haut.

Durch die zwischen den einzelnen Schichten eingeschlossene Luft, wärmen mehrere dünne Kleiderschichten besser als wenige dickere bei gleicher Stärke und gleichem Gewicht.

Waschen ist beim Wintercamping ein nicht immer ganz einfaches Unterfangen. Dünne Funktionsunterwäsche kann man auch im kleinsten Waschbecken kurz durchwaschen und sie ist in Windeseile getrocknet.

Wichtig ist, dass die äußere Schicht der „Zwiebelschalenkleidung“ winddicht ist. Denn egal ob dicke oder dünne Kleidung, fährt der Wind durch, dann ist die Wärmedämmung beim Teufel.

Thermoskanne

Was gibt es schöneres nach einem Ausflug in die kalte Winterlandschaft zum Skifahren, Langlaufen oder einfach Wandern, als eine schöne heiße Tasse Kaffee, Tee oder sogar Glühwein. Insofern gehört eine Thermoskanne zum unverzichtbaren Ausrüstungsbestand für einen Wintercamper. Auf diese Weise kannst du dein heißes Lieblingsgetränk schon zubereiten, bevor du dich hinaus in die Kälte wagst. Zurück im Wohnwagen oder Wohnmobil kannst du sofort einen wärmenden Schluck zu dir nehmen, ohne erst Kocher oder Kaffeemaschine anschmeißen zu müssen.

Für den Camper ist es sicherlich sinnvoll, auf eine Thermoskanne mit Stahleinsatz zu setzen, denn im Campingurlaub geht doch schnell einmal etwas zu Bruch und Thermoskannen mit Glaseinsatz sind nun einmal ungleich empfindlicher, als die, die das isolierende Vakuum zwischen zwei Stahlbehältern gefangen halten.

Welche Größe einer Thermoskanne beim Wintercamping sinnvoll ist, hängt vor allem von den eigenen Gewohnheiten ab. Wer mit Familie oder Freunden unterwegs ist oder öfter eine Kaffeegesellschaft in sein mobiles Heim einladen will, der wird eine größere Kanne wählen als ein Single oder ein Pärchen. Eine zu große Kanne, die dann nur zur Hälfte gefüllt wird, hält die Wärme wesentlich schlechter, als eine genau passende Thermoskanne, die gut gefüllt ist.

Medikamente beim Wintercamping

Neben der üblichen Medikamentenausstattung einer Reiseapotheke wie Schmerzmittel, Medikamente gegen Durchfallerkrankungen, Salben für Verstauchungen, Prelllungen und andere Sportverletzungen sowie entsprechendem Verbandsmaterial, sollte man sich beim Wintercamping natürlich insbesondere auf Erkältungskrankheiten vorbereiten. Mittel gegen Husten, Schnupfen, Heiserkeit und Halsweh, sowie ein Fieberthermometer gehören in jedem Fall zur Grundausstattung. Allerdings sollte man auch im Winter den Sonnenschutz nicht vergessen, denn gerade im Hochgebirge müssen Gesicht und Lippen sehr gut gegen die Sonne geschützt werden. Falls das einmal doch nicht so gut geklappt hat, sind auch Salben gegen die Folgen eines Sonnenbrandes angebracht.

Kommt es beim Wintercamping zu Erfrierungs- oder Unterkühlungserscheinungen, so ist in jedem Fall ein Arzt zu konsultieren oder der Rettungsdienst zu verständigen. Schon milde Formen können bei falscher Behandlung zu schweren Komplikationen führen. Bei Erfrierungen kann es zum Absterben des Gewebes kommen. Eine Unterkühlung kann im Extremfall zum Tod führen, wenn nicht rechtzeitig und richtig reagiert wird.

Bei all diesen Gefährdungen soll das gute alte Hausmittel Tee nicht vergessen werden. Bei allen nicht bedrohlichen Formen von Erkältungskrankheiten und bei ganz normalem Frieren ist eine heiße Tasse Tee immer noch die beste Erstversorgung. Vorsicht dagegen mit Alkohol. Das wärmende Gefühl, das er subjektiv vermittelt, liegt an der Erweiterung der Gefäße, die aber in Wirklichkeit zu einem noch höheren Wärmeverlust des Körpers führen.

Nicht nur warme Gedanken sind wichtig! Medikamente für das Wintercamping!